Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Deichstraße, Wende

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1870 Deichstraße und Wende

Deichstraße und Wende 2007

ganz erheblich vor 1900 Deichstraße und Wende
vorne rechts ist die spätere Gaststätte Waffenhalle von A. Moser zu erkennen (zum Zeitpunkt der Aufnahme wurde hier offenbar noch eine Zollstation und ein Speicher untergebracht).
Das Haus Deichstraße 18 (mit dem hölzernen Giebel) wurde 1934 umgebaut zum Geschäftshaus des Tischlermeisters Peter Claus Heinrich von Holdt.
Dahinter das Haus von Maurermeister u. Architekt Claus Stockfleth.
Links das Häuschen des Zigarrendrehers Peter Haase;
das große Haus dahinter wurde später durch den Neubau der Gebäude der Niederlage Wilster der Bavaria St. Pauli Brauerei ersetzte.

Bildrechte: nicht bekannt

1904 Burggraben von der Deichstraße aus gesehen

1904 Der Verlauf des die Stadt Wilster (Alte Seite) im Mittelalter umschließenden Burggrabens ist heute noch gut zu erkennen.
Das Gewässer war bis in die 1920er Jahre offen; es wurde 1925 verfüllt. Zuvor hatte die Stadt Wilster einen Rechtsstreit gegen den Regierungspräsidenten der Provinz Schleswig_Holstein gewonnen (Urteil des III. Senats v. 20. März 1924, V.B. 23/24. I. Bezirksausschuß zu Schleswig), wonach der Burggraben als unselbständiger Bestandteil der Wilsterau deren Gewässerordnung (I. Ordnung) teilt. Offenbar finanzierte in der Folge der Staat die Verfüllung des Burggrabens.
Der nördliche Teil des Burggraben zweigte von der Wilsterau am Rosengarten ab, kreuzte die Deichstraße, verlief am östlichen Rand des heutigen Stadtparks, querte die Zingelstraße, verlief am südlichen Rand des Platzes am Colosseum, querte die Burger Straße in Höhe des Deichbauamts und sodann den Kohlmarkt, um dann wieder in den Stadtarm der Wilsterau einzumünden.

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg

1904 Das Helgenland, der historische Werft-Platz der Stadt Wilster

1904 Blick über das Helgenland in nordwestliche Richtung.
Das Helgenland zwischen den beiden Armen der Wilsterau bietet sich dem Betrachter als Werft-Platz dar, wie er über lange Zeiträume dort so bestanden hat.
Folgende Wilsteraner Werften sind bezeugt:
1840 bis 1910 Werft von Friedrich Bergmann, danach ab 1886 Martin Bergmann
1856 bis 1884 Werft von Hans Fack, danach Johannes Fack
Hans Fack hatte offenbar zuvor in Itzehoe im Jahr 1852 eine kleine Werft gegründet und dann den Betrieb nach Wilster verlegt. Die Familie Fack war in Holstein eine bekannte Schiffbauerfamilie. Die 5 Söhne des Hans Fack betrieben ebenfalls Werften (Johannes ab 1876 in Wilster; Ferdinand ab 1899 die bereits 1873 gegründete Werft in Burg; Hermann in Tönning; Wilhelm in Rethwisch; Johann Heinrich ab 1880 in Itzehoe)
1861 Reimer Griese
1871 Heinrich Rehder
1879 bis 1890 Werft von Theodor Engel
1885 Martin Bruhn
Während im Vordergrund die Slip-Anlagen leer sind, ist an der Spitze des Helgenlandes ein Ewer auf den dort vorhandenen Helgen der Bergmann-Werft gezogen worden. Exakt an dieser Stelle errichtete 50 Jahre später der Tischlermeister Heinrich von Holdt seinen Bootsschuppen, in welchem er als Traditionsträger des Wilsteraner Schiffbaues mehrere große hölzerne Segeljachten erbaute.
Auf dem Helgen mittig im Vordergrund ist ein hölzerner Ewer weitgehend fertig gebaut.
Rechts sind die Häuser an der Deichstraße erkennbar, während die Häuser links an der Straße "Hinter der Stadt" (spätere Hans-Prox-Straße) stehen und ihre Gärten an die Wilsterau angrenzen.
Ganz links steht direkt an der Wilsterau ein Gebäude der vormaligen Lohgerberei (ab 1873) von Jürgen Johannes Falk.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Diese Karte weist auf der Anschriftenseite keine Einteilung auf; aus dem auf der Bildseite frei gelassenen Raum für Mitteilungen läßt sich ableiten, daß die Ansichtskarte vor 1905 entstanden sein muß.

