Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Op de Göten (ehem. Markt Straße)

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1897 Altes Rathaus, Op de Göten, Neues Rathaus, Markt, Kirche, Denkmal

1897 Lithographie, Altes Rathaus, Op de Göten, Neues Rathaus, Markt, Kirche, Denkmal
Die Palette der auf den Ansichtskarten verwendeten Motive wurde häufig unterschiedlich arrangiert.
Das „Neue Rathaus“ zeigt noch seine durch Umbau verschandelte Straßenfront.
Die Fassaden der drei Häuser am Markt (Gaststätte "Zur Börse“, Textilhaus Reese, heutige Verbandssparkasse) sind auch hundert Jahre später gut erkennbar; desgleichen das links davon stehende damalige „Hotel Stadt Hamburg“;
vor der Kapelle am Friedhof im Bischof steht das Denkmal an die Gefallenen des Krieges 1870/71

Bildrechte: Verlag v. Carl Kuskop, Wilster

1897 Op de Göten, Neues Rathaus, Johannisstraße, Tagg-Straße, Allee

1897 Op de Göten, Neues Rathaus, Johannisstraße, Tagg-Straße, Allee
Um 1900 waren Ansichtskarte mit einer Palette verschiedener Ansichten sehr beliebt.
von links: Marktstraße, heutige "Op de Göten", die Geschäftshäuser J.P.T. Andersen sowie „Hotel WiIstermarsch-Haus“ stehen schon lange nicht mehr,
der Bahnhof stand in der heutigen Tagg-Straße (frühere Bahnhofstraße)
das Neue Rathaus (ehemalige Doos´sche Palais) stand in der Bäckerstraße (heute Rathausstraße),
„Lübbes Gasthaus“ stand in der damaligen Johannisstraße (der obere Teil der Schmiedestraße)
das Kriegerdenkmal stand vor der damaligen Friedhofs-Kapelle am Eingang zum Friedhof in Bischof

Bildrechte: Verlag v. C. Kuskop, Photogr. Atelier, Wilster

1897 Stadt Mühle, Audeich, Rathausstraße, Bischof, Op de Göten

1897 Stadt Mühle, Audeich, Rathausstraße, Bischof, Marktstraße (spätere Op de Göten)
Die Jugendstil-Karte zeigt
links oben: die Stadtmühle und die (alte) Meierei (vom Audeich fotografiert) an der Wilsterau.
links unten: das Diana-Bad (hier war später zeitweilig das Amtsgericht Wilster untergebracht) in der Rathausstraße.
mittig: der auf dem niedrigen Deich der Wilsterau in Bischof entlang führende Fußweg nach dem Kasenort.
rechts: die seinerzeit Marktstraße genannte "Op de Göten" mit dem Alten Rathaus und einem Blick auf die St. Bartholomäus Kirche.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1897 Wilstermarsch Haus, Markt, Diana-Bad; Wilsterau am Audeich, Stadt-Wappen

1897 Lithographie
Die Gebäude auf der Westseite des Marktplatzes haben auch nach über 100 Jahren weitgehend ihr ursprüngliches Aussehen bewahrt;
das im II. Weltkrieg beschädigte Hotel „Wilstermarschhaus“ wurde Anfang der 1950er Jahre abgebrochen.
Im Gebäude des Diana-Bad (Wannenbäder) in der Rathausstraße war später (von 1950 bis 1974) das Amtsgericht Wilster untergebracht; danach diente das Gebäude als Jugendzentrum, Volksbücherei und Stadtarchiv. Das Amtsgericht war 1867 (nachdem Holstein preußische Provinz geworden war, nach vorheriger Loslösung von Dänemark 1864) eingerichtet worden und bestand bis 1975.
Das Gelände am Audeich ist noch landwirtschaftlich geprägt.

Bildrechte: nicht bekannt

1898 Altes Rathaus, Neues Rathaus, Kirche, Friedhofs-Kapelle, Bahnhof in der Tagg Straße

1898 Altes Rathaus, Neues Rathaus, Kirche, Friedhofs-Kapelle, Bahnhof in der Tagg Straße
Verschiedene Motive aus Wilster wurden in immer wieder leicht veränderter Anordnung auf Ansichtskarten dargestellt.
Das „Neue Rathaus“ (von der Seite aufgenommen) ist durch Umbauten umgestaltet;
beim „Alten Rathaus“ ist die Au noch unter der Göten offen,
vor dem Friedhof steht die alte 1960 abgebrochene Kapelle und das Kriegerdenkmal in Erinnerung an den Krieg 1870/71;
das Hotel Stadt Hamburg stand an der Westseite des Marktplatzes,
Lübbes Gasthaus in der Schmiedestraße
und der Bahnhof in der späteren „Taggstraße“ (damals Bahnhofstraße) an der Strecke nach Brunsbüttel.

