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1880 Der aus Flethsee/St. Margarethen stammende alte Schiffer Johannes Schleu – seine Tante Heimke Schleu hatte am 21.04.1834 in Wilster Peter von Holdt geheiratet – steht am Mast seines 30 BRT großen Segel-Ewers „Anna“.
Der alte Kran ganz rechts wurde erst in den 1950er Jahren beseitigt.
Der Junge vorne schiebt eine hochrädrige Handkarre, eine sogenannte Schottsche (Schottische) Karre.
Vom Rosengarten herab führt eine breite Treppe zur Wilsterau.
Links der Kühl´sche Speicher; hinten rechts die Rückseiten der Häuser an der Schmiedestraße.
Die Karte ist 1905 gelaufen, das Foto ist allerdings viel früher aufgenommen worden.
Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
1898 Farb-Lithographie
Das „Neue Rathaus“ ist durch Umbauten umgestaltet,
beim „Alten Rathaus“ ist die Au noch unter der Göten offen,
vor dem Friedhof steht die alte 1960 abgebrochene Kapelle und das Kriegerdenkmal in Erinnerung an den Krieg 1870/71;
das Hotel Stadt Hamburg stand an der Westseite des Marktplatzes,
Lübbes Gasthaus in der Schmiedestraße
der Bahnhof in der späteren „Taggstraße“ (damals Bahnhofstraße) an der Strecke nach Brunsbüttel.
Bildrechte: Verlag v. Karl Kuskop, Wilster
und: Verlag von Glückstadt & Münden, Hamburg
1898 Farb-Lithographie
Das „Neue Rathaus“ ist durch Umbauten umgestaltet,
beim „Alten Rathaus“ ist die Au noch unter der Göten offen,
vor dem Friedhof steht die alte 1960 abgebrochene Kapelle und das Kriegerdenkmal in Erinnerung an den Krieg 1870/71,
das Hotel Wilstermarschhaus stand an der Ecke Marktstraße (Op de Göten) und Kehdinger Straße (Deichstraße)
der Bahnhof in der späteren „Taggstraße“ (damals Bahnhofstraße) an der Strecke nach Brunsbüttel.
Bildrechte: Verlag v. Karl Kuskop, Wilster
und: Verlag von Glückstadt & Münden, Hamburg
1899 Um 1900 waren Ansichtskarte mit einer Palette verschiedener Ansichten sehr beliebt.
von links: Marktstraße, heutige "Op de Göten", die Geschäftshäuser J.P.T. Andersen sowie „Hotel WiIstermarsch-Haus“ stehen schon lange nicht mehr,
der Bahnhof stand in der heutigen Tagg-Straße (frühere Bahnhofstraße)
das Neue Rathaus (ehemalige Doos´sche Palais) stand in der Bäckerstraße (heute Rathausstraße),
„Lübbes Gasthaus“ stand in der damaligen Johannisstraße (der obere Teil der Schmiedestraße)
das Kriegerdenkmal stand vor der damaligen Friedhofs-Kapelle am Eingang zum Friedhof in Bischof
Bildrechte: Verlag v. C. Kuskop, Photogr. Atelier, Wilster
1899 Die Jugendstil Karte zeigt
links oben: die Stadt Mühle und die (alte) Meierei (vom Audeich fotografiert) an der Wilsterau.
links unten: Blick in den alten Kirchhof - den heutigen im Jahre 1907 angelegten Stadtpark.
mittig: die obere Schmiedestraße (dieser Abschnitt wurde früher „Johannisstraße“ genannt) mit Lübbes Gasthaus (später in den 1950ern und 1960ern zeitweilig Kino Central-Theater);
das linke Gebäude wurde später ersetzt durch das repräsentative Gebäude der Schlachterei Schlüter. Die gesamte Häuserzeile wurde 1974 Opfer des Wahns der Flächensanierung.
