Alte Postkarten aus Wilster

Folgende Objekte möchte ich besonders hervorheben

1964 Wilsterau am Audeich, Blick auf die Stadt Wilster

1964 Wilsterau am Audeich, Blick auf die Stadt Wilster
1964 Wilsterau am Audeich, Blick auf die Stadt Wilster

1964 Wilsterau am Audeich, Blick auf die Stadt.
Vom Audeich (von der Schottbrücke bis zur Mühlenbrücke entlang der im Mittelalter (1483) gegrabenen Sielwettern, dem heutigen Hauptarm der Wilsterau) Blick auf Wilster und die gedrängt die alles überragende Kirche umstehenden Häuser.
Die Weide im Vordergrund wurde im Rahmen der Stadtsanierung als sogenanntes Sanierungsausweichgelände in einem unorganischen Konglomerat aus Hochhäusern, Einfamilienhäusern und Gewerbebetrieben bebaut – ein künftiger Sanierungsfall.
Der Blick vom Audeich aus auf die St. Bartholomäus-Kirche und ihren spitzen die Stadt überragenden Turm inmitten der sie eng umstehenden Häuser ist heute durch die in den 1970er Jahren errichteten Häuser an der Au verstellt.

Bildrechte: Cramers Kunstanstalt, Dortmund

Die 20 neuesten Objekte

1916 Gastwirt Heinrich Schuldt, Dückerstieg

1916 Gastwirt Heinrich Schuldt, Gasthaus Dückerstieg bei Wilster

1916 Gastwirt Heinrich Schuldt, Dückerstieg.
Die zeitgenössische handschriftliche Notiz auf der Anschriftenseite der Karte lautet:
H. Schult, Gastwirt, Dükersdick b. Wilster, Holstein
Es ist anzunehmen, dass die Beschriftung von einem Kameraden des im I. Weltkrieg als Soldat seinen Dienst verrichtenden Heinrich Schuldt vorgenommen wurde, dem die zutreffende Schreibweisen der Namen nicht geläufig waren.
Das Gasthaus "Zum Dückerstieg" in Neuendorf-Sachsenbande gehörte zu den vielen früher an den Landstraßen gelegenen Krügen mit Ausspann, die den Fuhrleuten Möglichkeiten zur Rast und zur Versorgung der Gespanne boten. Das "Zum Dückerstieg" gehört heute zu den wenigen noch betriebenen ländlichen Gasthäusern, die vor Jahrzehnten in den Dörfern der Wilstermarsch noch zahlreich vorhanden waren; er erfreut sich heute eines ganz ausgezeichneten Rufes. Einer der Nachfolger des Gastwirtes Heinrich Schuldt war Otto Prüß, dessen Nachkommen heute das Haus sehr erfolgreich bewirtschaften. Der auch für die Örtlichkeit verwendete Name Dückerstieg - früher auch: Dükerstieg - verweist offenbar auf eine dort einmal vorhanden gewesene Brücke über die Wilsterau (dort verlief vom Goldbogen kommend früher die Wilsterau); vgl. lat. ducere = führen; eine Überführung (Brücke) oder Unterführung (Düker). Ein ähnlicher Name mit vergleichbarer Bedeutung findet sich auch für den heute noch an der Wilsterau gelegenen Nortorfer Ortsteil Duckunder (manchmal auch: Dukunder), wo ebenfalls ein Gasthof betrieben wurde.
Bildrechte: nicht bekannt, sogen. Private Postkarte

1950 St. Margarethen - Dampfmühle Siemen an der Hauptstraße

1950 Dampfmühle Siemen an der Hauptstraße und Hafen St. Margarethen in der Wilstermarsch

1950 Dampfmühle Siemen an der Hauptstraße und Hafen
St. Margarethen an der Elbe wurde bis vor wenigen Jahrzehnten noch von kleinen Frachtschiffen angefahren, welche den Hafen über den durch das breite Vorland führenden Priel erreichen konnten.
Am Hafen St. Margarethen, welcher vor dem Deich im Außentief des Nortorf-Neuenhafener-Kanals lag, hatten sich ursprünglich drei Mühlenbetriebe angesiedelt (Walter Siemen, Claus von Loh, Gustav Bols), deren Mühlen von Dampfmaschinen angetrieben wurden.
Das Getreide wurde per Schiff angeliefert bzw. weiter transportiert und durch Sauganlagen oder mittels einer „Sackhebeanlage“ gefördert.
Die Mühlen Bols und Siemen waren bis in die 1950er Jahre in Betrieb.
Die Firma Siemens wurde von der Firma Behrens übernommen, welche am Hafen ein Hoch-Silo errichten ließ.
Mit der Verstärkung des Elbe-Deiches im Jahre 1980 endete der Hafenbetrieb.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Tord Siemen, Wilster

