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Ducatus Holsatiae
von Nicolao Johanni de Piscatore 1630
Nachdruck
aus der Landesgeschichtlichen Sammlung Kiel
Schleswig-holsteinische Landesbibliothek
KiNo-Verlag
Albis
Fluvius Germaniae celebris,
A Fontibus Ad Ostia
Cum fluminibus ab utroque latere
in illum fluentibus, descriptus
Maßstab ca. 1:880.000
Nachdruck - Karte in zwei Teilen; Kupferstich, je Teil 48 x 18 cm
Die Karte erschien im Jahre 1645 in Amsterdam beim niederländischen Kartographen und Verleger Jan Janssonius (Joannes Janßonius/Janßonium).
Sie zeigt in zwei Teilen den Verlauf der Elbe (lateinisch: Albis, d.h. die Weiße).
Die Karte ist nicht entsprechend der heute üblichen Handhabung nach Norden ausgerichtet, vielmehr ist oben Nordosten, entsprechend unten Südwesten (vgl. die Windrose auf Teil 1 der Karte).
Die Titelkartusche befindet sich links oben in Teil I (oben),
die Maßstabskartusche rechts unten in Teil II (unten) der Karte.
In dem rechtselbischen Bereich der Niederelbe sind die Namen der Landschaften Ditmarsia (Dithmarschen), Holsatiae (Holstein), Stormaria (Stormarn) genannt.
Fälschlich ist das auf der Stormarner (Kremper) Seite der Störmündung gelegene Ivenfleth als rechts der Stör in der Wilstermarsch gelegen dargestellt,
am Platz des Dorfes Beidenfleth ist stattdessen Wevelfliete (Wewelsfleth) eingetragen, während der annährend zutreffende Standort von Wewelsfleth mit Wewersflieth bezeichnet ist.
Nördlich von Wilster sind die Erhebungen der Hohen Geest etwas zu nah an die Stadt angrenzend als Hügelkette dargestellt.
Auch der Oberlauf der Wilsterau/Holstenau ist nicht korrekt dargestellt.
Der Ort Wisch ist das heutige Äbtissinwisch (dessen Bedeutung ja gut nachvollziehbar ist: Wiese der Äbtissin)
Newe Landtcarte von den beiden Hertzogthümbern Schleswieg und Holstein zusamen
Anno 1650
Nachdruck
1651 Newe Landtcarte von dem Ampte Steinborg. Der Kremper und Wilstermarsch.
Anno 1651
Nachdruck
1775 Stadtplan von Wilster
Abgebildet ist ein 44 x 46 cm großes Foto (Bild 1) der lange Zeit im Neuen Rathaus verwahrten alten Karte.
Das alte Foto - es wurde in der vormaligen Glaserei von Karl Huusfeld gerahmt - der Karte erhielt ich zu meiner großen Freude von Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen, geschenkt.
Der älteste erhaltene Stadtplan von Wilster stammt aus dem Jahr 1775. Die Darstellung enthält in der zentralen Text-Kartusche die Inschrift "Urbis Wilstriae sitae Ducatus Holsatiae ...."
Die Karte wurde im Jahre 1775 gezeichnet von Andreas Friedrich Königs, welcher seinerzeit Lehrer an der Wilsteraner Nebenschule war.
Besonders faszinierend an der Darstellung ist, daß der Kartograph viel Mühe darauf verwandt hat, alle Häuser der kleinen Stadt detailliert mit ihren Straßenansichten darzustellen - der Zuschnitt mancher Häuser ist danach auch heute noch erkennbar.
Bild 2 zeigt die Bildmitte der alten Karte.
Die Deichstraße und die Straße Landrecht sind bereits durchgehend von Häusern gesäumt. An der Wende ist der alte Friedhof - der jetzige Stadtpark - gut erkennbar.
Auch die Straßen Zingelstraße (alte Schulstraße)Kohlmarkt und Lange Reihe weisen durchgehende Bebauung auf, während die Burger Straße (alte Hafer-Straße) nur teilweise bebaut ist; die Straße Steindamm ist noch nicht vorhanden.
Durchgehende Bebauung weisen auch Schmiedestraße, Neumarkt und Neustadt auf; in der Bäckerstraße (vormalige Lange Strat, jetzige Rathausstraße) reicht die Bebauung nur bis zum Bäckerstraßenfleth.
