Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Schmiedestraße

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1870 Schmiedestraße - Blickrichtung Innenstadt

1870 Schmiedestraße - Blickrichtung Innenstadt Wilster

1870 Schmiedestraße, Blickrichtung Innenstadt
Besonders auffällig sind die unmittelbar vor der Fassade einiger Häuser stehenden Galerie Bäume.
Die Straße ist mit Natursteinen gepflastert, die Bürgersteige sind mit "Katzenköpfen" (faustgroßen Natursteinen) befestigt. Praktisch bei jedem Gebäude ragen die Stufen vor der Eingangstür weit in den Bürgersteig hinein, dessen Nutzung auch daher sicherlich nicht sonderlich angenehm war.
An den Treppenstufen des heute noch an seiner Fassade gut erkennbaren Hauses vorne links wird deutlich, daß seither durch mehrere Straßenbaumaßnahmen das Höhen-Niveau der Straße deutlich angehoben wurde.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Anmerkung: Auf der Ansichtskarte ist kein Verlag vermerkt. Die alte Aufnahme ist ein halbes Jahrhundert später für eine sogenannte private Ansichtskarte genutzt worden Sie stammt aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Album, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

1880 Schmiedestraße

1880 Schmiedestraße in Wilster
Schmiedestraße in Wilster

ca. 1880 Schmiedestraße
Blick in die Schmiedestraße stadteinwärts von Höhe des Hudemann´schen Hauses (ganz links im Anschnitt erkennbar) aus gesehen. Der untere Teil des schönen Backstein-Giebels des Hudemann´schen Hauses wurde im Jahre 1927 baulich stark verändert.
Ganz im Hintergrund ist am Standort des im Jahre 1909 errichteten Gebäudes der späteren Westbank noch der Vorgängerbau erkennbar.

Bildrechte: vermutlich Hans-Peter Mohr, Wilster
Anmerkung: Auf der Ansichtskarte ist kein Verlag vermerkt. Die alte Aufnahme ist ein halbes Jahrhundert später für eine sogenannte private Ansichtskarte genutzt worden.

1880 Schmiedestraße - Blickrichtung Innenstadt a

1880 Schmiedestraße - Blickrichtung Innenstadt

1880 Schmiedestraße, Blickrichtung Innenstadt
Während die Straße ist mit Natursteinen gepflastert ist, sind die Bürgersteige mit Klinkersteinen befestigt, welche gegenüber den zuvor vorhanden gewesenen "Katzenköpfen" eine bessere Begehbarkeit ermöglichen.
Vor einigen Häusern ragen weiterhin die Stufen vor der Eingangstür weit in den Bürgersteig hinein, was insbesondere bei Dunkelheit angesichts der weitgehend fehlenden Straßenbeleuchtung für Passanten unfallträchtig war.
Auffällig sind auch die Bäume vor dem Gebäude rechts, welche in belaubten Zustand dem in das Lichtraumprofil der Straße ragenden Balkon Sichtschutz boten.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Anmerkung: Auf der Ansichtskarte ist kein Verlag vermerkt. Die alte Aufnahme ist ein halbes Jahrhundert später für eine sogenannte private Ansichtskarte genutzt worden Sie stammt aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Album, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

1880 Schmiedestraße - Blickrichtung Innenstadt b

1880 Schmiedestraße in Wilster
2010 Schmiedestraße in Wilster

ca. 1880 Schmiedestraße
Blick in die Schmiedestraße stadteinwärts von Höhe des Hudemann´schen Hauses (ganz links im Anschnitt erkennbar) aus gesehen.
Vorne rechts das Geschäftshaus des Schneidermeisters Johann Schütt, welcher Hüte, Mützen und Hemden anbietet.
Ganz im Hintergrund ist am Standort des im Jahre 1909 errichteten Gebäudes der späteren Westbank noch der Vorgängerbau erkennbar.

Bildrechte:Hans-Peter Mohr, Wilster
Anmerkung: Auf der Ansichtskarte ist kein Verlag vermerkt. Die alte Aufnahme ist ein halbes Jahrhundert später für eine sogenannte private Ansichtskarte genutzt worden.

1880 Schmiedestraße, Neumarkt und Bäckerstraßenfleth

1880 Neumarkt und Bäckerstraßenfleth, Schmiedestraße in Wilster

1880 Neumarkt und Bäckerstraßenfleth, Schmiedestraße
Am Quai des Bäckerstraßenflethes - dieses verband die Wilsterau vom Rosengarten bis zu deren Verlauf am Bischofer Deich - hat ein kleiner Fracht-Ewer festgemacht. Seine Ladung wird von Fuhrwerken abgefahren.
Vom Neumarkt führt an dem aus großen Naturstein-Quadern aufgesetzten Quai eine Freitreppe zum Wasser herunter.
Mit dem damals noch offenen Stadtdurchgang der Wilsterau und ihren auch heute noch vorhandenen Gewässerstrecken, dem Bäckerstraßenfleth sowie einem weiteren offenen Fleth am Rosengarten hinter den Häusern der Neustadt, dem Burggraben sowie mit den vielen über die Gewässer führenden Brücken und Stegen vermittelte Wilster seinerzeit den Eindruck eines Klein-Amsterdam.
Rechts oben im Hintergrund erkennt man das Palais Doos (Neues Rathaus) sowie rechts daneben auf einem der Häuser eine sogenannte Spinnkopf-Mühle (eine kleine Form der Koker-Mühle), wie sie seinerzeit an einigen Orten in Wilster zur Energieerzeugung vorhanden waren.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Anmerkung: Auf der Ansichtskarte ist kein Verlag vermerkt. Die alte Aufnahme ist ein halbes Jahrhundert später für eine sogenannte private Ansichtskarte genutzt worden Sie stammt aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Album, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

