Alte Postkarten aus Wilster

Die 20 neuesten Objekte

1903 Wewelsfleth - Dorfstrasse, Kirchspielsvogtei, Kirche, Werft

1903 Wewelsfleth - Dorfstrasse, Kirchspielsvogtei, Kirche, Werft

1903 Wewelsfleth.
Die Chromolithografie (Farblithografie) zeigt sechs Ansichten aus dem an der Stör gelegenen Dorf.
oben links: Einmündung der Deichreihe in die Dorfstraße mit dem Gebäude der Kirchspielsvogtei und Krauses Gasthof.
Das alte Fachwerkhaus der ehemaligen Kirchspielvogtei ist im Jahr 1698 erbaut worden unter der Leitung von Kirchspielsvogt Peter Hellmann.
oben mittig: Trinitatis Kirche; die Kirche ist 1503 geweiht worden - sie hieß zunächst Willihardus-Kirche; nach der Reformation erhielt sie den Namen Trinitatis Kirche.
oben rechts: Straße Neustadt (heutige Dorfstraße), rechts die Einmündung der Straße Am Hafen.
unten links: Straße Deichreihe.
unten mittig: Schiffswerft Junge.
Werften gab es etwa ab 1760 in Wewelsfleth; die Junge Werft ist 1859 in Nachbarschaft einer weiteren dort bereits seit 20 Jahren bestehenden kleinen Werft gegründet worden von dem 33 Jahre alten Schiffszimmerer Christopher Junge gemeinsam mit seinem Bruder Johann. unten rechts: Straße Neustadt (heutige Dorfstraße).

Bildrechte: Verlag von Carl Kuskop, Wilster

1903 St. Margarethen Bahnhof - die 3 Altendammer Mühlen (Ex)

1904 St. Margarethen Bahnhof - die 3 Altendammer Schöpfmühlen

1904 St. Margarethen Bahnhof - die 3 Altendammer Mühlen
Am Altendamm bzw. Uhlendamm (diese Örtlichkeitsbezeichnung ist heute nicht mehr existent) südwestlich vom in der Gemeinde Landscheide gelegenen Bahnhof St. Margarethen standen die drei Schöpfmühlen nahe beieinander in einer Reihe. Sie waren erbaut worden von den kleinen nach 1800 entstandenen kleinen Entwässerungsverbänden in Flethsee, welche sie bis 1910 betrieben. Zu dem Zeitpunkt wurden sie beseitigt, nachdem zuvor an der Schleuse/Deichsiel in St. Margarethen ein Dampfschöpfwerk errichtet worden war.

Bildrechte: Bahnhofsrestaurateur C. G. Petersen
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

1900 Krummendiek - Kirche, Pastorat, Gasthof, Herrenhaus Gut Krummendiek in Klein Rahde

1900 Krummendiek - Kirche, Pastorat, Gasthof, Gutshaus Gut Krummendiek in Klein Rahde, Gemeinde Kleve
1900 Kirche St. Georg zu Krummendiek an der Bekau
1900 Herrenhaus Gut Krummendiek in Klein Rahde, Gemeinde Kleve

