Alte Postkarten aus Wilster

Die 20 neuesten Objekte

1923 Handels- und Versicherungsvertretung Heinrich Ahsbahs

1923 Handels- und Versicherungsvertretung Heinrich Ahsbahs an der Taggstraße in der Stadt Wilster
1923 Handels- und Versicherungsvertretung Heinrich Ahsbahs an der Taggstraße in der Stadt Wilster

1923 Handels- und Versicherungsvertretung Heinrich Ahsbahs.
Der Firmensitz befand sich im Gebäude Taggstraße 14
Die geschäftliche Korrespondenz erfolgte vor etwa 100 Jahren vielfach noch mittels offener Postkarten.
So schrieb Heinrich Ahsbahs im Jahr 1923 eine Postkarte nach Burg an den dortigen Fuhrmann Jacob Peters, welchem er vermutlich mit der Eisenbahn (die Strecke war erst 1920 eröffnet worden) diverse Artikel gesendet hatte, und bat ihn, diese an örtliche Empfänger in Burg und Buchholz weiter zu speditieren.
Genannt sind:
P. Matthießen, Buchholz
H. Dunker, Burg
Aug. Orth, Burg
J. Ibs, Burg
A. Lindemann, Buchholz
welche allesamt dort jeweils tätige Kolonialwaren-Händler waren.

1936 Badevergnügen vor dem Deich der Elbe bei Brokdorf

1936 Badevergnügen vor dem Deich der Elbe bei Brokdorf

1936 Brokdorf.
Badevergnügen vor dem Deich der Elbe bei Brokdorf. Möglichkeiten und auch Anspruch der Bevölkerung der Wilstermarsch nach Bademöglichkeiten waren seinerzeit sehr bescheiden. In früheren Jahrzehnten - bis in der 1960er Jahre - fanden sich insbesondere an sommerlichen Wochenenden viele Menschen zum Baden in der Elbe am Elbedeich in Brokdorf ein.
Im Bereich von Stückers Hotel in Brokdorf bot ein im Schutz einer Buhne und des hier in einem Bogen verlaufenden Deich der Elbe gelegener kleiner Sandstrand einen Hauch von Urlaub.
Die örtliche Situation ist seit der Mitte der 1980er Jahre vorgenommenen Deichverstärkung völlig verändert; allerdings hatte bereits zuvor das anspruchsvoller werdende Freizeitverhalten dem Badespaß an dieser Stelle weitgehend ein Ende bereitet.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1919 AK

1907 St. Margarethen - maritime Motive - Elbe, Leuchttürme, Buhne, Seemann

1907 St. Margarethen - maritime Motive - Elbe, Leuchttürme, Buhne, Seemann
1907 St. Margarethen - Photograph Amandus Dorn (mit Mütze) aus Büttel mit weiteren Personen auf einer Buhne an der Elbe
1907 St. Margarethen - Photograph Amandus Dorn (mit Fernglas) aus Büttel mit weiteren Personen auf einer Buhne an der Elbe

1907 St. Margarethen - maritime Motive - Elbe, Leuchttürme, Buhne, Seemann.
oben links: Leuchtturm Scheelenkuhlen.
Der im Deichbestick stehende Leuchtturm wurde 1979 durch ein neues außerhalb des Deiches stehendes Unterfeuer ersetzt.
unten rechts: Leuchtturm Brokdorf (!);
der auf dem Elbdeich stehende alte Leuchtturm wurde im Jahr 1911 beseitigt. Ein danach neu errichteter Neubau mit Gitterkonstruktion war von 1911 bis 1982 in Betrieb als Oberfeuer für das Richtfeuer Brokdorf - Hollerwettern.
oben mittig und unten links (Bilder 2 u. 3): Die Abbildungen mit den auf einer Buhne befindlichen Personen sind insofern besonders, als es sich bei dem Herrn mit der Prinz Heinrich Mütze (die Prinz-Heinrich-Mütze ist eine den Kapitäns- und Lotsenmützen nachempfundene Schirmmütze, die nach dem kaiserlich-deutschen Großadmiral Prinz Heinrich von Preußen (1862 - 1929) benannt ist) um Amandus Dohrn handelt, welcher als Photograph in Büttel aktiv war und dem die Region viele alte Fotos zu verdanken hat.
oben rechts: alter Fahrensmann;
der auch auf Ansichtskarten mit Motiven aus St. Margarethen oder Wewelsfleth dargestellte alte Fahrensmann mit Öljacke und Südwester, mit weißhaariger Schifferkrause und eine kurze Pfeife rauchend, ist handschriftlich auf dieser Karte namentlich bezeichnet mit: Fritz Langbehn.
unten mittig links: bei Niedrigwasser trocken gefallenes Watt an der Ausmündung des Außenpriels vor St. Margarethen.
unten mittig rechts: Auf den Buhnenkopf aufgelaufenes kleines Dampfschiff, welches erst beim nächsten Tidehochwasser die Möglichkeit nutzen kann, um wieder frei zu kommen.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1918 AK

