Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Beidenfleth, Groß Kampen

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1903 Beidenfleth an der Stör

ca. 1903 Beidenfleth an der Stör
Beidenfleth gehört wie St. Margarethen (Elbe), Wewelsfleth und Brokdorf zu den alten und auf den höheren Ufersäumen von Elbe und Stör entstandenen Außen-Kirchspielen der Wilstermarsch.
Die Kirche St. Nicolai ist 1325 erstmals urkundlich bezeugt.
Am Standort der kleinen anheimelnden Dorfkirche mit ihrem frei stehenden hölzernen Turm war bereits 1108 eine erste Kapelle errichtet worden. Der frei stehende heutige Turm wurde im Jahre 1557 erbaut. In der Kirche befindet sich ein aus dem Mittelalter stammendes Taufbecken aus Bronze.
Noch heute überquert bei Beidenfleth eine Wagenfähre, die Fähre "Else", die Stör. Sie ist die letzte der heute noch an der Stör betriebenen Fähren und insofern eine Besonderheit.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1904 Beidenfleth an der Stör, Altenfelder Wettern, Straße Uhrendorf

1904 Beidenfleth an der Stör

1904 Der Ort Beidenfleth ist rechts der Stör auf deren dort relativ hohen Ufersaum gelegen.
Im Vordergrund quert die Straße Uhrendorf die Altenfelder Wettern, welche das Gebiet Dodenkopp und Beidenflether Riep entwässert. Nach rechts führt die Straße zur Beidenflether Fähre. Diese Fähre – eine Grundseilfähre – ist als einzige der früher unterhalb von Itzehoe an der Stör vorhanden gewesenen Fähren heute noch in Betrieb.
Das Wohnhaus im Vordergrund war lange Zeit Altenteilerhaus für den im Ortsteil Beidenflether Uhrendorf gelegenen Hof (Hof 108, entsprechend dem Buch „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“) von Rudolf Witt.

Bildrechte: Albrecht Schaack, Beidenfleth; Gebr. Graetz, Leipzig

1916 Beidenfleth an der Stör

1916 Beidenfleth an der Stör.
oben: an der der Straße Oberes Dorf die vom Friedhof – der hier noch völlig zu Recht den alten Namen Kirchhof trägt - umgebene St. Nicolai Kirche mit ihrem 1557 erbauten Turm.
mittig: die Straße Unteres Dorf mit der die Altenfelder Wettern überquerenden Brücke; nach links führt die Straße weiter nach Beidenflether Uhrendorf.
unten: Gasthof an der Straße Oberes Dorf und der Zufahrt zur Beidenflether Fähre; links neben dem Gebäude sind die Wangen der Beidenflether Fähr-Stöpe (Schaart) zu erkennen.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1918 Kahn-Fähre über die Stör und Schankwirtschaft Fährhaus des Nikolaus von Holdt

1918 Kahn Fähre Groß Kampen - Hodorf
Die Kahn-Fähre des Nikolaus von Holdt über die Stör verband Hodorf und das zur Gemeinde Beidenfleth gehörige Groß Kampen.
Das Fährhaus, dem auch eine kleine Gastwirtschaft zugeordnet war, steht heute noch auf dem Deich der Stör in Hodorf.
Das ergänzende Foto (Bild 3) zeigt das Fährhaus in den 1920er Jahren.
Der am 27.09.1866 in Landrecht geborene und einer alten Schiffer-Familie entstammende Nikolaus von Holdt war gleichzeitig auch Gastwirt, Fischer und Schiffer.
Bis 1908 hatte er mit den Ewern Ida und Wilhelmine Flußschifffahrt betrieben. Vom Erlös seines letzten Schiffes erwarb er das Hodorfer Fährhaus mit Gastwirtschaft und dem Recht, eine Personenfähre betreiben zu dürfen.
Bei seinen beruflichen Tätigkeiten wurde Nikolaus von Holdt unterstützt von seiner Ehefrau Sophie Wilhelmine geb. Breiholz, welche am 11.02.1875 in Vaalermoor geboren wurde. Bild 4 zeigt das Ehepaar von Holdt.
Seine kleine Personen-Fähre betrieb Nikolaus von Holdt von 01.10.1908 bis 31.10.1935, danach wurde die Fähre eingestellt.
Angemerkt werden soll hier noch, daß Nikolaus von Holdt es war, der im Jahre 1936 den letzten Stör in der Stör gefangen hat – der große Edelfisch war über einen Zentner schwer.