Bildrechte: Verlag v. Karl Kuskop, Wilster
und: Verlag von Glückstadt & Münden, Hamburg

1898 Altes Rathaus, Wilsterau

1898 Das repräsentative Alte Rathaus im Renaissance-Stil wurde 1585 auf der sogenannten „Neuen Seite“ der Wilsterau errichtet als Ersatz für seinen 1545 auf dem gegenüber liegenden Ufer ("Alte Seite") erbauten und bald baufällig gewordenen Vorgänger.
In seinem Giebel sieht man hier (1898) sogenannte „Kökschen Klock“.
Im Jahre 1912 befand sich das Alte Rathaus in einem Zustand des Verfalls! Professor Haupt aus Hannover konnte glücklicherweise die Städtischen Gremien davon überzeugen, daß sich die Wiederherstellung des Baudenkmals lohnen werde. Aus heutiger Sicht ist eine andere Aussage und Entscheidung unvorstellbar!
Die Marktstraße (heute „Op de Göten“) überquert auf einer aus Natursteinen gemauerten Gewölbebrücke die Wilsterau. Seitlich der Brücke führten begehbare Rampen zum damals noch offenen Gewässer.

Bildrechte: Verlag von F. Schlüter, Wilster
Lichtdruck von Knackstedt & Näther, Hamburg

1898 Altes Rathaus, Wilsterau

1898 Altes Rathaus
Die 1916 gelaufene Ansichtskarte zeigt eine nachträglich kolorierte Aufnahme von vor 1898 in einem leicht verkleinerten Ausschnitt sowie mit einigen Retuschen.
Die Marktstraße (heute „Op de Göten“) überquert auf einer aus Natursteinen gemauerten Gewölbebrücke die Wilsterau, welche unmittelbar neben dem Gebäude entlang verläuft. Seitlich der Brücke führten begehbare Rampen zum damals noch offenen Gewässer.
Das repräsentative Alte Rathaus im Renaissance-Stil wurde 1585 auf der sogenannten „Neuen Seite“ der Wilsterau errichtet als Ersatz für seinen 1545 auf dem gegenüber liegenden Ufer ("Alte Seite") erbauten und bald baufällig gewordenen Vorgänger.
In seinem Giebel sieht man hier (1898) die sogenannte „Kökschen Klock“.
Im Jahre 1912 befand sich das Alte Rathaus in einem Zustand des Verfalls! Professor Haupt aus Hannover konnte glücklicherweise die Städtischen Gremien davon überzeugen, daß sich die Wiederherstellung des Baudenkmals lohnen werde. Aus heutiger Sicht ist eine andere Aussage und Entscheidung unvorstellbar!

Bildrechte: nicht angegeben
die ursprüngliche Aufnahme stammt aus dem Verlag von F. Schlüter, Wilster

1898 Marktstraße (spätere Op de Göten) mit dem Alten Rathaus

Die sogenannte Mondscheinkarte (weil sie mit einem Blaustich und einem künstlich retuschierten Vollmond versehen eine abendliche Stimmung vermittelte) zeigt
das im Renaissance-Stil erbaute repräsentative Alte Rathaus; es wurde 1585 auf der sogenannten „Neuen Seite“ der Wilsterau errichtet als Ersatz für seinen 1545 auf dem gegenüber liegenden Ufer erbauten und bald baufällig gewordenen Vorgänger.
In seinem Giebel sieht man hier (1907) die sogenannte „Kökschen Klock“.
Hinter dem Alten Rathaus ist der auch heute noch vorhandene und als Naturkunde-Museum genutzte Speicher erkennbar; neben dem Alten Rathaus steht noch das Alte Balkenhaus (es wurde leider 1960 ersatzlos beseitigt)
Links – bereits in der Schmiede Straße – ist noch das Haus erkennbar, welches im Jahre 1909 dem Neubau der späteren Westbank weichen mußte.

Bildrechte: nicht bekannt

1899 Einläuten des Jahrmarkts

ca. 1899 Blick vom Kirchturm in die Marktstraße (spätere Op de Göten), auf welcher hier am 23.August 1899 (AK ist am 20.08.1900 gelaufen) um 18:00 Uhr der Jahrmarkt eingeläutet wird (Der Jahrmarkt fand damals noch nicht am ersten Wochenende im August statt).
Sehr schön zu sehen ist die Göten (Rampe und Treppe, über welche das Niederschlagswasser vom höher gelegenen Kirchplatz sich in die Wilsterau ergoß); die Brücke war Op de Göten (Über der Gosse).
In der Wilsterau liegen Ruderboote.

