Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Allee, Brook, Bischof

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1897 Altes Rathaus, Op de Göten, Neues Rathaus, Markt, Kirche, Denkmal

1897 Lithographie, Altes Rathaus, Op de Göten, Neues Rathaus, Markt, Kirche, Denkmal
Die Palette der auf den Ansichtskarten verwendeten Motive wurde häufig unterschiedlich arrangiert.
Das „Neue Rathaus“ zeigt noch seine durch Umbau verschandelte Straßenfront.
Die Fassaden der drei Häuser am Markt (Gaststätte "Zur Börse“, Textilhaus Reese, heutige Verbandssparkasse) sind auch hundert Jahre später gut erkennbar; desgleichen das links davon stehende damalige „Hotel Stadt Hamburg“;
vor der Kapelle am Friedhof im Bischof steht das Denkmal an die Gefallenen des Krieges 1870/71

Bildrechte: Verlag v. Carl Kuskop, Wilster

1897 Op de Göten, Neues Rathaus, Johannisstraße, Tagg-Straße, Allee

1897 Op de Göten, Neues Rathaus, Johannisstraße, Tagg-Straße, Allee
Um 1900 waren Ansichtskarte mit einer Palette verschiedener Ansichten sehr beliebt.
von links: Marktstraße, heutige "Op de Göten", die Geschäftshäuser J.P.T. Andersen sowie „Hotel WiIstermarsch-Haus“ stehen schon lange nicht mehr,
der Bahnhof stand in der heutigen Tagg-Straße (frühere Bahnhofstraße)
das Neue Rathaus (ehemalige Doos´sche Palais) stand in der Bäckerstraße (heute Rathausstraße),
„Lübbes Gasthaus“ stand in der damaligen Johannisstraße (der obere Teil der Schmiedestraße)
das Kriegerdenkmal stand vor der damaligen Friedhofs-Kapelle am Eingang zum Friedhof in Bischof

Bildrechte: Verlag v. C. Kuskop, Photogr. Atelier, Wilster

1897 Stadt Mühle, Audeich, Rathausstraße, Bischof, Op de Göten

1897 Stadt Mühle, Audeich, Rathausstraße, Bischof, Marktstraße (spätere Op de Göten)
Die Jugendstil-Karte zeigt
links oben: die Stadtmühle und die (alte) Meierei (vom Audeich fotografiert) an der Wilsterau.
links unten: das Diana-Bad (hier war später zeitweilig das Amtsgericht Wilster untergebracht) in der Rathausstraße.
mittig: der auf dem niedrigen Deich der Wilsterau in Bischof entlang führende Fußweg nach dem Kasenort.
rechts: die seinerzeit Marktstraße genannte "Op de Göten" mit dem Alten Rathaus und einem Blick auf die St. Bartholomäus Kirche.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1898 Altes Rathaus, Neues Rathaus, Kirche, Friedhofs-Kapelle, Bahnhof in der Tagg Straße

1898 Altes Rathaus, Neues Rathaus, Kirche, Friedhofs-Kapelle, Bahnhof in der Tagg Straße
Verschiedene Motive aus Wilster wurden in immer wieder leicht veränderter Anordnung auf Ansichtskarten dargestellt.
Das „Neue Rathaus“ (von der Seite aufgenommen) ist durch Umbauten umgestaltet;
beim „Alten Rathaus“ ist die Au noch unter der Göten offen,
vor dem Friedhof steht die alte 1960 abgebrochene Kapelle und das Kriegerdenkmal in Erinnerung an den Krieg 1870/71;
das Hotel Stadt Hamburg stand an der Westseite des Marktplatzes,
Lübbes Gasthaus in der Schmiedestraße
und der Bahnhof in der späteren „Taggstraße“ (damals Bahnhofstraße) an der Strecke nach Brunsbüttel.

