Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Neumarkt Neustadt Schmiedestraße Krumwehl Audeich

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1870 Neustadt

ca. 1870 Neustadt
Blickrichtung Neumarkt etwa vom Standort der Einmündung der heutigen Straße "An der Au".
Das große helle Gebäude rechts ist das Geburtshaus des in Wilster geborenen Dichters Johann Meyer (das an ihn erinnernde Denkmal steht im Stadtpark).
Wie die linke durchgehende Häuserzeile belegt, führte seinerzeit noch keine direkte Verbindung von der Neustadt zum Rosengarten.
fast die gesamte linke Häuserzeile wurde im Rahmen der Stadtsanierung beseitigt. So auch das Gebäude der Schmiede Perner (später Georg Stelzer) links hinten, auf dessen Dach eine Windmühle zur Energiegewinnung angebracht war. Derartige kleine Windmühlen gab es vor 140 Jahren auf mehreren Häusern in der Stadt Wilster.

Ein Jahrhundert später veröffentlichte die Wilstersche Zeitung in den 1960/70er Jahren eine Artikel-Reihe "Alt-Wilster", in welcher auch das vormalige Aussehen der Straßen, Plätze und Gebäude in Erinnerung gerufen wurde (Bild 2).

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Der Zeitungsausschnitt wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Tanja Thode, Beldorf

1870 Schmiedestraße

1870 Schmiedestraße, Blickrichtung Innenstadt
Besonders auffällig sind die unmittelbar vor der Fassade einiger Häuser stehenden Galerie Bäume.
An den Treppenstufen des heute noch an seiner Fassade gut erkennbaren Hauses vorne links wird deutlich, daß seither durch mehrere Straßenbaumaßnahmen das Höhen-Niveau der Straßen deutlich angehoben wurde.

Viele Jahrzehnte später veröffentlichte die Wilstersche Zeitung in den 1960/70er Jahren eine Artikel-Reihe "Alt-Wilster", in welcher auch das vormalige Aussehen der Straßen in Erinnerung gerufen wurde.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

Der Zeitungsausschnitt wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Tanja Thode, Beldorf

1870 Schott Brücke und Krumwehl

1870 Blick über die Schottbrücke zum Krumwehl und die von dort auf 5 km Länge bis zur Rehburg schnurgerade Landstraße Richtung St. Margarethen und Brunsbüttelkoog (heute Brunsbüttel).
Bei der Schott Brücke konnte mittels des Schott - eines Stemmtor-Paares - die Wilsterau gestaut werden. Hierdurch konnten zum einen die Wasserstände für die Schiffahrt gesteuert werden und zum anderen ein Spülstrom durch den historischen durch die Stadt führenden Arm der Wilsterau sowie durch das Bäckerstraßenfleth erzeugt werden.
Links vor dem Lagerplatz führt der Fußweg am Audeich entlang zur Mühlenbrücke.
Das schöne Haus rechts ist heute noch in seinen überkommenen Stilelementen liebevoll restauriert vorhanden.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1875 Neustadt

1875 Die Neustadt Blickrichtung Neumarkt
Die gesamte linke Häuserzeile ist Ende der 1960er Jahre der Stadtsanierung zum Opfer gefallen - erst nach fast vier Jahrzehnten wurde kürzlich die Fläche wieder einer Bebauung zugeführt.
Im Hintergrund quert die Straße Neustadt mit einer Brücke das Bäckerstraßenfleth.
Zwischen den beiden kleinen Häusern rechts mündet die schmale Straße "De Slaat" in die Neustadt.

Ein Jahrhundert später veröffentlichte die Wilstersche Zeitung in den 1960/70er Jahren eine Artikel-Reihe "Alt-Wilster", in welcher auch das vormalige Aussehen der Straßen, Plätze und Häuser in Erinnerung gerufen wurde (Bild 2).

