Alte Postkarten aus Wilster

Folgende Objekte möchte ich besonders hervorheben

2020 Foto-Kalender mit Motiven aus der Wilstermarsch

2020 Foto-Kalender mit Motiven aus der Wilstermarsch

Foto-Kalender für das Jahr 2020 mit Motiven aus der Wilstermarsch der 1950er Jahre.
Der Kalender enthält 13 Aufnahmen, welche der in Wilster wohnhaft gewesene Fotografen-Meister Heinrich Ballerstädt in den 1950er Jahren gefertigt hat.
Der 1960 viel zu früh verstorbene Heinrich Ballerstädt war ein Sohn von Elisabeth und August Ballerstädt, welche von 1905 bis 1926 Pächter des Colosseum in Wilster waren. In der Veranda des Saalgebäudes richtete der 1901 geborene Heinrich Ballerstädt bereits 1920 als junger Mann ein Atelier als selbständiger Berufsfotograf ein. Schon 1922 übernahm er im Haus Schmiedestraße 28 das Atelier und Archiv seines Berufskollegen Friedrich Schlüter.
Seine gleichfalls als Fotografin tätige Ehefrau Anna war eine Tochter von Amandus Dohrn (* 1876, + 1923), welcher als Fotograf, Musiker, Kunstmaler und Dichter in Büttel tätig war. Dessen Fotoarchiv übernahm Heinrich Ballerstädt gleichfalls.
Bereits 1928 bezog Heinrich Ballerstädt mit seiner Familie ein eigenes Wohn- und Geschäftshaus in der Bahnhofstraße in Wilster. Leider erhielt das Haus bei dem Bombenangriff auf Wilster am 15.06.1944 einen Volltreffer. Dabei starben zwei Frauen und die Ehefrau Anna wurde verletzt; das gesamte Fotoarchiv wurde vollständig vernichtet.
Die Negative der nach 1945 entstandenen Aufnahmen sind erhalten und befinden sich im Besitz des jüngsten Sohnes des Ehepaares Ballerstädt.
Wulf Ballerstädt, welcher wie sein Vater und sein Großvater gleichfalls Fotograf ist, hat mit einer Auswahl der alten Fotografen zwei Bücher sowie den vorgestellten Fotokalender gestaltet.
Die SHZ berichtete hierüber mit dem unten aufrufbaren Artikel.
Jeweils ein Exemplar des Kalenders 2020 und der Bücher liegen zur Einsicht bei der Wilsterschen Zeitung aus. Am Erwerb interessierte können sich wenden an:
Wulf Ballerstädt, Telefon 07263 / 4706
E-Mail: wulf.ballerstaedt@gmail.com

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

Die 20 neuesten Objekte

1958 Bau der Kläranlage Wilster

1958 Bau der Kläranlage Wilster - Mitglieder der Selbstverwaltung der Stadt Wilster auf der Baustelle
1958 Bau der Kläranlage Wilster - Personen: Karl-Heinz-Hencke (1), Wilhem Meyer (2), Hans Behrens (4), Nicolaus von Holdt (5), Karl Huusfeld (6), Albert Tönsen (7), Willi Oxwang (8), Hans Egge (9), Walter Jacobs (11), Alfred Langer (14), Karl Heymann (15), Werner Hennings (17)