Bildrechte: Verlag v. Karl Kuskop, Wilster
und: Verlag von Glückstadt & Münden, Hamburg

1898 Altes Rathaus, Neues Rathaus, Kirche, Kriegerdenkmal, Bahnhof in der Tagg Straße

1898 Farb-Lithographie
Das „Neue Rathaus“ ist durch Umbauten umgestaltet,
beim „Alten Rathaus“ ist die Au noch unter der Göten offen,
vor dem Friedhof steht die alte 1960 abgebrochene Kapelle und das Kriegerdenkmal in Erinnerung an den Krieg 1870/71,
das Hotel Wilstermarschhaus stand an der Ecke Marktstraße (Op de Göten) und Kehdinger Straße (Deichstraße)
der Bahnhof in der späteren „Taggstraße“ (damals Bahnhofstraße) an der Strecke nach Brunsbüttel.

Bildrechte: Verlag v. Karl Kuskop, Wilster
und: Verlag von Glückstadt & Münden, Hamburg

1898 Basar des Militair-Vereins

1898 Militair-Verein Wilster; Vaterlandsliebe und Patriotismus waren noch nicht negativ belegt.
Diese Karte war anläßlich des „ Kränzchens“ (Kostümfest?) des Militair-Vereins Wilster am 30.11.1898 gerichtet: "an die beiden Obstfrauen von der hinteren Reihe beim Ofen im Colosseum mit dem sinnigen Spruch: Guter Mond du gehst so stille durch die Buden-Reihe hin, oh so stehe auch dann stille, wenn du bei der Obstfrau bist".

Bildrechte: Verlag v. Fr. Schlüter, Wilster

1898 Basar des Militair-Vereins

1898 Basar des Militair-Vereins
Das Denkmal zur Erinnerung an die Gefallenen des Krieges um die – zunächst erfolglose - Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848-1851 (gegen Dänemark, zu dem damals neben Schleswig auch große Teile Holsteins gehörten) stand auf dem Friedhof in Bischof.
Eine Zeitliste zu den wichtigsten Ereignissen der Schleswig-Holsteinischen Erhebung finden Sie hier.
Das Denkmal zur Erinnerung an die Gefallenen des Deutsch - Französischen Krieges von 1870 / 1871 stand vor dem Friedhof in Bischof. Es war 1873 auf dem Rondeel vor der - zwischenzeitlich abgebrochenen - Kapelle errichtet worden.
Beide Denkmale wurden in den 1950er Jahren beseitigt.
Militair-Vereine bestanden vor hundert Jahren in vielen Dörfern und Städten.

Bildrechte: Verlag v. Fr. Schlüter, Wilster

1900 "Leporello 1", Op de Göten, Altes Rathaus, Markt, Kirche

Op de Göten 2007

Diese Karte mit der Abbildung der Marktstraße (spätere Op de Göten) ist sehr ungewöhnlich. Sie ist ein sogenanntes Leporello. Der herausziehbare Einschub zeigt folgende Motive:
Rathaus mit nebenstehendem Gasthof von Johannes Looft, 2 x Bürgermeistergarten; Obere Schmiedestraße (ehemalige Johannisstraße); Wilstermarsch Spar- und Leihkasse (spätere Volksbank) und Café Egge und Bäckerei Starck; Oberer Kohlmarkt; Untere Burgerstraße, Am Bahnübergang; Alte Meierei und Stadt Mühle; Geburtshaus Johann Meyer.

Bildrechte: Verlag v. Emil Jacobs, Wilster

1900 "Leporello 4", Stadt Mühle, Neustadt, Rumfleth, Bischof

Stadtmühle
Neustadt
Rumfleth
Bischoff

Abbildungen im Leporello
Stadt Mühle
Neustadt
Rumfleth
Bischof

1900 Allee

1900 Allee
Das imposante und einer Villa ähnliche Mehrfamilienhaus steht noch heute mit weitgehend unveränderter Fassade an der Straße Allee neben dem Steinmetzbetrieb Stechemesser;
das Grundstück grenzt an die Wilsterau bei der Schweinsbrücke.
Die Straße Allee verlief seinerzeit direkt vor dem Gebäude, während im Zuge des 1964 erfolgten Neubaus der Schweinsbrücke die Straßentrasse etwas von dem Haus abgerückt wurde.

