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1907 Gewerbliche und kaufmännische Fortbildungsschule der Stadt Wilster
Erst im Jahre 1869 waren durch die Gewerbeordnung des Norddeutschen Bundes bestimmte Vorschriften für die Ausbildung der Lehrlinge festgelegt worden; zuvor bestanden vielfältige örtliche Regelungen nach Ortsstatut.
Die der allgemeinen Schule entwachsenen jungen Leute erhielten Unterricht und Anleitung zur Fortbildung.
Aus der Pflichtfortbildung entstanden die Berufsschulen.
Auch in der Stadt Wilster bestand unter unterschiedlichen Namen lange Zeit eine derartige Schule.
Abbildung 1 zeigt das Zeugnis des Malerlehrlings Johannes Hoops aus dem Jahre 1907;
Abbildung 2 das Zeugnis des Tischlerlehrlings Heinrich von Holdt (Vater des Betreibers dieser Heimat-Seite) aus dem Jahre 1927
1909 Apel & Sachau, Maschinenfabrik in Wilster
Die Maschinenfabrik von Apel und Sachau fertigte u.a. Heizkörper und Windräder.
Auf einem der an der Straße Am Steindamm gelegenen Betriebsgebäuden der Firma war zur Gewinnung von Energie für den Maschinenantrieb ein Windrad montiert.
Die Montage des Windrades konnte erst nach Überwindung von der Obrigkeit gesehener Befürchtungen realisiert werden; es mußte ein ausreichender Abstand zum Steindamm eingehalten werden, um das Scheuen der Kutsch-Pferde auf der Straße zu verhindern.
Sowohl der Briefkopf (Bild 1) der Firma als auch der Bauplan (Bild 2 u. 3 (Umkehrfarben)) für die Betriebsgebäude zeigen das Windrad.
Von der Firma Apel & Sachau wurden Windrotoren gebaut, die in der Wilstermarsch eine Vielzahl der ursprüngliche Schöpfmühlen ersetzten.
Auf dem Gelände der Firma etablierte sich später der Kfz.-Reparatur und Omnibus Betrieb W. Langbehn.
Hinweis: Die Bilddateien und Informationen wurden freundlicherweise bereitgestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster
1919 Der Betrieb von Wilhelm Wulf lag an der Wilsterau und der Mühlenstraße.
Die Namen der Mühlenstraße und des heutigen Stadtmühlenweges erinnern an die ehemalige Stadt-Mühle, welche zu dem Betrieb von Wilhelm Wulf gehörte.
Neben der Dampf- und der Windmühle gehörten zu dem Betrieb eine Mästerei, eine Schlachterei und Wursfabrik sowie eine Meierei und Fettkäserei.
So warb Wilhelm Wulf für seine Spezialität: Reiner Wilstermarsch-Bauern-Käse
1923 Wilstermarsch Butter- und Käse-Versandhaus Jacob Garms, Wilster
Im Wilsteraner Adressbuch sowohl von 1926 als auch von 1958 taucht der Name Jacob Garms nicht auf; es handelt sich bei dem genannten Geschäft wahrscheinlich um die Kolonialwaren- und Delikatessen-Handlung von Garms, Burger Straße 3 (heute Möbelhaus Wolfsteller)
Baugeschäft Rudolf Wittrock
Das Baugeschäft des Maurermeisters und Architekten Rudolf Wittrock war seinerzeit eines von mehreren in Wilster ansässigen Bauunternehmen - daneben u.a. die Betriebe von Heinrich Stammer und von Arthur Lindemann.
Die Firma Rudolf Wittrock zählte in guten Zeiten etwa 20 Beschäftigte. Sie war für die Erbringung guter handwerklicher Qualität bekannt - die erbrachten architektonischen Leistungen waren eher bieder. Der Firmengelände war eben außerhalb der Stadtgrenze am Steindamm gelegen.
Der Betreiber dieser Heimat-Seite erlernte bei der Firma in den Jahren 1960 bis 1963 das Maurer Handwerk. Er hatte dabei das Glück, mit den Gesellen Werner Jahn, Hollerwettern, und Hermann Horstmann, Wilster, von zwei menschlich und fachlich ganz herausragenden Ausbildern in das Handwerk eingewiesen zu werden.
Anmerkung: Der Briefbogen wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Uwe Wolter, Ahrensburg, einem Neffen des Firmeninhabers.
Jubiläumsausgabe zum hundertjährlichen Bestehen der Wilsterschen Zeitung
Die Wilstersche Zeitung - kurz WZ genannt - war über einen Zeitraum von fast 110 Jahren im wahrsten Sinne des Wortes eine Heimatzeitung.
Gegründet wurde sie von Johann Peter Adolf Schwarck, der am 02. April 1890 die erste Ausgabe der Zeitung herausgab (Abbildung 2). Sie erschien zunächst nur am Mittwoch und am Sonnabend einer jeden Woche.
100 Jahre später - längst schon werktäglich erscheinend - wurde die Zeitung immer noch von Angehörigen der Familie Schwarck herausgegeben. Das sollte noch einige Jahre andauern, bis die Eigentümer die Zeitung Ende 1998 an den Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag verkauften, der sie weiterhin als eine seiner Regionalausgaben herausgibt.
Die Jubiläumsausgabe von 1990 (Abbildung 1) ist eine wahre Fundgrube für Heimatfreunde, enthält sie doch viele umfassend recherierte Artikel mit historischem Bezug.
Die damaligen Eigentümer begingen das Jubiläum am Jahrestag mit einem Empfang im Colosseum (Abbildung 3) und dankten im Mai 1990 für die zahlreichen Spenden, die anläßlich des Jubiläums zugunsten der Schülerbüchereien in Wilster und der Wilstermarsch übermittelt wurden (Abbildung 4)
Eine gut lesbare Datei der ersten Ausgabe von 1890 kann unten aufgerufen werden.
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