Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Markt, Op de Göten, Altes Rathaus

Sie können die einzelnen Bilder durch Anklicken direkt vergrößern.

1864 Marktstraße spätere Op de Göten

1864 Marktstraße
Die heutige Straße Op de Göten führte früher den Namen Marktstraße, denn vor und im (!!!) Alten Rathaus fanden in früheren Zeiten die Markttage statt, denn der Platz um die Kirche herum wurde als Friedhof genutzt.
Das Geländer der über den Stadtarm der Wilsterau (den hier ursprünglichen Verlauf dieses den Begründungszusammenhang der Stadt und ihren Namen [Wilstera] erklärenden Flusses) führenden Brücke ist gut zu erkennen. Das Gewässer wurde leider ca. 1953 verfüllt.
Vor dem Gasthaus (das große Gebäude rechts) „Holsteinisches Haus“ (es war später langjähriges Vereinslokal des SV Alemannia 04) führte eine breite rampenartige Treppe herunter zur Wilsterau. Über diese Rampe floß das Niederschlagswasser vom hoch liegenden Marktplatz ab - es ergoß sich hierhin, weshalb man sich auf der Brücke "über der Gosse", also "op de Göten" befand. Den Namen erhielt später die gesamte zuvor Marktstraße genannte Straße.

Ein Jahrhundert später veröffentlichte die Wilstersche Zeitung in den 1960/70er Jahren eine Artikel-Reihe "Alt-Wilster", in welcher auch das vormalige Aussehen der Straßen, Plätze und Gebäude in Erinnerung gerufen wurde (Bild 2).

Bildrechte: Hans Peter Mohr
Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
Der Zeitungsausschnitt wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Tanja Thode, Beldorf

1864 St. Bartholomäus Kirche, Markt

ca. 1864 St. Bartholomäus Kirche, Markt
Blick aus östlicher Richtung
Die erste fotografische Aufnahme von der Wilsteraner St. Bartholomäus-Kirche fertigte der damalige Wilsteraner Photograph Hans-Peter Mohr; (geboren ca. 1827, gestorben 26.07.1910);
er war von 1862 bis 1885 in Wilster als Photograph aktiv und Wilster verdankt ihm viele frühe Aufnahmen von seinem Stadtbild.
Das Foto hier zeigt gewisse Mängel, u.a. an der Turmspitze, da das alte auf einer Glasplatte befindliche Negativ etwas beschädigt ist.
Die die Kirche umsäumenden Kastanienbäume sind noch recht klein.
Im Hintergrund ist an der Westseite des Marktes ein Fachwerk-Gebäude erkennbar, an dessen Platz später der Gasthof "Zur Börse" (von Ruge) entstand. Rechts daneben das spätere Geschäftshaus von Textil Reese.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr; den Abzug erhielt ich von Werner Behning, Wilster

1864 westliche Häuserzeile am Marktplatz

1864 westliche Häuserzeile am Marktplatz
Lins im Anschnitt das spätere Hotel "Stadt Hamburg" (heutige Bäckerei Balzer).
Am Standort des Fachwerkgebäudes entstand nach dessen Abbruch das Gasthaus "Zur Börse" von Johannes Ruge (heute Teil des Textil-Geschäftes Reese).
Das daneben stehende Geschäftshaus von J. Wiese wurde das spätere Stammhaus des Textil Geschäftes Reese).
Rechts daneben der Vorgänger des lGebäudes der heutigen Verbandssparkasse.
Heute wird die Häuserzeile von den trefflich restaurierten bzw. erneuerten Gebäuden der Firma Reese dominiert.
1898 erwarb Wilhelm Reese das kleine Bekleidungsgeschäft von August Voss, vorher Gebr. Schwarz.
1956 wurde das Nachbarhaus, die vormalige Gaststätte Zur Börse von Johannes Ruge, erworben. Das Ladengeschäft wurde in beide Gebäude erweitert und dem Zeitgeist folgend eine über beide Häuser reichende Schaufensterfront errichtet.
1987 wurde das ehemalige Haus von Ruge abgebrochen und durch einen Neubau mit identischer Fassade ersetzt, die vorher im Untergeschoß miteinander verbundenen Fassaden der beiden Geschäftshäuser wurden wieder voneinander getrennt, die Schaufensterfronten beider Häuser in sehr gelungener Weise behutsam an die alten Fassaden angepaßt. Ein lobenswertes Beispiel für den das Stadtbild berücksichtigenden sensiblen Umgang mit dem überkommenen Ensemble der alten Häuserzeile am Markt.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1875 Altes Rathaus

1875 Altes Rathaus
Das repräsentative Alte Rathaus wurde 1585 im Renaissance-Stil auf der sogenannten „Neuen Seite“ der Wilsterau errichtet als Ersatz für den 1545 auf dem gegenüber liegenden Ufer erbauten und bald baufällig gewordenen Vorgänger.
Im Jahre 1912 befand sich auch das Alte Rathaus in einem Zustand des Verfalls! Professor Haupt aus Hannover konnte glücklicherweise die Städtischen Gremien davon überzeugen, daß sich die Wiederherstellung des Baudenkmals lohnen werde. Aus heutiger Sicht ist eine andere Aussage und Entscheidung unvorstellbar!
An das Alte Rathaus links angrenzend ist das Balkenhaus erkennbar, in ihm war bis Mitte der 1950er Jahre die Polizei-Wache untergebracht.
Vorn die Gewölbebrücke (Op de Göten) über den ursprünglichen Auarm, er wurde 1953 verfüllt.
Rechts hinter dem Alten Rathaus der historische Speicher, in welchem heute ein Naturkunde-Museum untergebracht ist.
Links - in der Schmiedestraße - ein später für den Neubau der Westbank abgebrochenes Gebäude.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster

1875 Häuserzeile an der Südseite des Marktplatzes

1875 Häuserzeile an der Südseite des Marktplatzes
Bild 1 Im Hintergrund ist die Straße Kohlmarkt erkennbar mit dem Gebäude der historischen Schwan-Apotheke.
Das holperige Kopfsteinpflaster der Straße und die von Verkehr völlig freie Straße selbst vermitteln den Eindruck eines verschlafenen Landstädchens.
Im Gegensatz zu dem alten Foto wird uns aber durch viele alte Aufnahmen verdeutlicht, daß speziell an Markt-Tagen lebhafter Betrieb auf dem Marktplatz herrschte.
Bild 2 Einmündung der Straße Kohlmarkt in der südöstlichen Ecke des Marktplatzes.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1880 Die Häuser J.P.T. Andersen am Markt

ca. 1880 Die Häuser J.P.T. Andersen am Markt
Die aus einer Färberei erwachsene Firma J.P.T. Andersen firmiert in zwei Gebäuden am Markt.
Links die Färberei & Handlung J.P.T. Andersen Söhne
rechts an der Ecke zur damaligen Marktstraße das Hauptgebäude der Firma.
In den Jahren 1912/13 ließ die Firma die abgebildeten Gebäude abbrechen und hier das noch heute bestehende imposante Gebäude errichten.
Auch das rechts an der damaligen Marktstraße - der heutigen Op de Göten - stehende helle Gebäude war von den Andersen erworben worden. Hier ließ eine Tochter des Firmeneigners im Jahr 1896 das Gbäude der nachmaligen "Adler" Drogerie Meier errichten. Das Haus mit dem markanten Erker steht heute noch.

Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster

1880 Marktstraße, die spätere Op de Göten

1880 Marktstraße
Die heutige Straße Op de Göten führte früher den Namen Marktstraße, denn vor und im (!!!) Alten Rathaus fanden in früheren Zeiten die Markttage statt.
Sehr gut ist zu erkennen, wie das Gelände vom Kirchplatz zum ehemaligen Verlauf der die Straße vor dem Alten Rathaus unterquerenden Wilsterau abfällt. Vom Kirchplatz floß das Niederschlagswasser über eine Rampe ab in die Wilsterau - es ergoß sich hierhin, weshalb man sich auf der Brücke "über der Gosse", also "op de Göten" befand. Den Namen erhielt später die gesamte zuvor Marktstraße genannte Straße.
Das rechts erkennbare "Wilstermarsch Haus" war das größte Hotel in Wilster.
Vorne links an der Ecke zum Marktplatz steht noch das Vorgängergebäude des Textil Geschäfts von J.P.T. Andersen, der hier 1912/13 das noch heute das Häuserensemble dominierende große Geschäftshaus errichten ließ.

Bildrechte: Hans Peter Mohr
Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1880 Op de Göten

1880 Blick vom Marktplatz in die damalige Marktstraße, die heutige Straße „Op de Göten“.
Sehr gut ist das vom hoch gelegenen Marktplatz zur Wilsterau - in Bildmitte an den Brückengeländern erkennbar – abfallende Straßenniveau zu sehen.
Rechts das Mitte der 1950er Jahre abgebrochene Hotel "Wilstermarsch Haus" von Jacobs, welches im II. Weltkrieg durch Fliegerbomben stark beschädigt worden war; es war seinerzeit das größte Hotel in Wilster.
Links das 1912/13 durch einen Neubau ersetzte Geschäftshaus von J.P.T. Andersen.

Viele Jahrzehnte später veröffentlichte die Wilstersche Zeitung in den 1960/70er Jahren eine Artikel-Reihe "Alt-Wilster", in welcher auch das vormalige Aussehen der Straßen in Erinnerung gerufen wurde.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Der Zeitungsartikel wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Tanja Thode, Beldorf.

1880 Op de Göten (Bildausschnitt)

Bildausschnitt
1880 Blick vom Marktplatz in die damalige Marktstraße, die heutige Straße „Op de Göten“.
Sehr gut ist das vom hoch gelegenen Marktplatz zur Wilsterau - in Bildmitte an den Brückengeländern erkennbar – abfallende Straßenniveau zu sehen.
Rechts das Mitte der 1950er Jahre abgebrochene Hotel \"Wilstermarsch Haus\" von Jacobs, welches im II. Weltkrieg durch Fliegerbomben stark beschädigt worden war; es war seinerzeit das größte Hotel in Wilster.
Links das 1912/13 durch einen Neubau ersetzte Geschäftshaus von J.P.T. Andersen

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster

1900 Festumzug auf der Westseite des Markt Platzes

1900 Ein Festumzug zieht über die Westseite des Markt Platzes
In früheren Jahrzehnten war es mehrfach im Jahresverlauf üblich, daß bei den Festen der Vereine und Verbände ein Festumzug durch die Straßen der Stadt zog. Von vielen Häusern grüßten die Schleswig-Holstein Flaggen. Es war ein wundervolles und heute leider nicht mehr zu sehendes Bild, wenn die Stadt ihren Festschmuck angelegt hatte. Eine Tradition, die wieder aufleben sollte!
Ganz links das Geschäftshaus von Kaufmann Christian Haack,
dann das Hotel „Stadt Hamburg“ (vormals „Nissens Gasthof“),
der St. Bartholomäusgang zum Stadtpark;
die Gaststätte „Zur Börse“ von Johannes Ruge,
das Geschäftshaus Wilhelm Reese
und rechts im Anschnitt die Wilstermarsch-Sparkasse (heute Verbandssparkasse).
Das Haus des Gasthofes "Zur Börse" wurde 1956 von der Firma Reese erworben; an beiden Gebäuden wurden beim Umbau im Jahre 1987 ganz vorbildlich lobenswert die alten Fassaden nahezu originalgetreu wiedererichtet.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1900 Festumzug auf der Westseite des Marktplatzes

ca. 1900 Festumzug am Markt
Über den Marktplatz zieht aus mir unbekanntem Anlaß ein festlicher Umzug mit vielen Kutschen. Ganz links an der Einmündung der Deichstraße (die alte Kehdinger Straße) das Geschäftshaus von Christian Haack, dann das Hotel „Stadt Hamburg“ (vormals „Nissens Gasthof“), der St. Bartholomäusgang, der Gasthof „Zur Börse“ von Johannes Ruge, das Geschäftshaus Wilhelm Reese und rechts im Anschnitt ein Gebäude (Standort der heutigen Verbandssparkasse) mit Eisen- u. Kurzwarenhandel

Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet; den Abzug erhielt ich von Werner Behning, Wilster

1900 Nordostecke des Markt Platzes und Einmündung der Burger Straße

1900 Nordostecke des Markt Platzes und Einmündung der Burger Straße
Die Burger Straße führte in früheren Zeiten den Namen "Hafer Straße" oder "Haber Straat".
Auf der Ecke rechts ein damals der Kirchengemeinde Wilster gehörendes Gebäude (Archidiakonat), in dem u.a. die Gemeindeschwester ihr Domizil hatte.
Vor dem Gebäude eine Baumreihe, die sich auf der gesamten östlichen Seite des Marktplatzes bis zur Einmündung der Straße Kohlmarkt fortsetzte;
ganz links der Haarschneide-Salon von M. Wilkens.
Im vierten Haus von links (heute Möbelhaus Wolfsteller) wurde seinerzeit die Kolonial Waren Handlung und Taback Fabrik von I.H. Garms betrieben
Kraftfahrzeuge gab es damals in Wilsters Straßenbild nicht – Lasten wurden mit dem Fuhrwerk transportiert. Kinder und Spaziergänger konnten weitgehend gefahrlos auf den Straßen flanieren.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1905 Marktplatz mit der südlichen Häuserzeile