Bildrechte: nicht bekannt

1900 Denkmale, Diana-Bad in der Rathausstraße

1900 Mehrbildkarte
links oben: Fußsteig nach Kasenort. Der von Fußgängern und Radfahrern benutzte Weg befand sich in trockener Lage auf dem niedrigen Deich der Wilsterau; der daneben liegende Fahrweg war bis in die 1950er Jahre unbefestigt und stark zerfahren.
links unten: Die Kirchhofs-Allee (heutige Straße Allee) führte zum Friedhof in Bischof. Die Pflasterung der Straße Allee war von der Kirchengemeinde vorgenommen worden; diese hatte auch die hälftigen Kosten für die 1878 vorgenommene Erneuereung der Schweinsbrücke zu tragen.
Der erste Wilsteraner Friedhof befand sich rund um die Kirche am Markt. Von 1604 bis 1859 (teilweise bis 1907) befand sich der Friedhof auf dem Gebiet des heutigen Stadtpark; danach wurde er nach Bischof verlegt.
oben rechts: Mitten auf dem Friedhof stand das Denkmal an die Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848;
oben mittig: auf dem Vorplatz vor dem Friedhof stand das Denkmal 1870/71.
mittig unten: Das „Diana Bad“ (mit Wannenbädern als Ersatz für die in fast allen Haushalten fehlenden Bäder) stand in der Rathausstraße – in dem Gebäude war 1950-1974 das Amtsgericht Wilster untergebracht, danach das Stadtarchiv, die Volksbücherei und ein Jugendzentrum. Das Amtsgericht war 1867 (nachdem Holstein preußische Provinz geworden war, nach vorheriger Loslösung von Dänemark 1864) eingerichtet worden und bestand bis 1975.

Bildrechte: Verlag v. Carl Kuskop, Photograph, Wilster

1901 Bauernhof an der Wilsterau in Bischof SF

ca. 1901 Bauernhof in Bischof
Der stattliche Hof (232 im Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild", sh. Bild 2) von Reimer Heesch in Bischof hat auch heute noch sein Aussehen und seinen Charme erhalten.
Er unterscheidet sich auch dadurch von den anderen Höfen in der Wilstermarsch, daß sein Wohnteil zwei Vollgeschosse aufweist.
Der 1764 erbaute Hof steht heute unter Denkmalschutz!
In dem parkähnlichen Garten steht ein mit Reeth gedecktes kleines rundes Gartenhäuschen.
Der an der Wilsterau entlang führende Zufahrtsweg war bis weit in die 1950er Jahre unbefestigt.
Der heute noch landwirtschaft bewirtschaftete schöne Hof bietet für Gäste auch Ferienwohnungen an.
Hier stellt sich der Hof Heesch selbst vor.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1906 Blick über die Schweinsbrücke zur Rathausstraße

Blick über die Schweinsbrücke 2007

1906 Blick aus der Straße „Allee“ stadteinwärts in Richtung Rathausstraße und Mühlenstraße.
Im Vordergrund die über die Wilsterau führende Schweinsbrücke.
Auf der links der Brücke befindlichen Fläche (dem ehemaligen Schweinebrook) stand im Mittelalter weit vor den Toren der Stadt auf dem angrenzenden Galgenland der Galgen des Hochgerichts.
Die alte hölzerne Schweinsbrücke mit ihrem Holzbohlenbelag wurde 1964 durch eine Stahlbetonbrücke ersetzt.

