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Diese Karte mit der Abbildung der Marktstraße (spätere Op de Göten) ist sehr ungewöhnlich. Sie ist ein sogenanntes Leporello. Der herausziehbare Einschub zeigt folgende Motive:
Rathaus mit nebenstehendem Gasthof von Johannes Looft, 2 x Bürgermeistergarten; Obere Schmiedestraße (ehemalige Johannisstraße); Wilstermarsch Spar- und Leihkasse (spätere Volksbank) und Café Egge und Bäckerei Starck; Oberer Kohlmarkt; Untere Burgerstraße, Am Bahnübergang; Alte Meierei und Stadt Mühle; Geburtshaus Johann Meyer.
Bildrechte: Verlag v. Emil Jacobs, Wilster
Abbildungen im Leporello
Stadt Mühle
Neustadt
Rumfleth
Bischof
1900 Die hölzerne Brücke in Rumfleth über die Wilsterau.
Diese alte Holzbrücke führte seinerzeit in Rumfleth (kurz vor der damaligen Ziegelei) über den Fluß.
Sie wurde im Jahre 1949 durch eine Stahlbeton-Brücke ersetzt.
Infolge der Verrohrung des Stadtarmes der Wilsterau, des Bäckerstraßenfleth und des Burggraben ist die früher in Wilster vorhandene große Anzahl an Brücken und Stegen (Övelgönne = Übergang) erheblich geringer geworden.
Bildrechte: Verlag von Carl Kuskop, Wilster
1900 Die Wilsterau bei der Brücke in Rumfleth
Blick in Richtung Goldbogen, auf die wohl im Mittelalter künstlich gegrabene schnurgerade Gewässerstrecke.
Links führt die Straße nach Diekdorf und weiter nach Schotten, rechts Richtung Goldbogen, vorbei an der hier ehemals betriebenen Ziegelei von Dethlefs (etwa bis 1970 betrieben).
Das Schlittschuh-Laufen war im Winter auf den vielen zugefrorenen Gewässern der Marsch ein beliebtes Vergnügen.
Das Gehöft links gehörte dem Bauern Richard Wilde.
Die schöne Aufnahme wurde noch Jahrzehnte später für neu aufgelegte Ansichtskarten verwendet (Bilder 3 und 4)
Bildrechte: Verlag v. Carl Kuskop, Wilster
1900 Eine typische Jugendstil Ansichtskarte
o.l. die im Mittelalter gegrabene schnurgrade Strecke der Wilsterau von Rumfleth aus Richtung Goldbogen.
Die als Wasserstraße gut ausgebaute Wilsterau verdeutlicht, daß in früheren Jahrhunderten der Verkehr auf dem Gewässer bis nach Burg in Dithmarschen und in die Burger Au und Holsten Au für die Region eine ganz erhebliche Bedeutung hatte.
o.r. die alte hölzerne Rumflether Brücke (nach Diekdorf);
l.u. die Schöpfmühlen prägten lange Zeit das Landschaftbild der Wilstermarsch, sie wurden im letzten Jahrhunderts durch moderne Schöpfwerke ersetzt.
Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
1901 Brücke über die Wilsterau in Rumfleth
Bei dem jenseits der hier fast rechtwinklig abknickenden Wilsterau zwischen den Bäumen erkennbaren Bauernhof handelt es sich offenbar um den Hof der Witwe Helene Wilhelm.
Die Brücke in Rumfleth über die Wilsterau war ähnlich konstruiert wie die Fußgängerbrücke am Rosengarten. Offenbar ist sie kurz vor der Aufnahme unter Verwendung der hölzernen Pfahljoche der Vorgängerbrücke umgestaltet worden.
Die Brücke wurde im Jahre 1949 durch eine Stahlbeton-Brücke ersetzt.
Früher gab es in Wilster eine große Anzahl von Brücken und Stegen über die Arme der Wilsterau, das Bäckerstraßenfleth und den Burggraben.