1905 südlichen Häuserzeile am Marktplatz
Das in einem umwerfenden Beispiel für architektonischen Eklektizismus kurz zuvor errichtete Gebäude der Wilstermarsch Spar- und Leihkasse wurde 1953 modernisiert und 1969 völlig umgebaut unter Einschluß des links daneben stehenden Hauses des Organisten Heesch.
Die beiden rechten sehr schönen Gebäude des Café Egge und der Bäckerei Starck wurden unter Erhaltung ihrer oberen Fassaden in den 1960er Jahren in ihrem Untergeschoß leider wie siamesische Zwillinge miteinander verbunden und dabei eine die Fassaden geradezu erschlagende große Schaufensterfront eingerichtet.
Vor den Häusern an der Ostseite des Marktplatzes stehen noch hohe Laubbäume, deren Reihe bis zur Einmündung der Burger Straße reichte. In dem links an der Einmündung in den Kohlmarkt hinter dem Baum erkennbaren Eckgebäude hatte der Goldschmied Voje (später Viergutz) sein Geschäft.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1908 Marktstraße, die spätere Op de Göten

1908 Marktstraße, die spätere Op de Göten
Das im Vordergrund an der Einmündung zur Schmiedestraße neben dem Alten Rathaus stehende Alte Balkenhaus - in ihm war nach 1945 das Wilsteraner Polizei-Revier untergebracht - wurde Ende der 1950er Jahre beseitigt. Auch das Gebäude rechts an der Ecke zur früheren „Johannis-Straße“ (heute Teil der Schmiedestraße) stehende Haus des Goldschmiedes Mohr (vor 1899 gehörte es dem Schuhmacher Meister H. Nahrendorf) steht heute nicht mehr; es wurde 1983 abgerissen.
Im Hintergrund rechts sind die Fassaden der ehemaligen Gaststätte „Holsteinischen Haus“ und der damaligen Drogerie "Adler" Meier heute noch gut erkennbar, da sie kaum verändert wurden. Das 1896 errichtete repräsentativen Gebäude der Drogerie Meier weist heute sein Türmchen nicht mehr auf; das an der Ecke zum Marktplatz stehende damalige Gebäude der Manufakturwarenhandlung J.P.T. Andersen mußte einem 1912/13 errichteten Neubau weichen.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1908 Viehmarkt und Wochenmarkt auf dem Marktplatz

1908 Viehmarkt und Wochenmarkt auf dem Marktplatz
Es herrschte lebhafter Betrieb auf dem Marktplatz vor der Kirche, wenn die Bauern der Wilstermarsch dort ihre Produkte und auch Vieh anboten.
Das Rindvieh wurde durch die Straßen zum Markt getrieben - ein heute nicht mehr vorstellbares Bild.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1909 St. Bartholomäus Kirche, Wochenmarkt

ca. 1909 Das Foto zeigt die Wilsteraner St. Bartholomäus-Kirche (gerne nach dem Erbauer Ernst-Georg Sonnin auch Sonnin-Kirche genannt);
über die Bäume ragt der 52m hohe Turm; dieser noch mit der alten Uhr; sie hatte nur einen Zeiger, um die Stunden anzuzeigen. 1911 wurden Uhrwerk und Ziffernblatt erneuert.
Unter den blühenden Kastanienbäumen bieten Händler ihre Waren an, denn es ist Wochenmarkt – er fand bis Ende der 1960er Jahre an diesem Ort vor der Kirche statt.

Bildrechte: Das Foto stammt aus der Sammlung Werner Behning, Wilster

1912 Speicher an der Wilsterau in der Stadtmitte von Wilster

ca. 1912 Speicher der Fima J.P.T. Andersen Söhne, an der Wilsterau in der Stadtmitte.
Die Firma Andersen, deren Geschäftshaus noch heute am Markt steht, hatte auf dem zugehörigen rückwärtigen Grundstück zwei Speicher. Diese Speicher standen unmittelbar am innerstädtischen Arm der Wilsterau und wurden in früheren Zeiten von kleinen Frachtschiffen angefahren. Oben im First der Speicher war jeweils ein Flaschenzug montiert, mit dessen Hilfe die Ware aus den Kähnen in die jeweilgen Räume der Speicher gefördert werden konnte.
Ganz links im Anschnitt ist das an der damaligen Marktstraße - der heutigen Op de Göten - gelegene Gebäude des damaligen Gasthofes "Holsteinisches Haus" von Johannes Holm erkennbar.

Bildrechte: wahrscheinlich Ludwig Behning
Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1915 Nordwestecke des Markt Platzes und Einmündung der Zingelstraße

1915 Zingelstraße, nordwestliche Ecke des Marktes
Nordwestlichen Ecke des Marktplatzes mit Blick in die heutige Zingelstraße, die seinerzeit noch Schulstraße hieß, denn seit Jahrhunderten lag sowohl die Stadtschule (am Ende der Straße links, hier nicht erkennbar) als auch das Haus mit den Lehrerwohnungen (links das Haus mit der langen zur Straße hin gewandten Traufseite) an dieser Straße;
Zingel wurde offenbar nur der untere Teil genannt, der über den Burggraben (den Zingel) führte.
Anzumerken ist hier, daß "Singel" in der Niederländischen Sprache für einen "Ringgraben" steht. Es liegt daher nahe, daß der alte Name der Zingelstraße aus der Zeit der niederländischen Kolonisation der Wilstermarsch stammt und daher so alt ist wie die Ansiedlung Wilster selbst.
Links an der Einmündung der Zingelstraße der „Deutsche Hof“ von Christian Schlotfeld (später Weidemann, Ross, Eul); der Pferdekopf über dem Schild weist die mit der Kutsche oder dem Gespann anreisenden Gäste auf die Ausspann-Möglichkeit für die Pferde hin.
Rechts das Gast- und Logierhaus von Hermann Stücker (später Stückers Hotel; lange Zeit war der gastronom Egon Hoinke dessen Betreiber).
Das Haus links mit der wunderschönen Jugendstil-Fassade – man sah es schon von der unteren Burger Straße – wurde in kaum nachvollziehbarer Weise in den 1970er Jahren nach seinem Erwerb durch die Verbandssparkasse Wilstermarsch beseitigt; die Möglichkeit der Erhaltung der schönen Fassade ist offenbar nicht einmal geprüft worden – dieser geradezu frevelhafte Eingriff in das optische Erscheinungsbild des Häuser-Ensemble des Marktplatzes führte zur Einschaltung des Landes-Konservators, wonach dann zumindest die Erhaltung des links davon stehenden Gebäudes (hier nicht im Bild) erreicht werden konnte.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1920 Nordseite des Markt Platzes mit dem Pastorat

