Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Marktplatz

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1951 Wilsteraner Jahrmarkt auf dem Markt Platz (Nordseite)

1951 Wilsteraner Jahrmarkt, Marktplatz
Der traditionell am ersten Wochenende im August gefeierte Wilsteraner Jahrmarkt stellt im Jahresablauf der Stadt Wilster einen ganz besonderen Höhepunkt dar.
Zwischen den Reihen der Buden auf der Nordseite des Marktplatzes herrscht dichtes Gedränge.
Links ist die im Jahre 1963 wegen Baufälligkeit abgebrochene Turnhalle erkennbar.
Hinter der Turnhalle befand sich in einem Gebäude die Nebenstelle des Arbeitsamtes Elmshorn, worauf das Schild an der Halle hinweist.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung die Aufnahme stammt

1955 Blick durch den vom Colosseum-Platz zum Markt führenden Gang auf die Kirche

1955 Blick durch den vom Colosseum-Platz zum Markt führenden Gang auf den Turm der St. Bartholomäus Kirche.
Der vom Colosseumplatz kommende schmale Fußweg führte zwischen dem Gebäude der 1962 abgebrochenen Turnhalle (links) und dem Geschäftshaus Kuskop (rechts hinten) zum Marktplatz.
Im Vordergrund rechts die Photo-Werkstätten von Werner Behning; ihm und seinem Vater Ludwig Behning verdankt Wilster sehr viele beeindruckende Fotografien seines Stadtbildes aus dem Zeitraum von 1903 bis zu Beginn der 1990er Jahre.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1955 Luftbild von Marktplatz und Kirche

1955 Das aus östlicher Richtung aufgenommene Luftbild zeigt zentral Marktplatz und Kirche.
Unten links ist die Einmündung der "Op de Göten" erkennbar, an deren Ecke zur Deichstraße das ehemalige und im II. Weltkrieg durch Bomben beschädigte ehemalige Hotel "Wilstermarsch Haus" bereits beseitigt ist.
Links sind die Bäume des Stadtparks und hinten die bei der Villa Schütt erkennbar. Dahinter sind im Bereich des so genannten Feldweges noch eine Vielzahl an Kleingärten vorhanden, die in den folgenden Jahren dem Bau von Straßen (Etatsrat Michaelsen Straße, Etatsrätin Doos Straße) und größeren Wohngebäuden weichen mußten.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1955 Wilstermarsch Sparkasse am Markt

ca. 1955 Wilstermarsch Sparkasse am Markt
Untergeschoß des am Markt stehenden Gebäudes der damaligen Wilstermarsch-Sparkasse.
Anfang der 1970er Jahre sollte auf Beschluß der Gremien der Verbandssparkasse das die Häuserzeile an der Westseite des Marktplatzes mit seiner markanten Fassade prägende Gebäude zu Gunsten eines Allerweltsneubaues abgerissen werden. Der Betreiber dieser Heimat-Seite hat seinerzeit durch die Einschaltung des Landeskonservators dazu beigetragen, daß die Realisierung des Abrisses verhindert wurde.
1968 fusionierte die Wilstermarsch Sparkasse mit der Städtischen Sparkasse zur Verbandssparkasse Wilstermarsch; letztere ist vor einigen Jahren in die Sparkasse Westholstein aufgegangen.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1958 Fahnenschwenken der Bürger-Schützen-Gilde auf dem Markt

ca. 1958 Das Fahnenschwenken der Bürger-Schützen-Gilde hat eine weit über 225 Jahre alte Tradition.
Die einzelnen Darbietungen orientieren sich nach einer Vorgabe, die vom Exercitienmeister Andreas Kletten in Nürnberg im Jahre 1679 festgeschrieben wurde.
Seinerzeit wurde das Fahnenschwenken von den Wilsteranern Heinz-Theodor Maaß, Uwe Goldmann und Albert Tiedemann gezeigt.
Die Farben der drei Flaggen geben die Farben der Schleswig-holsteinischen Flagge wieder; weiß und rot für Holstein, (gold fehlt) und blau für Schleswig; dazu die Wappenbilder von Land, Kreis Steinburg und der Stadt.
Die Darbietung wird bestaunt von den eigens dazu den Unterricht unterbrechenden Schülern der Wilsteraner Schulen. Das waren noch Zeiten, als die Knaben noch kurze Hosen und die Mädchen Röcke oder Kleider trugen.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung die Aufnahme stammt

1958 Geschäftshaus der Firma J.P.T. Andersen Söhne am Markt

ca. 1958 Geschäftshaus der Firma J.P.T. Andersen Söhne am Markt
Das in den Jahren 1912/13 erbaute Geschäftshaus der Firma J.P.T. Andersen Söhne beherrscht die Südseite des Marktplatzes.
Die Firma Andersen war seinerzeit das bedeutendste Textilwaren Geschäft in Wilster.
An den Seniorchef der Firma, Theodor Andersen, erinnert sich der Betreiber dieser Heimatseite mit großem Vergnügen. Der kleine freundliche alte Herr verteilte bei seinen ausgiebigen und ihn durch die Straßen der Stadt führenden Spaziergängen häufig Bonbon an die ihm diesbezüglich gerne begegnenden Kinder.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1958 Markt im adventlichen Lichterglanz