1880 Wilsteraner Hafen am Rosengarten; Häuser an der Schmiedestraße

1880 Wilsteraner Hafen am Rosengarten; Häuser an der Schmiedestraße
Der aus Flethsee/St. Margarethen stammende alte Schiffer Johannes Schleu – seine Großtante Heimke Schleu hatte am 21.04.1834 in Wilster Peter von Holdt geheiratet – steht am Mast seines 30 BRT großen Segel-Ewers „Anna“.
Der alte Kran ganz rechts wurde erst in den 1950er Jahren beseitigt.
Der Junge vorne schiebt eine hochrädrige Handkarre, eine sogenannte Schottsche (Schottische) Karre.
Vom Rosengarten herab führt eine breite Treppe zur Wilsterau.
Links der Kühl´sche Speicher; hinten rechts die Rückseiten der Häuser an der Schmiedestraße.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
Foto: wahrscheinlich Hans-Peter Mohr, Wilster

1897 Op de Göten, Neues Rathaus, Johannisstraße, Tagg-Straße, Allee

1897 Op de Göten, Neues Rathaus, Johannisstraße, Tagg-Straße, Allee
Um 1900 waren Ansichtskarte mit einer Palette verschiedener Ansichten sehr beliebt.
von links: Marktstraße, heutige "Op de Göten", die Geschäftshäuser J.P.T. Andersen sowie „Hotel WiIstermarsch-Haus“ stehen schon lange nicht mehr,
der Bahnhof stand in der heutigen Tagg-Straße (frühere Bahnhofstraße)
das Neue Rathaus (ehemalige Doos´sche Palais) stand in der Bäckerstraße (heute Rathausstraße),
„Lübbes Gasthaus“ stand in der damaligen Johannisstraße (der obere Teil der Schmiedestraße)
das Kriegerdenkmal stand vor der damaligen Friedhofs-Kapelle am Eingang zum Friedhof in Bischof

Bildrechte: Verlag v. C. Kuskop, Photogr. Atelier, Wilster

1898 Altes Rathaus, Neues Rathaus, Bahnhof in der Tagg-Straße, Lübbes Hotel, Markt

1898 Farb-Lithographie
Das „Neue Rathaus“ ist durch Umbauten umgestaltet,
beim „Alten Rathaus“ ist die Au noch unter der Göten offen,
vor dem Friedhof steht die alte 1960 abgebrochene Kapelle und das Kriegerdenkmal in Erinnerung an den Krieg 1870/71;
das Hotel Stadt Hamburg stand an der Westseite des Marktplatzes,
Lübbes Gasthaus in der Schmiedestraße
der Bahnhof in der späteren „Taggstraße“ (damals Bahnhofstraße) an der Strecke nach Brunsbüttel.

Bildrechte: Verlag v. Karl Kuskop, Wilster
und: Verlag von Glückstadt & Münden, Hamburg

1898 Altes Rathaus, Neues Rathaus, Kirche, Kriegerdenkmal, Bahnhof in der Tagg Straße

1898 Farb-Lithographie
Das „Neue Rathaus“ ist durch Umbauten umgestaltet,
beim „Alten Rathaus“ ist die Au noch unter der Göten offen,
vor dem Friedhof steht die alte 1960 abgebrochene Kapelle und das Kriegerdenkmal in Erinnerung an den Krieg 1870/71,
das Hotel Wilstermarschhaus stand an der Ecke Marktstraße (Op de Göten) und Kehdinger Straße (Deichstraße)
der Bahnhof in der späteren „Taggstraße“ (damals Bahnhofstraße) an der Strecke nach Brunsbüttel.

Bildrechte: Verlag v. Karl Kuskop, Wilster
und: Verlag von Glückstadt & Münden, Hamburg

1898 Marktstraße (spätere Op de Göten) mit dem Alten Rathaus b

1898 Altes Rathaus an der Marktstraße (heutige Op de Göten) in Wilster
2008 Altes Rathaus in Wilster

18981898 Marktstraße (spätere Op de Göten) mit dem Alten Rathaus
Das Alte Rathaus gehört zu den schönsten Renaissance-Gebäuden in Schleswig-Holstein, weshalb die Wilsteraner auf dieses repräsentative Gebäude besonders stolz sein dürfen. Sein Vorgänger lag auf der gegenüber liegenden Seite (der Alten Seite) der hier überbrückten Wilsterau.
Interessant ist, daß das Alte Rathaus somit auf der sogenannten „Neuen Seite“ der Stadt, nämlich außerhalb des von Wilsterau und Burggraben geschützten mittelalterlichen Siedlungskerns errichtet wurde.
Links (in der Schmiedestraße) steht noch das Gebäude, an dessen Stelle später das Gebäude der Westbank errichtet wurde.
Die Ansichtskarte wurde einige Jahre nach Fertigung der Aufnahme heraus gegeben; es existieren verschiedene Versionen mit identischem Foto (gut zu erkennen an dem auf einer an das Alte Balkenhaus angelehnten Leiter stehenden Person)

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1899 Stadt Mühle, Stadtpark, Johannisstraße, Marktstraße

1899 Die Jugendstil Karte zeigt
links oben: die Stadt Mühle und die (alte) Meierei (vom Audeich fotografiert) an der Wilsterau.
links unten: Blick in den alten Kirchhof - den heutigen im Jahre 1907 angelegten Stadtpark.
mittig: die obere Schmiedestraße (dieser Abschnitt wurde früher „Johannisstraße“ genannt) mit Lübbes Gasthaus (später in den 1950ern und 1960ern zeitweilig Kino Central-Theater);
das linke Gebäude wurde später ersetzt durch das repräsentative Gebäude der Schlachterei Schlüter. Die gesamte Häuserzeile wurde 1974 Opfer des Wahns der Flächensanierung.
unten: die frühere Marktstraße (heute Op de Göten)

Bildrechte: Verlag v. Carl Kuskop, Wilster

1900 Leporello 1: Op de Göten, Altes Rathaus, Markt, Kirche

Op de Göten 2007

1900 Marktstraße (spätere Op de Göten)
Diese Karte mit der Abbildung der Marktstraße (spätere Op de Göten) ist sehr ungewöhnlich. Sie ist ein sogenanntes Leporello.
Der herausziehbare Einschub zeigt folgende Motive:
Rathaus mit nebenstehendem Gasthof von Johannes Looft,
2 x Bürgermeistergarten;
Obere Schmiedestraße (ehemalige Johannisstraße);
Wilstermarsch Spar- und Leihkasse (spätere Volksbank) und Café Egge und Bäckerei Starck;
Oberer Kohlmarkt;
Untere Burgerstraße, Am Bahnübergang;
Alte Meierei und Stadt Mühle;
Geburtshaus Johann Meyer.