1912 Villa Siemen und Windmühle DIE ERNTE in St. Margarethen

1912 Villa Siemen und Windmühle DIE ERNTE in St. Margarethen in der Wilstermarsch
1900 Villa Siemen und Windmühle DIE ERNTE in St. Margarethen in der Wilstermarsch

1912 Villa Siemen und Windmühle DIE ERNTE am Standort Auf dem Stuven in St. Margarethen.
Die im Vordergrund stehende und nach Plänen des St. Margarethener Baumeisters Johann Wiekhorst geplante Villa war auf dem vorherigen Standort der Mühle "Die Ernte" erbaut worden. Bauherren waren das Ehepaar Walter und Anne Siemen, welche zuvor ihre Mühle auf einen rückwärtigen Bereich des Grundstücks hatten versetzen lassen.
Die Villa erhielt im Jahr 1912 an ihrer rechten Frontseite einen Turm, welcher den repräsentativen Eindruck des Gebäudes weiter verstärkte.
Das Gewässer im Vordergrund ist der Nortorf-Neuenhafener Kanal.
Das Vergleichsfoto (Bild 2) zeigt die Villa noch vor der Errichtung des Turmes.
Die Mühle "Die Ernte" war ursprünglich eine königlich privilegierte Mühle. König Christian III. hat gemäß einer vom 10. März 1540 datierten und in Rendsburg ausgestellten Urkunde seinem Hofmeister, Amtmann zu Steinburg und Rat Johann Rantzau, Ritter, wegen des Mangels an Windmühlen in der Wilstermarsch je eine Windmühle im Kirchspiel St. Margarethen, im Kirchspiel Beidenfleth und vor Wilster zu bauen gestattet. Gleichzeitig hat er verboten, neben diese Mühlen andere zu bauen, "dewile wy genanten dre molen gnediklik den wint vorgunnet hebben und de molengeste ehn nicht schollen vorbaden werden." Absolute Herrscher verfügten damals auch über den Wind!

Bildrechte: nicht bekannt; evtl. Amandus Dohrn, Büttel
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Tord Siemen, Wilster, einem Urenkel der Bauherren.

1900 Windmühle DIE ERNTE in St. Margarethen

1900 Versetzung der Windmühle DIE ERNTE am Standort Auf dem Stuven in St. Margarethen in der Wilstermarsch
1900 Versetzung der Windmühle DIE ERNTE am Standort Auf dem Stuven in St. Margarethen in der Wilstermarsch
1900 Versetzung der Windmühle DIE ERNTE am Standort Auf dem Stuven in St. Margarethen in der Wilstermarsch

1900 Windmühle DIE ERNTE in St. Margarethen
Bereits um 1540 war die erste Windmühle in St. Margarethen auf dem Standort "Auf dem Stuven" für Johann Rantzau (Herr auf Breitenburg) erbaut worden. Die Mühle war ursprünglich eine königlich privilegierte Mühle. König Christian III. hat gemäß einer vom 10. März 1540 datierten und in Rendsburg ausgestellten Urkunde seinem Hofmeister, Amtmann zu Steinburg und Rat Johann Rantzau, Ritter, wegen des Mangels an Windmühlen in der Wilstermarsch je eine Windmühle im Kirchspiel St. Margarethen, im Kirchspiel Beidenfleth und vor Wilster zu bauen gestattet. Gleichzeitig hat er verboten, neben diese Mühlen andere zu bauen, "dewile wy genanten dre molen gnediklik den wint vorgunnet hebben und de molengeste ehn nicht schollen vorbaden werden." Absolute Herrscher verfügten damals auch über den Wind!
Ende des 19ten Jahrhunderts gelangte die Mühle in den Besitz von Adalbert Siemen, danach der Firma Adalbert Siemen Söhne. Das Ehepaar Anne und Walter Siemen ließ die Mühle in einen rückwärtigen Bereich des Grundstücks versetzen und auf dem ehemaligen Mühlenstandort für sich eine vom St. Margarethener Baumeister Johann Wiekhorst entworfene Villa errichten.
Das Foto zeigt die Arbeiten bei der Versetzung der Windmühle.
Bild 3 zeigt das Originalfoto; Bilder 1 und 2 sind bearbeitet.

Bildrechte: nicht bekannt; evtl. Amandus Dohrn, Büttel
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Tord Siemen, Wilster, einem Urenkel der Bauherren.

