Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Landrecht, Diekdorf

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1901 Lederfabrik, Vereinsstraße, Landrecht

Ehemalige Adler-Lichtspiele 2007

1901 Mehrbildkarte
oben links: Lederfabrik in Rumfleth; Wilster war um 1900 einer der bedeutendsten Plätze der europäischen Lederindustrie;
unten links: Blick von der ehemaligen Landrechter Brücke; einer der ersten Standorte der Lederindustrie waren die Gebäude rechts an der Brücke im Landrecht;
mittig links: auf Nortorfer Gebiet entstanden in der neu angelegten Vereinsstraße ein Arbeiterquartier für die Lederarbeiter;
oben mittig: auch in der Straße Landrecht (in Verlängerung der Deichstraße) wohnten sehr viele Arbeiter;
mittig rechts: Stückers Gastwirtschaft stand unmittelbar an der (zwischenzeitlich abgebrochenen) Brücke im Landrecht auf dem Platz, auf dem später die „Adler-Lichtspiele“ (Scheel, danach Hülsing) entstanden.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Photograph, Wilster

1902 Bauernhof in Diekdorf, Dreschen des Getreides mit Dampfmaschine und Dreschmaschine

1902 Bauernhof in Diekdorf, Dreschen des Getreides
Ein Bauernhof in Diekdorf bei Wilster.
Es handelt sich um den Görrieshof (Hof 504 in dem Buch Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild).
Auf dem Giebel der rechts stehenden großen Scheune über der Einfahrt zur Diele das seinerzeit für viele Höfe der Wilstermarsch obligatorische Storchennest.
Es wird gerade die Getreide-Ernte eingebracht. Eine große Anzahl an Gehilfen hat sich bei der Dreschmaschine eingefunden; diese wird über einen langen Leder-Riemen von einer Dampfmaschine angetrieben.
Vorne posieren die Bauern.
Ein Knecht als Wasserträger mit einer Tracht (keine Kleidung, sondern ein Querholz, ausgehöhlt für die Schulter und den Hals; an jedem Ende war ein Trageseil mit Haken für die Eimer befestigt) vorne am Steg des breiten Hofgrabens.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Im Gegensatz zu dem bekannten ursprünglichen Foto ist die hier auf der Ansichtskarte gezeigte Abbildung spiegelverkehrt.

1902 Wilsterau in Landrecht

Wilsterau in Landrecht 2007

1902 Blick von der Straße „Hinter der Stadt“ (spätere Hans-Prox-Straße), die zu der Zeit noch unbefestigt ist und nur einen gepflasterten Gehweg aufweist, auf die Brücke in Landrecht und im Hintergrund die Lederfabriken.
Vor dem Lagerschuppen hinter der Brücke haben mehrere Ewer festgemacht, um hier Ladung zu löschen oder aufzunehmen.
Die Person rechts auf der Brücke hat über den Schultern eine Tracht, an welcher die in dem Moment abgesetzten Eimer getragen werden.

Bildrechte: Verlag F. Schlüter, Wilster

1904 Landrecht

1904 Die Straße Landrecht
Blick in die Straße Landrecht stadteinwärts.
Die Straße Landrecht führt in Verlängerung der Deichstraße auf dem alten Deich der Wilsterau Richtung Rumfleth, wo im Zuge des Wachstums der Wilsteraner Lederindustrie Ende des vorletzten Jahrhunderts Arbeiterquartiere entstanden, die erst 1896 in die Stadt Wilster eingemeindet wurden.
Im Vordergrund rechts das Kolonialwaren-Geschäft von Martin Bruhn (sein Sohn Oswald führte das Geschäft bis in die 1970er Jahre weiter).