1958 Bau der Kläranlage Wilster
Auf der Baustelle haben sich Mitglieder der wilsteraner Selbstverwaltung zum Gruppenfoto vor den Schlammabsetzbecken aufgestellt, dahinter sind das Vorklärbecken und der Tropfkörper zu erkennen.
Von den Personen können folgende benannt werden:
Bürgermeister Willi Oxwang (8),
Stadtbaumeister Werner Hennings (17)
Bürgervorsteher Karl Huusfeld (6)
Baumeister Wilhelm Meyer (2)
die Ratsherren
Karl-Heinz-Hencke (1)
Hans Behrens (4)
Nicolaus von Holdt (5)
Albert Tönsen (7)
Hans Egge (9)
Walter Jacobs (11)
Alfred Langer 14)
Karl Heymann (15)
Um Mithilfe bei der Vervollständigung der Namen wird gebeten. .
Erst Ende der 1950er Jahre wurde in der Stadt Wilster eine Kläranlage errichtet, wobei bis in die frühen 1960er Jahre abschnittsweise die einzelnen Straßen eine Vollkanalisation erhielten.
Zuvor verfügten damals nur sehr wenige Haushalte über WC Anlagen; in diesen Fällen wurden die Abwässer in privaten Gruben gesammelt, welche in größeren zeitlichen Abständen geleert wurden.
Die Mehrzahl der Haushalte mußte sich mit einem sogenannten Plumpsklo behelfen. In Wilster befand sich das Plumpsklo entweder im Wohngebäude, zumeist aber in einem außerhalb des Hauses befindlichen Anbau oder Bretterverschlag. Die mit den Fäkalien gefüllten Behälter, in Wilster ironisch als "Goldeimer" bezeichnet, wurden einmal wöchentlich von den Männern der Abfuhr gegen leere Eimer ausgetauscht.
Die Kläranlage Wilster wurde auf einer nördlich des damaligen Sportplatzes Brook gelegenen Fläche errichtet. Diese befand sich zwischen den Hausgrundstücken auf der Westseite der Straße Bischofer Deich und dem offenen Reststück des ansonsten weitgehend verrohrten Stadtdurchganges der Wilsterau.
Zu diesem nicht unproblematischen Standort ist ein Gespräch zwischen dem damaligen Stadtbaumeister Werner Hennings und dem Tischlermeister Heinrich von Holdt überliefert. Letzterer hatte auf den Umstand hingewiesen, dass zum einen die Anlieger der unmittelbar angrenzenden Wohnbebauung mit erheblichen Geruchsbelästigungen rechnen müssten, zum anderen die fehlende Fließgeschwindigkeit im offenen Sticharm der Wilsterau das geklärte Wasser nicht hinreichend schnell abführen und verdünnen könnte und daher nach seiner Einschätzung ein Standort der Kläranlage am Großen Brook zweckmäßiger wäre. Der Stadtbaumeister verwies in seiner Antwort auf die an der Planung beteiligten Fachleute und meinte, dass mit Geruchsbelästigungen nicht zu rechnen sei und das geklärte Wasser so rein wäre, dass es sogar schadlos getrunken werden könnte. - Heute existiert die Kläranlage Wilster aus guten Gründen nicht mehr; das Abwasser wird über eine gut 7 km lange Abwasserdruckleitung zur Kläranlage Itzehoe gepumpt, nachdem es zuvor an der Anlage in Bischof mechanisch gereinigt wurde.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der Familie Schulczewski, Wilster.

1961 Brokdorf - Deich an der Elbe, Kirche, Schule, Gebäude (SF)

1961 Brokdorf - Deich an der Elbe, Kirche, Schule, Gebäude
2019 Wohnhäuser an der Dorfstraße in Brokdorf in der Wilstermarsch
2019 Wohnhaus an der Dorfstraße in Brokdorf in der Wilstermarsch

1961 Brokdorf - Deich an der Elbe, Kirche, Schule, Gebäude
oben links: Deich an der Elbe vor Brokdorf
Das gegenwärtig etwa tausend Einwohner zählende Kirchdorf Brokdorf zieht sich langgestreckt entlang dem Deich der Elbe.
Die in Windungen verlaufende Deichlinie kündet von den Mühen vorheriger Generationen zur Erhaltung und stetigen Verbesserung des Deiches. Bei den in weiter zurück liegender Vergangenheit immer wieder vorgekommenen Deichbrüchen wurde bei der Wiederherstellung des Deiches der an der Bruchstelle entstandene tiefe Kolk zumeist umdeicht. Hieraus erklären sich die zahlreichen überraschenden Windungen in der Linienführung früherer Deiche an den Flüssen, wie sie heute noch z.B. an der Stör betrachtet werden können. Erst in der Neuzeit haben durch den Einsatz moderner Baumaschinen verbesserte Möglichkeiten den heutigen Zustand der Elbdeiche bewirkt.
Die dem Heiligen St. Nicolaus geweihte Brokdorfer Kirche wurde im Jahre 1342 erstmals urkundlich erwähnt.
oben rechts: das nahe dem Deich der Elbe stehende Gebäude der Schule Brokdorf wurde 1956 errichtet; das Vorgängergebäude am Kirchplatz wurde im selben Jahr abgebrochen. Der Schulbetrieb in Brokdorf wude zum 01. August 1972 eingestellt. Die Grundschüler aus Brokdorf besuchen seither die Schule in St. Margarethen gemeinsam mit den Kindern aus Büttel und Kudensee.
unten links und Bild 2 (Vergleichsfoto): Wohnhäuser an der Nordseite der Dorfstraße, schräg gegenüber dem Hotel "Elbblick".
unten rechts und Bild 3 (Vergleichsfoto): Lebenmittelgeschäft Köhnke an der Dorfstraße neben der der Brücke über die Brokdorfer Hauptwettern.
Die Vergleichsfotos stammen aus dem Jahr 2019.