1940 Brokdorf - Deich an der Elbe, Kirchducht, Deichmühle

1940 Brokdorf - Deich an der Elbe, Kirchducht, Deichmühle
1940 Brokdorf - Deich an der Elbe, Kirche St. Nikolaus
1940 Brokdorf - Deich an der Elbe, Kirche St. Nikolaus
1940 Brokdorf an der Elbe - Deichmühle

1940 Brokdorf - Deich an der Elbe, Kirchducht, Deichmühle
Das bereits 1220 erstmals urkundlich genannte Kirchdorf Brokdorf erstreckt sich entlang dem Deich der Elbe, der hier weitgehend schar liegt. Durch strombauliche Maßnahmen ist in den vergangenen Jahrzehnten abschnittsweise ein schmales Vorland entwickelt worden. Da die Elbe hier in einem weiten nördlich gekrümmten Bogen verläuft und daher ihr Prallufer auf holsteinischer Seite liegt, waren hier von jeher besondere Maßnahmen zur Sicherung des Deichfußes erforderlich. Auf der oberen Abbildung wird dieses anschaulich deutlich durch das Steindeckwerk des Deiches und das Stack (Buhne), welches dem Schutz des Ufers gegen Erosionen dient.
Der Deich wird überragt vom Turm der dem Heiligen St. Nikolaus geweihten Brokdorfer Kirche; sie wurde im Jahre 1342 erstmals urkundlich erwähnt.
Die Abbildung unten links zeigt eine zum Zeitpunkt der Herausgabe der Ansichtskarte längst nicht mehr vorhandene bauliche Situation in der Kirchducht um 1905.
unten rechts und Bild 3:Die auf der Deichkrone stehende Kornwindmühle – ein sogen. Erdholländer – wurde im Jahr 1940 beseitigt.
Anzumerken ist noch, daß die auf der vorgestellten Ansichtskarte für das Dorf verwendete Schreibweise Brockdorf (mit ck) lautet, wie es auch der heute noch zumeist gebrauchten Sprechweise entspricht. Vor reichlich einem Jahrhundert schrieben viele der damaligen Einwohner Brokdorfs den Namen ihres Dorfes mit "ck", während Dritte die heutige Schreibweise benutzten, die sich später allgemein durchsetzte.

Bildrechte: nicht benannt
Reg. mein-wilster: 1819 AK

01 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848 gegen Dänemark

1920 Werbekarte zum Plebiscite in Schleswig

Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848 gegen Dänemark
Schleswig-Holstein hat eine sehr verwirrende und komplizierte Geschichte.
Die vorgestellte Werbekarte warb bei dem für den Landesteil Schleswig durchgeführten Plébiscite (Volksabstimmung) am 14. März 1920 für den Verbleib bei Deutschland.
Die Abstimmung erfolgte in zwei zuvor festgelegten Zonen, deren Abgrenzung jedoch die Folge des Ergebnisses der Abstimmung bereits vorgab. Seit der Volksabstimmung gehört der nördliche Teil des ehemaligen Herzogtums Schleswig zu Dänemark, der südliche Teil zu Deutschland; die Staatsgrenze verläuft knapp nördlich der Stadt Flensburg.
Seit dem Vertrag von Ripen im Jahr 1460 war der dänische König als Herzog Landesherr der beiden sich zusammengehörig fühlenden Herzogtümer Schleswig und Holstein gewesen und hatte dabei deren Forderung des „Up ewich ungedeelt“ anerkannt. Es entstand die eigenartige Konstellation, dass der König von Dänemark als Herzog von Schleswig und Holstein zugleich deutscher Reichsfürst war und auf dem Reichstag Sitz und Stimme hatte.
Die 1848 von massgeblichen politischen dänischen Kräften („Eiderdänen“) verfolgte Verlegung der Grenze an die Eider führte zur letzlich gescheiterten Schleswig-Holsteinischen Erhebung.
Erst in der Folge des Deutsch-Dänischen Krieges von 1864 zwischen Preußen, Österreich und Dänemark wurde Schleswig-Holstein als preußische Provinz Teil Deutschlands; die Reichsgrenze verlief knapp südlich von Kolding.
Die Niederlage Deutschlands im I. Weltkrieg bewirkte die Durchführung der Volksabstimmung von 1920 mit der Folge der heute so noch bestehenden Staatsgrenze.
Heute verfolgen Dänemark und Deutschland gemeinsam in Europa einen guten respektvollen und friedlichen Weg des Umgangs mit einander und mit den jeweiligen Minderheiten auf ihrem Staatsgebiet.

Bildrechte: August Westphalen, Flensburg
Reg. mein-wilster: 1818 AK

1962 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth d

1962 Bleiglasfenster in Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch
1962 Bleiglasfenster in Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch
1962 Bleiglasfenster in Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch
1962 - gotisches Kruzifix in der Kirche St. Nicolai in der Wilstermarsch

1962 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth
St. Nicolai ist eine der ältesten aus Ziegelsteinen gebauten Dorfkirchen im Land Schleswig-Holstein und birgt wertvolles historisches Inventar.
In 1962 wurde ihre von großzügigen Sponsoren geförderte Restaurierung abgeschlossen.
So wurde das Tauffenster mit den prägnanten und farbenprächtigen Glasmalereien von dem in der Schweiz wohnhaften Gustavus F.C. Witt gestiftet, dessen Vorfahren aus Beidenfleth stammen.
Das mehrteilige Fenster wurde von dem schwedischen Kunst-Professor Einar Forseth gestaltet und in der Kunstglaserei Ringström in Stockholm gefertigt.
Bilder 1 bis 3: Tauffenster
Bild 4: gotisches Kruzifix