Bildrechte: Verlag C. Kuskop Nachf., Inh. L. Behning

1908 Denkmal Schleswig-Holsteinische Erhebung

1908 Denkmal Schleswig-Holsteinische Erhebung
Nachdem der Kirchhof im heutigen Stadtpark zu klein geworden war, wurde ein Gelände (der städtische Kleine Brook sowie Flächen des Bauern Heesch) in Bischof erworben und dort ein neuer Friedhof eingerichtet; der ältere Teil des Friedhofs wurde bereits 1859 in Benutzung genommen.
In der Mitte des Friedhofs stand das in Erinnerung an die im Jahre 1848 erfolgte Schleswig-Holsteinische Erhebung (gegen Dänemark) errichtete Denkmal, dessen Kosten von der Kirchengemeinde und den Kampfgenossen jeweils hälftig übernommen worden war.
Das Bild zeigt neben dem Denkmal die letzten zu der Zeit (1908) noch lebenden Wilsteraner, die als Kampfgenossen Teilnehmer der Erhebung waren.
Das Denkmal stand bis in die 1950er Jahre. Um das Denkmal herum waren vom vormaligen Friedhof im heutigen Stadtpark stammende alte besondere Grabsteine aufgestellt worden - diese sind heute noch vorhanden.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1908 Rathausstraße und Gasthof "Zum Landwirtschaftlichen Hause", Diana Bad, Altersheim f

Oben: Die Rathausstraße hieß früher Bäckerstraße; der Sitz der Stadtverwaltung wurde erst, nachdem das Doos’sche Palais durch Schenkung 1829 in der Besitz der Stadt gelangte, in das nun Neues Rathaus genannte Gebäude verlegt.
Das zweite Gebäude links ist das Gasthaus „Zum landwirtschaftlichen Hause“ von Johannes Thode in der westlichen Häuserzeile der Straße; der zugehörige Landhandel lag auf der anderen Seite (hier im Vordergrund) der Straße und bestand noch in den 1950er Jahren.
Mitte: Im Gebäude des Diana-Bad (Wannenbäder) in der Rathausstraße war später (von 1950 bis 1974) das Amtsgericht Wilster untergebracht; danach diente das Gebäude als Jugendzentrum, Volksbücherei und Stadtarchiv. Das Amtsgericht war 1867 (nachdem Holstein preußische Provinz geworden war, nach vorheriger Loslösung von Dänemark 1864) eingerichtet worden und bestand bis 1975.
Unten: Altersheim der Stadt Wilster
Das an der Einmündung der Straße Bischofer Deich in die Allee stehende markante Gebäude wurde bis 2003 als Alterheim der Stadt Wilster genutzt; danach wurde das Gebäude einer anderen Nutzung zugeführt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1910 Weg in Bischof zum Kasenort, SF

ca. 1910 Weg zum Kasenort
Der Weg (auf dem niedrigen Deich der Fußweg, unten der unbefestigte Fahrweg) in Bischof an der Wilsterau entlang führt zum Kasenort, wo die Wilsterau bei der im Jahre 1926 neu errichteten Schleuse in die Stör mündet.
Im Hintergrund ist der heute unter Denkmalschutz stehende Bauernhof Heesch zu sehen.
Den Hof Heesch zeigt auch die schöne Jugendstil-Postkarte (Bild 3); das sehr eigenwillige schöne Gebäude steht heute unter Denkmalschutz.

Bildrechte: Carl Kuskop, Kunstverlag, Wilster
Die Karten befinden sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen


1911 Weg in Bischof zum Kasenort

1911 Der Weg (auf dem niedrigen Deich der Fußweg, unten der unbefestigte Fahrweg) in Bischof an der Wilsterau entlang führt zum Kasenort, wo die Wilsterau bei der im Jahre 1926 neu errichteten Schleuse in die Stör mündet.
Im Hintergrund ist die Stadt Mühle zu sehen – sie stand an der Mühlenstraße – auf deren Gelände war nach dem II. WK der Betrieb Vitamo untergebracht.
Die freie Fläche links ist der „Große Brook“.
Rechts steht die „Brennerkate“ (hier wurde früher Schnaps gebrannt).

Bildrechte: Carl Kuskop, Kunstverlag, Wilster
Die ergänzend dargestellte kolorierte Fassung der Karte, nach welcher auch die datierung vorgenommen wurde, befindet sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1912 Allee Richtung Bischof

ca 1912 Die Straße Allee Blickrichtung Bischof
Die von der Rathausstraße über die Schweinsbrücke nach Bischof und weiter zum Kasenort führende Straße „Allee“ entsprach früher in ihrem Erscheinungsbild völlig ihrem Namen.
Links an die Straße angrenzend wurde später der Sportplatz „Am Brook“ des 1904 gegründeten Fußballvereins Alemannia Wilster angelegt, während auf der rechten zum „Großen Brook“ gehörenden Seite eine durchgehende Bebauung mit kleinen Siedlungshäusern entstand.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1919 Rathaus Straße und Bischofer Deich

