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1901 Krummendiek
Der Ort liegt als Straßendorf entlang dem rechten Ufer der Bekau; er gehört zu der sich auch auf die Geest erstreckenden Gemeinde Kleve.
Der Ort hat seinen Namen nach dem ehemaligen adligen Marsch Gut der Herren von Krummendieck (die Gutsgebäude wurden später nach Lütjenrade (Kleve) auf die Geest verlegt).
Der Name der Gaststätte „Zum alten Schlosse“ (später: „Zum alten Schloßberg“) erinnert an eine hier im 13. Jahrhundert errichtete Burg, welche 1657 von den Schweden zerstört wurde.
Die zuletzt von Müllermeister Hermann Martens in den Jahren von 1952 bis 1962 betriebene Mühle besteht seit den 1960er Jahren nicht mehr.
Die Mühle war nach 1864 neu errichtet worden, nachdem sie im selben Jahr abgebrannt war zu einer Zeit, als der mehrfache Mörder und Brandstifter Timm Thode dort das Müllerhandwerk erlernen wollte.
Bildrechte: Verlag F. Schlüter, Wilster
ca. 1904 Gasthof "Zur Buechsenkathe" an der Bekau.
Der Gasthof "Zur Büchsenkathe" (Zur Büxenkathe) in Bekmünde stand an der Abzweigung nach Krummendiek an der Bundesstraße 5, zwischen Wilster und Heiligenstedten.
Der Gasthof gehörte zu den vielen früher an den Landstraßen gelegenen Krügen mit Ausspann, die den Fuhrleuten Möglichkeiten zur Rast und zur Versorgung der Gespanne boten.
Die Büxenkathe wurde bis zum 01.09.1964 als ländliche Gastwirtschaft betrieben, bis 1953 sogar mit Saalbetrieb. Letzte Wirtin des Gasthofes war Kunigunde Schade, deren Ehemann Adolf 1944 an der Front gefallen war. Bereits um 1900 war dessen Vater Peter Schade Besitzer der Gaststätte.
Der Name der ehemaligen Gaststätte wurde seinerzeit ausweislich des auch auf der Vorderfront des Anwesens lesbaren Namens "Büxenkathe" geschrieben - hierbei handelt es sich um eine Verbalhornung des Wortes Büchsenkate.
Der Name wird gerne darauf zurück geführt, daß dort ein Hosenmacher, also ein Büchsen-Schneider seine Büchsenschneider Kate gehabt habe. Diese Interpretation erscheint hinterfragungswürdig. Es ist eher zu vermuten, daß hier weit draußen vor der Stadt ein Büchsenmacher oder auch Büchsenschneider sich mit der Fertigung von Waffen (Büchsen) befaßte, denn der Umgang mit Schießpulver war wegen der Brandgefahr in der eng bebauten Stadt Wilster nicht erlaubt. Für diese These spricht auch, daß das Grundstück der Kate früher im Eigentum der Stadt Wilster lag.
Viele Jahre wurde diese Kate, zur der auch eine kleine Schankwirtschaft gehörte, von der Stadt Wilster verpachtet.
Am Donnerstag, den 28. Mai 1970 gegen 22.10 Uhr fiel das Gebäude einem verheerenden Schadensfeuer zum Opfer und wurde nicht wieder aufgebaut.
Hier gibt es mehr InformationenZur Büchsenkate
Bildrechte: Verlag Carl Kuskop Nachf. Inh. L. Behning
1910 Die St. Georg Kirche in Krummendiek,
welches aktuell nur etwa 80 Einwohner zählt, hat eine weit in die Vergangenheit zurück reichende Geschichte.
Die erste Kirche an diesem Ort soll 949 vom Hamburger Erzbischof Adaldag (von 937 bis 988) gestiftet worden sein.
Der Ritter Hartwig Busche – dessen Familie sich später v. Krummendiek nannte – ließ 1233 eine neue Kirche bauen.
Der heutige Bau der St. Georg Kirche wurde im Jahre 1699 im barocken Stil errichtet.
Wie in früheren Zeiten überall üblich und wie auch heute noch mit Ausnahme von Wilster in allen Kirchspielen der Wilstermarsch, liegt der Friedhof/Kirchhof um das Kirchengebäude herum.
Bildrechte: Otto Stiegler, Itzehoe
ca. 1919 Bauernhof in Bekdorf.
Die Fachwerk-Bauweise wurde in früheren Zeiten gerne genutzt, wenn auf anmoorigen und daher setzungsgefährdeten Böden – so wie hier in Bekdorf - Gebäude errichtet werden sollten.
