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1918 Kahn Fähre Groß Kampen - Hodorf
Die Kahn-Fähre des Nikolaus von Holdt über die Stör verband Hodorf und das zur Gemeinde Beidenfleth gehörige Groß Kampen.
Das Fährhaus, dem auch eine kleine Gastwirtschaft zugeordnet war, steht heute noch auf dem Deich der Stör in Hodorf.
Das ergänzende Foto (Bild 3) zeigt das Fährhaus in den 1920er Jahren.
Der am 27.09.1866 in Landrecht geborene und einer alten Schiffer-Familie entstammende Nikolaus von Holdt war gleichzeitig auch Gastwirt, Fischer und Schiffer.
Bis 1908 hatte er mit den Ewern Ida und Wilhelmine Flußschifffahrt betrieben. Vom Erlös seines letzten Schiffes erwarb er das Hodorfer Fährhaus mit Gastwirtschaft und dem Recht, eine Personenfähre betreiben zu dürfen.
Bei seinen beruflichen Tätigkeiten wurde Nikolaus von Holdt unterstützt von seiner Ehefrau Sophie Wilhelmine geb. Breiholz, welche am 11.02.1875 in Vaalermoor geboren wurde. Bild 4 zeigt das Ehepaar von Holdt.
Seine kleine Personen-Fähre betrieb Nikolaus von Holdt von 01.10.1908 bis 31.10.1935, danach wurde die Fähre eingestellt.
Angemerkt werden soll hier noch, daß Nikolaus von Holdt es war, der im Jahre 1936 den letzten Stör in der Stör gefangen hat – der große Edelfisch war über einen Zentner schwer.
Bildrechte Bild 1: Friedrich Schlüter, Wilster
Bildrechte Bilder 3 u. 4: nicht bekannt
Die Fotos 3 und 4 wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom Verein zur Erforschung der Familiengeschichte von Holte e.V.
ca. 1920 Altar der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth. Am Standort der schönen alten aus Backsteinen erbauten kleinen anheimelnden Dorfkirche mit ihrem frei stehenden hölzernen Turm war bereits 1108 eine erste Kapelle errichtet worden.
Die Kirche St. Nicolai ist 1325 erstmals urkundlich bezeugt.
Der frei stehende heutige Turm wurde im Jahre 1557 erbaut.
In der Kirche befindet sich ein aus dem Mittelalter stammendes Taufbecken aus Bronze.
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
ca. 1920 Das Innere der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth.
Am Standort der schönen alten aus Backsteinen erbauten kleinen anheimelnden Dorfkirche mit ihrem frei stehenden hölzernen Turm wurde bereits 1108 eine erste Kapelle errichtet.
Die Kirche St. Nicolai ist 1325 erstmals urkundlich bezeugt.
Der frei stehende heutige Turm wurde im Jahre 1557 erbaut.
In der Kirche befindet sich ein aus dem Mittelalter stammendes Taufbecken aus Bronze.
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
ca 1930 Frachtkähne auf der Stör bei Beidenfleth.
Die von den Gezeiten geprägte Stör (von „store“, die „Große“) trennt die Wilstermarsch von der Krempermarsch.
Die Stör war von den frühesten Zeiten an bis in die zweite Hälfte des 20zigsten Jahrhunderts der bedeutendste Verkehrsweg für das Gebiet des heutigen Kreises Steinburg.
Die am Kasenort in die Stör mündende Wilsterau bildete über Jahrhunderte hinweg den verkehrsmäßigen Anschluß Wilsters an die Welt.
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
ca. 1930 Mehrbildkarte
Die breit und zeitweilig träge fließende und von den Gezeiten geprägte goße Mäanderschleifen aufweisende Stör (von „store“, die „Große“ ) trennt die Wilstermarsch von der Krempermarsch. Sie war von den frühesten Zeiten an bis in die zweite Hälfte des 20zigsten Jahrhunderts ein bedeutender Wasserweg.
Die am Kasenort in die Stör mündende Wilsterau bildete über Jahrhunderte hinweg den verkehrsmäßigen Anschluß Wilsters an die Welt.