1920 Winterliches Bild von der Nordseite des Markt Platzes mit dem Pastorat.
Fast unverändert gegenüber dem Zustand vor zwei Jahrzehnten präsentiert sich die Nordseite des Marktplatzes - nur Schnee gibt es heute seltener.
Die um die Kirche herum stehenden Kastanien sind noch vorhanden.
Zwischen den Bäumen steht das im Mai 1911 eingeweihte Denkmal an den Frieden nach dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71. Das denkmal wurde Mitte der 1950er jahre in den Stadtpark versetzt, wo es heute noch steht.
Die Poller mit den Ketten grenzten die Kirche vom übrigen Teil des Markt-Platzes ab - sie wurden Ende der 1950er Jahre teilweise und später völlig beseitigt.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1922 Festumzug der Sänger vor dem Alten Rathaus

1922 Festumzug der Sänger in der Marktstraße (der heutigen Op de Göten).
Zum achtzigjährlichen Gründungstag der Wilsteraner Liedertafel wurde am 17. und 18. Juni 1922 ein großes Sängerfest in Wilster gefeiert.
Es war über viele Jahrzehnte üblich, daß die Festveranstaltungen der Wilsteraner Vereine und Verbände auch mit einem durch die Straßen der Stadt führenden Umzug begangen wurden.
Viele Zuschauer säumten die Straßen und von den Häusern grüßten die Schleswig-Holstein Flaggen - die Stadt Wilster bot an derartigen Tagen immer ein besonders farbenfrohes und festliches Bild.

Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1922 Gerichtstür im Alten Rathaus

ca. 1922 In dem 1585 im Renaissance-Stil errichteten repräsentativen Alte Rathaus befand sich in früheren Zeiten neben dem großen Saal im Obergeschoß die Gerichtsstube.
Die abgebildete aufwendig gearbeitete prunkvolle Tür führt vom Saal zur Gerichtsstube. Wie oft mag wohl der im Jahre 1667 zum Gerichtsboten ernannte Wilsteraner Schmied (faber ferrarius) Hein von Holten (geboren etwa 1645 in Oberndorf a.d. Oste, gestorben 18.07.1716 in Wilster) diese Tür durchschritten haben?

Bildrechte: Das Foto stammt aus der Sammlung Werner Behning, Wilster, von dem ich auch den Abzug erhielt

1922 Saal im Obergeschoß im Alten Rathaus

ca. 1922 Saal im Obergeschoß im Alten Rathaus
In dem 1585 im Stil der Renaissance errichteten repräsentativen Alten Rathaus fanden im Zeitraum der Aufnahme (1922) in dem großen Saal im Obergeschoß des Gebäudes die Sitzungen der Ratsversammlung der Stadt Wilster statt.
Hier tagte in früherer Zeit auch Hein von Holten (geboren 24.03.1694, gestorben 06.08.1785), der von 11.03.1760 bis 06.08.1785 das Amt des Bürgermeisters von Wilster ausübte.
Die Tür links führt zur Gerichtsstube.

Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet; mit Sicherheit aber wohl Werner Behning, Wilster, von dem ich den Abzug erhielt

1922 Umzug auf der Op de Göten

1922 Festumzug auf der Straße Op de Göten
Zum achtzigjährlichen Gründungstag der Wilsteraner Liedertafel wird am 17. Und 18. Juni 1922 ein großes Sängerfest in Wilster gefeiert.
Der Festumzug führt durch die Straßen der Stadt Wilster. Durch ein dichtes Spalier der Zuschauer bewegt sich hier der Umzug am Alten Rathaus vorbei durch die Straße „Op de Göten“, die damalige Marktstraße.
Im Hintergrund die Westholsteinische Bank; vorn rechts die Schleswig-Holsteinische Bank

Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet; mit Sicherheit aber wohl Werner Behning, Wilster, von dem ich den Abzug erhielt

1922 Umzug auf der Südseite des Marktplatzes

1922 Festumzug am Markt
Zum achtzigjährlichen Gründungstag der Wilsteraner Liedertafel wird am 17. Und 18. Juni 1922 ein großes Sängerfest in Wilster gefeiert.
Der Festumzug führt durch die Straßen der Stadt Wilster. Durch ein dichtes Spalier der Zuschauer bewegt sich hier der Umzug über den Marktplatz.
Die St. Bartholomäus-Kirche ist wie heute von Bäumen umstanden, aber auch an der Ostseite des Marktes befindet sich vor den Häusern noch eine Baumreihe.

Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet; mit Sicherheit aber wohl Werner Behning, Wilster, von dem ich den Abzug erhielt

1923 Aufzug der Kindergilde am Markt

1923 Aufzug der Kindergilde
Vor der Photographischen Anstalt von Ludwig Behning am Markt ist die Musikgruppe (Trommel und Pfeiffer Corps) der Kinder-Schützengilde mit Flaggen, Standarten und dem hölzernen Adler sowie einer aus Nadelgehölz gebundenen Krone angetreten; dabei mit Schärpen, Kopfschmuck und Orden ausgezeichnete Personen.
Rechts neben den drei Trommlern steht der spätere Wilsteraner Tischlermeister und Bootsbauer Peter Klaus Heinrich von Holdt (mit Querflöte).

Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet; mit Sicherheit Ludwig Behning - den Abzug erhielt ich von Werner Behning, Wilster

1923 Photoatelier Behning am Markt, Kinder-Schützengilde

1923 Photoatelier Behning am Markt
Vor der Photographischen Anstalt von Ludwig Behning ist die Musikgruppe (Trommel und Pfeiffer Corps) der Kinder-Schützengilde mit Flaggen, Standarten und dem hölzernen Adler sowie einer aus Nadelgehölz gebundenen Krone angetreten; dabei mit Schärpen, Kopfschmuck und Orden ausgezeichnete Personen.
Rechts neben den drei Trommlern steht Peter Klaus Heinrich von Holdt (mit Querflöte)

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1924 Marktstraße - spätere Op de Göten

1924 Marktstraße - spätere Op de Göten
Am 10.Mai 1924 passiert die Hochzeitskutsche mit dem Wilsteraner Arzt Dr. Johannes Lübbe und seiner Braut Emma Kruse auf dem Weg zur Kirche in der damaligen Marktstraße das Alte Rathaus.
Dieseits der vor dem Alten Rathaus die Straße querenden Wilsterau steht das Schuhhaus Mohr.
Auch wenn weit und breit kein Kraftfahrzeug zu sehen ist, herrscht doch ein für damalige Zeiten lebhafter Verkehr auf der Straße. Neben mehreren Passanten und zwei weiteren Pferde-Kutschen erkennen wir zwei Schottische Karren.
Mit der an Holmen geschobenen Schottischen Karre (in Wilster auch Schott´sche Karre genannt) transportiert links ein Stellmacher Räder für Ackerwagen oder Kutschen.
Die mit einem umlaufenden Eisenband versehenen hölzernen Speichenräder verursachten auf dem Kopfsteinpflaster einen eindringlichen Geräuschpegel und ließen zugleich in den benachbarten Häusern die Gläser in den Schränken klingen.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1924 Saal im Erdgeschoß im Alten Rathaus

1924 Saal im Alten Rathaus
In dem 1585 im Stil der Renaissance errichteten repräsentativen Alten Rathaus war zum Zeitpunkt der Aufnahme (1924) in dem großen Raum im Erdgeschoß die Stadtkasse der Stadt Wilster untergebracht.
Die Darstellungen an den Wänden zeigen eine Entwässerungsmühle (Kokermühle) sowie Szenen aus den Gewerben der Gerber und Brauer.
In vergangenen Jahrhunderten wurden in dem Raum die Markttage abgehalten.

Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet; mit Sicherheit aber wohl Werner Behning, Wilster, von dem ich den Abzug erhielt

1925 Kirche St. Bartholomäus

1925 Kirche St. Bartholomäus
Die Wilsteraner Kirche wurde von dem Hamburger Baumeister Ernst-Georg Sonnin entworfen und unter seiner Leitung gebaut; am 02. Juli 1780 wurde sie eingeweiht. Sonnin war auch Baumeister der Hamburger St. Michaelis Kirche (Michel).
Der schlanke Helm über dem achteckigen Turm (ein Relikt der Vorgänger-Kirche) ist 52 m hoch: Elegant konkav geschwungen ist der Anschluß des Turmes an das hohe wuchtige und dennoch transparent wirkende Kirchenschiff.
Die ganze beschwingte Eleganz des Gotteshauses der St. Bartholomäus-Kirche (gerne auch Sonnin-Kirche genannt) wird auch innen mit seinem von Licht durchfluteten Kirchenschiff deutlich, bewirkt durch die von Pilastern getrennten und dem Licht geöffneten hohen Fenster. Die Wilsteraner Kirche gilt als die größte Hallenkirche Schleswig-Holstein; das frei tragende Sprengwerk der Dachkonstruktion ist beeindruckend.
Die vor der Kirche stehenden Granitpfosten für die Ketteneinfriedung wurden um 1964 entfernt; einige Jahre zuvor hatte man die großen Kastanien gefällt und als Ersatz Linden gepflanzt.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1929 Blick vom Markt in die Marktstraße - heutige Op de Göten

ca. 1929 Blick vom Markt in die Marktstraße - heutige Op de Göten
Die heutige Straße Op de Göten führte früher den Namen Marktstraße, denn vor und im (!!!) Alten Rathaus fanden in früheren Zeiten die Markttage statt.
Sehr gut ist zu erkennen, wie das Gelände vom Kirchplatz zum ehemaligen Verlauf der die Straße vor dem Alten Rathaus unterquerenden Wilsterau abfällt. Vom Kirchplatz floß das Niederschlagswasser über eine Rampe ab in die Wilsterau - es ergoß sich hierhin, weshalb man sich auf der Brücke "über der Gosse", also "op de Göten" befand. Den Namen erhielt die gesamte zuvor Marktstraße genannte Straße.
Das rechts erkennbare "Wilstermarsch Haus" war das größte Hotel in Wilster.
Vorne links an der Ecke zum Marktplatz steht das 1912/13 errichte imposante Gebäude des Textil Geschäfts von J.P.T. Andersen.
Beide Gebäude sind im II. Weltkrieg beim Bombenangriff auf Wilster in Mitleidenschaft gezogen. Das "Wilstermarsch Haus" wurde Mitte der 1950er Jahre abgebrochen.
Hinter dem Gebäude von Andersen ist der Erker des 1896 errichteten Gebäudes der "Adler" Drogerie Meier erkennbar. Die Firmeninhaberin war eine Schwester des benachbarten Kaufmannes Theodor Andersen.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster
Das Foto stammt aus der im Eigentum von Robert Friedrichs, Wilster, befindlichen Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1932 Der Kaufmann Christian Haack war eine Institution in Wilster

1932 Christian Haack auf dem Marktplatz
Der Kaufmann Christian Haack war eine Institution in Wilster, so wie auch heute noch sein am Markt an der Einmündung der Deichstraße gelegenes Geschäft.
Das heute von seinen Nachfolgern geführte Geschäft, von den Wilsteranern "Krischan Haack" oder liebevoll "Klein Karstadt" genannt, hat sich ein ganz besonderes Flair erhalten. Wer einmal hier eingekauft hat, wird erstaunt von dem auf engen Raum untergebrachten und ungemein vielfältigen Angebot gewesen sein. Um so mehr wird es ihn verwundert haben, daß in dem vermeintlichen Durcheinander der Inhaber mit sicherer Hand das Gewünschte hervor zauberte. Schon vor Jahrzehnten waren wir uns als Jugendliche sicher, hier kann man vom Hufnagel bis zum Büstenhalterbügel alles bekommen.
Das Foto zeigt Christian Haack den Marktplatz überquerend.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1932 Umzug zum 650ten Stadtjubiläum der Stadt Wilster

1932 Umzug zum 650ten Stadtjubiläum der Stadt Wilster am 29.05.1932.
Der Festwagen der Meiereigenossenschaft Wilster in der Straße Op de Göten (frühere Marktstraße).
Die Meierei (d.h. die Gebäude der zu der Zeit neu gegründeten Genossenschafts-Meierei) war 1928 an dem zur heutigen Etatsrätin-Doos-Straße gehörenden Abschnitt der Tagg-Straße (der vormaligen Bahnhofstraße) errichtet worden.
Rechts neben dem Alten Rathaus das Geschäftshaus Schuhhaus Mohr.

Bildrechte: H. Ballerstädt, Wilster

1932 Umzug zum 650ten Stadtjubiläum der Stadt Wilster

1932 Umzug zum 650ten Stadtjubiläum der Stadt Wilster am 29.05.1932.
Der Fest-Umzug der Gruppen und Festwagen zum 650ten Stadtjubiläum der Stadt Wilster passiert die Nord-Westecke des Marktplatzes.
Links im Anschnitt das Hotel Karl Stückers Gasthof (später Egon Hoinke), daneben die Buch- und Papierhandlung von Carl Kuskop.
Das große Gebäude ist die 1963 wegen Baufälligkeit abgebrochene Turnhalle (hier hatte der MTV Wilster sein Domizil) und sie diente als Sporthalle für die Mittelschule Wilster.

Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet; den Abzug erhielt ich von Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung er auch stammt

1933 Kundgebung auf dem Marktplatz

1933 Kundgebung auf dem Marktplatz
Kundgebung der SA (Sturm-Abteilung), einer Massenorganisation der nationalsozialistischen Partei, auf dem Westteil des Marktplatzes vor dem Gasthaus „Zur Börse“ von Johannes Ruge.
Aufmärsche und pausenlose Agitation lockten seinerzeit vor allem Jugendliche und junge Männer in die NSDAP oder ihre Gliederungen;
so manche der die braune Uniform tragenden Personen wird sich nach dem Zusammenbruch von Nazi-Deutschland gefreut haben, daß hier nur ihre Rückseite abgebildet wurde.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung die Aufnahme stammt

1936 Angetretene Bürgergilde am Markt

1936 Angetretene Bürgergilde am Markt
Vor der angetretenen Bürger Gilde hält der damalige Wilsteraner Bürgermeister Dr. Küster eine Ansprache.
Entgegen der schönen vorherigen Tradition, die Stadt mit den Schleswig-Holstein Flaggen zu schmücken, wurde jetzt ausschließlich nur noch die Fahne mit dem Hakenkreuz gezeigt - eine Gleichschaltung hatte, bei nicht wenigen auch gezwungenermaßen, auf allen Feldern des gesellschaftlichen Lebens Einzug gehalten.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster

1940 "Hotel Stadt Hamburg" am Marktplatz

1940 "Hotel Stadt Hamburg" am Marktplatz
In dem zwischen dem Gebäude von Christian Haack und dem vom Markt zum Stadtpark führenden Bartholomäusgang gelegenen Gebäude war das „Hotel Stadt Hamburg“ , vormals "Nissen´s Gasthof", untergebracht (nach dem II. Weltkrieg Fahrrad Wittrock und Elektro-Kühl, heute Bäckerei).
Die Straßenfront des Gebäudes ist in den oberen Etagen heute noch weitgehend unverändert.
Der hohe Flaggenmast vor dem Hotel verdeutlicht, daß seinerzeit die Wilsteraner positiv patriotisch waren, denn man zeigte Flagge!
Vor dem Gebäude hielten seinerzeit die Postbusse.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung die Aufnahme stammt

1948 Marktplatz Westliche Häuserzeile

1948 Westseite des Marktplatzes
So recht den Eindruck eines beschaulichen Landstädtchens vermittelt diese Aufnahme vom Markt; Personenkraftwagen waren damals eine rarität in Wilster.
Im Vordergrund links und noch vor dem zum Stadtpark führenden Bartholomäus-Gang das Fahrradgeschäft von Wittrock.
Danach folgend der Gasthof „Zur Börse“ von Johannes Ruge,
sodann das Textil Geschäft Reese,
darauf folgend die damalige Wilstermarsch Sparkasse;
dann mit der Jugendstilfassade das Café Schöne und am Eingang zur Zingelstraße der Gasthof „Deutscher Hof“
sowie rechts Stücker´s Hotel.

Bildrechte: Werner Behning
Das Foto stammt aus der im Eigentum von Robert Robert Friedrichs, Wilster, befindlichen Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1950 Altes Rathaus und Altes Balkenhaus

ca. 1950 Altes Rathaus
Das repräsentative Alte Rathaus im Renaissance-Stil wurde 1585 auf der sogenannten „Neuen Seite“ der Wilsterau errichtet als Ersatz für seinen 1545 auf dem gegenüber liegenden Ufer erbauten und bald baufällig gewordenen Vorgänger.
In seinem Giebel sieht man hier die sogenannte „Kökschen Klock“.
Die „Op de Göten“ (frühere Marktstraße) überquert zwischen dem Alten Rathaus und dem rechts dahinter liegenden Gebäude auf einer aus Natursteinen gemauerten Gewölbebrücke die Wilsterau.
Im Vordergrund das später leider abgebrochene Alte Balkenhaus, in welchem bis etwa Mitte der 1950er Jahre das Polizei-Revier Wilster untergebracht war.

Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet; mit Sicherheit aber wohl Werner Behning, Wilster, von dem ich den Abzug erhielt

1950 Schafe vor dem Alten Rathaus

ca. 1950 Schafe vor dem Alten Rathaus
Sowohl in den Zeiten zuvor, insbesondere aber in den Jahren nach dem II. Weltkrieg, wurde von vielen Einwohnern in Wilster zur Nahrungserzeugung für den Eigenbedarf Kleinvieh gehalten. Hierzu gehörten nicht nur Hühner, Enten, Gänse und Kaninchen, sondern vielfach auch Schweine und Schafe.
Ab und zu mußte im Interesse der Reproduktion den biologischen Erfordernissen Rechnung getragen werden. Dann wurden die Schafe mangels geeigneter Transportmittel durch die Straßen "too´n Buck" getrieben, so wie es hier in der Straße Op de Göten vor dem Alten Rathaus die jungen Frauen mit ihren Schafen machen.
Links im Anschnitt ist das seinerzeit neben dem Alten Rathaus stehende Alte Balkenhaus erkennbar, welches um 1960 leider ersatzlos abgebrochen wurde.
Rechts am Straßenrand eine Schott´sche (Schottische) Karre; diese zweirädrigen und an zwei Holmen geschobenen Karren waren bis weit in die 1950er Jahre in Wilster recht häufig.

Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Gerd Heutmann, Nutteln

1951 Einläuten des Jahrmarktes vor dem Alten Rathaus

1951 Einläuten des Jahrmarktes vor dem Alten Rathaus
Blick aus einem Fenster der Schleswig-Holsteinischen Westbank auf die Straße Op de Göten (über der Gosse), vormalige Marktstraße, in welcher traditionell am Freitag vor dem ersten Wochenende im August um 18:00 Uhr der Wilsteraner Jahrmarkt eingeläutet wurde.
Ihr Jahrmarkt ist den Wilsteranern "der Größte der Westküste".
Rechts vor der hölzernen Veranda der Gaststätte „Holsteinisches Haus“ von Johannes (Hanne) Holm ist der zu dem Zeitpunkt noch offene Stadtarm der Wilsterau erkennbar (er wurde ab 1953 verrohrt).

Bildrechte: Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung die Aufnahme stammt

1951 Marktplatz, Verein für deutsche Schäferhunde

1951 Marktplatz, Verein für deutsche Schäferhunde
Eine Gruppe des „Verein für deutsche Schäferhunde (SV) e.V., Ortsgruppe Itzehoe“ hat sich mit ihren Hunden auf dem Marktplatz aufgestellt.
Der Herr im Anzug und mit Hut, neben dem Jungen mit dem Schild, ist Franz Reimers; er war Gründer der Ortsgruppe und auch ihr Vorsitzender von 1930 bis 1954.
Der zweite von links der in Bildmitte abgebildeten Personen mit weißem Hemd ist Herr Kubis, dessen Sohn gegenwärtig zweiter Vorsitzender der Ortsgruppe ist.
In der Chronik des genannten Vereins findet sich zu Anlaß und Zeitpunkt des Treffens folgender Eintrag einer Vorstandssitzung vom 24.6.1951: „Der Verein wird sich auch an einer Werbeschau in Wilster beteiligen.“
Rechts im Anschnitt ist der Turm der St. Bartholomäus Kirche erkennbar.
Auf der gegenüber liegenden Straßenseite steht noch die alte und im Jahre 1900 erbaute Turnhalle, die 1963 wegen Baufälligkeit abgebrochen wurde.
Links daneben das Geschäftshaus des Wilsteraner Photographen Carl Kuskop.

