Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Stör - der Fluß

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1898 Groß-Segler auf der Stör - Hafen in Itzehoe

1898 Groß-Segler auf der Stör - Hafen in Itzehoe

1898 Großsegler auf der Stör - Hafen in Itzehoe
Die schöne alte lithographische Jugendstil Postkarte zeigt Szenen aus Itzehoe, der Kreisstadt des Kreises Steinburg.
Die Darstellung aus dem Hafen mit den dort liegenden Schiffen verdeutlicht, daß seinerzeit auch Großsegler die Stör von deren Mündung in die Elbe aufwärts bis nach Itzehoe befuhren.
Neben den kleineren Stör-Ewern sind eine Schoner-Bark, eine Brigg sowie ein Gaffel-Schoner abgebildet. Es ist anzunehmen, daß die großen Segler nur mit Schlepper Unterstützung die enge und stark mäandrierende Stör befahren konnten.

Bildrechte: Reinicke & Rubin, Magdeburg
Reg. mein-wilster: 0537 AK

1898 Kasenort mit Gaststätten Zur Schleuse und Sommerlust

1898 Kasenort mit Gasthäusern Zur Schleuse und Sommerlust

1898 Kasenort mit Gaststätten "Zur Schleuse" und "Sommerlust", Stör, Wilsterau
Der Kasenort, wo die Wilsterau in die Stör mündet, war bereits vor einhundert Jahren ein beliebtes Ziel für Spaziergänge der Wilsteraner.
Am Kasenort existierten zwei Schankwirtschaften.
Es bestanden jeweils an beiden Seiten der Hodorfer Mäanderschleife sogenannt Kahn-Fähren zum Übersetzen über die Stör; „Holler´s Fähre“ oberhalb und „von Holdt´s Fähre“ unterhalb.
Am gegenüber liegenden Ufer in der markanten Hodorfer Mäanderschleife der Stör bestand seinerzeit eine Ziegelei, welche den hier anstehenden Mergel nutzte. Die vor 1850 gegründete Ziegelei wurde 1912 stillgelegt.
Die Karte zeigt:
oben links: Gastwirtschaft von Rudolf Rundt
oben mittig: die Stör mit dem Ufer links der Hodorfer Außendeich und auf dem Ufer rechts Kasenort
oben rechts: Last-Ewer auf der Wilsterau bei Bischof
links mittig: Last-Ewer vor der Schleuse
links unten: Meiforth´s Mühle mit der Gastwirtschaft "Sommerlust"
mitte: Fußweg in Bischof

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 0762 AK

1898 Stör am Kasenort, Mündung der Wilsterau

1898 Stör am Kasenort, Mündung der Wilsterau

1898 Stör am Kasenort, Mündung der Wilsterau
Eine Karte der „Schiffergilde Eintracht“ – eine Versicherung auf Gegenseitigkeit der Wilsteraner Schiffer.
Als Miniatur im Rettungsring ist ein klassischer Gaffel getakelter Störewer abgebildet; diese befuhren seinerzeit in großer Zahl Elbe, Stör und Wilsterau, denn die Wasserstraßen waren bevorzugte Verkehrswege.
Rechts eine der Schiffer-Katen am Kasenort.
Unten die große Hodorfer Mäanderschleife der Stör, aufgenommen vom Stördeich am Siel der Kampritter Wettern.
An dem Anleger vor der Wilsterau hat ein Dampfschiff fest gemacht.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Photograph, Wilster
Reg. mein-wilster: 0211 AK

1898 Wewelsfleth an der Stör

1898 Wewelsfleth an der Stör

1898 Wewelsfleth an der Stör
Wewelsfleth liegt an der Stör kurz vor deren Mündung in die Elbe.
Der Ort wurde 1238 erstmals urkundlich erwähnt.
Die den Ort mit der gegenüber liegenden Kremper Marsch verbindende Grundseilfähre wurde bald nach der 1975 erfolgten Fertigstellung des Stör-Sperrwerks eingestellt; im Rahmen dieses großen wasserbaulichen Projekts wurde auch die einen ganz besonderen Charme habende Örtlichkeit Störort (an der mündung der Stör) völlig umgestaltet.
Die Trinitatis Kirche (vorher Willihardus Kirche) erhielt ihren jetzigen Namen nach der Reformation.
Die 1871 gegründete Peters Werft hat als einzige der ehemals vorhandenen 4 Werften heute noch Bestand; sie stellt bis zu 140 m lange Schiffe her.

Bildrechte: Joh. Kröger Buchhandlung, Blankenese
Reg. mein-wilster: 0398

1899 Frachtschiffe auf der Stör am Kasenort; Fischer Kate

1899 Frachtschiffe auf der Stör am Kasenort; Fischer Kate

1899 Frachtschiffe auf der Stör im Bereich des Kasenort, wo die Wilsterau in die Stör mündet.
Im Vordergrund links ein Stör-Ewer mit Seitenschwertern.
Rechts daneben ein Rahsegelschoner; im Hintergrund ein weiterer Frachtewer.
Der in der Nähe des Stördeiches gelegene Bauernhof liegt auf einer Wurt – Beleg dafür, daß dieser Siedlungsplatz auf dem hohen Ufer der Stör bereits vor der allgemeinen Eindeichung der Marsch bestand.

Bildrechte: Verlag F. Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 0358 AK

1899 Kasenort, Stör, Schankwirtschaften

1899 Kasenort, Stör, Schankwirtschaften

1899 Kasenort, Stör, Schankwirtschaften
Der Kasenort war bereits vor einhundert Jahren ein beliebtes Ziel für Spaziergänge der Wilsteraner.
Am Kasenort existierten zwei Schankwirtschaften und es bestand eine Fährverbindung „Holler´s Fähre“ – eine Kahnfähre – zum Übersetzen auf die jenseits der Stör gelegene Hodorfer Seite.
In der markanten Hodorfer Mäanderschleife der Stör bestand seinerzeit (vgl. die Miniatur in der Mitte der Karte) eine Ziegelei, welche den hier anstehenden Mergel nutzte. Die vor 1850 gegründete Ziegelei wurde 1912 stillgelegt.
Bei Hodorf auf den erhöhten Uferrehnen der Stör lag offenbar einer der ältesten Siedlungsplätze an der Stör, denn dort wurden Eisenzeitliche Einbäume entdeckt.
Auf der Miniatur unten links ist das Dampfschiff "KOEHLBRAND" abgebildet, mit welchem regelmäßig am Kasenort verladene Rinder aus der Wilstermarsch nach Hamburg befördert wurden. Auch Passagiere konnten mit dem sogenannten Ochsen-Dampfer reisen.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 0569 AK

1900 Fähre über die Stör bei Wewelsfleth, "Wewelsflether Fährhaus"

1900 Fähre über die Stör bei Wewelsfleth, "Wewelsflether Fährhaus"
1900 Fährprahm der Fähre über die Stör bei Wewelsfleth
1900 Fährmann Jacob Rehder an der Fähre über die Stör in Wewelsfleth

1900 Wewelsfleth an der Stör - Fähre über die Stör.
Die Wewelsflether Fähre war eine Wagenfähre, welche die Stör überquert nahe von deren Mündung in die Elbe. Sie war nach einem vom 26.11.1629 stammenden Privileg eingerichtet worden.
Seit dem Jahr 1980 ist die Fähre jedoch stillgelegt, da über das in den Jahren zuvor gebaute Stör-Sperrwerk im Zuge der B431 eine Straßenbrücke geführt wurde.
Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts war Hugo Peters aus Wewelsfleth Pächter der als Seilfähre betriebenen Fähre. Als Fährmann arbeitete für ihn Jacob Rehder (Bild 3), welcher gemeinsam mit dem Fährknecht Rudolf Knoop den Fährprahm über den Fluß zog, denn über einen Motorantrieb verfügte die Fähre nicht. Mehr Fahrzeuge als ein großes Gespann konnte die Fähre damals nicht befördern (Bild 2); erst 1910 wurde ein größerer Prahm eingesetzt.
Das Gasthaus "Wewelsflether Fährhaus" wurde um 1900 von W. Groth betrieben.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1900 Kahn-Fähre am Störort bei Wewelsfleth