Bildrechte Bild 1: Friedrich Schlüter, Wilster
Bildrechte Bilder 3 u. 4: nicht bekannt
Die Fotos 3 und 4 wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom Verein zur Erforschung der Familiengeschichte von Holte e.V.

1920 Altar der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth

ca. 1920 Altar der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth. Am Standort der schönen alten aus Backsteinen erbauten kleinen anheimelnden Dorfkirche mit ihrem frei stehenden hölzernen Turm war bereits 1108 eine erste Kapelle errichtet worden.
Die Kirche St. Nicolai ist 1325 erstmals urkundlich bezeugt.
Der frei stehende heutige Turm wurde im Jahre 1557 erbaut.
In der Kirche befindet sich ein aus dem Mittelalter stammendes Taufbecken aus Bronze.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1920 Kahn-Fähre über die Stör zwischen Groß Kampen und Hodorf

1920 Kahn-Fähre über die Stör zwischen Groß Kampen und Hodorf.
Die Kahn-Fähre von Nikolaus von Holdt über die Stör verband Hodorf und Groß Kampen. Das Fährhaus, dem auch eine kleine Gastwirtschaft zugeordnet war, steht heute noch auf dem Deich der Stör in Hodorf.
Nikolaus von Holdt (1866 – 1959 ) entstammte einer alten Schifferfamilie aus Wilster und er hat bis 1908 selbst mit den Ewern „lda“ und „Wilhelmine“ Flussschiffahrt betrieben.
Verheiratet war er seit 1896 mit der aus Vaalermoor stammenden Sophie Wilhelmine Breiholz (1875 – 1955); das Ehepaar hatte 5 Kinder.
Vom Erlös seines letzten Schiffes erwarb er das Hodorfer Fährhaus mit Gastwirtschaft und das Recht, eine Personenfähre betreiben zu dürfen. Sein erster Pachtvertrag datiert vom 1. Oktober1908 und verlängerte sich jeweils nach sechs Jahren. Der Haupterwerb waren jedoch die Fluß-Fischerei und die Gastwirtschaft, denn um nach Beidenfleth zu gelangen, konnten die Hodorfer ebenso gut die dortige Fähre benutzen, und nach Wilster gab es die günstiger gelegene Holler-Fähre. Entsprechend karg fielen auch die Einkünfte aus, die z.B. für die Jahre 1915 -17 überliefert sind.
1915 beliefen sich die jährlichen (!) Einnahmen auf 156,- M, denen Ausgaben in Höhe von 73,- Mark gegenüber standen.
1916: Einnahmen 137,- Mark, Ausgaben 65,- Mark;
1917: Einnahmen 143,- Mark, Ausgaben 85,- Mark. Das entsprach einem durchschnittlichen Jahresgewinn von 71,- Mark! Man muss sich wundern, dass dafür überhaupt noch jemand bereit war, diesen unregelmäßigen und nicht immer ungefährlichen Beruf auszuüben.
Die Fährtarife im Jahre 1918 betrugen
im Sommer pro Person und Fahrrad 15 Pfennig, im Winter 20 Pfennig,
für Kälber, Schweine, Ziegen, Handwagen und Schlitten 20 bzw. 30 Pfennig.,
nachts die Hälfte mehr.
Hierbei galt der Sommertarif vom 1. April bis 31. Oktober und der Tag von 05:00 bis 22:00 Uhr. Der gleiche Tarif galt auch für die benachbarte Holler-Fähre.
Im Juni 1920 pachtete Nikolaus von Holdt nochmals für weitere sechs Jahre zum bescheidenen Preis von fünf Mark pro Jahr. Sechs Jahre später wurde die Pacht dann auf immer noch maßvolle sechs Mark erhöht. Im Juli 1935 bat NiKolaus von Holdt, zum 1. Oktober aus dem Vertrag entlassen zu werden, weil der Verkehr durch den Ausbau der Beidenflether Fähre derart nachgelassen habe, dass seine Unkosten nun gar nicht mehr gedeckt würden. So habe er in der Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni nicht ganz 25,- Mark eingenommen. Dem Antrag wurde stattgegeben und die Fähre mit dem 31. Oktober 1935 stillgelegt.
Angemerkt werden soll hier noch, daß Nikolaus von Holdt es war, der im Jahre 1936 den letzten Stör in der Stör gefangen hat – der große Edelfisch war über einen Zentner schwer.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1920 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth

ca. 1920 Das Innere der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth.
Am Standort der schönen alten aus Backsteinen erbauten kleinen anheimelnden Dorfkirche mit ihrem frei stehenden hölzernen Turm wurde bereits 1108 eine erste Kapelle errichtet.
Die Kirche St. Nicolai ist 1325 erstmals urkundlich bezeugt.
Der frei stehende heutige Turm wurde im Jahre 1557 erbaut.
In der Kirche befindet sich ein aus dem Mittelalter stammendes Taufbecken aus Bronze.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1929 Beidenfleth an der Stör - Feuerschiff Elbe 2

1929 Beidenfleth.
In dem an der Stör gelegenen Beidenfleth gab es bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts Werften, so auch die von Hugo Peters in den Jahren 1922 bis 1945 betriebene Werft.
Die mittlere Abbildung zeigt das auf der Stör vor der Beidenflether Peters-Werft zum Abwracken liegende Feuerschiff ELBE 2.
Das den Namen „GUSTAV HEINRICH" führende 29,30 m lange und 6,88 m breite hölzerne Schiff war 1879 auf der Hamburger Werft von H.C. Stülcken als Dreimast-Gaffelschoner gebaut worden. Es wurde auf der Station ELBE 1 ausgelegt, wo es von 1879 bis 1892 seinen Dienst verrichtete; danach wurde es als Reserve-Feuerschiff genutzt (offenbar auch auf der Station ELBE 2) und 1928 außer Dienst gestellt.
Hinter dem Feuerschiff liegt gleichfalls zum Abwracken die ehemalige Lotsen-Galiot "SECRETAIR HARGREAVES", welche 1892 auf der Dreyer-Werft in Neuhof gebaut worden war. Die Galiot ist später gleichfalls zum Reserve-Feuerschiff umgebaut worden und diente ab 1921 im Cuxhavener Tonnenhafen als Jugendherbergs-Schiff.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1930 Beidenfleth, Fracht-Ewer auf der Stör

ca 1930 Frachtkähne auf der Stör bei Beidenfleth.
Die von den Gezeiten geprägte Stör (von „store“, die „Große“) trennt die Wilstermarsch von der Krempermarsch.
Die Stör war von den frühesten Zeiten an bis in die zweite Hälfte des 20zigsten Jahrhunderts der bedeutendste Verkehrsweg für das Gebiet des heutigen Kreises Steinburg.
Die am Kasenort in die Stör mündende Wilsterau bildete über Jahrhunderte hinweg den verkehrsmäßigen Anschluß Wilsters an die Welt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1930 Kasenort und andere Partien an der Stör in Heiligenstedten, Beidenfleth, Störort

ca. 1930 Mehrbildkarte
Die breit und zeitweilig träge fließende und von den Gezeiten geprägte goße Mäanderschleifen aufweisende Stör (von „store“, die „Große“ ) trennt die Wilstermarsch von der Krempermarsch. Sie war von den frühesten Zeiten an bis in die zweite Hälfte des 20zigsten Jahrhunderts ein bedeutender Wasserweg.
Die am Kasenort in die Stör mündende Wilsterau bildete über Jahrhunderte hinweg den verkehrsmäßigen Anschluß Wilsters an die Welt.
Die Karte zeigt u.a. Kasenort; Beidenflether Fährhaus; Klappbrücke in Heiligenstedten; Seglertreffen auf der Wilsterau am Brook; Schiffsverkehr auf der Stör; Störort (an der Mündung der Stör in die Elbe; Elbe bedeutet: Die Weiße oder die Helle, vgl. Elfen oder Elben)

Bildrechte: Carl Kuskop, Kunstverlag, Wilster i. Holst.

