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1898 Der Ort Burg in Dithmarschen erstreckt sich in Teilbereichen auch auf die Landschaft der Wilstermarsch bei Äbtissinwisch.
Die schöne alte Farb-Lithographie zeigt u.a. eine Totale des am Rand der steil aus der Marsch aufragenden Hohen Geest liegenden schönen Ortes - Blick etwa vom heutigen Nord-Ostsee-Kanal aus (bis 1948 führte der Kanal den Namen Kaiser-Wilhelm-Kanal);
der 1895 eröffnete Kanal unterbricht die Wilsterau und störte so die Jahrhunderte dauernden Schifffahrts- und die darauf basierenden Handelsbeziehungen zwischen Burg und der Stadt Wilster. Die Stadt Wilster als auch der Kirchort Burg waren beide sehr lange Zeit typische Schifferorte.
Die Wilsterau war in früheren Zeiten von ihrer Mündung am Kasenort an auf etwa 30 km Länge schiffbar, also bis weit in ihren Oberlauf, der bei Hademarschen entspringenden Holstenau. Erst ab dem Zusammenfluß der Holstenau mit der Burgerau führte die Wilsterau ihren Namen.
Bildrechte: Verlag H. Sötje, Burg
ca. 1920 Kleine Katen-Stelle in der Gemeinde Ecklak;
der Standort des Gebäudes konnte noch nicht lokalisiert werden.
Bildrechte: Albert Behr, Hamburg
ca. 1925 Windrad während der Montage für eine Schöpfmühle
Die Windräder der Firmen Apel & Sachau, Wilster, und Köster, Heide, lösten in den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts viele der zuvor das Landschaftsbild der Wilstermarsch prägenden Schöpfmühlen, von denen eine bei Honigfleth als Baudenkmal erhalten wurde, ab.
Geschöpft wurde auch bei den von Windrädern angetriebenen Schöpfmühlen weiterhin mit der bewährten Archimedischen Schnecke.
Die Abbildung zeigt den Aufbau eines Windrades auf den Ländereien des Landwirtes Huusmann in Ecklak.
Leider wurde in der Wilstermarsch nicht eines der bis weit in die 1950er Jahre vorhandenen Windräder erhalten. Dabei wurden in Wilster bei der 1909 gegründeten Maschinenfabrik Apel & Sachau diese Windrotoren sogar hergestellt (Bild 4).
Ein noch als Baudenkmal erhaltenes und betriebenes bauähnliches Windrad ist das Windrad Lobbe auf Rügen, welches auf dem Vergleichsfoto abgebildet ist.
Bildrechte: nicht bekannt
Vergleichsbild: Angus_von_Beruta
ca. 1965 Burger Fähre
Die Fähre über den Nord- Ostsee Kanal ermöglicht dessen Überquerung im Zuge der Landstraße L 135 zwischen Wilster und Burg in Dithmarschen.
Die bei Kanal-km 14,847 verkehrende Fähre Burg hat eine Tragfähigkeit von 45 t; sie ist eine freifahrende Fähre.
Noch bis weit in die 1950er Jahre verkehrten hier Kettenfähren, welche auf Grund ihrer Betriebsart nicht frei manövrieren konnten und insofern erhebliche Rücksichten auf die vorfahrtberechtigte Schifffahrt nehmen mußten.
Bildrechte: Cramers Kunstanstalt KG, Dortmund
ca. 1965 Ecklak, Kaufmann, Schule, Fähre Kudensee
Bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hatten die ländlichen Gemeinden der Wilstermarsch eigene wesentliche Einrichtungen der dörflichen Infrastruktur, nämlich: Schule, Gastwirtschaft, Kaufmannsladen.
Der kleine Laden der Familie Eggers (Bild oben) in Ecklak bestand bis 1985.
Zu dem Zeitpunkt war die dörfliche Schule bereits (1972) aufgegeben worden; das untere Bild zeigt das 1912 errichtete Schulhaus.
Die Fähre überquert den Nord- Ostsee Kanal in der benachbarten Gemeinde Kudensee.
Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn
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