1900 Kahn-Fähre über die Stör am Störort bei Wewelsfleth

1900 Kahn-Fähre am Störort bei Wewelsfleth.
Die Abbildungen zeigen den ehemaligen Fährpriel am Störort bei Wewelsfleth. Das gegenüber liegende Ufer bei Ivenfleth gehört bereits zur Kremper Marsch.
Bei der Fähre handelte es sich um eine Kahnfähre. Sie gehörte zu der nahe der Stör auf einer Warft stehenden Gastwirtschaft „Störort“ von E. Breckwoldt und wurde nach ihrem Verkauf an den Ivenflether Fährmann Johann Albers von diesem und dessen Sohn Jacob bis in das Jahr 1926 betrieben und im Juni 1926 aufgehoben - letzter Fährmann war Hans Schnoor aus Humsterdorf. Auch die Gastwirtschaft wurde bald danach aufgegeben.
Das Gasthaus stand auf der mittleren der drei am Störort vorhanden gewesenen Warften.
Alle drei der seinerzeit am Störort auf Warften stehenden Höfe sind mit diesen verschwunden, seit hier im Zusammenhang mit dem Bau des Mündungs-Sperrwerkes der Stör deren Verlauf in den 1970er Jahren verlegt wurde – nichts erinnert heute mehr an die damalige Idylle.
Die Kahnfähre zwischen Ivenfleth und Störort hat mit Sicherheit bereits schon zu Beginn des 17ten Jahrhunderts bestanden, sie ist wahrscheinlich noch älter. Am 10.Juli 1874 erwarb der Kapitän Christian Meyn (+ 1896) das Fährhaus und die Gastwirtschaft; er war einer der letzten Grönlandfahrer, die auf Walfang und Robbenschlag gingen. Als solcher war er Kommandeur des "Der kleine Heinrich", dem letzten von Glückstadt ausgehenden Grönlandfahrer.

Bildrechte: Joh. Krügers Buchdruckerei, Blankenese
Reg. mein-wilster: 1009 AK

1900 Klappbrücke über die Stör in Heiligenstedten

1900 Klappbrücke über die Stör in Heiligenstedten
Alte Tariftafel an der Klappbrücke über die Stör in Heiligenstedten

1900 Klappbrücke über die Stör in Heiligenstedten.
Bei Heiligenstedten führte bis in das Jahr 1966 eine urtümliche hölzerne Klappbrücke über die Stör; sie wurde im genannten Jahr durch eine Stahlbeton-Klappbrücke ersetzt.
Der Verlauf der Stör wurde unterhalb bis zu ihrer Mündung in die Elbe von keinen weiteren Brücken gequert; erst mit dem Bau und der 1974 erfolgten Inbetriebnahme des Stör-Sperrwerks entstand eine weitere Brücke.
Bei der alten Brücke in Heiligenstedten wurde für die Durchfahrt der Schiffe – wenn diese die Öffnung der Brücke erforderlich machte – ein Brückengeld erhoben. Dieses wurde mittels eines an einem langen Stock in Form eines Klingelbeutels befestigten Sack während der nicht unterbrochenen Passage kassiert. Auch alle anderen Nutzer der Brücke hatten ein Brückengeld zu zahlen (vgl. Tariftafel Bild 2).
An der nördlichen Zufahrt zur Brücke stand der Gasthof „Stadt Itzehoe“, an seinem Standort steht heute ein Ärzte-Haus.
Der Gasthof "Stadt Itzehoe" hatte eine einhundert Jahre dauernde Geschichte und wurde zuletzt in dritter Generation von der Familie Ohland betrieben. Zu dem Betrieb gehörten früher eine Kohlenhandlung, ein Fuhrbetrieb, ein Kolonialwaren-Laden und eine kleine Landwirtschaft.

Bildrechte: nicht bekannt (auf der Karte nicht verzeichnet)
Reg. mein-wilster: 1903 AK

1901 Heiligenstedten, Großsegler auf der Stör

1901 Heiligenstedten, Großsegler auf der Stör

1901 Die Stör bei Heiligenstedten.
Ein Schleppverband, bestehend aus zwei Motor-Schleppern und einem Großsegler hat stromaufwärts fahrend die Klappbrücke in Heiligenstedten passiert.
In der engen und mäanderreichen Stör konnte ein Großsegler – hier ein Dreimast-Marssegelschoner – nicht ohne Motorkraft manövrieren; die großen Fracht-Segler hatten vor hundert Jahren noch keine Hilfsmaschine. Der Segler ist offenbar auf der Elbe vor Störort auf den Haken genommen worden.

Bildrechte: Verlag F. Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 0509 AK

1901 Wewelsfleth Störort - Kahn-Fähre und Fährhaus

1901 Wewelsfleth Störort - Kahn-Fähre und Fährhaus
1900 Haus des Kunstmalers Karl Leipold am Störort im Wewelsflether Außendeich
Kunstmaler Karl Leipold (eigentlich Philipp Carl Leipold; * 12.01.1864 Duisburg; † 01.04.1943 Würzburg)

1901 Wewelsfleth Störort - Kahn-Fähre und Fährhaus.
Die Abbildungen auf der Ansichtskarte zeigen den Zugang zur ehemaligen Kahn-Fähre am Störort sowie das Fährhaus.
Die Fähre gehörte zur Gastwirtschaft Fährhaus „Störort“ von E. Breckwoldt. Das Gasthaus stand auf der mittleren der drei seit Jahrhunderten am Störort vorhandenen und mit Gebäuden bestandenen Warften.
Heute erinnert in der Örtlichkeit nichts mehr an die damalige Idylle. Die beeindruckenden und auf Warften stehenden Häuser mußten dem im Jahre 1971 begonnenen und 1975 vollendeten Bau des Stör-Sperrwerks weichen.
Der im Wewelsflether Außendeich an der Einmündung der Stör in die Elbe gelegene Störort mit der ehemaligen Zollstation und dem Alten Fährhaus hatte seinerzeit vor der einschneidenden Veränderung ein ganz eingenwilliges Gepräge. Obwohl am großen Strom der Elbe gelegen, war der Ort einsam und auf dem Landwege nur beschwerlich zu erreichen. Die Landschaft hatte hier ein seltsam entrücktes Gepräge, weshalb sich hier zeitweilig auch sehr exzentrische Menschen ansiedelten. Zuletzt der Schriftsteller, Regisseur und Drehbuchautor Richard Schneider-Edenkoben (* 25.06.1899 Edenkoben, † 23.09.1986 Nindorf bei Hohenwestedt), welcher hier von 1938 bis 1970 lebte.
Die vorgestellte Ansichtskarte ist eigenhändig geschrieben von dem bekannten deutsche Kunstmaler Karl Leipold (eigentlich Philipp Carl Leipold; * 12.01.1864 Duisburg; † 01.04.1943 Würzburg), welcher seinerzeit in dem ehemaligen Zollhaus am Störort lebte.
Karl Leipold war 1899 an den Störort gekommen, welcher ihm über den Zeitraum von vier Jahrzehnten Inspiration und Refugium war, obwohl er auch zeitweilig in anderen Städten Ateliere und Wohnungen unterhielt. Vor dem Erwerb des ehemaligen Zollhauses auf Störort war Leipold über ein Jahrzehnt zur See gefahren auf Fischereifahrzeugen und Frachtseglern, was ihn in viele Gegenden der Welt geführt hatte. Die dabei gewonnenen Eindrücke prägten sein künstlerisches Werk. Überdies lebte Karl Leipold seine Verbundenheit zum Wasser und zur Seefahrt dadurch aus, dass er mit seinem eigenen und normalerweise vor seinem Haus vertäuten Segelboot ausgedehnte Touren auf der Unterelbe unternahm.
Mit einem kurzen Hinweis "unser Boot" auf der linken Bildseite der Ansichtskarte informierte Karl Leipold deren Empfänger über den Liegeplatz seines Schiffes.
Die ergänzend vorgestellte Abbildung (Bild 3) zeigt das Haus Leipold und die davor liegende Jolle des Künstlers um 1900; Bild 4 zeigt den Künstler selbst.
Mehr zu dem Kunstmaler Karl Leipold kann hier nachgelesen werden.

