Alte Postkarten aus Wilster

Die 20 neuesten Objekte

1960 Radierung: Mündung der Stör und Störort

1960 Radierung: Mündung der Stör und Störort
1960 Ölmalerei: Mündung der Stör und Störort
1925 Foto: Mündung der Stör und Störort

1960 Radierung: Mündung der Stör und Störort
Der im unbedeichten Wewelsflether Außendeich gelegene Störort war Jahrhunderte lang ein abgelegener Winkel, in welchem auf hohen Warften an der Mündung der Stör drei Gebäude standen.
Die Häuser mußten Ende der 1960er Jahre dem im Jahre 1971 begonnenen und 1975 vollendeten Bau des Stör-Sperrwerks weichen.
Die beeindruckende und einsame Lage des auf der am weitesten vorgeschobenen Warft stehenden Hauses, eine ehemalige Zollstation, wurde besonders deutlich bei einem Blick vom linksseitigen Ufer der Stör.
Im Vordergrund liegt im sogenannten Ivenflether Fährpriel das Ruderboot eines Anglers, welcher nach Aalen pöddert.

Die Radierung wurde gefertigt von Hermann Wehrmann (* 18.07.1897 Hamburg, + 05.10.1977 Glückstadt)
Der lange Zeit in Glückstadt wohnhafte Künstler schuf seine Werke im Stil des Expressionismus. Er machte sich einen über die Region ausgreifenden Namen als Kunstmaler, Grafiker und Restaurator. Seine vielfach maritimen Motive fand er zumeist in der norddeutschen Landschaft, insbesondere an der Westküste Schleswig-Holsteins.
Das Motiv der Störmündung wurde von dem Künstler mehrmals genutzt, so auch bei dem ergänzend vorgestellten Ölbild (49 cm x 69 cm; Ölfarbe auf Malkarton)

Anmerkung: Die Störmündung ist aus nahezu identischer Perspektive fotografisch festgehalten in der ergänzend vorgestellten Postkarte (Bild 3)
Bildrechte: Hans Martens, Krempe
Reg. mein-wilster: 1175 AK

1921 Büttel - Gehöft, Bütteler Außentief mit Bösch, Kastanienallee, Schule

1921 Büttel (Elbe) - Gehöft, Bütteler Außentief mit Bösch, Kastanienallee, Schule
1921 Büttel (Elbe) - Gehöft
1921 Büttel (Elbe) - Kastanienallee, Schule

1921 Büttel - Gehöft, Bütteler Außentief mit Bösch, Kastanienallee, Schule
oben und Bild 2: Gehöft (vormaliger „Albers-Hof“) der Famile Knudsen.
Der Hof lag hinter dem alten Deich, auf welchem 1852 die neue Chaussee gebaut wurde. Der alte Deich hatte seine Funktion verloren, nachdem 1762 der Neue Koog eingedeicht worden war.
mittig: Außentief des Bütteler Kanal.
Die Warft im Hintergrund ist die Bösch, auf welcher bis 1902 ein Gasthaus stand, welches lange Zeit als Station der Lotsen für die auf der Unterelbe verkehrenden Schiffe gedient hatte. Das Gebäude brannte 1902 ab und wurde nicht wieder aufgebaut; die Station der Lotsen war bereits 1895 in ein neues Gebäude bei den Schleusen des Kaiser-Wilhelm Kanals verlegt worden.
unten und Bild 3: Schulgebäude und Pausenhof an der Kastanienallee (heutige Hauptstraße). Das 1902 gebaute Gebäude enthielt neben der Wohnung für den Lehrer drei Klassenräume.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1937 AK

1916 Notgeldscheine der Kirchspielsgemeinde Burg b

Notgeld-Schein zu 2,00 Mark der Kirchspielsgemeinde Burg
Notgeld-Schein zu 2,00 Mark der Kirchspielsgemeinde Burg

Notgeld-Schein zu 2,00 Mark der Kirchspielsgemeinde Burg
Im ersten Weltkrieg kam es aus Gründen der Kriegsproduktion zu erheblichen Preissteigerungen bei Buntmetall; Münzen sollten eingeschmolzen werden und wurden daher gehortet, weshalb es zu Kleingeldmangel kam.
Die Kirchspielsgemeinde Burg gab daher im Jahr 1916 Notgeldscheine im Wert von 50 Pfennig sowie von 1,00 Mark und 2,00 Mark heraus.