1900 Krummendiek - Kirche, Pastorat, Gasthof, Gutshaus.
Das Gebiet der politischen Gemeinde Krummendiek umfasst nur 1,78 qkm, auf welchem gegenwärtig weniger als 100 Einwohner leben.
oben links (Bild 2): Kirche St. Georg zu Krummendiek;
die erste Kirche an diesem Ort soll 949 n.Chr. vom Hamburger Erzbischof Adaldag (von 937 bis 988) gestiftet worden sein.
Der Ritter Hartwig Busche – dessen Familie nannte sich später v. Krummendiek – ließ 1233 n. Chr. eine neue Kirche bauen.
Der heutige Bau der St. Georg Kirche wurde im Jahre 1699 im barocken Stil errichtet.
oben rechts: Gastwirtschaft Zum alten Schlossberg.
Der Name der Gaststätte „Zum alten Schloßberg“ (zuvor: „Zum alten Schlosse“) erinnert an eine hier im 13. Jahrhundert von den Herren von Krummendiek errichtete Burg, welche 1657 im Dreißigjährigen Krieg von den Schweden zerstört wurde.
mittig: Pastorat
Für ihren Seelsorger und das Kirchenbüro hält die Kirchengemeinde in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kirche ein Pastorat vor.
Die seit 1989 selbständige Kirchengemeinde Krummendiek-Mehlbek umfaßt das Gebiet der Kommunalgemeinden Bekdorf, Huje, Kleve, Krummendiek, Mehlbek, Moorhusen, den Ortsteil Bekhof der Kommunalgemeinde Oldendorf sowie die Hausgrundstücke Nr. 15 bis 19 im Ortsteil Honigfleth der Kommunalgemeinde Stördorf.
unten links: Herrenhaus Gut Krummendiek (in Lütgenrahde bzw. Klein Rahde in der benachbarten Gemeinde Kleve).
Nachdem das Schloß Krummendiek 1657 im Dreißigjährigen Krieg von den Schweden zerstört und nicht wieder aufgebaut wurde, hatten die Schloßherren ihr auf der nahen Geest bei Kleve in Lütgenrahde (Klein Rahde) stehenden Meierhof - das spätere Gut Krummendiek - bezogen.
1810 wurde das baufällig gewordene Herrenhaus abgebrochen und ersetzt durch einen in den Jahren 1812 - 1814 errichteten Neubau.

Bildrechte: nicht bekannt
Reg. mein-wilster: 1909 AK

1904 Wilsteraner Hafen am Rosengarten a

1904 Wilsteraner Hafen am Rosengarten, Fracht-Ewer und Laderschuppen
1904 Wilsteraner Hafen am Rosengarten, Fracht-Ewer und Laderschuppen

1904 Wilsteraner Hafen am Rosengarten, Fracht-Ewer und Laderschuppen.
Der Hafen am Rosengarten war über Jahrhunderte hinweg Ausgangshafen für die Wilsteraner Schiffer vor ihrer Fahrt in ferne Länder – das waren z.B. um 1540 Holland, Seeland, Frankreich, Engeland, Schottland, Portugal und das „Land tho Losien“ (Andalusien) – aber auch in den Ostseeraum.
Der Hafen und die Schiffahrt sowie die Produkte der fruchtbaren Marsch begründeten die Bedeutung Wilsters und den zeitweilig hier vorhandenen relativen Wohlstand.
Der Schuppen links stand bis in die 1960er Jahre; rechts von ihm befand sich auf dem Quai ein drehbarer Ladekran.
Leider ist heute infolge der vorgenommenen Verengung des Gewässerbettes und den auf den Vorschüttungen wuchernden Gehölzanpflanzung sowie nach Entfernung der Dalben die alte Funktion kaum noch zu erkennen. Die aus senkrechten preußischen Kappen aus Ziegeln gemauerte Quaimauer und einige der eisernen Festmacherringe sind jedoch noch erhalten; zwei breite zum Wasser herabführende Treppen sind jedoch seit langem beseitigt - so wie auch der kleine drehbare eiserne Ent- und Beladekran, dessen Erhaltung bedingt durch mangelnde Sensibilität damaliger Entscheidungsträger nicht erfolgte.

Bildrechte: Verlag M. Glückstadt & Münden, Hamburg
Reg. mein-wilster: 1604 AK

1907 Ruinen der Lederfabrik Falk & Schütt nach der Brandkatastrophe a

1907 Ruinen der Lederfabrik Falk & Schütt in der Stadt Wilster nach der Brandkatastrophe
1907 Ruinen der Lederfabrik Falk & Schütt in der Stadt Wilster nach der Brandkatastrophe
1955 Gebäude der ehemaligen Lederfabrik Falk & Schütt in der Stadt Wilster