Bildrechte: Verlag v. Emil Jacobs, Wilster

1900 Blick vom Kirchturm auf die Marktstraße (spätere Op de Göten), Wilsterau

1900 Blick vom Kirchturm auf die Marktstraße (spätere Op de Göten) in der Stadt Wilster
1900 Kahnfahrer auf der Wilsterau vor der Brücke Op de Göten in der Stadt Wilster

1900 Blick vom Kirchturm auf die Marktstraße (spätere Op de Göten) und die Wilsterau. Hinten die Einmündung der Marktstraße in die Schmiedestraße.
Rechts im Vordergrund ist das an der Ecke zur Deichstraße (ehemalige Kehdinger Straße) stehende Hotel „Wilstermarsch Haus“ zu erkennen.
Vor dem 1585 im Renaissance-Stil erbauten Alten Rathaus ist die Brücke über die Wilsterau zu erkennen, bei der sich das über eine lange vom Marktplatz herab führende Rampe das Niederschlagswasser vom hoch gelegenen Marktplatz in die Wilsterau ergoß. Die Brücke hieß daher Op de Göten (Über der Gosse); sie gab später der gesamten Straße ihren Namen.
Vor der Brücke befährt ein Kahnfahrer den schmalen Wasserlauf (sh. Ausschnittsvergrößerung Bild 2).
Im Hintergrund an der Schmiedestraße steht noch das Gebäude, an dessen Stelle 1913 die Westholsteinische Bank errichtet wurde.
Vorne links ist das Dach des Vorgängerbaues der Färberei von J.P.T. Andersen zu erkennen, der hier 1912/13 sein imposantes Geschäftshaus errichten ließ. Dahinter ist der Turmgiebel des 1896 errichteten prächtigen Gebäude der Drogerie Meyer mit seiner aufwendigen Klinker-Fassade zu erkennen; der Turmgiebel ist heute leider beseitigt.

Bildrechte: Knackstedt & Näther, Hamburg

1900 Leporello 2: Neues Rathaus, Bürgermeisters Garten, Schmiedestraße

Rathausstraße
Stadtgarten
Stadtgarten
Schmiedestraße

Abbildungen im Leporello
Neues Rathaus
Stadtgarten (Bürgermeisters Garten)
Stadtgarten (Bürgermeisters Garten)
Schmiedestraße (zeitweilige Johannisstraße)

1903 Schmiedestraße

1903 Schmiedestraße in Wilster

1903 Obere Schmiedestraße – dieser Abschnitt hieß früher zeitweilig Johannis Straße.
Sämtliche der auf der Abbildung erkennbaren Häuser sind heute nicht mehr vorhanden. Selbst die links stehenden Häuser mit ihren schönen Gründerzeit-Fassaden fielen 1974 dem Wahn der Flächensanierung zum Opfer.
Während die rechte Häuserzeile zwingend der Neugestaltung weichen mußte, kann kein verständiger Städteplaner einen vernünftigen Grund beibringen, weshalb die linke Häuserzeile nicht einer bewahrenden Sanierung zugeführt werden konnte! Die Möglichkeiten der Bestandssanierung wurden nicht einmal in Erwägung gezogen.
Die Balance zwischen Bewahren und behutsamer Weiterentwicklung ist der Stadt Wilster hier leider nicht gelungen.
Auch das vorn an der Ecke zur Op de Göten (damalige Markt Straße) stehende Geschäftshaus von Uhren - Mohr (das Geschäft wurde seit 1899 betrieben) wurde 1983 im Zuge der Stadtsanierung abgebrochen.
Dahinter das repräsentative Geschäftshaus der Schlachterei und Wurstfabrik von Heinrich Schlüter (danach Albert Schlüter, zuletzt Brüggemann), welches um 1900 erbaut wurde.
In dem folgenden Gebäude von Theodor Lübbe´s Gasthaus war von Mitte der 1950er Jahre bis Ende der 1960er Jahre das Kino Central Theater untergebracht. Theodor Lübbe´s Vorgänger N. Kühl hatte das Lokal „Central-Halle“ genannt – daher der Name des späteren Lichtspielhauses.
Das an der Einmündung des Klosterhofs stehende große Wohnhaus mit der schönen ausdrucksvollen Fassade wurde ebenso beseitigt wie das im Hintergrund an der Einmündung des Klosterhof stehende Gebäude des vormaligen „königlichen Amtsgerichts“ – in dem Haus war ab 1970 die Verwaltung Amt Wilster Land untergebracht.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1904 Etablissement "Centralhalle" an der Schmiedestraße in Wilster

1904 Etablissement "Centralhalle" an der Schmiedestraße in Wilster
1904 Festsaal im Etablissement "Centralhalle" an der Schmiedestraße in Wilster
1904 Festsaal im Etablissement "Centralhalle" an der Schmiedestraße in Wilster

1904 Etablissement „Centralhalle“ an der Schmiedestraße.
Die seinerzeit von N. Kühl betriebene Gaststätte "Centralhalle" befand sich in einem Gebäude im oberen Bereich der Schmiedestraße in deren kurzen zwischen Op de Göten und Rathausstraße gelegenen Abschnitt.
Die Gaststätte führte später den Namen Lübbes Gasthaus und wurde betrieben von Theodor Lübbe, welcher auch mit Spirituosen handelte.
Wie nahezu alle größeren Gaststätten in Wilster verfügte auch die "Centralhalle" neben dem gastraum über einen Festsaal.
In dem Saal des Gebäudes war von Mitte der 1950er Jahre bis Ende der 1960er Jahre das Kino Central Theater untergebracht.
Das Haus und mit ihm die gesamte aus vier Gebäuden bestehende Häuserzeile fiel der Stadtsanierung zum Opfer; der Bereich wird heute von dem Gebäude eingenommen, welches die Wilsteranern „Roter Elefant“ nennen.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1904 Schmiedestraße, Neumarkt a