Bildrechte: Photograph Kuskop, Wilster

1899 Stadt Mühle, Stadtpark, Johannisstraße, Marktstraße

1899 Die Jugendstil Karte zeigt
links oben: die Stadt Mühle und die (alte) Meierei (vom Audeich fotografiert) an der Wilsterau.
links unten: Blick in den alten Kirchhof - den heutigen im Jahre 1907 angelegten Stadtpark.
mittig: die obere Schmiedestraße (dieser Abschnitt wurde früher „Johannisstraße“ genannt) mit Lübbes Gasthaus (später in den 1950ern und 1960ern zeitweilig Kino Central-Theater);
das linke Gebäude wurde später ersetzt durch das repräsentative Gebäude der Schlachterei Schlüter. Die gesamte Häuserzeile wurde 1974 Opfer des Wahns der Flächensanierung.
unten: die frühere Marktstraße (heute Op de Göten)

Bildrechte: Verlag v. Carl Kuskop, Wilster

1900 "Leporello 1", Op de Göten, Altes Rathaus, Markt, Kirche

Op de Göten 2007

Diese Karte mit der Abbildung der Marktstraße (spätere Op de Göten) ist sehr ungewöhnlich. Sie ist ein sogenanntes Leporello. Der herausziehbare Einschub zeigt folgende Motive:
Rathaus mit nebenstehendem Gasthof von Johannes Looft, 2 x Bürgermeistergarten; Obere Schmiedestraße (ehemalige Johannisstraße); Wilstermarsch Spar- und Leihkasse (spätere Volksbank) und Café Egge und Bäckerei Starck; Oberer Kohlmarkt; Untere Burgerstraße, Am Bahnübergang; Alte Meierei und Stadt Mühle; Geburtshaus Johann Meyer.

Bildrechte: Verlag v. Emil Jacobs, Wilster

1900 "Leporello 2", Neues Rathaus, Bürgermeisters Garten, Schmiedestraße

Rathausstraße
Stadtgarten
Stadtgarten
Schmiedestraße

Abbildungen im Leporello
Neues Rathaus
Stadtgarten (Bürgermeisters Garten)
Stadtgarten (Bürgermeisters Garten)
Schmiedestraße (zeitweilige Johannisstraße)

1900 "Leporello 3" Markt, Kohlmarkt, Burger Straße

Markt
Kohlmarkt
Burger Straße
Burger Straße

Abbildungen im Leporello
Markt
Kohlmarkt
Burger Straße

1900 "Leporello 4", Stadt Mühle, Neustadt, Rumfleth, Bischof

Stadtmühle
Neustadt
Rumfleth
Bischoff

Abbildungen im Leporello
Stadt Mühle
Neustadt
Rumfleth
Bischof

1900 Blick vom Kirchturm auf die Marktstraße

1900 Blick vom Kirchturm auf die Marktstraße (spätere Op de Göten)
und auf die rechts vom Marktplatz abgehende Deichstraße (ehemalige Kehdinger Straße), an deren Ecke das Hotel „Wilstermarsch Haus“ steht.
Links vor den Häusern der Marktstraße gut erkennbar ist die lange zur Wilsterau herab führende Rampe, über die sich das Niederschlagswasser vom hoch gelegenen Marktplatz in die Wilsterau ergoß. Die Brücke hieß daher Op de Göten; sie gab später der gesamten Straße ihren Namen.
Im Hintergrund an der Schmiedestraße steht noch das Gebäude, an dessen Stelle 1913 die Westholsteinische Bank errichtet wurde.
Vorne links steht noch der Vorgängerbau von J.P.T. Andersen, der hier 1912/13 sein imposantes Geschäftshaus errichten ließ.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster

1900 Marktstraße, die spätere Op de Göten

1900 Marktstraße
Die Straße Op de Göten hieß früher Marktstraße.
Vor und auch im Alten Rathaus (in dem großen Raum im Erdgeschoß) wurden nämlich in früherer Zeit die Markttage durchgeführt.
Parallel zur Straße führte vor der dem Alten Rathaus gegenüber liegenden Häuserzeile jenseits der Brücke - vor dem Gasthof "Holsteinisches Haus" - eine breite flache Rampe zur Wilsterau herunter. Über diese Rampe flossen die Niederschläge von dem hoch gelegenen Platz an der Kirche ab. Die Brücke über die Wilsterau am Alten Rathaus lag daher über der Gosse, weshalb sie auch Op de Göten (Über der Gosse) hieß; später erhielt die gesamte Straße diesen Namen.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1900 Op de Göten, Altes Rathaus, Markt, Kirche