Bildrechte: Verlag von Knackstedt & Näther, Hamburg
1901 Mehrbildkarte
oben links: Lederfabrik in Rumfleth; Wilster war um 1900 einer der bedeutendsten Plätze der europäischen Lederindustrie;
unten links: Blick von der ehemaligen Landrechter Brücke; einer der ersten Standorte der Lederindustrie waren die Gebäude rechts an der Brücke im Landrecht;
mittig links: auf Nortorfer Gebiet entstanden in der neu angelegten Vereinsstraße ein Arbeiterquartier für die Lederarbeiter;
oben mittig: auch in der Straße Landrecht (in Verlängerung der Deichstraße) wohnten sehr viele Arbeiter;
mittig rechts: Stückers Gastwirtschaft stand unmittelbar an der (zwischenzeitlich abgebrochenen) Brücke im Landrecht auf dem Platz, auf dem später die „Adler-Lichtspiele“ (Scheel, danach Hülsing) entstanden.
Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Photograph, Wilster
1902 Blick vom Kirchturm in nordwestliche Richtung nach Rumfleth.
Im Hintergrund die Rumflether Mühle und die Gebäude der Lederfabrik von Falk & Schütt an der Rumflether Straße.
In Bildmitte ist die im Jahre 1896 errichtete Villa des Lederfabrikanten Schütt zu erkennen.
Links im Vordergrund die Häuser der Zingelstraße mit dem Lehrer-Wohnhaus.
In dem Gebäude mit dem flach geneigten Dach war später (nach 1903) das Atelier des Fotographen Ludwig Behning untergebracht.
Im Mittelgrund rechts ragt das markante Dach des „Trichter“ am Colosseum über die Bäume.
Bildrechte: Knackstedt & Näther, Hamburg
1902 Blick von der Straße „Hinter der Stadt“ (spätere Hans-Prox-Straße), die zu der Zeit noch unbefestigt ist und nur einen gepflasterten Gehweg aufweist, auf die Brücke in Landrecht und im Hintergrund die Lederfabriken.
Vor dem Lagerschuppen hinter der Brücke haben mehrere Ewer festgemacht, um hier Ladung zu löschen oder aufzunehmen.
Die Person rechts auf der Brücke hat über den Schultern eine Tracht, an welcher die in dem Moment abgesetzten Eimer getragen werden.
Bildrechte: Verlag F. Schlüter, Wilster
1902 Partie an der Wilsterau in Rumfleth.
Eine adrette junge Frau im weißen Kleid und mit Sonnenschirm ergeht sich auf dem Deich.
Die im Mittelalter gegrabene schnurgrade Strecke der Wilsterau von der Rumflether Brücke (nach Diekdorf) Richtung Goldbogen; auf dem Audeich rechts führte ein trockener Fußweg zum Goldbogen und weiter bis nach Averfleth; der rechts am Fuße des Deiches vorhandene Fahrweg war unbefestigt und von den Fuhrwerken zerfahren und daher für Fußgänger schwer passierbar.
Die Wilsterau hatte ihren alten Verlauf im großen Bogen entlang dem Rumflether Deich zur Burger Chaussee und von dort wieder zum Goldbogen.
Bildrechte: Verlag von Carl Kuskop, Photograph, Wilster
Die ergänzend vorgestellte und aus dem Jahre 1899 stammende Ansichtskarte (Bild 3) zeigt das gegenüber liegende Ufer der Wilsterau.
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Die ergänzend vorgestellte Karte befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen
1902 Die Wilsterau in Rumfleth.
Blick von der Rumflether Brücke auf die im Mittelalter künstlich gegrabene schnurgerade Gewässerstrecke in Richtung Goldbogen.
Die links hinter den Bäumen erkennbaren Gehöfte gehören bereits zur Gemeinde Nortorf.
Die rechts erkennbare, zum Zeitpunkt der Aufnahme noch unbefestigte Straße führt Richtung Goldbogen, vorbei an der hier ehemals betriebenen Ziegelei von Dethlefs, welche im Jahre 1969 ihren Betrieb einstellte.
Bildrechte: Knackstedt & Näther, Hamburg
1904 Lederfabrik in Rumfleth
Dieses Foto wurde offenbar vom Schornstein der Lederfabrik Gebrüder Böhme (später Ballin´sche Vachel-Lederfabrik, danach u.a. Sackfabrik) aus aufgenommen.