Die Karte zeigt u.a. Kasenort; Beidenflether Fährhaus; Klappbrücke in Heiligenstedten; Seglertreffen auf der Wilsterau am Brook; Schiffsverkehr auf der Stör; Störort (an der Mündung der Stör in die Elbe; Elbe bedeutet: Die Weiße oder die Helle, vgl. Elfen oder Elben)
Bildrechte: Carl Kuskop, Kunstverlag, Wilster i. Holst.
ca. 1934 Die Stör mit der Gaststätte "Fährhaus Beidenfleth".
Das Fährhaus Beidenfleth wurde zur Zeit der Aufnahme von Adolf Ralfs betrieben.
Die Beidenflether Fähre – eine Grundseilfähre – ist als einzige der vor hundert Jahren unterhalb von Itzehoe an der Stör vorhanden gewesenen Fähren (Wagen- und Kahnfähren) noch heute in Betrieb.
Bis 1936 - also auch noch zum Zeitpunkt der Aufnahme - wurde der Fährprahm durch Menschenkraft über die Stör gezogen; danach wurde ein Motor eingesetzt.
Nachdem in den letzten Jahrzehnten der Betrieb der zudem erneuerungsbedürftigen Fähre immer unrentabler wurde und ihre Stilllegung drohte, wurde durch die Initiative eines Fördervereins Fähre Beidenfleth ein neuer Fährprahm „Else“ beschafft, mit welchem im Jahre 2007 der Fährbetrieb wieder aufgenommen wurde.
Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster - Seriennummer: 5341
1952 Die Stör mit dem Fährhaus Beidenfleth.
Die Beidenflether Fähre – eine Grundseilfähre – ist als einzige der vor hundert Jahren unterhalb von Itzehoe an der Stör noch vorhanden gewesenen sieben Fähren in Betrieb.
Das Fährhaus wurde zur Zeit der Aufnahme von Alfred Wiegleb (genannt Quittje / Quiddje = hochdeutsch sprechender Fremder) betrieben, der 1928 als Olympia-Segler mit seinem Schären-Kreuzer „Quisque“ ein bekannter Regatta Segler war.
Bildrechte: A. Zachger, Itzehoe
Beidenfleth soll der in den Fränkischen Reichsannalen für das Jahr 809 bezeugte Ort Badenflioth sein, in dem sich Abgesandte Kaiser Karl des Großen und des Dänenkönigs Göttrik begegneten.
Diese Auffassung erhält jedoch bei Historikern keine durchgehende Zustimmung. Es wird angenommen, daß es sich bei dem Ort mit dem genannten Namen vielmehr um die heute Kaaksburg genannte uralte sächsische Volksburg auf der Geest handelt, die mit Schiffen über die Bekau erreicht werden konnte und welche den Schnittpunkt zwischen Land- und Wasserweg bildete. Es ist kaum anzunehmen, daß mit dem heutigen Beidenfleth ein Treffpunkt für die Kaiserlichen Gesandten in der damals völlig abgeschiedenen und unwirtlichen Marsch festgelegt wurde.
ca. 1958 Beidenfleth, Wagen-Fähre über die Stör, Beidenflether Fährhaus.
Die Beidenflether Fähre ist heute die letzte an der Stör noch betriebene Fähre. Früher bot unterhalb von Itzehoe neben mehreren Kahn-Fähren auch die Wagen-Fähre in Wewelsfleth Gelegenheit zur Überquerung des Flusses.
Die Beidenflether Fähre „ELSE“ ist eine Grundseilfähre. Bis 1936 wurde der Fährprahm durch Menschenkraft über die Stör gezogen; danach wurde ein Motor eingesetzt. Im Jahre 2007 nahm eine neu erbaute Fähre den Betrieb auf.
Das Gasthaus Beidenflether Fährhaus wurde zur Zeit der Aufnahme von Alfred Wiegleb (genannt Quittje = hochdeutsch sprechender Fremder) betrieben (bis etwa 1966), der 1928 als Olympia-Segler mit seinem Schären-Kreuzer „Quisque“ ein bekannter Regatta Segler war.