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
Der Zeitungsausschnitt wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Tanja Thode, Beldorf

1880 Neumarkt und Bäckerstraßenfleth

1880 Neumarkt und Bäckerstraßenfleth
Am Quai des Bäckerstraßenflethes - dieses verband die Wilsterau vom Rosengarten bis zu deren Verlauf am Bischofer Deich - hat ein kleiner Fracht-Ewer festgemacht. Seine Ladung wird von Fuhrwerken abgefahren.
Vom Neumarkt führt an dem aus großen Naturstein-Quadern aufgesetzten Quai eine Freitreppe zum Wasser herunter.
Mit dem damals noch offenen Stadtdurchgang der Wilsterau und ihren auch heute noch vorhandenen Gewässerstrecken, dem Bäckerstraßenfleth sowie einem weiteren offenen Fleth am Rosengarten hinter den Häusern der Neustadt, dem Burggraben sowie mit den vielen über die Gewässer führenden Brücken und Stegen vermittelte Wilster seinerzeit den Eindruck eines Klein-Amsterdam.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1890 Johannisstraße - oberer Bereich der heutigen Schmiedestraße

1890 Johannisstraße
Das zwischen den Straßen Rathausstraße und Op de Göten (frühere Marktstraße) gelegene kurze Stück der heutigen Schmiedestraße führte vor über einhundert Jahren eine Zeit lang den Namen Johannisstraße.
Ganz links ist im Anschnitt die Einmündung der heutigen Op de Göten (frühere Markt Straße) erkennbar.
An der Einmündung steht das Geschäftshaus von Schuhmachermeister Nahrendorf. Das Gebäude beherbergte ab 1899 das Geschäft des Uhrmachermeisers Johannes Mohr; es wurde 1983 im Zuge der Stadtsanierung abgebrochen.
Bereits zu beginn der 1970er Jahre waren die rechts daneben stehenden Gebäude der Schlachterei Schlüter sowie Lübbe´s Gasthaus (das Foto zeigt noch die Vorgänger Gebäude) abgebrochen worden.

bearbeiteter Abzug Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1895 Johannisstraße - heutige obere Schmiedestraße

1895 Johannisstraße - heutige obere Schmiedestraße
Das zwischen den Straßen Rathausstraße und Op de Göten (frühere Marktstraße) gelegene kurze Stück der heutigen Schmiedestraße führte vor über einhundert Jahren eine Zeit lang den Namen Johannisstraße.
Vor dem Gebäude der Schlachterei Schlüter posieren Schlachter mit den auf ihrem letzten Weg befindlichen Rindern.
Das dahinter stehende Gebäude von Lübbe´s Gasthaus ist kurz zuvor nach Abbruch des Vorgänger Gebäudes neu errichtet worden. In dem Gebäude war von Mitte der 1950er Jahre bis Ende der 1960er jahre das Kino Central Theater untergebracht.
Sämtliche auf dem Foto abgebildeten Gebäude - einschließlich des an der Ecke zum Klosterhof stehenden Hauses sowie des an der Rathausstraße stehenden und im Anschnitt erkennbaren ehemaligen Königlichen Amtsgerichts - fielen der Stadtsanierung zum Opfer. Die Balance zwischen Bewahren und behutsamer Weiterentwicklung ist der Stadt Wilster leider nicht immer gelungen.

bearbeiteter Abzug Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1909 Schmiede Jurzyk am Krumwehl

Schmiede W. Jurzyk am Krumwehl

1909 Schmiedebetrieb Jurzyk am Krumwehl
Die Schmiede wurde von W. Jurzyk um 1900 gegründet; der Sohn Karl Jurzyk erweiterte später den Betrieb um eine Schlosserei und führte ihn bis 1962.
Werner von Osten, der den Betrieb bis 1966 geführt hatte, übernahm ihn und erweiterte ihn kontinuierlich.
Leider konnte die Stadt Wilster dem Betrieb kein Gelände mit der notwendigen Entwicklungsmöglichkeit anbieten, weshalb 1993 eine Auslagerung des Betriebes Metall-, Maschinen- und Stahlbau in die Gemeinde Büttel erfolgte.
Weitere Infos und alte Bilder gibt es hier über den Betrieb von Osten