1907 Ruinen der Lederfabrik "Falk & Schütt" nach der Brandkatastrophe.
Die Lederfabrik von Falk & Schütt in Rumfleth sowie die Lederfabrik „Gebrüder Böhme“, später Vachelleder-Fabrik "Ballin" in Landrecht, hatten nach einer seit dem Jahr 1870 einsetzenden stürmischen Entwicklung Wilster zu einem bedeutenden Standort der Lederindustrie gemacht.
Wilsters Bevölkerung wuchs in den Jahren 1890 bis 1901 von 2716 auf 5124 Einwohner. Es entstanden typische Arbeiterquartiere, so unter anderem auch in der noch heute zur Gemeinde Nortorf gehörenden Vereinsstraße. Arbeiterwohngebiete in den Landgemeinden in Landrecht, Dammfleth und Nortorf wurden eingemeindet.
Eine Katastrophe für die Stadt waren die verheerenden Brände bei Böhme (1903) und Falk & Schütt (1907).
Letztere war zeitweilig die größte Lederfabrik in Europa gewesen.
Die vorgestellte Ansichtskarte zeigt die Ruinen der am 09. Dezember 1907 durch ein verheerendes Schadensfeuer zerstörten Lederwerke Falk & Schütt.
Die Fabrik hatte fast 500 Arbeiter beschäftigt, für diese und ihre Familien war der Verlust der Arbeit katastrophal! Sehr viele Familien waren zum Fortzug aus Wilster gezwungen.
Schon ein Jahr später ging der Betrieb nach einem Teilwiederaufbau mit jedoch nur noch 140 Arbeitern wieder in Produktion. Die Fabrik erreichte jedoch nicht annähernd wieder ihre vorherige Bedeutung, sie ging Mitte der 1930er Jahre in Konkurs. Unter einem anderen Betreiber überdauerte die Lederfabrikation stark verkleinert bis in die Zeit nach dem II. Weltkrieg.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1907 AK

1907 Ruinen der Lederfabrik Falk & Schütt nach der Brandkatastrophe b

1907 Ruinen der Lederfabrik Falk & Schütt in der Stadt Wilster nach der Brandkatastrophe

1907 Ruinen der an der Rumflether Straße gelegenen Lederfabrik "Falk & Schütt" nach der Brandkatastrophe.
Blick von Diekdorf über die Wilsterau auf die Fabrik.
Die vorgestellte Ansichtskarte zeigt die Ruinen der am 09. Dezember 1907 durch ein verheerendes Schadensfeuer zerstörten Lederwerke Falk & Schütt.
Die Fabrik hatte fast 500 Arbeiter beschäftigt, für diese und ihre Familien war der Verlust der Arbeit katastrophal! Sehr viele Familien waren zum Fortzug aus Wilster gezwungen.
Schon ein Jahr später ging der Betrieb nach einem Teilwiederaufbau mit jedoch nur noch 140 Arbeitern wieder in Produktion. Die Fabrik erreichte jedoch nicht annähernd wieder ihre vorherige Bedeutung, sie ging Mitte der 1930er Jahre in Konkurs.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1906 AK

1912 Bauernhof an der Straße nach Diekdorf

1912 Bauernhof an der Straße nach Diekdorf, heute Teil der Hans-Prox-Straße in der Stadt Wilster

1912 Bauernhof an der Straße nach Diekdorf,
heute Teil der Hans-Prox-Straße.
Gehöft von Bauer Heinrich Lübbe (nach 1952 Herbert Stahl).
Der stattliche Hof unter seinem mächtigen Reetdach besteht heute noch; er wurde ab 2009 aufwendig und stilgerecht restauriert. Es ist sehr zu begrüßen, wenn die beeindruckenden Bauernhöfe der Wilstermarsch auch in Zeiten der Konzentrierung in der Landwirtschaft nicht aufgegeben werden, sondern von Liebhabern dieser Häuser mit großem Engagement erhalten und restauriert werden und so überkommenes Kulturgut bewahrt wird.
Das Husmannshus mit seiner mittleren Einfahrt und der zentralen großen Diele ist neben dem Barghus mit der seitlich angeordneten großen Einfahrt der vorherrschende landwirtschaftliche Haustyp in der Wilstermarsch.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 0930 AK

1970 Brokdorf 750 Jahre - 1220 - 1970 - Festschrift

1970 - Festschrift Brokdorf 750 Jahre - 1220 - 1970
1970 - Festschrift Brokdorf 750 Jahre - 1220 - 1970
1970 - Festschrift Brokdorf 750 Jahre - 1220 - 1970
1970 - Festschrift Brokdorf 750 Jahre - 1220 - 1970

1970 Brokdorf 750 Jahre - 1220 - 1970 - Festschrift
Entwurf und Text: Ernst Lewien, Brokdorf
Gesamtherstellung: Druckerei Johann Schwarch Söhne, Wilster
Die kleine Schrift, deren Seiten nicht durchnumeriert sind, stellt auf insgesamt 56 Seiten das Dorf, seine Infrastruktur sowie das Volksleben vor.