Bildrechte: Heinrich C. Otto, Kiel
Vergleichsfotos: Karl Kautz, Brokdorf
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Karl Kautz, Brokdorf

1962 Gaststätte Zur Erholung in Heiligenstedten

1962 Gaststätte Zur Erholung an der Stör in Heiligenstedten
1962 Gaststätte Zur Erholung an der Stör in Heiligenstedten
1962 Kaffeegarten an der Stör bei der Gaststätte Zur Erholung in Heiligenstedten

1962 Heiligenstedten - Gaststätte „Zur Erholung“ an der Stör.
Von den einstmals sechs Gastwirtschaften im Kirchdorf Heiligenstedten ist dort der aus dem vorletzten Jahrhundert stammende Gasthof „Zur Erholung“ der einzige heute noch bestehende gastronomische Betrieb. Das Haus wurde vor einigen Jahren grundlegend umgestaltet und renoviert.
Seinerzeit wurde die Gaststätte von den Familien Sommer und Ohland betrieben.
Im Sommer besuchten viele Gäste den unmittelbar am Ufer der Stör gelegenen „großen parkähnlichen Kaffeegarten“, von wo aus der seinerzeit auf dem Fluss noch recht häufige gewerbliche Schiffsverkehr aus der Nähe beobachtet werden konnte. Zum Zeitpunkt der Aufnahme befährt gerade ein Kümo die Stör.
Zu der Gaststätte gehörte außerdem neben dem Gastraum ein auf 150 Personen ausgelegter Saal, zwei automatischen Bundeskegelbahnen in einem Nebengebäude sowie ein Kinderspielplatz.

Bildrechte: Arthur Zachger, Itzehoe
Reg. mein-wilster: 1954 AK

1915 Dammrutschung an der Erdrampe zur Hochbrücke Hochdonn

1915 Dammrutschung an der Erdrampe zur Hochbrücke Hochdonn
1915 Dammrutschung an der Erdrampe zur Hochbrücke Hochdonn
1915 Bodenverträngung infolge der Dammrutschung an der Erdrampe zur Hochbrücke Hochdonn

1915 Dammrutschung an der Erdrampe zur Hochbrücke Hochdonn
Die erheblichen Dammrutschungen, verbunden mit einem Auftreiben der seitlich anstehenden Niedermoorflächen, entstanden im Verlauf der Schüttung der Erddämme im Rahmen der in den Jahren 1913 - 1920 erfolgten Baumaßnahmen zur Verlegung der Marschbahn über die Hochbrücke Hochdonn (die ursprünglich vorgesehene kürzere Bauzeit hatte sich infolge des WK 1914/18 verlängert).
Bei der Verbreiterung des Nord- Ostsee Kanal (Kaiser Wilhelm Kanal) in den Jahren von 1907 bis 1914 hatte sich herausgestellt, dass die im Zuge der Marschbahn den Kanal bei Taterpfahl überquerende Drehbrücke nicht an die Verbreiterung angepaßt werden konnte. Der Bau einer Hochbrücke war im dortigen Bereich infolge des nicht hinreichend tragfähigen Bodens und der seinerzeitigen technischen Möglichkeiten von vornherein ausgeschlossen worden. Es wurde daher die Verlegung der Linienführung der Marschbahn über die Hochbrücke bei Hochdonn geplant.
Da der aufzuschüttende und zur Hochbrücke Hochdonn führende mächtige Damm verschiedene kleinere Verkehrswege und Gewässer durchschneiden würde, mußten für diese mehrere Unterquerungen vorgesehen werden. Diese Unterquerungen wurden vor Aufschüttung des Dammes in der Form von Viadukten errichtet (sh. ganz rechts in Bild 2).
Bei der Aufschüttung des Erddammes kam es im August des Jahres 1915 zu einem Grundbruch und zu erheblichen Abrutschungen der Dammböschung und zu Moorverdrängungen (sh. Bild 3).