Bildrechte: Wilhelm Mehlert, Glückstadt
Reg. mein-wilster: 1785 AK

1902 Personenschiffahrt auf der Stör zwischen Heiligenstedten und Itzehoe

1903 Personenschiffahrt auf der Stör zwischen Heiligenstedten und Itzehoe

1902 Personenschiffahrt auf der Stör zwischen Heiligenstedten und Itzehoe
Der seinerzeitige Betreiber (Wilhelm Färber) des Gasthofes „Zur Erholung“ in Heiligenstedten richtete zu Beginn des vorigen Jahrhunderts eine regelmäßig verkehrende Schifffahrtsverbindung zwischen Heiligenstedten und Itzehoe ein.
Vom Anleger bei dem an der Stör gelegenen Kaffeegarten des Gasthofes fuhr das Motorboot „Zur Erholung“ zweimal täglich bis zur Langen Brücke in Itzehoe und wieder zurück; an Sonntagen pendelte das Boot bis zu fünfmal und beförderte dabei vorwiegend Ausflügler.
Die Schiffs-Verbindung bestand bis in das Jahr 1914

Bildrechte: Heinrich Struck, Krempe
Reg. mein-wilster: 1055 AK

1902 Schlepper LIMA II zieht Toppsegel-Schoner auf der Stör bei Heiligenstedten

1902 Schleppzug auf der Stör bei Heiligenstedten

1902 Schleppzug auf der Stör zwischen Itzehoe und Heiligenstedten
Schlepper LIMA II zieht einen Toppsegel-Schoner, der offenbar Ladung nach Itzehoe gebracht hat.
In der engen und mäanderreichen Stör konnten im Gegensatz zu den Fracht-Ewern die großen Frachtsegler nicht ohne Motorkraft manövrieren; sie hatten vor gut einhundert Jahren zumeist noch keine Hilfsmaschine. Sie benötigten daher die Unterstützung durch Schlepper wie der LIMA II

Bildrechte: Verlag Chr. Bachmann & Petersen, Itzehoe
Reg. mein-wilster: 0954 AK

1903 Die Junge Werft in Wewelsfleth an der Stör

1903 Die Werft von Junge in Wewelsfleth

1903 Die Junge Werft in Wewelsfleth an der Stör.
Die Werft war 1859 in Nachbarschaft einer weiteren dort bereits seit 20 Jahren bestehenden kleinen Werft von dem aus Burg in Dithmarschen stammenden und 33 Jahre alten Schiffszimmerer Christopher Junge gemeinsam mit seinem Bruder Johann gegründet worden und hatte sich rasch ein hervorragendes Renommee erarbeitet. Der Bruder Johann Junge wurde später alleiniger Eigentümer der Werft.
Auf den Slip-Anlagen der Werft liegen hier fünf Schiffe.
Die Werft wurde bis 1918 von dem Nachfolger Gustav Junge (* 26.11.1861 in Wewelsfleth), Sohn des Vorbesitzers, betrieben und dann verkauft – sie bestand dann noch einige Zeit.
Aus dem Nachlaß des Gustav Junge werden viele Konstruktionspläne und Modelle der von der Werft gebauten Schiffe heute im Deutschen Schifffahrtsmuseum Bremerhaven verwahrt.
Von mehreren ehemaligen Wewelsflether Werften besteht heute nur noch die Peters-Werft.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 0970 AK

1903 Heiligenstedten, Fracht-Ewer auf der Stör

1903 Die Stör bei Heiligenstedten, Fracht-Ewer auf der Stör

1903 Die Stör bei Heiligenstedten, Fracht-Ewer auf der Stör
In der Stör bei Heiligenstedten liegt der Ewer „Anna Carolina“ vor Anker und wartet auf den für ihn günstigen Flutstrom.
Auf dem Deich der Stör ist das 50 m lange Präbenden-Stift zu erkennen. Das im Jahre 1638 gegründete und auf dem Deich errichtete Präbendenstift bietet seither Unterkunft für betagte Menschen.
Heiligenstedten ist der Ort, mit dem unsere Gegend erstmals urkundlich in das Licht der Geschichte tritt. Aus den Fränkischen Reichsannalen des Einhard (siehe Auszug Bild 3)erfahren wir, daß der Kaiser Karl der Große hier in Nordalbingien im Jahre 809 auf dem Esesfelth (bei der späteren Oldenburgskuhle) eine Burg errichten ließ, welche bereits im Jahre 817 sich erfolgreich dem Ansturm der Dänen und Abodriten erwehren konnte. Lange Zeit meinte man, den Standort der Burg in Itzehoe vermuten zu müssen. Mehr dazu findet sich auf der Seite Die Burg Esesfeld
Wohl unmittelbar mit dem Bau der Fränkischen Burg wurde auch eine Kirche errichtet; die ersten Nachrichten von einer solchen erfahren wir erst aus dem Jahre 834. Der Kirchplatz Heiligenstedten dürfte der erste in Holstein gewesen sein, auch wenn Standort und Bau der heutigen Kirche aus späterer Zeit stammen - wo sonst, als im Schutze einer Burg der christlichen Franken und für deren Besatzung konnte ein solches Bauwerk errichtet werden.

Bildrechte: Chr. Bachmann & Petersen, Itzehoe
Reg. mein-wilster: 0560 AK

1903 Junge-Werft in Wewelsfleth an der Stör - Segeljachten auf dem Helgen

1903 Junge-Werft in Wewelsfleth an der Stör
1903 Segeljachten auf dem Helgen der Junge-Werft in Wewelsfleth an der Stör

1903 Junge-Werft in Wewelsfleth an der Stör.
Die Werft war 1859 in Nachbarschaft einer weiteren dort bereits seit 20 Jahren bestehenden kleinen Werft von dem in Burg in Dithmarschen den Schiffbau erlernt habenden 33 Jahre alten Schiffszimmerer Christopher Junge gemeinsam mit seinem Bruder Johann gegründet worden und hatte sich rasch ein hervorragendes Renommee erarbeitet. Der Bruder Johann Junge wurde später alleiniger Eigentümer der Werft.
Auf der Helling der Werft liegen hier zwei schnittige Segeljachten - eine Seltenheit in der damaligen Zeit.
Die Werft wurde bis 1918 von dem Nachfolger Gustav Junge (* 26.11.1861 in Wewelsfleth), Sohn des Vorbesitzers, betrieben und dann verkauft – sie bestand dann noch einige Zeit.
Aus dem Nachlaß des Gustav Junge werden viele Konstruktionspläne und Modelle der von der Werft gebauten Schiffe heute im Deutschen Schifffahrtsmuseum Bremerhaven verwahrt.
Von mehreren ehemaligen Wewelsflether Werften besteht heute nur noch die Peters-Werft.