1907 Wohnhaus an der Straße De Slaat

1907 Wohnhaus an der Straße De Slaat in der Stadt Wilster
2019 Wohnhaus an der Straße De Slaat (postalisch: Neustadt) in der Stadt Wilster

1907 Wohnhaus an der Straße De Slaat
Das in Dachneigung, Fassadenzuschnitt und -aufteilung gut identifizierbare Wohnhaus steht heute noch an der Straße De Slaat, welche jetzt postalisch zur Straße Neustadt gehört.
Das Vergleichsfoto wurde 2019 aufgenommen.

Bildrechte:
Bild 1: Ludwig Treichel, Hamburg
Bild 2: Thorben Holler, Wilster

2019 Flying P-Liner PEKING wieder ausgedockt

24.06.2019 Flying P-Liner PEKING wieder ausgedockt
24.06.2019 Flying P-Liner PEKING wieder ausgedockt
24.06.2019 Flying P-Liner PEKING wieder ausgedockt
24.06.2019 Flying P-Liner PEKING wieder ausgedockt

24.06.2019 Flying P-Liner PEKING wieder ausgedockt
Versehen mit ihrem traditionellen schwarz weiß roten Anstrich wurde die schöne alte Viermastbark ausgedockt.
Die 1911 auf der Hamburger Werft von Blohm und Voss vom Stapel gelaufene 115 m lange Viermastbark der Reederei F. Laeisz ist wieder voll schwimmfähig, jedoch nicht seetüchtig. Sie wird künftig als Museumsschiff ihren Dauerliegeplatz im neuen Hafenmuseum am Grasbrook im Hamburger Hafen einnehmen.
Es wird jedoch noch fast ein Jahr dauern, bis der Innenausbau des alten Schiffes entsprechend dem Zustand von 1927 soweit fertig gestellt ist, dass er den musealen Ansprüchen entspricht.

Bildrechte:
Bild 1: WELT
Bilder 2 - 4: Karl Kautz, Brokdorf

2019 Lotsenschoner No. 5 ELBE d Reparatur auf der Werft in Wewelsfleth

21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE an den Dalben der Peters Werft in Wewelsfleth
21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE an den Dalben der Peters Werft in Wewelsfleth
21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE aufgeslippt auf der Peters Werft in Wewelsfleth
21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE aufgeslippt auf der Peters Werft in Wewelsfleth

21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE zur Reparatur auf der Peters Werft in Wewelsfleth.
Der am 08. Juni 2019 auf der Elbe bei Stadersand mit dem Containerschiff ASTROSPRINTER kollidierte Hamburger Traditionssegler No. 5 ELBE - ein im Jahr 1883 erbauter hölzerner 37 m langer Gaffelschoner - wird auf der Peters-Werft in Wewelsfleth repariert werden.
Die Fotos zeigen den Havaristen bei der Peters Werft in Wewelsfleth an den Pfählen sowie nach dem Aufslippen.

