Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Rathausstraße, Neues Rathaus, Bürgermeister Garten

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1865 Rathausstraße - die damalige Bäcker-Straße

ca. 1865 Rathausstraße - die damalige Bäcker-Straße
Eine der ältesten Aufnahmen aus Wilster zeigt die seinerzeit noch sehr schmale Bäcker-Straße vor dem Neuen Rathaus, dessen Freitreppe rechts im Anschnitt erkennbar ist.
An der Freitreppe sind zwei große schräg aufrecht gesetzte Steine als Radabweiser angebracht.
Sowohl die Straße als auch der Bürgersteig sind noch mit unregelmäßigen Feldsteinen gepflastert.
Die Häuserzeile links mußte in den 1950er Jahren der platzartigen Straßenverbreiterung vor dem Neuen Rathaus weichen.
Im Hintergrund ist der zur Straße Klosterhof abfallende Verlauf der Straße zu erkennen, während nach links die Einmündung der Schmiedestraße (deren oberer Abschnitt hier zeitweilig Johannis-Straße hieß) zu erahnen.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Das Foto stammt aus der von Robert Friedrichs betreuten Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1866 Rathausstraße

1866 Rathausstraße mit dem Neuen Rathaus.
Die Straße ist noch mit Feldsteinen, sogenannten Katzenköpfen, gepflaster. Die Gehwege sind ohne Bordstein nur mit einer Entwässerungsrinne von der übrigen Straße getrennt.
An vielen Häusern wiesen formschöne und informative Schilder auf die in dem Hause betriebenen Gewerbe hin. Viele Gemeinden greifen heute diese Handhabung wieder auf, mittels geeigneter Darstellungen auf die gegenwärtigen und vor allen Dingen auf die in der Vergangenheit in den Häusern betriebenen Gewerbe hinzuweisen. Auf diese Weise können Erinnerungen und Überliefertes wieder sichtbar gemacht werden.

Viele Jahrzehnte später veröffentlichte die Wilstersche Zeitung in den 1960/70er Jahren eine Artikel-Reihe "Alt-Wilster", in welcher auch das vormalige Aussehen der Straßen, Plätze und Gebäude in Erinnerung gerufen wurde (Bild 2).

Bildrechte: Hans Peter Mohr
Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
Der Zeitungsausschnitt wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Tanja Thode, Beldorf

1868 Rathausstraße - die damalige Bäckerstraße

ca. 1868 Rathausstraße - die damalige Bäcker-Straße
Eine der ältesten Aufnahmen von Straßen in Wilster zeigt den mittleren Bereich der heutigen Rathausstraße.
Sowohl die Straße als auch der Bürgersteig sind noch mit unregelmäßigen Feldsteinen gepflastert.
Es muß ein ohrenbetäubendes Geräusch gewesen sein, wenn Fuhrwerke durch die Straße fuhren, die Hufeisen der Zugpferde auf das Pflaster traten und die mit eisernen Reifen beschlagenen Räder der Ackerwagen über das Pflaster rumpelten.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Das Foto stammt aus der von Robert Friedrichs betreuten Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1875 Rathausstraße

ca. 1875 mittlere Rathausstraße
Blick stadteinwärts in die mittlere Rathausstraße, welche seinerzeit noch Bäckerstraße hieß.
In dem Gebäude links mit dem großen Kandelaber war die bekannte Billerbecksche Gaststätte, welche früher lange Zeit Vereinslokal des Männerturnvereins Wilster war.
Das Haus rechts gegenüber mit der schön gegliederten Fassade gehörte dem Zimmermeister Junge.

Ein Jahrhundert später veröffentlichte die Wilstersche Zeitung in den 1960/70er Jahren eine Artikel-Reihe "Alt-Wilster", in welcher auch das vormalige Aussehen der Straßen, Plätze und Gebäude in Erinnerung gerufen wurde (Bild 2).

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Der Zeitungsausschnitt wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Tanja Thode, Beldorf

1880 Rathausstraße und Turmhaus an der Einmündung der Allee

1880 Rathausstraße und Turmhaus an der Einmündung der Allee.
An der Einmündung der Straße Allee in die Rathausstraße stand bereits vor 130 Jahren das markante Turmhaus.