Bildrechte: C. Kuskop Nachf., Inh. L. Behning

1907 Eine Bäckerei im Landrecht ?

1907 Bäckerei - vermutlich im Landrecht

ca. 1907 Bäckerei im Landrecht ?
Das abgebildete Haus konnte bisher nicht eindeutig identifiziert werden.
Möglicherweise handelt es sich um das in der Straße Landrecht stehende kleine vormalige Geschäftshaus, in welchem etwa ab 1930 der Kaufmann Oswald Bruhn gemeinsam mit seiner Ehefrau Cäcilie einen Kolonialwarenladen betrieb. Das aktuelle Vergleichsfoto (2011) ist Indiz für die angestellte Vermutung (Bild 4) - die gegenwärtigen Eigentümer des Hauses berichten, daß vor dem Umbau der Fassade im Obergeschoß des Hauses 2 Fenster vorhanden waren.
Der Kringel über der Eingangstür weist darauf hin, daß zum Zeitpunkt der Aufnahme in dem Haus eine Bäckerei betrieben wurde.
Auf dem neben der Tür befindlichen Schild ist bei sehr starker Vergrößerung (Bild 3) mit Phantasie zu entziffern: Bäckerei & Conditorei von Adolf Heesch.

Bildrechte: Albert Behr, Hamburg
Bild 4: Andreas Reinke, Wilster

Der genannte Photograph lichtete im Jahr 1906 oder 1907 offenbar als jeweilige Auftragsarbeit mehrere einzelne Häuser in Wilster für Privatpostkarten ab; die vorgenommene Datierung erfolgte entsprechend.

1908 Lederfabriken in Landrecht, Rumfleth, Vereinsstraße; Großfeuer bei Falk & Schütt

1908 Die Lederfabrik von Falk & Schütt in Rumfleth sowie die Lederfabrik „Gebrüder Böhme“, später Vacheleder-Fabrik "Ballin" in Landrecht, machten nach dem Jahr 1870 Wilster zu einem bedeutenden Standort der Lederindustrie.
Wilsters Bevölkerung wuchs in den Jahren 1890 bis 1901 von 2716 auf 5124 Einwohner;
Es entstanden typische Arbeiterquartiere, so unter anderem auch in der noch heute zur Gemeinde Nortorf gehörenden Vereinsstraße.
Arbeiterwohngebiete in den Landgemeinden in Landrecht, Dammfleth und Nortorf wurden eingemeindet.
Eine Katastrophe für die Stadt waren die verheerenden Brände bei Böhme (1903) und Falk & Schütt (1907).
Das im Dezember 1907 wütende Schadensfeuer bei Falk & Schütt zeigt die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
Die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

Anmerkung: In Bd. 16 der vierten Auflage von Meyers Konservationslexikon lesen wir über Wilster:
Wilster, Stadt in der preuß. Provinz Schleswig-Holstein, Kreis Steinburg, an der Wilsterau, in der fruchtbaren Wilstermarsch und an der Linie Elmshorn-Heide der Holsteinischen Marschbahn, hat eine evang. Kirche, ein schönes Rathaus, ein Amtsgericht, bedeutende Gerberei, Essig- und Tabaksfabrikation, Bierbrauerei, Branntweinbrennerei, Viehzucht und Viehmärkte und (1885) 2539 fast nur evang. Einwohner.

1909 Wilsterau in Landrecht

Wilsterau in Landrecht 2007

1909 Partie an der Wilsterau in Landrecht.
Aufgenommen etwa in Höhe der Haackstraße (gegenüber dem ehemaligen Kino Adler-LichtspieIe von Scheel, später Hülsing) mit Blick die Au abwärts in Richtung Neustadt.
Links die Hinterfronten und die Hausgärten der Gebäude an der Straße Landrecht.
Rechts grenzen die Gärten der Häuser an der Hans-Prox-Straße (damals hieß die Straße „Hinter der Stadt“) an die Wilster Au. Auch hier ist hinten ein Speicher erkennbar.