Bildrechte:
Bilder 1, 3 u. 4: Karl Kautz, Wewelsfleth
Bild 2: nicht benannt

2019 Lotsenschoner No. 5 ELBE c Reparatur auf der Werft in Wewelsfleth

21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE an den Dalben der Peters Werft in Wewelsfleth
21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE an den Dalben der Peters Werft in Wewelsfleth
21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE an den Dalben der Peters Werft in Wewelsfleth
21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE an den Dalben der Peters Werft in Wewelsfleth

21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE zur Reparatur auf der Peters Werft in Wewelsfleth.
Der am 08. Juni 2019 auf der Elbe bei Stadersand mit dem unter zypriotischer Flagge fahrenden Containerschiff ASTROSPRINTER kollidierte Hamburger Traditionssegler No. 5 ELBE wird auf der Peters-Werft in Wewelsfleth repariert werden.
Die No. 5 ELBE ist ein 37 m langer Gaffelschoner, welcher im Jahr 1883 auf der Werft H.C. Stülken auf Hamburg Steinwerder vom Stapel gelaufen war. Der erst kürzlich mit hohem finanziellen Aufwand restaurierte Segler ist das letzte seegehende hölzerne Schiff aus der Zeit des Holzschiffbaus in der Hansestadt Hamburg.
Es ist bei aller Dramatik der folgenschweren Kollision nur einer glücklichen Fügung zu verdanken, dass bei dem Ereignis nicht der Verlust von Menschenleben zu beklagen war. Der Bugwulst des Containerschiffs rammte die ELBE kurz hinter deren lotrechten Steven und drückte den dabei zunächst schwimmfähig gebliebenen Schoner zur Seite. Hätte der Bug der ASTROSPRINTER den Schoner mittig getroffen und diesen überlaufen, wären die Folgen deutlich gravierender gewesen.
Die vorgestellten Fotos zeigen die ELBE an den Dalben der Peters Werft in Wewelsfleth. Deutlich zu erkennen sind die durch den Rammstoß an der Beplankung des Schoners aufgetretenen Schäden.

Bildrechte: Karl Kautz, Brokdorf

2019 Lotsenschoner No. 5 ELBE a Kollision auf der Elbe mit Containerschiff

08.06.2019 Lotsenschoner No. 5 ELBE auf Kollisionskurs mit dem Containerschiff ASTROSPRINTER
08.06.2019 Lotsenschoner No. 5 ELBE kollidiert mit dem Containerschiff ASTROSPRINTER
08.06.2019 Lotsenschoner No. 5 ELBE gesunken in der Mündung der Schwinge (Nebenfluß der Elbe)
14.06.2019 gehobener und provisorisch schwimmfähig gemachter Lotsenschoner No. 5 ELBE in der Mündung der Schwinge

08.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE sinkt nach Kollision auf der Elbe.
Es war ein überaus dramatisches Geschehen, als am 08. Juni 2019, dem Sonnabend vor Pfingsten, der historische Segler No. 5 ELBE bei Stadersand dem seewärts fahrenden und vorfahrtberechtigten Containerschiff ASTROSPRINTER vor den Bug lief und dabei nur knapp dem Schicksal entging, dabei vollständig überlaufen zu werden.
Die insgesamt 43 an Bord des Traditionsschiffes befindlichen Personen konnten nur wenige Minuten nach der Kollision von zufällig im unmittelbaren Nahbereich wegen eines anderen kleineren Rettungseinsatzes anwesenden Rettungsschiffen abgeborgen werden. Der Havarist wurde in die Mündung der Schwinge (Nebengewässer der Elbe) geschleppt, wo er allerdings infolge eines nicht beherrschbaren Wassereinbruchs sank.
Die No. 5 ELBE ist ein 37 m langer Gaffelschoner, welcher im Jahr 1883 auf der Werft H.C. Stülken auf der Hamburger Elbinsel Steinwerder vom Stapel gelaufen war. Aus einer Reihe von insgesamt 11 aus Eichenholz gebauten und daher sehr seetüchtigen Schiffen ist nur noch die No. 5 ELBE erhalten geblieben.
Die Stiftung Hamburg Maritim hatte im Jahr 2002 das alte Schiff von einem amerikanischen Eigner erworben und in seine ursprüngliche Heimatstadt zurück geholt.
Der erst kürzlich mit hohem finanziellen Aufwand restaurierte Segler ist das letzte seegehende hölzerne Schiff aus der Zeit des Holzschiffbaus in der Hansestadt Hamburg. Es war erst eine Woche zuvor nach Hamburg an seinen Liegeplatz im Sandtorhafen (nahe der Elb-Philharmonie) zurückgekehrt, nachdem es fast ein Dreivierteljahr und mit einem Kostenaufwand von 1,5 Mill. Euro in Dänemark auf der Werft Hvide Sande Shipyard restauriert worden war. Wie bereits zuvor so praktiziert, war vorgesehen, den alten Segler als Traditionsschiff wieder bei maritimen Veranstaltungen einzusetzen und mit ihm Gästefahrten durchzuführen.
Betrieben wird das historische Schiff vom Förderverein Freunde des Lotsenschoners No 5 Elbe, der es auf der hier aufrufbaren Internet Präsens umfassend vorstellt
Am Tag der Kollision war der alte Schoner mit einer 14 Personen zählenden Besatzung und 29 Gästen auf der Elbe querab von Stadersand unterwegs, als er hoch am Wind auf Backbordbug segelnd, sich auf Kollisionskurs mit dem 141 m langen Containerschiff ASTROSPRINTER befand. Als im letzten Moment der überfällig gewordene Ruf "hart Backbord" erging, wurde in Panik oder von Personen mit mangelnder Seemannschaft die große Ruderpinne nach Backbord gedrückt, wodurch der Kollisionskurs des Schoners nach steuerbord noch verstärkt wurde. Der Segler wurde vom Bug des Containerschiffs nicht mittig getroffen und überlaufen, sondern beiseite gedrückt. Menschenleben waren glücklicherweise nicht zu beklagen!
Von dem zunächst schwimmfähig gebliebenen Segler konnten Personen gerettet und der Havarist in flaches Wasser der Mündung der Schwinge geschleppt werden, wo er sank.
Innerhalb weniger Tage konnte von einem Bergungsteam der Lotsenschoner gehoben und provisorisch wieder schwimmfähig gemacht werden. Auf der Peters Werft in Wewelsfleth wird die Reparatur des alten Segelschiffes in Angriff genommen werden.

