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ca. 1860 Alte Wache
Die Alte Wache hatte ihren Standort etwa in Höhe der Einmündung der „Lange Reihe“ in den „Steindamm“ - ihr Vorgänger stand an der Ecke Marquardstraße.
Im Hintergrund rechts mit der klassizistischen Fassade ist das heute noch vorhandene spätere Geschäftshaus der Firma Elektro Meyer an der Ecke Kohlmarkt / Verbindungsstraße zur Burger Straße erkennbar.
Bildrechte: Hans-Peter Mohr
Das Foto stammt aus der von Robert Friedrichs verwahrten Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
ca. 1875 Lange Reihe
Dem gewundenen Verlauf der Wilsterau folgend - diese führte durch die gesamte Stadt und bestimmte die Linienführung des Kohlmarkts und der Deichstraße - war die Straße Lange Reihe in früheren Zeiten eine der Hauptzufahrtsstraßen nach Wilster.
Die Straße führte vom Kohlmarkt zum Bischofer Deich, weiter dann an der Wilsterau entlang zum Kasenort, von dort entlang dem Deich der Stör bis zur Einmündung der Bekau, deren Deich dann folgend bis zur Lux-Brücke, wo dann bald festere Wege auf der Geest bei Oldendorf erreicht wurden.
Wenn, so wie auf dem Foto ersichtlich, die schmale Straße auch nur mit Feldsteinen gepflastert war, bildete doch diese Art der Befestigung einen erheblichen Vorteil gegenüber den ansonsten unbefestigten und vielfach grundlosen Wegen und Straßen der Marsch.
Bildrechte: Hans-Peter Mohr
Das Foto stammt aus der von Robert Friedrichs verwahrten Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
1900 Nordostecke des Markt Platzes und Einmündung der Burger Straße
Die Burger Straße führte in früheren Zeiten den Namen "Hafer Straße" oder "Haber Straat".
Auf der Ecke rechts ein damals der Kirchengemeinde Wilster gehörendes Gebäude (Archidiakonat), in dem u.a. die Gemeindeschwester ihr Domizil hatte.
Vor dem Gebäude eine Baumreihe, die sich auf der gesamten östlichen Seite des Marktplatzes bis zur Einmündung der Straße Kohlmarkt fortsetzte;
ganz links der Haarschneide-Salon von M. Wilkens.
Im vierten Haus von links (heute Möbelhaus Wolfsteller) wurde seinerzeit die Kolonial Waren Handlung und Taback Fabrik von I.H. Garms betrieben
Kraftfahrzeuge gab es damals in Wilsters Straßenbild nicht – Lasten wurden mit dem Fuhrwerk transportiert. Kinder und Spaziergänger konnten weitgehend gefahrlos auf den Straßen flanieren.
Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
1920 Speicher an der Wilsterau am Kohlmarkt.
So wie viele Straßen in Wilster, folgt auch die Straße Kohlmarkt dem ehemaligen Verlauf der leider 1953 im innerstädtischen Bereich verfüllten Wilsterau. Die Linienführungen von Deichstraße, Schmiedestraße, Klosterhof, Lange Reihe sind hierfür weitere Beispiele.
Da in früheren Zeiten der Güterverkehr überwiegend auf den Wasserstraßen erfolgte, nimmt es nicht Wunder, daß auf vielen der an die Wilsterau angrenzenden Hausgrundstücke Speicher zur Lagerung der Waren unmittelbar am Gewässer standen.
Die abgebildeten Speicher standen unmittelbar vor der Einmündung des Burggrabens, auf dessen ehemaliger Trasse heute der kleine Verbindungsweg zwischen Kohlmarkt und Klosterhof angelegt ist.
Bildrechte: wahrscheinlich Ludwig Behning
Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
ca. 1922 Der Festumzug der Liedertafel zieht durch die Straße Kohlmarkt.
In früheren Zeiten war es bei allen gesellschaftlich relevanten Vereinen in der Stadt Wilster gängige Praxis, aus Anlaß ihrer besonderen Festlichkeiten in einem Umzug durch die Straßen der Stadt zu ziehen. So hielt es auch die bereits im Jahre 1842 gegründete Liedertafel Wilster.
Die gesamte Stadt wurde von den Bürgern zu diesen Anlässen festlich mit Girlanden und den Schleswig-Holstein Flaggen geschmückt.
Hier zieht der Festumzug durch die Straße Kohlmarkt vorbei an dem Festlokal, dem Gasthof "Krug zum grünen Kranze" von Johannes Ahrens (später Otto Busch, danach Magda und dann Werner Busch).
Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster
ca. 1925 obere Burgerstraße – Blick von der kleinen namenlosen Querstraße (Verbindung von Burger Straße und Kohlmarkt) auf das damalige Geschäftshaus von I.H. Garms.
Die Straße gehört postalisch zum Kohlmarkt - ein eigener Name (z.B. Achterstraat oder Lütte Straat) für die Straße wäre wünschenswert - vielleicht lassen sich Verwaltung und Ratsversammlung etwas einfallen!
Auf der Front des Hauses die Inschrift: Kolonialwaaren, Delicatessen - Handlung & Tabak-Fabrik von I.H. Garms.
Das zwischenzeitlich großzügig umgestaltete und in seinem hinteren Bereich erheblich vergrößerte Gebäude wird seit dem Jahre 1969 von der Firma Möbelhaus Wolfsteller genutzt.
Bildrechte: nicht bekannt
das Foto wurde von Peter Wolfsteller freundlicherweise zur Verfügung gestellt
Schlachterei Beimgraben um 1930
Die Stadt Wilster beherbergte früher in ihren Mauern sehr viele Schlachtereinen, denn die Wilstermarsch war immer ein bedeutendes Gebiet für die Rinderzucht.
Im Hof der Schlachterei Beimgraben in der Burgerstraße haben die Schlachter mit einem Delinquenten vor dem Schlachthaus Aufstellung genommen.
Von den Personen sind folgende Namen bekannt: T. Beimgraben, A. Mohr, Kuhrt, Richard Beimgraben, G. Hüppner, Jakob Beimgraben (der damalige Inhaber), F. Quarbek, G. Torpus, Rümann.
Es gab seinerzeit in Wilster mehrere Fleischerei-Betriebe, die alle noch selbst schlachteten.
Neben der genannten Schlachterei Beimgraben (bis 1992) unter anderen noch: Richard Ahrens (später Tade Magnussen, bis 1986) am Kohlmarkt, Heinrich Schlüter (bis 1965) in der Deichstraße sowie dessen Namensvetter Albert Schlüter (und andere bis 1973) in der Schmiedestraße sowie Gebrüder Schlüter (und andere, ua. Werner Grimm, bis 1971) in der Rathausstraße, Karl Stücker (bis 1973) in der Deichstraße, Friedrich Herzog (bis ca. 1982) am Neumarkt, Nikolaus von Holdt, August und Rudolf Prehn (bis 1952) und Andreas Jacobsen (später Tade Magnussen bis 1966) am Klosterhof, Gustav Karrasch (bis 1953) im Landrecht und der Hausschlachter Gripp in der Neue Burger Straße.
Von all den aufgeführten Betrieben hat bis heute nur derjenige von Nikolaus von Holdt überdauert; der seit 1835 in Wilster bestehende Betrieb wurde jedoch bedingt durch die Stadtsanierung im Jahre 1985 nach Wellenkamp verlegt, da es der Stadt Wilster nicht gelungen war, dem Betreiber, dessen Familie bereits vor 350 Jahren in Wilster ansässig war, ein adäquates Betriebsgrundstück anzubieten.
Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
1936 Firma W. Langbehn Inh. K. Trammnitz Am Steindamm
1936 übernahm der Autoschlosser-Meister Kurt Trammnitz den Kfz.-Reparatur Betrieb W. Langbehn an der Straße Am Steindamm;
er war ein Schwiegersohn des vorherigen Firmeneigners.
Auf dem Gelände betrieb der neue Inhaber mit seinem Bruder einen Auto-Reparatur Betrieb, welcher zunächst unter dem alten Firmennamen weiter geführt wurde.
Als gesonderte Firma betrieb Kurt Trammnitz auch einen Omnibus Betrieb.
An der Straße war vor dem Betriebsgebäude eine zunächst noch unbedachte Tankstelle eingerichtet.
Bildrechte: Familie Langbehn
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster
1936 Firma W. Langbehn Inh. K. Trammnitz Am Steindamm
Der Autoschlosser-Meister Kurt Trammnitz hatte 1936 den Kfz.-Reparatur Betrieb W. Langbehn von seinem Schwiegervater übernommen; W. Langbehn starb im Jahre 1940.
Auf dem Gelände betrieb der neue Inhaber mit seinem Bruder einen Auto-Reparatur Betrieb, welcher zunächst unter dem alten Firmennamen weiter geführt wurde.
Als gesonderte Firma betrieb Kurt Trammnitz auch einen Omnibus Betrieb;
auch eine Fahrschule wurde eingerichtet.
