Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Op de Göten, Altes Rathaus

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1864 Marktstraße spätere Op de Göten

1864 Marktstraße
Die heutige Straße Op de Göten führte früher den Namen Marktstraße, denn vor und im (!!!) Alten Rathaus fanden in früheren Zeiten die Markttage statt, denn der Platz um die Kirche herum wurde als Friedhof genutzt.
Das Geländer der über den Stadtarm der Wilsterau (den hier ursprünglichen Verlauf dieses den Begründungszusammenhang der Stadt und ihren Namen [Wilstera] erklärenden Flusses) führenden Brücke ist gut zu erkennen. Das Gewässer wurde leider ca. 1953 verfüllt.
Vor dem Gasthaus (das große Gebäude rechts) „Holsteinisches Haus“ (es war später langjähriges Vereinslokal des SV Alemannia 04) führte eine breite rampenartige Treppe herunter zur Wilsterau. Über diese Rampe floß das Niederschlagswasser vom hoch liegenden Marktplatz ab - es ergoß sich hierhin, weshalb man sich auf der Brücke "über der Gosse", also "op de Göten" befand. Den Namen erhielt später die gesamte zuvor Marktstraße genannte Straße.

Ein Jahrhundert später veröffentlichte die Wilstersche Zeitung in den 1960/70er Jahren eine Artikel-Reihe "Alt-Wilster", in welcher auch das vormalige Aussehen der Straßen, Plätze und Gebäude in Erinnerung gerufen wurde (Bild 2).

Bildrechte: Hans Peter Mohr
Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
Der Zeitungsausschnitt wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Tanja Thode, Beldorf

1875 Altes Rathaus

1875 Altes Rathaus
Das repräsentative Alte Rathaus wurde 1585 im Renaissance-Stil auf der sogenannten „Neuen Seite“ der Wilsterau errichtet als Ersatz für den 1545 auf dem gegenüber liegenden Ufer erbauten und bald baufällig gewordenen Vorgänger.
Im Jahre 1912 befand sich auch das Alte Rathaus in einem Zustand des Verfalls! Professor Haupt aus Hannover konnte glücklicherweise die Städtischen Gremien davon überzeugen, daß sich die Wiederherstellung des Baudenkmals lohnen werde. Aus heutiger Sicht ist eine andere Aussage und Entscheidung unvorstellbar!
An das Alte Rathaus links angrenzend ist das Balkenhaus erkennbar, in ihm war bis Mitte der 1950er Jahre die Polizei-Wache untergebracht.
Vorn die Gewölbebrücke (Op de Göten) über den ursprünglichen Auarm, er wurde 1953 verfüllt.
Rechts hinter dem Alten Rathaus der historische Speicher, in welchem heute ein Naturkunde-Museum untergebracht ist.
Links - in der Schmiedestraße - ein später für den Neubau der Westbank abgebrochenes Gebäude.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster

1880 Die Häuser J.P.T. Andersen am Markt / Op de Göten

ca. 1880 Die Häuser J.P.T. Andersen am Markt
Die aus einer Färberei erwachsene Firma J.P.T. Andersen firmiert in zwei Gebäuden am Markt.
Links die Färberei & Handlung J.P.T. Andersen Söhne
rechts an der Ecke zur damaligen Marktstraße das Hauptgebäude der Firma.
In den Jahren 1912/13 ließ die Firma die abgebildeten Gebäude abbrechen und hier das noch heute bestehende imposante Gebäude errichten.
Auch das rechts an der damaligen Marktstraße - der heutigen Op de Göten - stehende helle Gebäude war von den Andersen erworben worden. Hier ließ eine Tochter des Firmeneigners im Jahr 1896 das Gbäude der nachmaligen "Adler" Drogerie Meier errichten. Das Haus mit dem markanten Erker steht heute noch.

Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster

1880 Marktstraße, die spätere Op de Göten

1880 Marktstraße
Die heutige Straße Op de Göten führte früher den Namen Marktstraße, denn vor und im (!!!) Alten Rathaus fanden in früheren Zeiten die Markttage statt.
Sehr gut ist zu erkennen, wie das Gelände vom Kirchplatz zum ehemaligen Verlauf der die Straße vor dem Alten Rathaus unterquerenden Wilsterau abfällt. Vom Kirchplatz floß das Niederschlagswasser über eine Rampe ab in die Wilsterau - es ergoß sich hierhin, weshalb man sich auf der Brücke "über der Gosse", also "op de Göten" befand. Den Namen erhielt später die gesamte zuvor Marktstraße genannte Straße.
Das rechts erkennbare "Wilstermarsch Haus" war das größte Hotel in Wilster.
Vorne links an der Ecke zum Marktplatz steht noch das Vorgängergebäude des Textil Geschäfts von J.P.T. Andersen, der hier 1912/13 das noch heute das Häuserensemble dominierende große Geschäftshaus errichten ließ.

