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1985 Wilstermarsch-Kalender
Der Kalender enthält 24 Abbildungen mit Motiven aus Wilster und den Orten der Wilstermarsch; jeweils zwei Abbildungen sind einem Monat zugeordnet. Die Abbildungen können mittels Perforation heraus getrennt und als Ansichtskarten Verwendung finden.
Die Fotos stammen allesamt von Rudolf Horstmann, Wilster
Druck und Verlag: Johann Schwarck, Söhne, Wilster
Bild 1: Kudenseer Kanal
Bild 2: Schmiedestraße in Wilster
Bild 3: Beidenfleth, Lange Reihe
Bild 4: Büttel, Hafen
Etikett einer Reklame Zündholz-Schachtel der "Gaststätte zum Landhaus" in St. Margarethen
Das Etikett stammt nachweislich der vierstelligen Postleitzahl aus der Zeit nach 1962.
Seinerzeit wurde die in St. Margarethen in der Dorfstraße stehende "Gaststätte zum Landhaus" von Hermann Petersen betrieben.
Interessant ist, dass die damalige Telefonnummer 112 der Gaststätte dem heutigen Notruf entspricht.
Tasse mit Abbildung des Gebäudes Diana-Bad Wilster
Es gab offenbar mehrere sogenannte Gedecke, bestehend aus Tasse, Untertasse und Kuchenteller, mit Abbildungen wichtiger Bauwerke aus Wilster.
Bekannt sind Gedecke mit den Motiven:
Altes Rathaus Wilster
Posthaus Wilster (in der damaligen Bahnhofstraße, späteren Tagg Straße)
Rathaus Wilster (mit der 1894 veränderten Straßenfront)
Diana-Bad Wilster (in der Rathausstraße)
Porzellan Teller mit Abbildung der St. Bartolomäus Kirche
Der Herstellungszeitraum ist geschätzt; es ist mir nicht bekannt, ob es seinerzeit weiteres Geschirr mit ähnlichen Motiven aus Wilster gab.
Ein Besteck aus dem ehemaligen Wilsteraner Krankenhaus Menckestift.
Nachdem im April 2008 die Gebäude des ehemaligen Wilsteraner Krankenhauses abgebrochen wurden, erinnert in der Stadt nichts mehr an diese für Wilster lange Zeit so wichtige Einrichtung.
Das kleine Krankenhaus war auf Veranlassung des Sanitätsrats Dr. Wilhelm Mencke (* 01.07.1825 Itzehoe, + 27.02.1899 Wilster) gegen viele Widerstände gegründet und Anfang 1870 in Betrieb genommen worden. Es entwickelte sich sich zu einer für die Bewohner der Stadt Wilster und der Wilstermarsch überaus segensreichen Einrichtung. Was Ärzte und Personal dieses kleinen Krankenhauses in den gut 100 Jahren seines Bestehens geleistet haben, verdient Anerkennung und Respekt.
Es wäre angemessen, wenn künftig in geeigneter Weise öffentlich wahrnehmbar in Wilster an das Krankenhaus und seinen Gründer erinnert würde!
Das Krankenhaus Mencke-Stift wurde in den Jahren 1867/70 erbaut und bis 1978 betrieben; es wurden alle anfallenden Krankheiten behandelt – es gab nur einen Arzt, (nach 1945 den Chirurgen Dr. Günther) dem bei Operationen in Wilster niedergelassene Ärzte assistierten. Nach 1978 wurde von den Drs. Steppeler in den Gebäuden eine Pflegestation (bis 1982) betrieben.
Danach diente die Gebäude unterschiedlichen sozialen Einrichtungen. Heute befindet sich auf dem Areal der Neubau einer Kindertagesstätte.
Kümmel und Jamaika-Rum Verschnitt aus Wilster
In dem zwischen den Straßen Rathausstraße und Op de Göten (frühere Marktstraße) gelegene kurzen Stück der heutigen Schmiedestraße lag bis Mitte der 1950er Jahre Lübbe´s Gasthaus.
Der Inhaber Theodor Lübbe betrieb zugleich einen Handel mit Wein und Spirituosen, vornehmlich Rum, Kümmel und Wein.
Echter Rum war seinerzeit für die meisten Konsumenten unerschwinglich, so daß mit Rum-Verschnitt vorlieb genommen wurde.
So bot Theodor Lübbe unter anderem an: Feiner alter Jamaika-Rum Verschnitt.
Ein besonderes und für Schleswig-Holstein typisches alkoholisches Getränk war seit jeher der Kümmelschnaps - auch Köm genannt.
In dem ehemaligen Gasthaus Lübbe war später von Mitte der 1950er Jahre bis Ende der 1960er Jahre das Kino Central Theater untergebracht. Das Gebäude mit seiner schönen aufwendig gestalteten Fassade wurde im Zuge der Stadtsanierung beseitigt.
Spirituosen aus Wilster - Weinbrand Verschnitt
Mit "feiner Weinbrand Verschnitt" der Firma I. Illies handelte I. Blunck aus Wilster.
Der Standort des Geschäftes I. Blunck konnte noch nicht festgestellt werden, denn im Adressbuch aus dem Jahre 1958 finden sich keine Personen mit dem Familiennamen Blunck; das Adressbuch aus dem Jahre 1926 führt nur den im Landrecht 30 wohnhaften Rentner Christian Blunck an.
