Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Stör - der Fluß

Sie können die einzelnen Bilder durch Anklicken direkt vergrößern.

1898 die Stör am Kasenort, Mündung der Wilsterau

1898 Eine Karte der „Schiffergilde Eintracht“ – eine Versicherung auf Gegenseitigkeit der Wilsteraner Schiffer.
Als Miniatur im Rettungsring ist ein klassischer Gaffel getakelter Störewer abgebildet; diese befuhren seinerzeit in großer Zahl Elbe, Stör und Wilsterau, denn die Wasserstraßen waren bevorzugte Verkehrswege.
Rechts eine der Schiffer-Katen am Kasenort.
Unten die große Hodorfer Mäanderschleife der Stör, aufgenommen vom Stördeich am Siel der Kampritter Wettern.
An dem Anleger vor der Wilsterau hat ein Dampfschiff fest gemacht.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Photograph, Wilster

1898 Groß-Segler auf der Stör

ca. 1898 Großsegler auf der Stör
Die schöne alte lithographische Jugendstil Postkarte zeigt Szenen aus Itzehoe, der Kreisstadt des Kreises Steinburg.
Die Darstellung aus dem Hafen mit den dort liegenden Schiffen verdeutlicht, daß seinerzeit auch Großsegler die Stör von deren Mündung in die Elbe aufwärts bis nach Itzehoe befuhren.
Neben den kleineren Stör-Ewern sind eine Schoner-Bark, eine Brigg sowie ein Gaffel-Schoner abgebildet. Es ist anzunehmen, daß die großen Segler nur mit Schlepper Unterstützung die enge und stark mäandrierende Stör befahren konnten.

Bildrechte: Reinicke & Rubin, Magdeburg

1898 Kasenort mit Gaststätten "Zur Schleuse" und "Sommerlust", Wilsterau, Stör

1898 Kasenort mit Gaststätten "Zur Schleuse" und "Sommerlust", Stör, Wilsterau
Der Kasenort, wo die Wilsterau in die Stör mündet, war bereits vor einhundert Jahren ein beliebtes Ziel für Spaziergänge der Wilsteraner.
Am Kasenort existierten zwei Schankwirtschaften.
Es bestanden jeweils an beiden Seiten der Hodorfer Mäanderschleife sogenannt Kahn-Fähren zum Übersetzen über die Stör; „Holler´s Fähre“ oberhalb und „von Holdt´s Fähre“ unterhalb.
Am gegenüber liegenden Ufer in der markanten Hodorfer Mäanderschleife der Stör bestand seinerzeit eine Ziegelei, welche den hier anstehenden Mergel nutzte.
Die Karte zeigt:
oben links: Gastwirtschaft von Rudolf Rundt
oben mittig: die Stör mit dem Ufer links der Hodorfer Außendeich und auf dem Ufer rechts Kasenort
oben rechts: Last-Ewer auf der Wilsterau bei Bischof
links mittig: Last-Ewer vor der Schleuse
links unten: Meiforth´s Mühle mit der Gastwirtschaft "Sommerlust"
mitte: Fußweg in Bischof

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1898 Wewelsfleth an der Stör

1898 Wewelsfleth liegt an der Stör kurz vor deren Mündung in die Elbe.
Der Ort wurde 1238 erstmals urkundlich erwähnt.
Die den Ort mit der gegenüber liegenden Kremper Marsch verbindende Grundseilfähre wurde bald nach der 1975 erfolgten Fertigstellung des Stör-Sperrwerks eingestellt; im Rahmen dieses großen wasserbaulichen Projekts wurde auch die einen ganz besonderen Charme habende Örtlichkeit Störort (an der mündung der Stör) völlig umgestaltet.
Die Trinitatis Kirche (vorher Willihardus Kirche) erhielt ihren jetzigen Namen nach der Reformation.
Die 1871 gegründete Peters Werft hat als einzige der ehemals vorhandenen 4 Werften heute noch Bestand; sie stellt bis zu 140 m lange Schiffe her.

Bildrechte: Joh. Kröger Buchhandlung, Blankenese

1899 Frachtschiffe auf der Stör am Kasenort; Fischer Kate

ca. 1899 Frachtschiffe auf der Stör im Bereich des Kasenort, wo die Wilsterau in die Stör mündet.
Im Vordergrund links ein Stör-Ewer mit Seitenschwertern.
Rechts daneben ein Rahsegelschoner; im Hintergrund ein weiterer Frachtewer.
Der in der Nähe des Stördeiches gelegene Bauernhof liegt auf einer Wurt – Beleg dafür, daß dieser Siedlungsplatz auf dem hohen Ufer der Stör bereits vor der allgemeinen Eindeichung der Marsch bestand.