1905 Deichstraße und Wende

Deichstraße und Wende 2007

1905 Blick durch die mittlere Deichstraße Richtung Wende.
Rechts der Malereibetrieb Stegemann (später Wulf); dann das Haus von (später) Schulz/Stitterich; dann Papierwaren Henke, dahinter Rolf Hencke´s Tabakladen; dahinter die Waffenhalle.
Das kleine Häuschen an der Wende gehörte dem Zigarrendreher Peter Haase;
am Ort des großen Gebäudes in Bildmitte wurde 1934 die Niederlassung der Bavaria- und St. Pauli Brauerei errichtet (Verwalter: Braumeister Wilhelm Köberlein)

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg

1905 Deichstraße und Wende

In den 1920er Jahren wieder verwendete Aufnahme aus der Zeit um 1905
1905 Blick durch die mittlere Deichstraße Richtung Wende.
Links im Flaggen-Schmuck das "Konzerthaus" von Hinrich Feldmann. Die Gaststätte war immer im Besitz dieser Familie. Hinrich Feldmann hatte das Haus mit dem Saal bauen lassen; er starb Ende der dreißiger Jahre. Seine mit Heinrich Jacobs verheiratete Nichte Dora Feldmann übernahm mit ihrem Ehemann danach die Gaststätte.
Rechts der Malereibetrieb Stegemann (später Wulf); dann das Haus von (später) Tischlermeister Paul Schulz / Wilma Stitterich ; dann Papierwaren Rudolf Henke, dahinter Rolf Henke´s Tabakladen; dahinter die Waffenhalle.
Das kleine Häuschen an der Wende gehörte dem Zigarrendreher Peter Hase;
am Ort des großen Gebäudes in Bildmitte wurde 1934 die Niederlassung der Bavaria- und St. Pauli Brauerei errichtet (Verwalter: Wilhelm Köberlein).
Ergänzend wir eine Ansichtskarte (Bild 4) beigestellt, welche den Saal im "Konzerthaus" zeigt.

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg

Die ergänzend vorgestellte Ansichtkarte befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen.
Bildrechte Bild 4: Friedrich Schlüter, Wilster

1905 Markt, Ecke Op de Göten / Deichstraße, Hotel Wilstermarsch Haus

Hotel Wilstermarschhaus
Ecke Op de Göten / Deichstraße 2007

1905
Das Hotel Wilstermarschhaus dominierte den Bereich der Einmündung der Deichstraße und der damaligen Marktstraße (heute „Op de Göten“) in den Marktplatz. Auf der rechten Seite der Deichstraße im Anschnitt noch zu erkennen das „Warenhaus“ von Christian (Krischan) Haack, ein Geschäft mit bis heute erhaltenem ganz besonderen Flair. Der Blick geht in die Deichstraße und zeigt die Häuser in ihrer Erscheinung, wie sie bis in die 1950er Jahre Bestand hatte.

Bildrechte: Verlag C. Kuskop Nachf. Inh. L. Behning, Wilster

1906 Wilsteraner Hafen am Rosengarten

1906 Der Hafen am Rosengarten war über Jahrhunderte hinweg Ausgangshafen für die Wilsteraner Schiffer vor ihrer Fahrt in ferne Länder – das waren z.B. um 1540 Holland, Seeland, Frankreich, Engeland, Schottland, Portugal und das „Land tho Losien“ (Andalusien) – aber auch in den Ostseeraum.
Der Hafen und die Schiffahrt sowie die Produkte der fruchtbaren Marsch begründeten die Bedeutung Wilsters und den zeitweilig hier vorhandenen relativen Wohlstand.
Der Schuppen links stand bis in die 1960er Jahre;
rechts sind die Rückfronten von Häusern an der Deichstraße erkennbar.