Bildrechte:
Bilder 1 und 4: Otto Vollert, Kiel
Bild 2: Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein, Kiel
Bild 3: nicht bekannt

1962 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth c

1962 - Gotisches Triumphkreuz in der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch
1962 - Armenblock aus dem Jahr 1709 in der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch
1962 - Statuette des Jünger Johannes in der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch
1962 Statuette der Maria in der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch

1962 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth
St. Nicolai ist eine der ältesten aus Ziegelsteinen gebauten Dorfkirchen im Land Schleswig-Holstein und birgt wertvolles historisches Inventar.
In 1962 wurde ihre von großzügigen Sponsoren geförderte Restaurierung abgeschlossen.
Bild 1: Gotisches Triumphkreuz
Bild 2: Armenblock aus dem Jahr 1709
Bild 3: Statuette Jünger Johannes
Bild 4: Statuette der Maria

Bildrechte: Otto Vollert, Kiel

1962 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth b

1962 - Altar aus dem Jahr 1636 in der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch
1962 - Detail der Kanzel aus dem Jahr 1709 in der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch
1962 - Taufstein aus dem Jahr 1345 in der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch
1962 - Pieta in der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch

1962 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth
St. Nicolai ist eine der ältesten aus Ziegelsteinen gebauten Dorfkirchen im Land Schleswig-Holstein und birgt wertvolles historisches Inventar.
In 1962 wurde ihre von großzügigen Sponsoren geförderte Restaurierung abgeschlossen.
Bild 1: Altar aus dem Jahr 1636 - von Schnittkermeister Hein Baxtermann gefertigt
Bild 2: Detail der Kanzel aus dem Jahr 1709
Bild 3: Taufkessel aus dem Jahr 1345 (!)
Bild 4: Pieta
Es ist bemerkenswert, dass in den Kirchen der Wilstermarsch Inventarien aus katholischer Zeit keinem Bildersturm in den Wirren der Reformation zum Opfer fielen.

Bildrechte: Otto Vollert, Kiel

1962 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth a

1962 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch
1962 Blick durch das Kirchenschiff auf den Altar der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch
1962 Blick durch das Kirchenschiff auf die Orgel der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch
1962 Kanzel aus dem Jahr 1709 in der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch

1962 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth
St. Nicolai ist eine der ältesten aus Ziegelsteinen gebauten Dorfkirchen im Land Schleswig-Holstein und birgt wertvolles historisches Inventar.
In 1962 wurde ihre von großzügigen Sponsoren geförderte Restaurierung abgeschlossen.
Hier stellt die Kirchengemeinde St. Nicolai ihre Kirche vor.
Die wohl Anfang des 12. Jahrhunderts zuerst gebaute Kirche in unmittelbarer Nähe des Stör-Deiches ist 1325 erstmals urkundlich erwähnt; ihr Namensgeber St. Nicolaus ist Schutzpatron der Schiffer und Seeleute, er ist der bekannteste Schutzpatron der Kinder.
Bild 1: Kirche St. Nicolai inmitten des Kirchhofs
Bild 2: Blick durch das Kirchenschiff auf den Altar
Bild 3: Blick durch das Kirchenschiff auf die Orgel
Bild 4: Kanzel aus dem Jahr 1709

Der unten aufrufbare Aufsatz von Pastor Hans Lohse, Wewelsfleth, stellt das Gotteshaus und dessen Inventar fachkundig und detailreich vor.

Bildrechte: Otto Vollert, Kiel

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1963 St. Nicolai-Kirche zu Beidenfleth an der Stör

1963 St. Nicolai-Kirche zu Beidenfleth an der Stör
1963 St. Nicolai-Kirche zu Beidenfleth an der Stör
1963 St. Nicolai-Kirche zu Beidenfleth an der Stör
1963 Kirchenfenster von Prof. Einar Forseth, Stockholm, in der St. Nicolai-Kirche zu Beidenfleth an der Stör

1963 St. Nicolai-Kirche zu Beidenfleth an der Stör
Das kleine Buch stellt die schöne Beidenflether Kirche nach ihrer in 1962 abgeschlossenen Restaurierung vor.
St. Nicolai ist eine der ältesten aus Ziegelsteinen gebauten Dorfkirchen im Land Schleswig-Holstein und birgt wertvolles historisches Inventar.
Das kleine Buch wurde herausgegeben von Dr. Cornelius Witt, Reinbek, welcher mit seiner Familie - den Witt-Warstede - zu den herausragenden Förderern der Kirche gehört.
Gesamtherstellung: Karl Wachholtz Verlag Neumünster
keine ISBN
Bildrechte: Otto Vollert, Kiel