Die an der Straße vor dem Betriebsgebäude befindliche Tankstelle erhielt um 1948 eine Überdachung.
Bildrechte: Familie Langbehn
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster
ca. 1948 Die Straße Am Steindamm, abgebildet auf dem unteren Bild einer Mehrbild-Ansichtskarte.
Bild 1 Ausschnitt
Bild 2 Mehrbild-Ansichtskarte (oben: Bahnhof; mittig: Ostland Siedlung; unten: Am Steindamm)
Bild 3 Teil des Betriebshofes der Firma Trammnitz
Bild 4 Wohngebäude der Familien Langbehn und Trammnitz
Der Autoschlosser-Meister Kurt Trammnitz hatte 1936 den Kfz.-Reparatur Betrieb W. Langbehn von seinem Schwiegervater übernommen; W. Langbehn starb im Jahre 1940.
Auf dem Gelände betrieb der neue Inhaber mit seinem Bruder einen Auto-Reparatur Betrieb, welcher zunächst unter dem alten Firmennamen weiter geführt wurde.
Als gesonderte Firma betrieb Kurt Trammnitz auch einen Omnibus Betrieb;
auch eine Fahrschule wurde eingerichtet
und an der Straße vor dem Betriebsgebäude eine Tankstelle.
Bildrechte: Familie Langbehn
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster
ca. 1960 Der Kfz.-Reparatur und Omnibus Betrieb Wilhelm Pott Am Steindamm
Nachdem im Jahre 1950 die Firmen der Brüder Trammnitz mit großen Erwartungen von Wilster nach Pünstorf bei Itzehoe umgesiedelt waren und dort bald scheiterten, wurden die bisher von ihnen in Wilster genutzten Örtlichkeiten neu verpachtet.
Auf dem Gelände Am Steindamm siedelte sich zum 01.04.1950 die zum damaligen Zeitpunkt ihren Hauptsitz in Bergkirchen bei Bad Oeynhausen habende Firma Pott an. Diese betrieb in Wilster bis in das Jahr 1973 eine Kfz.-Reparatur Werkstatt sowie einen Omnibus Betrieb;
sie bediente den Linien Verkehr auf der Strecke Brunsbüttelkoog - Wilster - Itzehoe
Zur Zeit der Aufnahmen befand sich die Tankstelle noch unmittelbar vor dem Betriebsgebäude.
Die Hoffläche des Betriebes war lediglich mit Schotter befestigt.
Bildrechte: nicht bekannt
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster
ca. 1966 Der Kfz.-Reparatur und Omnibus Betrieb Wilhelm Pott Am Steindamm
Zum 01.04.1950 hatte sich auf dem Anwesen der vormaligen Firmen Trammnitz die zum damaligen Zeitpunkt ihren Hauptsitz in Bergkirchen bei Bad Oeynhausen habende Firma Pott angesiedelt.
Wilhelm Pott betrieb in Wilster eine Kfz.-Reparatur Werkstatt sowie einen Omnibus Betrieb, welche nach seinem Tode von seinem Sohn Helmut bis 1973 weiter betrieben wurde;
sie bediente den Linien Verkehr auf der Strecke Brunsbüttelkoog - Wilster - Itzehoe
Zur Zeit der Aufnahmen war neben dem Hauptgebäude ein kleiner Pavillon errichtet und der Standort der Tankstelle dorthin verlegt worden; sie stand zuvor unmittelbar vor dem Betriebsgebäude.
Die Hoffläche des Betriebes war lediglich mit Schotter befestigt.
Auf dem hinteren Teil des Betriebsgeländes befand sich die separate Firma Vulkanisier Betrieb Albert Ebbecke (später Naujokat).
Bildrechte: nicht bekannt
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster
1936 übernahm der Autoschlosser-Meister Kurt Trammnitz den Kfz.-Reparatur Betrieb W. Langbehn an der Straße Am Steindamm;
er war ein Schwiegersohn des vorherigen Firmeneigners.
Auf dem Gelände betrieb der neue Eigner mit seinem Bruder einen Auto-Reparatur Betrieb; gleichzeitig handelte er mit Kraftfahrzeugreifen, wofür er 1938 von der „Überwachungsstelle für Kautschuk und Asbest (Berlin W 50, Augsburger Straße 38) die Zulassung erhalten hatte.
Als gesonderte Firma führte Kurt Trammnitz auch einen Omnibus Betrieb.
Ab Mai 1945 wurde das zugehörige Wohnhaus und ab September 1945 die Werkstatt von englischen Truppen beschlagnahmt.