Bildrechte: Verlag M. Glückstadt & Münden, Hamburg
Anmerkung: Die abgebildete unkolorierte Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1908 Blick vom Kirchturm auf die Ecke Op de Göten, Deichstraße

1908 Ein interessanter Blick vom Kirchturm auf die Marktstraße (spätere Op de Göten) und auf die rechts vom Marktplatz abgehende Deichstraße (ehemalige Kehdinger Straße).
Links vor den Häusern der marktstraße gut erkennbar ist die lange zur Wilsterau herab führende Rampe.
Halbrechts im Hintergrund zwischen den beiden hohen Schornsteinen ist die ehemalige Stadt Mühle zu erkennen.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1908 Deichstraße, Bäckerei

1908 Bäckerei Ruge in der Deichstraße
Die Fein & Grobbäckerei von Emil Ruge wurde in der Deichstraße – Haus Nr. 28 – betrieben.
Der goldene Kringel über der Tür kündete viele Jahrzehnte von dem in dem Gebäude betriebenen Gewerbe, denn der Sohn Otto Ruge wurde ebenfalls Bäcker; die Bäckerei bestand bis in die 1970er Jahre.
Der schöne Brauch, Zunft- oder Handwerkszeichen an den Gebäuden - auch an denen, in welchen in früheren Zeiten derartige Betriebe ansässig waren - anzubringen, lebt heute in einigen Gemeinden wieder auf; sie künden vom früher hier betriebenen Gewerbe.
Es ist eine nette Vorstellung, wenn in einer derartigen von Verwaltung, Rat und Bürgern betriebenen konzertierten Aktion die Handwerkstraditionen der schönen alten Stadt Wilster auf diese Weise in Erinnerung gehalten würden!

Bildrechte: Verlag L. Treichel, Altona

1910 Deichstraße und Landrecht

ca. 1910 untere Deichstraße und Blick in die Straße Landrecht (diese beginnt etwa ab der auf der Straße abgestellten Karre).
Links das Geschäft (Papier-, Galanterie-, Spiel- u. Lederwaren) von Wilhelm Nagel, der auch Musiker u. Komponist war.
Dahinter die Bäckerei Wittmaack (schräg gegenüber lag die Bäckerei Köritz), hinter dieser ein schmaler Gang, welcher zu einem Steg über die Wilster-Au führt.
Die Gebäude dahinter gehören zu der bis zum Jahr 1969 bestehenden Lebensmittel-Großhandlung Musfeldt.

Bildrechte: Verlag F. Schlüter, Wilster

1910 Wende an der Deichstraße, Stadtpark, Gaststätte

ca. 1910 Blick vom Stadtpark auf die Wende (hier wendeten in früheren Zeiten die Fuhrwerke) an der Deichstraße.
In Bildmitte die Gaststätte (mit Fremdenzimmern) Waffenhalle von August Moser; in diesem Gebäude war vorher eine Zollstation untergebracht.
Links davon die Kolonial- und Eisenwarenhandlung von Kloppenburg.
Rechts an der Wende die Schlachterei von Heinrich (Heine-Meister) Schlüter.
Das schöne Tor zum Park wurde Anfang der 1950er ersetzt.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die ergänzend vorgestellte unkolorierte Ansichtskarte (Bild 4) befindet sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1911 Wilsterau am Helgenland

1911 Blick von dem die Wilsterau querenden Steg, der im Zuge des Fußweges von der Deichstraße am Hause der späteren Tischlerei Heinrich von Holdt vorbei zum alten Wilsteraner Hafen am Rosengarten führt.
Frachtewer löschen ihre Ladung.
Im Hintergrund ist die Einmündung des Stadtarmes der Wilsterau in den Hauptarm erkennbar.
Links führt der Treidelweg am sogenannten Helgenland (auf ihm lagen früher die Wilsteraner Werften) entlang, an dessen Spitze Heinrich von Holdt 1952 ein Bootshaus mit Helling errichtete.
Rechts die Rückansichten der Häuser an der Deichstraße sowie auf den Ufergrundstücken stehende Speicher.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Ansichtskarten-Specialgeschäft, Wilster

1912 Deichstraße und Wende, Gaststätte

Deichstraße 2007 (Blick von der Wende stadtauswärts)

1912 Deichstraße.
Blick in die Untere Deichstraße von der Wende aus Richtung Landrecht;
links die „Waffenhalle", in welcher früher eine Zollstation untergebracht war und danach die genannte Gaststätte von Andreas Moser;
dahinter folgend ist die Buchdruckerei Henke zu erkennen; ganz hinten links das Haus der ehemaligen Schmiede von Carl-Adolf Theodor von Holdt – der Inhaber wanderte in die USA aus, wo er sich in Bellingham im Bundesstaat Washington niederließ;
rechts das 2000 abgebrochene Geschäftshaus der vormaligen Schlachterei Schlüter

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

Anmerkung: Das zum Vergleich hier gezeigte Bild rechts - ein Bildausschnitt - stammt aus dem Alt-Wilster Kalender (Blatt August 2003) von Robert Friedrichs. Es verdeutlicht, daß die bei Robert Friedrichs zu beziehenden Abzüge von der Originalplatte deutlich brillanter sind als die Ansichtskarte.