Es verdeutlicht die Größe der Lederfabriken.
Gut zu erkennen die Kreuzungen der Bahnstrecke Wilster-Brunsbüttel mit der Rumflether Straße (rechts), der Wilsterau (links) und der Straße nach Diekdorf (links der Wilsterau), dessen Häuser und Bäume hinter den Fabriken erkennbar sind.
Bild 4 zeigt in einer Reklame-Zeichnung die Größe der Fabrik, welche in ihren besten Zeiten fast 600 Arbeiter beschäftigte.
Bildrechte: Verlag L. Behning, Wilster
1908 Die Lederfabrik von Falk & Schütt in Rumfleth sowie die Lederfabrik „Gebrüder Böhme“, später Vachelleder-Fabrik "Ballin" in Landrecht, machten nach dem Jahr 1870 Wilster zu einem bedeutenden Standort der Lederindustrie.
Wilsters Bevölkerung wuchs in den Jahren 1890 bis 1901 von 2716 auf 5124 Einwohner;
Es entstanden typische Arbeiterquartiere, so unter anderem auch in der noch heute zur Gemeinde Nortorf gehörenden Vereinsstraße.
Arbeiterwohngebiete in den Landgemeinden in Landrecht, Dammfleth und Nortorf wurden eingemeindet.
Eine Katastrophe für die Stadt waren die verheerenden Brände bei Böhme (1903) und Falk & Schütt (1907).
Das im Dezember 1907 wütende Schadensfeuer bei Falk & Schütt zeigt die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte.
Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
Die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen
Anmerkung: In Bd. 16 der vierten Auflage von Meyers Konservationslexikon lesen wir über Wilster:
Wilster, Stadt in der preuß. Provinz Schleswig-Holstein, Kreis Steinburg, an der Wilsterau, in der fruchtbaren Wilstermarsch und an der Linie Elmshorn-Heide der Holsteinischen Marschbahn, hat eine evang. Kirche, ein schönes Rathaus, ein Amtsgericht, bedeutende Gerberei, Essig- und Tabaksfabrikation, Bierbrauerei, Branntweinbrennerei, Viehzucht und Viehmärkte und (1885) 2539 fast nur evang. Einwohner.
1909 Blick von der Landrechter Brücke in Richtung Rumfleth.
Rechts im Hintergrund die Lederfabrik Falk & Schütt, in welcher im Jahre 1907 ein Großfeuer wütete.
Rechts daneben die Mühle (ein Galerie-Holländer) von Martens.
Im Hintergrund ist schwach die über die Wilsterau führende Eisenbahnbrücke der Bahnstrecke Wilster-Heide (heute nur bis Brunsbüttel) erkennbar.
Der Bauernhof links ist der Hof von Bauer Stahl.
Im Vordergrund rechts der Quai vor dem Speicher an der Wilsterau.
Bildrechte: C. Günther, Wilster
1909 Blick von der Landrechter Brücke in Richtung Rumfleth.
Rechts im Hintergrund die Lederfabrik Falk & Schütt, in welcher im Jahre 1907 ein Großfeuer wütete.
Rechts daneben die Mühle (ein Galerie-Holländer) von Martens.
Das Gebäude in Bildmitte (an der Bahnstrecke Wilster-Brunsbüttel) bot Wohnungen für Bedienstete der Bahn.
Der Bauernhof rechts wurde Anfang der 1950er Jahre abgebrochen.
Im Vordergrund Speicher und ein Ladekran.
Bildrechte: C. Günther, Wilster
1910 Rumflether Straße, Gaststätte "Zur frischen Quelle"
Vor der Gaststätte "Zur frischen Quelle" von Johann Martens haben sich in der Rumflether Straße eine große Zahl Anwohner - einige stolz ihre Fahrräder vorführend - für den Photographen aufgestellt.
Die Gaststätte wurde direkt gegenüber der Lederfabrik betrieben und erlebte sicherlich nach Feierabend einen guten Zuspruch.
Die Rumflether Straße ist zur Zeit der Aufnahme noch unbefestigt.