Bild 1: Bildrechte nicht bekannt
das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der Firma Werner von Osten, Büttel
Bild 2: Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
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1920 Hudemann´sches Haus in der Schmiedestraße

ca. 1920 Hudemann´sche Haus in der Schmiedestraße
Der überaus prächtige Backsteingiebel des aus dem Jahre 1596 stammenden Hudemann´schen Hauses in der Schmiedestraße ist eine besondere bauliche Kostbarkeit in der Stadt Wilster.
Leider wurde der untere Teil der Giebelfront (hier vor dem Umbau) im Jahre 1927 erneuert, weshalb heute nur der über dem Schwebebalken befindliche Teil aus alter Zeit stammt.
Bis in das Jahr 1977 wirkte der Arzt Dr. med. Joachim Constabel als praktischer Arzt in dem Haus, in welchem bereits vorher Dr. med. Boie Lammers eine Praxis betrieben hatte.

Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet; den Abzug erhielt ich von Werner Behning, Wilster

1920 Spaziergänger auf dem Audeich - von der Schott Brücke aus gesehen

1920 Audeich von der Schott Brücke aus gesehen
Menschen im Sonntagsstaat flanieren auf dem Weg, der Richtung Mühlen-Brücke auf dem Audeich entlag führt - so wie auch heute noch.
Einige Personen machen eine Kahnpartie - es gab früher in Wilster sehr viele Haushalte, die einen Ruderkahn unterhielten.
Auf dem gegenüber liegenden Ufer der Wilsterau sind die Gebäude der ehemaligen Brauerei Lübbe erkennbar. Die Gebäude wurden später im Zusammenhang mit der Stadtsanierung abgebrochen - heute erinnert vor Ort nichts mehr an sie.

Bild 1: Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
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1925 obere Schmiedestraße, Amtsgericht an der Rathausstraße

1925 Schmiedestraße, Amtsgericht an der Rathausstraße.
Eine wunderschöne Häuserzeile - leider lange schon Geschichte!
Das zwischen den Straßen Rathausstraße und Op de Göten (frühere Marktstraße) gelegene kurze Stück der heutigen Schmiedestraße führte vor über einhundert Jahren eine Zeit lang den Namen Johannisstraße.
Ganz links ist im Anschnitt an der Einmündung der heutigen Op de Göten (frühere Markt Straße) das schöne Alte Balkenhaus mit seiner vorkragenden Ecke erkennbar.
An der gegenüber liegenden Seite der Einmündung steht das Geschäftshaus des Uhrmachermeisters Johannes Mohr;
dahinter folgen die Gebäude der Schlachterei Schlüter sowie Lübbe´s Gasthaus.
In dem vormaligen Gebäude von Lübbe´s Gasthaus war von Mitte der 1950er Jahre bis Ende der 1960er Jahre das Kino Central Theater untergebracht.
Dahinter folgt an der Ecke zum Klosterhof ein großes Mehrfamilienhaus mit schöner reich gegliederter Fassade.
Das Gebäude des Amtsgerichts Wilster (früher Königliches Amtsgericht) lag gegenüber bereits an der Rathausstraße.
Das Amtsgericht war 1867 (nachdem Holstein preußische Provinz geworden war, nach vorheriger Loslösung von Dänemark 1864) eingerichtet worden und bestand bis 1975 (an anderem Standort an der unteren Rathausstraße, im vormaligen Diana-Bad).
In das hier abgebildete Gebäude zog im Jahre 1970 das zu dem Zeitpunkt neu gegründete Amt Wilstermarsch ein.
Das vorspringende Haus rechts ist das Textilwaren-Geschäft von Wilhelm Ehlert.
Im Anschnitt rechts ist das Gebäude der Schleswig-Holsteinischen Westbank erkennbar.
Mit Ausnahme des letztgenannten sind sämtliche auf dem Foto abgebildeten Gebäude der Stadtsanierung zum Opfer gefallen. Die Balance zwischen Bewahren und behutsamer Weiterentwicklung ist der Stadt Wilster leider nicht immer gelungen. Mahner wurden als sich dem Fortschritt verwehrende unverbesserliche Nostalgiker abqualifiziert - das Wort auswärtiger Fachleute wog mehr!
Die heutige (2010) Situation stellt Bild 2 dar.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