Op de Göten 2007

ca. 1900 Sogenannte Mondschein Karte.
Neben dem repräsentativen Alten Rathaus im Renaissance-Stil (es wurde 1585 errichtet) steht links das Alte Balkenhaus, welches leider 1960 beseitigt wurde.
Sehr gut ist zu erkennen, wie von der Brücke (an den Geländern erkennbar) über die Wilsterau die Straße zum hoch gelegenen Marktplatz ansteigt. Seitlich der Brücke führten begehbare Rampen und Treppen zum damals noch offenen Gewässer.

Die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte (Bild 4) mit einem ähnlichen Motiv befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

Bildrechte: Verlag von Carl Kuskop, Wilster

1900 Op de Göten, Altes Rathaus, Markt, Kirche

Op de Göten 2007

In der Vergangenheit hieß die Straße „Op de Göten“ Marktstraße, denn im Alten Rathaus und davor fanden in früheren Zeiten die Markttage statt, weil bis zum Jahre 1604 der Friedhof der Stadt um die Kirche herum lag; dieser wurde danach auf das Gelände des heutigen Stadtparks verlegt (bis 1859, in Einzelfällen auch länger.
Göten (von Gießen) wurde nur die zur Wilsterau führende Rampe (im Bild rechts) genannt, über die sich das vom erhöhten Kirchplatz abfließende Regenwasser ergoß - die Brücke über die Wilsterau war daher op de Göten (über der Gosse).

Bildrechte: Verlag von Karl Kuskop, Wilster

1900 Wilsterau, Rosengarten, Op de Göten, Markt, Kirche

1900 Farblithographie
oben links: am Rosengarten ist noch der Speicher der Bäckerei Kühl zu sehen, ebenso der Kran am Lagerschuppen; der durch die Stadt führende Arm der Au ist noch offen.
unten links: Blick vom Turm der St. Bartolomäuskirche auf den Südwestteil des Marktplatzes. An der Ecke der Marktstraße (heute „Op de Göten“) und der Deichstraße steht das Hotel "Wilstermarschhaus"
oben mittig: die Häuser “Hotel Stadt Hamburg“, Gasthof „Zur Börse“, Reese, Wilstermarschsparkasse,
oben rechts: St. Bartholomäus Kirche

Bildrechte: Verlag v. Photograph Kuskop, Wilster

1901 Markt, Marktstraße (spätere Op de Göten)

1901 Blick vom Kirchturm auf die Markt Straße (spätere Op de Göten) und auf die rechts vom Marktplatz abgehende Deichstraße.
Links steht noch das ehemalige Geschäftshaus von J.P.T. Andersen, welches 1912/13 durch einen imposanten Neubau ersetzt wurde.
Daneben das 1896 erbaute Gebäude der "Adler" Drogerie Meier. Dahinter das "Holsteinische Haus" von Holm; es fällt auf, daß das heutige Untergeschoß im hinteren Gebäudeteil seinerzeit frei lag, denn an dem Gebäude entlang führte eine Rampe (die Göten) zur Wisterau herunter.
Rechts an der Einmündung zur Deichstraße das Hotel „Wilstermarsch Haus“ von Jacobs, welches in den 1950er Jahren beseitigt wurde.
Rechts mit dem Flaggenmast das Hotel „Stadt Hamburg“
Bildrechte: Druck von Johann Schwarck, Wilster

1901 Marktstraße (spätere Op de Göten)

Die Straße ‚Op de Göten“ hieß früher Marktstraße, denn mit Op de Göten wurde seinerzeit nur der Bereich auf der Brücke über den Stadtarm der Wilsterau bezeichnet, wo sich das vom Marktplatz abfließende Regenwasser in die Au ergoß. An der Ecke der Einmündung zum Marktplatz steht noch der Vorgängerbau des 1912/13 erbauten Geschäftshaus von J.P.T.Andersen; davor das 1896 errichtete Gebäude der "Adler" Drogerie Meier mit seiner aufwendigen Klinker-Fassade.