1933 Bauernhof in Beidenfleth-Uhrendorf

ca. 1933 Bauernhof in Beidenfleth, Ortsteil Beidenflether Uhrendorf.
Es handelt sich um den Hof 113 nach dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild" (Bild 2), der im Eigentum von Marx Hein stand und von diesem bewirtschaftet wurde.
Das alte schöne Hofgebäude ist um 1970 bei einem verheerenden Schadensfeuer abgebrannt. An seiner Stelle steht heute ein Bungalow.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1934 "Fährhaus Beidenfleth", Fähre über die Stör

ca. 1934 Die Stör mit der Gaststätte "Fährhaus Beidenfleth".
Das Fährhaus Beidenfleth wurde zur Zeit der Aufnahme von Adolf Ralfs betrieben.
Die Beidenflether Fähre – eine Grundseilfähre – ist als einzige der vor hundert Jahren unterhalb von Itzehoe an der Stör vorhanden gewesenen Fähren (Wagen- und Kahnfähren) noch heute in Betrieb.
Bis 1936 - also auch noch zum Zeitpunkt der Aufnahme - wurde der Fährprahm durch Menschenkraft über die Stör gezogen; danach wurde ein Motor eingesetzt.
Nachdem in den letzten Jahrzehnten der Betrieb der zudem erneuerungsbedürftigen Fähre immer unrentabler wurde und ihre Stilllegung drohte, wurde durch die Initiative eines Fördervereins Fähre Beidenfleth ein neuer Fährprahm „Else“ beschafft, mit welchem im Jahre 2007 der Fährbetrieb wieder aufgenommen wurde.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster - Seriennummer: 5341

1938 Beidenfleth an der Stör

1938 Beidenfleth an der Stör.
Mit dem Flutstrom segeln kleine Frachtewer vor der Kulisse des Dorfes die Stör aufwärts.
Auf dem oberen Bild ist auf dem Helgen der damals in Beidenfleth betriebenen Werft (Holz- und Eisenschiffbau von Alfred Wiegleb) ein Schiffsneubau zu erkennen; am Ufer haben mehrere Fracht-Ewer festgemacht.
Über die Häuser des Dorfes ragen der Turm der Kirche St. Nicolai sowie die Flügel der Windmühle "Hoffnung" hinaus.
Das markante Gebäude ist der Getreidespeicher der Firma Trede (Hochfelder Mühle); hier steht heute ein Hochsilo.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1940 Bauernhof in Fockendorf in der Gemeinde Beidenfleth

ca. 1940 Bauernhof in Fockendorf in der Gemeinde Beidenfleth
Bei dem sehr gepflegten Gehöft handelt es sich um den Hof Nr. 145 gemäß dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild" (vgl. Bild 3).
Der Hof stand zum Zeitpunkt der Aufnahme im Eigentum von Wilhelm Krey und wurde danach von dessen Sohn Hermann Krey bewirtschaftet; heute gehört der seit 1905 im Eigentum der Familie Krey stehende Hof in dritter Generation dem Enkel Peter Krey.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1940 Beidenfleth an der Stör - segelnder Ewer auf der Stör

1940 Beidenfleth an der Stör
In dem gegenwärtig etwa 900 Einwohner zählenden Kirchdorf Beidenfleth überquert heute die letzte an der Stör noch vorhandene Fähre den Fluß.
Die Straße Unteres Dorf überquert in der Mitte des Ortes die Altenfelder Wettern.
An der Straße Oberes Dorf und der Zufahrt zur Beidenflether Fähre lag Egge´s Gasthof (heute Gasthof Frauen).
Passend zur Lage des Dorfes an der Stör gab es früher in Beidenfleth über den Zeitraum von etwa 200 Jahren Werften für den Neubau und die Reparatur von Schiffen.
In Beidenfleth waren früher mehrere Schiffer mit ihren Ewern - so wie ihn die Karte vor der Kulisse des Dorfes in vollen Segeln auf der Stör zeigt - beheimatet.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1952 Beidenfleth, Stör, Fähre und Gasthaus