Bildrechte: nicht bekannt; sogen. Private Ansichtskarte
Reg. mein-wilster: 1657 AK
Anmerkung: Der Umstand, dass die Ansichtskarte von keinem der in damaliger Zeit in der Region tätigen Photographen oder Verlage herausgegeben wurde, läßt die Vermutung zu, dass der damalige Werftbesitzer Gustav Junge selbst das Photo gefertigt und diese Karte geschrieben hat.

1903 Wewelsfleth - Fährhaus und Seil-Fähre über die Stör

1903 Wewelsfleth - Fährhaus und Seil-Fähre über die Stör
1903 Wewelsfleth - Seil-Fähre über die Stör
1903 Wewelsfleth an der Stör, königliches (privilegiertes) Fährhaus

1903 Fährhaus und Seil-Fähre über die Stör bei Wewelsfleth.
Die Wewelsflether Fähre bildete viereinhalb Jahrhunderte lang eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen der Wilstermarsch und der Kremper Marsch.
Die Wagenfähre war eine Seilfähre; an dem durch das Gewässer verlaufenden Seil wurde der Fährprahm zunächst mit Muskelkraft, später (ab 1928) jedoch mittels eines Motors über den Fluß gezogen.
Der Fährmann mußte ein Signal geben, wenn das Seil straff gezogen wurde, denn sonst bestand für die die Fährstelle passierenden Schiffe auf der Stör sowie auch für den Fährprahm selbst und die transportierten Güter und Menschen ein großes Gefahrenrisiko. Wegen des starken Ebb- bzw. Flutstromes der Stör hatten die Schiffe "Vorfahrt" und gaben ihrerseits rechtzeitig Signal.
Bereits im Jahre 1629 war die Wewelsflether Fähre eingerichtet worden – daneben bestanden früher im Bereich der Gemeinde Wewelsfleth Fußgänger-Fähren bzw. Kahn-Fähren in Uhrendorf und am Störort.
Nach dem Bau des Störsperrwerks in den Jahre 1971 bis 1974 und der Herstellung einer damit verbundenen Straßenverbindung der B 431 über die Stör verlor die Fähre Wewelsfleth ihre Bedeutung und sie wurde daher 1980 eingestellt.
Das Fährhaus in Wewelsfleth wurde von Johannes Möller als Schenkwirtschaft betrieben. Es war offenbar auf der Basis eines königlichen Privilegs eingerichtet, denn es firmierte zum Zeitpunkt der Aufnahme als kgl. (königliches) Fährhaus. Das noch bestehende Gebäude steht an der Deichreihe direkt gegenüber der Zufahrt zur heute gleichfalls noch vorhandenen Fährrampe.

Bildrechte: G. Schmidt, Lägerdorf
Reg. mein-wilster: 1696 AK

1904 Beidenfleth - Kirche St. Nicolai, Schiffe auf der Stör

1904 Beidenfleth - Kirche St. Nicolai, Schiffe auf der Stör
1904 Beidenfleth - Schiffe auf der Stör
1904 Beidenfleth - Straße Unters Dorf, Brücke über die Altenfelder Wettern

1904 Beidenfleth - Kirche St. Nicolai, Schiffe auf der Stör
Die Lithographie zeigt
oben links: Kirche St. Nicolai, welche 1325 erstmals urkundlich bezeugt wurde und deren frei stehender heutige Turm 1557 erbaut wurde.
oben rechts (Bild 2): Blick über die Stör auf die Silhouette des Dorfes, welche von der Kirche und der Mühle "Hoffnung" geprägt ist. Es fällt auf, dass der Zeichner auf die Darstellung des Stördeiches verzichtet hat.
unten: links die von Uhrendorf kommende gleichnamige Straße, welche die Brücke über die Altenfelder Wettern quert und sich dahinter als die Straße Unteres Dorf fortsetzt, während nach rechts die Straße Oberes Dorf Richtung Fähre führt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1587 AK

1904 Peters Werft an der Stör

1904 Peters Werft an der Stör in Wewelsfleth in der Wilstermarsch
1904 Peters Werft an der Stör in Wewelsfleth in der Wilstermarsch

1904 Peters Werft an der Stör - Rahsegelschoner am Quai
Seit über zweieinhalb Jahrhunderten sind in Wewelsfleth Schiffszimmerplätze bezeugt.
Seinerzeit bestanden in dem an der Stör gelegenen kleinen Ort zwei Werften, nämlich die von Johann Junge und von Jürgen Peters. Hinzu kam noch die östlich der Fährstelle gelegene Abbruchwerft Jensen & Massuthe.
Jürgen Peters hatte im Jahre 1871 die damalige Werft von Hans Stelling erworben. Die Peters-Werft wurde im Oktober des Jahres 1906 durch ein Schadensfeuer völlig zerstört, wonach der aus Hamburg stammende Schiffsbauer Max Werner im folgenden Jahr den Betrieb erwarb. Offenbar hatte sich der neue Eigentümer finanziell übernommen, denn seine Werft ging zu Beginn des Jahres 1909 in Konkurs.
In dem Jahr darauf erwarb Hugo Peters, Sohn von Jürgen Peters, den Betrieb, welchen er umgehend weiter veräußerte an Claus Witt. Dieser nahm den Betrieb der Werft wieder auf bis zum Jahr 1919. In diesem Jahr verkaufte er die Werft an die Firma Friedrich Sternemann & Co. aus Hamburg. Dieses Unternehmen erwarb zu dem Zeitpunkt auch die benachbarte Werft von Gustav Junge und führte beide Werften zur Störwerft zusammen. Die Werft ging 1927 in Konkurs und der Betrieb ruhte danach bis zur Wiederbegründung im Jahr 1938.
Die Abbruchwerft Jensen & Massuthe hatte 1910 gleichfalls Hugo Peters erworben und zur Schiffswerft unter dem Namen Unterelbe-Werft ausgebaut, die er jedoch bereits ein Jahr später weiterverkaufte und in 1922 eine Werft in Beidenfleth gründete.
Von den Wewelsflether Werften hat sich bis heute die Peters Werft erhalten.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1698 AK
Anmerkung: Die auf der Bildseite unbeschriebene Ansichtskarte in etwas anderer Aufmachung befindet sich in einer externen Sammlung

1904 Störort mit dem Alten Fährhaus - Mündung der Stör

1904 Störort mit dem Alten Fährhaus - Mündung der Stör
1904 Altes Fährhaus am Störort im Wewelsflether Außendeich
1904 Mündung der Stör am Störort

1904 Störort mit dem Alten Fährhaus (Fähre von Störort nach Ivenfleth auf der Kremper Seite).
Vor dem auf dem Steinburger Ufer im Wewelsflether Außendeich stehenden Gehöften wird ein Toppsegelschoner von einem kleinen Schlepper von der Elbe kommend in die Stör geschleppt.

Bildrechte: Bildrechte: H. Struck, Krempe
Reg. mein-wilster: 1256 AK
Anmerkungen:
Die beeindruckenden Häuser standen bis Ende der 1960er Jahre am Störort auf Warften vor dem Deich in dem damals weitab vom Verkehr gelegenen Winkel des Wewelsflether Außendeich zwischen der Elbe und der Mündung der Stör. Die insgesamt drei am Störort vorhandenen Häuser mußten dem im Jahre 1971 begonnenen und 1975 vollendeten Bau des Stör-Sperrwerks weichen. Die Landschaft hatte hier zuvor ein seltsam entrücktes Gepräge, weshalb sich hier zeitweilig sehr exzentrische Menschen ansiedelten – so der bekannte Maler Karl Leipold und der Schriftsteller, Regisseur und Drehbuchautor Richard Schneider-Edenkoben, welcher zeitweilig mit der Tochter Ellinor des bekannten norwegischen Schriftstellers Knut Hamsun verheiratet war.
Richard Schneider war zunächst beruflich sehr erfolgreich, verstrickte sich politisch in der Nazi-Diktatur und überwarf sich mit dieser, weshalb er untertauchen mußte; er galt ab 1943 als verschollen. Nach Ende der Nazi-Herrschaft lebte Schneider-Edenkoben ab 1946 auf Störort in dem von ihm 1938 gekauften alten Fährhaus und erwarb nach dessen Abriß ein Anwesen im Wald bei Hohenwestedt; am 23.09.1986 ist er gestorben.
Hier fnden sich weitere Informationen zu Richard Schneider-Edenkoben
Weiteres - ein Bericht aus der Wilsterschen Zeitung sowie etwas aus einem Heft des Illustrierten Filmkurier ist mit der Datei unten aufrufbar.