Bildrechte: Hans Peter Mohr
Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1880 Op de Göten

1880 Blick vom Marktplatz in die damalige Marktstraße, die heutige Straße „Op de Göten“.
Sehr gut ist das vom hoch gelegenen Marktplatz zur Wilsterau - in Bildmitte an den Brückengeländern erkennbar – abfallende Straßenniveau zu sehen.
Rechts das Mitte der 1950er Jahre abgebrochene Hotel "Wilstermarsch Haus" von Jacobs, welches im II. Weltkrieg durch Fliegerbomben stark beschädigt worden war; es war seinerzeit das größte Hotel in Wilster.
Links das 1912/13 durch einen Neubau ersetzte Geschäftshaus von J.P.T. Andersen.

Viele Jahrzehnte später veröffentlichte die Wilstersche Zeitung in den 1960/70er Jahren eine Artikel-Reihe "Alt-Wilster", in welcher auch das vormalige Aussehen der Straßen in Erinnerung gerufen wurde.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Der Zeitungsartikel wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Tanja Thode, Beldorf.

1880 Op de Göten (Bildausschnitt)

Bildausschnitt
1880 Blick vom Marktplatz in die damalige Marktstraße, die heutige Straße „Op de Göten“.
Sehr gut ist das vom hoch gelegenen Marktplatz zur Wilsterau - in Bildmitte an den Brückengeländern erkennbar – abfallende Straßenniveau zu sehen.
Rechts das Mitte der 1950er Jahre abgebrochene Hotel \"Wilstermarsch Haus\" von Jacobs, welches im II. Weltkrieg durch Fliegerbomben stark beschädigt worden war; es war seinerzeit das größte Hotel in Wilster.
Links das 1912/13 durch einen Neubau ersetzte Geschäftshaus von J.P.T. Andersen

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster

1905 Blick vom Kirchturm auf die Marktstraße (spätere Op de Göten)

1900 Blick vom Kirchturm auf die Marktstraße (spätere Op de Göten)
und auf die rechts vom Marktplatz abgehende Deichstraße (ehemalige Kehdinger Straße), an deren Ecke das Hotel „Wilstermarsch Haus“ steht.
Links vor den Häusern der Marktstraße gut erkennbar ist die lange zur Wilsterau herab führende Rampe, über die sich das Niederschlagswasser vom hoch gelegenen Marktplatz in die Wilsterau ergoß. Die Brücke hieß daher Op de Göten; sie gab später der gesamten Straße ihren Namen.
Im Hintergrund an der Schmiedestraße steht noch das Gebäude, an dessen Stelle 1913 die Westholsteinische Bank errichtet wurde.
Vorne links steht noch der Vorgängerbau von J.P.T. Andersen, der hier 1912/13 sein imposantes Geschäftshaus errichten ließ.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster

1908 Marktstraße, die spätere Op de Göten

1908 Marktstraße, die spätere Op de Göten
Das im Vordergrund an der Einmündung zur Schmiedestraße neben dem Alten Rathaus stehende Alte Balkenhaus - in ihm war nach 1945 das Wilsteraner Polizei-Revier untergebracht - wurde 1960 beseitigt. Auch das Gebäude rechts an der Ecke zur früheren „Johannis-Straße“ (heute Teil der Schmiedestraße) stehende Haus des Goldschmiedes Mohr (vor 1899 gehörte es dem Schuhmacher Meister H. Nahrendorf) steht heute nicht mehr; es wurde 1983 abgerissen.
Im Hintergrund rechts sind die Fassaden der ehemaligen Gaststätte „Holsteinischen Haus“ und der damaligen Drogerie "Adler" Meier heute noch gut erkennbar, da sie kaum verändert wurden. Das 1896 errichtete repräsentativen Gebäude der Drogerie Meier weist heute sein Türmchen nicht mehr auf; das an der Ecke zum Marktplatz stehende damalige Gebäude der Manufakturwarenhandlung J.P.T. Andersen mußte einem 1912/13 errichteten Neubau weichen.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1920 Fahnenschwenken der Bürger-Gilde vor dem Alten Rathaus

Fahnenschwenken der Bürgergilde vor dem Alten Rathaus in der Marktstraße

ca. 1920 Fahnenschwenken der Bürger-Gilde vor dem Alten Rathaus
Vor dem Alten Rathaus in der Marktstraße – der heutigen Op de Göten – zeigen beim Fest der Bürger-Gilde die Fahnenschwenker der angetretenen Gilde und zahlreichen Zuschauern ihre Künste.
Das Fahnenschwenken der Bürger-Schützen-Gilde hat eine weit über 220 Jahre alte Tradition.
Die einzelnen Darbietungen orientieren sich nach einer Vorgabe, die vom Exercitienmeister Andreas Kletten in Nürnberg im Jahre 1679 festgeschrieben wurde.
Zu dieser Tradition der Gilde siehe Fahnenschwenken
Links das heute leider nicht mehr bestehende Alte Balkenhaus, davor eine Schott´sche (Schottische) Karre.
Von ihrer leichten einspännigen Kutsche (bis in die 1950er Jahre ein noch häufig von der ländlichen Bevölkerung genutztes Fahrzeug) genießen Personen ihren Logenplatz.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder Fotos von den Originalnegativen erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1922 Festumzug der Sänger vor dem Alten Rathaus