1958 In der Vorweihnachtszeit stellt sich der Markt stimmungsvoll im Lichterglanz dar.
Noch in den 1960er Jahren befanden sich in Wilster eine sehr große Anzahl größerer und kleinerer Geschäfte. Praktisch in jedem Haus am Markt, in den anschließenden Straßen Op de Göten, Burger Straße, Kohlmarkt und insbesondere in der Deichstraße befanden sich Haus bei Haus Geschäfte. Sie alle beteiligten sich im Advent mit Lichterketten an der festlich vorweihnachtlichen Präsentation der kleinen Einkaufsstadt Wilster.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster

1962 Blick vom Kirchturm auf die "Op de Göten"

1962 Blick vom Turm der St. Bartholomäus Kirche
in die Straße „Op de Göten“ und auf Häuser in der Schmiede Straße und in der Rathaus Straße.
Im Vordergrund dominiert das 1912/13 errichtete Geschäftshaus von J.P.T. Andersen die Ansicht.
Im Hintergrund rechts ist im Anschnitt das Alte Rathaus (aus dem Jahre 1585) sowie das 1909 gebaute Gebäude der Schleswig-Holsteinischen Westbank zu erkennen.
Links oben überragt das als Neues Rathaus genutzte ehemalige Doos´sche Palais (1785 errichtet) die Nachbargebäude.

Bildrechte: Holger A. Hansen, Mülheim a. d. Ruhr

1962 Blick vom Kirchturm in östliche Richtung

1962 Blick vom Kirchturm
auf die Häuser auf der Südseite des Marktes sowie in die Einmündung der Straße Kohlmarkt.
Der Blick vom Kirchturm geht in östliche Richtung. Für den unbefangenen Betrachter sieht es so aus, als ginge der Blick nach Südosten, wenn er sich davon leiten läßt, daß die christlichen Kirchen grundsätzlich Ost-West ausgerichtet sind.
Der Baumeister Sonnin hat aber seinerzeit bei der Konzeption der St. Bartholomäus Kirche eine Veränderung vorgenommen, indem er nicht die strikte Ost-West Ausrichtung der Vorgängerkirche beibehielt, sondern die neue Kirche entsprechend der Längsachse des Marktplatzes ausrichtete. Hierdurch ist es zu einer Abweichung von der grundsätzlichen Ausrichtung nach Osten gekommen; die Achse der Kirche ist Süd-West zu Nord-Ost ausgerichtet - der Standort des Altars war den damaligen Kirchenältesten dabei immer noch östlich genug.
Die Aussicht geht weit über die Häuser der Stadt hinweg über die flache Marsch bis zu den Höhen der Geest bei Itzehoe.
Rechts sind hinter den Häusern die alten Bäume im Bürgermeister Garten erkennbar.
Im Vordergrund hat einige Zeit zuvor die untere Hälfte der Fassade des Gebäudes der Volksbank ein moderneres Aussehen erhalten.

Bildrechte: Holger A. Hansen, Mülheim a. d. Ruhr

1963 Abstützaktion für die Turnhalle am Markt

1963 Die baufällige und vom Einsturz bedrohte alte Turnhalle am Markt (sie stand im Bereich der Einmündung der heutigen Sonnin-Straße in den Markt) mußte abgestützt werden.
In der im Jahre 1900 erbauten Halle hatte der MTV Wilster seine Sportstätte;
sie diente gleichzeitig dem Schulsport der Mittelschule Wilster.
Links neben der Halle steht das Geschäftshaus des vormaligen Fotografen Carl Kuskop, dem Wilster viele Aufnahmen zu verdanken hat.
Der Weg zwischen den Gebäuden führt zum Atelier Werner Behning, auf dessen Geschäft ein Hinweisschild am Hause Kuskop hinweist.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung die Aufnahme stammt

1963 Die Turnhalle am Markt wird abgebrochen

1963 Abbruch der baufälligen alten Turnhalle am Markt (sie stand im Bereich der Einmündung der heutigen Sonnin-Straße in den Markt).
Rechts im Anschnitt das Geschäftshaus des vormaligen Fotografen Carl Kuskop, dem Wilster viele Aufnahmen zu verdanken hat.
Hinter der Turnhalle ein Trakt mit einer Wohnung im Obergeschoß; im Untergeschoß war eine öffentliche Toilette untergebracht.
Im Vordergrund weist ein Schild auf das Atelier des Fotografen Werner Behning hin, aus dessen Obergeschoß die Aufnahme offenbar gemacht wurde.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung die Aufnahme stammt