1919 Die Mehrbildkarte zeigt:
oben: Blick stadteinwärts in die Rathausstraße mit dem durch eine neugotische Fassade verschandelten Doos´schen Palais (Neues Rathaus).
In dem Gebäude mit dem schönen Fachwerk-Giebel war das Kolonialwaren-Geschäft von Heinrich Suhr.
mittig: Das Altersheim (es wurde bis 2003 als Alten- und Pflegeheim betrieben) am Bischofer Deich; rechts führt die Allee weiter Richtung Bischof und zum Kasenort.
unten: mittlere Rathausstraße, Blickrichtung stadtauswärts.
Das zweite Haus rechts ist das Gasthaus „Zum landwirtschaftlichen Haus“ von Johannes Thode in der westlichen Häuserzeile;
der zugehörige Landhandel lag auf der gegenüber liegenden Straßenseite.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1920 Altersheim am Bischofer Deich

1920 Altersheim am Bischofer Deich
Das Altersheim der Stadt Wilster am Bischofer Deich wurde in dem Gebäude bis 2003 betrieben.
Im Vordergrund die seinerzeit offenbar noch nicht gepflasterte Straße „Allee“, deren Fortsetzung über Bischof zum Kasenort führt.
Im Hintergrund ist zwischen den Bäumen die Ende der 1950er Jahre abgebrochene Kapelle am Eingang des Friedhofs erkennbar.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Die ergänzend vorgestellte Karte befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1920 Friedhof in Bischof

ca. 1920 Der Wilsteraner Friedhof in Bischof.
Das Bild verkörpert sinnfällig, wie alles im Wandel ist! Es wird auch deutlich, daß vor einhundert Jahren die Gestaltung der Grabdenkmale sich ganz erheblich von der heutigen unterschied.
Der in Bischof gelegene Friedhof ist bereits der dritte der Stadt Wilster.
Der erste lag auf dem heutigen Marktplatz um die Kirche herum.
Der zweite wurde von 1604 bis 1859 (in Einzelfällen etwas länger) auf dem Gelände des heutigen Stadtparks betrieben.
Der ältere Teil des in Bischof gelegenen dritten Friedhofs ist 1859 in Benutzung genommen worden; der im städtischen Eigentum stehende sogenannte Kleine Brook sowie Flächen des Bauern Heesch im Bischof sind zuvor von der Kirchengemeinde Wilster erworben worden.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1920 Friedhofskapelle und Denkmal 1870/71

Friedhofseingang von der Allee 2007

ca. 1920er Friedhofskapelle und Denkmal in Bischof.
Nach Aufgabe des Kirchhofs am heutigen Stadtpark, wurde ein Gelände in Bischof erworben und dort ein neuer Friedhof eingerichtet, dessen älterer Teil schon 1859 in Benutzung genommen war.
Auf dem Vorplatz der etwa 1960 abgebrochenen Friedhofskapelle stand das 1873 errichtete Kriegerdenkmal 1870/71 zur Erinnerung an den deutsch-französischen Krieg.
Die Kapelle und die Friedhofsgebäude sind 1860 errichtet worden.
Die im Vordergrund erkennbare Straße führt an der Wilsterau entlang über Bischof zum Kasenort an der Mündung der Wilsterau in die Stör.

Die Wilstersche Zeitung berichtete 1960 über die beabsichtigte Umgestaltung des Friedhof-Vorplatzes und die damit einhergehende Beseitigung der alten Kapelle (Bild 3).

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Der Zeitungsausschnitt wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Tanja Thode, Beldorf.

