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1900 Altes Bauernpaar der Wilstermarsch
Ein altes Ehepaar genießt den Tag vor dem Eingang seines Hauses.
Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster
Das Foto stammt aus der im Eigentum von Robert Friedrichs, Wilster, stehenden Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
1900 Heuernte in der Wilstermarsch
Vor über einhundert Jahren war, wie vielfach noch bis zu Beginn der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts, auch in der Wilstermarsch die Bergung von Heu eine zeitraubende körperliche Arbeit.
Neben dem auf den Höfen der Marsch damals noch tätigen sogenannten Gesinde (Mägde und Knechte) wurde vielfach die gesamte Familie des Bauern bei der Arbeit eingesetzt. Auch Schulkinder widmeten sich der Arbeit des Zusammenrechens und -tragen des Heues.
Hoch aufgetürmt auf dem Ackerwagen, wurde das Heu mittels des über die Ladung gelegten und verzurrten Gürtelbaumes fixiert.
Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
1907 Pfeife rauchende Frauen
Eine ganz besondere Eigenart wurde in der Wilstermarsch mit dem sogenannten „Tabak saufen“ ausgeübt. Sowohl Männer als auch Frauen rauchten aus Tabakspfeifen mit sehr langen Stielen und einem Pfeifenkopf aus Porzellan (dieser zumeist mit einem Deckel versehen).
Es war nicht ungewöhnlich, sich nach Feierabend zu einem gemütlichen Schwätzchen oder zum Kartenspiel bei einer Pfeife Tabak zusammen zu finden, so wie die abgebildeten alten Damen aus Kudensee.
Heute kaum nachvollziehbar, war in früheren Zeiten auch das Rauchen in ganz bestimmter Weise reglementiert. So wie beispielsweise in den "Artikuln für die Osterbünger und Wetterndorfer Gilde von 1739" in Artikel 10.
Danach sollten die Pfeifen der Männer stets "mit einem Deckel oder Doppe wohl versehen seyn. Wonach sich die Frauenspersonen, bey welchen das Tobakrauchen gemein ist, zu richten; fürnehmlich sich aber dessen bey der Flachs- und Hampfarbeit gänzlich zu enthalten haben".
Das Foto wurde in überarbeiteter und kolorierter Form auch als Motiv für eine Ansichtskarte verwendet (Bild 2 und 3)
Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster
Das Foto stammt aus der im Eigentum von Robert Friedrichs, Wilster, stehenden Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
Die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen
1911 Pfeife rauchende alte Frau
Eine ganz besondere Eigenart wurde noch vor einhundert Jahren in der Wilstermarsch mit dem sogenannten „Tabak saufen“ ausgeübt. Sowohl Männer als auch Frauen rauchten aus Tabakspfeifen mit sehr langen Stielen und einem Pfeifenkopf aus Porzellan (dieser zumeist mit einem Deckel versehen). Am längsten erhielt sich diese Eigenart im Raum Kudensee.
Heute kaum nachvollziehbar, war in früheren Zeiten das Rauchen in ganz bestimmter Weise reglementiert. So wie beispielsweise in den "Artikuln für die Osterbünger und Wetterndorfer Gilde von 1739" in Artikel 10.
Danach sollten die Pfeifen der Männer stets "mit einem Deckel oder Doppe wohl versehen seyn. Wonach sich die Frauenspersonen, bey welchen das Tobakrauchen gemein ist, zu richten; fürnehmlich sich aber dessen bey der Flachs- und Hampfarbeit gänzlich zu enthalten haben".
Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster
Das Foto stammt aus der im Eigentum von Robert Friedrichs, Wilster, stehenden Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
Am 01.09.1912 wurde der zuvor neu errichtete Schießstand des Schützenvereins Wilster in Rumfleth feierlich eingeweiht.
Die bei der Rumflether Ziegelei errichtete Schützenhalle wurde an diesem Standort bis 1930 betrieben, nachdem zu diesem Zeitpunkt am Brook eine neue Anlage erichtet worden war.
Der noch heute blühende Schützenverein Wilster ist bereits im Jahre 1895 gegründet worden.
Hier stellt sich der Schützenverein Wilster selbst vor.