1916 Notgeldscheine der Kirchspielsgemeinde Burg a

Notgeld-Schein zu 50 Pfennig der Kirchspielsgemeinde Burg
Notgeld-Schein zu 50 Pfennig der Kirchspielsgemeinde Burg
Notgeld-Schein zu 1,00 Mark der Kirchspielsgemeinde Burg
Notgeld-Schein zu 1,00 Mark der Kirchspielsgemeinde Burg

Notgeld-Scheine zu 50 Pfennig und 1,00 Mark der Kirchspielsgemeinde Burg
Im ersten Weltkrieg kam es aus Gründen der Kriegsproduktion zu erheblichen Preissteigerungen bei Buntmetall; Münzen sollten eingeschmolzen werden und wurden daher gehortet, weshalb es zu Kleingeldmangel kam.
Die Kirchspielsgemeinde Burg gab daher im Jahr 1916 Notgeldscheine im Wert von 50 Pfennig sowie von 1,00 Mark und 2,00 Mark heraus.
Besonders interessant ist die Darstellung der Windmühle auf dem aus der flachen Marsch aufsteigenden Mühlenberg;
dazu der Spruch:
Vun Moehlenbarg kannst Du kieken na Süd un Westen to
bet an de Elv ehr Dieken, na Wilster, Itzehoe.

1982 Klev-Hang und Burger Feld - Bereich der ehemaligen Meeresküste

1982 Klev-Hang und Burger Feld - Bereich der ehemaligen Meeresküste

1982 Klev-Hang und Burger Feld - Bereich der ehemaligen Meeresküste.
Auf dem Luftbild ist der harte Übergang zwischen den Landschaften Marsch und Geest erkennbar.
Steil aus der weiten und ebenen Marsch steigt der weitgehend bewaldete Klev als Rand der Geest auf.
Seine Form verrät, daß er vor Jahrtausenden (etwa vor 4000 bis 5000 Jahren) von den Gezeiten des Meeres geformt wurde, welches bis zu seinem Fuß reichte.
Der Blick geht von der waldreichen Geest und über den Ort Burg hinweg in die weite Marschenlandschaft, die aus mächtigen eiszeitlichen Sedimentablagerungen gebildet wurde.
Neben den natürlichen landschaftlichen Elementen fällt im Vordergrund der kreisrunde Wall der Bökelnburg auf, einer aus altsächsischer Zeit stammenden und um das Jahr 800 errichteten Volksburg.
Am Horizont ist der breite Strom der Elbe und deren niedersächsisches Ufer erkennbar

Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn
Reg. mein-wilster: 1936 AK

1938 Beidenfleth an der Stör - Fähre, Windmühle, Straße Lange Reihe

1938 Beidenfleth an der Stör - Fähre, Windmühle, Straße Lange Reihe
1938 Beidenfleth an der Stör - Fähre und Fährrampele
1938 Beidenfleth an der Stör - Straße Lange Reihe

1938 Beidenfleth an der Stör (hier fälschlich "Stöhr" geschrieben).
oben und Bild 2: Die Stör an der Fährstelle, der Fährprahm liegt links vor der Fährrampe.
Die Beidenflether Fähre ist heute die letzte an der Stör betriebene Fähre.
unten links: Windmühle. Die lange Zeit die Silhouette des Dorfes prägende Mühle, ein sogen. Galerie-Holländer.
Die Windmühle "Hoffnung" stand zuletzt unter Denkmalschutz; das Bauwerk brannte bei einem verheerenden Schadenfeuer am 17. April 2016 vollständig ab, nachdem sie zuvor schon lange Zeit nicht mehr betrieben wurde.
unten rechts und Bild 3: Straße Lange Reihe, welche seinerzeit nur ein schmaler Weg war.
Die Lange Reihe hat einen ganz besonderen dörflichen Charme. In geschlossener Bebauung grenzen insgesamt elf kleine eingeschossige Häuser mit ihrer Giebelseite unmittelbar an die nur auf einer Seite bebaute Straße an, welche nach der Verfüllung des seinerzeit noch vorhandenen tiefen und breiten Entwässerungsgraben angelegt wurde.