Bildrechte: Deutsche Luftbild K.G. Hamburg - Flughafen
ca. 1960 Regatta der Segler auf der Stör vor der Ortslage Beidenfleth
Die Abbildung im Ansichtskarten-Format zeigt ein Gemälde, welches offenbar wiederum nach einem Foto gefertigt wurde.
Im Vordergrund die hoch am Wind kreuzenden Segler offensichtlich bei einer Regatta.
Im Hintergrund der Ort Beidenfleth mit der Kirche St. Nicolai, die bereits 1108 erbaut worden sein soll, sowie der Windmühle "Hoffnung". Die Mühle steht heute unter Denkmalschutz, ist aber nicht mehr im Betrieb.
Bildrechte: Verfertiger der Aufnahme ist nicht bekannt; gleichfalls nicht der Maler des Gemäldes
ca. 1962 Beidenfleth an der Stör, Straße Lange Reihe
Die schmale Straße Lange Reihe in Beidenfleth hat einen ganz besonderen pittoresken Charme.
In geschlossener Bebauung grenzen insgesamt elf kleine eingeschossige Häuser mit ihrer Giebelseite unmittelbar an die nur auf einer Seite bebaute Straße an.
Die jeweils den Häusern zugehörigen kleinen Gärten liegen gegenüber auf der anderen Seite der Straße.
Bildrechte: Rudolf Horstmann, Wilster
1962 Kirchenfenster in St. Nicolai in Beidenfleth an der Stör.
Die Beidenflether Kirche birgt bedeutende von der Familie Witt-Warstede gestiftete Kunstwerke.
So wurde das Tauffenster mit den prägnanten und farbenprächtigen Glasmalereien 1962 von dem in der Schweiz wohnhaften Gustavus F.C. Witt gestiftet, dessen Vorfahren aus Beidenfleth stammen.
Das mehrteilige Fenster wurde von dem schwedischen Kunst-Professor Einar Forseth gestaltet und in der Kunstglaserei Ringström in Stockholm gefertigt.
Bildrechte: Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein, Kiel
ca. 1965 Die Stör mit der Gaststätte Fährhaus Beidenfleth.
Die Beidenflether Fähre „Else“ – eine Grundseilfähre – ist heute als einzige der vor hundert Jahren unterhalb von Itzehoe an der Stör noch vorhanden gewesenen Fähren in Betrieb.
Früher bot unterhalb von Itzehoe neben mehreren Kahn-Fähren auch die Wagen-Fähre in Wewelsfleth Gelegenheit zur Überquerung des Flusses.
Das Beidenflether Fährhaus wurde zur Zeit der Aufnahme von Inge Petersen betrieben; ihr Vorgänger war Alfred Wiegleb (genannt Quittje = hochdeutsch sprechender Fremder) betrieben, der 1928 als Olympia-Segler mit seinem Schären-Kreuzer „Quisque“ ein bekannter Regatta Segler war.
Bildrechte: Verlag Stramm & Co. St. Michaelisdonn
ca. 1965 Reklamekarte
(4-stellige Postleitzahlen gab es ab 1962) Reklamekarte, mit welcher die mit dem PKW Reisenden angeregt werden sollten, eine über Beidenfleth und die Stör-Fähre führende Route zu benutzen.
Mit der Aufforderung „Fahr´doch mal über Beidenfleth!“ wurde geworben, auch die historische Gaststätte „Fährhaus Beidenfleth“ zu besuchen.
Auf der Karte wird darauf hingewiesen, daß die Beidenflether Fähre über die Stör seit dem Jahre 1620 in Familienbesitz sei.
Anmerkung: Belegt als Eigentümer (durch Erbgang) der Fähre sind die Familien Horns, Beckmann, Jacobsen, Lemcke, Ralfs, Wiegleb, Kolz.
Bildrechte: nicht bekannt
ca. 1969 Beidenfleth an der Stör - Fähre, Mühle, Kirche, Werft
Beidenfleth an der Stör ist eine etwa 900 Einwohner zählende Gemeinde in der Wilstermarsch.