1904 Die Schmiedestraße in Wilster stadteinwärts vom Neumarkt aus gesehen

1904 Die Schmiedestraße in Wilster stadteinwärts vom Neumarkt aus gesehen.
In dem Gebäude rechts war das sogenannte Spritzenhaus (Standort der Feuerwehr; hier war auch eine Arrestzelle untergebracht).
Links der prächtige reich gegliederte Backsteingiebel des im Jahre 1596 errichteten Hudemannschen Hauses (Wohnhaus des damaligen Bürgermeisters Hudemann), eines der ältesten Gebäude Wilsters.
Ganz links das Geschäft (Lebensmittel und Haushaltswaren) von Kaufmann Peter Nagel (später Hans Kruse).

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg

1904 Schmiedestraße, Neumarkt b

1904 Schmiedestraße und Neumarkt in Wilster
Blick vom Neumarkt in die Schmiedestraße (2009)

1904 Die Schmiedestraße in Wilster stadteinwärts vom Neumarkt aus gesehen.
In dem Gebäude rechts war das sogenannte Spritzenhaus (Standort der Feuerwehr; hier war auch eine Arrestzelle untergebracht).
Links der prächtige reich gegliederte Backsteingiebel des im Jahre 1596 errichteten Hudemannschen Hauses (Wohnhaus des damaligen Bürgermeisters Hudemann), eines der ältesten Gebäude Wilsters.
Ganz links das Geschäft (Lebensmittel und Haushaltswaren) von Kaufmann Peter Nagel (später Hans Kruse).

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg

1907 Schmiedestraße, Neumarkt

1907 Schmiedestraße, Neumarkt in Wilster

1907 Die Schmiedestraße in Wilster stadteinwärts vom Neumarkt aus gesehen.
Das Gebäude rechts war das sogenannte Spritzenhaus (Standort der Feuerwehr; hier war auch eine Arrestzelle untergebracht).
Links der prächtige reich gegliederte Backsteingiebel des im Jahre 1596 errichteten Hudemannschen Hauses (Wohnhaus des damaligen Bürgermeisters Hudemann), eines der ältesten Gebäude Wilsters.
Ganz links das Geschäft von Kaufmann Kruse.

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg

1908 Schmiedestraße Haus 30 a

1908 Haus 30 in der Schmiedestraße in Wilster

1908 Schmiedestraße Haus 30.
Obwohl es seinerzeit in Wilster mehrere Berufsphotographen gab, so betrieb z.B. im Haus Schmiedestraße 28 in unmittelbarer Nachbarschaft des abgebildeten Hauses der Photograph Friedrich Schlüter sein Geschäft, gelang es immer wieder auswärtigen reisenden Photographen, Aufträge zur Ablichtung von Gebäuden zu erlangen. Die in mehreren Exemplaren gefertigten Fotografien wurden danach zumeist als sogenannte private Ansichtskarten verwendet.
Die Fassade des abgebildeten Hauses ist heute noch weitgehend unverändert erhalten.

Bildrechte: L. Treichel, Altona

1909 Altes Balkenhaus an der Ecke Schmiedestraße / Op de Göten SF

Das Alte Balkenhaus an der Ecke Schmiedestraße und Op de Göten

ca. 1909 Altes Balkenhaus an der Ecke Schmiedestraße / Op de Göten
Das Alte Balkenhaus (in ihm war nach dem II. Weltkrieg das Polizei-Revier untergebracht), stand an der Ecke Schmiedestraße/Op de Göten.
Das Haus bildete mit dem Alten Rathaus und dem dahinter liegenden „Alten Speicher“ ein harmonisches und das Stadtbild prägende Ensemble; sein Fachwerk mit dem vorkragenden Obergeschoß nahm in gelungener Harmonie Elemente des „Alten Rathauses“ auf.
Leider versäumten Wilsters Stadtväter die Erhaltung dieses schönen Gebäudes. Es hätte sich zumindest angeboten, dieses uralte Wilsteraner Bürgerhaus an anderer Stelle wieder aufzubauen und so für die Nachwelt zu erhalten. Statt dessen wurde es 1960 ersatzlos einer Abflachung der Kurve zur Schmiedestraße geopfert. Ein für das historische Stadtbild überaus beklagenswerter Verlust!
Es ist sehr zu wünschen, daß sich der in den letzten Jahren zunehmend auch in Wilster zeigende sensibler werdende Umgang mit alter Bausubstanz fortsetzt.

Bildrechte: L. Treichel, Altona
Die Ansichtskarte wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Dieter Voss, Burg in Dithmarschen

1909 Schmiedestraße Haus 30 b

1909 Schmiedestraße Haus 30 in Wilster
1909 Schmiedestraße Haus 30 in Wilster

1909 Schmiedestraße Haus 30.
Obwohl es seinerzeit in Wilster mehrere Berufsphotographen gab, so betrieb z.B. im Haus Schmiedestraße 28 der Photograph Friedrich Schlüter sein Geschäft, gelang es immer wieder auch dort fremden reisenden Photographen, Aufträge zur Ablichtung von Gebäuden zu erlangen. Häufig wurden dabei die Bewohner der Gebäude vor dessen Eingang plaziert, um mit abgebildet zu werden. Die in kleiner Stückzahl gefertigten Fotografien wurden danach zumeist als sogenannte private Ansichtskarten verwendet.

