Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Colosseum-Platz, Trichter

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1900 Altes Rathaus, Neues Rathaus, Postamt, Trichter, Kirche

1900 Lithographie
Die Front des Wilsteraner Neuen Rathauses (ehemalige Doos’sche Palais) war Ende des 1900 Jahrhunderts entgegen dem ursprünglichen Aussehen verändert worden; diese Bausünde wurde 1938 korrigiert.
Das Ende des 2000 Jahrhunderts abgebrochene Gebäude der Post (in der damaligen Bahnhofstraße heutige Tagg-Straße) war von dem Wilsteraner Maurermeister und Architekten Claus Stockfleth (einem Ururgroßvater von Peter J. von Holdt) errichtet worden, der auch Miteigentümer des Gebäudes war.

Bildrechte: Verlag v. Karl Kuskop, Photograph, Wilster

1903 Colosseumplatz

Colosseumplatz 2007

1903 Das Gelände des ehemaligen Michaelsenschen Gartens ist Garten und Festplatz am Colosseum; auf ihm findet an jedem ersten Wochenende im August der Wilsteraner Jahrmarkt – „der größte der Westküste“ – statt.
Auf dem Schlackenplatz führte der Sportverein Alemannia von 1904 bis in die 1950er Jahre seine Fußballspiele durch – zu der Zeit stand noch eine Reihe der Bäume der kleinen Allee.
Rechts im Bild die „Villa Schütt“ des Wilsteraner Lederfabrikanten.

Bildrechte: Verlag C. Kuskop Nachf., Inh. L. Behning, Wilster

1905 Westholsteinisches Gau-Turnfest auf dem Colosseum-Platz

1905 Am 22. Und 23. Juli 1905 fand auf dem Platz am Colosseum das West-Holsteinische Gauturnfest der Turner statt.
Auf dem mit Flaggen geschmückten Podest haben die mit Schärpen ausgestatteten „Ehren-Jungfrauen“ zu Ehren der siegreichen Sportler Aufstellung genommen.
Eine aufwendig gestaltete und mit der Landes-Flagge geschmückte Pforte schloß den Festplatz ab, geschmückt mit den vier F: Frisch, Fromm, Fröhlich, Frei;
diese stehen seit Turnvater Jahn für:
Frisch ans Werk!
Fromm im Glauben an die Gemeinnützigkeit und Wertbeständigkeit des Schaffens
Fröhlich untereinander
Frei und offen in allem Handeln
Die Bewegung der Turner war seit ihren Anfängen durchweg sehr patriotisch und vaterländisch eingestellt.

Bildrechte: nicht bekannt

1907 Allee am Colosseum-Platz

1907 Allee am Colosseum-Platz
Der größte Teil des Geländes des ehemaligen Michaelsenschen Gartens dient heute als Festplatz.
Der gesamte Platz war vor einhundert Jahren noch von Alleen umfaßt.
Die hier abgebildeten Baumreihen standen auf der Südseite des Platzes, also angrenzend an die Hausgrundstücke der Burgerstraße und des Marktes; eine Anzahl der Bäume stand noch in den 1950er Jahren gegenüber dem Gebäude des Colosseum, welches rechts im Anschnitt schwach zu erkennen ist.
Heute ist durch Neuanpflanzungen eine ähnliche Situation geschaffen

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1910 Gau-Treffen der Turner auf dem Colosseum-Platz

1910 Im August 1910 fand auf dem Platz am Colosseum ein großes Gau-Treffen der Turner statt; es waren zwei- bis dreihundert auswärtige Turner nach Wilster gekommen.
Neben turnerischen Übungen an Bock, Pferd, Seitpferd und Reck fanden auch leichtathletische Wettkämpfe wie Wettlauf Weitsprung und sogar Stabhochsprung statt und außerdem Mannschaftswettkämpfe.
Der Abend wurde beschlossen mit einer Tanzveranstaltung.
Gut erkennbar ist im Hintergrund die Baumallee an dem den Colosseum-Platz begrenzenden Graben.