1914 Soldaten vor dem Wilstermarschhaus

ca. 1914 Soldaten vor dem Wilstermarschhaus
Vor dem Hotel Wilstermarsch-Haus an der Ecke Deichstraße / Op de Göten sind mit Pickelhauben behelmte Soldaten mit einer Militär-Kapelle angetreten.
Rechts im Anschnitt das auch heute noch bestehende Geschäft von Christian Haack.
Zahlreiche Bürger haben sich eingefunden, um die Soldaten zu verabschieden;
damals herrschte in großen Teilen der Bevölkerung zu Beginn des I. Weltkrieges eine heute kaum noch nachvollziehbare Euphorie.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1915 das Haus Deichstraße 17 in Wilster

Haus Deichstraße 17 2007

ca. 1915 Das Haus Deichstraße 17 in Wilster gehörte zu der Zeit dem Architekten und Maurermeister Claus Stockfleth und seiner Ehefrau Katharina, verwitwete Haase, geb. Schütt.
Claus Stockfleth hat das nebenan stehende Haus Deichstraße 18 gekauft und es seiner Enkelin Frida Haase – sie war von ihm und seiner Ehefrau aufgezogen worden – zur Hochzeit mit Peter Markus Detlef von Holdt geschenkt.
Der Sohn Peter Klaus Heinrich des jungen Ehepaares steht hier neben seinem Urgroßvater.

Bildrechte: Verlag L. Treichel; Altona

1915 Deichstraße

Deichstraße 2007

1915 obere Deichstraße (sie hieß in früheren Zeiten ‘Kehdinger Straße“).
Rechts das Geschäftshaus der Firma Behrens & Haltermann, in welchem nach dem II. Weltkriege eine sogenannte Tauschzentrale untergebracht war.
Daneben die Gaststätte der Gebrüder Pruter, später Max Brandt, mit der gegenüber liegenden Pferde-, Viehhandlung und Hengststation. Der auch heute noch vorhandene Pferdekopf über der Durchfahrt erinnert daran.

Bildrechte: Verlag von L. Behning, Wilster

1915 Op de Göten, Markt, Wilstermarsch Haus, Deichstraße

Ecke Markt, Deichstraße, Op de Göten 2007

Die Feldpostkarte von 1915 (aus dem I. Weltkrieg) zeigt rechts das Hotel Wilstermarsch-Haus, vor welchem ein Automobil – sicherlich eines der ersten in Wilster – gegen die Fahrtrichtung geparkt ist.
In der Straße ein Pferdefuhrwerk.
Vor dem Eingang des Hotels ist durch transparente eiserne Gitter der Aufstellplatz für zwei Tische mit Stühlen vom Bürgersteig abgetrennt.
Links im Anschnitt der Neubau von J.P.T. Andersen.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1916 Markt, Ecke Op de Göten / Deichstraße, Hotel Wilstermarsch Haus

Wilstermarschhaus 1916

1916 Das Hotel Wilstermarschhaus hat gegenüber der Aufnahme von 1905 einen neuen und sein schönes Fachwerk stärker betonenden Anstrich erhalten.
Das dritte Gebäude (früher Textil Mangels) in der Deichstraße hat eine neu gestaltete Fassade mit einem asymmetrisch angeordneten Vorbau im Obergeschoß erhalten.
Auf der rechten Seite der Deichstraße im Anschnitt noch zu erkennen ist das „Warenhaus“ von Christian (Krischan) Haack.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1923 Manufakturwaren-Geschäft J. Mangels in der Deichstraße

1923 Das Manufakturwaren-Geschäft von J. Mangels in der Deichstraße gehörte lange Zeit zu den herausragenden Textilwaren Geschäften in Wilster.
Die Werbe-Ansichtskarte stellt auf Bild- und Anschriftenseite die Angebote und die Leistungen des im Hause Deichstraße 2 betriebenen Geschäftes dar.
Der auffällige Ziergiebel des Hauses, in welchem ab den 1960er Jahren das Textil-Geschäft von Theodor Andersen jun. betrieben wurde, besteht seit langer Zeit nicht mehr.