Bildrechte: Verlag F. Schlüter, Wilster

1899 Kasenort, Stör

1899 Kasenort
Der Kasenort war bereits vor einhundert Jahren ein beliebtes Ziel für Spaziergänge der Wilsteraner.
Am Kasenort existierten zwei Schankwirtschaften und es bestand eine Fährverbindung „Holler´s Fähre“ – eine Kahnfähre – zum Übersetzen auf die jenseits der Stör gelegene Hodorfer Seite.
In der markanten Hodorfer Mäanderschleife der Stör bestand seinerzeit (vgl. die Miniatur in der Mitte der Karte) eine Ziegelei, welche den hier anstehenden Mergel nutzte.
Bei Hodorf auf den erhöhten Uferrehnen der Stör lag offenbar einer der ältesten Siedlungsplätze an der Stör, denn dort wurden Eisenzeitliche Einbäume entdeckt.
Auf der Miniatur unten links ist das Dampfschiff "KOEHLBRAND" abgebildet, mit welchem regelmäßig am Kasenort verladene Rinder aus der Wilstermarsch nach Hamburg befördert wurden. Auch Passagiere konnten mit dem sogenannten Ochsen-Dampfer reisen.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1901 Heiligenstedten, Großsegler auf der Stör

1901 Die Stör bei Heiligenstedten.
Ein Schleppverband, bestehend aus zwei Motor-Schleppern und einem Großsegler hat stromaufwärts fahrend die Klappbrücke in Heiligenstedten passiert.
In der engen und mäanderreichen Stör konnte ein Großsegler – hier ein Dreimast-Marssegelschoner – nicht ohne Motorkraft manövrieren; die großen Fracht-Segler hatten vor hundert Jahren noch keine Hilfsmaschine. Der Segler ist offenbar auf der Elbe vor Störort auf den Haken genommen worden.

Bildrechte: Verlag F. Schlüter, Wilster

1903 Heiligenstedten, Fracht-Ewer auf der Stör

1903 Die Stör bei Heiligenstedten
In der Stör bei Heiligenstedten liegt der Ewer „Anna Carolina“ vor Anker und wartet auf den für ihn günstigen Flutstrom.
Auf dem Deich der Stör ist das 50 m lange Präbenden-Stift zu erkennen. Das im Jahre 1638 gegründete und auf dem Deich errichtete Präbendenstift bietet seither Unterkunft für betagte Menschen.
Heiligenstedten ist der Ort, mit dem unsere Gegend erstmals urkundlich in das Licht der Geschichte tritt. Aus den Fränkischen Reichsannalen des Einhard (siehe Auszug Bild 3)erfahren wir, daß der Kaiser Karl der Große hier in Nordalbingien im Jahre 809 auf dem Esesfelth (bei der späteren Oldenburgskuhle) eine Burg errichten ließ, welche bereits im Jahre 817 sich erfolgreich dem Ansturm der Dänen und Abodriten erwehren konnte. Lange Zeit meinte man, den Standort der Burg in Itzehoe vermuten zu müssen. Mehr dazu findet sich auf der Seite Die Burg Esesfeld
Wohl unmittelbar mit dem Bau der Fränkischen Burg wurde auch eine Kirche errichtet; die ersten Nachrichten von einer solchen erfahren wir erst aus dem Jahre 834. Der Kirchplatz Heiligenstedten dürfte der erste in Holstein gewesen sein, auch wenn Standort und Bau der heutigen Kirche aus späterer Zeit stammen - wo sonst, als im Schutze einer Burg der christlichen Franken und für deren Besatzung konnte ein solches Bauwerk errichtet werden.