1932 Markt - Verbandstreffen der Schmiede und Schlosser

1932 Veranstaltung des Provinzial Schmiede und Schlosser Verband für Schleswig-Holstein und Lauenburg in der Stadt Wilster.
1932 Standarte des Provinzial Schmiede und Schlosser Verband für Schleswig-Holstein und Lauenburg

1932 Markt - Verbandstreffen der Schmiede und Schlosser.
Veranstaltung des Provinzial Schmiede und Schlosser Verband für Schleswig-Holstein und Lauenburg in Wilster. Der Verband führte 1932 offenbar sein Jahrestreffen in der Stadt Wilster durch.
Die Teilnehmer des Treffens haben sich mit ihrer Verbands-Standarte (sh. Detail Bild 2) auf der Ostseite des Marktplatzes zum Gruppenfoto aufgestellt.
Der Schleswig-Holsteinisch-Lauenburgische Schmiede-, Schlosser und Metallbauerinnungsverband war ein regionaler Innungsverband, welcher unabhängig von der Handwerkskammer bestand. Die damalige Provinz Schleswig-Holstein war in zwei Kammerbezirke aufgeteilt, die ihre Sitze in Flensburg und in Altona hatten; die Grenze zwischen beiden Bezirken folgte im wesentlichen dem Verlauf des Nord- Ostsee Kanals.
Hinter der Personengruppe sind die heute nicht mehr vorhandenen und durch Neubauten ersetzten Gebäude der Wilstermarsch Spar- und Leihkasse (später Volksbank), des Café Egge und der Bäckerei Starck zu erkennen.
Seinerzeit war nicht nur die St. Bartholomäus Kirche von Laubbäumen gesäumt, auch vor den Gebäuden an der Ostseite des Marktplatzes befand sich eine Baumreihe.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster
Reg. mein-wilster: 0459 AK

1905 AK, Tagg Straße

1928 Burger Straße und Tagg Straße in der Stadt Wilster
1905 Burgerstraße in der Stadt Wilster
1905 Tagg Straße in der Stadt Wilster

1928 Burger Straße, Tagg Straße.
Mehrbildkarte.
Oben links (Bild 2): Untere Burgerstraße, Blickrichtung Marktplatz; links ein Kolonialwarengeschäft (später Hubert Holm), rechts Dunkers Gasthof, welcher später als Bahnhofs Hotel von Johannes Oesau betrieben wurde.
Oben rechts: Blick vom Markt in die Burgerstraße.
Das Eckgebäude gehörte seinerzeit der ev.-luth. Kirchengemeinde Wilster, welches es als Archidiakonat nutzte, in welchem später auch u.a. die Gemeindeschwester ihr Domizil hatte.
Unten (Bild 3): Taggstraße. An der vormaligen Bahnhofstraße lag bis 1920 der Bahnhof der Stadt Wilster, bevor dieser nach Fertigstellung der Bahnstrecke Hamburg - Westerland nach seinem heutigen Standort verlegt wurde.
Die Straße wurde nach den Geschwistern Tagg benannt, welche sich als Wohltäter für die Stadt Wilster ausgezeichnet hatten.
An der Hauswand rechts ist der Hinweis geschrieben: Heinrich Langfeld, Holzhandlung.
Die Zufahrt zu dem Firmengelände erfolgte rechts neben dem Gebäude von der Tagg Straße aus, während die Ausfahrt mittels einer sogenannten Durchfahrt durch das an der Burger Straße gelegene Wohn- und Geschäftshaus führte.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster
Reg. mein-wilster: 1905 AK

1900 Bürgermeister Garten

1900 Bürgermeister Garten in der Stadt Wilster

1900 Bürgermeister Garten beim Palais Doos (Neues Rathaus).
Der innerstädtische Park „Bürgermeister Garten“ ist der zum ehemaligen und in den Jahren 1785 bis 1786 erbauten Wohnhaus des Kanzleirates Johann Hinrich Doos gehörige Garten.
Der Kanzleirat hatte einen großen Teil der Ausstattung (Möbel und Gemälde) seines Palais aus dem Nachlass des 1787 abgebrochenen Schlosses Friedrichsruhe (bei Drage) ersteigert, dazu auch mehrere Skulpturen aus dem Schlossgarten. Viele der allegorischen Figuren aus weißem carrarischen Marmor zieren heute noch den Bürgermeister-Garten.
In der Mitte des Bürgermeistergarten stand auch das Große Gartenhaus (rechts im Hintergrund zwischen den Gehölzen zu erkennen), welches am 17. Juni 1944 bei dem Bombenangriff auf Wilster einen Volltreffer erhielt und danach nicht wieder aufgebaut wurde.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1904 AK