Nach Setzung des Bodens konnte das Balken- und Ständerwerk der Gebäude mittels Spindeln angehoben und so eine Schiefstellung der Gebäude entgegen gewirkt werden.
Die Fahrwege in der Wilstermarsch hatten vor einhundert Jahren zumeist keine feste Fahrbahndecke.
Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster
ca. 1925 "Klever Hof"
Die Gaststätte „Klever Hof“ liegt am Übergang von der Marsch zur Geest.
Die Gaststätte führte um 1910 den Namen „Stumpfe Ecke“ und wurde von der Witwe Tine Egge betrieben, welche in dem Gebäude auch einen Kolonialwaren-Laden führte.
Nach dem Erwerb durch Jenny Süel wurde der Name „Klever Hof“ begründet; Nachfolger der Inhaberin war der mit Jenny Süel verwandte Gastwirt Werner Hell, dessen Sohn heute den Gasthof führt.
Wie alle seinerzeitigen Landgasthöfe verfügte der „Klever Hof“ auch über eine sogenannte Durchfahrt mit Ausspann für die Fuhrwerke.
Bildrechte: nicht bekannt; Sign.: 584
Hier gibt es Informationen zum Klever Hof
1928 Krummendiek, Gaststätte "Zum alten Schloßberg"
Die Gaststätte „Zum alten Schloßberg“ in Krummendiek ist einer der letzten heute noch betriebenen ländlichen Gasthöfe in der Wilstermarsch. Entsprechend hatte er eine sogenannte Durchfahrt zum Ausspannen der Fuhrwerke, hier rechts an dem Gebäude.
Der Name der Gaststätte „Zum alten Schloßberg“ (zuvor: „Zum alten Schlosse“) erinnert an eine hier im 13. Jahrhundert errichtete Burg, welche 1657 von den Schweden zerstört wurde.
Der Gasthof wurde vor dem II. WK von A. Splieth betrieben; danach bis heute von Mitgliedern der Familie Lahann.
Bildrechte: Verlag L. Behning, Wilster
ca. 1955 Gasthof "Zur Buechsenkathe" an der Bekau.
Der seinerzeit sehr bekannte Gasthof - die Schreibweise war unterschiedlich: Büxenkate/kathe, Büchsenkate/kathe, Buechsenkate/kathe - stand an der Abzweigung nach Krummendiek an der Straße Wilster - Heiligenstedten im Bereich der heute an dem Standort befindlichen Rettungswache.
Die Büchsenkathe wurde bis zum 01.09.1964 als ländliche Gastwirtschaft betrieben, bis 1953 sogar mit Saalbetrieb.
Um den Fernfahrern, welche gerne im Gasthof der freundlichen und tüchtigen Wirtin einkehrten, hinreichende Parkmöglichkeit zu schaffen, wurde die ehemalige Durchfahrt abgebrochen. Hier haben zum Zeitpunkt der Aufnahme einige Fernfahrer Station gemacht.
Am 28.5.1970 fiel das Gebäude einem verheerenden Feuer zum Opfer; es wurde nicht wieder aufgebaut. Letzte Wirtin des Gasthofes war Kunigunde Schade, deren Ehemann Adolf 1944 an der Front gefallen war. Bereits 1900 war dessen Vater Peter Schade Besitzer der Gaststätte gewesen.
Hier gibt es mehr Informationen Zur Büchsenkate
Bildrechte: nicht bekannt
1960 Bauernhof in Schadendorf
Der Bauernhof Thomsen (Hof 239 in dem Buch „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“) in Schadendorf, Gemeinde Bekmünde.
Der Hof liegt in idyllischer Lage auf einer Wurt an dem rechten Ufer der Bekau kurz vor deren Mündung in die Stör ; die Zufahr erfolgt in der Nähe der Büxenkate.
Die bereits 1403 urkundlich bezeugte Örtlichkeit Schadendorf besteht heute lediglich aus diesem einen Gehöft.
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
1960 Krummendiek an der Bekau
Der Ort hat seinen Namen nach dem ehemaligen adligen Marsch-Gut der Herren von Krummendiek (die Gutsgebäude wurden später nach Lütjenrade (Kleve) auf die Geest verlegt). Das Geschlecht der Herren von Krummendiek ist 1598 erloschen.
Der Name der Gaststätte „Zum alten Schloßberg“ (zuvor: „Zum alten Schlosse“) erinnert an eine hier im 13. Jahrhundert errichtete Burg, welche 1657 von den Schweden zerstört wurde; der Gasthof besteht heute noch und wird von der Familie Lahann betrieben.