Im Hintergrund steigt die Straße leicht an - das ist der Bereich. in welchem der ursprüngliche Deich (er führte an der jetzigen Straße Rumflether Deich entlang) der Wilsterau die Straße quert. Das zur Rumflether Mühle gehörende Wohnhaus der Familie Martens ist gut erkennbar, ebenso das davor stehende und mit seinen zwei Giebeln sehr markante Haus der Familie Falkenberg.
Die davor befindliche Baulücke wurde erst in den 1920er Jahren geschlossen.
Das Haus mit den hellen Umrahmungen der Fenster ist heute noch weitgehend unverändert, während das die damalige Gaststätte beherbergende Haus zwischenzeitlich einem Neubau weichen mußte.
Das ergänzend beigestellte und von etwa gleichem Standort aufgenommene alte Foto aus dem Jahr 1940 zeigt die gegenüber liegende Straßenseite mit der Lederfabrik von Falk & Schütt (Bild 3)
Bildrechte: Verlag von Chr. Fr. Arp, Photogr. Wilster
Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen
Bild 3: Werner Behning, Wilster
1910 Die Wilsterau in Rumfleth, Blick etwa aus Höhe der Vereinsstraße flußaufwärts.
Der im Hintergrund erkennbare Bogen der Wilsterau ist offenbar im Mittelalter künstlich gegraben worden; nach einer weiteren rechtwinkligen Kurve an der Rumflether Brücke führt das Gewässer schnurgerade bis zum Goldbogen.
Der ehemalige Verlauf der Wilsterau verlief ursprünglich in einem großen Mäander (Reste der alten Bedeichung sind an der Burger Chaussee noch erkennbar) zum Goldbogen.
Bildrechte: Verlag v. L. Behning, Wilster
Die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte mit dem Motiv aus ähnlichem Blickwinkel befindet sich in der Sammlung von Frau ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen
Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster
ca. 1925 In den Gebäuden der ehemaligen Lederwerke waren nach dem Niedergang der Wilsteraner Lederindustrie die 1919 gegründete Firma Schleswig-Holsteinische Trocknungs- und Mahlwerke Günther & Co. untergebracht (In den weiter stadtauswärts liegenden Gebäudeteilen wurde jedoch bis in die 1950er Jahre Lederfabrikation betrieben)
Im Jahr 1967 zog in die Gebäude der Trocknungswerke die Möbelgroßhandlung Grünhagen ein.
Links von den Betriebsgleisen verläuft die Bahnlinie nach Brunsbüttel-Süd.
An der Rumflether Straße lag später der Haltepunkt Wilster-West, gerne etwas despektierlich „Wildwest“ genannt. Der Bahnübergang ist noch unbeschrankt.
Bildrechte: nicht bekannt; Signatur: 936
1926 Aussicht von der Landrechter Brücke die Wilsterau aufwärts (der Standort der Brücke ist infolge eines Neubaues verändert worden).
Vor dem gegenüber dem Zustand vor 17 Jahren weitgehend unverändertem Gebäude rechts (hier war nach dem II. Weltkrieg das Mietwagen-Unternehmen Sötje ansässig) steht noch der eiserne Kran;
die Vorsetzen zur Au sind erneuert.
Links das Husmannshus von Bauer Stahl.
Die Straße links führt Richtung Diekdorf.
Hinter (über) dem Gebäudekomplex der Fabriken im Hintergrund sind Flügel der Mühle „Aurora“ des Müllers Detlev Martens zu erkennen.
Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg
1930 (geschätzt)
Die Rumflether Mühle - die Windmühle trägt den schönen Namen „Aurora“ - ist im Kreis Steinburg eine der letzten Galerie-Holländer Windmühlen; sie steht unter Denkmalschutz.
Hinter der Mühle ist ein Gebäude der ehemaligen Lederwerke erkennbar. Davor endet ein Sticharm der Wilsterau, welcher in den Jahren 1960 bis 1976 von einem kleinen Wilsterau-Ewer (der „Christina“ ex "Melpomene"; benannt nach der Ehefrau des Müllermeisters Detlef Martens) zum Transport der Produkte der Mühle angelaufen wurde.