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1906 Schlepper bei Eisgang auf der Stör am Kasenort a

1906 Schlepper bei Eisgang auf der Stör am Kasenort
1906 Schlepper bei Eisgang auf der Stör am Kasenort

ca. 1906 Schlepper bei Eisgang auf der Stör am Kasenort
Ein Konvoi aus drei Schleppern und einem Last-Ewer kämpft sich bei schwerem Eisgang auf der Stör flußabwärts. An der Spitze der Schlepper PINNAU.
Das gegenüber liegende Ufer ist die von dem Hodorfer Mäanderbogen fast umschlossene und bereits zur Kremper Marsch gehörige Halbinsel.
Das Foto wurde von dem etwa 2 Jahrzehnte lang in Wilster tätig gewesenen Photographen Friedrich Schlüter aufgenommen, welcher auf der Vorderseite dieser Karte seine Dienste anbot.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1609 AK
Die ergänzend vorgestellte und im Postgang gelaufene Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1906 Schlepper bei Eisgang auf der Stör am Kasenort b

1906 Schleppzug bei Eisgang auf der Stör am Kasenort

1906 Schlepperzug bei Eisgang auf der Stör am Kasenort
Ein Konvoi aus drei Schleppern - vorweg der Schlepper PINNAU - und einem Last-Ewer kämpft sich bei schwerem Eisgang auf der Stör flußabwärts.
Das gegenüber liegende Ufer ist die von dem Hodorfer Mäanderbogen fast umschlossene und bereits zur Kremper Marsch gehörige Halbinsel.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1906 Wewelsfleth - Werften auf den Ufergrundstücken an der Stör

1906 Wewelsfleth - Werften auf den Ufergrundstücken an der Stör
1906 Wewelsfleth - Werften auf den Ufergrundstücken an der Stör
1906 Wewelsfleth - Werften auf den Ufergrundstücken an der Stör

1906 Wewelsfleth - Werften auf den Ufergrundstücken an der Stör.
In beeindruckender Weise zeigt das Panorama der Doppelkarte das Dorf Wewelsfleth als bedeutenden Werftstandort.
Eine Vielzahl von Slip-Anlagen mit aufgezogenen kleinen hölzernen Frachtschiffen sowie mit Neubauten auf dem Helgen am Ufer der Stör zeigt einen lebhaften Betrieb. Am Ufer ist eine Segeljacht vertäut – das war seinerzeit eine Besonderheit, denn die Freizeitschifferei war noch in ihren Anfängen. Im Vordergrund überquert der Prahm der Seilfähre Wewelsfleth den Fluß; hier bestand vor der Mündung der Stör in die Elbe die letzte Möglichkeit, den Fluß mit Fahrzeugen zu überqueren.
Seinerzeit bestanden in dem an der Stör gelegenen kleinen Ort zwei Werften, nämlich die von Johann Junge und von Jürgen Peters. Hinzu kam noch die östlich der Fährstelle gelegene Abbruchwerft Jensen & Massuthe.
Jürgen Peters hatte im Jahre 1871 die damalige Werft von Hans Stelling erworben. Die Peters-Werft wurde im Oktober des Jahres 1906 durch ein Schadensfeuer völlig zerstört, wonach der aus Hamburg stammende Schiffsbauer Max Werner im folgenden Jahr den Betrieb erwarb. Offenbar hatte sich der neue Eigentümer finanziell übernommen, denn seine Werft ging zu Beginn des Jahres 1909 in Konkurs.
In dem Jahr darauf erwarb Hugo Peters, Sohn von Jürgen Peters, den Betrieb, welchen er umgehend weiter veräußerte an Claus Witt. Dieser nahm den Betrieb der Werft wieder auf bis zum Jahr 1919. In diesem Jahr verkaufte er die Werft an die Firma Friedrich Sternemann & Co. aus Hamburg. Dieses Unternehmen erwarb zu dem Zeitpunkt auch die benachbarte Werft von Gustav Junge und führte beide Werften zur Störwerft zusammen. Die Werft ging 1927 in Konkurs und der Betrieb ruhte danach bis zur Wiederbegründung im Jahr 1938.
Die Abbruchwerft Jensen & Massuthe hatte 1910 gleichfalls Hugo Peters erworben und zur Schiffswerft unter dem Namen Unterelbe-Werft ausgebaut, die er jedoch bereits ein Jahr später weiterverkaufte und in 1922 eine Werft in Beidenfleth gründete.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1352 AK

1907 Beidenfleth an der Stör, Besan-Ewer auf der Stör

1907 Beidenfleth an der Stör

1907 Beidenfleth an der Stör.
Breit und zeitweilig träge fließt die von den Gezeiten geprägte Stör (von „store“, die „Große“) bei Beidenfleth.
Vor der Kulisse des Dorfes segelt ein kleiner Frachtewer (ein Besanewer) die Stör abwärts zur Elbe; er nutzt den Ebbestrom, denn seinerzeit verfügten die Ewer noch über keinen Motorantrieb. Am Ufer befinden sich Anlegestellen für die Beidenflether Schiffer.
Über die Häuser des Dorfes ragen der Turm der Kirche St. Nicolai sowie die Flügel der Windmühle "Hoffnung" hinaus.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1077 AK

1907 Heiligenstedten, Klappbrücke über die Stör

1907 Heiligenstedten, Klappbrücke über die Stör. Schlepper MORITZ der Alsen´schen Cementwerke zieht den Toppsegel-Dreimastschoner (Schonerbark) LAURITA

1907 Heiligenstedten, Klappbrücke über die Stör
Hier passiert der vom Schlepper MORITZ der Alsen´schen Cementwerke gezogene Toppsegel-Dreimastschoner (Schonerbark) LAURITA die Klappbrücke in Heiligenstedten.
Bei Heiligenstedten – einem der vier aus der Zeit von Karl dem Großen stammenden Ur-Kirchspiele Holsteins – führte bis in das Jahr 1966 eine hölzerne Klappbrücke über die Stör; sie wurde durch eine Stahlbeton-Klappbrücke ersetzt. Bei der alten Brücke wurde für die Durchfahrt der Schiffe – wenn dieses die Öffnung der Brücke erforderlich machte – ein Brückengeld erhoben. Auch wer die Brücke benutzte, um ans andere Ufer zu gelangen, mußte seinen Obolus leisten.
Die von den Gezeiten geprägte Stör (von „store“, die „Große“) trennt die Wilstermarsch von der Krempermarsch.
Die Stör war von den frühesten Zeiten an bis in die zweite Hälfte des 20zigsten Jahrhunderts der bedeutendste Verkehrsweg für das Gebiet des heutigen Kreises Steinburg.
Die am Kasenort in die Stör mündende Wilsterau bildete über Jahrhunderte hinweg den verkehrsmäßigen Anschluß Wilsters an die Welt.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 0480 AK