Aus dem angefügten Zeitungsartikel (Bild 4) der Wilsterschen Zeitung vom 17.03.1950 erfahren wir, daß die Brüder Trammnitz zum 01.04.1950 ihren um neue Innovationen (Entwicklung und Fertigung von Wohnwagen und Motor-Rollern) erweiterten Betrieb nach Itzehoe verlegten. Dort allerdings mußten die Firmeneigner bereits 1951 Insolvenz anmelden.
Die vorgestellten Fotos stammen aus der Zeit um 1948
Bildrechte: Familie Langbehn, Wilster
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster
1952 Kohlmarkt
Blick von Höhe des Geschäftshauses des Verlages der Wilsterschen Zeitung in den Kohlmarkt stadtauswärts
Links im Anschnitt ist ein Rest des Geländers der Brücke erkennbar, die hier hier früher den Burggraben überquerte und in dessen ehemaligen Verlauf ein fußläufiger Verbindungsweg zur Burger Straße führt.
In dem rechten Teil des abgelichteten zentralen Gebäudes war seinerzeit der Damen Friseur Salon Schwardt (danach Cappel).
Dahinter folgt das Gebäude mit dem Textil-Geschäft von Helms; hier noch mit der ursprünglichen schön gegliederten Fassade.
Das zwiebelförmige Ziertürmchen auf dem Gebäude im Hintergrund ist schon lange beseitigt, so wie auch der Gasthof "Zur Linde" ganz hinten.
Bildrechte: Cramers Kunstanstalt K.G., Dortmund
1955 Kohlmarkt
Die Straße Kohlmarkt stadtauswärts gesehen.
Links das Geschäftshaus des Verlages der Wilsterschen Zeitung von Johann Schwark.
Zwischen dem Gebäude und dem darauf folgenden Haus verlief bis zu Beginn der 1930er Jahre der danach verfüllte Burggraben, heute wird die Fläche von einem Verbindungsweg zur Burger Straße eingenommen.
Das Geländer rechts an der Straße erinnert noch an die ehemalige Brücke.
Davor der Blumen-Laden von Hans Behrens.
Vorne rechts die Gaststätte "Neue Börse" von Alwin Springer ( danach Elfriede Schober, jetzt ihre Tochter Frauke)
Bildrechte: nicht bekannt
1955 Schwan Apotheke am Kohlmarkt 51
Seit dem Jahre 1660 wird die Schwan-Apotheke im Haus Kohlmarkt 51 mit einem mit diesem Haus verbundenen Real-Privileg betrieben.
1660 hatte der Apotheker Georg Janus vom dänischen König Friedrich III (Frederik III), Wilster gehörte damals zum dänischen Gesamtstaat, das Privileg erhalten zum Betreiben einer Apotheke in Wilster.
Anmerkung: König Frederik (* 18. März 1609; † 9. Februar 1670) herrschte von 1648 - 1670; er war zugleich Herzog von Holstein.
Nach mehreren baulichen Veränderungen in den vergangenen 3 Jahrhunderten wurde das Haus im Jahre 1984 unter Denkmalschutz gestellt und in den Jahren 1989/1990 restauriert.
Bild 2 zeigt die Fassade des Hauses um 1875
Bild 3 zeigt die Fassade nach der letzten Renovierung
Besonders augenfällig ist die Veränderung von Lage und Gestaltung des Eingangsbereiches und der Zuschnitt der Fenster im Erdgeschoß.
Bildrechte:
Bild 1: Heinrich Ballerstädt, Wilster
Bild 2 (Bildausschnitt): Hans-Peter Mohr, Wilster
Bild 3 und 4: homepage der Schwan Apotheke
1962 Fußweg zwischen Kohlmarkt und Klosterhof
Der Blick auf den Durchgang zwischen Kohlmarkt und Klosterhof verdeutlicht, daß hier zuvor eine kleine Brücke vor der im Jahre 1953 vorgenommenen Verrohrung der Wilsterau dieses Gewässer überquerte.
Von den historischen Anfängen Wilsters an hatte die Wilsterau in einer heute noch im Grundriß der Stadt deutlich erkennbaren großen Mäanderschleife diese durchquert. Der Fluß bildete als Verkehrsweg über viele Jahrhunderte für Wilster den Anschluß des Ortes aus seiner abgeschiedenen Lage in die Welt.
Bildrechte: Holger A. Hansen, Mülheim a. d. Ruhr
1962 Fußweg zwischen Kohlmarkt und Klosterhof
Blick in den Gang, welcher die fußläufige Verbindung zwischen Klosterhof und Kohlmarkt gestattet; Blickrichtung Kohlmarkt.