Bild 1: Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
1914 - 1920 Verlegung der Marschbahn - Bau der Viadukte in der Rampe für die Hochbrücke Hochdonn
Bei der Verbreiterung des Nord- Ostsee Kanal (Kaiser Wilhelm Kanal) in den Jahren von 1907 bis 1914 stellte sich heraus, daß die im Zuge der Marschbahn den Kanal bei Taterpfahl überquerende Drehbrücke nicht an die Verbreiterung angepaßt werden konnte. Der Bau einer Hochbrücke war in diesem Bereich infolge des nicht hinreichend tragfähigen Bodens von vornherein ausgeschlossen. Es wurde daher die Verlegung der Linienführung der Marschbahn über die Hochbrücke bei Hochdonn geplant. Auf diese Weise erhielt auch Burg in Dithmarschen einen Bahnanschluß.
Da der aufzuschüttende und zur Hochbrücke führende mächtige Damm verschiedene kleinere Verkehrswege durchschneiden würde, mußten für diese mehrere Unterquerungen vorgesehen werden. Diese Unterquerungen wurden vor Aufschüttung des Dammes in der Form von Viadukten errichtet.
Die Abbildung zeigt den Bau eines dieser Viadukte.
Bildrechte: nicht bekannt
Die Abbildung wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg/Dithmarschen
1914 Schüler einer Dorfschule in der Wilstermarsch.
Es handelt sich offenbar nicht um eine Schule in der Stadt Wilster, denn Mädchen und Knaben verschiedener Jahrgänge haben für das Foto Aufstellung bezogen.
In früheren Zeiten hatten viele Bauernschaften in der Wilstermarsch ihre Schule, denn der Weg zu zentralen Schulen eines größeren Einzugbereiches konnte man damals den Kindern ob der überaus schwierigen Straßen- und Wegeverhältnisse nicht zumuten.
Derartige Dorf-Schulen, in welchen zumeist die Schüler mehrerer Jahrgänge in einer Klasse unterrichtet wurden, standen außer in den geschlossenen Dörfern u.a. in Honigfleth, Diekdorf, Schotten, Nortorf, Averfleth, Sachsenbande, Äbtissinwisch, Vorder-Neuendorf.
Offenbar alle Schüler der Schule haben mit ihren Lehrern Aufstellung für das Foto bezogen. Die Mädchen allesamt mit langen Haaren und offenbar ihrem besten Kleid bekleidet, die Knaben zumeist mit einem raspelkurzen Haarschnitt und mit blank geputzten Stiefeln.Der Herr Lehrer mit gezwirbeltem Schnauzbart sehr würdevoll, wie es sich seinerzeit für eine Respektsperson geziemte.
Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
1927 Trab-Rennen in Dammfleth
Bis weit in die 1950er Jahre waren die Pferdesport-Veranstaltungen in Dammfleth Ausdruck des in der Wilstermarsch so selbstverständlichen Umganges mit Pferden.
Pferde hatten in der Wilstermarsch seit Jahrhunderten als Zug- und Arbeitstiere, aber auch als Reittiere, gedient.
Da nimmt es nicht Wunder, daß die Pferderennen in Dammfleth sich regelmäßig einer ganz außerordentlichen Zuschauerresonanz erfreuen konnten. Die bäuerliche Bevölkerung reiste zumeist mit der von Pferden gezogenen Kutsche (Ein- und Zweispänner) zu diesem auch eine besondere gesellschaftliche Veranstaltung darstellenden Ereignis an.
Bildrechte: vermutlich Ludwig Behning
Das Foto stammt aus der im Eigentum von Robert Friedrichs, Wilster, stehenden Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
ca. 1935 Getreide Ernte
Obwohl in der Wilstermarsch auf Grund der schweren Böden von jeher überwiegend Grünlandwirtschaft betrieben wurde, gab es in kleinerem Umfange auch Getreideanbau.
Mit einem Mähbinder (ein landwirtschaftliches Gerät) wurde bis Ende der 1960er Jahre das Getreide geerntet. Der Mähbinder mähte das Getreide und bündelte die Getreidehalme zu sogenannten Garben. Anfangs wurden die Garben ungebunden auf dem Feld abgelegt, an weiterentwickelten Geräten wurden die Garben auch gebunden.
Zum späteren Ausdreschen der Körner wurden die Garben auf dem Feld in Hocken getrocknet und danach in der Dreschmaschine gedroschen. Heute führen weiter entwickelte Maschinen alle Arbeitsgänge in einem Durchgang aus.
Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg/Dithmarschen
ca. 1947 Ringreiten in Ecklak vor dem Dorfkrug Völker
Vor dem Ecklaker Dorfkrug haben sich die Ringreiter mit ihren Pferden aufgestellt. Davor stehen die mit Schärpen geschmückten Ehren-Damen.
Im Jahr 1947 konnte der örtliche Ringreiter-Verein sein fünfzigjähriges Bestehen feiern. Der Ecklaker Ringreiterverein ist 1897 gegründet worden.
Das Ringreiten als sportliche Übung hat eine dreihundert Jahre andauernde und heute noch gepflegte Tradition in der Wilstermarsch. Vor einhundert Jahren gab es in der Wilstermarsch eine Vielzahl an Ringreitervereinen - häufig mehrere in einer einzigen Gemeinde, jeweils in deren einzelnen Orten.
Beim Ringreiten messen die Reiter ihr sportliches und reiterliches Geschick. Bei einem Ritt im Galopp ist mit einem kurzen Stecher eine kleine Scheibe aus der an einer Schnur quer über die 40 m lange Wettkampfbahn gespannten Ringkrone herauszustechen. Wer nach mehreren Durchgängen die meisten Ringe erzielt hat, wird zum Ringreiter-König gekürt.
Noch bis zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts durften nur Junggesellen in den Ringreitervereinen Mitglied sein.
Die Ehrendamen mußten ledig sein (Fräulein sagte man seinerzeit unabhängig von ihrem Lebensalter zu ihnen). Sie hatten bestimmte Volksbelustigungen auszurichten (Bohnenraten, Weckerraten usw.).
Neben den Veranstaltungen der einzelnen Vereine wurde einmal jährlich - immer in Wilster - das Ringreiter-Verbands-Fest ausgerichtet.
Bildrechte: nicht bekannt
Eine Episode am Rande:
Als Jugendlicher besuchte der Betreiber dieser Heimatseite gemeinsam mit seinem Jugendfreund Heiner Stitterich ein Ringreiter-Turnier auf dem Platz am Colosseum in Wilster. Die Reiter sprachen platt - selbstverständlich.
Jeder einzelne Reiter bestimmte vor seinem Versuch mit klaren Anweisungen gegenüber dem Helfer an der Scheibe deren Höhe über der Kampfbahn. So rief einer der Reiter:"Een beet´n sieter!" Bis die Scheibe in der für ihn richtigen Höhe hing, wiederholte der Reiter seinen Ruf noch zweimal. Dieses veranlaßte meinen Freund, in dessen Elternhaus nicht platt gesprochen wurde, den Helfer mit den Worten anzublaffen: "Weiter zur Seite, du Dussel!" Allerdings konnte er sich keinen Reim daraus machen, als alle Anwesenden einschließlich des Helfers ein lautes Gelächter anstimmten.
1956 Haltung von Schafen in der Wilstermarsch
Nur an wenigen Orten der Wilstermarsch wurden in der Vergangenheit Schafe gehalten. Grund für die nur vereinzelt vorkommende Haltung von Schafen sind die nassen Böden der Marsch, denn feuchter Stand fördert bei den Tieren vielfältige Erkrankungen der Klauen.
Schafe wurden daher kaum von Voll-Landwirten gehalten; so beispielsweise in der Nähe von Wilster in Kathen von Dr. Wunner und in St. Margarethen von Dr.Jensen. Letzterem gehörte die abgebildete Herde weißköpfiger Fleischschafe.
Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster
1956 Verladung von Rindern an der Viehrampe auf dem Güterbahnhof in Wilster
Die Wilstermarsch ist bekannt für die Haltung des vorrangig für die Milcherzeugung gehaltenen rot-bunten Niederungsvieh. Die Marsch galt lange Zeit als eines der größten geschlossenen Viehzuchtgebiete Deutschlands.
Von der Vieh-Verladungsrampe in Wilster aus wurden in früheren Jahrzehnten (bis in die 1970er Jahre) unzählige Rinder mit der Bahn abtronsportiert.