1952 Die Stör mit dem Fährhaus Beidenfleth.
Die Beidenflether Fähre – eine Grundseilfähre – ist als einzige der vor hundert Jahren unterhalb von Itzehoe an der Stör noch vorhanden gewesenen sieben Fähren in Betrieb.
Das Fährhaus wurde zur Zeit der Aufnahme von Alfred Wiegleb (genannt Quittje / Quiddje = hochdeutsch sprechender Fremder) betrieben, der 1928 als Olympia-Segler mit seinem Schären-Kreuzer „Quisque“ ein bekannter Regatta Segler war.

Bildrechte: A. Zachger, Itzehoe

Beidenfleth soll der in den Fränkischen Reichsannalen für das Jahr 809 bezeugte Ort Badenflioth sein, in dem sich Abgesandte Kaiser Karl des Großen und des Dänenkönigs Göttrik begegneten.
Diese Auffassung erhält jedoch bei Historikern keine durchgehende Zustimmung. Es wird angenommen, daß es sich bei dem Ort mit dem genannten Namen vielmehr um die heute Kaaksburg genannte uralte sächsische Volksburg auf der Geest handelt, die mit Schiffen über die Bekau erreicht werden konnte und welche den Schnittpunkt zwischen Land- und Wasserweg bildete. Es ist kaum anzunehmen, daß mit dem heutigen Beidenfleth ein Treffpunkt für die Kaiserlichen Gesandten in der damals völlig abgeschiedenen und unwirtlichen Marsch festgelegt wurde.

1955 Festsaal in "Egge´s Gasthof" in Beidenfleth an der Stör.

ca. 1955 Festsaal im Obergeschoß von Egge´s Gasthof in Beidenfleth an der Stör.
Die im Oberen Dorf stehende Gastwirtschaft besteht heute noch und hat gegenwärtig den Namen „Gasthof Frauen“.
Der Saal dient nach wie vor als Veranstaltungsort für Feiern und Versammlungen der örtlichen Vereine sowie für private Feste.

Bildrechte: Verlag H. Blume, Glückstadt

1958 Beidenfleth, Wagen-Fähre über die Stör, Beidenflether Fährhaus

ca. 1958 Beidenfleth, Wagen-Fähre über die Stör, Beidenflether Fährhaus.
Die Beidenflether Fähre ist heute die letzte an der Stör noch betriebene Fähre. Früher bot unterhalb von Itzehoe neben mehreren Kahn-Fähren auch die Wagen-Fähre in Wewelsfleth Gelegenheit zur Überquerung des Flusses.
Die Beidenflether Fähre „ELSE“ ist eine Grundseilfähre. Bis 1936 wurde der Fährprahm durch Menschenkraft über die Stör gezogen; danach wurde ein Motor eingesetzt. Im Jahre 2007 nahm eine neu erbaute Fähre den Betrieb auf.
Das Gasthaus Beidenflether Fährhaus wurde zur Zeit der Aufnahme von Alfred Wiegleb (genannt Quittje = hochdeutsch sprechender Fremder) betrieben (bis etwa 1966), der 1928 als Olympia-Segler mit seinem Schären-Kreuzer „Quisque“ ein bekannter Regatta Segler war.

Bildrechte: Deutsche Luftbild K.G. Hamburg - Flughafen

1960 Beidenfleth an der Stör

ca. 1960 Beidenfleth an der Stör.
Der kleine Ort hat sich trotz entsprechend den verkehrsmäßigen Zwängen ausgebauter Durchgangsstraße den dörflichen Charme erhalten.
r.o.: Insbesondere die schmale Straße Lange Reihe ist heute noch besonders pittoresk. In geschlossener Bebauung grenzen die kleinen Häuser mit ihrer Giebelseite unmittelbar an die nur auf einer Seite bebaute Straße an. Die den Häusern zugehörigen kleinen Gärten liegen gegenüber auf der anderen Seite der Straße.
Die am Deich der Stör stehende alte Windmühle - ein Wahrzeichen des Dorfes - mit ihrem charakteristischen roten Dach ist leider sanierungsbedürftig.