Die Beidenflether Fähre "Else" ist als einzige der unterhalb von Itzehoe an der Stör vorhanden gewesenen sieben Fähren (Seil- und Kahnfähren)noch in Betrieb. Die Zufahr zur Fährstelle erfolgt durch eine Stöpe - anderenorts sagt man dazu Schart - im Deich der Stör.
Die Windmühle "Hoffnung" steht heute unter Denkmalschutz, ist aber nicht mehr im Betrieb und leider in einem suboptimalen Zustand.
Die bereits 1325 genannte schöne anheimelnde Kirche St. Nicolai hat ein frei stehendes Glockengestühl.
Sich dem Neubau und der Reparatur von Schiffen widmende Werften gab es am Ort über den Zeitraum von gut 200 Jahren bis etwa 1970; zuletzt betrieb Erwin Kolz eine Werft.
Bildrechte: Verlag C. Otto, Kiel
ca. 1970 Beidenfleth an der Stör.
Diese Ansichtskarte mit der Aufschrift „Fährhaus Beidenfleth“ auf der Bildseite und dem entsprechenden Vermerk auf der Anschriftenseite ist gegenwärtig noch etwas rätselhaft.
Die abgebildeten Baulichkeiten konnten noch nicht eingeordnet werden; zudem erscheint es höchst unwahrscheinlich, daß in der ebenen Marsch mit ihren kein eigenes Fließgefälle aufweisenden Gewässern ein unterschlächtiges Wasserrad zweckdienlich betrieben werden konnte.
Bildrechte: Verlag Stramm & Co. St. Michaelisdonn
ca. 1975 Beidenfleth an der Stör
Die Beidenflether Fähre ist als einzige der vor hundert Jahren unterhalb von Itzehoe an der Stör noch vorhanden gewesenen Fähren in Betrieb; im Jahre 2007 nahm mit Hilfe eines Fördervereins die neu gebaute Fähre „Else“ den Betrieb auf.
Die Windmühle "Hoffnung" steht heute unter Denkmalschutz, ist aber nicht mehr im Betrieb.
Die Kirche St. Nicolai ist 1325 erstmals urkundlich bezeugt. Der frei stehende heutige Turm wurde im Jahre 1557 erbaut.
Neben Kirche und Mühle beherrscht das Silo der Fima Trede & von Pein die Silhouette des Dorfes.
Bildrechte: Verlag Heinrich C. Otto, Kiel
ca. 1976 Windmühle "Hoffnung" in Beidenfleth
Die Windmühle „Hoffnung“ in der etwa 900 Einwohner zählenden Gemeinde Beidenfleth an der Stör wurde im Jahre 1813 errichtet; sie steht im Unteren Dorf in erhöhter Lage auf einer Verbreiterung des Stör Deiches.
Die Mühle steht heute unter Denkmalschutz, ist aber nicht mehr im Betrieb und in einem suboptimalen Zustand. Die Mühle hat drei Mahlwerke.
Der einstöckige Galerieholländer hat eine Windrose und er ist heute mit Segelflügeln ausgerüstet, während auf dem Foto noch die ursprünglichen Jalousieklappen-Flügel zu erkennen sind.
Bildrechte: Heinz Hardenberg; erschienen im Mauritius-Verlag, Mittenwald
1980 Eine Gruppe der Landfrauen zeigen mit einem Tanz die alte Tracht der Wilstermarsch, die in aufwendiger Arbeit nach alten Vorlagen gefertigt wurde.
Auf dem Kopf die Schrippe aus mit Brabanter Spitze verziertem feinen Leinen und darüber eine Haube aus Brokat mit langen Befestigungsbändern, dazu ein Schultertuch aus Seide mit einer silbernen Filigran-Brosche gehalten, das Mieder aus Seidenbrokat gearbeitet und vorne mit Schnüren geschlossen, weißes kragenloses Hemd mit weiten Ärmeln, der Rock handgewebt mit buntem Streifen, dazu die Schürze.
Dahinter der wundervoll und vorbildlich in seiner ursprünglichen Gestalt erhaltene Bauernhof Egge in Beidenfleth (Hof 126 gem. "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild")
Zu der Trachtengruppe der Landfrauen siehe Trachtengruppe
Bildrechte: Verlag E. Paske, Heide
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