1900 Klappbrücke über die Stör in Heiligenstedten

1900 Klappbrücke über die Stör in Heiligenstedten
Alte Tariftafel an der Klappbrücke über die Stör in Heiligenstedten

1900 Klappbrücke über die Stör in Heiligenstedten.
Bei Heiligenstedten führte bis in das Jahr 1966 eine urtümliche hölzerne Klappbrücke über die Stör; sie wurde im genannten Jahr durch eine Stahlbeton-Klappbrücke ersetzt.
Der Verlauf der Stör wurde unterhalb bis zu ihrer Mündung in die Elbe von keinen weiteren Brücken gequert; erst mit dem Bau und der 1974 erfolgten Inbetriebnahme des Stör-Sperrwerks entstand eine weitere Brücke.
Bei der alten Brücke in Heiligenstedten wurde für die Durchfahrt der Schiffe – wenn diese die Öffnung der Brücke erforderlich machte – ein Brückengeld erhoben. Dieses wurde mittels eines an einem langen Stock in Form eines Klingelbeutels befestigten Sack während der nicht unterbrochenen Passage kassiert. Auch alle anderen Nutzer der Brücke hatten ein Brückengeld zu zahlen (vgl. Tariftafel Bild 2).
An der nördlichen Zufahrt zur Brücke stand der Gasthof „Stadt Itzehoe“, an seinem Standort steht heute ein Ärzte-Haus.
Der Gasthof "Stadt Itzehoe" hatte eine einhundert Jahre dauernde Geschichte und wurde zuletzt in dritter Generation von der Familie Ohland betrieben. Zu dem Betrieb gehörten früher eine Kohlenhandlung, ein Fuhrbetrieb, ein Kolonialwaren-Laden und eine kleine Landwirtschaft.

Bildrechte: nicht bekannt (auf der Karte nicht verzeichnet)
Reg. mein-wilster: 1903 AK

1914 - 2008 Elfriede Kaun - Medaillen-Gewinnerin bei den Olympischen Spielen 1936

Elfriede Kaun * 05.10.1914 Büttel, + 05.03.2008 Kiel - Gewinnerrin der Bronzemedaille im Hochsprung bei den Olympischen Spielen 1936
Elfriede Kaun * 05.10.1914 Büttel, + 05.03.2008 Kiel - Gewinnerrin der Bronzemedaille im Hochsprung bei den Olympischen Spielen 1936
Elfriede Kaun * 05.10.1914 Büttel, + 05.03.2008 Kiel - Gewinnerrin der Bronzemedaille im Hochsprung bei den Olympischen Spielen 1936
Elfriede Kaun * 05.10.1914 Büttel, + 05.03.2008 Kiel - Gewinnerrin der Bronzemedaille im Hochsprung bei den Olympischen Spielen 1936, mit ihren beiden Hauptkonkurrentinnen Ibolya Csák (Ungarn) und Dorothy Odam (Großbritannien)