Bildrechte: Hans Peter Mohr
Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1900 Rathausstraße

ca. 1900 Rathausstraße
So recht den Eindruck eines kleinen Landstädtchens vermittelt die in Blickrichtung Neues Rathaus aufgenommene Rathausstraße.
Bevor in dem ehemaligen Doos´schen Palais an der heutigen Rathausstraße die Stadtverwaltung und somit das Rathaus untergebracht war, hieß die Straße "Bäckerstraße", davor "Lange Straße".
Nach 1933 in einem Abschnitt düsterer deutscher Geschichte hieß sie "Adolf Hitler Straße".
Das schöne Neue Rathaus im Hintergrund war 1894 mit einer neugotischen Fassade verunziert worden; die Fassade wurde 1938 in ihren ursprünglichen klassizistischen Zustand zurück gebaut - eine bemerkenswerte Tat in dunkler Zeit;
die Gartenfront des Gebäudes blieb immer unverändert.
Die rechtsseitige Häuserzeile ist noch intakt; die neben dem Rathaus stehenden Gebäude - u.a. das Gasthaus "Dithmarscher Hof" - wurden in jüngerer Zeit beseitigt.
Das schöne alte Haus links mit dem Fachwerkgiebel ist heute noch fast unverändert. Lediglich die großen Fensterscheiben anstelle der besser zum Haus passenden Sprossenfenster stellen eine sichtbare Veränderung dar.

Viele Jahrzehnte später veröffentlichte die Wilstersche Zeitung in den 1960/70er Jahren eine Artikel-Reihe "Alt-Wilster", in welcher auch das vormalige Aussehen der Straßen, Plätze und Häuser in Erinnerung gerufen wurde (Bild 2).

Bildrechte: nicht bekannt, wahrscheinlich Karl Kuskop, Wilster
Das Foto stammt aus der von Robert Friedrichs betreuten Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
Der Zeitungsausschnitt wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Tanja Thode, Beldorf

1910 Königliches Amtsgericht in der Rathausstraße

ca. 1910 Königliches Amtsgericht
Das Gebäude des Königlichen Amtsgerichts Wilster lag gegenüber der Einmündung der Schmiedestraße (zeitweilige Johannisstraße) in die Rathausstraße (vormalige Bäckerstraße).
Das Amtsgericht war 1867 (nachdem Holstein preußische Provinz geworden war, nach vorheriger Loslösung von Dänemark 1864) eingerichtet worden und bestand bis 1975 (an anderem Standort an der unteren Rathausstraße, im vormaligen Diana-Bad).
In das hier abgebildete Gebäude zog im Jahre 1970 das zu dem Zeitpunkt neu gegründete Amt Wilstermarsch ein.
Alle auf dem Foto erkennbaren Gebäude bestehen heute nicht mehr. Im Umgang mit ihrer historischen Bausubstanz war die Stadt Wilster leider nicht immer vorbildlich.

Bildrechte: wohl Ludwig Behning; den Abzug erhielt ich von Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung die Aufnahme stammt

1910 Planzeichnung Bürgermeister Garten

Planzeichnung Bürgermeister Garten
Das Foto zeigt eine Abbildung aus dem im Rahmen der Zirkel-Monographien erschienenen Buch
„Das Bürgermeisterhaus in Wilster“ (Band II; 1915), in welchem vorrangig das Besitztum der Familie Doos dargestellt ist.
Die ohne überlebende Leibeserben gebliebene Etatsrätin Luise Charlotte Dorothea Christina Doos hatte in ihrem Testament am 15. Juni 1829 ihr Haus - das spätere Neue Rathaus - samt einer 8.000 Bände umfassenden Bibliothek, des Gartens - heutiger Bürgermeister Garten - und 200.000 Mark - eine für die damalige Zeit unglaublich hohe Summe - ihrer heimatstadt Wilster vermacht.
Links in der Abbildung das ehemalige Doos´sche Palais (Neues Rathaus) und dahinter daran sich in nordöstlicher Richtung anschließend der große im französischem Stil angelegte Garten (heute ein öffentlicher Park „Bürgermeisters Garten“)