Bildrechte: Albert Behr, Hamburg

1910 Altes Rathaus, Altes Balkenhaus, Westholsteinische Bank

1910 Altes Rathaus, Altes Balkenhaus, Westholsteinische Bank

1910 Altes Rathaus, Altes Balkenhaus, Westholsteinische Bank
Blick von der Kreuzung mit der Wilsterau (Brücke Op de Göten) auf die Einmündung der damaligen Marktstraße in die Schmiedestraße.
Rechts das Alte Rathaus, 1585 im Stil der Renaissance errichtet, in einem Zustand des Verfalls (es wurde 1914 saniert). Professor Haupt aus Hannover konnte 1912 glücklicherweise die Städtischen Gremien davon überzeugen, daß sich die Wiederherstellung des Baudenkmals lohnen werde. Aus heutiger Sicht ist eine andere Aussage und Entscheidung unvorstellbar!
Auch heute noch erfordern die Erhaltung und Unterhaltung der wundervollen Baudenkmäler Altes Rathaus und Doos´sches Palais der Stadt Wilster immer wieder erhebliche Anstrengungen ab, welche sie vor Probleme stellen. Seit dem Jahr 2011 wird die Stadt in ihrem Bemühen von dem Förderverein Historische Rathäuser in Wilster unterstützt. Dieser Verein kann allen mit Wilster und der Wilstermarsch verbundenen Heimatfreunden nur empfohlen werden!
Neben dem Alten Rathaus das 1960 leider beseitigte Alte Balkenhaus, dessen Erhaltung unverständlicher Weise nicht bedacht wurde! Es hätte sich zumindest angeboten, dieses uralte Wilsteraner Bürgerhaus an anderer Stelle wieder aufzubauen und so für die Nachwelt zu erhalten. Statt dessen wurde es ersatzlos einer Abflachung der Kurve zur Schmiedestraße geopfert.
An der Schmiedestraße das gelungen dem historischen Bauensemble nachempfundene und erst 1909 errichtete Gebäude der Westholsteinischen Bank (es handelt sich bei der Aufnahme um eine der ersten Fotografien von dem Gebäude).

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1911 Schmiedestraße

1911 Die Schmiedestraße in Wilster stadteinwärts vom Neumarkt aus gesehen.
Das Gebäude rechts an der Ecke mit dem Neumarkt war das sogenannte Spritzenhaus (Standort der Feuerwehr; hier war auch eine Arrestzelle untergebracht). Am Spritzenhaus befinden sich auf dem Bürgersteig der Schmiedestraße Galerie-Bäume.
Hinter den Galerie-Bäumen auf der linken Straßenseite ist das zweite Gebäude von links das Kolonialwaren und Porzellanwaren Geschäft von Kaufmann Peter Nagel, später Kruse.
Ganz erstaunlich ist die Vielzahl der Kinder, die für den Fotografen Aufstellung genommen hat.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1912 Schmiedestraße - Häuser 28 bis 30

1912 Schmiedestraße in Wilster, Häuser 28 bis 30

1912 Schmiedestraße, Häuser 28 bis 30.
In dem Haus 28 wohnte und arbeitete seinerzeit der Photograph Friedrich Schlüter, dem Wilster und die Orte der Wilstermarsch viele Fotos des Straßenbildes aus der Zeit vor 100 Jahren zu verdanken hat.
Am Giebel des Hauses 30 lehnt eine hölzerne Leiter mit 24 Sprossen, eine derartig lange und entsprechend schwere Leiter aufzurichten, erforderte erhebliche Anstrengung und war von einer einzelnen Person nicht zu bewerkstelligen.

Bildrechte. Nicht bekannt

1915 Altes Rathaus, Op de Göten (damals Marktstraße), Westbank in der Schmiedestraße

1915 Altes Rathaus, Op de Göten (damals Marktstraße), Westbank in der Schmiedestraße
Altes Rathaus 2007

1915 Hier wird der Name „Op de Göten“ für die Brücke über der Gosse für den Abfluß des vom hoch gelegenen Marktplatz zur Wilsterau abfließenden Niederschlagswassers noch deutlich. Der alte natürliche Stadtarm (ursprünglicher Verlauf der Wilsterau) der Au ist noch offen. Seine Verrohrung 1953/54 und die damit verbundene Anschüttung von Boden an das Mauerwerk der Gebäude „Altes Rathaus“ und „Alter Speicher“ führten zu bedenklichen Bauschäden an diesen Gebäuden.
Bei der im Jahre 1914 vorgenommenen Restaurierung des Alten Rathauses ist das zuvor im Untergeschoß vorhanden gewesene Fachwerkmauerwerk durch ein reines Backsteinmauerwerk ersetzt worden.
Im Hintergrund das Gebäude der Westbank.

Bildrechte: Verlag F. Schlüter, Wilster

1915 Schlachterei Schlüter in der Schmiede Straße

1915 Schlachterei Schlüter in der Schmiede Straße in Wilster

1915 Schlachterei Schlüter in der Schmiede Straße
Das Geschäftshaus der Schlachterei und Wurstfabrik von Heinrich Schlüter stand in der oberen Schmiedestraße; (dieser Abschnitt der Straße wurde früher „Johannisstraße“ genannt). Das repräsentative Gebäude ist um 1900 errichtet worden.
Rechts daneben, im Anschnitt erkennbar, Lübbe´s Gasthaus (in den 1950ern und 1960ern zeitweilig Kino Central-Theater.
Die gesamte attraktive Häuserzeile wurde 1974 Opfer des Wahns der Flächensanierung.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

Es gab früher in Wilster mehrere Fleischerei-Betriebe, die alle selbst schlachteten.
Neben der genannten Schlachterei von Heinrich Schlüter (danach Albert Schlüter, zuletzt Brüggemann) unter anderen noch Beimgraben (bis 1992) in der Burger Straße, Richard Ahrens (später Tade Magnussen, bis 1986) am Kohlmarkt, Heinrich Schlüter (bis 1965) in der Deichstraße, sowie Gebrüder Schlüter (und andere, u.a. Werner Grimm, bis 1971) in der Rathausstraße, Karl Stücker (bis 1973) in der Deichstraße, Friedrich Herzog (bis ca. 1982) am Neumarkt, Nikolaus von Holdt, August und Rudolf Prehn (bis 1952) und Andreas Jacobsen (später Tade Magnussen bis 1966) am Klosterhof, Gustav Karrasch (bis 1953) im Landrecht und der Hausschlachter Gripp in der Neue Burger Straße.
Von all den aufgeführten Betrieben hat bis heute nur derjenige von Nikolaus von Holdt überdauert; der seit 1835 in Wilster bestehende Betrieb wurde jedoch bedingt durch die Stadtsanierung im Jahre 1985 nach Wellenkamp verlegt, da es der Stadt Wilster nicht gelungen war, dem Betreiber, dessen Familie bereits vor 350 Jahren in Wilster ansässig war, ein adäquates Betriebsgrundstück anzubieten.