Bildrechte: Verlag Heinrich C. Otto, Kiel

1960 Beidenfleth, Segler Regatta auf der Stör

ca. 1960 Regatta der Segler auf der Stör vor der Ortslage Beidenfleth
Die Abbildung im Ansichtskarten-Format zeigt ein Gemälde, welches offenbar wiederum nach einem Foto gefertigt wurde.
Im Vordergrund die hoch am Wind kreuzenden Segler offensichtlich bei einer Regatta.
Im Hintergrund der Ort Beidenfleth mit der Kirche St. Nicolai, die bereits 1108 erbaut worden sein soll, sowie der Windmühle "Hoffnung". Die Mühle steht heute unter Denkmalschutz, ist aber nicht mehr im Betrieb.

Bildrechte: Verfertiger der Aufnahme ist nicht bekannt; gleichfalls nicht der Maler des Gemäldes

1962 Beidenfleth, Straße Lange Reihe

ca. 1962 Beidenfleth an der Stör, Straße Lange Reihe
Die schmale Straße Lange Reihe in Beidenfleth hat einen ganz besonderen pittoresken Charme.
In geschlossener Bebauung grenzen insgesamt elf kleine eingeschossige Häuser mit ihrer Giebelseite unmittelbar an die nur auf einer Seite bebaute Straße an.
Die jeweils den Häusern zugehörigen kleinen Gärten liegen gegenüber auf der anderen Seite der Straße.

Bildrechte: Rudolf Horstmann, Wilster

1962 Kirchenfenster in St. Nicolai in Beidenfleth an der Stör.

1962 Kirchenfenster in St. Nicolai in Beidenfleth an der Stör.
Die Beidenflether Kirche birgt bedeutende von der Familie Witt-Warstede gestiftete Kunstwerke.
So wurde das Tauffenster mit den prägnanten und farbenprächtigen Glasmalereien 1962 von dem in der Schweiz wohnhaften Gustavus F.C. Witt gestiftet, dessen Vorfahren aus Beidenfleth stammen.
Das mehrteilige Fenster wurde von dem schwedischen Kunst-Professor Einar Forseth gestaltet und in der Kunstglaserei Ringström in Stockholm gefertigt.

Bildrechte: Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein, Kiel

1965 Beidenfleth, Gaststätte "Fährhaus", Fähre

ca. 1965 Die Stör mit der Gaststätte Fährhaus Beidenfleth.
Die Beidenflether Fähre „Else“ – eine Grundseilfähre – ist heute als einzige der vor hundert Jahren unterhalb von Itzehoe an der Stör noch vorhanden gewesenen Fähren in Betrieb.
Früher bot unterhalb von Itzehoe neben mehreren Kahn-Fähren auch die Wagen-Fähre in Wewelsfleth Gelegenheit zur Überquerung des Flusses.
Das Beidenflether Fährhaus wurde zur Zeit der Aufnahme von Inge Petersen betrieben; ihr Vorgänger war Alfred Wiegleb (genannt Quittje = hochdeutsch sprechender Fremder) betrieben, der 1928 als Olympia-Segler mit seinem Schären-Kreuzer „Quisque“ ein bekannter Regatta Segler war.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co. St. Michaelisdonn

1965 Lageplan Wilstermarsch, Beidenfleth, Straßen, Eisenbahn, Gewässer

ca. 1965 Reklamekarte
(4-stellige Postleitzahlen gab es ab 1962) Reklamekarte, mit welcher die mit dem PKW Reisenden angeregt werden sollten, eine über Beidenfleth und die Stör-Fähre führende Route zu benutzen.
Mit der Aufforderung „Fahr´doch mal über Beidenfleth!“ wurde geworben, auch die historische Gaststätte „Fährhaus Beidenfleth“ zu besuchen.
Auf der Karte wird darauf hingewiesen, daß die Beidenflether Fähre über die Stör seit dem Jahre 1620 in Familienbesitz sei.
Anmerkung: Belegt als Eigentümer (durch Erbgang) der Fähre sind die Familien Horns, Beckmann, Jacobsen, Lemcke, Ralfs, Wiegleb, Kolz.