Die St. Georg Kirche in Krummendiek, welches aktuell nur etwa 80 Einwohner zählt, hat eine bis in das Jahr 949 zurück reichende Geschichte. Der heutige Bau der St. Georg Kirche wurde im Jahre 1699 errichtet.
Bildrechte: Ansichtskartenverlag Stramm & Co. St. Michaelisdonn
ca. 1965 Gastwirtschaft „Bekmünder Hof“ in Bekmünde
Die Gastwirtschaft „Bekmünder Hof“ (zuvor: „Zur Post“) lag in Bekmünde direkt an der Hauptstraße, die mit ihrer Bebauung übergangslos an Heiligenstedten anschließt.
Vor einigen Jahrzehnten gab es in der insofern geschlossenen Ortslage Heiligenstedten/Bekmünde mindestens 6 Gasthöfe: „Stadt Itzehoe“, „Zur Doppeleiche“, „Zur Erholung“, „Zur alten Brücke“, „Zur Linde“ und den „Bekmünder Hof“, der zur Zeit der Aufnahme von Ingrid Jacobs betrieben wurde.
Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn
1965 Kleve
Die aus den Ortsteilen Rahde und Kleve bestehende Gemeinde Kleve liegt 6 Kilometer nordöstlich von Wilster auf dem dort die Wilstermarsch landschaftlich begrenzenden Kliff der Geest.
Das Wort Kleve führt sich zurück auf Kliff bzw. Klift = Klippe und bezeichnet einen Steilhang.
Der eigentliche Ort entstand vor gut einem Jahrhundert, als sich zunehmend Katen und Höfe in der Umgebung der Güter Kleve und Krummendiek ansiedelten.
Seit 1864 ist Kleve als Gemeinde selbstständig.
Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn
1969 Krummendiek an der Bekau
Der als langgestrecktes Straßendorf am rechten Ufer der Bekau liegende Ort Krummendiek hat aktuell nur etwa 80 Einwohner.
Die Geschichte von Krummendiek reicht weit in die Vergangenheit zurück; es hat seinen Namen nach dem ehemaligen adligen Marsch-Gut der Herren von Krummendieck (die Gutsgebäude wurden später nach Lütjenrade (Kleve) auf die Geest verlegt).
Der Name der Gaststätte „Zum alten Schlosse“ (später: „Zum alten Schloßberg“) erinnert an eine hier im 13. Jahrhundert von den Krummendiek errichtete Burg, welche 1657 von den Schweden zerstört wurde.
Die barocke Georg Kirche wurde im Jahre 1699 errichtet; die erste Kirche an diesem Ort soll 949 vom Hamburger Erzbischof Adaldag (von 937 bis 988) gestiftet worden sein. Der Ritter Hartwig Busche – dessen Familie sich später v. Krummendiek nannte, ließ 1233 eine neue Kirche bauen.
Bildrechte: Walter Jappe, Lübeck
ca. 1975 Kleve
Das seit 1864 als Gemeinde selbständige Kleve liegt etwa 6 km nordöstlich von Wilster auf dem dort die Wilstermarsch landschaftlich begrenzenden Abhang der Geest (von „güst“ = leer, öde) zur Marsch. Das Wort Kleve führt sich zurück auf Kliff = Klippe und bezeichnet einen Steilhang; so führt die Gemeinde in ihrem Siegel auch die Abbildung eines Kliffs. Das Klever Kliff ist eine am Rande des Urstromtales der Elbe gelegene Abbruchkante, die sich an der während der vorletzten Eiszeit entstandenen Hohen Geest ausbildete.
Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn
ca. 1985 Gastwirtschaft „Bekmünder Hof“ in Bekmünde
Die Gastwirtschaft „Bekmünder Hof“ lag in Bekmünde direkt an der Hauptstraße, die mit ihrer Bebauung übergangslos an Heiligenstedten anschließt.
Vor einigen Jahrzehnten gab es in dem insofern geschlossenen kleinen Ort mindestens 6 Gasthöfe: „Stadt Itzehoe“, „Zur Doppeleiche“, „Zur Erholung“, „Zur alten Brücke“, „Zur Linde“ und den „Bekmünder Hof“, der zur Zeit der Aufnahme von Helga Stolpe betrieben wurde.
Der Gasthof hatte zunächst "Gasthof zur Post" geheißen, da sich hier die für beide Orte zuständige Poststelle befand. Später führte die Gastwirtschaft zeitweilig auch den Namen "Waidmanns Ruh" und über dem Reklameschild am Eingang war ein großes Hirsch-Geweih angebracht.
Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn
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