Bildrechte:
Bild 1: screenshot aus Video eines Fahrtteilnehmers
Bild 2: Daniel Beneke, Stader Tageblatt
Bild 3 und 4: dpa

2019 Lotsenschoner No. 5 ELBE b Reparatur auf der Werft in Wewelsfleth

21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE wird zur Reparatur nach Wewelsfleth gebracht
21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE wird zur Reparatur nach Wewelsfleth gebracht
21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE wird zur Reparatur nach Wewelsfleth gebracht
21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE wird zur Reparatur nach Wewelsfleth gebracht

21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE wird zur Reparatur nach Wewelsfleth gebracht.
Der am 08. Juni 2019 auf der Elbe bei Stadersand mit dem unter zypriotischer Flagge fahrenden Containerschiff ASTROSPRINTER kollidierte Hamburger Traditionssegler No. 5 ELBE wird auf der Peters-Werft in Wewelsfleth repariert werden.
Die Fotos zeigen den von den Schleppern HELMUT und PRIMUS geleiteten Havaristen in der Stör auf dem Weg zur Werft.
Die No. 5 ELBE ist ein 37 m langer Gaffelschoner, welcher im Jahr 1883 auf der Werft H.C. Stülken auf Hamburg Steinwerder vom Stapel gelaufen war. Der erst kürzlich mit hohem finanziellen Aufwand restaurierte Segler ist das letzte seegehende hölzerne Schiff aus der Zeit des Holzschiffbaus in der Hansestadt Hamburg.
Es besteht die Erwartung, dass auf der Wewelsflether Peters-Werft die Instandsetzung des schönen historischen Seglers vollständig gelingen wird.

Bildrechte: Karl Kautz, Brokdorf

1930 Kahnfähre und Fährhaus Uhrendorf an der Stör

1930 Kahnfähre und Fährhaus Uhrendorf an der Stör
1930 Kahnfähre und Fährhaus Uhrendorf an der Stör
1896 Ausschnitt Messtischblatt 739 Krempe - Kahnfähre Uhrendorf