Bildrechte: Das Foto stammt aus der Sammlung Werner Behning, Wilster;
Zeichnung: C. Zetzsche

1910 Rathausstraße Haus 30

Haus Rathausstraße 30 im Jahre 1910
Haus Rathausstraße 30 ca. 2010 kurz vor dem Abriß
Baulücke Rathausstraße 30 im Jahre 2011
Baulücke Rathausstraße 30 im Jahre 2011

1910 Rathausstraße Haus 30
Das schöne aus der Gründerzeit stammende Haus gehörte dem in Wilster praktizierenden Arzt Dr. med. Mattias Lübbe - der Eigentümer ist auf dem Foto vor seinem Haus stehend ebenfalls abgebildet.
Dr. Lübbe ist bereits im Alter von gerade 50 Jahren im Jahre 1920 gestorben, als er nach einem Krankenbesuch plötzlich heftig an Grippe erkrankte.
Das schöne Haus hatte er bereits zu seinen Lebzeiten dem Wilsteraner Krankenhaus Mencke-Stift vermacht.
Dr. Mattias Lübbe entstammte der Familie des Senatoren und Besitzers einer Dampfbrauerei (die Brauerei stand an der Neustadt) Thies Lübbe, welcher 1886 verstorben ist.
Die ausgedehnte Sippe der "Lübbe´s" war viele Generationen zahlreich in der Wilstermarsch ansässig (sh. auch Ahnentafel in der Kirche zu Wewelsfleth).
Das Foto und die Informationen wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Jan Hilbert, dessen Familie von 1945 bis 1953 bei seinen Großeltern in dem Haus Rathausstraße 30 wohnte.

Leider wurde das eindrucksvolle Haus mit der schönen Fassade (vgl. Bild 2) im Frühjahr des Jahres 2010 abgebrochen - auf dem rückwärtigen Grundstück wurde ein profaner Bungalow errichtet Bild 3).
So verliert schrittweise die alte Stadt Wilster ihr schönes charakteristisches Gesicht!
Es ist immer wieder erschreckend, mit welcher Unsensibilität auch in Wilster viel zu häufig mit der die Stadt prägenden alten Bausubstanz umgegangen wird! Anderenortes ist hingegen die auch praktisch umgesetzte Einsicht gewachsen, den Baukörper schöner alter Häuser zu erhalten und sie doch zugleich in ihrem Inneren den modernen Wohnbedürfnissen anzupassen.

Bildrechte:
Bild 1 Carl Kuskop, Wilster
Bild 2 siemssen ID: 23260436 (Quelle: www.panaramio.com)
Bild 3 und 4 Andreas Reinke, Wilster

1920 Rathausstraße

1920 Blick stadtauswärts in die mittlere Rathausstraße.
Vorne rechts steht die Gastwirtschaft "Landwirtschaftliches Haus" von Johann Thode.
Der Gastwirtschaft war ein auf der gegenüber liegenden Straßenseite betriebener Landhandel angeschlossen.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1925 Großes Gartenhaus im Bürgermeister´s Garten

1925 Großes Gartenhaus im Bürgermeister-Garten
Das heute nicht mehr vorhandene Große Gartenhaus im Bürgermeister-Garten (im hinteren Teil des Gartens am Teich lag das Kleine Gartenhaus oder Badehaus) nahm in architektonisch sehr gelungener Weise die Stilelemente des Doos´schen Palais - Neues Rathaus – auf.
In der Zeit nach 1933 hatte die Wilsteraner Ortsgruppe der NSDAP in dem Gebäude eine Fahnen- und Weihestätte eingerichtet. Beim Bombenangriff auf Wilster am 15. Juni 1944 erhielt das Gebäude einen Volltreffer und wurde völlig zerstört; es wurde nicht wieder aufgebaut.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1925 obere Schmiedestraße, Amtsgericht an der Rathausstraße