Bildrechte: Verlag Otto Hinrichs, Burg
Reg. mein-wilster: 1953 AK

1930 Hochbrücke Hochdonn im Verlauf der Marschbahn

1930 Hochbrücke Hochdonn im Verlauf der Marschbahn

1930 Hochbrücke Hochdonn im Verlauf der Marschbahn.
Keine Ansichtskarte,
Sammelbild aus dem Sammelband "An unserem schönen Elbstrom" Serie 7 - Bild 7, "Der Kaiser-Wilhelm Kanal"; die Eisenbahnüberführung Wilster-Burg über den Kanal bei Hochdonn.
Die Eisenbahn-Hochbrücke bei Hochdonn über den Nord- Ostsee Kanal dient dessen Überquerung im Zuge der Bahnstrecke Hamburg-Westerland. Die 2.218 m lange Stahlfachwerkbrücke ermöglicht Schiffen eine Durchfahrthöhe von 42 m, während die maximale Höhe der Brücke 56,38 m beträgt; der Pfeilerabstand des Durchfahrtssegments beträgt 143,1 m.
Gebaut in den Jahren 1913 bis 1920 ersetzte das Bauwerk die etwa 12 km westlich gelegene ehemalige Drehbrücke bei Taterpfahl im Zuge der Marschbahn, deren Verlauf mit der Inbetriebnahme der neuen und über die Hochbrücke führenden Strecke am 30.06.1920 verändert wurde.
Mit dieser neuen Linienführung zwischen Wilster und St. Michaelisdonn erhielt auch der Ort Burg in Dithmarschen einen Bahnanschluß.

Bildrechte: Verlag Ernst Lübbe, Wischhafen
Reg. mein-wilster: 1952 SB

1932 Lange Reihe in Beidenfleth

1932 Lange Reihe in Beidenfleth in der Wilstermarsch

1932 Beidenfleth an der Stör, Straße Lange Reihe.
Die schmale Straße Lange Reihe in Beidenfleth hat einen ganz besonderen pittoresken Charme. Sie ist heute noch in gut erkennbarer Weise erhalten. In geschlossener Bebauung grenzen insgesamt elf kleine eingeschossige Häuser mit ihrer Giebelseite unmittelbar an die nur auf einer Seite bebaute Straße an. Die jeweils den Häusern zugehörigen kleinen Gärten liegen gegenüber auf der anderen Seite der Straße und grenzen an einen breiten Entwässerungsgraben, welcher heute nicht mehr vorhanden ist.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1950 AK

1966 Gasthaus Neues Fährhaus in Wewelsfleth

1966 Gasthaus Neues Fährhaus in Wewelsfleth in der Wilstermarsch

1966 Gasthaus Neues Fährhaus
Die Gastwirtschaft "Neues Fährhaus" in Wewelsfleth stand direkt gegenüber der Zufahrt zur Fähre über die Stör; die Fähre wurde bekanntlich im Zusammenhang mit der über das Stör-Sperrwerk führenden Straßenverbindung der B 431 unrentabel und daher 1980 eingestellt.
Die Gaststätte "Neues Fährhaus" wurde seinerzeit von Eckehard und Heinke Boigs betrieben.
In dem gemütlichen Lokal kehrten seinerzeit gerne die Wilsteraner Segler ein, wenn sie wegen ungünstiger Tide in Wewelsfleth Station machten.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co. St. Michaelisdonn

1966 Gasthaus Altes Fährhaus in Wewelsfleth

1966 Gasthaus Altes Fährhaus in Wewelsfleth in der Wilstermarsch
1966 Gastraum im Alten Fährhaus in Wewelsfleth in der Wilstermarsch
1966 Biergarten gegenüber dem Gasthaus Altes Fährhaus in Wewelsfleth in der Wilstermarsch