Bildrechte: Carl Kuskop

1901 Marktstraße - spätere Op de Göten - mit dem Alten Rathaus, Kirche

1901 Marktstraße - spätere Op de Göten - mit dem Alten Rathaus
In der Vergangenheit hieß die Straße „Op de Göten“ Marktstraße, denn im Alten Rathaus und davor fanden die Markttage statt, weil bis zum Jahre 1604 der Friedhof der Stadt um die Kirche herum lag.
Die in einem Schmuckrahmen dargestellte Ansicht stellt wohl das am häufigsten in Wilster abgebildete Motiv dar.
Links neben dem Alten Rathaus steht noch das Alte Balkenhaus. Rechts vor dem Gasthof „Holsteinisches Haus“ führt eine breite Treppe zur Wilsterau herunter.

Bildrechte: nicht bekannt; Signum: PhM

1901 Op de Göten (damals Marktstraße)

Op de Göten 2007

1901 Blick über die Göten, die Brücke über die Wilsterau, auf die Häuser an der Westseite der Marktstraße (heutige Op de Göten).
Links ist im Anschnitt das Alte Rathaus erkennbar.
Auf der gegenüber liegenden Seite („Alte Seite“) des schmalen Gewässers die Papierwarenhandlung, Buchbinderei und Buchhandel von Emil Jacoby (später Schuhgeschäft von Mohr);
daneben das Textilwaren Geschäft von J. Lahrssen, welches später zunächst von der Schleswig-Holsteinischen Bank und dann von dem Kaufmann Albert Gutsche erworben wurde;
dann folgt mit seinen von vorgesetzten Säulen geprägter Front das Hotel Wilstermarschhaus, welches im Jahre 1944 bei dem Bombenangriff auf Wilster erheblich beschädigt wurde;
dahinter links mündet die Deichstraße in den Markt.

Bildrechte: nicht bekannt

1902 Altes Rathaus an der Marktstraße (spätere Op de Göten)

ca. 1902 Altes Rathaus an der Marktstraße (spätere Op de Göten)
Das repräsentative Alte Rathaus im Renaissance-Stil wurde 1585 auf der sogenannten „Neuen Seite“ der Wilsterau errichtet als Ersatz für seinen 1545 auf dem gegenüber liegenden Ufer erbauten und bald baufällig gewordenen Vorgänger.
In seinem Giebel sieht man die sogenannte „Kökschen Klock“.
Die Marktstraße (heute „Op de Göten“) überquert auf einer aus Natursteinen gemauerten Gewölbebrücke die Wilsterau.
Rechts führt vor der Gaststätte „Holsteinisches Haus“ eine breite Rampe zur Wilsterau herunter. Über sie ergoß sich bei Niederschlägen das vom hoch gelegenen Marktplatz abfließende Wasser. Die Brücke lag daher „Über der Gosse“ / „Op de Göten“ und gab später der gesamten Straße den Namen.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1902 Marktplatz, Op de Göten

Markt 2007

ca. 1902 Wochenmarkt auf dem Marktplatz. Außerhalb des Schattens der die Bartholomäus-Kirche umsäumenden Kastanienbäume haben die Bauern ihre Ackerwagen aufgestellt, auf welchen sie die angebotenen Waren ausstellen; daneben weitere Verkaufsstände. Ganz rechts eine Pferdekutsche. Die Herren alle mit Hut oder Mütze, mit weißem Hemd und wohl auch mit Binder; die kleinen Mädchen tragen Kittelschürzen, ganz apart die Dame im weißen Kostüm vor dem Hotel \"Wilstermarsch-Haus\". Der Vorgängerbau von J.P.T. Andersen steht noch an der Ecke Markt / Op de Göten (damalige Marktstraße)

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1903 Blick vom Kirchturm auf die Marktstraße (spätere Op de Göten)

1903 Blick vom Kirchturm auf die Marktstraße (spätere Op de Göten) und auf die rechts vom Marktplatz abgehende Deichstraße (ehemalige Kehdinger Straße),

1903 Blick vom Kirchturm auf die Marktstraße (spätere Op de Göten) und auf die rechts vom Marktplatz abgehende Deichstraße (ehemalige Kehdinger Straße), an deren Ecke das Hotel „Wilstermarsch Haus“ steht.
Links vor den Häusern ist gut erkennbar, daß die zur Wilsterau herab führende lange Rampe verengt wurde zu Gunsten eines breiteren Bürgersteiges; über die Rampe ergoß sich das Niederschlagswasser vom hoch gelegenen Marktplatz in die Wilsterau. Die Brücke beim Alten Rathaus hieß daher Op de Göten (über der Gosse); sie gab später der gesamten Straße ihren Namen.
Im Hintergrund an der Schmiedestraße steht noch das Gebäude, an dessen Stelle 1913 die Westholsteinische Bank errichtet wurde. Vorne links steht noch der Vorgängerbau von J.P.T. Andersen, der hier 1912/13 sein imposantes Geschäftshaus errichten ließ.
Im Hintergrund (ganz rechts oben) ist die Stadtmühle zu erkennen, die an der Wilsterau nahe dem später nach ihr benannten Stadtmühlenweg stand.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster

1903 Marktstraße (spätere Op de Göten)

Op de Göten 2007

ca. 1903 Marktstraße
Die Straße ‚Op de Göten“ hieß früher Marktstraße, denn mit Op de Göten wurde seinerzeit nur der Bereich auf der Brücke über den Stadtarm der Wilsterau bezeichnet, wo sich das vom Marktplatz abfließende Regenwasser in die Au ergoß.
Vorne links das Alte Rathaus; in Bildmitte die St. Bartholomäuskirche.
An der Ecke der Einmündung zum Marktplatz steht hinten rechts noch der Vorgängerbau des 1912/13 erbauten Geschäftshauses von J.P.T. Andersen; davor das 1896 mit einer aufwendigen Klinker-Fassade errichteten Gebäude der "Adler" Drogerie Meier.

Bildrechte: nicht angegeben

1903 Marktstraße, Altes Rathaus, Kirche

ca. 1903 Marktstraße, Altes Rathaus, Kirche
Blick von der Schmiedestraße in die Straße Op de Göten – frühere Marktstraße – in Richtung Markt. Links das Alte Rathaus, im Jahre 1585 im Stil der Renaissance errichtet.
Vor der Gaststätte „Holsteinisches Haus“ führt eine Rampe hinunter zur Wilsterau.
Ganz rechts im Anschnitt erkennbar das heute nicht mehr vorhandene Haus von Juwelier Mohr (hier steht heute das von den Wilsteraner „Roter Elefant“ genannte Gebäude an der Ecke zur Schmiedestraße.
Die Jugendstil AK zeigt als Einfassung für die Fotographie eine historisierende Lithographie mit Postkutsche und Postillion; identische Einfassungen wurden ebenfalls bei Ansichtskarten aus anderen Orten verwendet.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1905 Heimat-Dichter Johann Meyer

Der Heimat-Dichter Johann (Hinrich Otto) Meyer wurde am 05.01.1829 in Wilster geboren; sein Geburtshaus (das Wohn-Gebäude der späteren Dampfbrauerei Gebrüder Lübbe) stand in der Neustadt und wurde zu Beginn der 1970er Jahre abgebrochen. Wilster ehrte Johann Meyer mit dem im Stadtpark errichteten und an seinem 80. Geburtstag (1909) eingeweihten Denkmal. Meyer schrieb Gedichte und Bühnenstücke; er zählte zu seiner Zeit zu den bekanntesten Autoren in Norddeutschland

Bildrechte: Verlag von Carl Kuskop, Photograph, Wilster

Hinweis: Hier gibt es mehr zu Johann Meyer und seinem Werk

1905 Markt, Ecke Op de Göten / Deichstraße, Hotel Wilstermarsch Haus

Hotel Wilstermarschhaus
Ecke Op de Göten / Deichstraße 2007

1905
Das Hotel Wilstermarschhaus dominierte den Bereich der Einmündung der Deichstraße und der damaligen Marktstraße (heute „Op de Göten“) in den Marktplatz. Auf der rechten Seite der Deichstraße im Anschnitt noch zu erkennen das „Warenhaus“ von Christian (Krischan) Haack, ein Geschäft mit bis heute erhaltenem ganz besonderem Flair. Der Blick geht in die Deichstraße und zeigt die Häuser in ihrer Erscheinung, wie sie bis in die 1950er Jahre Bestand hatte.

Bildrechte: Verlag C. Kuskop Nachf. Inh. L. Behning, Wilster

1905 Op de Göten (damalige Markt Straße), Treffen der Familie von Holdt

Op de Göten 2007

1905 Treffen der „von Holdt“ aus der Wilster-Linie.
Siehe dazu den Bericht Gruß aus Wilster
Das Gebäude links (Altes Balkenhaus) an der Ecke zur Schmiedestraße wurde 1960 beseitigt.
Im Hintergrund rechts haben sich die Fassaden der ehemaligen Gaststätte „Holsteinischen Haus“ und der ehemaligen Drogerie Meier gegenüber heute kaum verändert.
Ganz rechts das zwischenzeitlich beseitigte Gebäude von Uhren-Mohr.