Bildrechte: C. Günther, Wilster

1909 Wilsterau in Landrecht, Lederfabrik, Bauernhof in Diekdorf

1909 Wilsterau in Landrecht, Lederfabrik
Blick von der Landrechter Brücke in Richtung Rumfleth.
Rechts im Hintergrund die Lederfabrik Falk & Schütt, in welcher im Jahre 1907 ein Großfeuer wütete. Die kolorierte Anschtskarte verdeutlicht, daß man alten Abbildungen nicht uneingeschränkt vertrauen kann, denn im Gegensatz zur nachfolgenden schwarz-weiß Ausgabe der Karte ist hier der hohe Schornstein der Lederfabrik heraus retuschiert worden.
Rechts daneben die Korn-Mühle (ein Galerie-Holländer) von Martens.
Im Hintergrund ist schwach die über die Wilsterau führende Eisenbahnbrücke der Bahnstrecke Wilster-Brunsbüttel erkennbar. Der Bauernhof links ist der Hof von Bauer Stahl.
Links im Hintergrund Häuser in Diekdorf.
Links oben im Wappen der Holsten-Reiter (Symbol für die Holsteiner Ritterschaft) – er fand nach der „Letzten Fehde“ (1559) nach dem Sieg der Dänen und Holsten Eingang im Wappen der besiegten Dithmarscher.

Bildrechte: nicht bekannt

1909 Wilsterau in Landrecht, Lederfabrik

Wilsterau in Landrecht 2007

1909 Blick von der Landrechter Brücke in Richtung Rumfleth.
Rechts im Hintergrund die Lederfabrik Falk & Schütt, in welcher im Jahre 1907 ein Großfeuer wütete.
Rechts daneben die Mühle (ein Galerie-Holländer) von Martens.
Im Hintergrund ist schwach die über die Wilsterau führende Eisenbahnbrücke der Bahnstrecke Wilster-Heide (heute nur bis Brunsbüttel) erkennbar.
Der Bauernhof links ist der Hof von Bauer Stahl.
Im Vordergrund rechts der Quai vor dem Speicher an der Wilsterau.

Bildrechte: C. Günther, Wilster

1909 Wilsterau von der Landrechter Brücke

1909 Blick von der Landrechter Brücke in Richtung Rumfleth.
Rechts im Hintergrund die Lederfabrik Falk & Schütt, in welcher im Jahre 1907 ein Großfeuer wütete.
Rechts daneben die Mühle (ein Galerie-Holländer) von Martens.
Das Gebäude in Bildmitte (an der Bahnstrecke Wilster-Brunsbüttel) bot Wohnungen für Bedienstete der Bahn.
Der Bauernhof rechts wurde Anfang der 1950er Jahre abgebrochen.
Im Vordergrund Speicher und ein Ladekran.

Bildrechte: C. Günther, Wilster

1910 Bauernhof in Diekdorf

ca. 1910 Bauernhof in Diekdorf
Blick über die Wilsterau in Rumfleth auf den an der Straße nach Diekdorf liegenden stattlichen Bauernhof – ein Husmannshus - von Bauer Stahl.
Der Hof ist wohl der am häufigsten fotografierte der Wilstermarsch.
Das Husmannshus mit seiner mittleren Einfahrt und der zentralen großen Diele ist neben dem Barghus mit der seitlich angeordneten großen Einfahrt der vorherrschende landwirtschaftliche Haustyp in der Wilstermarsch. Ein Husmann oder Hausmann war früher ein großer freier Bauer.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

Die ergänzend beigestellte und den Hof um 1925 nahezu unverändert zeigende Ansichtkarte befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1910 Deichstraße und Landrecht

ca. 1910 untere Deichstraße und Blick in die Straße Landrecht (diese beginnt etwa ab der auf der Straße abgestellten Karre).
Links das Geschäft (Papier-, Galanterie-, Spiel- u. Lederwaren) von Wilhelm Nagel, der auch Musiker u. Komponist war.
Dahinter die Bäckerei Wittmaack (schräg gegenüber lag die Bäckerei Köritz), hinter dieser ein schmaler Gang, welcher zu einem Steg über die Wilster-Au führt.
Die Gebäude dahinter gehören zu der bis zum Jahr 1969 bestehenden Lebensmittel-Großhandlung Musfeldt.