unten: die frühere Marktstraße (heute Op de Göten)
Bildrechte: Verlag v. Carl Kuskop, Wilster
Diese Karte mit der Abbildung der Marktstraße (spätere Op de Göten) ist sehr ungewöhnlich. Sie ist ein sogenanntes Leporello. Der herausziehbare Einschub zeigt folgende Motive:
Rathaus mit nebenstehendem Gasthof von Johannes Looft, 2 x Bürgermeistergarten; Obere Schmiedestraße (ehemalige Johannisstraße); Wilstermarsch Spar- und Leihkasse (spätere Volksbank) und Café Egge und Bäckerei Starck; Oberer Kohlmarkt; Untere Burgerstraße, Am Bahnübergang; Alte Meierei und Stadt Mühle; Geburtshaus Johann Meyer.
Bildrechte: Verlag v. Emil Jacobs, Wilster
Abbildungen im Leporello
Neues Rathaus
Stadtgarten (Bürgermeisters Garten)
Stadtgarten (Bürgermeisters Garten)
Schmiedestraße (zeitweilige Johannisstraße)
ca. 1900 Schmiedestraße
Blick in die Schmiedestraße stadteinwärts von Höhe des Hudemann´schen Hauses (ganz links im Anschnitt erkennbar) aus gesehen.
Vorne rechts das Geschäftshaus des Schneidermeisters Johann Schütt, welcher Hüte, Mützen und Hemden anbietet.
Ganz im Hintergrund ist am Standort des im Jahre 1909 errichteten Gebäudes der späteren Westbank noch der Vorgängerbau erkennbar.
Bildrechte: nicht bekannt
vermutlich Friedrich Schlüter
er wohnte im Haus Schmiedestraße 28
ca. 1900 Schmiedestraße
Blick in die Schmiedestraße stadteinwärts von Höhe des Hudemann´schen Hauses (ganz links im Anschnitt erkennbar) aus gesehen. Der untere Teil des schönen Backstein-Giebels des Hudemann´schen Hauses wurde im Jahre 1927 baulich stark verändert.
Ganz im Hintergrund ist am Standort des im Jahre 1909 errichteten Gebäudes der späteren Westbank noch der Vorgängerbau erkennbar.
Bildrechte: nicht bekannt
vermutlich Friedrich Schlüter
er wohnte im Haus Schmiedestraße 28
1905 Die Schmiedestraße in Wilster stadteinwärts vom Neumarkt aus gesehen.
In dem Gebäude rechts war das sogenannte Spritzenhaus (Standort der Feuerwehr; hier war auch eine Arrestzelle untergebracht).
Links der prächtige reich gegliederte Backsteingiebel des im Jahre 1596 errichteten Hudemannschen Hauses (Wohnhaus des damaligen Bürgermeisters Hudemann), eines der ältesten Gebäude Wilsters.
Ganz links das Geschäft (Lebensmittel und Haushaltswaren) von Kaufmann Kruse.
Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg
1907 Das Alte Rathaus gehört zu den schönsten Renaissance-Gebäuden in Schleswig-Holstein, weshalb die Wilsteraner auf dieses repräsentative Gebäude besonders stolz sein dürfen. Sein Vorgänger lag auf der gegenüber liegenden Seite (der Alten Seite) der hier überbrückten Wilsterau.
Interessant ist, daß das Alte Rathaus somit auf der sogenannten „Neuen Seite“ der Stadt, nämlich außerhalb des von Wilsterau und Burggraben geschützten mittelalterlichen Siedlungskerns errichtet wurde.
Links (in der Schmiedestraße) steht noch das Gebäude, an dessen Stelle später das Gebäude der Westbank errichtet wurde.
Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
1907 Die Schmiedestraße in Wilster stadteinwärts vom Neumarkt aus gesehen.
Das Gebäude rechts war das sogenannte Spritzenhaus (Standort der Feuerwehr; hier war auch eine Arrestzelle untergebracht).