Bild 2: Andreas Reinke, Wilster

1928 Neustadt

1928 Die Straße Neustadt Blickrichtung Neumarkt.
Im Vordergrund links ist das Geländer der Schott-Brücke erkennbar.
Das große Gebäude links beherbergte die Gaststätte "Radfahrers Ruh" des Wirtes Falck; seinerzeit waren Reisende mit PKW noch die Ausnahme.
Auf halber Strecke links mündet die vom Rosengarten kommende kleine Verbindungsstraße in die Neustadt. Die Häuserzeile links dahinter fiel im Zuge der Stadtsanierung Ende der 1960er Jahre.
Das hohe Gebäude links hinten gehörte zur Schmiede Perner, später Stelzer.
Ganz hinten rechts, das Gebäude mit dem weißen Reklameband, war die Furstfabrik und Schlachterei von Friedrich Herzog. Dahinter unterquert das Bäckerstraßenfleth die Neustadt.
Im Vordergrund rechts ist das ebenfalls schon seit den 1960er Jahren nicht mehr vorhandene Geburtshaus des niederdeutschen Dichters Johann Meyer im Anschnitt erkennbar.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1933 Neubau der Schott-Brücke in der Neustadt

1933 Neubau des Schotts und der Schottbrücke.
Die Brücke am Schott überquert die Wilsterau (Verlauf der ehemaligen Sielwettern) im Zuge der Straße Neustadt.
Im Hintergrund führt die Straße Krumwehl Richtung Stadtfeld, St. Margarethen, Brunsbüttel.
Das Schott diente zum Aufstau der Wilsterau, oder um den Flut- bzw. Ebbstrom wahlweise entweder durch den Hauptarm oder die Stadtarme zu leiten;
auch am Bäckerstraßenfleth war am Neumarkt ein Schott vorhanden.
Das Schott an der Schott-Brücke wurde viele Jahre lang von Albertine Krumm, Wirtin der Gaststätte „Goldener Anker“ (rechts im Anschnitt erkennbar) bedient.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung die Aufnahme stammt

1955 marschierende Kinder-Gilde in der Neustadt

1955 Die Kinder-Gilde marschiert durch die Neustadt
Ein ganz besonderer Höhepunkt in jedem Schuljahr war für die Kinder der Wilsteraner Schulen das Fest der Kinder-Gilde.
Am Vormittag wurden von den Altersgruppen verschiedene Wettspiele (Geschicklichkeitsspiele) ausgetragen; am Nachmittag marschierten die Kinder durch die Straßen der Stadt und danach wurden auf allen Sälen der Stadt Tanzveranstaltungen durchgeführt.
Hier marschieren die Kinder vom Neumarkt kommend in die Straße Neustadt. Der Trupp der Kinder wird begleitet von dem hoch angesehenen Lehrer Gerhard Sakowski, welcher später Rektor der Volksschule wurde; er läuft hier in Höhe des Einganges der Schlachterei und Wurstfabrik von Friedrich Herzog.
Rechts ist die Einmündung der postalisch zur Neustadt gehörenden, jedoch inoffiziell „De Slaat“ genannten kleinen Straße erkennbar.
Der Marschblock der Jungen wird angeführt von ihrem „König“ Udo Urban als Sieger des Wettkampfes, daneben Holger A. Hansen (der dieses Foto zur Verfügung stellte);
von den Jungs dahinter sind mir namentlich noch Peter Friedrich und Hans-Jürgen Hinz bekannt. Wer kennt weitere Namen?

Bildrechte: nicht bekannt

1960 Schmiedestraße Haus 33

ca. 1960 Schmiedestraße Haus 33
Die Straßenfront des um 1880 als typisches Wilsteraner Bürgerhaus errichteten Gebäudes besticht durch die Harmonie seiner handwerklich recht aufwendigen Gestaltung.