Bildrechte: Verlag F. Schlüter, Wilster

1910 Deichstraße, Landrecht

1916 Haus Deichstraße 38 des Komponisten Wilhelm Nagel
1916 Haus des Komponisten Wilhelm Nagel, Deichstraße 38

ca. 1910 untere Deichstraße und Blick in die Straße Landrecht (letztere begann hinter dem Haus mit der Schleswig-Holstein Flagge).
Links im Haus Deichstraße 38 das Geschäft (Papier-, Galanterie-, Spiel- u. Lederwaren), welches der Komponist und Musiker Wilhelm Nagel gemeinsam mit seiner Ehefrau betrieb. In dem Geschäft wurden auch Lotterie-Lose verkauft (Bild 4).
Der am 19. März 1870 in Averfleth geborene und in Wilster lebende Musiker und Komponist "Wilhelm Nagel" (er starb 06.05.1954) leitete zu seiner Zeit alle Chöre in Wilster und wirkte in mehreren Kapellen mit. Er wurde über die Landesgrenzen hinaus bekannt als Leiter vieler Chor-Konzerte sowie als Komponist zahlreicher Musikstücke.
Die Stadt Wilster ehrte ihn vor einigen Jahren mit der Benennung einer Straße, der "Wilhelm-Nagel-Allee" im Neubaugebiet auf dem Billerbeck´schen Land östlich der Rathausstraße.
Die Fassade des Hauses Deichstraße 38 ist – wie ein Vergleich mit einer etwas älteren Aufnahme verdeutlicht, kurze Zeit vor 1916 umgestaltet worden – vergleiche auch die ergänzend beigestellte Privat-Ansichtskarte mit dem allein abgelichteten Gebäude (Bild 3)
In dem folgenden Gebäude wurde längere Zeit die Bäckerei Wittmaack betrieben (schräg gegenüber lag die Bäckerei Köritz), hinter welcher ein schmaler Gang zu einem die Wilster-Au überquerenden öffentlichen Steg führte.
Die Gebäude dahinter gehörten zur bis zum Jahr 1969 bestehenden Großhandlung Musfeldt.
An dem Gebäude rechts ist die Reklame-Inschrift des Schuhwarengeschäfts von Wilhelm Reimers zu erkennen, welches zu Beginn der 1950er Jahre in die obere Deichstraße verlegt wurde; in dem abgebildeten Haus wurde dann einige Jahre die „Stör-Apotheke“ vom Apotheker Herter betrieben.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1919 Im Zeichen der Tabaknot - anstehende Menschen vor einem Geschäft

1919 Tabaknot in Wilster.
Die Zeit nach dem ersten Weltkrieg war für die vom Nikotin abhängigen Raucher besonders schwierig, denn die Tabak-Importe waren sehr eingeschränkt.
Wenn in Geschäften etwas von dem begehrten Genußmittel angeboten wurde, so bildeten sich davor lange Schlangen der Anstehenden.
So schreibt der Absender der Karte an den Empfänger zu den Stichworten:
Im Zeichen der Tabaknot, „Ist das bei Ihnen dort auch so schlimm?“
Das Foto wurde vermutlich im Landrecht aufgenommen.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1922 Wilsterau in Rumfleth SF

ca. 1922 Wilsterau in Rumfleth
Der schnurgerade Verlauf der Wilsterau von der Rumflether Brücke bis zum Goldbogen wurde im Mittelalter zur Verbesserung der Schiffbarkeit und der Entwässerung künstlich gegraben; unmittelbar an das Gewässerbett grenzen beidseitig die Deiche der Wilsterau an.
Bild 3 (Auszug aus der von Deichbaumeister Könecke und dem Vermessungstechniker Häbry gefertigten "Historischen Karte der Wilstermarsch") zeigt den ursprünglichen und den geänderten Verlauf der Wilsterau.