1922 Festumzug der Sänger in der Marktstraße (der heutigen Op de Göten).
Zum achtzigjährlichen Gründungstag der Wilsteraner Liedertafel wurde am 17. und 18. Juni 1922 ein großes Sängerfest in Wilster gefeiert.
Es war über viele Jahrzehnte üblich, daß die Festveranstaltungen der Wilsteraner Vereine und Verbände auch mit einem durch die Straßen der Stadt führenden Umzug begangen wurden.
Viele Zuschauer säumten die Straßen und von den Häusern grüßten die Schleswig-Holstein Flaggen - die Stadt Wilster bot an derartigen Tagen immer ein besonders farbenfrohes und festliches Bild.

Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1922 Gerichtstür im Alten Rathaus

ca. 1922 In dem 1585 im Renaissance-Stil errichteten repräsentativen Alte Rathaus befand sich in früheren Zeiten neben dem großen Saal im Obergeschoß die Gerichtsstube.
Die abgebildete aufwendig gearbeitete prunkvolle Tür führt vom Saal zur Gerichtsstube. Wie oft mag wohl der im Jahre 1667 zum Gerichtsboten ernannte Wilsteraner Schmied (faber ferrarius) Hein von Holten (geboren etwa 1645 in Oberndorf a.d. Oste, gestorben 18.07.1716 in Wilster) diese Tür durchschritten haben?

Bildrechte: Das Foto stammt aus der Sammlung Werner Behning, Wilster, von dem ich auch den Abzug erhielt

1922 Saal im Obergeschoß im Alten Rathaus

ca. 1922 Saal im Obergeschoß im Alten Rathaus
In dem 1585 im Stil der Renaissance errichteten repräsentativen Alten Rathaus fanden im Zeitraum der Aufnahme (1922) in dem großen Saal im Obergeschoß des Gebäudes die Sitzungen der Ratsversammlung der Stadt Wilster statt.
Hier tagte in früherer Zeit auch Hein von Holten (geboren 24.03.1694, gestorben 06.08.1785), der von 11.03.1760 bis 06.08.1785 das Amt des Bürgermeisters von Wilster ausübte.
Die Tür links führt zur Gerichtsstube.

Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet; mit Sicherheit aber wohl Werner Behning, Wilster, von dem ich den Abzug erhielt

1922 Umzug auf der Op de Göten

1922 Festumzug auf der Straße Op de Göten
Zum achtzigjährlichen Gründungstag der Wilsteraner Liedertafel wird am 17. Und 18. Juni 1922 ein großes Sängerfest in Wilster gefeiert.
Der Festumzug führt durch die Straßen der Stadt Wilster. Durch ein dichtes Spalier der Zuschauer bewegt sich hier der Umzug am Alten Rathaus vorbei durch die Straße „Op de Göten“, die damalige Marktstraße.
Im Hintergrund die Westholsteinische Bank; vorn rechts die Schleswig-Holsteinische Bank

Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet; mit Sicherheit aber wohl Werner Behning, Wilster, von dem ich den Abzug erhielt

1924 Marktstraße - spätere Op de Göten

1924 Marktstraße - spätere Op de Göten
Am 10.Mai 1924 passiert die Hochzeitskutsche mit dem Wilsteraner Arzt Dr. Johannes Lübbe und seiner Braut Emma Kruse auf dem Weg zur Kirche in der damaligen Marktstraße das Alte Rathaus.
Dieseits der vor dem Alten Rathaus die Straße querenden Wilsterau steht das Schuhhaus Mohr.
Auch wenn weit und breit kein Kraftfahrzeug zu sehen ist, herrscht doch ein für damalige Zeiten lebhafter Verkehr auf der Straße. Neben mehreren Passanten und zwei weiteren Pferde-Kutschen erkennen wir zwei Schottische Karren.
Mit der an Holmen geschobenen Schottischen Karre (in Wilster auch Schott´sche Karre genannt) transportiert links ein Stellmacher Räder für Ackerwagen oder Kutschen.
Die mit einem umlaufenden Eisenband versehenen hölzernen Speichenräder verursachten auf dem Kopfsteinpflaster einen eindringlichen Geräuschpegel und ließen zugleich in den benachbarten Häusern die Gläser in den Schränken klingen.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1924 Saal im Erdgeschoß im Alten Rathaus

1924 Saal im Alten Rathaus
In dem 1585 im Stil der Renaissance errichteten repräsentativen Alten Rathaus war zum Zeitpunkt der Aufnahme (1924) in dem großen Raum im Erdgeschoß die Stadtkasse der Stadt Wilster untergebracht.
Die Darstellungen an den Wänden zeigen eine Entwässerungsmühle (Kokermühle) sowie Szenen aus den Gewerben der Gerber und Brauer.
In vergangenen Jahrhunderten wurden in dem Raum die Markttage abgehalten.

Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet; mit Sicherheit aber wohl Werner Behning, Wilster, von dem ich den Abzug erhielt

1927 Blick vom Marktplatz in die Deichstraße

1927 Blick vom Marktplatz in die Deichstraße.
Der Anblick erinnert noch daran, daß Wilster vor der vorletzten Jahrhundertwende in Holstein die Stadt mit den meisten Fachwerkbauten war.
Links an der Ecke zur damaligen Marktstraße (heutige Op de Göten) das „Wilster-Marsch-Haus“, seinerzeit das größte Hotel in Wilster. Das Gebäude wurde bei dem Terror-Angriff anglo-amerikanischer Bomber während des II. Weltkrieges am 15. Juni 1944 durch Bombenwirkung stark beschädigt und einige Jahre später abgebrochen.
Rechts das „Warenhaus“ von Christian Haack, das sein unverwechselbares Flair auch über 80 Jahre später fast unverändert bewahrt hat.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder Fotos von den Originalnegativen erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1929 Blick vom Markt in die Marktstraße - heutige Op de Göten

ca. 1929 Blick vom Markt in die Marktstraße - heutige Op de Göten
Die heutige Straße Op de Göten führte früher den Namen Marktstraße, denn vor und im (!!!) Alten Rathaus fanden in früheren Zeiten die Markttage statt.
Sehr gut ist zu erkennen, wie das Gelände vom Kirchplatz zum ehemaligen Verlauf der die Straße vor dem Alten Rathaus unterquerenden Wilsterau abfällt. Vom Kirchplatz floß das Niederschlagswasser über eine Rampe ab in die Wilsterau - es ergoß sich hierhin, weshalb man sich auf der Brücke "über der Gosse", also "op de Göten" befand. Den Namen erhielt die gesamte zuvor Marktstraße genannte Straße.
Das rechts erkennbare "Wilstermarsch Haus" war das größte Hotel in Wilster.
Vorne links an der Ecke zum Marktplatz steht das 1912/13 errichte imposante Gebäude des Textil Geschäfts von J.P.T. Andersen.
Beide Gebäude sind im II. Weltkrieg beim Bombenangriff auf Wilster in Mitleidenschaft gezogen. Das "Wilstermarsch Haus" wurde Mitte der 1950er Jahre abgebrochen.
Hinter dem Gebäude von Andersen ist der Erker des 1896 errichteten Gebäudes der "Adler" Drogerie Meier erkennbar. Die Firmeninhaberin war eine Schwester des benachbarten Kaufmannes Theodor Andersen.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster
Das Foto stammt aus der im Eigentum von Robert Friedrichs, Wilster, befindlichen Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1932 Umzug zum 650ten Stadtjubiläum der Stadt Wilster

1932 Umzug zum 650ten Stadtjubiläum der Stadt Wilster am 29.05.1932.
Der Festwagen der Meiereigenossenschaft Wilster in der Straße Op de Göten (frühere Marktstraße).
Die Meierei (d.h. die Gebäude der zu der Zeit neu gegründeten Genossenschafts-Meierei) war 1928 an dem zur heutigen Etatsrätin-Doos-Straße gehörenden Abschnitt der Tagg-Straße (der vormaligen Bahnhofstraße) errichtet worden.
Rechts neben dem Alten Rathaus das Geschäftshaus Schuhhaus Mohr.

Bildrechte: H. Ballerstädt, Wilster

1934 Op de Göten - die vorherige Marktstraße

1934 Op de Göten - die vorherige Marktstraße - ist kurze Zeit vor Fertigung der Fotografie umbenannt worden.
Links neben dem Alten Rathaus ist noch das an der Ecke zur Schmiedestraße vorhanden gewesene Alte Balkenhaus zu sehen; die Erhaltung dieses Gebäudes, in welchem zeitweilig das Polizei-Revier Wilster untergebracht war, wurde leider versäumt.
An der rechten Ecke zur Schmiedestraße steht noch das Gebäude der Firma Uhren-Mohr. Das Haus wurde im Jahre 1983 im Zuge der Stadtsanierung ebenfalls abgebrochen – an seinem Standort steht heute das von den Wilsteranern "Roter Elefant" genannte Geschäftshaus.
Vor dem damaligen Gasthaus "Zum Holsteinischen Haus" von Johannes (Hanne) Holm steht die ebenfalls seit vielen Jahren bereits wieder beseitigte hölzerne Veranda.