1963 Die Turnhalle am Markt wird abgebrochen

1963 Abbruch der baufälligen alten Turnhalle am Markt

1963 Abbruch der baufälligen alten Turnhalle am Markt (sie stand im Bereich der Einmündung der heutigen Sonnin-Straße in den Markt).
Links im Anschnitt das Geschäftshaus des vormaligen Fotografen Carl Kuskop, dem Wilster viele Aufnahmen zu verdanken hat.
Im Hintergrund das Gebäude, in welchem die Außenstelle Wilster des Arbeitsamtes Elmshorn untergebracht war; das Gebäude wurde 1970 ebenfalls beseitigt.
Hinter der Turnhalle ein zunächst kurze Zeit erhalten bleibender Trakt mit einer Wohnung im Obergeschoß; im Untergeschoß war eine öffentliche Toilette eingerichtet.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung die Aufnahme stammt

1978 Demonstration gegen das Atomkraftwerk Brokdorf

1978 Auf dem Marktplatz fand eine eindrucksvolle Demonstration gegen den Bau des Atomkraftwerkes Brokdorf statt.
Es war die bis dahin größte Demonstration der Anti-AKW-Bewegung.
Es folgte eine Reihe verschiedener Protestveranstaltungen in der Wilstermarsch und an anderen Orten.
Während der Demonstration in Wilster kam es weder zu Ausbrüchen von Gewalt noch zu nennenswerten Sachbeschädigungen - anders jedoch Teile der Demonstration vor dem Baugelände in Brokdorf.
Die Diskussion um das Kernkraftwerk Brokdorf spaltete seinerzeit die Bevölkerung der Wilstermarsch in Gegner und Befürworter - kaum jemand hatte keine eigene Position zu dem Thema.

Links oben ist die Deichstraße bis etwa zum verfüllten Burggraben erkennbar;
rechts der zum Stadtpark führende Bartholomäus-Gang, an dessen Ende der Städtische Bauhof auf dem ehemaligen Ruge´schen Anwesen erkennbar ist.

Bildrechte: Axel Carp

1990 Pastorat am Markt

ca. 1900 Pastorat am Markt
Das Gebäude des Pastorats der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wilster wurde im Jahre 1807 erbaut.
Es steht gegenüber dem Nordportal der von Ernst-Georg Sonnin geplanten und unter seiner Aufsicht erbauten St. Bartholomäus Kirche.

Bildrechte: Rudolf Horstmann, Wilster

Geschäftshaus Carl Kuskop; Carl Kuskop – ein Photograph in Wilster

Papier- und Buchladen des Ansichtskarten-Verlages von Carl Kuskop, Wilster
Wohn- und Geschäftshaus des Ansichtskarten-Verlages von Carl Kuskop, Wilster
um 1900 Atelier Carl Kuskop
Photograph Carl Kuskop (1868 - 1953)

Geschäftshaus Carl Kuskop; Carl Kuskop – ein Photograph in Wilster
Dem 1868 geborenen Carl Kuskop (Bild 4) verdanken Wilster und die Wilstermarsch eine Vielzahl überlieferter Photographien von Straßen, Gebäuden, Landschaft und Personen aus früherer Zeit.
Sehr viele der alten Fotos und Negative befinden sich in der von Robert Friedrichs (jetzt Itzehoe, früher Wilster) verwahrten Sammlung seines Großvaters Werner Behning. Letzterer hatte ebenfalls den Beruf eines Fotografen ausgeübt; er hat viele Aufnahmen seiner in Wilster tätig gewesenen Berufsvorgänger Hans-Peter Mohr (der erste Photograph in Wilster), seines Vaters Ludwig Behning, Friedrich Schlüter und Carl Kuskop gesammelt.
Bereits im Jahre 1892 hat Carl Kuskop als junger Unternehmer und voller Tatendrang am Markt ein Wohn- und Geschäftshaus (Bilder 1 und 2) und überdies auf dem rückwärtigen Grundstück ein Atelierhaus (Bild 3) errichten lassen.
Carl Kuskop beschränkte sich nicht nur auf im Atelier aufgenommene Gruppen- und Porträtaufnahmen, vornehmlich die damals sehr beliebten Visit-Bilder, sondern fertigte auch Außenaufnahmen.
Nachdem er mit Ludwig Behning einen Pächter für sein zwischenzeitlich baulich erheblich erweitertes Atelier gefunden hatte, gründete er einen Verlag für Ansichtskarten und fertigte und vertrieb über eine lange Zeitdauer ganz überwiegend Ansichtskarten mit Motiven aus Wilster, der Wilstermarsch und von der angrenzenden Geest. Sehr viele dieser Ansichtskarten wurden zum Direktverkauf in seinem Wohn- und Geschäftshaus angeboten, wo er einen Papier- und Buchladen eingerichtet hatte. Nach seinem Tode im Jahre 1953 führte seine Tochter Hertha Bremer diesen Teil des Geschäftes weiter.
(Quelle: Robert Friedrichs)

Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

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