Bildrechte. Verlag Heinrich C. Otto, Kiel
Reg. mein-wilster: 1935 AK

1936 Brokdorf an der Elbe - Bäckerei, Pastorat, Kirche, Café Rosenheim

1936 Brokdorf an der Elbe - Bäckerei, Pastorat, Kirche, Café Rosenheim
1936 Brokdorf an der Elbe - Bäckerei von Hans Rohwer
1936 Brokdorf an der Elbe - Kirche St. Nicolaus, Café Rosenheim

1936 Brokdorf - Bäckerei, Pastorat, Kirche, Rosenheim.
oben und Bild 2: Blick vom Elbdeich auf das in der Kirchducht stehende Gebäude der Bäckerei von Hans Rohwer.
mittig: Pastorat der Ev.-lutherischen Kirchengemeinde Brokdorf.
unten und Bild 3: die dem Heiligen St. Nicolaus geweihte Brokdorfer Kirche wurde im Jahre 1342 erstmals urkundlich erwähnt .
Rechts von der Kirche das Café Rosenheim; auf einer anderen AK bezeichnet als Café Rosenhain.
Das in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kirche stehende Gebäude wurde zuvor auch als „Rosengarten“ bezeichnet; in ihm wurde eine gleichnamige Schankwirtschaft betrieben.
An einem der auf dem Grundstück stehenden Flaggenmasten ist die während der Zeit der Nationalsozialistischen Diktatur verwendete Flagge mit dem Hakenkreuz aufgezogen. Die Flagge des Landes Schleswig-Holstein durfte seinerzeit nur gezeigt werden, wenn zugleich auch die Flagge mit dem Nazi-Symbol aufgezogen wurde; daher wehte vor den Häusern zumeist nur diese Flagge.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1934 AK

1965 Wewelsfleth Dorfkern, Straße Am Hafen, Trinitatis Kirche, Schulgebäude

1965 Wewelsfleth Dorfkern, Straße Am Hafen, Trinitatis Kirche, Schulgebäude
2019 Bildausschnitt aus Google Maps

1965 Wewelsfleth, Luftbild vom Dorfkern - Straße Am Hafen, Trinitatis Kirche, Schulgebäude.
Im Vordergrund die Straße "Am Hafen", welche jetzt nur noch an den bereits seinerzeit nicht mehr vorhandenen und verfüllten alte Hafen erinnert.
Dahinter in Bildmitte die 1503 errichtete Trinitatis Kirche mit dem sie umgebenden Friedhof.
Hinten links das 1929 neu gebaute und heute noch bestehende Schulgebäude, welches auf einem Grundstück errichtet wurde, das zuvor die Gemeinde durch Tausch von der Kirche erworben hatte.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn
Reg. mein-wilster: 1933 AK

1900 Poßfeld in der Gemeinde Nortorf - Gasthof Zur Erholung

1900 Poßfeld in der Gemeinde Nortorf in der Wilstermarsch - Gasthof Zur Erholung
1900 Poßfeld in der Gemeinde Nortorf in der Wilstermarsch - Gasthof Zur Erholung
1900 Poßfeld in der Gemeinde Nortorf in der Wilstermarsch - landwirtschaftliches Nebengebäude beim Gasthof Zur Erholung