1966 Gasthaus Altes Fährhaus
Die Gastwirtschaft "Altes Fährhaus" in Wewelsfleth stand direkt gegenüber der Zufahrt zur Fähre über die Stör; die Fähre wurde bekanntlich im Zusammenhang mit der über das Stör-Sperrwerk führenden Straßenverbindung der B 431 unrentabel und daher 1980 eingestellt.
Das links von dem Gebäude in dessen unmittelbarer Nachbarschaft betriebene "Neue Fährhaus" bewirkte für den historischen Betrieb eine erhebliche Konkurrenz.
Bild 1: giebelständige Straßenfront des historischen Gebäudes "Altes Fährhaus".
Bild 2: Gastraum im Alten Fährhaus
Bild 3: Der unmittelbar an der Zuwegung zur Fährstelle Wewelsfleth gelegene Biergarten auf der dem Gasthaus "Altes Fährhaus" gegenüber liegenden Seite der Straße Deichreihe.
Heute gilt das noch bestehende schöne Gebäude Deichreihe 31 als Kulturdenkmal, welches sich in seinem äußeren und inneren Erscheinungsbild sehr ansprechend darstellt.

Bildrechte: Stramm Verlag, St. Michaelisdonn

1919 Dreschdampfer bei der Verarbeitung der Getreideernte

1919 Dreschdampfer bei der Verarbeitung der Getreideernte auf einem Gehöft in Beidenfleth in der Wilstermarsch

1919 Dreschdampfer bei der Verarbeitung der Getreideernte.
Die Aufnahme wurde gefertigt auf dem Hof von Peter Witt (Hof 108 gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch mit ihren Familien") in Beidenflether Uhrendorf.
Die in niederdeutscher Sprache auch Döschdamper genannten Maschinen wurden ab der Zeit um 1900 vermehrt auch in der Wilstermarsch beim Dreschen des Getreides eingesetzt. Eine Dampfmaschine trieb über Transmissionsriemen den Dreschkasten, das Schnitzelwerk und den Häcksler an.
Die im Eigentum von Lohnunternehmen oder auch einem Zusammenschluss (Maschinenring) von Landwirten befindlichen schweren Maschinen wurden zumeist von Pferden zu ihrem Einsatzort auf die Hofstellen der Bauern gezogen worden. Ein Einsatz auf den Äckern erfolgte zumeist nicht.
Wenn auch die Döschdamper die Arbeit des Dreschens erleichterten, war doch der Einsatz vieler Arbeitkräfte erforderlich. Auf dem Foto können zwei Dutzend Personen neben der Maschine gezählt werden. Die Erntehelfer waren vielfach Wanderarbeiter, sogenannte "Monarchen", welche sich jeweils für kurzzeitige Arbeitseinsätze verdingten.
In den 1950er Jahren fand der Einsatz der bis dahin weiter entwickelten Döschdamper rasch sein Ende, nachdem modernere Maschinen zur Verfügung standen.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das alte Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ernst Witt, Hollenstedt.

1903 Büttel (Elbe) - Hafen am Bütteler Kanal, Brücke, Gasthaus

1903 Büttel (Elbe) - Hafen am Bütteler Kanal, Brücke, Gasthaus
1903 Büttel (Elbe) - Hafen am Bütteler Kanal
1903 Büttel (Elbe) - Hafen am Bütteler Kanal

1903 Büttel (Elbe) - Hafen am Bütteler Kanal, Brücke, Gasthaus.
Farb-Lithographie mit fünf Miniaturen.
a) Gastwirtschaft Rusch.
b) Neue Brücke im Zuge der Chaussee von Wilster nach Brunsbüttel.
c) Dreimast-Toppsegelschoner auf der Elbe.
d) Hafen im Bütteler Kanal, von der Chausseebrücke aus gesehen.
e) Hafen im Bütteler Kanal, vom Elbdeich aus gesehen.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1947 AK