1925 Schmiedestraße, Amtsgericht an der Rathausstraße.
Eine wunderschöne Häuserzeile - leider lange schon Geschichte!
Das zwischen den Straßen Rathausstraße und Op de Göten (frühere Marktstraße) gelegene kurze Stück der heutigen Schmiedestraße führte vor über einhundert Jahren eine Zeit lang den Namen Johannisstraße.
Ganz links ist im Anschnitt an der Einmündung der heutigen Op de Göten (frühere Markt Straße) das schöne Alte Balkenhaus mit seiner vorkragenden Ecke erkennbar.
An der gegenüber liegenden Seite der Einmündung steht das Geschäftshaus des Uhrmachermeisters Johannes Mohr;
dahinter folgen die Gebäude der Schlachterei Schlüter sowie Lübbe´s Gasthaus.
In dem vormaligen Gebäude von Lübbe´s Gasthaus war von Mitte der 1950er Jahre bis Ende der 1960er Jahre das Kino Central Theater untergebracht.
Dahinter folgt an der Ecke zum Klosterhof ein großes Mehrfamilienhaus mit schöner reich gegliederter Fassade.
Das Gebäude des Amtsgerichts Wilster (früher Königliches Amtsgericht) lag gegenüber bereits an der Rathausstraße.
Das Amtsgericht war 1867 (nachdem Holstein preußische Provinz geworden war, nach vorheriger Loslösung von Dänemark 1864) eingerichtet worden und bestand bis 1975 (an anderem Standort an der unteren Rathausstraße, im vormaligen Diana-Bad).
In das hier abgebildete Gebäude zog im Jahre 1970 das zu dem Zeitpunkt neu gegründete Amt Wilstermarsch ein.
Das vorspringende Haus rechts ist das Textilwaren-Geschäft von Wilhelm Ehlert.
Im Anschnitt rechts ist das Gebäude der Schleswig-Holsteinischen Westbank erkennbar.
Mit Ausnahme des letztgenannten sind sämtliche auf dem Foto abgebildeten Gebäude der Stadtsanierung zum Opfer gefallen. Die Balance zwischen Bewahren und behutsamer Weiterentwicklung ist der Stadt Wilster leider nicht immer gelungen. Mahner wurden als sich dem Fortschritt verwehrende unverbesserliche Nostalgiker abqualifiziert - das Wort auswärtiger Fachleute wog mehr!
Die heutige (2010) Situation stellt Bild 2 dar.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

Bild 2: Andreas Reinke, Wilster

1925 Rathausstraße, Haus 31

1925 Haus 31 in der Rathausstraße
Das Gebäude mit der aufwendig gestalteten geschlossenen Veranda mußte kürzlich einem Neubauvorhaben weichen.
Seinerzeit stand das Haus im Eigentum des Tierarztes Dr. Eggers, dessen Söhne als Human- bzw. Tiermediziner ebenfalls Ärzte wurden.

Bildrechte: nicht bekann
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster

1933 Stiftungsfest des Militär Vereins; Umzug in der Rathausstraße

1933 Fest-Umzug vor dem Neuen Rathaus
Zum 50-jährlichen Stiftungsfest des 1883 gegründeten Militärvereins Wilster zieht der Festumzug am neuen Rathaus vorbei.
Mit in dem Umzug ein Marschblock der SA (Sturm-Abteilung), einer Massenorganisation der nationalsozialistischen Partei.
Die angrenzenden Häusern im Schmuck der Schleswig-Holstein Flagge sowie der Stadt-Flagge und nicht mit dem Nazi-Symbol.
Vor dem Rathaus bestand seinerzeit noch keine platzartige Erweiterung der Straße.
Die hier noch zu sehende mit neugotischen Stilelementen völlig verschandelte Front des Rathauses wurde 1938 in vorbildlicher Weise entsprechend dem klassischen Zustand restauriert.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung die Aufnahme stammt