1915 Schmiedestraße

1915 Obere Schmiedestraße

1915 Obere Schmiedestraße.
Die Karte ist unter Verwendung eines gut 10 Jahre älteren Fotos gefertigt, wobei Personen durch Retusche in die Abbildung plaziert wurden. Sämtliche der auf der Abbildung erkennbaren Häuser sind heute nicht mehr vorhanden. Selbst die links stehenden Häuser mit ihren schönen Gründerzeit-Fassaden fielen 1974 dem Wahn der Flächensanierung zum Opfer.
Vorn an der Ecke zur Op de Göten (damalige Markt Straße) das Geschäftshaus von Uhren - Mohr (das Geschäft wurde seit 1899 betrieben) wurde 1983 im Zuge der Stadtsanierung abgebrochen.
Dahinter das repräsentative Geschäftshaus der Schlachterei und Wurstfabrik von Heinrich Schlüter (danach Albert Schlüter, zuletzt Brüggemann), welches um 1900 erbaut wurde.
In dem folgenden Gebäude wurde das Etablissement „Central-Halle – ein Gastronomie-Betrieb von N. Kühl betrieben (später Theodor Lübbe´s Gasthaus, in welchem von Mitte der 1950er Jahre bis Ende der 1960er Jahre das Kino Central Theater untergebracht war). Das an der Einmündung des Klosterhofs stehende große Wohnhaus mit der schönen ausdrucksvollen Fassade wurde ebenso beseitigt wie das im Hintergrund an der Einmündung des Klosterhof stehende Gebäude des vormaligen „königlichen Amtsgerichts“ – in dem Haus war ab 1970 die Verwaltung Amt Wilster Land untergebracht.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1915 Schmiedestraße, Textil Geschäft Wilhelm Ehlert

ca. 1915 Das Haus mit dem Textilwaren-Geschäft von Wilhelm Ehlert stand in der südlichen Häuserzeile der oberen Schmiedestraße, in dem zeitweilig Johannis Straße genannten Abschnitt zwischen Einmündung der heutigen Op de Göten (vormaligen Markt Straße) und der heutigen Rathausstraße (vormaligen Bäckerstraße).
Der gleichnamige Sohn von Wilhelm Ehlert führte das Geschäft bis etwa 1970;
das Haus stand im ersten Block der Stadtsanierung und wurde im am 06.05.1972 abgebrochen, so wie auch die daneben stehenden Häuser der Leihbücherei Poro und des Malers Wischmann. Danach lag die gesamte Fläche einige Jahre wüst, bis endlich ein Investor 1980 das Gebäude errichtete, in welches zunächst der Penny Markt etwa von 1980 bis 1997 untergebracht war, danach das Haushaltswaren-Geschäft von Kruse.

Bildrechte: Verlag L. Treichel, Altona

1917 Altes Rathaus, Op de Göten (damals Marktstraße), Westbank in der Schmiedestraße a

1917 Altes Rathaus, Op de Göten (damals Marktstraße), Westbank in der Schmiedestraße
1917 Altes Rathaus, Op de Göten (damals Marktstraße), Westbank in der Schmiedestraße

1917 Altes Rathaus, Op de Göten (damals Marktstraße), Westbank in der Schmiedestraße
Das zentrale Gebäude ist hier das der in der Schmiedestraße gelegenen „Schleswig-Holsteinische Westbank“; es wurde auf dem Standort eines abgebrochenen Gebäudes im Jahr 1909 neu errichtet, die Fassadengestaltung mit dem schönen Fachwerk orientierte sich an dem historischen Alten Rathaus und dem alten Balkenhaus – letzteres wurde 1960 ersatzlos abgebrochen; die „Westbank“ erhielt eine Verkleidung aus Waschbetonplatten – ein optischer und architektonischer Mißgriff.
Rechts das kurz zuvor in einer sehr gelungenen Weise renovierte Alte Rathaus.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die ergänzend vorgestellte kolorierte Version der Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1917 Altes Rathaus, Op de Göten (damals Marktstraße), Westbank in der Schmiedestraße b

1917 Altes Rathaus, Op de Göten (damals Marktstraße), Westbank in der Schmiedestraße in Wilster

1917 Altes Rathaus, Op de Göten (damals Marktstraße), Westbank in der Schmiedestraße.
Rechts das kurz zuvor in einer sehr gelungenen Weise renovierte Alte Rathaus.
Das zentrale Gebäude ist die in der Schmiedestraße gelegene „Schleswig-Holsteinische Westbank“. Das Haus wurde 1909 auf dem Standort eines abgebrochenen Gebäudes neu errichtet. Seine Fassadengestaltung mit dem schönen Fachwerk orientierte sich an dem historischen Alten Rathaus und dem alten Balkenhaus – letzteres wurde 1960 ersatzlos abgebrochen; die „Westbank“ erhielt zu der Zeit eine Verkleidung aus Waschbetonplatten – ein optischer und architektonischer Mißgriff.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1917 Altes Rathaus, Op de Göten (damals Marktstraße), Westbank in der Schmiedestraße SF