Bildrechte: nicht bekannt

1927 Blick vom Marktplatz in die Deichstraße.

1927 Repro -> neu aufgelegte alte Ansichtskarte.
Blick vom Marktplatz in die Deichstraße.
Links das Hotel „Wilster-Marsch-Haus“, seinerzeit wohl das größte Hotel in Wilster. Das Gebäude wurde bei dem Terror-Angriff anglo-amerikanischer Bomber während des II. Weltkrieges am 15. Juni 1944 durch Bombenwirkung stark beschädigt und einige Jahre später abgebrochen.
Rechts das „Warenhaus“ von Christian Haack, das sein unverwechselbares Flair auch 80 Jahre später fast unverändert bewahrt hat.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder Fotos von den Originalnegativen erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1930 Deichstraße und Wende

Deichstraße 2007 (Blick von der Wende stadtauswärts)

1930 Deichstraße
Oben: Blick etwa von Höhe des Burggrabens Richtung Markt. Links im Vordergrund die Lederwarenhandlung von Carl Stiddig, Sattler und Tapezier.
Mitte: Blick über die Wende (hier wendeten früher die Fuhrwerke) Richtung Markt.
Häuser von rechts: Eisen- und Kolonialwaren Kloppenburg, Gaststätte „Zur Wende“ von Wilhelm Harders, Kolonialwaren Rudolf Bergholz, Möbel- und Antiquitätenhandel von Peter von Holdt (später Tischlerei und Möbelhandlung Heinrich von Holdt). Am Ort des großen Gebäudes in Bildmitte wurde die Niederlassung Wilster der Bavaria- und St. Pauli Brauerei errichtet (Verwalter: Braumeister Wilhelm Köberlein)
Unten: Blick von der Wende stadtauswärts. Links das Haus von Kolonial- und Eisenwarenhandel Kloppenburg, dann die Waffenhalle; auf der rechten Seite die Schlachterei von Heinrich (Heine-Meister) Schlüter.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1930 Op de Göten, Deichstraße, Markt

1930 Mehrbildkarte
oben: Die Einmündung der Deichstraße mit den flankierenden Gebäuden Hotel Wilstermarschhaus von Jacobs und Kolonialwaren Christian Haack.
mittig: Geschäftshäuser auf der Westseite des Marktplatzes. Zwischen dem Gebäude links „Hotel Stadt Hamburg“ von Nissen und der Gaststätte „Zur Börse“ von Johannes Ruge (das Gebäude gehört heute zu Textil-Reese) führt der Bartholomäus-Gang zum Stadtpark.
unten: Ecke „Op de Göten“ Geschäftshaus J.P.T. Andersen.

Bildrechte: Verlag Karl Kuskop, Wilster

1930 Wilsterau am Helgenland

ca. 1930 Blick von der Brücke am Rosengarten nach Norden auf den Stadtarm der Wilsterau und seine Einmündung in den Hauptarm. Links das als Nutzgarten gebrauchte und zur Kohlenhandlung Martin Krumm gehörende Helgenland, auf dem früher die wilsteraner Werften lagen, das Ufer ist besetzt mit Kopfweiden, rechts die Rückseiten der Häuser an der mittleren Deichstraße; ganz vorn rechts steht noch der alte Fachwerk-Schuppen von Harders (Gastwirtschaft „Zur Wende“)

Bildrechte: Rud. Hencke´s Buchhandlung, Wilster
aktuelles Foto von 2009: Andreas Reinke, Wilster

Die ergänzend vorgestellte und aus dem Jahre 1933 stammende Ansichtskarte (Bild 4) verdeutlicht, daß der Segelsport in Wilster Einzug gehalten hat (Die Segler-Vereinigung Wilster wurde 1932 gegründet), denn in Höhe des Hauses des Tischlermeisters Paul Schulz (heute Stitterich) liegt eine kleine Segeljacht.