Bildrechte: Chr. Bachmann & Petersen, Itzehoe

1907 Heiligenstedten, Klappbrücke über die Stör

1907 Toppsegel-Dreimastschoner und Klappbrücke in Heiligenstedten.
Bei Heiligenstedten – einem der vier aus der Zeit von Karl dem Großen stammenden Ur-Kirchspiele Holsteins – führte bis in das Jahr 1966 eine hölzerne Klappbrücke über die Stör; sie wurde durch eine Stahlbeton-Klappbrücke ersetzt. Bei der alten Brücke wurde für die Durchfahrt der Schiffe – wenn dieses die Öffnung der Brücke erforderlich machte – ein Brückengeld erhoben. Auch wer die Brücke benutzte, um ans andere Ufer zu gelangen, mußte seinen Obolus leisten.
Hier passiert ein von einem Schlepper gezogener Toppsegel Dreimastschoner die Brücke.
Die von den Gezeiten geprägte Stör (von „store“, die „Große“) trennt die Wilstermarsch von der Krempermarsch.
Die Stör war von den frühesten Zeiten an bis in die zweite Hälfte des 20zigsten Jahrhunderts der bedeutendste Verkehrsweg für das Gebiet des heutigen Kreises Steinburg.
Die am Kasenort in die Stör mündende Wilsterau bildete über Jahrhunderte hinweg den verkehrsmäßigen Anschluß Wilsters an die Welt.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1912 Partie an der Stör

1912 Partie an der Stör
Die exakte Örtlichkeit konnte noch nicht festgestellt werden.
Am Ufer der Stör hat ein Ruderboot festgemacht, bereit für die Spazierfahrt einer jungen Dame mit ihren Kavallieren.

Bildrechte: nicht bekannt

1917 Achtkant-Schöpfmühle in der Störmarsch

1917 Achtkant Schöpfmühle in der Störmarsch
Die Störmarsch oberhalb von Itzehoe im Bereich der Ortschaften Kronsmoor, Kollmoor und Breitenberg.
Das Bild ist hier aufgenommen als Beispiel für den abgebildeten Typ einer Turmwindmühle, wie er vor Einführung der Koker- bzw. Wipp-Mühle (vielfach fälschlich auch Bock-Mühle genannt) vorrangig bei der Entwässerung der Niederungsgebiete Verwendung fand.
Die abgebildete Schöpfmühle ist eine nach ihrer Ständerkonstruktion sogenannte Achtkant-Mühle.
Oberhalb von Itzehoe standen noch bis Anfang der 1950er Jahre mehrere Mühlen dieser Art am Deich der Stör.

Bildrechte: Detlef Vahlendick, Kellinghusen

1917 Wewelsfleth, Werft an der Stör

1917 Die Werft von Junge an der Stör in Wewelsfleth.
Der Betrieb war 1859 in Nachbarschaft einer weiteren dort bereits seit 20 Jahren bestehenden kleinen Werft (von Harm Stelling) von den Gebrüdern Junge gegründet worden. Aus der benachbarten Stelling-Werft ging später die heute noch bestehende Peters-Werft hervor.
Die Junge-Werft erlangte nach ihrer Gründung rasch ein ganz hervorragendes Renommee hinsichtlich ihrer Konstruktionen und der Ausführung. Die Werft wurde bis 1918 von Junge betrieben und dann verkauft – sie bestand dann noch einige Zeit.
Auf den Slip-Anlagen der Werft liegen hier im Mai 1917 Jahre vier Schiffe - die Fischkutter ALT 240 und H.F. 241 Finkenwerder, der Frachtsegler Herold und ein Neubau. Die Werft wurde also auch von in Altona oder Finkenwerder beheimateten Schiffen aufgesucht.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1918 Feuerschiff KALKGRUND auf der Werft in Wewelsfleth an der Stör

ca. 1918 Das Feuerschiff KALKGRUND auf der Werft in Wewelsfleth an der Stör.
Bereits am 21.04.1876 war vor der Untiefe Kalkgrund am Eingang der Flensburger Förde auf Veranlassung der Königlichen Regierung in Schleswig ein erstes Feuerschiff ausgelegt worden. Das rot angestrichene und gut 20 m lange hölzerne Schiff mit dem in großen weißen Buchstaben auf den Rumpf geschrieben Namen wurde im Jahre 1906 außer Dienst gestellt, wonach dann ein Reserve-Feuerschiff den Dienst übernahm.
Das Nachfolger Stamm Feuerschiff KALKGRUND (II) wurde auf der Werft Flensburger Schiffbau-Gesellschaft im Jahre 1910 erbaut; das 36 m lange Schiff bezog im selben Jahr seine Position.
1919 wurde das Feuerschiff umbenannt in FLENSBURG; offenbar zeigt die Ansichtskarte das Feuerschiff auf der Wewelsflether Werft in der Phase des Umbaues, wonach die Umbenennung erfolgte.
Die Außerdienststellung als Feuerschiff erfolgte 1963 nach der Fertigstellung des Leuchtturmes Kalkgrund.
Das zwischenzeitlich zum Zweimast-Schoner umgebaute Schiff ist heute mit dem Namen "NOORDERLICHT" unter niederländischer Flagge als Kreuzfahrer in Fahrt.
Hier gibt es informationen zum Kreuzfahrer NOORDERLICHT