1917 Altes Rathaus, Op de Göten (damals Marktstraße), Westbank in der Schmiedestraße

1917 Altes Rathaus, Op de Göten (damals Marktstraße), Westbank in der Schmiedestraße
Das zentrale Gebäude ist hier das der in der Schmiedestraße gelegenen „Schleswig-Holsteinische Westbank“; es wurde auf dem Standort eines abgebrochenen Gebäudes im Jahr 1909 neu errichtet, die Fassadengestaltung mit dem schönen Fachwerk orientierte sich an dem historischen Alten Rathaus und dem alten Balkenhaus – letzteres wurde 1960 ersatzlos abgebrochen; die „Westbank“ erhielt eine Verkleidung aus Waschbetonplatten – ein optischer und architektonischer Mißgriff.
Rechts das kurz zuvor in einer sehr gelungenen Weise renovierte Alte Rathaus.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Die vorgestellte Version der Ansichtskarte (ohne Beschriftung unter dem Bild) befindet sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1920 Marktplatz und Kirche, alter Bahnhof, Villa Schütt, Altes Rathaus

1920 Marktplatz und Kirche, alter Bahnhof, Villa Schütt, Altes Rathaus in der Stadt Wilster
1908 der im Jahr 1878 in Betrieb genommene erste Bahnhof der Stadt Wilster an der Bahnhofstraße (der heutigen Tagg-Straße)
1915 Das 1585 errichtete Alte Rathaus der Stadt Wilster nach seiner in den Jahren 1914/15 erfolgten Restaurierung

1920 Marktplatz und Kirche, alter Bahnhof, Villa Schütt, Hudemann´sches Haus, Altes Rathaus.
Die 1921 gelaufene Ansichtskarte zeigt insgesamt 6 unterschiedliche Motive aus der Stadt Wilster, wobei die Fotos zumeist einige Jahre älter sind.
oben links: um 1909 Pferdehandel vor der Kirche auf dem Marktplatz.
oben mittig (Bild 2): um 1908 der im Jahr 1878 in Betrieb genommene erste Bahnhof der Stadt Wilster an der Bahnhofstraße (der heutigen Tagg-Straße); er wurde 1920 nach Fertigstellung der Bahnstrecke Hamburg - Westerland der Bahnhof nach seinem heutigen Standort verlegt, die Straßen in der Folge umbenannt.
oben rechts: um 1915 Jugendstil-Villa. Am Ende der Zingelstraße hatte sich 1897 der Wilsteraner Fabrikant Marcus Schütt die repräsentative Villa errichten lassen.
unten links: um 1915, Wochenmarkt auf dem Marktplatz vor dem 1912/13 erbauten Geschäftshaus J.P.T. Andersen.
unten mittig: um 1915 Hudemann´sches Haus an der Schmiedestraße; der überaus prächtige Backsteingiebel des aus dem Jahre 1596 stammenden Hauses ist eine besondere bauliche Kostbarkeit in der Stadt Wilster. Leider mußte der untere Teil der Giebelfront im Jahre 1927 erneuert werden, weshalb heute nur der über dem Schwebebalken befindliche Teil aus alter Zeit stammt.
unten rechts (Bild 3): Das 1585 errichtete Alte Rathaus der Stadt Wilster nach seiner in den Jahren 1914/15 erfolgten Restaurierung, bei welcher es wieder in seinen ursprünglichen Renaissancestil zurück versetzt wurde, nachdem es zuvor mit Elementen des Barock verfälscht worden war. Bei der Restaurierung ist das zuvor im Untergeschoß vorhanden gewesene Fachwerkmauerwerk durch ein reines Backsteinmauerwerk ersetzt worden.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1920 Op de Göten, Altes Rathaus, Schmiedestraße

1920 Op de Göten, Altes Rathaus, Schmiedestraße

1920 Op de Göten, Altes Rathaus, Schmiedestraße
Auf ihr prächtiges altes Rathaus, welches im Jahre 1585 errichtet wurde und welches als eines der schönsten Rathäuser niederdeutscher Renaissance gilt, sind die Wilsteraner mit Recht stolz. Es wurde auf der sogenannten „Neuen Seite“ – jenseits der Wilsterau – erbaut, nachdem sein erst wenige Jahrzehnte zuvor auf den gegenüber liegenden Ufer der „Alten Seite“ im Jahre 1545 errichteter Vorgänger schon bald baufällig wurde und abgebrochen werden mußte.
rechts der schöne Alte Speicher (in diesem wunderbar renovierten Gebäude unterhält die Gruppe Wilstermarsch im Naturschutzbund NABU gegenwärtig ein Naturkunde-Museum). Peter J. von Holdt initiierte 1977 die Gründung der Gruppe Wilstermarsch des NABU und war ihr Gründungs-Vorsitzender.
Hinter den Bäumen das Gebäude der Westbank.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1920 Schmiedestraße und das Alte Balkenhaus

1920 Schmiedestraße und das Alte Balkenhaus

1920 Blick in die obere Schmiedestraße.
Das Alte Balkenhaus (in ihm war nach dem II. Weltkrieg das Polizei-Revier untergebracht), stand an der Ecke Schmiedestraße/Op de Göten.
Das Haus bildete mit dem Alten Rathaus und dem dahinter liegenden „Alten Speicher“ ein harmonisches und das Stadtbild prägende Ensemble; sein Fachwerk mit dem vorkragenden Obergeschoß nahm in gelungener Harmonie Elemente des „Alten Rathauses“ auf.
Leider versäumten Wilsters Stadtväter die Erhaltung dieses schönen Gebäudes, welches 1960 abgebrochen wurde.
Es hätte sich zumindest angeboten, dieses uralte Wilsteraner Bürgerhaus an anderer Stelle wieder aufzubauen und so für die Nachwelt zu erhalten. Statt dessen wurde es 1960 ersatzlos einer Abflachung der Kurve zur Schmiedestraße geopfert.
So reihte sich auch Wilster in die Reihe der Städte und Orte ein, in denen Unverstand und Ignoranz dem Stadtbild ähnliche Wunden schlug wie zuvor die Bombenangriffe im II. Weltkrieg.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1923 Marktstraße und Altes Rathaus

1923 Marktstraße (heutige Op de Göten) und Altes Rathaus
Seinerzeit hieß die heutige Straße „Op de Göten“ noch Marktstraße.
Das Geländer der über den Stadtarm der Wilsterau (ursprünglicher Verlauf dieses den Begründungszusammenhang der Stadt und ihren Namen (Wilstera) erklärenden Flusses) führenden Brücke ist gut zu erkennen.
Das Gewässer wurde ca. 1950 verfüllt.
Neben dem Alten Rathaus steht noch das leider beseitigte Alte Balkenhaus; hinter dem Alten Rathaus ist der prächtige und an die damals dort noch offene Wilsterau grenzende Speicher erkennbar.
Bereits in der Schmiedestraße steht das 1909 neu errichtete und die Fassadengestaltung des Alten Rathauses aufnehmende Gebäude der Westbank;
daneben steht rechts das Gebäude, welches später einen vorgesetzten Treppengiebel erhielt. In dem umgestalteten Haus war lange das Hut-Geschäft Buron untergebracht.