Anmerkung: Der in dem Buch enthaltene Aufsatz von Pastor Hans Lohse, Wewelsfleth, stellt das Gotteshaus fachkundig und detailreich vor; er kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1928 Wilstermarsch Schöpf-Mühlen - Kokermühlen in Dwerfeld

1928 Wilstermarsch Schöpf-Mühlen - Kokermühlen in Dwerfeld

1928 Dwerfeld - Wilstermarsch Schöpfmühlen - Kokermühlen - an der Dwerfelder Wettern in Rehweg.
Neben der Vielzahl der früher in der Wilstermarsch zu hunderten vorhandenen und als Schöpfmühlen verwendeten Kokermühlen wurden auch einige Holländerwindmühlen für diesen Zweck eingesetzt.
Die Schöpfmühlen schöpften das Wasser mittels einer sich in einem Trog drehenden Archimedischen Schnecke aus den tiefer liegenden Entwässerungs- und Zulaufgräben in die höher gelegenen verwallten Wettern. Die Wettern führten das Wasser mittels Deichsiele in die Flüsse (Wilsterau, Stör, Elbe), wobei bis zur Installierung leistungsfähiger Mündungs-Schöpfwerke das sogenannte Räumen des Wassers aus der Wettern erst bei Niedrigwasserständen in den Flüssen mit natürlichem Gefälle gelingen konnte.
Die Dwerfelder Wettern ist der obere Abschnitt der Kampritter Wettern, welche beim Kampritt in die Stör entwässert.
Auf dem Foto ist am Horizont die Silhouette der Stadt Wilster zu erkennen mit der Kirche und den Schornsteinen der Lederwerke.
Bei dem Gehöft rechts handelt es sich um den Hof 544 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild"), welcher seinerzeit von Rudolf Beimgraben betrieben wurde.
Eine der seinerzeit an der Dwerfelder Wettern stehenden Schöpfmühlen kann heute in Honigfleth bewundert werden - sie ist in Schleswig-Holstein die letzte ihrer Art.
Ab den 1950er Jahren haben elektrisch betriebene und von den Sielverbänden errichtete leistungsfähige Schöpfwerke die letzten in der Wilstermarsch zuvor noch vielfach bestehenden Schöpfmühlen abgelöst.
Zuvor hatten bereits in den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts die Windräder der Firmen Apel & Sachau, Wilster, und Köster, Heide, viele der zuvor das Landschaftsbild der Wilstermarsch prägenden Schöpfmühlen verdrängt.
Die letzte Koker-Schöpfmühle der Wilstermarsch wurde 1960 von ihrem ursprünglichen Standort an der Dwerfelder Wettern nach Honigfleth versetzt, um sie als Baudenkmal zu erhalten. Der Begründer dieser Heimat-Seite hatte die Freude, als damaliger Maurer-Lehrling mit seiner ersten Arbeit an dem Wiederaufbau der Mühle in Honigfleth mitwirken zu dürfen.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1913 Rothenmeer Gemeinde Dammfleth - Barghus Schröder b

1913 Zeichnerische Bestandsaufnahme - Frontansicht Barghaus in Rothenmeer, Gemeinde Dammfleth, in der Wilstermarsch
1913 Zeichnerische Bestandsaufnahme - Grundriss Barghaus in Rothenmeer, Gemeinde Dammfleth, in der Wilstermarsch
1913 Zeichnerische Bestandsaufnahme - Längsschnitt Barghaus in Rothenmeer, Gemeinde Dammfleth, in der Wilstermarsch
1913 Zeichnerische Bestandsaufnahme - Querschnitt Barghaus in Rothenmeer, Gemeinde Dammfleth, in der Wilstermarsch