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1918 Kahn-Fähre über die Stör und Schankwirtschaft Fährhaus des Nikolaus von Holdt

1918 Kahn Fähre Groß Kampen - Hodorf
Die Kahn-Fähre des Nikolaus von Holdt über die Stör verband Hodorf und das zur Gemeinde Beidenfleth gehörige Groß Kampen.
Das Fährhaus, dem auch eine kleine Gastwirtschaft zugeordnet war, steht heute noch auf dem Deich der Stör in Hodorf.
Das ergänzende Foto (Bild 3) zeigt das Fährhaus in den 1920er Jahren.
Der am 27.09.1866 in Landrecht geborene und einer alten Schiffer-Familie entstammende Nikolaus von Holdt war gleichzeitig auch Gastwirt, Fischer und Schiffer.
Bis 1908 hatte er mit den Ewern Ida und Wilhelmine Flußschifffahrt betrieben. Vom Erlös seines letzten Schiffes erwarb er das Hodorfer Fährhaus mit Gastwirtschaft und dem Recht, eine Personenfähre betreiben zu dürfen.
Bei seinen beruflichen Tätigkeiten wurde Nikolaus von Holdt unterstützt von seiner Ehefrau Sophie Wilhelmine geb. Breiholz, welche am 11.02.1875 in Vaalermoor geboren wurde. Bild 4 zeigt das Ehepaar von Holdt.
Seine kleine Personen-Fähre betrieb Nikolaus von Holdt von 01.10.1908 bis 31.10.1935, danach wurde die Fähre eingestellt.
Angemerkt werden soll hier noch, daß Nikolaus von Holdt es war, der im Jahre 1936 den letzten Stör in der Stör gefangen hat – der große Edelfisch war über einen Zentner schwer.

Bildrechte Bild 1: Friedrich Schlüter, Wilster
Bildrechte Bilder 3 u. 4: nicht bekannt
Die Fotos 3 und 4 wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom Verein zur Erforschung der Familiengeschichte von Holte e.V.

1920 Heiligenstedten, hölzerne Klapp-Brücke über die Stör, Kirche

1920 Heiligenstedten, hölzerne Klapp-Brücke über die Stör, Kirche, Denkmal
Bei Heiligenstedten – einem der vier aus der Zeit von Karl dem Großen stammenden Ur-Kirchspiele in Holstein – wurde die erste Kirche in Nordelbingen gebaut (um 810 im Rahmen der Christianisierung der Sachsen). Das heutige Kirchengebäude stammt selbstverständlich nicht aus dieser Zeit.
Die in der Nähe der Kirche über die Stör führende hölzerne Klappbrücke wurde 1966 durch eine Stahlbeton-Klappbrücke ersetzt.
Bei der alten Brücke wurde für die Durchfahrt der Schiffe – wenn dieses die Öffnung der Brücke erforderlich machte – ein Brückengeld erhoben. Auch wer die Brücke benutzte, um ans andere Ufer zu gelangen, mußte seinen Obolus leisten.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1920 Wewelsfleth, Fähre über die Stör

ca. 1920 Wagen-Fähre über die Stör in Wewelsfleth.
Bereits Jahre 1629 war die Wewelsflether Fähre eingerichtet worden – daneben bestanden im Bereich der Gemeinde Fußgänger-Fähren in Uhrendorf und Störort.
Die Wagenfähre war eine Seilfähre; an dem durch das Gewässer verlaufenden Seil wurde der Fährprahm zunächst mit Muskelkraft, später (1928) jedoch mittels eines Motors über den Fluß gezogen. Der Fährmann mußte ein Signal geben, wenn das Seil straff gezogen wurde, denn sonst bestand für die die Fährstelle passierenden Schiffe auf der Stör ein großes Gefahrenrisiko. Wegen der starken Ebb- bzw. Flutstromes der Stör hatten die Schiffe "Vorfahrt" und gaben ihrerseits rechtzeitig Signal.
Nach dem Bau des Sperrwerks an der Stör-Mündung in den Jahre 1971 bis 1974 und der Herstellung einer damit verbundenen Straßenverbindung der B 431 über die Stör verlor die Wewelsflether Fähre ihre Bedeutung und sie wurde daher 1980 eingestellt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1921 Hölzerne Klappbrücke über die Stör bei Heiligenstedten