Elfriede Kaun * 05.10.1914 Büttel, + 05.03.2008 Kiel
war eine sehr erfolgreiche deutsche Leichtathletin.
Sie gewann 1936 bei den Olympischen Spielen in Berlin im Hochsprung die Bronzemedaille. Dabei erreichte sie mit 1,60 m die gleiche Höhe wie die vor ihr plazierten Ibolya Csák (Ungarn) und Dorothy Odam (Großbritannien), denen sie sich im Stechen geschlagen geben musste.
Elfriede Kaun war deutsche Meisterin in den Jahren 1935 bis 1937 sowie Vize-Meisterin in 1934 und 1939; 1937 sprang sie Weltrekord in der Halle.
Wie ihre drei älteren Geschwister wurde Elfriede Kaun in Büttel geboren, bevor sie mit Eltern und Geschwistern nach Kiel zog, wo ihr Vater Arbeit gefunden hatte. Sie besuchte nach der Volksschule die Mittelschule und ließ sich nach der Schulzeit zur Kindergärtnerin ausbilden.
Ab 1933 war sie im Kieler Turn-Verein aktiv, wo sie sich in verschiedenen leichtathletischen Disziplinen versuchte. Bereits 1934 wurde sie im damaligen Sportgau Nordmark Meisterin im Hochsprung und Zweite bei den sogenannten Kampfspielen in Nürnberg; bei den Wettspielen der Frauen in London wurde sie Fünfte.
Sie war gut befreundet mit ihrer Sportkameradin, der deutschen Rekordhalterin Gretel Bergmann, welcher wegen ihres jüdischen Glaubens die Teilnahme an den Olympischen Spielen 1936 verwehrt wurde. Der Rassenwahn der in Deutschland herrschenden Nationalsozialisten zeigte, wie in allen Bereichen, auch im Sport seine menschenverachtende Fratze. Von den drei möglichen Startplätzen der deutschen Hochspringerinnen wurden nur zwei besetzt, wobei gegenüber der Öffentlichkeit eine angebliche Erkrankung der jüdischen Sportlerin als Begründung vorgeschoben wurde, denn die Nazis fürchteten einen Olympia-Boykott der USA und Großbritanniens.
Von 1943 bis 1964 war Elfriede Kaun verheiratet mit dem Grafiker Heinz Rahn; nach der Scheidung nannte sie sich Kaun-Rahn. Sie lebte zuletzt in Kiel. Als sie 2008 starb, war sie die letzte überlebende deutsche Medaillengewinnerin der Olympischen Spiele von 1936.
Nach Elfriede Kaun ist der „Elfriede-Kaun-Preis für Gleichstellung“ benannt, welcher alle zwei Jahre vom Ausschuss Frauen im Landessportverband Schleswig-Holstein verliehen wird.

Bildrechte:
Die Autogrammkarte liegt vor
Bild 2: Bundesarchiv_Bild_183-2004-0309-503
Bild 3: Bundesarchiv_Bild_183-G00974
Bild 4: Bundesarchiv_Bild_183-G00985

1907 Burger Straße - Haus 33

1907 Burger Straße - Haus 33

1907 Burger Straße - Haus 33.
Geschäftshaus des Schuhmachers Emil Peters.
Entsprechend seinem Reklameschild fertigte der Schuhmacher nicht nur auf Bestellung, sondern hielt in seinem Verkaufslager auch Ware vor.
Während gegenwärtig die rechte und ursprünglich spiegelgleiche Hälfte (sh. Bild 3) des Doppelhauses noch alle Elemente der alten Fassade im Gründerzeitstil (Neorenaissance bzw. Neubarock) aufweist, ist die linke Hälfte leider in jüngerer Zeit umgestaltet worden.
Geradezu vorbildlich erhalten und gepflegt verschönt insbesondere die rechte Hälfte des alten Geschäftshauses mit der aufwendig gestalteten Fassade noch heute die Straße, so wie vor über einhundert Jahren.

Bildrechte: L. Treichel, Altona
Reg. mein-wilster: 1901 AK

1904 Neumarkt - Spritzenhaus der Feuerwehr

1904 Neumarkt - Spritzenhaus der Feuerwehr in der Stadt Wilster
1904 Neumarkt - Spritzenhaus der Feuerwehr in der Stadt Wilster

1904 Neumarkt - Spritzenhaus der Feuerwehr.
An der Ecke der links einmündenden Schmiedestrasse steht das „Spritzenhaus“ der Feuerwehr; das Gebäude war in den Vorjahren neu errichtet worden als Ersatz für das Vorgängergebäude mit dem hohen Schlauchturm.
Rechts in dem an der Einmündung der Blumenstraße stehenden Haus (mit dem späteren Friseur Salon von Waldemar Pien) hatte seinerzeit der Photograph Friedrich Schlüter, dem Wilster viele Fotos aus alter Zeit verdankt, sein Photographisches Atelier. Er fertigte auch das Foto für diese Ansichtskarte. Beeindruckend groß ist die Anzahl der die Aktivitäten des Photographen beobachtenden Personen.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1900 AK