1935 Großes und Kleines Gartenhaus im Bürgermeister Garten

1935 Großes und Kleines Gartenhaus im Bürgermeister Garten
Das historische Große Gartenhaus (Bild 1) nahm in architektonisch sehr gelungener Weise die Stilelemente des Doos´schen Palais - Neues Rathaus – auf.
Im Großen Gartenhaus war zur Zeit des Nationalsozialismus eine Fahnen- und Weihestätte eingerichtet. Bei dem Bombenangriff am 15. Juni 1944 auf Wilster erhielt das Gebäude einen Volltreffer; es wurde nicht wieder aufgebaut.
Im hinteren Teil des Gartens am Teich lag das Kleine Gartenhaus (Bild 2), welches auch als Badehaus bezeichnet wurde.
Die Lage der Häuser im Bürgermeister Garten ist aus dem Lageplan (Bild 3) zu ersehen.

Bildrechte:
Bild 1 und 2: nicht bekannt
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster
Bild 3: Ludwig Behning, Wilster

1956 Gärtnerei Meyer in der Mühlenstraße

ca. 1956 Gärtnerei Meyer in der Mühlenstraße
Die Flächen der Gärtnerei Meyer mit den Aufzuchtbeeten und den Gewächshäusern lag in dem Dreieck, welches gebildet wurde von Mühlenstraße und Rathausstraße. Die rückwärtigen Ansichten der an letzterer gelegenen Häuser sind im Hintergrund erkennbar.
Heute sind die Flächen der Wohn-Bebauung zugeführt.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1963 Umzug der Bürger-Schützen-Gilde in der Rathausstraße

1963 Umzug der Bürger-Schützen-Gilde in der Rathausstraße
Der Umzug beim Fest der Wilsteraner Bürger-Schützen-Gilde passiert die Rathausstraße in Höhe des neuen Rathauses.
Im Marschblock der Gilde der Volkskönig des Jahres 1963 Peter von Holdt (mit dunkler Hose)
Links an der Einmündung zur Blumenstraße das kurze Zeit danach abgebrochene Geschäftshaus von Heinrich Gosch (Rundfunk und Elektro). Im Hintergrund die im Zuge der Stadtsanierung abgebrochenen Häuser der Schmiedestraße.

Bildrechte: nicht bekannt

Mehr Informationen zur Gilde gibt es hier auf der Netz-Seite der Bürgergilde

1967 Palais Doos - das ehemalige Neue Rathaus - und der Bürgermeister Garten

Straßenansicht Palais Doos - das Neue Rathaus
rückwärtige Ansicht Palais Doos - das Neue Rathaus
Allegorische Figuren im Bürgermeister Garten
Allegorische Figuren im Bürgermeister Garten; Blick auf die Wilsteraner Kirche

1967 Palais Doos - das ehemalige Neue Rathaus - und der Bürgermeister Garten
Das ehemalige Wohnhaus des Kanzleirates Doos war seit dem Ende des 18. Jahrhunderts Bürgermeisterhaus und beherbergte als Neues Rathaus bis zur Zusammenlegung mit der Verwaltung des Amtes Wilster-Land die Verwaltung der Stadt Wilster.
Die ohne überlebende Leibeserben gebliebene Etatsrätin Luise Charlotte Dorothea Christina Doos hatte in ihrem Testament am 15. Juni 1829 ihr Haus - das spätere Neue Rathaus - samt einer 8.000 Bände umfassenden Bibliothek, den Garten - heutiger Bürgermeister Garten - und 200.000 Mark - eine für die damalige Zeit unglaublich hohe Summe - ihrer Heimatstadt Wilster vermacht.
Der ursprünglich in klassischem französischem Stil angelegte und jetzt auch noch dessen Elemente aufzeigende Garten kann heute von der Bevölkerung als Park „Bürgermeister-Garten“ genutzt werden.
Figuren aus bestem weißem carrarischem Marmor zieren den Park. Der Kanzleirat Doos hatte diese Figuren beim Abriß des Schlosses Friedrichsruh (bei Drage) ersteigert. Zwölf der allegorischen Figuren sind erhalten geblieben.
Bild 1: Straßenfront des Doos´schen Palais. Auf der dem Palais gegenüber liegenden Seite (im Vordergrund) sind noch nicht alle im Rahmen der Stadtsanierung zur Beseitigung vorgesehenen Gebäude abgebrochen.
Bild 2: Gartenseitige Front des Doos´schen Palais; zwischen den Bäumen ist die zum Hochparterre führende Freitreppe erkennbar.
Bild 3: Blick vom Bürgermeister Garten auf das Doos´sche Palais; im Vordergrund allegorische Figurem aus carrarischem Marmor.
Bild 4: Blick vom Bürgermeister Garten auf die Innenstadt mit der St. Bartholomäus Kirche. Im Vordergrund vier von insgesamt zwölf der in dem Garten stehenden Figuren.