Bildrechte: nicht bekannt
Die Informationen zu Zeitpunkt und Anlaß der Aufnahme wurden freundlicherweise beigebracht von Ulrike Eckmann als derzeitige Vorsitzende des Verein für Schäferhunde (SV) e.V. Ortsgruppe Itzehoe

1951 Wilsteraner Jahrmarkt auf dem Markt Platz (Nordseite)

1951 Wilsteraner Jahrmarkt, Marktplatz
Der traditionell am ersten Wochenende im August gefeierte Wilsteraner Jahrmarkt stellt im Jahresablauf der Stadt Wilster einen ganz besonderen Höhepunkt dar.
Zwischen den Reihen der Buden auf der Nordseite des Marktplatzes herrscht dichtes Gedränge.
Links ist die im Jahre 1963 wegen Baufälligkeit abgebrochene Turnhalle erkennbar.
Hinter der Turnhalle befand sich in einem Gebäude die Nebenstelle des Arbeitsamtes Elmshorn, worauf das Schild an der Halle hinweist.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung die Aufnahme stammt

1955 Luftbild von Marktplatz und Kirche

1955 Das aus östlicher Richtung aufgenommene Luftbild zeigt zentral Marktplatz und Kirche.
Unten links ist die Einmündung der "Op de Göten" erkennbar, an deren Ecke zur Deichstraße das ehemalige und im II. Weltkrieg durch Bomben beschädigte ehemalige Hotel "Wilstermarsch Haus" bereits beseitigt ist.
Links sind die Bäume des Stadtparks und hinten die bei der Villa Schütt erkennbar. Dahinter sind im Bereich des so genannten Feldweges noch eine Vielzahl an Kleingärten vorhanden, die in den folgenden Jahren dem Bau von Straßen (Etatsrat Michaelsen Straße, Etatsrätin Doos Straße) und größeren Wohngebäuden weichen mußten.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1958 Fahnenschwenken der Bürger-Schützen-Gilde auf dem Markt

ca. 1958 Das Fahnenschwenken der Bürger-Schützen-Gilde hat eine weit über 225 Jahre alte Tradition.
Die einzelnen Darbietungen orientieren sich nach einer Vorgabe, die vom Exercitienmeister Andreas Kletten in Nürnberg im Jahre 1679 festgeschrieben wurde.
Seinerzeit wurde das Fahnenschwenken von den Wilsteranern Heinz-Theodor Maaß, Uwe Goldmann und Albert Tiedemann gezeigt.
Die Farben der drei Flaggen geben die Farben der Schleswig-holsteinischen Flagge wieder; weiß und rot für Holstein, (gold fehlt) und blau für Schleswig; dazu die Wappenbilder von Land, Kreis Steinburg und der Stadt.
Die Darbietung wird bestaunt von den eigens dazu den Unterricht unterbrechenden Schülern der Wilsteraner Schulen. Das waren noch Zeiten, als die Knaben noch kurze Hosen und die Mädchen Röcke oder Kleider trugen.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung die Aufnahme stammt

1958 Geschäftshaus der Firma J.P.T. Andersen Söhne am Markt

ca. 1958 Geschäftshaus der Firma J.P.T. Andersen Söhne am Markt
Das in den Jahren 1912/13 erbaute Geschäftshaus der Firma J.P.T. Andersen Söhne beherrscht die Südseite des Marktplatzes.
Die Firma Andersen war seinerzeit das bedeutendste Textilwaren Geschäft in Wilster.
An den Seniorchef der Firma, Theodor Andersen, erinnert sich der Betreiber dieser Heimatseite mit großem Vergnügen. Der kleine freundliche alte Herr verteilte bei seinen ausgiebigen und ihn durch die Straßen der Stadt führenden Spaziergängen häufig Bonbon an die ihm diesbezüglich gerne begegnenden Kinder.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1958 Markt im adventlichen Lichterglanz

1958 In der Vorweihnachtszeit stellt sich der Markt stimmungsvoll im Lichterglanz dar.
Noch in den 1960er Jahren befanden sich in Wilster eine sehr große Anzahl größerer und kleinerer Geschäfte. Praktisch in jedem Haus am Markt, in den anschließenden Straßen Op de Göten, Burger Straße, Kohlmarkt und insbesondere in der Deichstraße befanden sich Haus bei Haus Geschäfte. Sie alle beteiligten sich im Advent mit Lichterketten an der festlich vorweihnachtlichen Präsentation der kleinen Einkaufsstadt Wilster.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster

1959 Altes Rathaus - beschrieben in einer Halbjahresarbeit

1959 Das Alte Rathaus
so lautete der Titel der Halbjahresarbeit, welche Joachim Treptow im Jahre 1959 als seine Abschlußarbeit an der Mittelschule Wilster schrieb.
Es war in den 1950er und 1960er Jahren eine spezielle Besonderheit der Mittelschule Wilster, jedem ihrer Abschlußschüler eine sogenannte Halbjahresarbeit abzuverlangen.
Zu einem nach eigenen Interessen gewählten Thema fertigte jeder der Schüler eine 60 bis 100 Seiten umfassende schriftliche und abschließend fest eingebundene Ausarbeitung an. Die Schüler lernten dabei, zielgerichtet, strukturiert und ausdauernd zu arbeiten. Dieses reichte von den selbst durchgeführten Recherchen an bis zur systematischen und umfassenden Abarbeitung und Darstellung des Themas; die schriftliche Darstellung wurde dabei mit Fotos, eigenen Zeichnungen und teilweise auch mit Material- und Handwerksproben illustriert.
Aus der Arbeit von Joachim Treptow erfahren wir viele bauliche Details über das Gebäude und über seine Errichtung, aber auch über seine zu verschiedenen Zeiten höchst unterschiedliche Nutzung.
Wer von den heutigen Wilsteranern weiß, daß im Untergeschoß des Alten Rathaus früher Marktage stattfanden, daß dort eine sogenannte Ratstrinkstube als Gastwirtschaftsraum eingerichtet war, daß für die Verwaltung der kleinen Stadt Gerichtsstube und Kämmerer-Stube ausreichten, daß der obere Saal für Festlichkeiten genutzt wurde.
Wem ist bekannt, daß vor etwa 100 Jahren das Gebäude als Gefängnis genutzt wurde, wobei die Kämmerer-Stube Platz für zwei weibliche Gefangene bot, während im Saal insgesamt sechs Zellen eingerichtet worden waren.

Es ist sehr erstaunlich, mit welcher Akribie seinerzeit die Schüler ihre Halbjahresarbeit gestalteten.