1907 Büttel - Gastwirtschaft und Torfhandel Vollmert (Ex)

1907 Büttel - Gastwirtschaft Vollmert

1907 Büttel - Gastwirtschaft und Torfhandel Vollmert
Die direkt am Kanal und nahe der diesen überquerenden Brücke stehende "Alkoholfreie Schankwirtschaft" wurde vom Ehepaar Peter und Abel Vollmert betrieben. Das Gebäude war 1904 neu erbaut worden, nachdem die Ehefrau in einer Lotterie einen ansehnlichen Geldbetrag gewonnen hatte. Neben der Schankwirtschaft wurde in dem Dreifamilienhaus auch ein kleiner Kolonialwarenladen betrieben.
Haupterwerbszweig des Ehepaares Vollmert war jedoch der Torfhandel. Auf den Abbildungen ist zu sehen, dass gerade ein Torfkahn seine Ladung am Torfplatz vor dem Anwesen des Torfhändlers umschlägt.
Die Ehefrau Abel Vollmert übte neben ihren vielfältigen Aktivitäten über den Zeitraum von vier Jahrzehnten auch die Aufgaben einer Hebamme aus.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

1904 Brokdorf - Kirchducht

1904 Brokdorf - Kirchducht

1904 Brokdorf - Kirchducht.
Blick von dem im Bau befindlichen Gebäude der Meierei (links im Vordergrund) auf Häuser der Kirchducht und die St. Nicolaus Kirche.
Die 1904 erbaute Meierei in Brokdorf wurde zeitweilig als Genossenschaftsmeierei und zeitweilig als Privatmeierei betrieben. Im Jahre 1962 wurde der Betrieb stillgelegt; in das Gebäude zog danach der Feinoptikerbetrieb Reichmann ein.
Ganz rechts ist der Elbdeich erkennbar.
Die auf der Ansichtskarte für das Dorf verwendete Schreibweise Brockdorf (mit ck) entspricht der heute noch zumeist gebrauchten Sprechweise. Vor einem Jahrhundert schrieben viele der damaligen Einwohner Brokdorfs den Namen ihres Dorfes mit "ck", während Dritte die heutige Schreibweise benutzten, die sich später allgemein durchsetzte.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1902 AK

2019 Villa Schütt - Schauplatz in einem Kriminalfilm

2018 Schauspieler Uwe Kockisch und Suzanne von Borsody in der Stadt Wilster am Colosseum vor dem
2007 Villa Schütt in der Stadt Wilster
2012 Villa Schütt in der Stadt Wilster
2012 Villa Schütt in der Stadt Wilster

2019 Villa Schütt - Schauplatz in einem Kriminalfilm
Die 1897 am Ende der Zingelstraße für den Wilsteraner Fabrikanten Marcus Schütt, Mitinhaber der in Rumfleth gelegenen Lederwerke „Falk & Schütt“ errichtete repräsentative Jugendstil-Villa ist einer der Schauplätze in dem erstmals am 15. April 2019 im ZDF gesendeten Krimidrama "So weit das Meer".
In dem gut gemachten Film spielen Uwe Kockisch und Suzanne von Borsody Hauptrollen;
Bild 1 zeigt sie am Colosseum vor dem "Trichter"

Bildrechte:
Bild 1: Christine Schroeder/ZDF. (Quelle: dpa)
Bild 2: Peter J. von Holdt
Bilder 3 und 4: Rüdiger Mengel, Wilster

Der Bericht der SHZ über die im Dezember 2017 durchgeführten Dreharbeiten kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1825 Sturmflut am 03. Februar - weite Teile der Wilstermarsch überschwemmt

1825 Eine Sturmflut - die sogen. Halligflut - überschwemmt weite Teile der Wilstermarsch
1825 Eine Sturmflut - die sogen. Halligflut - überschwemmt weite Teile der Wilstermarsch
1825 Eine Sturmflut - die sogen. Halligflut - überschwemmt weite Teile der Wilstermarsch
Deichbruch (Beispiel)