1913 Rothenmeer Gemeinde Dammfleth - Barghus Schröder
Die vorgestellte Zeichnung wurde 1913 von dem Wegemeister Wenn, Itzehoe, gefertigt.
Zum Zeitpunkt der Fertigung der Zeichnung war das alte Bauernhaus des Eigentümers Schröder gepachtet von Jacob Ott. Das in den 1970er Jahren beseitigte interessante Gebäude - ein typisches Barghaus der Wilstermarsch - ist von Dr. W. Pesseler in der von ihm verfassten "Hausgeographie der Wilster Marsch" sehr ausführlich beschrieben.
Die konstruktive Durchbildung des Barghauses ist aus den vorgestellten und nach örtlicher Bestandsaufnahme 1913 gefertigten Zeichnungen sehr gut erkennbar.
In der Wilstermarsch gab es bei den historischen Bauernhäusern zwei vorherrschende Typen. Dieser Umstand ist eine in keiner anderen deutschen Landschaft so auftretende Eigentümlichkeit.
- Zum einen ein sächsisches Fachhallenhaus, das Huusmannshuus oder Husmanshus, mit der zentralen großen Diele in der Mitte des Hauses; viele dieser Häuser hatten einen Kreuzgiebel.
- Das vom niederländischen Baustil beeinflußte friesische Gulfhaus, das Barghus oder Barghuus, mit seitlich angeordneter großer Diele ähnelt mit seinem mächtigen Dach dem Eiderstedter Haubarg. Der mittig des Hauses zwischen dem mächtigen Ständerwerk befindliche Bergeraum (der Barg) für das eingebrachte und erdlastig gelagerte Erntegut ist namensgebend für diesen Haustyp.
Beide Haustypen, Husmannshuus und Barghuus, haben äußerlich recht große Ähnlichkeit. Deutlich werden die Unterschiede durch die Verschiedenheit ihrer baulichen Durchbildung.
Bei dem vorgestellten Hof Schröder handelte es sich um ein Barghus.

Zeichnung: Wegemeister Wenn, Itzehoe
Quelle: Hausgeographie der Wilster Marsch, 1913, Dr. Wilhelm Pessler, Hannover

1913 Rothenmeer Gemeinde Dammfleth - Barghus Schröder a

1913 Rothenmeer Gemeinde Dammfleth - Barghus Schröder
1941 Rothenmeer Gemeinde Dammfleth - Barghus Schröder
Ausschnitt Messtischblatt 739 (2122), preussische Landesaufnahme 1878 mit Nachträgen 1925
Ausschnitt aus google maps - Rothenmeer in der Gemeinde Dammfleth in der Wilstermarschaus

1913 Rothenmeer Gemeinde Dammfleth - Barghus Schröder
Die vorgestellte Zeichnung wurde 1913 von dem Wegemeister Wenn, Itzehoe, gefertigt.
Zum Zeitpunkt der Fertigung der Zeichnung war das alte Bauernhaus des Eigentümers Schröder gepachtet von Jacob Ott. Das in den 1970er Jahren beseitigte interessante Gebäude - ein typisches Barghaus der Wilstermarsch - ist von Dr. W. Pesseler in der von ihm verfassten "Hausgeographie der Wilster Marsch" sehr ausführlich beschrieben.
Im Jahr 1941 wurde von dem Gebäude eine Fotografie (Bild 2) gefertigt von Pastor Johannes Rickers, Krummendiek, dem heute sehr viele alte Fotos von den Bauernhäusern der Wilstermarsch zu verdanken sind.
Der Standort des abgebildeten Gehöfts lag vermutlich in Rothenmeer nahe der Straße Neumühlen (sh. Bild 3, Lageplan aus Messtischblatt 739 (2122), preussische Landesaufnahme 1878 mit Nachträgen 1925) und dazu einen aktuellen Luftbildausschnitt (Bild 4) aus google maps.
In der Wilstermarsch gab es bei den historischen Bauernhäusern zwei vorherrschende Typen. Dieser Umstand ist eine in keiner anderen deutschen Landschaft so auftretende Eigentümlichkeit.
- Zum einen ein sächsisches Fachhallenhaus, das Huusmannshuus oder Husmanshus, mit der zentralen großen Diele in der Mitte des Hauses; viele dieser Häuser hatten einen Kreuzgiebel.
- Das vom niederländischen Baustil beeinflußte friesische Gulfhaus, das Barghus oder Barghuus, mit seitlich angeordneter großer Diele ähnelt mit seinem mächtigen Dach dem Eiderstedter Haubarg. Der mittig des Hauses zwischen dem mächtigen Ständerwerk befindliche Bergeraum (dem Barg) für das eingebrachte und erdlastig gelagerte Erntegut ist namensgebend für diesen Haustyp.
Beide Haustypen, Husmannshuus und Barghuus, haben äußerlich recht große Ähnlichkeit. Deutlich werden die Unterschiede durch die Verschiedenheit ihrer baulichen Durchbildung.
Bei dem vorgestellten Hof Schröder handelte es sich um ein Barghus.
Eine sehr umfassende Beschreibung des abgebildeten Barghauses kann in der unten aufrufbaren Datei ab Seite 405 nachgelesen werden.