1902 Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au

1902 Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au

1902 Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au
So wie in Wilster auf dem Helgenland, war es auch in Burg an der Burger Au bzw. Wolburgsau – lange Zeit das wasserreichste Nebengewässer der Wilsterau - zur Gründung von kleinen leistungsfähigen Werften gekommen.
Die von 1874 bis 1898 bestehende Werft von Heinrich Bruhn (später Hermann Bruhn) war die größte Burger Werft.
Das Foto zeigt Schiffe auf der Burger Au bei der 1873 gegründeten Werft von Hans Fack, ab 1899 Ferdinand Fack. Letztere Werft hat sich vor allem mit Reparaturen bis nach 1905 als letzte der Werften an dem ortsnahen Standort der Burger Au gehalten.
Im Hintergrund links ist eine Schöpfmühle zu erkennen; es handelt sich dabei um eine nach ihrer Ständerkonstruktion so bezeichnete Achtkant-Mühle. Dieser Mühlentyp war erheblich leistungsfähiger als die seinerzeit zumeist in der Wilstermarsch für die Entwässerung eingesetzten Koker-Windmühlen, von denen bis heute als einzige ein Exemplar in Honigfleth erhalten werden konnte.

Bildrechte: nicht bekannt

2018 Bodendeponie Dyhrssenmoor in der Gemeinde Ecklak

2018 Bodendeponie Dyhrssenmoor in der Gemeinde Ecklak in der Wilstermarsch

2018 Bodendeponie Dyhrssenmoor in der Gemeinde Ecklak
Die unmittelbar am Nord- Ostsee Kanal (NOK) eingerichtete Bodendeponie dient der Lagerung von etwa 1.700.000 Kubikmeter Kleiboden, welcher beim Bau der fünften Schleusenkammer in Brunsbüttel ausgehoben wird. Der Boden wird auf dem Wasserweg zur 62 Hektar großen Deponiefläche transportiert.
Die Deponie dient als Bodenreservoir für künftige Deichbaumaßnahmen. Klei ist ein für den Deichbau gesuchter und dort dringend benötigter Baustoff. Er wird verwendet zur Abdeckung der aus Sand bestehenden Deichkerne, welche bei modernen Deichen durch Aufspülung aufgebaut werden. Je nach Qualität des Klei und unter Berücksichtigung der erwarteten Beanspruchung der Deichböschungen durch Wellenschlag wird die Kleiabdeckung 1,50 m bis 2,50 m dick aufgesetzt.
Die auf dem Foto erkennbare kreisförmige Bodenstruktur im Vordergrund zeigt vermutlich den früheren Dodensee; dieser war einer von den drei nördlich des Kudensees gelegenen Flachwasserseen - Redelakssee, Dodensee, Darrsee (von Nord nach Süd).

Bildrechte: nicht bekannt

1920 Partie am Bütteler Kanal

1920 Partie am Bütteler Kanal in der Wilstermarsch

1920 Partie am Bütteler Kanal
Das künstlich gegrabene Gewässer führt je nach Örtlichkeit unterschiedliche Bezeichnungen.
Der kleine Kanal (daher örtlich in der Gemeinde Kudensee auch als „Lütten Kanol“ bezeichnet) ist 1765 zur Verbesserung der Vorflut für die um den Kudensee gelegenen Niederungen gebaut worden und diente lange Zeit auch der Torfschifffahrt als Transportweg, auf welchem der vom damaligen Hochmoor abgebaute Torf nach Büttel an der Elbe befördert wurde, von wo er weiter zumeist nach Hamburg umgeschlagen wurde.
Als Burg-Kudenseer Kanal schuf er eine Verbindung von der Elbe bei Büttel zur Burger Au (Walburgs-Au); man konnte auf ihm von Büttel über den Kudenseer Kanal, den Kudensee, die Burger Au, die Holstenau und die Wilsterau bis zur Stör fahren. Mit dem Bau des Nord- Ostsee Kanals wurde er durchtrennt, konnte aber bei Kudensee von diesem mittels einer Schleuse erreicht werden, deren Relikte erst im Rahmen der in den vergangenen Jahren vorgenommenen Verbreiterung des NOK beseitigt wurden. Die Weiterfahrt in die Burger Au war seinerzeit über die Schleuse am Kattenstieg möglich oder auf der diesem gegenüber liegenden Seite über eine weitere Schleuse in die Wilsterau.
Seit den 1930er Jahren hat der kleine Kanal für die Schifffahrt keine Bedeutung mehr und dient ausschließlich der Entwässerung.