Bildrechte: Verlag L. Behning, Wilster

1910 Trichter und Colosseum

Trichter und Colosseum 2007

ca. 1910 In dem wegen seiner äußeren Form Trichter genannten Gebäude befindet sich die Gaststätte zum Saalbetrieb Colosseum.
Der Trichter wurde 1777 als Gartenhaus innerhalb des zum am Markt gelegenen Palais des Etatsrats Michaelsen gehörenden weitläufigen Gartens - dieser umfaßte auch weitgehend den heutigen Colosseum-Platz - gebaut.
Am Gebäude des Colosseum fällt auf, daß der die Küche beherbergende spätere Vorbau noch nicht vorhanden ist.

Viele Jahrzehnte später veröffentlichte die Wilstersche Zeitung in den 1960/70er Jahren eine Artikel-Reihe "Alt-Wilster", in welcher auch das vormalige Aussehen der Straßen, Plätze und Gebäude in Erinnerung gerufen wurde (Bild 4).

Bildrechte: nicht bekannt
Der Zeitungsausschnitt wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Tanja Thode, Beldorf

1911 Colosseum

Colosseum 2007

1911 Das der Gaststätte im historischen Trichter (ehemaliges Gartenhaus des Palais Michaelsen) zugeordnete Colosseum, dessen großer Festsaal lange Zeit größter Veranstaltungsraum im Kreis Steinburg war; in ihm wurden seit Generationen alle größeren Festveranstaltungen Wilsters durchgeführt; in früheren Jahren u.a. regelmäßig auch der Mittelschulball, an welchem traditionsgemäß die Schüler der Abschlußklassen teilnahmen und ein Theaterstück aufführten

Bildrechte: Verlag L. Behning, Wilster

1911 Trichter am Colosseum

Trichter 2007

1911 Der Trichter ist das ehemalige Gartenhaus des Etatsrats Michaeisen, dessen Palais am Markt stand (Bereich der späteren Turnhalle) und von welchem nach dessen Abbruch die überwiegenden Teile beim Bau des Hauses Reichenstraße in Itzehoe Verwendung fanden.
Zwischen Palais und Trichter erstreckte sich der Stadtgarten, der ebenso wie der Colosseum-Platz zum Michaelsenschen Besitz gehörte.
Im Trichter wird eine Gaststätte betrieben (Betreiber waren u.a. August Ballerstädt, Max Pruter, Gerd Wolf)

Bildrechte: Verlag v. L. Behning, Wilster

Das offenbar nach der vorgestellten Ansichtskarte gefertigte Gemälde ist mit "J. Stademann" signiert";
zu dieser Person habe ich keine weiteren Erkenntnisse.

1914 Colosseum

1914 Das zur Gaststätte im historischen Trichter (Gartenhaus des Palais Michaelsen) gehörende Colosseum enthält den großen Festsaal (über jahrzehnte der größte Festsaal im Kreis Steinburg).
Neben der im Zuckerbäckerstil errichteten und mit Türmchen versehenen Veranda ist noch eine weitere offene kleine Veranda erkennbar – sie wurde in den 1970er Jahren beseitigt wie auch die links neben dem im Hintergrund erkennbaren Trichter vorhandene Musikmuschel.

Bildrechte: Aufnahme und Verlag von L. Behning, Wilster

1915 Konzertgarten am Trichter

1915 In dem zur Gaststätte im Trichter gehörenden Garten, welcher zwischen diesem und der Zingelstraße gelegen ist, stand bis zu Beginn der 1950er Jahre ein muschelförmiger Musikpavillon, in welchem wie hier (1915) Konzerte gegeben wurden; der Konzertgarten am Trichter war daher ein beliebtes Ausflugsziel an den Wochenenden.
Im Hintergrund ist der Festplatz am Colosseum erkennbar. Auf diesem Schotter-Platz führte der SV Alemannia 1904 seine Fußballspiele aus und auf dem Platz findet regelmäßig der Wilsteraner Jahrmarkt statt.