Bildrechte: Otto Vollert

1960 Umzug der Kinder-Gilde am Neumarkt

1960 Umzug der Kinder-Gilde am Neumarkt
Der Umzug beim Fest der Kindergilde der Wilsteraner Schulen passiert den Neumarkt;
im Hintergrund das Wohnhaus des Bauunternehmers Kruse an der Einmündung der Blumenstraße.
Rechts ist das Geländer zum Bäckerstraßenfleth erkennbar.
Der Marschblock des Abschlußjahrganges der Mittelschule Wilster wird angeführt von Bernd Gottschalk, Fritz Schmidt und Peter von Holdt, welcher die Flagge trägt.

Bildrechte: nicht bekannt

1979 uralte Katen am Audeich

1979 uralte Katen am Audeich
Die uralte Kate (Bild 1) von Johannes Meifort war bereits im Jahre 1802 erbaut worden (vgl. Bild 2, Hof 209b in dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild") und bestand zum Zeitpunkt der Aufnahme noch nahezu unverändert in ihrer ursprünglichenGestalt.
Nachdem das Gebäude vom Schleswig-Holsteinischen Freilichtmuseum Rammsee in Molfsee erworben wurde, ist es im Jahre 1980 fachgerecht abgebaut und nach Molfsee transportiert worden.
Noch älter ist das rechts des Meifort´schen Hauses stehende und noch heute erhaltene Gebäude von Walter Ruge (sh. Bild 3). Das Haus wurde bereits 1765 erbaut (vgl. Bild 4, Hof 209 a in dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild").

Bildrechte Bild 1 und 3: Gerd Heutmann, Nutteln

1980 Ecke Schmiedestraße / Klosterhof

1980 Eckhaus an der Einmündung der Straße Klosterhof in die Rathausstraße und Schmiedestraße.
Das Gebäude mit seiner schönen harmonisch gegliederten Fassade fiel bald darauf der Stadtsanierung zum Opfer.
Die in anderen Städten bereits Einzug gehaltene Sensibilität für die Bewahrung alter Bausubstanz (zumindest aber die Erhaltung schöner alter Fassaden) war in Wilster noch nicht angekommen.
Die Balance zwischen Bewahren und behutsamer Weiterentwicklung ist der Stadt Wilster leider nicht immer gelungen. Sehr zu begrüßen ist, daß diesbezüglich seit längerem auch in Wilster ein Bewußtseinswandel eingetreten ist.

bearbeiteter Abzug Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1980 Wilsterau im Landrecht

1980 Wilsterau im Landrecht
Geradezu pittoresk stellt sich die unmittelbar bis an die Wilsterau heran reichende Bebauung der an der Straße Landrecht liegenden Hausgrundstücke dem Beschauer dar.
Die sehr kleinen Grundstücke wurden von Beginn der Bebauung an intensiv genutzt. Die Häuser grenzen unmittelbar aneinander; nur in wenigen Fällen waren sogenannte Wassergänge zwischen den Häusern angelegt, um den Bewohnern der auf der gegenüber gelegenen Straßenseite stehenden Häuser den Zugang zum Wasser zu ermöglichen.
Die unmittelbar an der Wilsterau stehenden Gebäude dienten in früheren Zeiten für vielfältige Zwecke als Speicher, die mit Schiffen und Booten von der Wilsterau aus beschickt wurden. Dieses ist sehr gut an der zum Wasser führenden Türöffnung erkennbar; noch in den 1950er Jahren führte hier eine bis unter den Wasserspiegel reichende Treppe in das Gebäude.
Kleine Freizeitboote, so wie sie hier am rechten Ufer der Wilsterau zu sehen sind, konnten zu Zeiten der bis in die 1960er Jahre in erheblichem Umfang die Wisterau noch befahrenden Berufsschifffahrt (zur Futtermittelfabrik Günther & Co. in der Rumflether Straße) dort nicht liegen.

Bildrechte: nicht bekannt

 

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