1920 Überflutete Schützenhalle - schwere Überschwemmung in Wilster SF

1920 Überflutete Schützenhalle - schwere Überschwemmung in Wilster
Nachdem der Lastkahn "PIRAT" in der Nacht zum 6. September 1920 bei auflaufender Flut in der gedeckten alten Schleuse am Kasenort steckengeblieben war, konnten das Außentor nicht geschlossen werden. Das infolge stürmischen Westwind höher auflaufende Wasser der Stör strömte in die Wilsterau, überschwemmte den gesamten Bereich zwischen den Deichen und überströmte diese an einigen Stellen.
Nicht nur die Flächen am Brook wurden überflutet, das Wasser bedeckte auch bald den unteren Teil der Rathausstraße.
Über den seinerzeit noch offenen Burggraben strömte das Wasser zum Colosseum-Platz und überdeckte diesen, wie auch die Wiesen jenseits der Bahnstrecke.
Große Teile von Wilster und der umliegenden Marsch waren stark gefährdet; nur mit großer Mühe konnte die "PIRAT" aus der Schleuse gezogen und daraufhin das Fluttor geschlossen werden.
Das Ereignis veranlaßte die Stadt Wilster zum Neubau der 1925 fertig gestellten und heute noch bestehenden Schleuse am Kasenort.
Das Foto zeigt die überflutete Schützenhalle des Wilsteraner Schützen-Verein.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster

Die vorgestellte Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1932 Wilsterau am Brook

ca. 1932 Die am 16.01.1932 gegründete Seglervereinigung Wilster hatte am Großen Brook ihren ersten Liegehafen für die Sportboote ihrer Mitglieder.
Hier liegt am Steg die FIDJE von Heinrich von Holdt, der zu den maßgeblichen Initiatoren des Vereins gehörte (er war viele Jahre ihr Vorsitzender).
Im Hintergrund ist die alte hölzerne Schweinsbrücke erkennbar, die 1964 durch eine Stahlbeton-Konstruktion ersetzt wurde;
links die hellen Gebäude des Steinmetz-Betriebes von Stechemesser.
Bei ihrer ersten Reise hatte die FIDJE am 16.08.1931 die Paddler Regatta und das Stör-Schwimmen an der Delftor-Brücke in Itzehoe besucht; eine riesige Anzahl an Zuschauern bestaunte die Segelboote und die am Ufer wartenden Schwimmer.

Bild 1 Bildrechte: Photo und Verlag A.-M. Maass, Altona
Bild 2 Bildrechte: Verlag Hans Elias, Itzehoe

1934 Wilsterau und Stör am Kasenort; Bauernhof und Weg in Bischof

1934 Wilsterau und Stör am Kasenort; Bauernhof und Weg in Bischof
Die Mehrbildkarte zeigt zentral den in Bischof von Wilster zum Kasenort führenden Weg
sowie von links oben im Uhrzeigersinn:
Der im Jahre 1764 erbaute Hof Heesch (232 in "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild") in Bischof
Lastkähne unter Segeln auf der Stör am Kasenort
Kammer und Oberhaupt der Schleuse der Wilsterau am Kasenort
Seegegehende Fracht-Segler auf der Stör am Kasenort
Hodorfer Mäanderschleife der Stör am Kasenort
Treffen der Segler auf der Wilsterau am Großen Brook

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1937 Hafen der Wilsteraner Segler am Großen Brook SF

Die Sportboote der am 16.01. Januar 1932 in der Gaststätte „Goldener Anker“- von Heinrich Krumm - [Bei der Schott-Brücke] gegründeten Seglervereinigung Wilster SVW an ihren Liegeplätzen in der Wilsterau am Großen Brook.

ca. 1937 Hafen der Wilsteraner Segler am Großen Brook
Die Sportboote der am 16.01. Januar 1932 in der Gaststätte „Goldener Anker“- von Heinrich Krumm - [Bei der Schott-Brücke] gegründeten Seglervereinigung Wilster SVW an ihren Liegeplätzen in der Wilsterau am Großen Brook.
Rechts im Hintergrund ist die Schweins-Brücke - seinerzeit noch eine hölzerne Brücke - im Zuge der Straße Allee erkennbar.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Die vorgestellte Karte befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1940 Wilsterau am Brook

ca. 1940 Die Wilsterau am Brook.
Im Hintergrund rechts ist die Schweins-Brücke, links das an der Ecke Rathausstraße / Allee stehende und zum Steinmetzbetrieb gehörende Turmhaus erkennbar.
Die drei Segelboote hat der Fotograf in das Bild hinein retuschiert.
Ohnehin hat der Fotograf anscheinend eine Liebe zur Verbesserung der Aussagekraft der gezeigten Idylle entwickelt, denn die von ihm in den Vordergrund plazierte Gruppe Rinder findet sich exakt so auch auf anderen seiner Bilder.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1942 Neustadt, Neumarkt, Altersheim, Meierei, Neues Rathaus