Zeichnung: Wegemeister Wenn, Itzehoe
Quelle: Hausgeographie der Wilster Marsch, 1913, Dr. Wilhelm Pessler, Hannover
Bildrechte Foto: Pastor Johannes Richter, Krummendiek

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1913 Wilster - Husmannshus an der Straße nach Diekdorf

1913 Husmannshus in der Stadt Wilster an der Straße nach Diekdorf
1913 Husmannshus in der Stadt Wilster an der Straße nach Diekdorf

1913 Wilster - Husmannshus an der Straße nach Diekdorf
Es handelt sich bei dem abgebildeten Husmannshus um Hof 212 (gem. dem Buch \"Die Bauernhäuser der Wilstermarsch im Bild\"), welcher seinerzeit im Eigentum stand von Jürgen Rademann (* 1865, + 1942).
Leider besteht der an der Straße (heute Hans-Prox Straße, zuvor "Hinter der Stadt") nach Diekdorf gestanden habende beeindruckende Hof mit dem mächtigen Kreuzgiebel heute nicht mehr.
In der Wilstermarsch gab es bei den historischen Bauernhäusern zwei vorherrschende Typen, welche lange zeitgleich nebeneinander bestanden. Dieser Umstand ist eine in keiner anderen deutschen Landschaft so auftretende Eigentümlichkeit.
- Zum einen ein sächsisches Fachhallenhaus, das Huusmannshuus oder Husmanshus, mit der zentralen großen Diele in der Mitte des Hauses.
- Zum anderen das vom niederländischen Baustil beeinflußte friesische Gulfhaus, das Barghus oder Barghuus, mit seitlich angeordneter großer Diele. Der mittig des Hauses zwischen dem mächtigen Ständerwerk befindliche Bergeraum - der Barg - für das eingebrachte Heu und Stroh ist namensgebend für diesen Haustyp.
Beide Haustypen, Husmannshus und Barghus, haben in der Wilstermarsch äußerlich recht große Ähnlichkeit. Deutlich werden die Unterschiede durch die Verschiedenheit ihrer baulichen Durchbildung und die unterschiedliche Raumnutzung.

Bildrechte: Wilhelm Mehlert, Glückstadt
Quelle: Hausgeographie der Wilster Marsch

1913 Beidenfleth Uhrendorf - Husmannshus

1913 Husmannshus in Beidenflether Uhrendorf in der Wilstermarsch
1913 Husmannshus in Beidenflether Uhrendorf in der Wilstermarsch
1937 Husmannshus in Beidenflether Uhrendorf in der Wilstermarsch

1913 Beidenfleth Uhrendorf - Husmannshus
Es handelt sich bei dem abgebildeten Husmannshus um Hof 113 (gem. dem Buch \"Die Bauernhäuser der Wilstermarsch im Bild\"). Das schöne interessante alte Hofgebäude ist Anfang der 1970er Jahre bei einem verheerenden Schadensfeuer abgebrannt.
Das ergänzend vorgestellte Foto (Bild 3) zeigt das Gehöft im Jahr 1937
In der Wilstermarsch gab es bei den historischen Bauernhäusern zwei vorherrschende Typen, welche lange zeitgleich nebeneinander bestanden. Dieser Umstand ist eine in keiner anderen deutschen Landschaft so auftretende Eigentümlichkeit.
- Zum einen ein sächsisches Fachhallenhaus, das Huusmannshuus oder Husmanshus, mit der zentralen großen Diele in der Mitte des Hauses.
- Zum anderen das vom niederländischen Baustil beeinflußte friesische Gulfhaus, das Barghus oder Barghuus, mit seitlich angeordneter großer Diele. Der mittig des Hauses zwischen dem mächtigen Ständerwerk befindliche Bergeraum - der Barg - für das eingebrachte Heu und Stroh ist namensgebend für diesen Haustyp.
Beide Haustypen, Husmannshus und Barghus, haben in der Wilstermarsch äußerlich recht große Ähnlichkeit. Deutlich werden die Unterschiede durch die Verschiedenheit ihrer baulichen Durchbildung und die unterschiedliche Raumnutzung.

Bildrechte: Wilhelm Mehlert, Glückstadt
Quelle: Hausgeographie der Wilster Marsch
Anmerkung: Das ergänzende Foto stammt aus: 1940 Haus und Hof deutscher Bauern - I.Band: Schleswig-Holstein

1913 Schotten Gemeinde Nortorf - Barghus Achterhus (Wirtschaftsteil)

1913 Barghus (Wirtschaftsteil) in Schotten Gemeinde Nortorf in der Wilstermarsch
1913 Barghus (Wirtschaftsteil) in Schotten Gemeinde Nortorf in der Wilstermarsch