Bildrechte: nicht bekannt

1968 Beidenfleth an der Stör SF

Beidenfleth an der Stör

ca. 1968 Beidenfleth an der Stör
oben links: Die Windmühle "Hoffnung" steht heute unter Denkmalschutz, ist aber nicht mehr im Betrieb und leider seit langer Zeit in einem suboptimalen Zustand. Sie wird jedoch gegenwärtig (2011) restauriert.
oben rechts: Die Straße „Unteres Dorf“ vermittelt so recht den ursprünglichen Charakter des heute knapp 900 Einwohner zählenden Dorfes.
mittig: Die bereits 1325 genannte schöne anheimelnde Kirche St. Nicolai hat ein frei stehendes Glockengestühl. Der Turm wurde 1557 errichtet.
unten links: Seit dem vor drei Jahrzehnten eingesetzten Niedergang der Frachtschifffahrt auf der Stör wird der Strom-Hafen in Beidenfleth weitgehend nur noch von der Sportschifffahrt frequentiert.
unten rechts: Die schmale Straße Lange Reihe in Beidenfleth hat einen ganz besonderen pittoresken Charme.
In geschlossener Bebauung grenzen insgesamt elf kleine eingeschossige Häuser mit ihrer Giebelseite unmittelbar an die nur auf einer Seite bebaute Straße an.
Die jeweils den Häusern zugehörigen kleinen Gärten liegen gegenüber auf der anderen Seite der Straße.

Bildrechte: Verlag Heinr. C. Otto, Kiel
Anmerkung: die Karte befindet sich in der Sammlung Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

1969 Beidenfleth an der Stör - Fähre, Mühle, Kirche, Werft

ca. 1969 Beidenfleth an der Stör - Fähre, Mühle, Kirche, Werft
Beidenfleth an der Stör ist eine etwa 900 Einwohner zählende Gemeinde in der Wilstermarsch.
Die Beidenflether Fähre "Else" ist als einzige der unterhalb von Itzehoe an der Stör vorhanden gewesenen sieben Fähren (Seil- und Kahnfähren)noch in Betrieb. Die Zufahr zur Fährstelle erfolgt durch eine Stöpe - anderenorts sagt man dazu Schart - im Deich der Stör.
Die Windmühle "Hoffnung" steht heute unter Denkmalschutz, ist aber nicht mehr im Betrieb und leider in einem suboptimalen Zustand.
Die bereits 1325 genannte schöne anheimelnde Kirche St. Nicolai hat ein frei stehendes Glockengestühl.
Sich dem Neubau und der Reparatur von Schiffen widmende Werften gab es am Ort über den Zeitraum von gut 200 Jahren bis etwa 1970; zuletzt betrieb Erwin Kolz eine Werft.

Bildrechte: Verlag C. Otto, Kiel

1970 Beidenfleth an der Stör

ca. 1970 Beidenfleth an der Stör.
Diese Ansichtskarte mit der Aufschrift „Fährhaus Beidenfleth“ auf der Bildseite und dem entsprechenden Vermerk auf der Anschriftenseite ist gegenwärtig noch etwas rätselhaft.
Die abgebildeten Baulichkeiten konnten noch nicht eingeordnet werden; zudem erscheint es höchst unwahrscheinlich, daß in der ebenen Marsch mit ihren kein eigenes Fließgefälle aufweisenden Gewässern ein unterschlächtiges Wasserrad zweckdienlich betrieben werden konnte.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co. St. Michaelisdonn

1975 Beidenfleth an der Stör

ca. 1975 Beidenfleth an der Stör
Die Beidenflether Fähre ist als einzige der vor hundert Jahren unterhalb von Itzehoe an der Stör noch vorhanden gewesenen Fähren in Betrieb; im Jahre 2007 nahm mit Hilfe eines Fördervereins die neu gebaute Fähre „Else“ den Betrieb auf.
Die Windmühle "Hoffnung" steht heute unter Denkmalschutz, ist aber nicht mehr im Betrieb.
Die Kirche St. Nicolai ist 1325 erstmals urkundlich bezeugt. Der frei stehende heutige Turm wurde im Jahre 1557 erbaut.
Neben Kirche und Mühle beherrscht das Silo der Fima Trede & von Pein die Silhouette des Dorfes.