Bildrechte: Steinhauer, Krempe,
dessen Sohn Ulf Steinhauer dieser Foto freundlicherweise zur Verfügung stellte.

1937 Straße Op de Göten und Marktplatz mit der Kirche

1937 Straße Op de Göten und Marktplatz mit der Kirche

1937 Straße Op de Göten und Marktplatz mit der Kirche
Die nach dem Entwurf und unter der Bauleitung von Baumeister Ernst-Georg Sonnin in den Jahren 1775 bis 1781 erbaute St. Bartholomäus Kirche in Wilster beherrscht mit ihrer Silhouette das Bild der kleinen schönen alten Stadt.
Der Sockel ihres Turmes stammt noch von der Vorgängerkirche - der Turmhelm wurde von Sonnin in einer Bewunderung abverlangenden Aktion angehoben. In einer zeitgenössischen Schrift heißt es dazu: (Der Turm der Kirche) „Zu Wilster hatte eine noch gute und dauerhafte Thurmspitze ein sehr verfallenes Mauerwerk zum Untertheil; Sonnin stützte die Thurmspitze ab, nahm das alte Mauerwerk zu 50 Fuß hoch weg, führte ein neues auf und schraubte die Thurmspitze, etwa 150 Fuß hoch, noch um 20 Fuß höher, drehete sie auch zum Theil um ihre Achse, indem er der neuen Kirche zugleich eine bessere Lage gegeben hatte.“
Links ist im Anschnitt das im II. Weltkrieg bei dem Bombenangriff auf Wilster - so wie auch die Kirche - schwer beschädigte und heute nicht mehr vorhandene Hotel "Wilstermarsch-Haus" von Jacobs zu erkennen sowie rechts das 1912/13 errichtete Wohn-und Geschäftshaus der damaligen Firma J.P.T. Andersen Söhne.
Mitten in der Einmündung der Op de Göten in den Markt steht ein Fahrbahnteiler mit einem Wegweiser.

Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Jan Hilbert, Sievershütten

1950 Altes Rathaus und Altes Balkenhaus

ca. 1950 Altes Rathaus
Das repräsentative Alte Rathaus im Renaissance-Stil wurde 1585 auf der sogenannten „Neuen Seite“ der Wilsterau errichtet als Ersatz für seinen 1545 auf dem gegenüber liegenden Ufer erbauten und bald baufällig gewordenen Vorgänger.
In seinem Giebel sieht man hier die sogenannte „Kökschen Klock“.
Die „Op de Göten“ (frühere Marktstraße) überquert zwischen dem Alten Rathaus und dem rechts dahinter liegenden Gebäude auf einer aus Natursteinen gemauerten Gewölbebrücke die Wilsterau.
Im Vordergrund das später leider abgebrochene Alte Balkenhaus, in welchem bis etwa Mitte der 1950er Jahre das Polizei-Revier Wilster untergebracht war.

Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet; mit Sicherheit aber wohl Werner Behning, Wilster, von dem ich den Abzug erhielt

1950 Schafe vor dem Alten Rathaus

ca. 1950 Schafe vor dem Alten Rathaus
Sowohl in den Zeiten zuvor, insbesondere aber in den Jahren nach dem II. Weltkrieg, wurde von vielen Einwohnern in Wilster zur Nahrungserzeugung für den Eigenbedarf Kleinvieh gehalten. Hierzu gehörten nicht nur Hühner, Enten, Gänse und Kaninchen, sondern vielfach auch Schweine und Schafe.
Ab und zu mußte im Interesse der Reproduktion den biologischen Erfordernissen Rechnung getragen werden. Dann wurden die Schafe mangels geeigneter Transportmittel durch die Straßen "too´n Buck" getrieben, so wie es hier in der Straße Op de Göten vor dem Alten Rathaus die jungen Frauen mit ihren Schafen machen.
Links im Anschnitt ist das seinerzeit neben dem Alten Rathaus stehende Alte Balkenhaus erkennbar, welches 1960 leider ersatzlos abgebrochen wurde.
Rechts am Straßenrand eine Schott´sche (Schottische) Karre; diese zweirädrigen und an zwei Holmen geschobenen Karren waren bis weit in die 1950er Jahre in Wilster recht häufig.

Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Gerd Heutmann, Nutteln

1951 Einläuten des Jahrmarktes vor dem Alten Rathaus

1951 Einläuten des Jahrmarktes vor dem Alten Rathaus
Blick aus einem Fenster der Schleswig-Holsteinischen Westbank auf die Straße Op de Göten (über der Gosse), vormalige Marktstraße, in welcher traditionell am Freitag vor dem ersten Wochenende im August um 18:00 Uhr der Wilsteraner Jahrmarkt eingeläutet wurde.
Ihr Jahrmarkt ist den Wilsteranern "der Größte der Westküste".
Rechts vor der hölzernen Veranda der Gaststätte „Holsteinisches Haus“ von Johannes (Hanne) Holm ist der zu dem Zeitpunkt noch offene Stadtarm der Wilsterau erkennbar (er wurde ab 1953 verrohrt).