1900 Poßfeld in der Gemeinde Nortorf - Gasthof Zur Erholung
Gastwirtschaft „Zur Erholung“ von Peter Rohwedder (Gebäude 539a in dem Buch „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“.)
Bereits vor 1780 hatte hier eine Gaststätte bestanden, die wie alle ländlichen Gasthöfe in der Wilstermarsch über einen Ausspann verfügte. 1890 hieß der Wirt Peter Springer und dieser betrieb bereits schon einen Tanz- und Festsaal sowie eine Kegelbahn, die noch bis in die Zeit der 1940er Jahre benutzt wurde.
Ab den 1920er Jahren gehörte das Lokal der Familie Evers, zunächst Simon Evers und danach dessen Sohn Gustav. Letzterer war auch als landwirtschaftlicher Lohnunternehmer tätig; zu dem Anwesen gehörte immer schon eine kleine Landwirtschaft.
Gustav Evers verkaufte die Gastwirtschaft 1974 an Alfred (Alli) und Annelene Pech, welche zuvor den Gasthof „Zur Linde“ am Kohlmarkt in Wilster geführt hatten; das neue Wirtspaar benannte die Gastwirtschaft in „Poßfelder Hof“ um.
Nach 1985 wurde der Betrieb eingestellt.

Bildrechte: nicht bekannt
Reg. mein-wilster: 1929 AK

1909 Brokdorf - Bauernhof in der Kirchducht

1909 Bauernhof in der Kirchducht in Brokdorf in der Wilstermarsch
1979 Bauernhof in der Kirchducht in Brokdorf in der Wilstermarsch

1909 Brokdorf. Bauernhof in der Kirchducht.
Es handelt sich bei dem Gehöft um Hof 65 (gem. Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild"), welcher seinerzeit im Eigentum von Nikolaus Engel (* 1871, + 1963) stand.
Nachdem die Landwirtschaft schon lange aufgegeben war, stand das Gebäude zuletzt (ab 1968) im Eigentum von Hans Dierks. Das Haus brannte 1982 ab; auf dem Gelände stehen heute drei Mehrfamilienhäuser.

Bildrechte: nicht bekannt, sogen. Private Postkarte
Reg. mein-wilster: 1931 AK

2018 Abbruch der Gebäude der ehemaligen FRIKA Rockfabrik an der Neue Burger Straße b

2018 Abbruch der Gebäude der ehemaligen FRIKA Rockfabrik an der Neue Burger Straße in der Stadt Wilster
2018 Abbruch der Gebäude der ehemaligen FRIKA Rockfabrik an der Neue Burger Straße in der Stadt Wilster
2018 Abbruch der Gebäude der ehemaligen FRIKA Rockfabrik an der Neue Burger Straße in der Stadt Wilster
2018 Abbruch der Gebäude der ehemaligen FRIKA Rockfabrik an der Neue Burger Straße in der Stadt Wilster

2018 Abbruch der Gebäude der ehemaligen FRIKA Rockfabrik an der Neue Burger Straße
Die Ende der 1950er Jahre errichteten Gebäude waren nach Einstellung der Rock-Produktion von den Verbrauchermärkten Sönnichsen und zuletzt (bis Ende 2007) von Wandmaker genutzt worden.
Auf dem Standort und nach Abbruch der Gebäude beabsichtigen die Glückstädter Werkstätten (Einrichtung der Norddeutschen Gesellschaft für Diakonie) die Errichtung von Betriebsstätten für etwa 60 Menschen mit Handicap. Weiter sollen im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus 20 Wohnungen errichtet werden.

Bildrechte: Thorben Holler, Wilster

2018 Abbruch der Gebäude der ehemaligen FRIKA Rockfabrik a

2017 unten links: Gebäude der ehemaligen FRIKA Rockfabrik an der Neue Burger Straße in der Stadt Wilster
2017 unten rechts: Gebäude der ehemaligen FRIKA Rockfabrik an der Neue Burger Straße in der Stadt Wilster
2018 Abbruch der Gebäude der ehemaligen FRIKA Rockfabrik an der Neue Burger Straße in der Stadt Wilster
2018 Abbruch der Gebäude der ehemaligen FRIKA Rockfabrik an der Neue Burger Straße in der Stadt Wilster