1930 Kahnfähre und Fährhaus Uhrendorf an der Stör.
Unterhalb der Klappbrücke Heiligenstedten bestanden früher an der Stör bis zu deren Mündung in die Elbe insgesamt 6 Fähren, welche den Personen- und Warenverkehr von einem Ufer der Stör zum anderen Ufer ermöglichten. Neben den Wagenfähren in Wewelsfleth und in Beidenfleth existierten insgesamt vier Kahnfähren. Eine dieser Fähren war die Uhrendorfer Fähre; sie verkehrte zwischen Uhrendorf und Uhrendorfer Deich (Kremper Marsch) und wurde lange Zeit von Johannes Borchert bis 1937 betrieben.
Das Gast- und Fährhaus lag zwischen Beidenfleth und Wewelsfleth im Außendeich auf einer Warft auf der Uhrendorfer Seite der Stör im Gebiet der Gemeinde Wewelsfleth. Das Gebäude wurde bei der Sturmflut 1962 so stark beschädigt, dass es in der Folge abgebrochen wurde.
Die Uhrendorfer Fähre hatte bereits seit dem 16ten Jahrhundert bestanden, die Fährgerechtigkeit lag bei der Kirche Neuenkirchen; die Kahnfähre sollte es den Uhrendorfer Bauern und deren Gesinde ermöglichen, den Gottesdienst in Neuenkirchen zu besuchen.
oben: Blick vom Uhrendorfer Fährhaus auf die Fährstelle, die Fährkähne und das jenseitige Ufer bei Uhrendorfer Deich.
unten (und Bild 2): Blick vom linksseitigen Ufer bei Neuenkirchen auf das im Uhrendorfer Außendeich gelegene Fährhaus.
Der Ausschnitt (Bild 3) aus dem Messtischblatt 739 Krempe aus dem Jahr 1896 zeigt die Lage der Fährstelle.
Weitere Kahnfähren an der Stör waren:
- Hollers Fähre. Sie querte die Stör oberhalb deren gegenüber dem Kasenort gelegenen Hodorfer Mäander und verband Stördorf und Hodorf
- von Holdts Fähre. Die zwischen Groß Kampen und Hodorf verkehrende Fähre von Nikolaus von Holdt querte die Stör am Langen Rack unterhalb des Hodorfer Mäander.
- Störorter Fähre. Die Störorter Fähre des Stördorfer Fährhauses (Betreiber u.a. E. Breckwoldt) an der Mündung der Stör verband Störort und Ivenfleth.

Bildrechte: Hans Martens, Krempe
Reg. mein-wilster: 1917 AK

1915 St. Margarethen - Postamt, Marktplatz, Hafen

1915 St. Margarethen - Postamt, Marktplatz, Hafen
1915 Kaiserliches Postamt an der Dorfstraße in St. Margarethen (Elbe)
1915 Hafen in St. Margarethen (Elbe)

1915 St. Margarethen - Postamt, Marktplatz, Hafen.
oben (Bild 2): Dorfstraße mit dem Kaiserlichen Postamt.
mittig: Marktplatz an der Einmündung der Poststraße in die Dorfstraße.
Links Kolonialwarenladen im Gebäude Dorfstraße 15; das Gebäude war kurze Zeit zuvor nach den Plänen des bekannten örtlichen Baumeisters Johannes Wiekhorst aufgestockt worden.
Rechts das heute unter Denkmalschutz stehende Haus „von Osten“, es beherbergte die erste Poststelle des Dorfes. Zum Zeitpunkt der Aufnahme bestand in ihm der Gasthof „Zur Traube“ von Martin von Osten.
unten (Bild 3): Der Hafen von St. Margarethen befand sich vor dem Deich im Außentief des Nortorf-Neuenhafener-Kanals. An dem Standort hatten sich seinerzeit drei Mühlenbetriebe angesiedelt (Walter Siemen, Claus von Loh, Gustav Bols), deren Mühlen von Dampfmaschinen angetrieben wurden.
Viele der Produkte für die Mühlenbetriebe wurden per Schiff transportiert und durch Sauganlagen oder mittels einer „Sackhebeanlage“ gefördert.
Die Mühlen Bols und Siemen waren bis in die 1950er Jahre in Betrieb. Die Firma Siemens wurde von der Firma Behrens übernommen, welche am Hafen ein Hoch-Silo errichten ließ.
Mit der Verstärkung des Elbe-Deiches im Jahre 1980 endete der Hafenbetrieb.