Bildrechte: Verlag Heinrich C. Otto, Kiel

1976 Windmühle "Hoffnung" in Beidenfleth

ca. 1976 Windmühle "Hoffnung" in Beidenfleth
Die Windmühle „Hoffnung“ in der etwa 900 Einwohner zählenden Gemeinde Beidenfleth an der Stör wurde im Jahre 1813 errichtet; sie steht im Unteren Dorf in erhöhter Lage auf einer Verbreiterung des Stör Deiches.
Die Mühle steht heute unter Denkmalschutz, ist aber nicht mehr im Betrieb und in einem suboptimalen Zustand. Die Mühle hat drei Mahlwerke.
Der einstöckige Galerieholländer hat eine Windrose und er ist heute mit Segelflügeln ausgerüstet, während auf dem Foto noch die ursprünglichen Jalousieklappen-Flügel zu erkennen sind.

Bildrechte: Heinz Hardenberg; erschienen im Mauritius-Verlag, Mittenwald

1977 Beidenfleth an der Stör

ca. 1977 Beidenfleth an der Stör
Beidenfleth ist eine etwa 900 Einwohner zählende Gemeinde. Der Ort ist einer der alten auf den höheren Ufersäumen von Elbe und Stör entstandenen Außen-Kirchspiele der Wilstermarsch.
Die bereits 1325 genannte Kirche St. Nicolai hat ein frei stehendes Glockengestühl.
Die Beidenflether Fähre „Else“ ist als einzige der unterhalb von Itzehoe an der Stör vorhanden gewesenen Fähren noch in Betrieb.
Die Windmühle "Hoffnung" steht heute unter Denkmalschutz, ist aber nicht mehr im Betrieb und in einem suboptimalen Zustand.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn

1982 Beidenfleth an der Stör - Windmühle "Hoffnung"

1982 Beidenfleth an der Stör, Windmühle "Hoffnung"

ca. 1982 Beidenfleth an der Stör - Windmühle "Hoffnung"
Die Windmühle „Hoffnung“ in der etwa 900 Einwohner zählenden Gemeinde Beidenfleth an der Stör prägt die Silhouette des Dorfes; sie wurde im Jahre 1813 errichtet und steht im Unteren Dorf in erhöhter Lage auf einer Verbreiterung des Stör Deiches.
Die mit drei Mahlwerken ausgerüstete Mühle steht heute unter Denkmalschutz, ist aber nicht mehr im Betrieb und war lange Zeit in einem suboptimalen Zustand.
Im Jahre 2011 wurde mit der Sanierung des einstöckigen Galerieholländers begonnen.

Bildrechte: Rudolf Horstmann, Wilster

Tracht der Wilstermarsch 1980 Vorführung auf einem Bauernhof in Beidenfleth

1980 Eine Gruppe der Landfrauen zeigen mit einem Tanz die alte Tracht der Wilstermarsch, die in aufwendiger Arbeit nach alten Vorlagen gefertigt wurde.
Auf dem Kopf die Schrippe aus mit Brabanter Spitze verziertem feinen Leinen und darüber eine Haube aus Brokat mit langen Befestigungsbändern, dazu ein Schultertuch aus Seide mit einer silbernen Filigran-Brosche gehalten, das Mieder aus Seidenbrokat gearbeitet und vorne mit Schnüren geschlossen, weißes kragenloses Hemd mit weiten Ärmeln, der Rock handgewebt mit buntem Streifen, dazu die Schürze.
Dahinter der wundervoll und vorbildlich in seiner ursprünglichen Gestalt erhaltene Bauernhof Egge in Beidenfleth (Hof 126 gem. "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild")
Zu der Trachtengruppe der Landfrauen siehe Trachtengruppe

Bildrechte: Verlag E. Paske, Heide

 

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