Bildrechte: Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung die Aufnahme stammt

1956 marschierende Kinder-Gilde auf der Op de Göten

1956 marschierende Kinder-Gilde auf der Op de Göten
Das Fest der Kindergilde wird leider seit Jahrzehnten nicht mehr in Wilster gefeiert, obwohl es über sehr lange Zeit immer zu den Höhepunkten im Jahresverlauf gezählt hatte.
Das Foto zeigt den von mehren Musik-Kapellen begleiteten Umzug der Kindergilde. Der Umzug führte durch nahezu alle sich im festlichen Flaggenschmuck darbietenden Straßen der Stadt Wilster, über mit unzähligen Blumen geschmücktes Pflaster vorbei an zahlreichen Zuschauern. Es war ein großartiges Fest der Kinder, bei welchem sich das Interesse der gesamten Stadt allein auf sie richtete. Umzug, Wett-Spiele, Sachgewinne, Königinnen- und Königswürden, Tanzveranstaltungen - es war wundervoll!
In Bildmitte Peter von Holdt - Betreiber dieser Heimat-Seite - rechts von ihm sein Schulkamerad Bernd Gottschalk, der Herr mit Hut ist der Klassenlehrer Bruno Nahser, hinter diesem der Klassenkamerad Gerd Schöne.
Im Hintergrund geht der Blick über den Platz des im Jahre 1952 abgebrochenen ehemaligen Hotel Wilstermarsch-Haus (hier wurde danach in 1956/57 das Geschäftshaus von Albert Gutsche neu errichtet) hinweg zu den Rückseiten der Häuser an der Schmiedestraße.

Bildrechte: Irma Köberlein, Wilster

1958 Geschäftshaus der Firma J.P.T. Andersen Söhne am Markt

ca. 1958 Geschäftshaus der Firma J.P.T. Andersen Söhne am Markt
Das in den Jahren 1912/13 erbaute Geschäftshaus der Firma J.P.T. Andersen Söhne beherrscht die Südseite des Marktplatzes.
Die Firma Andersen war seinerzeit das bedeutendste Textilwaren Geschäft in Wilster.
An den Seniorchef der Firma, Theodor Andersen, erinnert sich der Betreiber dieser Heimatseite mit großem Vergnügen. Der kleine freundliche alte Herr verteilte bei seinen ausgiebigen und ihn durch die Straßen der Stadt führenden Spaziergängen häufig Bonbon an die ihm diesbezüglich gerne begegnenden Kinder.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1958 Markt im adventlichen Lichterglanz

1958 In der Vorweihnachtszeit stellt sich der Markt stimmungsvoll im Lichterglanz dar.
Noch in den 1960er Jahren befanden sich in Wilster eine sehr große Anzahl größerer und kleinerer Geschäfte. Praktisch in jedem Haus am Markt, in den anschließenden Straßen Op de Göten, Burger Straße, Kohlmarkt und insbesondere in der Deichstraße befanden sich Haus bei Haus Geschäfte. Sie alle beteiligten sich im Advent mit Lichterketten an der festlich vorweihnachtlichen Präsentation der kleinen Einkaufsstadt Wilster.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster

1958 Op de Göten mit dem Alten Rathaus und dem Alten Balkenhaus

1958 Op de Göten mit dem Alten Rathaus und dem Alten Balkenhaus.
Das Alte Balkenhaus (hier war nach dem II. Weltkrieg das Polizei-Revier untergebracht - das Schild links neben der Eingangstür weist darauf hin) an der Ecke zur Schmiedestraße bildete mit dem Alten Rathaus und dem dahinter liegenden „Alten Speicher“ ein harmonisches und stadtbildprägendes Ensemble. Sein Fachwerk nahm in gelungener Harmonie Elemente des „Alten Rathauses“, insbesondere das vorkragende Obergeschoß, auf.
Leider versäumten Wilsters Stadtväter die Erhaltung dieses schönen und historischen Gebäudes. Es hätte sich zumindest angeboten, dieses uralte Wilsteraner Bürgerhaus an anderer Stelle wieder aufzubauen und so für die Nachwelt zu erhalten. Statt dessen wurde es 1960 ersatzlos einer Abflachung der Kurve zur Schmiedestraße geopfert.
So reihte sich damals auch Wilster in die Reihe der Städte und Orte ein, in denen Unverstand und Ignoranz dem Stadtbild ähnliche Wunden schlug wie zuvor die Bombenangriffe im II. Weltkrieg.