Links der prächtige reich gegliederte Backsteingiebel des im Jahre 1596 errichteten Hudemannschen Hauses (Wohnhaus des damaligen Bürgermeisters Hudemann), eines der ältesten Gebäude Wilsters.
Ganz links das Geschäft von Kaufmann Kruse.
Bildrechte: unbekannt; Signatur: W.B.L.H. 3014
1911 Die Schmiedestraße in Wilster stadteinwärts vom Neumarkt aus gesehen.
Das Gebäude rechts an der Ecke mit dem Neumarkt war das sogenannte Spritzenhaus (Standort der Feuerwehr; hier war auch eine Arrestzelle untergebracht). Am Spritzenhaus befinden sich auf dem Bürgersteig der Schmiedestraße Galerie-Bäume.
Hinter den Galerie-Bäumen auf der linken Straßenseite ist das zweite Gebäude von links das Kolonialwaren und Porzellanwaren Geschäft von Kaufmann Peter Nagel, später Kruse.
Ganz erstaunlich ist die Vielzahl der Kinder, die für den Fotografen Aufstellung genommen hat.
Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
ca. 1915 Das Haus mit dem Textilwaren-Geschäft von Wilhelm Ehlert stand in der südlichen Häuserzeile der oberen Schmiedestraße, in dem zeitweilig Johannis Straße genannten Abschnitt zwischen Einmündung der heutigen Op de Göten (vormaligen Markt Straße) und der heutigen Rathausstraße (vormaligen Bäckerstraße).
Der gleichnamige Sohn von Wilhelm Ehlert führte das Geschäft bis etwa 1970;
das Haus stand im ersten Block der Stadtsanierung und wurde im am 06.05.1972 abgebrochen, so wie auch die daneben stehenden Häuser der Leihbücherei Poro und des Malers Wischmann. Danach lag die gesamte Fläche einige Jahre wüst, bis endlich ein Investor 1980 das Gebäude errichtete, in welches zunächst der Penny Markt etwa von 1980 bis 1997 untergebracht war, danach das Haushaltswaren-Geschäft von Kruse.
Bildrechte: Verlag L. Treichel, Altona
1916 Hier wird der Name „Op de Göten“ für die Brücke über der Gosse für den Abfluß des vom hoch gelegenen Marktplatz zur Wilsterau abfließenden Niederschlagswassers noch deutlich. Der alte natürliche Stadtarm (ursprünglicher Verlauf der Wilsterau) der Au ist noch offen. Seine Verrohrung 1953/54 und die damit verbundene Anschüttung von Boden an das Mauerwerk der Gebäude „Altes Rathaus“ und „Alter Speicher“ führten zu bedenklichen Bauschäden an diesen Gebäuden.
Bei der im Jahre 1914 vorgenommenen Restaurierung des Alten Rathauses ist das zuvor im Untergeschoß vorhanden gewesene Fachwerkmauerwerk durch ein reines Backsteinmauerwerk ersetzt worden.
Im Hintergrund das Gebäude der Westbank.
Bildrechte: Verlag F. Schlüter, Wilster
1917 Das zentrale Gebäude ist hier das der in der Schmiedestraße gelegenen „Schleswig-Holsteinische Westbank“; es wurde auf dem Standort eines abgebrochenen Gebäudes im Jahr 1909 neu errichtet, die Fassadengestaltung mit dem schönen Fachwerk orientierte sich an dem historischen Alten Rathaus und dem alten Balkenhaus – letzteres wurde Ende der 1950er Jahre ersatzlos abgebrochen; die „Westbank“ erhielt eine Verkleidung aus Waschbetonplatten – ein optischer und architektonischer Mißgriff.
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
1920 Blick in die obere Schmiedestraße.
Das Alte Balkenhaus (in ihm war nach dem II. Weltkrieg das Polizei-Revier untergebracht), stand an der Ecke Schmiedestraße/Op de Göten.