Bildrechte: Joachim Treptow
Die nur im Original vorliegende Halbjahresarbeit "Das Alte Rathaus" wurde freundlicherweise von Joachim Treptow zur Einsichtnahme überlassen.

1962 Altes Rathaus

1962 Das Alte Rathaus; Blick von dem im Jahre 1953 verrohrten Stadtarm der Wilsterau aus.
Das Geländer der ehemaligen Brücke über die Wilsterau ist noch vorhanden und im Vordergrund gut erkennbar.
Hinter dem Alten Rathaus steht der alte Speicher, in welchem aktuell ein von dem Naturschutzbund NABU mit Unterstützung der örtlichen Jägerschaft betriebenes Naturkundemuseum untergebracht ist.
Rechts im Anschnitt mit dem offenen Fenster das Gebäude der Gastwirtschaft „Holsteinisches Haus“ von Johannes („Hanne“) Holm.
Links im Anschnitt ein Haus in der Schmiedestraße.

Bildrechte: Holger A. Hansen, Mülheim a. d. Ruhr

1962 Blick vom Kirchturm auf die

1962 Blick vom Turm der St. Bartholomäus Kirche
in die Straße „Op de Göten“ und auf Häuser in der Schmiede Straße und in der Rathaus Straße.
Im Vordergrund dominiert das 1912/13 errichtete Geschäftshaus von J.P.T. Andersen die Ansicht.
Im Hintergrund rechts ist im Anschnitt das Alte Rathaus (aus dem Jahre 1585) sowie das 1909 gebaute Gebäude der Schleswig-Holsteinischen Westbank zu erkennen.
Links oben überragt das als Neues Rathaus genutzte ehemalige Doos´sche Palais (1785 errichtet) die Nachbargebäude.

Bildrechte: Holger A. Hansen, Mülheim a. d. Ruhr

1962 Blick vom Kirchturm in östliche Richtung

1962 Blick vom Kirchturm
auf die Häuser auf der Südseite des Marktes sowie in die Einmündung der Straße Kohlmarkt.
Der Blick vom Kirchturm geht in östliche Richtung. Für den unbefangenen Betrachter sieht es so aus, als ginge der Blick nach Südosten, wenn er sich davon leiten läßt, daß die christlichen Kirchen grundsätzlich Ost-West ausgerichtet sind.
Der Baumeister Sonnin hat aber seinerzeit bei der Konzeption der St. Bartholomäus Kirche eine Veränderung vorgenommen, indem er nicht die strikte Ost-West Ausrichtung der Vorgängerkirche beibehielt, sondern die neue Kirche entsprechend der Längsachse des Marktplatzes ausrichtete. Hierdurch ist es zu einer Abweichung von der grundsätzlichen Ausrichtung nach Osten gekommen; die Achse der Kirche ist Süd-West zu Nord-Ost ausgerichtet - der Standort des Altars war den damaligen Kirchenältesten dabei immer noch östlich genug.
Die Aussicht geht weit über die Häuser der Stadt hinweg über die flache Marsch bis zu den Höhen der Geest bei Itzehoe.
Rechts sind hinter den Häusern die alten Bäume im Bürgermeister Garten erkennbar.
Im Vordergrund hat einige Zeit zuvor die untere Hälfte der Fassade des Gebäudes der Volksbank ein moderneres Aussehen erhalten.

Bildrechte: Holger A. Hansen, Mülheim a. d. Ruhr

1963 Abstützaktion für die Turnhalle am Markt

1963 Die baufällige und vom Einsturz bedrohte alte Turnhalle am Markt (sie stand im Bereich der Einmündung der heutigen Sonnin-Straße in den Markt) mußte abgestützt werden.
In der im Jahre 1900 erbauten Halle hatte der MTV Wilster seine Sportstätte;
sie diente gleichzeitig dem Schulsport der Mittelschule Wilster.
Links neben der Halle steht das Geschäftshaus des vormaligen Fotografen Carl Kuskop, dem Wilster viele Aufnahmen zu verdanken hat.
Der Weg zwischen den Gebäuden führt zum Atelier Werner Behning, auf dessen Geschäft ein Hinweisschild am Hause Kuskop hinweist.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung die Aufnahme stammt

1963 Die Turnhalle am Markt wird abgebrochen

1963 Abbruch der baufälligen alten Turnhalle am Markt (sie stand im Bereich der Einmündung der heutigen Sonnin-Straße in den Markt).
Links im Anschnitt das Geschäftshaus des vormaligen Fotografen Carl Kuskop, dem Wilster viele Aufnahmen zu verdanken hat.
Im Hintergrund das Gebäude, in welchem die Außenstelle Wilster des Arbeitsamtes Elmshorn untergebracht war.
Hinter der Turnhalle ein zunächst kurze Zeit erhalten bleibender Trakt mit einer Wohnung im Obergeschoß; im Untergeschoß war eine öffentliche Toilette eingerichtet.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung die Aufnahme stammt

1963 Die Turnhalle am Markt wird abgebrochen

1963 Abbruch der baufälligen alten Turnhalle am Markt (sie stand im Bereich der Einmündung der heutigen Sonnin-Straße in den Markt).
Rechts im Anschnitt das Geschäftshaus des vormaligen Fotografen Carl Kuskop, dem Wilster viele Aufnahmen zu verdanken hat.
Hinter der Turnhalle ein Trakt mit einer Wohnung im Obergeschoß; im Untergeschoß war eine öffentliche Toilette untergebracht.
Im Vordergrund weist ein Schild auf das Atelier des Fotografen Werner Behning hin, aus dessen Obergeschoß die Aufnahme offenbar gemacht wurde.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung die Aufnahme stammt

1978 Demonstration gegen das Atomkraftwerk Brokdorf

1978 Auf dem Marktplatz fand eine eindrucksvolle Demonstration gegen den Bau des Atomkraftwerkes Brokdorf statt.
Es war die bis dahin größte Demonstration der Anti-AKW-Bewegung.
Es folgte eine Reihe verschiedener Protestveranstaltungen in der Wilstermarsch und an anderen Orten.
Während der Demonstration in Wilster kam es weder zu Ausbrüchen von Gewalt noch zu nennenswerten Sachbeschädigungen - anders jedoch Teile der Demonstration vor dem Baugelände in Brokdorf.
Die Diskussion um das Kernkraftwerk Brokdorf spaltete seinerzeit die Bevölkerung der Wilstermarsch in Gegner und Befürworter - kaum jemand hatte keine eigene Position zu dem Thema.

Links oben ist die Deichstraße bis etwa zum verfüllten Burggraben erkennbar;
rechts der zum Stadtpark führende Bartholomäus-Gang, an dessen Ende der Städtische Bauhof auf dem ehemaligen Ruge´schen Anwesen erkennbar ist.

Bildrechte: Axel Carp

 

© 2008-2010 Peter von Holdt · Technische Realisation: MReinke.Net · Impressum Key