Bildrechte: nicht bekannt

1959 Altes Rathaus - beschrieben in einer Halbjahresarbeit

1959 Das Alte Rathaus
so lautete der Titel der Halbjahresarbeit, welche Joachim Treptow im Jahre 1959 als seine Abschlußarbeit an der Mittelschule Wilster schrieb.
Es war in den 1950er und 1960er Jahren eine spezielle Besonderheit der Mittelschule Wilster, jedem ihrer Abschlußschüler eine sogenannte Halbjahresarbeit abzuverlangen.
Zu einem nach eigenen Interessen gewählten Thema fertigte jeder der Schüler eine 60 bis 100 Seiten umfassende schriftliche und abschließend fest eingebundene Ausarbeitung an. Die Schüler lernten dabei, zielgerichtet, strukturiert und ausdauernd zu arbeiten. Dieses reichte von den selbst durchgeführten Recherchen an bis zur systematischen und umfassenden Abarbeitung und Darstellung des Themas; die schriftliche Darstellung wurde dabei mit Fotos, eigenen Zeichnungen und teilweise auch mit Material- und Handwerksproben illustriert.
Aus der Arbeit von Joachim Treptow erfahren wir viele bauliche Details über das Gebäude und über seine Errichtung, aber auch über seine zu verschiedenen Zeiten höchst unterschiedliche Nutzung.
Wer von den heutigen Wilsteranern weiß, daß im Untergeschoß des Alten Rathaus früher Marktage stattfanden, daß dort eine sogenannte Ratstrinkstube als Gastwirtschaftsraum eingerichtet war, daß für die Verwaltung der kleinen Stadt Gerichtsstube und Kämmerer-Stube ausreichten, daß der obere Saal für Festlichkeiten genutzt wurde.
Wem ist bekannt, daß vor etwa 100 Jahren das Gebäude als Gefängnis genutzt wurde, wobei die Kämmerer-Stube Platz für zwei weibliche Gefangene bot, während im Saal insgesamt sechs Zellen eingerichtet worden waren.

Es ist sehr erstaunlich, mit welcher Akribie seinerzeit die Schüler ihre Halbjahresarbeit gestalteten.

Bildrechte: Joachim Treptow
Die nur im Original vorliegende Halbjahresarbeit "Das Alte Rathaus" wurde freundlicherweise von Joachim Treptow zur Einsichtnahme überlassen.

1962 Altes Rathaus

1962 Das Alte Rathaus; Blick von dem im Jahre 1953 verrohrten Stadtarm der Wilsterau aus.
Das Geländer der ehemaligen Brücke über die Wilsterau ist noch vorhanden und im Vordergrund gut erkennbar.
Hinter dem Alten Rathaus steht der alte Speicher, in welchem aktuell ein von dem Naturschutzbund NABU mit Unterstützung der örtlichen Jägerschaft betriebenes Naturkundemuseum untergebracht ist.
Rechts im Anschnitt mit dem offenen Fenster das Gebäude der Gastwirtschaft „Holsteinisches Haus“ von Johannes („Hanne“) Holm.
Links im Anschnitt ein Haus in der Schmiedestraße.

Bildrechte: Holger A. Hansen, Mülheim a. d. Ruhr

1962 Blick vom Kirchturm auf die "Op de Göten"

1962 Blick vom Turm der St. Bartholomäus Kirche
in die Straße „Op de Göten“ und auf Häuser in der Schmiede Straße und in der Rathaus Straße.
Im Vordergrund dominiert das 1912/13 errichtete Geschäftshaus von J.P.T. Andersen die Ansicht.
Im Hintergrund rechts ist im Anschnitt das Alte Rathaus (aus dem Jahre 1585) sowie das 1909 gebaute Gebäude der Schleswig-Holsteinischen Westbank zu erkennen.
Links oben überragt das als Neues Rathaus genutzte ehemalige Doos´sche Palais (1785 errichtet) die Nachbargebäude.

Bildrechte: Holger A. Hansen, Mülheim a. d. Ruhr

1965 Altes Rathaus

1965 Altes Rathaus
Aufgenommen vom verrohrten Stadtarm der Wilsterau aus, bietet das historische Alte Rathaus einen imposanten Anblick.
Das repräsentative Gebäude wurde 1585 im Renaissance-Stil auf der sogenannten „Neuen Seite“ der Wilsterau errichtet als Ersatz für seinen 1545 auf dem gegenüber liegenden Ufer ("Alte Seite") erbauten und bald baufällig gewordenen Vorgänger.
Im Jahre 1912 befand sich das Alte Rathaus in einem Zustand des Verfalls! Professor Haupt aus Hannover konnte glücklicherweise die Städtischen Gremien davon überzeugen, daß sich die Wiederherstellung des Baudenkmals lohnen werde. Aus heutiger Sicht ist eine andere Aussage und Entscheidung unvorstellbar!
Wenn sich - so wie auch gegenwärtig im Jahre 2011 - immer wieder ein ganz erheblicher und auch kostspieliger Sanierungsbedarf für das Gebäude ergibt, so sind doch alle Anstrengungen zu seiner Erhaltung überaus gerechtfertigt!
Das links im Anschnitt erkennbare Mauerwerk gehört nicht zu dem im Jahre 1983 im Rahmen der Sadtsanierung abgbrochenen Geschäftshaus Uhren-Mohr, sondern zu einem ursprünglich am Ufer der Wilsterau errichteten Schuppen.