2018 Abbruch der Gebäude der ehemaligen FRIKA Rockfabrik an der Neue Burger Straße
Die zuvor in Berlin ansässig gewesene Rock-Fabrik von Friedrich Kallweit hatte Ende der 1950er Jahre einen Fertigungsstandort in Wilster erbaut. Dafür wurden an der Neue Burger Straße auf den Thumann´schen Flächen die erforderlichen Betriebsgebäude neu errichtet; der Firmeninhaber ließ sich in unmittelbarer Nähe des Betriebes ein ansprechendes Wohnhaus errichten.
Der nach dem Inhaber der Firma den Namen "FRIKA Röcke" führende Betrieb bestand leider in Wilster nur wenige Jahre, denn der junge Firmeninhaber verstarb viel zu früh. Seine Witwe Sabine Kallweit betrieb nach der Aufgabe der Produktion in Wilster mehrere Jahre lang am Markt ein Modegschäft für Damenoberbekleidung.
In die Betriebsgebäude an der Neue Burger Straße zog der Lebensmittel Selbstbedienungsladen Sönnichsen ein, welchem später der Wandmaker Markt mit ähnlichem Warenangebot nachfolgte und hier einen Standort bis zum Jahresende 2007 betrieb.
Die danach mehrere Jahre leer stehenden Firmengebäude wurden 2018 abgebrochen. An ihrer Stelle beabsichtigen die Glückstädter Werkstätten (Einrichtung der Norddeutschen Gesellschaft für Diakonie) die Errichtung von Betriebsstätten für etwa 60 Menschen mit Handicap. Es soll eine Ausbildungswerkstatt, eine Textilwerkstatt, sowie ein Bistro und Café eingerichtet werden.
Überdies sollen im Obergeschoss des neu zu errichtenden Gebäudes im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus 20 Wohnungen errichtet werden.
Auf dem rückwärtigen Teil des Grundstückes ist der biologische Anbau von Gemüse für den Eigenbedarf vorgesehen.

Bildrechte:
Bild 1 u. 2 : Rathausverein Wilster (Aufnahmen aus 2017)
Bild 3: Thorben Holler Wilster
Bild 4: Katarina Sönnichsen

2019 Sturmflutenmast in Brokdorf erneuert b

2019 Sturmflutenmast in Brokdorf erneuert
2019 Sturmflutenmast in Brokdorf erneuert
2019 Sturmflutenmast in Brokdorf erneuert
2019 Sturmflutenmast in Brokdorf erneuert; abgängiger Mast mit Sturmflutmarken

2019 Sturmflutenmast in Brokdorf erneuert.
Nachdem der in Brokdorf binnenseitig am Deich der Elbe stehende abgängig gewordene Sturmflutenmast beseitigt werden mußte, wurde am 01. August 2019 ein neuer Mast aufgestellt. Die an ihm angebrachten Flutmarken vergangener Sturmflutereignisse gemahnen die Bewohner der tief gelegenen Wilstermarsch eindringlich daran, dass Deichsicherheit und Sturmflutschutz immerwährende und unverzichtbare Aufgaben sind. Nachlässigkeiten hierbei können katastrophale Auswirkungen für Leib und Leben sowie das Eigentum der in der Marsch lebenden Bevölkerung haben!

Bildrechte: Karl Kautz, Brokdorf

2019 Sturmflutenmast in Brokdorf erneuert a

2019 Sturmflutenmast am Deich der Elbe in Brokdorf erneuert
2019 Sturmflutenmast am Deich der Elbe in Brokdorf wird erneuert; Stumpf des abgängigen Mastes
2019 Sturmflutenmast am Deich der Elbe in Brokdorf wird erneuert; neuer Mast ist angeliefert.
2019 Sturmflutenmast am Deich der Elbe in Brokdorf wird erneuert; Armierung der Sturmflutmarken.

2019 Sturmflutenmast in Brokdorf erneuert.
Nachdem der in Brokdorf binnenseitig am Deich der Elbe stehende abgängig gewordene Sturmflutenmast beseitigt werden mußte, wurde am 01. August 2019 ein neuer Mast aufgestellt. Die an ihm angebrachten Flutmarken vergangener Sturmflutereignisse gemahnen die Bewohner der tief gelegenen Wilstermarsch eindringlich daran, dass Deichsicherheit und Sturmflutschutz immerwährende und unverzichtbare Aufgaben sind. Nachlässigkeiten hierbei können katastrophale Auswirkungen für Leib und Leben sowie das Eigentum der in der Marsch lebenden Bevölkerung haben!