Bildrechte: Verlag Gebrüder Lempe, Kiel
Die Karte erschien in der vom Verlag aufgelegten
Serie "Auf heimatlicher Erde II" als Nr. 6
Die Karte befindet sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg/Dithmarschen

1925 Mittelschule, Mädchenschule, Knabenschule SF

1925 Mittelschule, Mädchenschule, Knabenschule
Die Mehrbildkarte zeigt die seinerzeit in Wilster vorhandenen Schulen.
oben: die an der heutigen Etatsrat-Michaelsen-Straße und am Stadtpark gelegene Mittelschule.
Das Schulgebäude war 1885 als Privatschule für Mädchen und Knaben errichtet worden; das Gelände grenzte an den Stadtpark und hatte einen Zugang zur Zingelstraße (früher: Schul-Straße);
am 03.04.1913 wurde die Mittelschule Wilster gegründet - sie zog in das Gebäude ein.
mittig: die ehemalige Mädchen-Schule im Landrecht ging später gemeinsam mit der benachbarten Knaben-Schule in die Volksschule Wilster auf;
das Gebäude für die Mädchen-Schule wurde 1898 an der Straße Landrecht errichtet.
unten: die ehemalige Knaben-Schule im Landrecht; das Gebäude wurde 1913 in unmittelbarer Nähe zur Mädchen-Schule errichtet.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster - Verlagszeichen: 13864
Die Karte befindet sich in der Sammlung von Ingrid Schröder, Burg/Dithmarschen

1926 Wilsterau von der Landrechter Brücke

Wilsterau in Landrecht 2007

1926 Aussicht von der Landrechter Brücke die Wilsterau aufwärts (der Standort der Brücke ist infolge eines Neubaues verändert worden).
Vor dem gegenüber dem Zustand vor 17 Jahren weitgehend unverändertem Gebäude rechts (hier war nach dem II. Weltkrieg das Mietwagen-Unternehmen Sötje ansässig) steht noch der eiserne Kran;
die Vorsetzen zur Au sind erneuert.
Links das Husmannshus von Bauer Stahl.
Die Straße links führt Richtung Diekdorf.
Hinter (über) dem Gebäudekomplex der Fabriken im Hintergrund sind Flügel der Mühle „Aurora“ des Müllers Detlev Martens zu erkennen.

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg

1928 Bahnhof Straße, Schmiedestraße, Schule, Landrecht Kino Adler-Lichtspiele, Mühlenstraße

ca. 1928 Mehrbildkarte
links oben: Die dem Bahnsteig zugewandte Seite des 1920 errichteten Empfangsgebäudes (1959 wieder abgebrochen) des Bahnhofs von Wilster; Blick vom Bahnsteig der über Burg / Dithmarschen nach Westerland führenden Strecke.
rechts oben: Die Schmiede Straße mit dem 1596 errichteten Hudemannsche Haus mit seinem 1927 im unteren Teil erneuerten wunderschönen Backstein-Giebel.
links unten: Das Gebäude der 1913 errichteten Knabenschule (später gemeinsam mit der vorherigen Mädchenschule Teil der Volksschule) im Landrecht.
rechts unten. Das 1911 eröffnete Kino Adler - Lichtspiele im vormaligen Hotel von Stücker in der Straße Landrecht; rechts vor dem Gebäude quert die zur Straße "Hinter der Stadt" (jetzige Hans-Prox-Straße) führende Brücke die Wilsterau.
mittig: die 1939 abgebrochene Stadt Mühle an der Mühlenstraße; Blick über die Wilsterau von der Mühlenbrücke / Audeich.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1930 Bauernhaus an der Straße nach Diekdorf

ca. 1930 Bauernhaus an der Straße nach Diekdorf
Schwarz-weiß sowie kolorierte Karte
Blick über die Wilsterau in Rumfleth auf den an der Straße nach Diekdorf liegenden stattlichen Bauernhof – ein Husmannshus - von Bauer Stahl. (Hof 213 im Buch "Die Bauernhäuser der Wilstermarsch im Bild")
Das Husmannshus mit seiner mittleren Einfahrt und der zentralen großen Diele ist neben dem Barghus mit der seitlich angeordneten großen Einfahrt der vorherrschende landwirtschaftliche Haustyp in der Wilstermarsch.
Ein Husmann oder Hausmann war in früheren Zeiten ein großer freier Bauer mit eigenem Besitz.
Die farbige Aufnahme (Bild 3) ist älteren Ursprungs, das Foto entstand um 1910.