Das Haus bildete mit dem Alten Rathaus und dem dahinter liegenden „Alten Speicher“ ein harmonisches und das Stadtbild prägende Ensemble; sein Fachwerk mit dem vorkragenden Obergeschoß nahm in gelungener Harmonie Elemente des „Alten Rathauses“ auf.
Leider versäumten Wilsters Stadtväter die Erhaltung dieses schönen Gebäudes, welches 1960 abgebrochen wurde.
Leider versäumten Wilsters Stadtväter die Erhaltung dieses schönen Gebäudes. Es hätte sich zumindest abgeboten, dieses uralte Wilsteraner Bürgerhaus an anderer Stelle wieder aufzubauen und so für die Nachwelt zu erhalten. Statt dessen wurde es 1960 ersatzlos einer Abflachung der Kurve zur Schmiedestraße geopfert.
So reihte sich auch Wilster in die Reihe der Städte und Orte ein, in denen Unverstand und Ignoranz dem Stadtbild ähnliche Wunden schlug wie zuvor die Bombenangriffe im II. Weltkrieg.
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
ca. 1925 Theodor Lübbe´s Gasthaus in der Schmiedestraße
Das kurze Stück der Schmiedestraße zwischen Op de Göten und Rathausstraße hieß früher zeitweilig Johannisstraße.
Die gesamte hier abgebildete Häuserzeile fiel der Stadtsanierung zum Opfer. Die Balance zwischen Bewahren und behutsamer Weiterentwicklung ist der Stadt Wilster leider nicht immer gelungen.
In dem Gebäude von Lübbe´s Gasthaus war von Mitte der 1950er Jahre bis Ende der 1960er Jahre das Kino Central Theater untergebracht.
Bildrechte: nicht bekannt
Die vorgestellte Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen
ca. 1928 Mehrbildkarte
links oben: Die dem Bahnsteig zugewandte Seite des 1920 errichteten Empfangsgebäudes (1959 wieder abgebrochen) des Bahnhofs von Wilster; Blick vom Bahnsteig der über Burg / Dithmarschen nach Westerland führenden Strecke.
rechts oben: Die Schmiede Straße mit dem 1596 errichteten Hudemannsche Haus mit seinem 1927 im unteren Teil erneuerten wunderschönen Backstein-Giebel.
links unten: Das Gebäude der 1913 errichteten Knabenschule (später gemeinsam mit der vorherigen Mädchenschule Teil der Volksschule) im Landrecht.
rechts unten. Das 1911 eröffnete Kino Adler - Lichtspiele im vormaligen Hotel von Stücker in der Straße Landrecht; rechts vor dem Gebäude quert die zur Straße "Hinter der Stadt" (jetzige Hans-Prox-Straße) führende Brücke die Wilsterau.
mittig: die 1939 abgebrochene Stadt Mühle an der Mühlenstraße; Blick über die Wilsterau von der Mühlenbrücke / Audeich.
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
1930 Der überaus prächtige Backsteingiebel des aus dem Jahre 1596 stammenden Hudemann´schen Hause in der Schmiedestraße ist eine besondere bauliche Kostbarkeit in der Stadt Wilster.
Leider wurde der untere Teil des Giebels im Jahre 1927 erneuert, weshalb nur der über dem Schwebebalken befindliche Teil aus alter Zeit stammt.
Bis in das Jahr 1977 wirkte einige Jahrzehnte lang Dr. med. Joachim Constabel als praktischer Arzt in dem Haus, in welchem bereits zuvor Dr. med. Boie Lammers eine Praxis betrieben hatte.
Bildrechte: Verlag L. Behning, Wilster
ca. 1930 Schmiedestraße und Neumarkt
Blick in die untere Schmiedestraße Richtung Neumarkt.
Der prächtige Backsteingiebel des aus dem Jahre 1596 stammenden Hudemann´schen Hause in der Schmiedestraße ist eine besondere bauliche Kostbarkeit in der Stadt Wilster. Leider wurde der untere Teil des Giebels im Jahre 1927 mit modernen Elementen erneuert, weshalb nur der über dem Schwebebalken befindliche Teil aus alter Zeit stammt.