1908 Fährhaus Störort - Dreimastbark auf der Stör

1908 Fährhaus Störort - Dreimastbark auf der Stör
1908 Fährhaus Störort - Dreimastbark auf der Stör
1908 Fährhaus Störort

1908 Fährhaus Störort - Dreimastbark auf der Stör.
Zwischen Störort und Ivenfleth verkehrte nahe der Mündung der Stör in die Elbe die südlichste von den seinerzeit die Querung der Stör ermöglichenden Kahnfähren. Flussabwärts der Klappbrücke Heiligenstedten konnte die Stör mit den Prahmfähren in Beidenfleth und Wewelsfleth sowie mit vier Kahnfähren (in Störort, in Uhrendorf, in Klein Kampen und in Stördorf) gequert werden.
Die beiden Abbildungen zeigen einen Blick über die Stör nach Störort vom gegenüber liegende Ufer bei Ivenfleth, welches bereits zur Kremper Marsch. gehört.
Auf der Stör passiert eine Dreimastbark die Fährstelle vor der nahe der Stör auf einer Warft stehenden Gastwirtschaft „Störort“ von Jacob Breckwoldt, dem auch die Kahnfähre gehörte. Diese wurde nach ihrem Verkauf an den Ivenflether Fährmann Johann Albers von diesem und dessen Sohn Jacob bis in das Jahr 1926 betrieben und im Juni 1926 aufgehoben - letzter Fährmann war Hans Schnoor aus Humsterdorf. Auch die Gastwirtschaft wurde bald danach aufgegeben.
Das Gasthaus stand auf der mittleren der drei am Störort vorhanden gewesenen Warften. Alle drei der seinerzeit am Störort auf Warften stehenden Höfe sind mit diesen verschwunden, seit hier im Zusammenhang mit dem Bau des Mündungs-Sperrwerkes der Stör deren Verlauf in den 1970er Jahren verlegt wurde – nichts erinnert heute mehr an die damalige Idylle.
Die Kahnfähre zwischen Ivenfleth und Störort hat mit Sicherheit bereits schon zu Beginn des 17ten Jahrhunderts bestanden, sie ist wahrscheinlich noch älter. Am 10.Juli 1874 erwarb der Kapitän Christian Meyn (+ 1896) das Fährhaus und die Gastwirtschaft; er war einer der letzten Grönlandfahrer, die auf Walfang und Robbenschlag gingen. Als solcher war er Kommandeur des "Der kleine Heinrich", dem letzten von Glückstadt ausgehenden Grönlandfahrer.
Nach Christian Meyn erwarb E. Breckwoldt das Fährhaus und die Fährgerechtsame; ihm folgte sein Sohn Jacob. Die Breckwoldts gehören zu einer an der Niederelbe weit verbreiteten Familie, welche viele Seefahrer hervorgebracht hat. Über einen von ihnen handelt die in den 1950er Jahren von dem populären Hamburger Volkssänger Richard Germer (*04.11.1900, + 12.09.1993) gesungene "Ballade von den Seeräubern" (deren Text ist unten aufrufbar).

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1911 AK

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1908 Mündung der Stör in die Elbe am Störort

1908 Mündung der Stör in die Elbe am Störort
1908 Mündung der Stör in die Elbe am Störort
1908 Mündung der Stör in die Elbe am Störort

1908 Mündung der Stör in die Elbe am Störort.
Mit dem Ebbestrom laufen Fracht Ewer durch die Mündung der Stör in die Elbe ein. Da in den Tidegewässern Elbe und Stör ein harter Ebbe- bzw. Flutstrom läuft, war es den unter Segel fahrenden und seinerzeit noch nicht mit Motorantrieb ausgerüsteten Ewern zumeist nicht möglich, gegen den Strom zu fahren. Die mit dem Ziel Hamburg aus der Stör kommenden Ewer nutzten zumeist bei Niedrigwasser die letzte Phase der Ebbe um in die Elbe einzufahren, um dann nach Kenterung der Tide mit dem Flutstrom elbaufwärts zu fahren.
Die Fotos sind vom linksseitigen Ufer der Stör bei Ivenflether aus aufgenommen worden.
oben (Bild 2): Der Mündungshaken der Stör zeigt typischerweise wegen des hinsichtlich seiner Räumkraft gegenüber dem Flutstrom stärkeren Ebbestromes elbabwärts Richtung Brunsbüttel.
unten (Bild 3): Auf dem gegegenüber liegenden und zum Störort gehörenden Ufer ist eines der seinerzeit dort im unbedeichten Wewelsflether Außendeich auf hohen Warften stehenden Gebäude zu erkennen; in ihm war zeitweilig eine Zollstation untergebracht war.

Bildrechte: Buchhandlung Max Hansen, Glückstadt
Reg. mein-wilster: 1358 AK

1908 Schiffswerft in Wewelsfleth an der Stör

1908 Schiffswerft in Wewelsfleth an der Stör

1908 Schiffswerft in Wewelsfleth an der Stör.
Um 1900 bestanden in dem an der Stör gelegenen kleinen Ort drei Werften, nämlich diejenigen von Johann Junge und von Jürgen Peters sowie die Abbruchwerft Jensen & Massuthe.
Die Peters-Werft wurde im Oktober des Jahres 1906 durch ein Schadensfeuer völlig zerstört, wonach der aus Hamburg stammende Schiffsbauer Max Werner im folgenden Jahr den Betrieb erwarb. Offenbar hatte sich der neue Eigentümer finanziell übernommen, denn seine Werft ging zu Beginn des Jahres 1909 in Konkurs.
In dem Jahr verkaufte Hugo Peters den kurz zuvor von ihm erworbenen Betrieb weiter an den Schiffbauer Claus Witt, welcher die Werft bis 1919 betrieb.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1347 AK

1908 Stördorf und Hodorf - Holler´s Fähre über die Stör SF

1908 Holler´s Fähre über die Stör verband Hodorf und Stördorf
Neben den Wagenfähren in Wewelsfleth und Beidenfleth ermöglichten bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts auch einige kleine Kahnfähren den Fußgängern das Überqueren der Stör.
So waren am Störort, in Uhrendorf, in Klein Kampen und in Stördorf derartige Fähren vorhanden. Die Fähre, welche die Überfahrt bei Klein Kampen ermöglichte, wurde von Nikolaus von Holdt betrieben.
Bei Stördorf konnte man mit Holler´s Fähre auf die gegenüber liegende Seite nach Hodorf gelangen. Der Standort der Fähre lag am stromauf liegenden Ende der markanten Hodorfer Mäander-Schleife der Stör. Wer von der Wilstermarsch Seite aus übergesetzt werden wollte, schlug zur Benachrichtigung des Fährmannes die Glocke.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
A. Sternberg, Hamburg (gem. Emblem: Stern über Berg)

Die Abbildungen wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ulf Steinhauer, Krempe

1910 Drahtseilbahn Alsen - Querung der Stör

1910 Drahtseilbahn Alsen - Querung der Stör

1910 Drahtseilbahn Alsen - Querung der Stör östlich von Heiligenstedten.
Flaggen des Deutschen Kaiserreichs und der preußischen Provinz Schleswig-Holstein.
Wappen von Schleswig -Holstein und der Stadt Itzehoe.
Die in den Jahren 1907 und 1908 von der Firma Adolf Bleichert & Co., Leipzig, gebaute Drahtseilbahn diente dem Transport von Ton aus dem Raum Wacken/Agethorst/Nienbüttel zur Portland-Zement-Fabrik Alsen in der Störniederung bei Itzehoe.
Die täglich 400 t Ton transportierende Drahtseilbahn war insgesamt 13,5 km lang und galt als längste derartige Bahn in Europa. In gestreckter Linienführung aus dem Raum Wacken kommend führte die Drahtseilbahn durch das Heiligenstedter Holz bei Julianka, querte die Eisenbahnstrecke Itzehoe – Wilster sowie die Lindenstraße in Itzehoe und durchquerte die schmale Flußmarsch der Stör. Die zwischen dem höheren Gelände bei Itzehoe Sude gelegene schmale Marsch ist das Entwässerungsgebiet, welches den östlichsten Zipfel der Wilstermarsch bildet.
Die Bahn war bis 1974 in Betrieb, ihre Linienführung bei Itzehoe ist heute noch auf Luftbildern zu erkennen.