1921 Hölzerne Klappbrücke über die Stör bei Heiligenstedten
Bei Heiligenstedten – einem der vier aus der Zeit von Karl dem Großen stammenden Ur-Kirchspiele Holsteins – führte bis in das Jahr 1966 eine hölzerne Klappbrücke über die Stör; sie wurde durch eine Stahlbeton-Klappbrücke ersetzt.
Bei der alten Brücke wurde für die Durchfahrt der Schiffe – wenn dieses die Öffnung der Brücke erforderlich machte – sowohl von Frachtschiffen als auch von Sportbooten ein Brückengeld erhoben. Auch wer die Brücke benutzte, um ans andere Ufer zu gelangen, mußte seinen Obolus leisten.

Bildrechte: Th. Brodersen Buchhandlung, Itzehoe

1926 Fracht-Ewer auf der Stör bei Heiligenstedten

1926 Abendstimmung an der Stör bei Heiligenstedten.
Ein Fracht-Ewer zieht mit dem Tidestrom gemächlich stromab.
Breit und zeitweilig träge fließt die von den Gezeiten geprägte Stör (von „store“, die „Große“) in großen Mäanderbögen der Elbe zu; sie bildet die Grenze zwischen der Landschaft der Wilstermarsch und derjenigen der Kremper Marsch.
Die Zeiten, als noch zahlreiche Frachtschiffe der auch in Wilster beheimateten Schiffer die Stör befuhren und der Fluß der mit Abstand wichtigste Verkehrsweg der Region war, sind lange vorbei.

Bildrechte: Verlag Hans Elias, Itzehoe

1930 Beidenfleth, Fracht-Ewer auf der Stör

ca 1930 Frachtkähne auf der Stör bei Beidenfleth.
Die von den Gezeiten geprägte Stör (von „store“, die „Große“) trennt die Wilstermarsch von der Krempermarsch.
Die Stör war von den frühesten Zeiten an bis in die zweite Hälfte des 20zigsten Jahrhunderts der bedeutendste Verkehrsweg für das Gebiet des heutigen Kreises Steinburg.
Die am Kasenort in die Stör mündende Wilsterau bildete über Jahrhunderte hinweg den verkehrsmäßigen Anschluß Wilsters an die Welt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1930 Die Einmündung der Wilsterau in die Stör am Kasenort

ca. 1930 Breit und zeitweilig träge fließt die von den Gezeiten geprägte Stör (von „store“, die „Große“ ) am Kasenort, wo sie eine fast geschlossene Mäanderschleife ausgebildet hat.
Das noch von Segeln angetriebene kleine Frachtschiff mit den Seitenschwertern hat an den Dalben vor der Schleuse an der Ausmündung der Wilsterau festgemacht.
Der Arm (Ausmündung der "Große Feldwettern") links dahinter beherbergte später den Seglerhafen der von Heinrich von Holdt mit begründeten Seglervereinigung Wilster.

Bildrechte: Rudolf Schneider Verlag, Reichenau

1930 Kasenort und andere Partien an der Stör in Heiligenstedten, Beidenfleth, Störort

ca. 1930 Mehrbildkarte
Die breit und zeitweilig träge fließende und von den Gezeiten geprägte goße Mäanderschleifen aufweisende Stör (von „store“, die „Große“ ) trennt die Wilstermarsch von der Krempermarsch. Sie war von den frühesten Zeiten an bis in die zweite Hälfte des 20zigsten Jahrhunderts ein bedeutender Wasserweg.
Die am Kasenort in die Stör mündende Wilsterau bildete über Jahrhunderte hinweg den verkehrsmäßigen Anschluß Wilsters an die Welt.
Die Karte zeigt u.a. Kasenort; Beidenflether Fährhaus; Klappbrücke in Heiligenstedten; Seglertreffen auf der Wilsterau am Brook; Schiffsverkehr auf der Stör; Störort (an der Mündung der Stör in die Elbe; Elbe bedeutet: Die Weiße oder die Helle, vgl. Elfen oder Elben)

Bildrechte: Carl Kuskop, Kunstverlag, Wilster i. Holst.