1942 Mehrbildkarte
oben links: Am Neumarkt; die vor dem Kolonialwarengeschäft von Nagel, später Kruse, stehenden Galeriebäume wurden nach dem II. WK entfernt;
oben rechts: Neustadt. Das Gebäude mit dem auffälligen Treppengiebel wurde im Zuge der Stadtsanierung abgerissenen. Es war das zur ehemaligen Dampfbrauerei Gebr. Lübbe zugehörige Wohnhaus und das Geburtshaus des Heimatdichters Johann Meyer (das an ihn erinnernde Denkmal steht im Stadtpark).
Zeitweilig wurde hier von der Firma Bahlke & Weimershaus eine Auto-Fabrik betrieben, deren Betrieb jedoch bereits 1926 eingestellt wurde. Bis in die 1950er Jahre wurde im dem Haus eine Kaffeerösterei betrieben.
unten links: das Gebäude des Altersheim am Bischofer Deich wurde im Jahre 2003 einer anderen Nutzung zugeführt
unten rechts: das Betriebsgebäude der 1928 gegründeten Meierei-Genossenschaft Wilster;
mittig: Neues Rathaus

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1952 Bauernhof in Bischof

1952 Der Weg (auf der Krone des niedrigen Deiches der Fußweg, unten am Deich der unbefestigte Fahrweg) in Bischof an der Wilsterau entlang führt zum Kasenort, wo die Wilsterau bei der im Jahre 1926 neu errichteten Schleuse in die Stör mündet.
Der abgebildete Bauernhof mit seinem zweistöckigen Wohnteil ist sehr ungewöhnlich für die Elbmarschen, denn die eingeschossige Bauweise ist dort vorherrschend. Oben im Giebeldreieck ist eine Uhlenflucht (Einflug-Öffnung für Schleiereulen) erkennbar, wie es früher bei allen landwirtschaftlichen Gebäuden üblich war.
Es handelt sich um den im Jahre 1764 erbauten Hof Heesch (232 in "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild")

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1960a Op de Göten, Bahnhof, Neumarkt, Neustadt, Wilsterau am Brook, Bürgermeister´s Garten

ca. 1970 Mehrbildkarte.
Es handelt sich um eine etwa 10 Jahre jüngere Auflage der zuerst ca. 1960 erschienen Karte; die Neuauflage hat entgegen der älteren Auflage mit gewellten Rändern glatte Kanten und auf der Anschriftenseite eine andere Kennung seitens des Verlages.
links: die Straße „Op de Göten“ mit dem „Altes Rathaus“.
Mitte oben: Das 1960 fertig gestellte Empfangsgebäude am Bahnhof.
Mitte mittig: Rathausstraße.
Mitte unten: Hafen am Brook mit Ewern der Wilsteraner Schiffer.
Rechts oben: Neumarkt mit der alten Feuerwache rechts im Anschnitt.
Rechts mittig: Totale auf die Innenstadt vom Bürgermeister Garten aus.
Rechts unten: Neustadt (hier fälschlich als Krumwehl bezeichnet; dieser beginnt erst jenseits der Schott-Brücke).

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1962 Bürgermeister Garten, Wilsterau, "Bockmühle Honigfleth"

ca. 1962 Mehrbildkarte
oben links: Blick vom Bürgermeister-Garten auf die Südseite der Kirche;
oben rechts: Blick vom Fußgängersteg zwischen Deichstraße und Hans-Prox-Straße auf das Helgenland am Zusammenfluß von Hauptarm und Stadtarm, wo der 2007 abgebrochene Bootsschuppen des Bootsbauers Heinrich von Holdt steht;
unten links: am Brook-Hafen liegen die Ewer der Wilsteraner Schiffer, in dem Gebäude links wohnte von 1974-78 Peter J. von Holdt mit seiner Familie - er war 1960 beteiligt am Wiederaufbau der alten Schöpfmühle in Honigfleth (unten rechts).