Bildrechte: A. Sternberg, Hamburg
Reg. mein-wilster: 1274 AK

1910 Drahtseilbahn Alsen - Querung der Stör bei Heiligenstedten

1910 Drahtseilbahn Alsen - Querung der Stör bei Heiligenstedten

1910 Drahtseilbahn Alsen - Querung der Stör bei Heiligenstedten.
Die in den Jahren 1907 und 1908 von der Firma Adolf Bleichert & Co., Leipzig, gebaute Drahtseilbahn diente dem Transport von Ton aus dem Raum Wacken/Agethorst/Nienbüttel zur Portland-Zement-Fabrik Alsen in der Störniederung bei Itzehoe.
Die Drahtseilbahn war insgesamt 13,5 km lang und galt als längste derartige Bahn in Europa. Sie transportierte täglich 400 t Ton aus den Gruben im Raum Wacken nach Itzehoe zu den "Alsen´schen Portland Cement-Fabriken".
In gestreckter Linienführung aus dem Raum Wacken kommend führte die Drahtseilbahn durch das Heiligenstedter Holz bei Julianka, querte die Eisenbahnstrecke Itzehoe – Wilster sowie die Lindenstraße in Itzehoe und durchquerte die schmale Flußmarsch der Stör. Die zwischen dem höheren Gelände bei Itzehoe Sude gelegene schmale Marsch ist das Entwässerungsgebiet, welches den östlichsten Zipfel der Wilstermarsch bildet – der ehemalige Sielverband "Bauernwiesenmühlenpott-Süd" war zur Zeit seines Bestehens der kleinste Sielverband innerhalb des damaligen Deich- und Hauptsielverbandes Wilstermarsch.
Die Bahn war bis 1974 in Betrieb, ihre Linienführung bei Itzehoe ist heute noch auf Luftbildern zu erkennen.

Bildrechte: Firma Adolf Bleichert & Co., Leipzig
Reg. mein-wilster: 1481 AK
Anmerkung: Der Name des Flusses Stör ist auf der Karte fälschlich "Stöhr" geschrieben.

1910 Kahn-Fähre über die Stör und Schankwirtschaft Fährhaus des Nikolaus von Holdt a

1910 Kahn-Fähre über die Stör und Schankwirtschaft Fährhaus des Nikolaus von Holdt
1910 Kahn-Fähre über die Stör und Schankwirtschaft Fährhaus des Nikolaus von Holdt
Nikolaus von Holdt und Ehefrau Wilhelmine, geb. Breiholz

1910 Kahn Fähre Groß Kampen - Hodorf
Die Kahn-Fähre des Nikolaus von Holdt über die Stör verband Hodorf und das zur Gemeinde Beidenfleth gehörige Groß Kampen.
Das Fährhaus, dem auch eine kleine Gastwirtschaft zugeordnet war, steht heute noch auf dem Deich der Stör in Hodorf.
Das ergänzende Foto (Bild 3) zeigt das Fährhaus in den 1920er Jahren.
Der am 27.09.1866 in Landrecht geborene und einer alten Schiffer-Familie entstammende Nikolaus von Holdt war gleichzeitig auch Gastwirt, Fischer und Schiffer.
Bis 1908 hatte er mit den Ewern Ida und Wilhelmine Flußschifffahrt betrieben. Vom Erlös seines letzten Schiffes erwarb er das Hodorfer Fährhaus mit Gastwirtschaft und dem Recht, eine Personenfähre betreiben zu dürfen.
Bei seinen beruflichen Tätigkeiten wurde Nikolaus von Holdt unterstützt von seiner Ehefrau Sophie Wilhelmine geb. Breiholz, welche am 11.02.1875 in Vaalermoor geboren wurde. Bild 4 zeigt das Ehepaar von Holdt.
Seine kleine Personen-Fähre betrieb Nikolaus von Holdt von 01.10.1908 bis 31.10.1935, danach wurde die Fähre eingestellt.
Angemerkt werden soll hier noch, daß Nikolaus von Holdt es war, der im Jahre 1936 den letzten Stör in der Stör gefangen hat – der große Edelfisch war über einen Zentner schwer.

Bildrechte Bild 1: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 0631 I AK
Bildrechte Bilder 3 u. 4: nicht bekannt
Die Fotos 3 und 4 wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom Freundeskreis von Holte

1910 Kahn-Fähre über die Stör und Schankwirtschaft Fährhaus des Nikolaus von Holdt b

1910 Kahn-Fähre über die Stör und Schankwirtschaft Fährhaus des Nikolaus von Holdt
1910 Stör bei der Kahn-Fähre und Schankwirtschaft Fährhaus des Nikolaus von Holdt
1910 Kahn-Fähre über die Stör und Schankwirtschaft Fährhaus des Nikolaus von Holdt

1910 Kahn Fähre Groß Kampen - Hodorf
Die Kahn-Fähre des Nikolaus von Holdt über die Stör verband Hodorf und das zur Gemeinde Beidenfleth gehörige Groß Kampen.
Das Fährhaus, dem auch eine kleine Gastwirtschaft zugeordnet war, steht heute noch auf dem Deich der Stör in Hodorf.
Mit der vorgestellten Ansichtskarte, von welcher er offenbar mehrere versandte, warb Nikolaus von Holdt um den Besuch in seinem Gasthaus. Er schrieb:
"Zu meinen am Sonnaben d. 1. Febr. (wohl 1913) stattfinden(den) Spielen um Heißwecken ladet freundlichst ein N. v. Holdt"
Heißwecken, auch Heißewecken, sind ein traditionelles Gebäck, welches früher in Norddeutschland insbesondere vor dem Beginn der vorösterlichen Fastenzeit gegessen wurde, es handelte sich dabei um süße Milchbrötchen aus Weizenmehl, die warm gegessen wurden.
Seine kleine Personen-Fähre betrieb Nikolaus von Holdt von 01.10.1908 bis 31.10.1935, danach wurde die Fähre eingestellt.

Bildrechte Bild 1: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 0631 II AK

1910 Stör bei Heiligenstedten - Drahtseilbahn Alsen a

1910 Stör bei Heiligenstedten - Drahtseilbahn Alsen

1910 Stör bei Heiligenstedten - Drahtseilbahn Alsen.
Blick von Heiligenstedten störauf. Ein Fracht-Ewer fährt mit dem Flutstrom stromauf.
Die Drahtseilbahn der Itzehoer Zementfabrik Alsen querte die die Stör östlich von Heiligenstedten; die Masten der Drahtseilbahn stehen auf dem linken Ufer der Stör bei Bellerkrug.
Die in den Jahren 1907 und 1908 von der Firma Adolf Bleichert & Co., Leipzig, gebaute Drahtseilbahn diente dem Transport von Ton aus dem Raum Wacken/Agethorst/Nienbüttel zur Portland-Zement-Fabrik Alsen in der Störniederung bei Itzehoe.
Die täglich 400 t Ton transportierende Drahtseilbahn war insgesamt 13,5 km lang und galt als längste derartige Bahn in Europa. In gestreckter Linienführung aus dem Raum Wacken kommend führte die Drahtseilbahn durch das Heiligenstedter Holz bei Julianka, querte die Eisenbahnstrecke Itzehoe – Wilster sowie die Lindenstraße in Itzehoe und durchquerte die schmale Flußmarsch der Stör.
Die Bahn war bis 1974 in Betrieb, ihre Linienführung bei Itzehoe ist heute noch auf Luftbildern zu erkennen.