Im Hintergrund die Schmiede von Perner (später Stelzer) am Rosengarten.
Das Motiv der ergänzend vorgestellten Karte zeigt einen fast identischen Ausschnitt und wurde etwa im gleichen Zeitraum kurz vor der im Jahre 1927 vorgenommenen Umgestaltung des unteren Teiles der Fassade des Hudemann´schen Hauses aufgenommen (Bild 3)
Bildrechte: jeweils Carl Kuskop, Wilster
Die ergänzend vorgestellte Karte befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen
1932 Die Schmiedestraße in Wilster stadteinwärts vom Neumarkt aus gesehen.
In dem Gebäude rechts war das sogenannte Spritzenhaus (Standort der Feuerwehr; hier war auch eine Arrestzelle untergebracht).
Links der prächtige reich gegliederte Backsteingiebel des im Jahre 1596 errichteten Hudemann´schen Hauses (Wohnhaus des damaligen Wilsteraner Bürgermeisters Hudemann), eines der ältesten Gebäude Wilsters.
Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg
1933 Mehrbildkarte
Besonders beeindruckt diese AK durch das breite Panorama Bild, welches offenbar vom Dach des Falk´schen Geschäftshauses in der Neustadt aufgenommen wurde. Das Foto ist offenbar 1933 aufgenommen worden, denn die in Bildmitte sichtbare Tischlerwerkstatt des Tischlermeisters Heinrich von Holdt an der Wilsterau gegenüber dem Rosengarten wurde 1932 errichtet, während das auf der anderen Straßenseite hier sichtbare Haus 1934 durch den Neubau der Bavaria und St. Pauli Brauerei ersetzt wurde.
oben außen: Altes Rathaus und altes Balkenhaus
oben mittig: Marktplatz mit der St. Bartholomäus Kirche
zentral: Panorama
unten links: Trichter
unten mittig: Denkmal im Stadtpark
unten rechts: Schmiedestraße mit dem Hudemann´schen Haus
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
1933 „West-Holsteinische Bank“
Das zentrale Gebäude ist die in der Schmiedestraße gelegene „West-Holsteinische Bank“.
Das Gebäude wurde auf dem Standort eines abgebrochenen Gebäudes im Jahr 1909 neu errichtet, die Fassadengestaltung mit dem schönen Fachwerk orientierte sich an dem historischen Alten Rathaus und dem alten Balkenhaus – letzteres wurde Ende der 1950er Jahre ersatzlos abgebrochen;
die „Westbank“ erhielt Ende der 1950er Jahre eine Verkleidung aus Waschbetonplatten – ein optischer und architektonischer Mißgriff.
Das kleine Gebäude rechts daneben - es erhielt später einen Treppen-Giebel - beherbergte nach dem II. WK das Hutgeschäft Buron.
Rechts im Anschnitt ist das neben dem Alten Rathaus stehende Alte Balkenhaus erkennbar, welches in den 1960er Jahren leider abgebrochen wurde.
Bildrechte: Verlag Chr. Schöning, Lübeck
Diese Orientierungskarte über den Kern Wilsters stammt aus Mitte der 1930er Jahre.
Interessant ist, daß es zu der Zeit noch zweistellige Telefonnummern gab.
Besonders auffällig an dem Plan ist jedoch die Vielzahl der dargestellten und dem Verfüllungswahn vergangener Jahrzehnte zum Opfer gefallenen Wasserläufe (Arme der Wilsterau sowie der Burggraben, Bäckerstraßenfleth). Die Straße „Op de Göten“ trägt noch den Namen „Marktstraße“.
Bildrechte: Verlag Herm. Kasper, Hamburg
1938 Neumarkt mit der Einmündung der Schmiedestraße.
Das Gebäude rechts war das sogenannte Spritzenhaus (Standort der Feuerwehr; hier war auch eine Arrestzelle untergebracht).