Die Straße Klosterhof ist nur in ihrem oberen Bereich bebaut, während an ihrem unteren Ende im Bereich des ehemaligen hier vorhanden gewesenen und dem Kloster Neumünster zugehörigen Gehöftes offenbar ein Meiler für Holzkohle betrieben wurde.
Bild 3 zeigt im Ausschnitt die Deichstraße, wo an der Wende vor dem alten Friedhof noch die Friedhofs-Kapelle zu erkennen ist.
Sehr gut zu erkennen ist auch der Verlauf des östlich am alten Friedhof entlang führenden Burggrabens.
Die kleine Fußgängerbrücke im Zuge des Fußweges von der Deichstraße zur Neustadt ist bereits vorhanden.
Bild 4 Während die Bäckerstraße (vormalige Lange Strat, heutige Rathausstraße) bis zur Brücke über das Bäckerstraßenfleth durchgehend von Häusern gesäumt ist, sind an der parrallel zur Schmiedestraße verlaufenden Blumenstraße noch keine Häuser vorhanden.
1775 Stadtplan von Wilster "Urbis Wilstriae sitae Ducatus Holsatiae"
Der älteste erhaltene Stadtplan von Wilster stammt aus dem Jahr 1775. Die Darstellung enthält in der zentralen Text-Kartusche die Inschrift "Urbis Wilstriae sitae Ducatus Holsatiae ...."
Die Karte wurde im Jahre 1775 gezeichnet von Andreas Friedrich Königs, welcher seinerzeit Lehrer an der Wilsteraner Nebenschule war.
Besonders faszinierend an der Darstellung ist, daß der Kartograph viel Mühe darauf verwandt hat, alle Häuser der kleinen Stadt detailliert mit ihren Straßenansichten darzustellen - der Zuschnitt mancher Häuser ist danach auch heute noch erkennbar.
Holstein mit Lauenburg, Hamburg und Lübeck
Stahlstichkarte, altkoloriert
Entwurf und gezeichnet von Major Radefeld
1852; Revidiert 1857
aus: Neues Conversations Lexicon
1858 General-Karte von den Herzogthümern Schleswig, Holstein und Lauenburg,
den Fürstenthümern Lübek und Ratzeburg,
und den Freien und Hansestädten Hamburg und Lübek
Entworfen und herausgegeben von Hauptmann Geerz 1858
Nachdruck
1898 3-geteilter Plan aus dem Baedeker "Nordost-Deutschland", Leipzig, 1899
Der Lageplan im Maßstab 1 : 680.000 zeigt den im Jahre 1898 bestehenden Verlauf der Marschbahn mit der am 01.11.1878 eröffneten ursprünglichen Strecke. Diese führte von Wilster über St. Margarethen Bahnhof (Landscheide), nach Taterpfahl, wo sie den Kaiser-Wilhelm Kanal mittels einer Drehbrücke überquerte, und weiter nach St. Michaelisdonn (sh. Detailvergrößerung: Bild 2).
In der Vergrößerung ist auch sehr gut erkennbar, wie sich die Wilsterau oberhalb von Obersten Wehr als Holstenau fortsetzt - beide Strecken desselben Flusses führten lediglich unterschiedliche Bezeichnungen. Die Burger Au ist ein Nebenfluß von Wilsterau/Holstenau.
Die Marschbahn wurde in diesem Abschnitt mit der Inbetriebnahme der Hochbrücke Hochdonn am 30.06.1920 auf die heute bestehende Strecke Wilster - Burg - St. Michaelisdonn verändert.
Der Baedeker "Nordost-Deutschland" enthält neben einem umfangreichen Kartenwerk viele Textseiten mit wichtigen touristischen Informationen für den Reisenden vor 112 Jahren. Von diesen Informationen ist heute vieles nur noch Geschichte - so wie der 1988 aufgegebene Personenverkehr auf der Bahnstrecke Wilster - Brunsbüttel. Hier findet man letzte Bilder von diesem Personenverkehr
Planzeichnung Bürgermeister Garten
Das Foto zeigt eine Abbildung aus dem im Rahmen der Zirkel-Monographien erschienenen Buch
„Das Bürgermeisterhaus in Wilster“ (Band II; 1915), in welchem vorrangig das Besitztum der Familie Doos dargestellt ist.