Auf den Weiden der Marsch weidet heute noch häufig das für die Wilstermarsch so charakteristische rot-bunte Vieh. Und es kann hervorgehoben werden, daß vielfach die Bauern der Wilstermarsch ihrem Vieh heute noch den Weidegang gönnen und die verbreitete ausschließliche Stall-Haltung noch nicht überall Einzug gehalten hat.
Allerdings ist die ursprüngliche Rotbunte Wilstermarsch-Rasse des Niederungsviehs heute in ihrem Bestand bedroht, nachdem durch Einkreuzungen leistungsfähigere rotbunte Rinder gezogen wurden.
Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster
ca. 1957 Überschwemmung in der Wilstermarsch
Bis zur hauptsächlich in den ersten Nachkriegs-Jahrzehnten erfolgten Errichtung leistungsfähiger Haupt- und Unterschöpfwerke durch den Deich- und Hauptsielverband Wilstermarsch waren insbesondere im Winterhalbjahr häufig ausgedehnte Flächen der Marsch überschwemmt. Dann lagen die auf leicht erhöhtem Grund errichteten Gehöfte wie Halligen bei Sturmflut in der Wasserwüste.
Straßen und Wege lagen zumeist etwas erhöht und wurden daher seltener überschwemmt.
Bild 1 zeigt den für die in Wilster ansässige Firma Erich Bauer fast vier Jahrzehnte tätig gewesenen Kfz.-Meister Walter Klüver bei der Fahrt mit einem Fahrzeug der Marke Opel Blitz auf überschwemmter Straße.
Bild 2 zeigt großflächige Überschwemmungen im Raum Vaalermoor.
Bildrechte: nicht bekannt
1912 Bau eines Deichsieles durch den Elbdeich für die Vierstieghufener Wettern
Die mit ihren Entwässerungszügen aus dem Raum Nortorf und Schotten kommende Vierstieghufener Wettern entwässert ausgedehnte Flächen der südlich der Wilsterau gelegenen Bereiche der Wilstermarsch in die Elbe. Der Sielverband Vierstieghufen ist der flächengrößte der Wilstermarsch.
Die Mündung der auch Vierstieghufener Kanal genannten Wettern liegt im Bereich der Heideducht bei Scheelenkuhlen.
Die alte Aufnahme zeigt die Tiefbauarbeiten bei der Errichtung eines neuen Sielbauwerkes durch den Elbdeich bei Scheelenkuhlen.
Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
ca. 1925 Stubenschrank aus der Wilstermarsch
Der hier abgebildete überaus reich mit Schnitzereien verzierte Schrank stammt aus einer Bauernstube aus der Wilstermarsch.
Leider ist der ehemalige Standort des Schrankes nicht bekannt.
Der Schrank wurde in den 1920er Jahren von dem Wilsteraner Antiquitäten- und Mobilien-Händler Peter von Holdt an das Thaulow-Museum in Kiel verkauft. Er gibt Zeugnis vom Wohlstand seiner ursprünglichen Besitzer zum Zeitpunkt seiner Entstehung im Jahre Anno 1660 (vgl. Detail Bild 2).
Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das Thaulow Museum in Kiel wurde 1920 Landesmuseum. Bei einem Bombenangriff am 05.01.1944 wurde es zerstört.
Wilstermarschstube waren Zeugnisse bäuerlichen Wohlstandes in der Wilstermarsch
Aufwendig und speziell eingerichtete Wilstermarschstuben in den Gehöften der Wilstermarsch zeugten vom Wohlstand ihrer ehemaligen Besitzer zum Zeitpunkt ihrer Entstehung im achtzehnten Jahrhundert.
Die Stuben sind charakterisiert durch die eichenen Paneele, die holländischen Wandfliesen, das besondere Tischler- und Schnitzwerk, die Balken- und Deckenbemalung, den Bileggerofen.
Heute findet sich eine derartige Stube kaum noch in einem Wilstermarsch-Hof, hingegen sind derartige Stuben heute in diversen Museen zu bewundern.
Bild 1: Treppenhaus in der Vordiele eines Hauses in Stördorf
Bild 2: Paneel in einem Haus in Stördorf
Bild 3: Paneel aus einem Haus in Rumfleth; jetzt im Schleswig-holsteinischen Freilichtmuseum
Bild 4: Stuben-Paneel eines Hauses am Goldbogen
Bildrechte: Ilse Burscher
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