Es ist kaum zu glauben, daß durch den schmalen Gang, allerdings vom Klosterhof her, die Zufahrt von Volkswagen PKW zu den hinter den Häusern liegenden provisorischen Stellplätzen erfolgen konnte.
Rechts das Haus Kohlmarkt 46 von Fritz Hünsche (Ofensetzer) und links Kohlmarkt 47 von Werkzeugmacher Johann Boll (dieser war allen Wilsteraner Jungs bekannt für das alljährliche Erneuern des Hohlschliffs ihrer Schlittschuhe);
an dem Haus hängt ein Futterhäuschen zur Winterfütterung der Vögel, eine geradezu spitzwegsche Idylle.
Bildrechte: Holger A. Hansen, Mülheim a. d. Ruhr
1964 Burger Straße
Blick von der ehemaligen Querung über den Burggraben in Richtung Markt, an dessen westlicher Ecke ganz im Hintergrund noch das schöne Gebäude des Café Schöne (Inhaber Thörmer) steht.
In dem Gebäude im Vordergrund links war nachweislich des Reklameschildes der Friseur Salon von Dieter Bodenstedt (vorher Peter Ramm) untergebracht.
Das Gebäude auf der gegenüber liegenden Straßenseite mit der neu in Klinkersteinen aufgemauerten Fassade war das Geschäftshaus der Schlachterei Richard Beimgraben. Der Betreiber dieser Heimatseite hat 1961 als Maurer-Lehrling beim Umbau mitgewirkt und durfte seinerzeit als Vertrauensbeweis seines Lehrgesellen den Sturz über der Eingangstür mauern.
Bildrechte: Cramers Kunstanstalt KG., Dortmund
1964 Kohlmarkt
Blick von Höhe des heutigen Geschäftshauses der Firma Plett, welches später im Bereich der damaligen Kohlenhandlung (links im Anschnitt) errichtet wurde, in den Kohlmarkt Richtung Markt.
Auch das rechts vor dem Textilgeschäft von Heinrich Helms hier noch abgebildete Haus besteht seit langem nicht mehr.
Hinter Textil-Helms folgt ein Gebäude, welches in seinem rechten Teil den Damen Friseur Salon von Cappel enthielt; das Haus mit dem vorspringenden Erker ist das Verlagsgebäude der Wilsterschen Zeitung.
Bildrechte: Cramers Kunstanstalt K.G., Dortmund
ca. 1975 Blick auf den Bereich, der heute größtenteils vom WEZ Wilster Einkaufzentrum eingenommen wird.
Bild 1: Diesseits der Straße Am Steindamm ist das Betriebsgelände der damaligen Wilsteraner Tiefbaufirma Friedrich Dethlefs erkennbar.
Vor dem villenähnlichen Gebäude etwa in Bildmitte verläuft der Fußweg von Am Steindamm zur damaligen Fußgängerbrücke über die Bahnanlagen. Die links im Anschnitt erkennbare Brücke überquerte die Bahnstrecke nach Brunsbüttel und führte zum Bahnhof.
Jenseits der Straße Am Steindamm liegt der Betrieb von Ford Bandholz (Kfz-Reparatur und Verkauf), während ganz oben rechts das Gebäude des Vulkanisier-Betriebes von Albert Ebbecke, danach Naujokat, erkennbar ist.
Oben links ist der Anfang der 1960er Jahre eingerichte Betrieb (Kfz-Reparatur und Verkauf) von Gustav Pazewitsch zu sehen, welcher mit AUDI und NSU Fahrzeugen handelte.
Bild 2: zentral im unteren Bereich das Betriebsgelände der Firma Ford Bandholz sowie Busse der Firma von Helmut Pott; der Vater des letzteren hatte hier vom 01. April 1950 bis zu seinem Tode im Jahre 1963 einen Kfz-Reparatur Werkstatt betrieben, welche von seinem Sohn bis zum 30.09.1973 weiter geführt wurde.
Der unbefestigte Weg jenseits der Straße führte zur damaligen Fußgängerbrücke über die Bahnstrecke Wilster - Brunsbüttel; links von dem Weg ist später das WEZ Wilster Einkaufzentrum entstanden.
Bild 3: zentral das Betriebsgelände der Firma Erich Bandholz (Ford Kfz-Handel und Reparatur).
Jenseits der Straße Am Steindamm das Gelände des heutigen WEZ.
An der Straße steht noch das Anwesen des Betriebes von Horst Wolter; hier wurde in den 1950er Jahren die Produktion von Margarine betrieben.
Bildrechte: nicht bekannt
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster
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