Bildrechte: Amandus Dohrn, Büttel

1955 Deich an der Elbe vor Brokdorf

1955 Deich an der Elbe vor Brokdorf

1955 Deich an der Elbe vor Brokdorf
Die in Windungen verlaufende Deichlinie kündet von den Mühen vorheriger Generationen zur Erhaltung und stetigen Verbesserung des Deiches. Bei den in weiter zurück liegender Vergangenheit immer wieder vorgekommenen Deichbrüchen wurde bei der Wiederherstellung des Deiches der an der Bruchstelle entstandene tiefe Kolk zumeist umdeicht. Hieraus erklären sich die zahlreichen überraschenden Windungen in der Linienführung früherer Deiche an den Flüssen, wie sie heute noch z.B. an der Stör betrachtet werden können. Erst in der Neuzeit haben durch den Einsatz moderner Baumaschinen verbesserte Möglichkeiten den heutigen Zustand der Elbdeiche bewirkt.
Das gegenwärtig etwa tausend Einwohner zählende Kirchdorf Brokdorf zieht sich langgestreckt entlang dem Deich der Elbe.
Das zu den Außenkirchspielen der Wilstermarsch gehörende Brokdorf ist 1283 erstmals erwähnt als das Dorf "im Bruch" in einer Schenkungsurkunde des Grafen Gerhard I. an das Kloster Neumünster.
Die dem Heiligen St. Nicolaus geweihte Brokdorfer Kirche wurde im Jahre 1342 erstmals urkundlich erwähnt.

Bildrechte: nicht bekannt

1897 Werften an der Burger Au in Burg in Dithmarschen

1897 Werften an der Burger Au in Burg in Dithmarschen
1897 Werften an der Burger Au in Burg in Dithmarschen
1897 Aussichtsturm Burg in Dithmarscheen

1897 Burg in Dithmarschen.
Farb-Lithographie mit fünf Miniaturen.
a) sh. Bild 3: Aussichtsturm.
b) Ortsmitte mit Petri Kirche und Apotheke.
c) Gemeindehaus am Holzmarkt.
d) Marktplatz mit Postgebäude.
e) sh. Bild 2: Werften an der Burger Au; vorne der Stapelplatz, hinter der Brücke im Zuge der Landstraße nach Wilster links die größere Werft Bruhn mit dem Schornstein der Schmiede, rechts die Werft Fack.
Burg war in früheren Zeiten, so wie auch die Stadt Wilster, ein Schifferort. Die kleinen Lastschiffe konnten von der Burger Au in die Holstenau/Wilsterau gelangen und von dort nach Wilster und zur Stör fahren. Nach dem Bau des NOK (damaliger Kaiser-Wilhelm-Kanal) ermöglichten Schleusen, auf diesen zu gelangen oder diesen zu queren (!). Über die Burger Au war vor dem Bau des NOK auch eine Passage durch den Kudensee und über den Büttel-Kudenseer Kanal nach Büttel und zur Elbe möglich.
Die in Burg gelegene Strecke der Chaussee von Wilster nach Burg heißt heute noch Hafenstraße.

Bildrechte: Kunstanstalt Wilhelm Schütz, Eisenach
Reg. mein-wilster: 1946 AK

1921 Kriegerdenkmal für die Gefallenen aus dem Kirchspiel Heiligenstedten

1921 Kriegerdenkmal für die Gefallenen aus dem Kirchspiel Heiligenstedten

1921 Kriegerdenkmal für die Gefallenen aus dem Kirchspiel Heiligenstedten
Das Ehrenmal für die im I. Weltkrieg gefallenen Einwohner aus der Gemeinde Heiligenstedten wurde am 24.07.1921 eingeweiht.
Bereits im März 1916 hatte der Kriegerverein Heiligenstedten geplant, gegenüber dem Kirchhof nördlich der Hauptstraße einen Heldenhain für die Gefallenen anzulegen.
Unterschiedliche Auffassungen zwischen den in die Planung einbezogenen Institutionen und Personen führten dazu, letztlich dass Denkmal auf einem an den Friedhof grenzenden Grundstück südlich der Hauptstraße zu errichten.
Gefertigt wurde das Denkmal von dem Steinmetzbetrieb Kolbe, Itzehoe.