Bildrechte: Verlag L. Behning, Wilster
Die beiden ergänzend vorgestellten Ansichtskarten befinden sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1917 Altes Rathaus, Kirche, Trichter, Markt, Op de Göten (Marktstraße)

1917 Altes Rathaus, Kirche, Trichter, Markt, Op de Göten (Marktstraße)
Den während des I. Weltkrieges im Felde stehenden Söhnen der Stadt Wilster geschuldet ist diese Ansichtskarte mit dem Spruch
„In der Heimat, in der Heimat, da gibt´s ein Wiederseh´n“.
Neben dem Reichsadler und der Kaiserkrone sind das „Alte Rathaus“, die Marktstraße (spätere „Op de Göten“), die St. Bartholomäus-Kirche, der Trichter (ehemaliges Gartenhaus des Michaelsen´schen Palais), der Markt (vom Kirchturm aus fotografiert) abgebildet.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1930 Blick von Nordosten auf Wilster

1930 Die Aufnahme wurde offenbar aufgenommen vom Schornstein der 1928 gegründeten Genossenschafts-Meierei, deren Gebäude in der späteren Tagg-Straße kurz danach errichtet wurden.
Auf dem im Vordergrund sichtbaren Festplatz (Teil des ehemaligen Gartens des Etatsrats Michaelsen) am Colosseum findet am ersten Wochenende im August jeden Jahres der Wilsteraner Jahrmarkt statt.
Die Baumreihe wurde in den frühen 1950ern entfernt.

Bildrechte: Verlag L. Behning, Wilster

1933 Panorama Bild, Altes Rathaus, Kirche, Schmiedestraße, Stadtpark; Wilsterau

1933 Mehrbildkarte
Besonders beeindruckt diese AK durch das breite Panorama Bild, welches offenbar vom Dach des Falk´schen Geschäftshauses in der Neustadt aufgenommen wurde. Das Foto ist offenbar 1933 aufgenommen worden, denn die in Bildmitte sichtbare Tischlerwerkstatt des Tischlermeisters Heinrich von Holdt an der Wilsterau gegenüber dem Rosengarten wurde 1932 errichtet, während das auf der anderen Straßenseite hier sichtbare Haus 1934 durch den Neubau der Bavaria und St. Pauli Brauerei ersetzt wurde.
oben außen: Altes Rathaus und altes Balkenhaus
oben mittig: Marktplatz mit der St. Bartholomäus Kirche
zentral: Panorama
unten links: Trichter
unten mittig: Denkmal im Stadtpark
unten rechts: Schmiedestraße mit dem Hudemann´schen Haus

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1950 Op de Göten, Rathaus, Markt, Trichter, Ehrenmal

1950er Jahre. Op de Göten, Rathaus, Markt, Trichter, Ehrenmal
links oben: Das alte Balkenhaus - in ihm war zu der Zeit das Polizei-Revier Wilster untergebracht - neben dem alten Rathaus ist noch vorhanden; es wurde leider 1960 ersatzlos abgebrochen.
rechts oben: die Kastanien-Bäume an der Kirche sind ersetzt, um die Kirche herum sind die steinernen Poller noch vorhanden;
links unten: die Gaststätte im historischen "Trichter" wird von Max Pruter bewirtschaftet;
rechts unten: der Eingangsbereich von der Wende zum Stadtpark wurde neu gestaltet, Blick auf das am 15. September 1929 eingeweihte Ehrenmal im Stadtpark
mittig oben: Neues Rathaus
mittig unten: Wappen der Stadt Wilster

Bildrechte: Rudolf Hencke, Wilster

1959 Op de Göten, Markt, Wilsterau am Brook, Trichter

ca. 1959 Vier-Bild Karte
oben links: Einmündung “Op de Göten” in den Markt, vor dem Kolonialwarenhandel von Gutsche ist der Bürgersteig mit einem rot-weißen Geländer gesichert, im Hintergrund steht am Markt das später abgebrochene Café Schöne noch;
oben rechts: von rechts Juwelier Viergutz (vorher Voje), Gemüsehandlung Güstrau, Drogerie Josupeit, Arztpraxis Dr. Eggers, Gemeindeschwester;
unten links: am Brook-Hafen der Wilsterau liegen die Ewer der Wilsteraner Schiffer;
unten rechts: Colosseum und Gaststätte "Trichter" von Heinrich Helms (vorher Max Pruter).