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg

1906 Op de Göten, Zeichnung mit Reisenden auf dem Bahnsteig

1906 Op de Göten, Zeichnung mit Reisenden auf dem Bahnsteig
Wilster hatte am 01.11.1878 seinen ersten Bahnhof – er lag an der jetzigen Taggstraße, der früheren Bahnhofstraße – in Betrieb genommen (Die Strecke führte von Altona über Wilster nach Heide und querte bei Taterpfahl mit einer Drehbrücke den damaligen Kaiser-Wilhelm-Kanal).
Auf der Miniatur der Straße Am Markt (heute: Op de Göten) ist hinter dem 1896 errichteten Gebäude der Drogerie Meyer der Vorgängerbau des Manufakturwaren-Geschäfts von J.P.T. Andersen erkennbar, ersetzt durch das heute bestehende Gebäude von 1912

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg

Anmerkung: Die Ortsbezeichnung Taterpfahl verweist auf den vormals hier vorhanden gewesenen Taternpfahl oder Zigeunerpfahl. An diesem an der Amts- oder Zuständigkeitsgrenze aufgestellten Rechtszeichen mußte früher das Landfahrende Volk drei Tage rasten, bis ihm von einem Vertreter der Obrigkeit der Weiterzug gestattet wurde. Die Bezeichnung Tatern wurde früher in Norddeutschland und in Skandinavien für Zigeuner gebraucht - heute bezeichnet man Angehörige dieser Volksgruppe richtigerweise als Roma oder Sinti. Tatern leitete sich von Tataren her, für welche man diese Menschen zeitweilg hielt.

1907 Marktstraße (spätere Op de Göten) mit dem Wilster-Marsch-Haus

1907 Marktstraße (spätere Op de Göten) mit dem Wilster-Marsch-Haus
Blick von Am Markt in die Marktstraße.
Vor dem Hotel Wilster-Marsch-Haus an der Einmündung der Deichstraße in den Marktplatz stehen mehrere Gendarmen mit Pickelhaube und Säbel.
Auf der Marktstraße (der späteren Op de Göten) haben es sich vor dem seitlichen Eingang des Hotels einige Gäste auf Stühlen bequem gemacht. Links im Anschnitt das kurz danach für einen Neubau abgerissene Haus von J.P.T. Andersen.
Gut erkennbar ist das Gefälle vom Markt zur Wilsterau, die hinten beim Alten Rathaus die Straße unterquert.
Ganz im Hintergrund bereits Häuser in der Schmiedestraße; das für die Westbank errichtete Gebäude mit der dem Alten Rathaus nachempundenen Fachwerk-Fassade steht noch nicht.

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg
Anmerkung: Eine kolorierte Fassung der Ansichtskarte wurde etwa drei Jahre später aufgelegt

1907 Op de Göten, Altes Rathaus

1907 Das Alte Rathaus gehört zu den schönsten Renaissance-Gebäuden in Schleswig-Holstein, weshalb die Wilsteraner auf dieses repräsentative Gebäude besonders stolz sein dürfen. Sein Vorgänger lag auf der gegenüber liegenden Seite (der Alten Seite) der hier überbrückten Wilsterau.
Interessant ist, daß das Alte Rathaus somit auf der sogenannten „Neuen Seite“ der Stadt, nämlich außerhalb des von Wilsterau und Burggraben geschützten mittelalterlichen Siedlungskerns errichtet wurde.
Links (in der Schmiedestraße) steht noch das Gebäude, an dessen Stelle später das Gebäude der Westbank errichtet wurde.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1907 Ringreiter-Verbandsfest in Wilster, Marktplatz

1907 Ringreiter-Verbandfest in Wilster;
der Festumzug der Reiter hat an der südwestlichen Seite des Marktplatzes vor der Einmündung der markt-Straße (heutige "Op de Göten") und dem Hotel "Stadt Hamburg"" Aufstellung genommen.
Die Reiter führen ihre Standarten mit; die Könige sind mit Schärpen geschmückt.
Eine große Anzahl festlich gekleideter Menschen schaut dem Aufzug zu.
Das Ringreiten hat eine alte Tradition in der Wilstermarsch; in mehreren Durchgängen stechen die Reiter mit einer kurzen Lanze nach dem an einer Leine aufgespannten Ring und ermitteln ihre Sieger – die Ringreiter Könige.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1908 60te Wiederkehr des Tages der Schleswig-Holsteinischen Erhebung

1908 Kundgebung vor dem Alten Rathaus.
Feier der 60ten Wiederkehr des Tages der Erhebung Schleswig-Holsteins am 24. März 1848 gegen Dänemark.
Bis zum preußisch-österreichisch-dänischen Krieg von 1865 gehörten die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg zum dänischen Gesamtstaat.
Die deutschsprachigen Schleswig-Holsteiner hatten sich zuvor 1848 in einem Bürgerkrieg – der Schleswig-Holsteinischen Erhebung - erfolglos gegen den dänischen Gesamtstaat erhoben.