Bildrechte: nicht bekannt
Reg. mein-wilster: 1945 AK

0002 Wilstermarsch - Tracht

ca. 1920 Vorführung der Tracht der Wilstermarsch
ca. 1920 Vorführung der Tracht der Wilstermarsch
ca. 1920 Vorführung der Tracht der Wilstermarsch

Tracht der Wilstermarsch
Wie in allen deutschen Gebieten herrschte in früheren Zeiten auch bei den Menschen in der Stadt Wilster und der Wilstermarsch hinsichtlich der Bekleidung eine bestimmte Form – die Tracht – vor, die an Sonntagen, bei geselligen Veranstaltungen und auch bei besonderen Anlässen im Jahresverlauf getragen wurde; sie hielt sich auf dem Lande länger als in der Stadt, wurde aber nach Beginn des 19ten Jahrhunderts nur noch selten getragen.
Vor etwa einhundert Jahren hat der seinerzeitige sehr rührige „Heimatverein für die Wilstermarsch“ die Gründung einer Trachtengruppe initiiert.
Die Trachtengruppe wirkte bei vielen Veranstaltungen mit
Besonders beeindruckend war die Tracht der Frauen:
auf dem Kopf die Schrippe aus mit Brabanter Spitze verziertem feinen Leinen und darüber eine Haube aus Brokat mit langen Befestigungsbändern, dazu ein Schultertuch aus Seide mit einer silbernen Filigran-Brosche gehalten, das Mieder aus Seidenbrokat gearbeitet und vorne mit Schnüren geschlossen, weißes kragenloses Hemd mit weiten Ärmeln, der Rock handgewebt mit bunten Streifen, dazu die Schürze.
Die Männer trugen einen Zylinder, schwarze Jacke über einer farbigen Weste und einem weißen Hemd, schwarze Kniebundhose und lange weiße Gamaschen.

Bildrechte: Amandus Dohrn, Büttel

1924 Ewer DIE ZWEI GEBRÜDER auf der Stör am Kasenort

1924 Ewer DIE ZWEI GEBRÜDER auf der Stör am Kasenort

1924 Ewer DIE ZWEI GEBRÜDER auf der Stör am Kasenort
Bei dem Schiff handelt es sich um einen von der Oste stammenden und 1886 gebauten hölzernen Besan-Ewer.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1944 Heiligenstedten, Gasthof Zur Erholung

1944 Heiligenstedten, Gasthof Zur Erholung
1944 Heiligenstedten, Gasthof Zur Erholung - Straßenansicht
1944 Heiligenstedten, Gasthof Zur Erholung - Garten am Ufer der Stör

1944 Heiligenstedten, Gasthof Zur Erholung.
Der aus dem vorletzten Jahrhundert stammende Gasthof „Zur Erholung“ in Heiligenstedten besteht heute noch; er ist der letzte von einstmals sechs Gastwirtschaften im Kirchdorf Heiligenstedten. Er wurde viele Jahrzehnte lang von den Familien Ohland und Sommer betrieben.
Bei der verheerenden Sturmflut des Jahres 1962 wurden erhebliche Schäden an den Gebäuden und Einrichtungen verursacht. Die Gebäude des Betriebes waren teilweise in den Deich der Stör hinein gebaut worden, was sich rächen sollte, denn es wurden erhebliche Schäden an den Gebäuden und Einrichtungen verursacht; so insbesondere auch an der außendeichs gelegenen Kegelbahn.
Das traditionsreiche Haus wurde vor einigen Jahren grundlegend umgestaltet und renoviert.
Auf der vorgestelten Karte warb seinerzeit der Gastronomiebetrieb insbesondere für seinen direkt am Ufer der Stör gelegenen Garten mit:
Parkartiger Garten, direkt an der Stör.
Jeden Sonntag Konzert und Tanz

Bildrechte: Verlag Arthur Zachger, Itzehoe
Reg. mein-wilster: 1944 AK

1905 - 1995 Richard Eggers - ein in Wilster geborener Kunstmaler

1905 - 1995 Richard Eggers - ein in der Stadt Wilster geborener Kunstmaler

Richard Eggers - Deutscher Landschaftsmaler und Linolschneider
geboren am 24.09.1905 in Wilster
gestorben am 15.06.1995 in Jork (Altes Land bei Hamburg)
Richard Eggers gilt als der "Maler des Alten Landes"
Mehr über ihn kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

 

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