Bildrechte: Stramm Verlag, St. Michaelisdonn
Anmerkung: das als Originalabzug vorliegende Foto ist ein Probeabzug für eine Ansichtskarte.

1968 Op de Göten mit dem

ca. 1968 Op de Göten und Altes Rathaus
Blick von der Schmiedestraße in die Straße "Op de Göten" bis zur St. Bartholomäus Kirche am Markt. Das repräsentative Gebäude Alte Rathaus wurde 1585 im Renaissance-Stil auf der sogenannten „Neuen Seite“ der Wilsterau errichtet als Ersatz für seinen 1545 auf dem gegenüber liegenden Ufer ("Alte Seite") erbauten und bald baufällig gewordenen Vorgänger.
An der Ecke zur Schmiedestraße im Bereich der links erkennbaren kleinen Grünanlage stand bis 1960 das Alte Balkenhaus, dessen Erhaltung leider von den städtischen Gremien versäumt wurde. Es ist zu hoffen, daß - wie schon mehrmals in der Geschichte der Stadt Wilster - immer wieder alle Anstrengungen zur Erhaltung des historischen Alten Rathauses unternommen werden!
Auch im Jahre 1912 hatte sich das Alte Rathaus in einem Zustand des Verfalls befunden. Professor Haupt aus Hannover konnte glücklicherweise die Städtischen Gremien davon überzeugen, daß sich die Wiederherstellung des Baudenkmals lohnen werde. Aus heutiger Sicht ist eine andere Aussage und Entscheidung unvorstellbar!
Rechts im Anschnitt ist noch die damalige hölzerne Veranda vor dem Gasthof "Holsteinisches Haus" von "Hanne" Johannes Holm erkennbar.
Der schiefe Turm-Helm der Kirche ist bereits nicht mehr mit blaugrauen Schieferplatten gedeckt, sondern hat 1968 eine Eindeckung aus Kupfer erhalten.

Bildrechte: Stramm Verlag, St. Michaelisdonn
Anmerkung: das als Originalabzug vorliegende Foto ist ein Probeabzug für eine Ansichtskarte.

1968 Op de Göten und "Altes Rathaus"

ca. 1968 Op de Göten und Altes Rathaus
Blick durch die Straße "Op de Göten" zur Schmiedestraße mit dem dort im Jahre 1909 in Anlehnung an den Baustil des Alten Rathauses errichteten Gebäude der Schleswig-Holsteinischen Westbank.
Ganz links die hölzerne Veranda des Gasthauses "Holsteinisches Haus" von "Hanne" Johannes Holm.
Dahinter an der Ecke zur Schmiedestraße das 1983 abgebrochene Geschäftshaus von Uhren-Mohr.
Das auf der gegenüber liegenden Seite der Schmiedestraße im Anschnitt erkennbare Haus des Textilwaren-Geschäfts von Wilhelm Ehlert wurde bereits im Jahre 1972 im Zuge der Stadtsanierung abgerissen.
Das repräsentative Gebäude rechts ist das historische "Alte Rathaus"; es ist 1585 im Renaissance-Stil auf der sogenannten „Neuen Seite“ der Wilsterau errichtet worden als Ersatz für seinen 1545 auf dem gegenüber liegenden Ufer ("Alte Seite") erbauten und bald baufällig gewordenen Vorgänger.
Es ist zu hoffen, daß - wie schon mehrmals in der Geschichte der Stadt Wilster - immer wieder alle Anstrengungen zur Erhaltung des historischen Alten Rathauses unternommen werden!
Auch im Jahre 1912 hatte sich das Alte Rathaus in einem Zustand des Verfalls befunden. Professor Haupt aus Hannover konnte glücklicherweise die Städtischen Gremien davon überzeugen, daß sich die Wiederherstellung des Baudenkmals lohnen werde. Aus heutiger Sicht ist eine andere Aussage und Entscheidung unvorstellbar!
Rechts im Anschnitt ist das ARKO Kaffee Geschäft zu erkennen; in dem Gebäude war zuvor das Schuh Geschäft Mohr betrieben worden, danach war hier zeitweilig das Textil Geschäft von Sabine Kalweit (FRIKA Röcke) untergebracht, bis dann später der Rechtsanwalt und Notar Heinrich Schröder das Gebäude erwarb und hier sein Büro einrichtete.

Bildrechte: Stramm Verlag, St. Michaelisdonn
Anmerkung: das als Originalabzug vorliegende Foto ist ein Probeabzug für eine Ansichtskarte.

 

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