Bildrechte: C.K.W. (Karl Kuskop, Wilster)
Reg. mein-wilster: 1916 AK

1905 St. Margarethen - Schulhaus

1905 St. Margarethen (Elbe) - Schulhaus

1905 St. Margarethen - Schulhaus.
Das nördlich der Hauptstraße stehende Schulhaus der seit 1600 bestehenden Schule des Kirchortes wurde im Jahre 1992 abgebrochen.
In dem danach errichteten Neubau ist heute die Grundschule untergebracht, in welcher die Schulkinder aus St. Margarethen, Büttel, Kudensee und Brokdorf beschult werden. Die älteren Schüler werden nach der 1969 erfolgten Gründung des Schulverbandes Wilstermarsch in der in der Stadt Wilster errichteten Gemeinschaftsschule unterrichtet, sofern sie nicht an anderen Orten Gymnasien besuchen.
Für den Verbleib der Grundschule in St. Margarethen hatte sich seinerzeit der dortige Bürgermeister Werner Ibs, FDP, tatkräftig eingesetzt. Den Mangel einer nicht ausreichenden Anzahl der Klassenräume behob er durch die kurzerhand betriebene Aufstellung von Schul-Containern. Gegenüber der in der Frage des Standortes konkurrierenden Gemeinde Brokdorf, welche über ein neueres Schulgebäude verfügte, verhinderte er so die Auslagerung von Klassen in den Nachbarort. Damit sicherte er den Schulstandort St. Margarethen und bewirkte so letztlich dessen Aufnahme in den Generalschulbauplan.

Bildrechte: Verlag Rudolf Franzenburg, St. Margarethen
Reg. mein-wilster: 1915 AK

1957 Flethsee - St. Margarethen Bahnhof

1957 Flethsee - St. Margarethen Bahnhof
1957 Flethsee - St. Margarethen Bahnhof
1957 Flethsee - St. Margarethen Bahnhof

1957 Flethsee in der Gemeinde Landscheide.
Flethsee wurde früher auch als "St. Margarethen Bahnhof" bezeichnet, da der hier an der Marschbahn gelegene Bahnhof nach der Kirchspielgemeinde benannt war. Heute ist der Bahnhof nicht mehr vorhanden.
Die Abbildungen zeigen Gebäude an der heute noch als "Am Bahnhof" bezeichneten Straße.
oben links: Geschäftshaus Th. Witt.
oben rechts (Bild 2): "Gasthof zur Börse";
die Gastwirtschaft führte später zeitweilig den Namen "Zum Paßop", wonach sie dann wieder unter dem Namen "Zur Börse" bis in die 1980er Jahre betrieben wurde.
unten links (Bild 3): Empfangsgebäude des Bahnhofs St. margarethen
unten rechts: Straße "Am Bahnhof".

Bildrechte: Verlag Heinrich C. Otto, Kiel
Reg. mein-wilster: 1914 AK

1940 Hochbrücke Hochdonn - Kaiser Wilhelm Kanal

1940 Hochbrücke Hochdonn - Kaiser Wilhelm Kanal

1940 Hochbrücke Hochdonn - Kaiser Wilhelm Kanal
Die zuvor den NOK (damaligen Kaiser-Wilhelm Kanal) bei Taterpfahl querende Strecke der Marschbahn (von HH-Altona nach Westerland) führt seit 1920 über die Hochbrücke Hochdonn.
Bedingt durch den I. Weltkrieg hatten die 1913 begonnenen Arbeiten zum Bau der Hochbrücke erst 1920 abgeschlossen werden können.
Die 2.218 m lange Stahlfachwerkbrücke weist für auf dem Kanal passierende Schiffe eine Durchfahrthöhe von 42 m auf, während die maximale Höhe 56,38 m beträgt; der Pfeilerabstand des Durchfahrtssegments beträgt 143,1 m.
Ein Plattbodenschiff mit Seitenschwerten - vermutlich eine Kuff - passiert mit einem Sportboot im Schlepp die Hochbrücke. Seinerzeit hatten auch größere Segelboote keinen Hilfmotor, weshalb sie sich bei der Passage durch den Kanal gerne von kleinen Frachtschiffen durchschleppen ließen.