Bildrechte: Karl Kautz, Brokdorf

2019 Seeadler an der Stör bei Beidenfleth

2019 Seeadler an der Stör bei Beidenfleth
2019 Seeadler an der Stör bei Beidenfleth
Seeadler auf einem Gemälde im Haus der Deutschen Kunst in München

2019 Seeadler an der Stör bei Beidenfleth.
Während seines Segeltörns auf der Stör hatte der Wilsteraner Segler Peter Offermann ein ganz besonderes Erlebnis. Er sichtete am 24. Juni 2019 am Ufer der Stör nahe Beidenfleth einen Seeadler.
Bei dem an der Stör bei Beidenfleth gesichteten Vogel handelt es sich um einen jungen Seeadler (hat noch keine weiße Stoßendbinde) - also ein juveniles Exemplar des deutschen Wappenvogels!
Vor 5 Jahrzehnten war der Bestand des stolzen Greifvogels in Schleswig Holstein vom Erlöschen bedroht. Es gab seinerzeit nur 7 Seeadlerpaare im gesamten Bundesland. Trotz des 1972 beschlossenen DDT-Verbotes ging der Bestand bis 1980 sogar auf vier Paare zurück. Doch der Bestand erholte sich in der Folge, auch bedingt durch strenge Schutzmassnahmen, so dass im Jahr 2019 über einhundert Brutpaare in Schleswig-Holstein gezählt werden konnten - das ist eine überaus erfreuliche Entwicklung. Dieses auch vor dem Hintergrund, dass in früheren Zeiten der Seeadler als Fischfressser von Menschen auch bei uns gnadenlos bejagt wurde - heute hat in der Gesellschaft glücklicherweise ein Umdenken hinsichtlich des Natur- und Artenschutzes stattgefunden.

Bildrechte: Peter Offermann, Wilster

1930 Gefallenen Ehrenmal im Stadtpark

1930 Gefallenen Ehrenmal im Stadtpark der Stadt Wilster

1930 Gefallenen Ehrenmal im Stadtpark.
In dem 1907 zum Stadtpark umgestalteten ehemaligen zweiten Friedhof der Stadt Wilster (das Gelände ist 1907 der Kirchengemeinde abgekauft worden) war das am 15.09.1929 eingeweihte Ehrenmal für die im I. Weltkrieg Gefallenen der Kirchengemeinde Wilster errichtet worden.
Das Bildnis mit dem sterbenden Soldaten stammt von dem Bildhauer Richard Kuöhl
Die Namen der Gefallenen sind in den Stein eingraviert.
Hier findet man die auf dem Denkmal eingemeißelten Namen aller Gefallenen
Das Denkmal wurde 1955 mit in zwei seitlich plazierten Reihen gemauerten Stelen erweitert und erinnert heute an alle Opfer der Kriege.
Das Projekt Denk Mal! würdigt und wertet die Kriegerdenkmale und dabei auch das Denkmal in Wilster aus christlicher Sicht.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1930 AK

1909 Brokdorf - Dorfstraße mit Schenkwirtschaft und Meierei

1909 Brokdorf - Dorfstraße mit Schenkwirtschaft und Meierei

1909 Brokdorf - Dorfstraße mit Schenkwirtschaft und Meierei.
oben: Dorfstraße; hinter dem Gebäude rechts, dem damaligen Gasthof von Nicolaus Mehlert, mündet die Straße Dörferdeich (umgeformt aus: Dover Deich = alter Deich) ein. Das Gebäude der vormaligen Schenkwirtschaft fiel 1979 einem Schadensfeuer zum Opfer.
Gegenüber und links der Straße das 1909 gleichfalls durch einen Großbrand schwer beschädigte der Gaststätte von Wilhelm Stücker. Es wurde 1910 neu erbaut; die Gaststätte „Strandhalle“ von Wilhelm Stücker wurde danach mehrfach erweitert und modernisiert und wird heute noch als Gasthaus betrieben.
unten: Gleichfalls an der Dorfstraße steht zentral das Gebäude der Meierei / Molkerei Brokdorf.
Die 1904 erbaute Meierei in Brokdorf wurde zeitweilig als Genossenschaftsmeierei und zeitweilig als Privatmeierei betrieben.
Im Jahre 1962 wurde der Betrieb stillgelegt; in das Gebäude zog danach der Feinoptikerbetrieb Reichmann ein.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1928 AK