Bildrechte: Carl Kuskop, Kunstverlag, Wilster

1930 Bauernhof in Diekdorf

ca 1930 Bauernhof in Diekdorf
Blick über die Wilsterau in Rumfleth auf den an der Straße nach Diekdorf liegenden stattlichen Bauernhof – ein Husmannshus - von Bauer Stahl. Das Husmannshus mit seiner mittleren Einfahrt und der zentralen großen Diele ist neben dem Barghus mit der seitlich angeordneten großen Einfahrt der vorherrschende landwirtschaftliche Haustyp in der Wilstermarsch.
Der stattliche Hof unter seinem mächtigen Reetdach wird 2009 aufwendig und stilgerecht restauriert. Es ist sehr zu begrüßen, wenn die beeindruckenden Bauernhöfe der Wilstermarsch auch in Zeiten der Konzentrierung in der Landwirtschaft nicht aufgegeben werden, sondern von Liebhabern dieser Häuser mit großem Engagement erhalten und restauriert werden und so überkommenes Kulturgut bewahrt wird.

Bildrechte: Verlag Gebr. Lempe, Kiel

1933 Vereinsstraße - damalige Horst-Wessel-Straße, Rumflether Straße, Landrecht, Wilsterau

1933 Vereinsstraße - damalige Horst-Wessel-Straße - , Rumflether Straße, Landrecht, Wilsterau in Rumfleth
oben links: In der Zeit des Nationalsozialismus führte die Vereinsstraße den Namen Horst-Wessel-Straße; an einem Haus ist die Flagge mit dem Hakenkreuz erkennbar.
oben rechts, mittig, unten links: An der Rumflether Straße standen die Fabrikgebäude der Lederfabrik, deren vorderer Teil zu der Zeit und bis weit in die 1960er Jahre von den Trocknungs- und Futtermittel Werken Günther & Co. genutzt wurden; ein Großteil der Produkte wurde über den Wasserweg durch zahlreiche Last-Ewer transportiert, von denen damals eine große Anzahl in Wilster beheimatet war.
unten rechts: Die in der Straße Landrecht im vormaligen Hotel Stücker 1911 eingerichteten Adler-Lichtspiele von Wilhelm Scheel wurden später von Heinrich Hülsing bis Anfang der 1980er Jahre weiter geführt, wonach sie dann unter verschiedenen Betreibern mehr schlecht als recht bis 1985 existierten.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1950 Volksschule

1916 Ansichten der späteren Volksschule Wilster.
oben: Das Gebäude der Mädchenschule (oben) bestand schon länger; es war im Jahre 1898 errichtet worden.
mittig: das Gebäude (abgebildet ist die Rückseite) der Knabenschule wurde 1913 errichtet, wonach dann in die alten Schulgebäude am Stadtpark die 1913 neu gegründete Mittelschule einzog.
unten: ganz links im Anschnitt ist das Wohnhaus für den Rektor erkennbar, dahinter die Turnhalle und die Frontansicht der Knabenschule.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1955 Deichstraße, Neustadt, Op de Göten, Wilsterau

ca. 1955 Mehrbildkarte
links oben: obere Deichstraße mit (von rechts) Gaststätte Pruter/Brandt, Elektro-Gilde, Kolonialwaren Thams & Garfs, Installateur Barthen/Garms, Optiker Schade/Viergutz/Tiedemann, Gemüse Bünning/ Textil Looft, Kaisers Kaffee u. Drogerie Behmer (ein Gebäude), Textil Mangels/Andersen, Wohn-haus, Wilstermarsch-Haus)
links unten: Wilsterau in Landrecht mit dem Bauernhof von Bauer Stahl
mittig: Op de Göten
rechts oben: Wilsterau in Landrecht
rechts unten: Neustadt, Blick vom Neumarkt zum Schott; die Häuser rechts bis zu dem Radfahrer – hier mündet der Zugang zum Rosengarten ein – fielen der Stadtsanierung zum Opfer.