Bildrechte: Verlag Ferd. Lagerbauer, Hamburg (firmierte nach dem II.WK als Ferd. Lagerbauer & Co., Hamburg)
Reg. mein-wilster: 1913 AK

1975 Beidenfleth an der Stör - Anlegestelle für Sportboote

1975 Beidenfleth an der Stör - Anlegestelle für Sportboote
1975 Beidenfleth an der Stör - Anlegestelle für Sportboote
1975 Beidenfleth an der Stör - Anlegestelle für Sportboote

1975 Beidenfleth - Anlegestelle für Sportboote am Beidenflether Fährhaus neben der Rampe für die Fähre.
Die Beidenflether Fähre – eine Grundseilfähre – ist heute noch in Betrieb als einzige der vor hundert Jahren unterhalb von Itzehoe an der Stör vorhanden gewesenen Fähren (Wagen- und Kahnfähren).
Nachdem in den letzten Jahrzehnten der Betrieb der zudem erneuerungsbedürftigen Fähre immer unrentabler wurde und ihre Stilllegung drohte, wurde durch die Initiative eines Förderverein Fähre Beidenfleth ein neuer Fährprahm „Else“ beschafft, mit welchem im Jahre 2007 der Fährbetrieb wieder aufgenommen wurde.
In das renommierte Beidenflether Fährhaus kehrten in vergangenen Jahrzehnten gerne die eine Wochenendtour unternehmenden Segler von der Niederelbe ein, wobei jedoch die wilsteraner Segler wegen der kurzen Distanz zum Kasenort eher in Wewelsfleth Station machten.

Bildrechte: Heinrich C. Otto, Kiel
Reg. mein-wilster: 1912 AK

2019 Flying P-Liner PEKING erhält wieder den Schmuck seiner Masten

03./04.06.2019 Peters Werft Wewelsfleth - die PEKING erhält wieder ihre Masten
03./04.06.2019 Peters Werft Wewelsfleth - die PEKING erhält wieder ihre Masten
03./04.06.2019 Peters Werft Wewelsfleth - die PEKING erhält wieder ihre Masten
03./04.06.2019 Peters Werft Wewelsfleth - die PEKING erhält wieder ihre Masten

2019 Flying P-Liner PEKING erhält wieder den Schmuck seiner Masten
03./04.06.2019 Peters Werft Wewelsfleth
Nachdem die alte Viermast-Bark auch ihren klassischen Anstrich erhalten hat und auch der Innenausbau weiter vervollständigt wurde, sind die den ganz besonderen Reiz alter Segelschiffe ausmachenden Masten wieder aufgesetzt. Nach dem Auftakeln der Masten wird die Silhouette des schönen alten Seglers wieder vollständig sein.

Bildrechte: Karl Kautz, Brokdorf

2018 Flying P-Liner PEKING wird ausgedockt c

07.09.2018 Wewelsfleth - Flying P-Liner PEKING wird ausgedockt
07.09.2018 Wewelsfleth - Flying P-Liner PEKING wird ausgedockt
07.09.2018 Wewelsfleth - Flying P-Liner PEKING wird ausgedockt
07.09.2018 Wewelsfleth - Flying P-Liner PEKING wird ausgedockt

2018 Flying P-Liner PEKING wird ausgedockt
07.09.2018 Peters Werft Wewelsfleth
Nachdem der Rumpf des einhundert Jahre alten Schiffes in der Wewelsflether Werft vollständig saniert und mit einem Anstrich versehen war, konnte die wieder schwimmfähige PEKING ausgedockt werden.
Der Innenausbau des Schiffes sowie das Aufsetzen und Auftakeln der Masten sind noch zu bewerkstelligen.

Bildrechte: Klaus Michelewitz, Itzehoe

2018 Flying P-Liner PEKING wird ausgedockt b

07.09.2018 Wewelsfleth - Flying P-Liner PEKING wird ausgedockt
07.09.2018 Wewelsfleth - Flying P-Liner PEKING wird ausgedockt
07.09.2018 Wewelsfleth - Flying P-Liner PEKING wird ausgedockt
07.09.2018 Wewelsfleth - Flying P-Liner PEKING wird ausgedockt

2018 Flying P-Liner PEKING wird ausgedockt
07.09.2018 Peters Werft Wewelsfleth
Nachdem der Rumpf des einhundert Jahre alten Schiffes in der Wewelsflether Werft vollständig saniert und mit einem Anstrich versehen war, konnte die wieder schwimmfähige PEKING ausgedockt werden.
Der Innenausbau des Schiffes sowie das Aufsetzen und Auftakeln der Masten sind noch zu bewerkstelligen.