1825 Sturmflut am 03. Februar - weite Teile der Wilstermarsch überschwemmt.
Die dramatischen Ereignisse der Sturmflut vom 16./17. Februar 1962 veranlaßten die Zeitung Norddeutsche Rundschau, Itzehoe, in ihrer Ausgabe vom 04.03.1962 mit einem Artikel an die Sturmflut des Jahres 1825 zu erinnern.
Die sogenannte Halligflut hatte insbesondere die deutsche Nordseeküste betroffen. Die Krummhörn war bis Geestrand überflutet, Durchbrüche auf Baltrum, Langeoog und Spiekeoog, in Ritzebüttel (dort 16 Tote) und Groden waren aufgetreten.
Deichbrüche an der Elbe traten auf und es kam an den steilen Deichen zu zahlreichen Kappenstürzen. Überströmung des Deiches an der Elbe und insbesondere an der Stör verursachten großflächige Überschwemmungen in der Wilstermarsch sowie der Neustadt in Itzehoe.
In dem unten aufrufbaren Bericht heißt es u.a.:
"Es kamen Alarmmeldungen aus der Wilstermarsch. Es entstanden Deichdurchbrüche, und selbst bei den Kirchdörfern Beidenfleth und Wewelsfleth wurde der Deich auf 17 Fuß tief aufgerissen.....
Alles Land von Beidenfleth, Wewelsfleth, Brokdorf, St. Margarethen, sowie Rothenmeer, Neufeld, Poßfeld, Schotten und am Rehwege bis an die Hohe Brücke war unter Wasser gesetzt. An den niedrigen Stellen stand das Wasser fünf bis sechs Fuß hoch. ....
Noch schwerer hatten die Ortschaften an der Stör zu leiden. .... In Störort zwei Häuser gänzlich zerstört.
In Wewelsfleth war das Wasser 27 Zoll höher als zur Zeit der höchsten Flut von 1792. Keine Schotten oder Stöpen sind also hoch genug gewesen. Sie wurden weggerissen und haben tiefe Löcher erhalten. Sechs Häuser sind weggespült. Fast durch alle Häuser strömte das Wasser. In der Kirche in Wewelsfleth stand das Wasser einen halben Fuß hoch auf dem Altar und auf dem Kirchhof wurden einige Särge durch die furchtbare Flut entblößt. Sogar drei Frauen sind ertrunken, wovon nur eine wiedergefunden wurde. .. Auch in Heiligenstedten brach das Wasser der Stör durch die Stöpen und tat großen Schaden. ...."

Anmerkung: beispielhafte Illustrationen
1 aus "Die Gartenlaube" 1855
2 Gemälde "auflaufende Seen kämmen über den Deich" von Hans Bohrdt
3 "Sturmflut", Gemälde von Hermann Wehrmann, Glückstadt

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1935 Kasenort, Gemeinde Landrecht - Binnenschiffe in der Schleusenkammer

1935 Kasenort, Gemeinde Landrecht - Binnenschiffe in der Schleusenkammer an der Mündung der Wilsterau in die Stör

1935 Wilsterau, Kasenort, Gemeinde Landrecht.
Binnenschiffe in der Kammer der Schleuse Kasenort warten auf die Weiterfahrt auf der Wilsterau flußaufwärts Richtung Wilster, wo zumeist die Futtermittelfabrik Günther & Co. Angelaufen wurde.
Die Schleuse am Kasenort an der Einmündung der Wilsterau in die Stör ist in den Jahren 1925 / 26 errichtet worden; ihre Vorgängerin lag weiter westlich an einem heute nicht mehr vorhandenen Verlauf der Wilsterau.
In Bildmitte ist der Gasthof „Zur Schleuse“ zu erkennen; er wurde seinerzeit von „Rudel“ Rudolf Rundt betrieben.
Der schön gelegene und zuletzt von Heinrich und Gerda Claussen geführte Gasthof ist leider seit langer Zeit nicht mehr in Betrieb und liegt gegenwärtig im Dornröschenschlaf. Im August 2018 wurde das Anwesen von einem Hamburger erworben; es bleibt abzuwarten, für welche Zwecke die Immobilie künftig genutzt wird.

Bildrechte: Hans Elias Buchhandlung, Itzehoe
Reg. mein-wilster: 1899 AK
Anmerkung: Die alte Ansichtskarte wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Reiner Rehberg, Oldendorf, welcher eine umfangreiche Sammlung von Ansichtskarten mit Motiven aus Itzehoe besitzt.

 

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