1900 Bischof - Gehöft an der Wilsterau

1900 Bischof in der Gemeinde Landrecht - Gehöft an der Wilsterau

1900 Bischof in der Gemeinde Landrecht - Gehöft an der Wilsterau
Blick über die Wilsterau von Kathen nach Bischof.
Der abgebildete Bauernhof mit seinem zweistöckigen Wohnteil ist sehr ungewöhnlich für die Elbmarschen, denn die eingeschossige Bauweise ist dort vorherrschend. Es handelt sich um den im Jahre 1764 erbauten Hof Heesch (232 in "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild").
Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz!
In dem parkähnlichen Garten steht ein mit Reeth gedecktes kleines rundes Gartenhäuschen.
Der an der Wilsterau an deren niedrigen Deich entlang führende Zufahrtsweg von Wilster zum Kasenort war bis weit in die 1950er Jahre unbefestigt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1927 AK

1915 Soldaten aus der Wilstermarsch im I. Weltkrieg

1915 Soldaten aus der Wilstermarsch im I. Weltkrieg - Korporalschaft des Infanterie Regiments 85 „Herzog von Holstein“

1915 Soldaten aus der Wilstermarsch im I. Weltkrieg
Korporalschaft des Infanterie Regiments 85.
Das Infanterie-Regiment „Herzog von Holstein“ (Holsteinisches) Nr. 85 war ein bereits am 27.09.1866 gegründeter Infanterieverband der Preußischen Armee; es bestand bis 1919.
Es war am 02.08.1914 entsprechend dem Mobilmachungsplan mobilsiert worden. Neben dem ins Feld gerückten Regiment stellte e ein Ersatz-Bataillon zu 4. Kompanien sowie zwei Rekruten-Depots.
Landsturmmann Trede schreibt aus Sonderburg (auf Alsen) an seinen Vater, den in Beidenfleth wohnhaften Fischer Johann Trede und teilt diesem u.a. mit, dass er bei einem Ausmarsch in Itzehoe war ("oben beim Sandberg beim Lazarett wurde gehalten") und er dort die Gelegenheit wahrgenommen hatte "da bin ich schnell mal zu Hause gewesen auf 10 Minuten."
Auf der Bildseite der Ansichtskarte ist handschriftlich notiert: "(Gefreiter) Meine Korporalschaft ohne Unteroffizier."
Eine Korporalschaft war die einem Korporal (unterster Rang der Unteroffiziere) unterstehende kleinste Unterabteilung (bis zu 30 Mann) einer Kompanie im Deutschen Heer (Deutsches Kaiserreich).
Die abgebildeten Soldaten tragen noch eine Pickelhaube, diese wurden im Verlaufe des Jahres 1916 durch Stahlhelme aus Chromnickelstahl ersetzt.

Bildrechte: nicht bekannt
Reg. mein-wilster: 1926 AK

1931 Teichanlage auf der Geest beim Gut Kleve

1931 Teichanlage auf der Geest beim Gut Kleve

1931 Teichanlage beim Gut Kleve.
Die bei den Gutsgebäuden gelegenen und heute noch bestehenden Teiche waren in der Folge des Betriebes einer dort betriebenen Ziegelei entstanden.
Das so bezeichnete Gut Kleve war ursprünglich eine Schäferei, welche zum Gut Krummendiek gehörte und ab 1745 verpachtet wurde.
Das heute bestehende Herrenhaus wurde 1902 errichtet. Nachdem 1913 der Hamburger Fabrikant Emil Dralle (Erzeugnisse: Seifen, Parfüm und Kosmetikartikel) den Hof erwarb und zusätzliche Gebäude errichten ließ, erhielt das Anwesen die Bezeichnung „Gut Kleve“.
Seit 1927 befindet sich das Gut im Besitz der Familie Groth, welche den Betrieb im Verlaufe der Zeit auch touristischen Nutzungen zuführte. Bis 2015 wurde das Anwesen als Hotel Restaurant betrieben.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1925 AK

 

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