Bildrechte: Klaus Michelewitz, Itzehoe

2018 Flying P-Liner PEKING wird ausgedockt a

07.09.2018 Wewelsfleth - Flying P-Liner PEKING wird ausgedockt
07.09.2018 Wewelsfleth - Flying P-Liner PEKING wird ausgedockt
07.09.2018 Wewelsfleth - Flying P-Liner PEKING wird ausgedockt
07.09.2018 Wewelsfleth - Flying P-Liner PEKING wird ausgedockt

2018 Flying P-Liner PEKING wird ausgedockt
07.09.2018 Peters Werft Wewelsfleth
Nachdem der Rumpf des einhundert Jahre alten Schiffes in der Wewelsflether Werft vollständig saniert und mit einem Anstrich versehen war, konnte die wieder schwimmfähige PEKING ausgedockt werden.
Der Innenausbau des Schiffes sowie das Aufsetzen und Auftakeln der Masten sind noch zu bewerkstelligen.

Bildrechte: Klaus Michelewitz, Itzehoe

1908 Fährhaus Störort - Dreimastbark auf der Stör

1908 Fährhaus Störort - Dreimastbark auf der Stör
1908 Fährhaus Störort - Dreimastbark auf der Stör
1908 Fährhaus Störort

1908 Fährhaus Störort - Dreimastbark auf der Stör.
Zwischen Störort und Ivenfleth verkehrte nahe der Mündung der Stör in die Elbe die südlichste von den seinerzeit die Querung der Stör ermöglichenden Kahnfähren. Flussabwärts der Klappbrücke Heiligenstedten konnte die Stör mit den Prahmfähren in Beidenfleth und Wewelsfleth sowie mit vier Kahnfähren (in Störort, in Uhrendorf, in Klein Kampen und in Stördorf) gequert werden.
Die beiden Abbildungen zeigen einen Blick über die Stör nach Störort vom gegenüber liegende Ufer bei Ivenfleth, welches bereits zur Kremper Marsch. gehört.
Auf der Stör passiert eine Dreimastbark die Fährstelle vor der nahe der Stör auf einer Warft stehenden Gastwirtschaft „Störort“ von Jacob Breckwoldt, dem auch die Kahnfähre gehörte. Diese wurde nach ihrem Verkauf an den Ivenflether Fährmann Johann Albers von diesem und dessen Sohn Jacob bis in das Jahr 1926 betrieben und im Juni 1926 aufgehoben - letzter Fährmann war Hans Schnoor aus Humsterdorf. Auch die Gastwirtschaft wurde bald danach aufgegeben.
Das Gasthaus stand auf der mittleren der drei am Störort vorhanden gewesenen Warften. Alle drei der seinerzeit am Störort auf Warften stehenden Höfe sind mit diesen verschwunden, seit hier im Zusammenhang mit dem Bau des Mündungs-Sperrwerkes der Stör deren Verlauf in den 1970er Jahren verlegt wurde – nichts erinnert heute mehr an die damalige Idylle.
Die Kahnfähre zwischen Ivenfleth und Störort hat mit Sicherheit bereits schon zu Beginn des 17ten Jahrhunderts bestanden, sie ist wahrscheinlich noch älter. Am 10.Juli 1874 erwarb der Kapitän Christian Meyn (+ 1896) das Fährhaus und die Gastwirtschaft; er war einer der letzten Grönlandfahrer, die auf Walfang und Robbenschlag gingen. Als solcher war er Kommandeur des "Der kleine Heinrich", dem letzten von Glückstadt ausgehenden Grönlandfahrer.
Nach Christian Meyn erwarb E. Breckwoldt das Fährhaus und die Fährgerechtsame; ihm folgte sein Sohn Jacob. Die Breckwoldts gehören zu einer an der Niederelbe weit verbreiteten Familie, welche viele Seefahrer hervorgebracht hat. Über einen von ihnen handelt die in den 1950er Jahren von dem populären Hamburger Volkssänger Richard Germer (*04.11.1900, + 12.09.1993) gesungene "Ballade von den Seeräubern" (deren Text ist unten aufrufbar).

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1911 AK

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