Bildrechte: Verlag Ferdinand Lagerbauer & Co., Hamburg

1965 Rathausstraße, Totale, Wilsterau, Stadtpark

1965 Rathausstraße, Totale, Wilsterau, Stadtpark
oben links; siehe auch Bild 3: In der oberen Rathausstraße sind die vor der Einmündung der Schmiedestraße vorhanden gewesenen Häuser bereits abgebrochen; das Gebäude von Elektro Gosch gegenüber dem Neuen Rathaus ist noch vorhanden. Links neben dem Neuen Rathaus die Kolonialwaren Geschäfte von Tomsen (später Martensen) und davor von Christian Josten (später dessen Sohn Otto Josten, welcher leider im Alter von knapp 40 Jahren sehr früh verstorben ist).
oben rechts: Totale vom Audeich aus auf die Innenstadt. Das Wiesengelände wurde danach als sogenanntes Sanierungsausweichgelände genutzt - allerdings in einer städtebaulich wenig überzeugenden Weise.
unten links; siehe auch Bild 4: Wilsterau mit dem Hafen am Brook, wo einige Binnenschiffe der Wilsteraner Schiffer festgemacht haben.
In dem Gebäude ganz links - es ist an der mühlenstraße gelegen - wohnte der Betreiber dieser Heimat-Seite in den 1970ern einige Jahre mit seiner Familie.
unten rechts: das Mitte der 1950er Jahre erweiterte Ehrenmal im Stadtpark.

Bildrechte: Rudolf Bedei, Wilster

1975 Bahnhof, Op de Göten, Wilsterau, Altersheim

ca. 1975 Mehrbildkarte
links oben: Op de Göten – die frühere Marktstraße;
oben mittig: der dritte Bahnhof der Stadt Wilster – der 1920 errichtete Vorgänger wurde 1959/60 abgebrochen;
rechts oben: die Wilster Au im Bereich der Einmündung des Bäckerstraßenfleth am Bischofer Deich;
unten links: der Bürgermeister Garten hinter dem Bürgermeister-Haus, dem Neuen Rathaus;
unten mittig: Blick auf das Alte Rathaus und auf die Westbank in der Schmiedestraße;
unten rechts: Das Altersheim der Stadt Wilster am Bischofer Deich / Ecke Allee wurde 2004 aufgegeben.
Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn

1975 Trichter, Hafen am Brook, Op de Göten, Helgenland, Stadtpark

1975 Mehrbildkarte
links oben: Trichter Gaststätte mit angebautem Küchen- und Sanitätstrakt;
links mittig: Hafen am Großen Brook mit Frachtewer;
links unten: Blick vom Bürgermeistergarten zur Kirche;
oben mittig: Op de Göten;
unten mittig: Hof Stahl im Landrecht;
oben rechts: Bürgermeistergarten und Rückseite Neues Rathaus;
rechts mittig: Blick von der Schottbrücke auf den Zusammenfluß von Haupt- und Stadtarm der Wilsterau, an der Spitze des Helgenlandes der Bootsschuppen von Heinrich von Holdt;
unten rechts: Ehrenmal (von 1929) im Stadtpark.

Bildrechte: Verlag Ferd. Lagerbauer & Co., Hamburg

1980 Reetdach-Kate in Bischof

ca. 1980 Der Weg auf dem niedrigen Deich in Bischof an der Wilsterau entlang führt zum Kasenort, wo die Wilsterau bei der im Jahre 1926 neu errichteten Schleuse in die Stör mündet.
Etwa auf halber Strecke zwischen der Allee und dem Kasenort liegt die alte - sehr gut restaurierte - Reetdachkate.

Bildrechte: R. Horstmann, Wilster

 

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