Bildrechte: Johann Schwarck Söhne, Buchdruckerei, Wilster

1959 Trichter, Markt, Op de Göten, Burger Straße

ca. 1959 Mehrbildkarte
oben links: Colosseum und Gaststätte Trichter Helms (danach Wolf, vorh. Pruter, Ballerstädt);
oben rechts Westseite des Marktplatzes mit den Häusern v.l. Christian Haack, Wittrock (Fahrrad-Geschäft; danach Elektro-Kühl; vorher Hotel Stadt Hamburg), Gasthof "Zur Börse", Textilgeschäft Reese;
unten links: Die Straße Op de Göten, an welcher noch das Alte Balkenhaus (hier war zeitweilig die Polizei-Station untergebracht) an der Ecke zur Schmiedestraße steht;
unten rechts: die Burger Straße vom Markt aus gesehen. – im zweiten Haus links Rudolf Bedei (Papierwaren), rechts vorne Seifenhaus Eichelkraut, dahinter Bäckerei Gundelach

Bildrechte: Verlag Rudolf Bedei, Wilster

1965 Trichter

1965. In dem wegen seiner äußeren Form Trichter genannten Gebäude befindet sich die Gaststätte zum Saalbetrieb Colosseum.
Der Trichter wurde 1777 im Stil des Rokoko als Gartenhaus innerhalb eines weitläufigen Gartens - dieser umfaßte auch weitgehend den Colosseum-Platz – gebaut. Dieser gehörte zu dem am Markt gelegenen Palais (es wurde 1826 abgebrochen und lag im Bereich der späteren Turnhalle) des 1797 gestorbenen Etatsrats Michaelsen.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn

1965 Trichter und Colosseum, Schöpfmühle

ca. 1965 Mehrbildkarte Trichter und Colosseum
Das zur Gaststätte im historischen Trichter (Gartenhaus des Palais Michaelsen) gehörende Colosseum enthält den großen Festsaal.
Neben der im Zuckerbäckerstil errichteten und mit Türmchen versehenen Veranda ist noch eine weitere offene kleine Veranda erkennbar – sie wurde in den 1970er Jahren beseitigt.
Die Bockmühle (Schöpfmühle, eigentlich eine Kokermühle) steht seit 1962 in Honigfleth.

Bildrechte: Verlag Walter Jappe, Lübeck

1973 Trichter und Colosseum

1973 Trichter und Colosseum
Der Trichter ist ein ganz besonderes bauliches Kleinod in der Stadt Wilster.
Das wunderschöne historische Gebäude (ehemaliges Gartenhaus des Palais Michaelsen) beherbergt die Gaststätte "Zum Trichter".
Dieser Gaststätte zugeordnet ist das Colosseum, dessen großer Festsaal lange Zeit größter Veranstaltungsraum im Kreis Steinburg war. Viele größere Festveranstaltungen werden in diesem durchgeführt – so auch die FUBAMa genannte und weithin bekannte alljährliche Maskerade des Fußballvereins SV Alemannia 04

Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn

1975 Trichter und Colosseum

ca. 1975 Mehrbildkarte
Der Trichter ist das ehemalige Gartenhaus des Etatsrats Michaeisen, dessen Palais am Markt stand (Bereich der späteren Turnhalle) und von welchem nach dessen Abbruch Teile beim Bau des Hauses Reichenstraße in Itzehoe Verwendung fanden.
Zwischen Palais und Trichter erstreckte sich der Stadtgarten, der ebenso wie der Colosseum-Platz zum Michaelsenschen Besitz gehörte.
Im Trichter wird eine Gaststätte betrieben.

Bildrechte: Verlag E. Paske, Heide

 

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