Die ohne überlebende Leibeserben gebliebene Etatsrätin Luise Charlotte Dorothea Christina Doos hatte in ihrem Testament am 15. Juni 1829 ihr Haus - das spätere Neue Rathaus - samt einer 8.000 Bände umfassenden Bibliothek, des Gartens - heutiger Bürgermeister Garten - und 200.000 Mark - eine für die damalige Zeit unglaublich hohe Summe - ihrer heimatstadt Wilster vermacht.
Links in der Abbildung das ehemalige Doos´sche Palais (Neues Rathaus) und dahinter daran sich in nordöstlicher Richtung anschließend der große im französischem Stil angelegte Garten (heute ein öffentlicher Park „Bürgermeisters Garten“)
Bildrechte: Das Foto stammt aus der Sammlung Werner Behning, Wilster;
Zeichnung: C. Zetzsche
Lageplan aus dem Buch "Das Bürgermeisterhaus in Wilster" in Band II. der Zirkel-Monographien im Architektur Verlag Berlin;
Autor und Zeichnung: Carl Zetzsche
ca. 1925 Karte des Kreises Steinburg (undatiert)
gezeichnet von O. Christiansen
erschienen im Verlag: Johann Schwarck, Wilster
Die alte Landkarte zeigt bereits die im Jahre 1920 vollendete neue Trasse der Marschbahn über Hochdonn; die ehemalige Kanalquerung der Eisenbahn bei Taterpfahl ist nicht mehr dargestellt.
Die 1916 eröffnete und 1957 eingestellte Bahnstrecke zwischen Hohenwestedt und Schenefeld sowie die Strecke von Itzehoe über Edendorf nach Wrist (1889 eröffnet und 1975 eingestellt) ist dargestellt.
Hier findet man Informationen zu den Bahnstrecken
Das im Rahmen der Kreisreform 1970 dem Landkreis Steinburg zugewiesene Amt Schenefeld (aus den aufgelösten Ämtern Schenefeld, Wacken und Hohenaspe) mit seinen 23 Gemeinden liegt hier noch im damaligen Kreis Rendsburg.
Meßtischblatt Wilster
Maßstab 1 : 25.000
Darstellung nach der Königlich Preussischen Landesaufnahme 1878
mit Nachträgen 1925
Sehr gut sind die in der Stadt Wilster seinerzeit noch offenen Wasserläufe Wilsterau, Sielwettern, Bäckerstraßenfleth, Burggraben zu erkennen;
desgleiche der Verlauf der Wilsterau am Kasenort mit dem alten Mündungsarm
Diese Orientierungskarte über den Kern Wilsters stammt aus Mitte der 1930er Jahre.
Interessant ist, daß es zu der Zeit noch zweistellige Telefonnummern gab.
Besonders auffällig an dem Plan ist jedoch die Vielzahl der dargestellten und dem Verfüllungswahn vergangener Jahrzehnte zum Opfer gefallenen Wasserläufe (Arme der Wilsterau sowie der Burggraben, Bäckerstraßenfleth). Die Straße „Op de Göten“ trägt noch den Namen „Marktstraße“.
Bildrechte: Verlag Herm. Kasper, Hamburg
ca. 1965 Reklamekarte
(4-stellige Postleitzahlen gab es ab 1962) Reklamekarte, mit welcher die mit dem PKW Reisenden angeregt werden sollten, eine über Beidenfleth und die Stör-Fähre führende Route zu benutzen.
Mit der Aufforderung „Fahr´doch mal über Beidenfleth!“ wurde geworben, auch die historische Gaststätte „Fährhaus Beidenfleth“ zu besuchen.
Auf der Karte wird darauf hingewiesen, daß die Beidenflether Fähre über die Stör seit dem Jahre 1620 in Familienbesitz sei.
Anmerkung: Belegt als Eigentümer (durch Erbgang) der Fähre sind die Familien Horns, Beckmann, Jacobsen, Lemcke, Ralfs, Wiegleb, Kolz.
Bildrechte: nicht bekannt
Ingenieurgeologische Planungskarte Wilster
Herausgegeben vom Geologischen Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1975
Maßstab 1 : 5.000
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