Aufkleber Wilster
Die Collage des Aufklebers zeigt:
Die im Jahre 1872 errichtete Rumflether Mühle - sie trägt den Namen „Aurora“. Die restaurierte Mühle ist im Kreis Steinburg eine der letzten Galerie-Holländer Windmühlen und steht unter Denkmalschutz.
Die Wilsteraner St. Bartholomäus-Kirche. Sie wurde von dem Hamburger Baumeister Ernst-Georg Sonnin entworfen und unter seiner Leitung gebaut; am 02. Juli 1780 wurde sie eingeweiht.
Das Ortsschild der Stadt Wilster dient seit Jahrzehnten als Beispiel in der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) für das Zeichen 310; es wurde dazu ausgewählt in der Zeit, als Lauritz Lauritzen (SPD) Bundesminister für Verkehr (von 07.07.1972 bis 07.05.1974) war.
Bildrechte und Herausgeber: nicht bekannt
Emblem des Fußballvereins Wilstermann
Der Internationale Flughafen der Stadt Cochabamba in der gleichnamigen Region in Bolivien ist benannt nach Jorge Wilstermann Camacho, dem ersten bolivianischen Piloten von Lloyd Aéreo Boliviano.
Der 1949 in Cochabamba von Arbeitern der bolivianischen Fluggesellschaft Lloyd Aéreo Boliviano gegründete Fußball-Club hieß zunächst San José de la Banda. Seinen heutigen Namen bekam der neunfache bolivianische Meister 1953, er soll an Boliviens ersten Berufspiloten erinnern, der Jorge Wilstermann hieß.
Die Geschäftsleute Happ und Wilstermann – Nachkommen deutschstämmiger Einwanderer - gehörten zu den ersten Sponsoren des Fußballsports und trugen das ihre dazu bei, daß Fußball heute der populärste Sport in Bolivien ist.
Nach der Unabhängigkeit Boliviens von Spanien 1825 wurde Cochabamba Hauptstadt des gleichnamigen neu gebildeten Departemento.
Cochabamba ist heute mit 900.000 Einwohnern eine der größten Städte Boliviens.
Sehr früh spielten Auswanderer aus Deutschland eine bedeutende Rolle im gesellschaftlichen Leben Cochabambas und trugen wesentlich zu seinem wirtschaftlichen Aufschwung bei; einer von ihnen war der zu der Wilsteraner Linie der von Holten gehörende junge Kaufmann Johann Hermann von Holten (er wurde am 09.04.1831 geboren), der sich 1860 dort niederließ und wohlhabend wurde.
Hier kann man sich die Hymne des Clubs Jorge Wilstermann anhören; einfach anklicken!
Wimpel des Fußballvereins Wilstermann
Der Internationale Flughafen der Stadt Cochabamba in der gleichnamigen Region in Bolivien ist benannt nach Jorge Wilstermann Camacho, dem ersten bolivianischen Piloten von Lloyd Aéreo Boliviano.
Der 1949 von Arbeitern der bolivianischen Fluggesellschaft Lloyd Aéreo Boliviano gegründete Club hieß zunächst San José de la Banda. Seinen heutigen Namen bekam der neunfache bolivianische Meister 1953, er soll an Boliviens ersten Berufspiloten erinnern, der Jorge Wilstermann hieß.
Die Geschäftsleute Happ und Wilstermann – Nachkommen deutschstämmiger Einwanderer - gehörten zu den ersten Sponsoren des Fußballsports und trugen das ihre dazu bei, daß Fußball heute der populärste Sport in Bolivien ist.
Nach der Unabhängigkeit Boliviens von Spanien 1825 wurde Cochabamba Hauptstadt des gleichnamigen neu gebildeten Departemento.
Cochabamba ist heute mit 900.000 Einwohnern eine der größten Städte Boliviens.
Sehr früh spielten Auswanderer aus Deutschland eine bedeutende Rolle im gesellschaftlichen Leben Cochabambas und trugen wesentlich zu seinem wirtschaftlichen Aufschwung bei; einer von ihnen war der zu der Wilsteraner Linie der von Holten gehörende junge Kaufmann Johann Hermann von Holten (er wurde am 09.04.1831 geboren), der sich 1860 dort niederließ und wohlhabend wurde.
Zinnuntersätze mit Motiven aus Wilster und der Wilstermarsch
Ab 1979 verteilte die Verbandssparkasse Wilster einige Jahre lang als Werbegeschenk kleine Untersätze aus Zinn, auf denen jährlich unterschiedliche Motive abgebildet sind.
Einige davon werden hier vorgestellt:
1979 Wilster Op de Göten
1980 Wilstermarsch-Hof in Stördorf
1981 Schleuse Kasenort
1982 Mühle in Beidenfleth
1983 Störsperrwerk Wewelsfleth
Zollstock 725 Jahre Stadt Wilster 1282 - 2007
Aus Anlaß des Jubiläums der Stadt wurde ein sehr aufwendig und interessant gestalteter Zollstock herausgegeben.
Eine pfiffige Idee!
Während auf der einen Seite des 2,00 m Zollstocks die klassische Zentimeter Einteilung einen normalen handwerklichen Gebrauch zuläßt, sind auf der anderen Seite quasi in einer Zeitleiste wichtige Daten aus der Geschichte der Stadt Wilster zusammen mit einer Abbildung und einer kurzen Erläuterung aufgeführt. Geschichte zum Anfassen also; es ist zu wünschen, daß sich viele Wilsteraner dieses praktische Werkzeug als handliches Nachschlagewerk zur Geschichte ihrer Stadt beschafft haben.
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