Bildrechte: Verlag v. Carl Kuskop, Wilster

1908 Blick vom Kirchturm auf die Ecke Op de Göten, Deichstraße

1908 Ein interessanter Blick vom Kirchturm auf die Marktstraße (spätere Op de Göten) und auf die rechts vom Marktplatz abgehende Deichstraße (ehemalige Kehdinger Straße).
Links vor den Häusern der marktstraße gut erkennbar ist die lange zur Wilsterau herab führende Rampe.
Halbrechts im Hintergrund zwischen den beiden hohen Schornsteinen ist die ehemalige Stadt Mühle zu erkennen.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1908 Op de Göten, Altes Rathaus, Markt, Kirche

Op de Göten 2007

Die Straße ‚Op de Göten“ hieß früher Marktstraße denn mit Op de Göten wurde nur der Bereich auf der Brücke über den Stadtarm der Wilsterau bezeichnet, wo sich das vom Marktplatz abfließende Regenwasser in die Au ergoß.
In dem links neben dem Alten Rathaus stehenden sogenannten Balkenhaus war nach dem II. Weltkrieg das Polizei-Revier untergebracht; das schöne uralte Fachwerk-Gebäude fiel 1960 leider bei einer Optimierung der Kurve zur Schmiedestraße einer verbesserten Verkehrsführung zum Opfer. Eine Erhaltung oder ein Wiederaufbau dieses schönen Gebäudes an anderer Stelle wurde von den städtischen Gremien unverständlicherweise nicht einmal in Erwägung gezogen.

Bildrechte: Verlag v. L. Behning, Wilster

1908 Op de Göten, Markt, Kirche, Altes Rathaus

Op de Göten 2007

1908 Op de Göten, Altes Rathaus, Markt, Kirche
Im Jahre 1916 gelaufene Ansichtskarte mit einem koloriertem älteren Foto aus dem Jahre 1908.
Im Jahr 1916 hieß die Straße „Op de Göten“ noch Marktstraße.
Das Geländer der über den Stadtarm der Wilsterau (den ursprünglichen Verlauf dieses den Begründungszusammenhang der Stadt und ihren Namen (Wilstera) erklärenden Flusses) führenden Brücke ist gut zu erkennen. Das Gewässer wurde 1953 verfüllt.
Vor dem Gasthaus (zweites Gebäude rechts) „Holsteinisches Haus“ führt eine Rampe (über sie ergoß sich das Niederschlagswasser vom hoch gelegenen Marktplatz: Göten) hinunter zur Wilsterau.

Bildrechte: Verlag: Carl Göttsche, Wilster

1909 Altes Balkenhaus an der Ecke Schmiedestraße / Op de Göten SF

Das Alte Balkenhaus an der Ecke Schmiedestraße und Op de Göten

ca. 1909 Altes Balkenhaus an der Ecke Schmiedestraße / Op de Göten
Das Alte Balkenhaus (in ihm war nach dem II. Weltkrieg das Polizei-Revier untergebracht), stand an der Ecke Schmiedestraße/Op de Göten.
Das Haus bildete mit dem Alten Rathaus und dem dahinter liegenden „Alten Speicher“ ein harmonisches und das Stadtbild prägende Ensemble; sein Fachwerk mit dem vorkragenden Obergeschoß nahm in gelungener Harmonie Elemente des „Alten Rathauses“ auf.
Leider versäumten Wilsters Stadtväter die Erhaltung dieses schönen Gebäudes. Es hätte sich zumindest angeboten, dieses uralte Wilsteraner Bürgerhaus an anderer Stelle wieder aufzubauen und so für die Nachwelt zu erhalten. Statt dessen wurde es 1960 ersatzlos einer Abflachung der Kurve zur Schmiedestraße geopfert. Ein für das historische Stadtbild überaus beklagenswerter Verlust!
Es ist sehr zu wünschen, daß sich der in den letzten Jahren zunehmend auch in Wilster zeigende sensibler werdende Umgang mit alter Bausubstanz fortsetzt.

Bildrechte: L. Treichel, Altona
Die Ansichtskarte wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Dieter Voss, Burg in Dithmarschen

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