Bildrechte: nicht bekannt; Signatur: ohne
Anmerkung: In früheren Zeiten gab es in Wilster und der Wilstermarsch eine größere Anzahl Windmühlen mit Mahlgängen für das Getreide. Sie waren königlich privilegiert und ihr räumlicher Zuständigkeitsbereich amtlich festgesetzt. Die Landwirte in den zugeordneten Mahlbezirken waren Zwangsgäste.
Bekannt sind in der Wilstermarsch folgende Korn Windmühlen mit Standorten in:
Brokdorf (die Mühle stand auf dem Deich der Elbe), Kasenort (eine Graupenmühle), Krummendiek, Neumühlen, Uhrendorf, Büttel, "auf dem Stuven", Ecklak, Dammfleth, Averfleth, Rumfleth (die Mühle Aurora)
1933 Vereinsstraße - damalige Horst-Wessel-Straße - , Rumflether Straße, Landrecht, Wilsterau in Rumfleth
oben links: In der Zeit des Nationalsozialismus führte die Vereinsstraße den Namen Horst-Wessel-Straße; an einem Haus ist die Flagge mit dem Hakenkreuz erkennbar.
oben rechts, mittig, unten links: An der Rumflether Straße standen die Fabrikgebäude der Lederfabrik, deren vorderer Teil zu der Zeit und bis weit in die 1960er Jahre von den Trocknungs- und Futtermittel Werken Günther & Co. genutzt wurden; ein Großteil der Produkte wurde über den Wasserweg durch zahlreiche Last-Ewer transportiert, von denen damals eine große Anzahl in Wilster beheimatet war.
unten rechts: Die in der Straße Landrecht im vormaligen Hotel Stücker 1911 eingerichteten Adler-Lichtspiele von Wilhelm Scheel wurden später von Heinrich Hülsing bis Anfang der 1980er Jahre weiter geführt, wonach sie dann unter verschiedenen Betreibern mehr schlecht als recht bis 1985 existierten.
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
1972 Wilsterau in Rumfleth
oben links: die im Mittelalter gegrabene schnurgrade Strecke der Wilsterau von der Rumflether Brücke (führt nach Diekdorf) Richtung Goldbogen; am Deich rechts entlang führte in den ersten Jahrzehnten nach dem II. WK eine Feldbahn vom Goldbogen (hier wurde Lehm abgeziegelt) zur Ziegelei Dethlefs; der Betrieb der Ziegelei wurde 1969 eingestellt.
unten links: Blick über die Wiesen und Weiden zur Burger Chaussee.
rechts: Blick von der S-förmigen Kurve an der Rumflether Brücke Richtung Vereinsstraße, in welcher ab 1895 Arbeiterquartiere entstanden waren. An der Straße liegt der Bauernhof von Looft (sh. 496 im Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild")
Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn
ca. 1982 Bauernhof an der Wilsterau in Rumfleth an der Straße Richtung Goldbogen.
Im Vordergrund die Wilsterau, Blickrichtung stromaufwärts.
Bei dem nur durch die Straße von der Wilsterau getrennten Bauernhof handelt es sich um den Hof von Richard Looft (Hof 496 in „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“). Das Gebäude hat Anfang der 1960er Jahre eine veränderte Giebelfront erhalten.
Bildrechte: Verlag Schöning & Co. + Gebrüder Schmidt, Lübeck
ca. 1995 Rumflether Mühle "Aurora"
Die im Jahre 1872 errichtete Rumflether Mühle - sie trägt den Namen „Aurora“ - ist im Kreis Steinburg eine der letzten Galerie-Holländer Windmühlen und steht unter Denkmalschutz. Bereits im Jahre 1534 war nach königlichem Privileg auf dem Standort ihr erster Vorgänger erstellt worden.
Bis zum Jahr 1976 wurde von dem Wilsterau-Ewer („Christina“) - er war der letzte noch frachtfahrende Ewer auf der Wilsterau - zum Transport der Produkte des Müllermeisters Martens ein an die Mühle heranführender Sticharm der Wilsterau angelaufen.
Die Mühle ist mit zwei Mahlgängen und einer Haferquetsche ausgerüstet.
Die Flügel sind heute mit Segeln ausgerüstet.
Bildrechte: Artcolor, Hamm; Foto: Wolfgang Steche
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