Bildrechte: Rudolf Hencke, Wilster

1962 Op de Göten, Altes Rathaus, Bahnhof, Gehöft

ca. 1962 Mehrbildkarte - Op de Göten, Altes Rathaus, Bahnhof, Gehöft.
Besonders häufige Wilsteraner Motive wurden auf Ansichtskarten in immer wieder variierten Anordnungen abgebildet.
links: Blick von der Schmiedestraße in die Straße „Op de Göten“ mit dem „Altes Rathaus“ und auf den Markt.
rechts oben: das 1960 fertig gestellte Empfangsgebäude am Bahnhof.
rechts unten: Blick über die Wilsterau in Landrecht auf den an der Straße nach Diekdorf gelegenen imposanten Bauernhof des Landwirtes Stahl an der Straße nach Diekdorf.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1962 Wilsterau in Landrecht

1962 Blick von der Hans-Prox-Straße über die Wilsterau auf die rückwärtigen Ansichten der Häuser an der Straße Landrecht.
Gut erkennbar ist die in dem älteren Teilen der Stadt Wilster vorherrschende geschlossene Bebauung, unterbrochen nur von schmalen Gängen, die früher den Bewohnern der vom Gewässer abgewandten Straßenseite den Zugang zur Au ermöglichte (Wasser-Gänge).
Die Ufer sind mit steilen Vorsetzen gegen die hier 2,00m tiefe Au gesichert.

Bildrechte: Photo u. Verlag Hans Andres, Hamburg

1965 Neues Rathaus und Bügermeister Garten, Mencke Stift, Volksschule

ca. 1965 Mehrbildkarte
links oben: Neues Rathaus
rechts oben: Bürgermeister Garten
links unten: Am Klosterhof das Krankenhaus Mencke Stift, es wurde 1867/70 erbaut und bis 1978 betrieben. In dem Haus wurden alle anfallenden Krankheiten behandelt – es gab zur Zeit der Aufbahme nur einen Arzt, den Chirurgen Dr. Günther, dem bei Operationen niedergelassene Wilsteraner Ärzte assistierten; später Drs. Steppeler.
rechts unten: Rückseite der Volksschule Wilster und der Schulhof in Landrecht.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn

1975 Schulzentrum

1975 Die Gründung des Schulverbandes Wilstermarsch im Jahre 1969 läutete das Ende der vielen in den Ortschaften der Wilstermarsch vorhandenen Dorfschulen ein.
In der Stadt Wilster wurde in der Folge ein neues Schulzentrum gebaut.
Der Trakt für die Hauptschule wurde im Jahre 1972 fertig gestellt, danach wurde der Trakt für die Realschule baulich angegangen.
Die Gebäude der alten Mittelschule wurden nach erfolgtem Umzug für die „Schule am Stadtpark“ als Sonderschule genutzt.

Bildrechte: Hersteller und Verlag Schöning & Co + Gebrüder Schmidt, Lübeck

1975 Trichter, Hafen am Brook, Op de Göten, Helgenland, Stadtpark

1975 Mehrbildkarte
links oben: Trichter Gaststätte mit angebautem Küchen- und Sanitätstrakt;
links mittig: Hafen am Großen Brook mit Frachtewer;
links unten: Blick vom Bürgermeistergarten zur Kirche;
oben mittig: Op de Göten;
unten mittig: Hof Stahl im Landrecht;
oben rechts: Bürgermeistergarten und Rückseite Neues Rathaus;
rechts mittig: Blick von der Schottbrücke auf den Zusammenfluß von Haupt- und Stadtarm der Wilsterau, an der Spitze des Helgenlandes der Bootsschuppen von Heinrich von Holdt;
unten rechts: Ehrenmal (von 1929) im Stadtpark.

Bildrechte: Verlag Ferd. Lagerbauer & Co., Hamburg

 

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