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg
Reg. mein-wilster: 1465 AK

1910 Stör bei Heiligenstedten - Drahtseilbahn Alsen b

1910 Stör bei Heiligenstedten - Drahtseilbahn Alsen

1910 Stör bei Heiligenstedten - Drahtseilbahn Alsen
Blick von Heiligenstedten störauf. Ein Fracht-Ewer fährt mit dem Flutstrom stromauf.
Die Drahtseilbahn der Itzehoer Zementfabrik Alsen querte die Stör östlich von Heiligenstedten; die Masten der Drahtseilbahn stehen auf dem linken Ufer der Stör bei Bellerkrug.
Die in den Jahren 1907 und 1908 von der Firma Adolf Bleichert & Co., Leipzig, gebaute Drahtseilbahn diente dem Transport von Ton aus dem Raum Wacken/Agethorst/Nienbüttel zur Portland-Zement-Fabrik Alsen in der Störniederung bei Itzehoe. Die täglich 400 t Ton transportierende Drahtseilbahn war insgesamt 13,5 km lang und galt als längste derartige Bahn in Europa.
In gestreckter Linienführung aus dem Raum Wacken kommend führte die Drahtseilbahn durch das Heiligenstedter Holz bei Julianka, querte die Eisenbahnstrecke Itzehoe – Wilster sowie die Lindenstraße in Itzehoe und durchquerte die schmale Flußmarsch der Stör. Die Bahn war bis 1974 in Betrieb, ihre Linienführung bei Itzehoe ist heute noch auf Luftbildern zu erkennen.

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg
Reg. mein-wilster: 1504 AK
Anmerkung: Es handelt sich um eine Tageslichtaufnahme (sh. dazu die gleichfalls vorgestellte kolorierte Variante der Karte), welche durch Nachbearbeitung zu einer sogenannten "Mondscheinkarte" gestaltet wurde.

1912 Beidenfleth, Fracht-Ewer auf der Stör

1912 Beidenfleth, Fracht-Ewer auf der Stör
1912 Beidenfleth, Fracht-Ewer auf der Stör

1912 Frachtkähne auf der Stör bei Beidenfleth.
Die von den Gezeiten geprägte Stör (von „store“, die „Große“) trennt die Wilstermarsch von der Krempermarsch.
Die Stör war von den frühesten Zeiten an bis in die zweite Hälfte des 20zigsten Jahrhunderts der bedeutendste Verkehrsweg für das Gebiet des heutigen Kreises Steinburg.
Die am Kasenort in die Stör mündende Wilsterau bildete über Jahrhunderte hinweg den verkehrsmäßigen Anschluß Wilsters an die Welt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 0336 AK
Anmerkung: Die ergänzend vorgestellte kolorierte Version der Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1912 Fracht-Ewer unter Segeln und ein Schleppzug auf der Stör

1912 Fracht-Ewer unter Segeln sowie ein Schlepper mit Schuten auf der Stör
1912 Fracht-Ewer unter Segeln sowie ein Schlepper mit Schuten auf der Stör

1912 Ewer und ein Schleppverband auf der Stör.
Fracht-Ewer unter Segeln auf der Stör; der Ewer ganz links wird von seinem Schiffer angesichts der offenbar geringen Windstärke mit langen Rudern in Fahrt unterstützt. Ein Schlepper unter Dampf bildet mit den von ihm gezogenen Schuten einen Schleppverband.
Die möglicherweise zu einem früheren Zeitpunkt gefertigte Aufnahme wurde von mehreren Orten an der Stör für sich reklamiert. Das ist insofern auch konsequent, als die von den Gezeiten geprägte Stör (von „store“, die „Große“) von den frühesten Zeiten an bis in die zweite Hälfte des 20sten Jahrhunderts der bedeutendste Verkehrsweg für das Gebiet des heutigen Kreises Steinburg war und auf ihm ein Großteil der Waren befördert wurde.
Über die am Kasenort in die Stör mündende Wilsterau erfolgte über Jahrhunderte hinweg den verkehrsmäßige Anschluß der Stadt Wilster an die Welt. Der Hafen am Rosengarten war über Jahrhunderte hinweg Ausgangshafen für die Wilsteraner Schiffer vor ihrer Fahrt in ferne Länder – das waren z.B. um 1540 Holland, Seeland, Frankreich, Engeland (England), Schottland, Portugal und das „Land tho Losien“ (Andalusien) – aber auch in Länder im Ostseeraum.
Der Hafen und die Schiffahrt sowie die Produkte der fruchtbaren Marsch begründeten die Bedeutung Wilsters und den zeitweilig hier vorhandenen relativen Wohlstand.

Bildrechte: nicht benannt
Reg. mein-wilster: 1450 AK
Reg. mein-wilster: 1691 AK
Anmerkung: Die zweite (Abbildungen 3 und 4) der vorgestellten Karten wurde herausgegeben von Carl Kuskop, Wilster

1912 Frachtkähne auf der Stör - Wewelsfleth

1912 Wewelsfleth - Frachtkähne auf der Stör
1912 Wewelsfleth - Frachtkähne auf der Stör

1912 Wewelsfleth - Frachtkähne auf der Stör.
Die möglicherweise zu einem früheren Zeitpunkt gefertigte Aufnahme wurde von mehreren Orten an der Stör für sich reklamiert – so wie hier für Wewelsfleth. Das ist insofern auch konsequent, als die von den Gezeiten geprägte Stör (von „store“, die „Große“) von den frühesten Zeiten an bis in die zweite Hälfte des 20sten Jahrhunderts der bedeutendste Verkehrsweg für das Gebiet des heutigen Kreises Steinburg war.
Die am Kasenort in die Stör mündende Wilsterau bildete über Jahrhunderte hinweg den verkehrsmäßigen Anschluß Wilsters an die Welt.

Bildrechte: nicht benannt
Reg. mein-wilster: 0734 AK
Reg. mein-wilster: 1691 AK
Anmerkung: Die beiden ansonsten identischen Ansichtskarten unterscheiden sich durch die unterschiedliche Beschriftung

1912 Kasenort, Wilsterau, Schleuse, Stör, Mühle, Gastwirtschaft (Ex)

1912 Kasenort, Wilsterau, Schleuse, Stör, Mühle

1912 Kasenort, Wilsterau, Schleuse, Stör, Mühle, Gastwirtschaft
Die Farb-Lithografie zeigt
oben links: Gastwirtschaft von "Rudel" Rudolf Rundt am Kasenort
oben mittig: Fußweg zum Kasenort
oben rechts: Stör bei der Hodorfer Mäanderschleife; auf dem jenseitigen Ufer eine Ziegelei. Die Hodorfer wurde vor 1850 gegründet und 1912 stillgelegt.
unten links: "Wassermühlen", wobei es sich richtigerweise um Schöpfmühlen handelt.
unten mittig: Mühle "Renata" von Henning Meiforth und Gastwirtschaft "Sommerlust"
unten rechts: Deichschleuse Kasenort

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

1912 Partie an der Stör am Kasenort

1912 Partie an der Stör am Kasenort

1912 Partie an der Stör am Kasenort
Am Ufer der Stör hat ein Ruderboot festgemacht, bereit für die Spazierfahrt einer jungen Dame mit ihren Kavallieren.

Bildrechte: nicht bekannt
Reg. mein-wilster: 0742 AK

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