Bildrechte: Verlag Carl Hencke, Wilster

1925 Haushaltswaren Handlung Peter Nagel in der Schmiedestraße SF

1925 Haushaltswaren Handlung Peter Nagel in der Schmiedestraße

1925 Haushaltswaren Handlung Peter Nagel in der Schmiedestraße
Die Lebensmittel, Porzellan und Haushaltswaren-Handlung Peter Nagel in der Schmiedestraße war seinerzeit eines von sehr vielen Einzelwaren-Geschäften in Wilster.
Es ist heute kaum noch vorstellbar, wie viele Ladengeschäfte der Einzelhändler für Möbel, Öfen, Elektroartikel, Spirituosen, Süßwaren, Gemüse, Milchwaren, Blumen, Textil- und Handarbeitswaren, Lederwaren, Schuhe, Lebensmittel und Haushaltswaren, Eisenwaren, Tabakwaren, Spielwaren und Fahrräder
sowie Geschäfte der Fleischer, Bäcker, Schuster, Friseure, Drogisten, Hutmacher, Uhrmacher und Juweliere usw.
sowie mehrere Kioske es noch vor wenigen Jahrzehnten in Wilster gab.
Es herrschte in Wilster und der Wilstermarsch fast ein geschlossener Kreislauf, in den man fast eine Wilstermarsch-Mark als Zahlungsmittel hätte einführen können.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1925 Neumarkt und Einmündung der Schmiedestraße.

1925 Neumarkt und Einmündung der Schmiedestraße

1925 Neumarkt und Einmündung der Schmiedestraße.
Im Vordergrund links ist das Geländer der über das (heute verrohrte) Bäckerstraßenfleth führenden Brücke erkennbar.
Hinter dem Baum links ist das Wohngebäude der Stellmacherei Karstens (vorher Stellmacherei Sorgenfrey) erkennbar; rechts daneben mit den Galerie-Bäumen davor das Wohn- und Geschäftshaus der Kolonial- und Haushaltswarenhandlung von Peter Nagel (später Hans Kruse).
Das Gebäude rechts war das sogenannte Spritzenhaus (Standort der Feuerwehr; hier war auch eine Arrestzelle untergebracht). Die am 31.97.1870 gegründete Freiwillige Feuerwehr Wilster ist die älteste im Kreis Steinburg.
Dahinter im Anschnitt das in der Schmiedestraße stehende und 1596 errichtete Hudemann´sche Haus (Wohnhaus des damaligen Wilsteraner Bürgermeisters Hudemann) mit seinem prächtigen reich gegliederten Backsteingiebel, eines der ältesten Gebäude in der Stadt Wilster.

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg

1925 Theodor Lübbe´s Gasthaus in der Schmiedestraße, SF

1925 Theodor Lübbe´s Gasthaus in der Schmiedestraße

ca. 1925 Theodor Lübbe´s Gasthaus in der Schmiedestraße
Das kurze Stück der Schmiedestraße zwischen Op de Göten und Rathausstraße hieß früher zeitweilig Johannisstraße.
Die gesamte hier abgebildete Häuserzeile fiel der Stadtsanierung zum Opfer. Die Balance zwischen Bewahren und behutsamer Weiterentwicklung ist der Stadt Wilster leider nicht immer gelungen.
In dem Gebäude von Lübbe´s Gasthaus war von Mitte der 1950er Jahre bis Ende der 1960er Jahre das Kino Central Theater von Hans Schmidt untergebracht.

Bildrechte: nicht bekannt
Die vorgestellte Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1927 Neumarkt, Schmiedestraße, Neustadt, Schott, Gaststätten "Radfahrers Ruh", "Zum Goldenen Anker"

Neumarkt, Schmiedestraße, Neustadt, Schott-Brücke
Schmiedestraße, Neumarkt
Neumarkt, Einmündung Blumenstraße
Neustadt, Schott-Brücke Gaststätten "Radfahrers Ruh", "Zum Goldenen Anker"

1927 Neumarkt, Schmiedestraße, Neustadt.
oben (Bild 2): Blick vom Neumarkt in die Schmiedestraße; rechts das sogenannte Spritzenhaus der Feuerwehr, links mit den Galerie-Bäumen davor das Kolonial- und Haushaltswaren Geschäft von Peter Nagel (später Hans Kruse), das übernächste Haus mit dem prächtigen wunderschönen Backstein-Giebel ist das Hudemann´sche Haus, welches im Jahre 1596 als Wohnhaus für den damaligen Wilsteraner Bürgermeister Hudemann errichtet wurde und heute eines der ältesten Gebäude der Stadt ist.
mittig (Bild 3): Die Einmündung der Blumenstraße in den Neumarkt. Links der Friseur Salon von Waldemar Pien, rechts das zum Bau-Geschäft von Hermann Kruse gehörige Wohnhaus.
unten (Bild 4): Die Brücke am Schott. Links die Gastwirtschaft „Zum goldenen Anker“ von Heinrich Krumm, deren Inhaber auch das hier die Wilsterau aufstauende Schott bedienten, jenseits der Brücke das stattliche Gebäude mit der Gaststätte „Radfahrers Ruh“ des Wirtes Carl Falk – die Gaststätte führte auch den Namen „Zur Aussicht“.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster

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