Die am 31.97.1870 gegründete Freiwillige Feuerwehr Wilster ist die älteste im Kreis Steinburg.
Links in der Schmiedestraße im Anschnitt der prächtige reich gegliederte Backsteingiebel des im Jahre 1596 errichteten Hudemannschen Hauses (Wohnhaus des damaligen Bürgermeisters Hudemann), eines der ältesten Gebäude Wilsters.
In dem Gebäude mit den Galerie-Bäumen davor das Kolonial- und Haushaltswaren Geschäft von Nagel, danach Kruse.
Links daneben die Stellmacherei Karstens.
Im Vordergrund ist noch ein Geländer an der ehemaligen Ausmündung des Bäckerstraßen-Fleth erkennbar.
Bildrechte: Schöning & C., Lübeck
Die datierung erfolgte nach einer identischen Karte, welche bereits 1938 gelaufen ist.
1939 Auf ihr prächtiges altes Rathaus, welches im Jahre 1585 errichtet wurde und welches als eines der schönsten Rathäuser niederdeutscher Renaissance gilt, sind die Wilsteraner mit Recht stolz. Es wurde auf der sogenannten „Neuen Seite“ – jenseits der Wilsterau – erbaut, nachdem sein erst wenige Jahrzehnte zuvor auf den gegenüber liegenden Ufer der „Alten Seite“ im Jahre 1545 errichteter Vorgänger schon bald baufällig wurde und abgebrochen werden mußte.
rechts der schöne Alte Speicher (in diesem wunderbar renovierten Gebäude unterhält die Gruppe Wilstermarsch im Naturschutzbund NABU gegenwärtig ein Naturkunde-Museum). Peter J. von Holdt initiierte 1977 die Gründung der Gruppe Wilstermarsch des NABU und war ihr Gründungs-Vorsitzender.
Hinter den Bäumen das Gebäude der Westbank.
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
1943 Das Hudemann´sche Haus in der Schmiedestraße.
Im Hintergrund ist die Ende der 1960er Jahre im Rahmen der Stadtsanierung abgebrochene Schmiede des Schmiedemeisters Georg Stelzer – dieser war langjähriger Vorsitzender des Fußballvereins Alemannia 1904 Wilster – zu sehen.
Die dort nach rechts vom „Neumarkt“ abgehende Straße führt zum Rosengarten, den alten Hafenplatz der Stadt Wilster.
Bildrechte: Verlag Hans Andres, Hamburg
1949 Das Fachwerk-Gebäude an der Einmündung der Straße „Op de Göten“ in die Schmiedestraße vermittelt den Eindruck, als würde der Zeitpunkt seiner Errichtung zeitgleich mit der des „Alten Rathaus“ sein; tatsächlich wurde es aber erst im Jahre 1909 mit einer Fachwerk-Fassade neu errichtet. Der gelungene Nachbau wurde in den 1960er Jahren mit Waschbetonplatten verschandelt, später jedoch wieder etwas ansprechender umgestaltet.
Bildrechte: Verlag Hans Andres, Hamburg
1955 Blick aus Richtung Markt auf die Einmündung der Markt-Straße - heute Op de Göten – in die Schmiedestraße.
Rechts das im Jahre 1585 im Stil der Renaissance errichtete Alte Rathaus.
An der Schmiedestraße das gelungen dem historischen Bauensemble nachempfundene und erst 1909 errichtete Gebäude der Westholsteinischen Bank, Westbank; das untere Teil seiner Fassade wurde in den 1960er Jahren mit Waschbetonplatten verschandelt.