Bildrechte: Verlag Hans Andres, Hamburg
Die ergänzend vorgestellte Karte befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1935 Haus Deichstraße 18

Haus Deichstraße 18 2007

ca. 1935 Das Haus Deichstraße 18 nach dem 1934 erfolgten Umbau zum Wohn- und Geschäftshaus des Tischlermeisters Peter Claus Heinrich von Holdt und seiner Ehefrau Annemarie geb. Kuhrt.
Rechts neben dem Gebäude führt ein schmaler Gang zum Fußgängersteg über die Wilsterau zum Rosengarten.
Rechts daneben das Haus von Adolf Bergholz Kolonialwaren (später Kühl, Fesser Bekleidungswaren).
Links im Anschnitt erkennbar des Haus 17 von Manufakturwaren Hermann Looft (danach Handarbeitsgeschäft von Elly Heymann)

Bildrechte: Heinrich von Holdt, Wilster

1935 Lageplan, Straßen, Gewässer

Diese Orientierungskarte über den Kern Wilsters stammt aus Mitte der 1930er Jahre.
Interessant ist, daß es zu der Zeit noch zweistellige Telefonnummern gab.
Besonders auffällig an dem Plan ist jedoch die Vielzahl der dargestellten und dem Verfüllungswahn vergangener Jahrzehnte zum Opfer gefallenen Wasserläufe (Arme der Wilsterau sowie der Burggraben, Bäckerstraßenfleth). Die Straße „Op de Göten“ trägt noch den Namen „Marktstraße“.

Bildrechte: Verlag Herm. Kasper, Hamburg

1937 Deichstraße

Deichstraße 2007 (Blick Richtung Markt)

ca. 1937 obere Deichstraße Blick Richtung Markt.
Rechts das Geschäft von Optiker Johannes Schade (nach dem II. Weltkrieg Werner Viergutz und danach Tiedemann). In dem anschließenden Klinker-Gebäude von Hermann Schultz war nach II. WK zunächst der Gemüseladen von Bünning betrieben – das Gebäude wurde danach von Textil-Looft vollkommen umgebaut.
Es folgt KAISERS Kaffee und die Drogerie Behmer, dann das Textilgeschäft Mangels.
Am Eingang zum Markt steht das Wilstermarschhaus.

Bildrechte: L. Behning, Wilster

1937 Op de Göten, Markt, Wilstermarsch Haus, Deichstraße

Ecke Markt, Deichstraße, Op de Göten 2007

ca. 1937 Das Hotel Wilstermarschhaus dominierte den Bereich der Einmündung der Deichstraße und „Op de Göten“ in den Marktplatz. Offenbar ist die Schleswig-Holstein Flagge aufgezogen.
In dem übernächsten Gebäude in der Deichstraße war das Textilgeschäft Mangels untergebracht.
Auf der rechten Seite der Deichstraße im Anschnitt noch zu erkennen das „Warenhaus“ von Christian (Krischan) Haack. Ein Geschäft mit bis heute erhaltenem besonderem Flair.

Bildrechte: Verlag L. Behning, Wilster

1942 Blick von der Schottbrücke die Wilsterau aufwärts

1942 Blick von der Schottbrücke die Wilsterau aufwärts.
Rechts hinten sieht man die Rückseiten der an der Deichstraße gelegenen Häuser.
Etwas links von dem Baum (eine Esche) in Bildmitte mündet der Stadtarm der Wilsterau (vom Rosengarten kommend) in den Hauptarm ein.
Das dreiecksförmige Landstück zwischen den beiden Armen der Wilsterau ist das Helgenland, auf dem früher mehrere Werftbetriebe ansässig waren.
An der Landspitze errichtete später (ca. 1950) Heinrich von Holdt sein Bootshaus, in dem er im Laufe der Zeit mehrere hölzerne Segeljachten baute.

Bildrechte: Photo und Verlag Hans Andres, Hamburg

1955 Deichstraße, Neustadt, Op de Göten, Wilsterau

ca. 1955 Mehrbildkarte
links oben: obere Deichstraße mit (von rechts) Gaststätte Pruter/Brandt, Elektro-Gilde, Kolonialwaren Thams & Garfs, Installateur Barthen/Garms, Optiker Schade/Viergutz/Tiedemann, Gemüse Bünning/ Textil Looft, Kaisers Kaffee u. Drogerie Behmer (ein Gebäude), Textil Mangels/Andersen, Wohn-haus, Wilstermarsch-Haus)
links unten: Wilsterau in Landrecht mit dem Bauernhof von Bauer Stahl
mittig: Op de Göten
rechts oben: Wilsterau in Landrecht
rechts unten: Neustadt, Blick vom Neumarkt zum Schott; die Häuser rechts bis zu dem Radfahrer – hier mündet der Zugang zum Rosengarten ein – fielen der Stadtsanierung zum Opfer.