Bildrechte jeweils: Stramm Verlag, St. Michaelisdonn
Anmerkung: die als Originalabzüge vorliegenden Fotos sind Probeabzüge für Ansichtskarten.

1974 Rathausstraße und Doos´sches Palais

Vergleichs-Foto aus dem Jahr 2007

1974 obere Rathausstraße und Doos´sches Palais
Blick in die Rathausstraße Richtung Neues Rathaus.
Bevor in dem ehemaligen Doos´schen Palais an der heutigen Rathausstraße die Stadtverwaltung und somit das Rathaus untergebracht war, hieß die Straße "Bäckerstraße", davor "Lange Straße".
Nach 1933 in einem Abschnitt düsterer deutscher Geschichte hieß sie zeitweilig "Adolf Hitler Straße".
Das Haus links im Vordergrund mit der schön gestalteten Fassade weist im oberen Giebelbereich - so wie heute noch (vgl. Bild 2 aus 2007) - das früher für Wilster so chrakteristische Fachwerk auf. Heute erinnert nur noch wenig daran, dass Wilster in der Zeit vor 1900 in Holstein als die Stadt mit den meisten Fachwerkhäusern galt!
Die rechtsseitige Häuserzeile ist noch weitgehend intakt; das zuvor neben dem Rathaus stehende Gebäude, das Gasthaus "Dithmarscher Hof", ist beseitigt.

Bildrechte: nicht bekannt, vermutlich Werner Behning, Wilster

1980 Einmündung des Klosterhof in die Schmiedestraße und Rathausstraße

1980 Einmündung des Klosterhof in den Rathausplatz
Das Eckhaus an der Einmündung der Straße Klosterhof in die Rathausstraße und Schmiedestraße mit seiner schönen harmonisch gegliederten Fassade fiel bald darauf der Stadtsanierung zum Opfer.
Das gegenüber auf der anderen Straßenseite stehende Gebäude hatte eine ganz besondere Geschichte - in ihm war das "Königliche Amtsgericht Wilster" untergebracht. Es war 1867 (nachdem Holstein preußische Provinz geworden war, nach vorheriger Loslösung von Dänemark 1864) eingerichtet worden und bestand bis 1975 (an anderem Standort an der unteren Rathausstraße, im vormaligen Diana-Bad).
In das hier abgebildete Gebäude zog im Jahre 1970 die Verwaltung für das zu dem Zeitpunkt neu gegründete Amt Wilstermarsch ein.
Leider fielen beide Gebäude - bei geschickter Trassierung der Straße hätte zumindest eines von beiden erhalten werden können - dem Ausbau des Klosterhof als innerörtliche Umgehungsstraße zum Opfer. Im Hintergrund rechts ist erkennbar, dass weitere Gebäude am Klosterhof zu dem Zeitpunkt bereits abgebrochen waren.
Die in anderen Städten bereits Einzug gehaltene Sensibilität für die Bewahrung alter Bausubstanz (zumindest aber die Erhaltung schöner alter Fassaden) war in Wilster noch nicht angekommen.
Die Balance zwischen Bewahren und behutsamer Weiterentwicklung ist der Stadt Wilster leider nicht immer gelungen. Sehr zu begrüßen ist, daß diesbezüglich seit längerem auch in Wilster ein Bewußtseinswandel eingetreten ist.

Bildrechte: nicht bekannt

 

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