1913 Schotten Gemeinde Nortorf - Barghus (Wirtschaftsteil, Achterhus)
Es handelt sich bei dem abgebildeten Barghus um Hof 528 (gem. dem Buch "Die Bauernhäuser der Wilstermarsch im Bild"), welcher zum Zeitpunkt der Aufnahme im Eigentum von Nicolaus Brandt (* 1873, + 1919) stand.
In der Wilstermarsch gab es bei den historischen Bauernhäusern zwei vorherrschende Typen, welche lange zeitgleich nebeneinander bestanden. Dieser Umstand ist eine in keiner anderen deutschen Landschaft so auftretende Eigentümlichkeit.
- Zum einen ein sächsisches Fachhallenhaus, das Huusmannshuus oder Husmanshus, mit der zentralen großen Diele in der Mitte des Hauses.
- Zum anderen das vom niederländischen Baustil beeinflußte friesische Gulfhaus, das Barghus oder Barghuus, mit seitlich angeordneter großer Diele. Der mittig des Hauses zwischen dem mächtigen Ständerwerk befindliche Bergeraum - der Barg - für das eingebrachte Heu und Stroh ist namensgebend für diesen Haustyp.
Beide Haustypen, Husmannshus und Barghus, haben in der Wilstermarsch äußerlich recht große Ähnlichkeit. Deutlich werden die Unterschiede durch die Verschiedenheit ihrer baulichen Durchbildung und die unterschiedliche Raumnutzung.

Bildrechte: Wilhelm Mehlert, Glückstadt
Quelle: Hausgeographie der Wilster Marsch

1913 Schotten Gemeinde Nortorf - Barghus Wirtschaftsteil

1913 Wirtschaftsteil / Achterhus eines Barghus in Schotten, Gemeinde Nortorf in der Wilstermarsch
1913 Wirtschaftsteil / Achterhus eines Barghus in Schotten, Gemeinde Nortorf in der Wilstermarsch

1913 Schotten Gemeinde Nortorf - Barghus Wirtschaftsteil (Achterhus)
Es handelt sich bei dem abgebildeten Barghus um Hof 520 (gem. dem Buch "Die Bauernhäuser der Wilstermarsch im Bild"), welcher zum Zeitpunkt der Aufnahme im Eigentum von Johannes Lucht (* 1884, + 1935) stand.
In der Wilstermarsch gab es bei den historischen Bauernhäusern zwei vorherrschende Typen, welche lange zeitgleich nebeneinander bestanden. Dieser Umstand ist eine in keiner anderen deutschen Landschaft so auftretende Eigentümlichkeit.
- Zum einen ein sächsisches Fachhallenhaus, das Huusmannshuus oder Husmanshus, mit der zentralen großen Diele in der Mitte des Hauses.
- Zum anderen das vom niederländischen Baustil beeinflußte friesische Gulfhaus, das Barghus oder Barghuus, mit seitlich angeordneter großer Diele. Der mittig des Hauses zwischen dem mächtigen Ständerwerk befindliche Bergeraum - der Barg - für das eingebrachte Heu und Stroh ist namensgebend für diesen Haustyp.
Beide Haustypen, Husmannshus und Barghus, haben in der Wilstermarsch äußerlich recht große Ähnlichkeit. Deutlich werden die Unterschiede durch die Verschiedenheit ihrer baulichen Durchbildung und die unterschiedliche Raumnutzung.

Bildrechte: Wilhelm Mehlert, Glückstadt
Quelle: Hausgeographie der Wilster Marsch

1913 Schotten, Gemeinde Nortorf - Barghus Wohnseite

1913 Wohnseite / Vörhus eines Barghus in Schotten, Gemeinde Nortorf in der Wilstermarsch
1913 Wohnseite / Vörhus eines Barghus in Schotten, Gemeinde Nortorf in der Wilstermarsch

1913 Schotten Gemeinde Nortorf - Barghus (Wohnseite / Vörhus)
Es handelt sich bei dem abgebildeten Barghus um Hof 509 (gem. dem Buch "Die Bauernhäuser der Wilstermarsch im Bild"), welcher zum Zeitpunkt der Aufnahme im Eigentum von Heinrich Schröder (* 1890, + 1977) stand.
In der Wilstermarsch gab es bei den historischen Bauernhäusern zwei vorherrschende Typen, welche lange zeitgleich nebeneinander bestanden. Dieser Umstand ist eine in keiner anderen deutschen Landschaft so auftretende Eigentümlichkeit.
- Zum einen ein sächsisches Fachhallenhaus, das Huusmannshuus oder Husmanshus, mit der zentralen großen Diele in der Mitte des Hauses.
- Zum anderen das vom niederländischen Baustil beeinflußte friesische Gulfhaus, das Barghus oder Barghuus, mit seitlich angeordneter großer Diele. Der mittig des Hauses zwischen dem mächtigen Ständerwerk befindliche Bergeraum - der Barg - für das eingebrachte Heu und Stroh ist namensgebend für diesen Haustyp.
Beide Haustypen, Husmannshus und Barghus, haben in der Wilstermarsch äußerlich recht große Ähnlichkeit. Deutlich werden die Unterschiede durch die Verschiedenheit ihrer baulichen Durchbildung und die unterschiedliche Raumnutzung.

Bildrechte: Wilhelm Mehlert, Glückstadt
Quelle: Hausgeographie der Wilster Marsch

 

© 2008-2018 Peter von Holdt · Technische Realisation: MReinke.Net · Impressum Key