Bildrechte: Rudolf Hencke, Wilster

1958 Markt, Ecke Op de Göten / Deichstraße

Op de Göten 2007 (Blick vom Markt)

ca. 1958 An der Einmündung von Op de Göten und Deichstraße ist am Standort des abgebrochenen Gebäude des früheren Hotels "Wilstermarschhaus" das Wohn- und Geschäftshaus von Kolonialwaren Gutsche errichtet. Es gab zu der Zeit noch viele kleine Geschäfte für Nahrungsmittel: Bäcker, Schlachter, Gemüse-, Milch-, Kolonialwarenhändler – Selbstbedienungsläden waren noch nicht vorhanden. Die Front der Westbank im Hintergrund ist noch unverschandelt. Die Straßen sind noch mit Granitsteinen gepflastert. Die Deichstraße ist Richtung Markt Einbahnstraße.

Bildrechte: Rudolf Hencke, Wilster

1960 Markt, Op de Göten, Wilsterau, Deichstraße, Neustadt

ca. 1960 Der Fortschritt bei der Verkehrslenkung hat mit einem Zebrastreifen in Wilster Einzug gehalten. Die Einbahnstraßen-Regelung für die Deichstraße geht noch Stadteinwärts; neben „Krischan Haack“ wird noch von Wittrock ein Fahrradhandel betrieben; Ruge´s ehemaliges Gasthaus „Zur Börse“ ist mit dem Haus von Textil Reese im Untergeschoß wie siamesische Zwillinge verbunden worden; die Häuser der linken Seite in der Neustadt sind noch nicht Opfer der Sanierung.

Bildrechte: Verlag Ferdinand Lagerbauer & Co., Hamburg

1960 Rathausstraße, Burgerstraße, Neumarkt, Markt, Deichstraße, Kohlmarkt

1960 Mehrbildkarte
oben links: Rathausstraße stadteinwärts gesehen; vor dem Rathaus steht noch das Gebäude der Gastwirtschaft "Dithmarscher Hof"
oben mittig: Die Wilsterau am Großen Brook mit dem Liegeplatz für die Ewer der Wilsteraner Schiffer.
oben rechts: Burger Straße stadtauswärts gesehen; links das Geschäftshaus der Schreibwarenhandlung Henke /später Bedei), rechts die Bäckerei Gundelach
mitte links: Neumarkt mit Einmündung der Schmiedestraße, auf dem Platz der kleinen Grünfläche im Vordergrund stand bis in die 1950er Jahre ein Wohnhaus.
mitte mittig: Marktplatz mit der St. Bartholomäus Kirche
mitte rechts: Deichstraße stadtauswärts gesehen; im Vordergrund das Textil-Geschäft Mangels.
unten links: Einmündung der Straße Op de Göten in den Markt mit der noch völlig intakten westlichen Häuserzeile.
unten mittig: Stadtpark mit dem Ehrenmal von der Wende an der Deichstarße aus gesehen.
unten rechts: Kohlmarkt stadtauswärts gesehen; ganz am Ende der Straße ist der Gasthof "Zur Linde" erkennbar.

Bildrechte: Buchdruckerei Johann Schwarck Söhne

1962 Wilsterau am Helgenland

Blick von der Rosengarten-Brücke, 2007

1962 Blick von der Brücke am Rosengarten nach Norden auf den Stadtarm der Wilsterau und seine Einmündung in den Hauptarm. Links das als Nutzgarten gebrauchte sogenannte Helgenland (Standort der ehemaligen Wilsteraner Werften), an dessen Spitze der Bootsschuppen von Heinrich von Holdt liegt; im Gewässer die zum Angeln und Pettern (Pieren) genutzten Ruderboote, rechts die Rückseiten der Häuser an der mittleren Deichstraße; ganz vorn an der Mauer mit dem aufstehenden Zaun ist der ursprünglich vorhandene Schuppen beseitigt.

Bildrechte: nicht bekannt

 

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