Bildrechte: Aufnahme und Verlag von L. Behning 686/41
1959 Schmiedestraße, Marktplatz, Kohlmarkt, Wilsterau in Diekdorf
oben links: Im oberen Bereich der Schmiedestraße stehen noch hinten links die 1974 im Rahmen der Flächensanierung abgebrochenen Häuser mit ihren schönen Gründerzeit-Fassaden. Um die Ecke zur Op de Göten fährt ein der heute nicht mehr vorhanden Ackerwagen.
unten links: Vor der Kirche fallen die einige Jahre zuvor neu angepflanzten Linden auf, die Bus-Haltestelle hat noch ihren Platz vor der Kirche. Im Hintergrund das schmale Haus mit der Markise das Gemüse-Geschäft von Güstrau.
oben rechts: Der Bauernhof von Stahl an der Straße nach Diekdorf; davor fließt die Wilsterau.
unten rechts: Blick stadtauswärts in den Kohlmarkt
Bildrechte: Verlag Rudolf Bedei, Wilster
ca. 1960 Markt, St. Bartholomäus Kirche, Op de Göten, Wilsterau
links: Op de Göten mit dem Alten Rathaus und der noch nicht mit Waschbeton verschandelten Fassade der Westbank in der Schmiedestraße
oben: Blick vom Bereich des Klärwerkes auf das links in die Wilsterau einmündende Bäckerstraßenfleth (alter Verteidigungsgraben für die Neue Seite), ganz hinten der Schornstein der Meierei
unten: die Gebäude von Café Egge und Bäckerei Starck im Hintergrund sind noch nicht siamesisch verbunden; an der Kirche vor dem Nord-Portal das Denkmal 1870/71; es war im Mai 1911 eingeweiht worden.
rechts: die von der Dwerfelder Wettern nach Honigfleth umgesetzte Schöpfmühle - nach ihrer Bauart eine Kokermühle, keine Bockmühle.
Bildrechte, Karl Kuskop, Buch- und Papierhandlung, Wilster
1964 Mehrbildkarte
links oben: Blick auf das am 15. September 1929 eingeweihte und Mitte der 1950er Jahre erweiterte Ehrenmal im Stadtpark;
rechts oben: das Hudemann´sche Haus mit seinem schönen Backsteingiebel steht in der Schmiedestraße;
unten links: die Straße „Op de Göten“ mit dem Alten Rathaus und der Markt mit der Kirche,
rechts unten: das 1960 fertig gestellte neue Bahnhofgebäude - die gärtnerischen Anlagen am Bahnhof wurden seinerzeit weitgehend von Bediensteten der Bahn in ihrer Freizeit gepflegt.
Bildrechte: Rudolf Hencke, Wilster
ca 1965 Mehrbild-Karte
Die Karte zeigt
oben links: den Stadtpark mit dem im Jahre 1929 eingeweihten und in den 1950er Jahren erweiterten Ehrenmal für die Toten der beiden Weltkriege.
oben rechts: das in der Schmiedestraße stehende Hudemann´sche Haus mit seinem beeindruckendem Backstein-Giebel aus dem Jahre 1596.
links unten: die Straße Op de Göten mit dem 1585 errichteten Alten Rathaus;
rechts unten das vormalige Empfangsgebäude des Wilsteraner Bahnhofes.
Bildrechte: Verlag Rudolf Hencke, Wilster
1972 Ecke Schmiedestraße - Op de Göten
Das im Anschnitt erkennbare Haus mit dem Textilwaren-Geschäft von Wilhelm Ehlert stand in der oberen Schmiedestraße; im Jahre 1972 wurde das Haus im Zuge der Stadtsanierung abgebrochen.
Das an der Ecke zur Straße „Op de Göten“ stehende Haus von Uhren - Mohr (das Geschäft wurde seit 1899 betrieben) wurde ein gutes Jahrzehnt später im Jahre 1983 im Zuge der Stadtsanierung ebenfalls abgebrochen – an seinem Standort steht heute das von den Wilsteranern "Roter Elefant" genannte Geschäftshaus.
Bildrechte: nicht bekannt
Die Ansichtskarte wurde freundlicherweise von Frau Gisela Ehlert (†) zur Verfügung gestellt.
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