1930 Wewelsfleth - Frachtkähne auf der Stör

ca. 1930 Wewelsfleth - Frachtkähne auf der Stör.
Die möglicherweise zu einem früheren Zeitpunkt gefertigte Aufnahme wurde von mehreren Orten an der Stör für sich reklamiert – so wie hier für Wewelsfleth. Das ist insofern auch konsequent, als die von den Gezeiten geprägte Stör (von „store“, die „Große“) von den frühesten Zeiten an bis in die zweite Hälfte des 20sten Jahrhunderts der bedeutendste Verkehrsweg für das Gebiet des heutigen Kreises Steinburg war.
Die am Kasenort in die Stör mündende Wilsterau bildete über Jahrhunderte hinweg den verkehrsmäßigen Anschluß Wilsters an die Welt.

Bildrechte: nicht benannt

1933 Stör bei Stördorf

ca. 1933 Stör bei (vermutlich) Stördorf
Breit und zeitweilig träge fließt die von den Gezeiten geprägte Stör (von „store“, die „Große“) in mächtigen Windungen durch die von hohen Deichen geschützte Marschenlandschaft. Vor dem Bau des Sperrwerkes am Störort hatte die Stör mit Sturmfluten immer wieder die Marschen bedroht - so auch bei der Sturmflut vom 16./17. Februar 1962.
Der Unterlauf des Flusses bildet die Grenze zwischen der Wilstermarsch und der benachbarten Kremper Marsch; ursprünglich (zur sächsischen Zeit) bildete sie die Grenze zwischen den Gauen der sächsischen Holsaten (Holsten) und dem der stammverwandten Stormarn.

Bildrechte: Bildrechte: nicht bekannt
Hinweis: Das Wort LEONAR auf der Anschriftseite der Karte bezieht sich auf das Papier; aus [LEONAR] wurde 1964 Agfa. Ein Teil der LEONAR-Werke befand sich (durch Reklame-AK belegt: um 1923) in Hamburg-Wandsbek.

1934 "Fährhaus Beidenfleth", Fähre über die Stör

ca. 1934 Die Stör mit der Gaststätte "Fährhaus Beidenfleth".
Das Fährhaus Beidenfleth wurde zur Zeit der Aufnahme von Adolf Ralfs betrieben.
Die Beidenflether Fähre – eine Grundseilfähre – ist als einzige der vor hundert Jahren unterhalb von Itzehoe an der Stör vorhanden gewesenen Fähren (Wagen- und Kahnfähren) noch heute in Betrieb.
Bis 1936 - also auch noch zum Zeitpunkt der Aufnahme - wurde der Fährprahm durch Menschenkraft über die Stör gezogen; danach wurde ein Motor eingesetzt.
Nachdem in den letzten Jahrzehnten der Betrieb der zudem erneuerungsbedürftigen Fähre immer unrentabler wurde und ihre Stilllegung drohte, wurde durch die Initiative eines Fördervereins Fähre Beidenfleth ein neuer Fährprahm „Else“ beschafft, mit welchem im Jahre 2007 der Fährbetrieb wieder aufgenommen wurde.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster - Seriennummer: 5341

1936 Heiligenstedten, ehemaliges Herrenhaus Julianka, Klappbrücke über die Stör

1936 Heiligenstedten, ehemaliges Herrenhaus Julianka
BDM Führerinnen-Schule Julianka in Heiligenstedten.
In der Zeit der Nationalsozialistischen Diktatur richtete der damalige Obergau Sschleswig-Holstein des BDM (Bund Deutscher Mädel) in dem ehemaligen Herrenhaus Julianka eine Schule für BDM-Führerinnen ein.
Auf der Stör verkehrte ein kleiner Ausflugdampfer; auf dem Deich der Stör ist das Präbenden-Stift zu erkennen. Das im Jahre 1638 gegründete und auf dem Deich errichtete Präbendenstift bot Unterkunft für betagte Menschen.
Die Hölzerne Klappbrücke über die Stör wurde 1966 durch eine Stahlbeton-Klappbrücke ersetzt..

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1942 Elb-Ewer auf der Stör bei Stördorf

1942 Stör bei Stördorf
Blick von der beim Kasenort gelegenen großen und fast geschlossenen „Hodorfer Mäanderschleife“ flußaufwärts auf die Stör;
links hinter dem Deich ein in Stördorf gelegenes Gehöft,
rechts im Hintergrund ein Bauernhof auf der zur Kremper Marsch gehörenden Uferseite der Stör.
Auf der Stör zieht ein Elb-Ewer gemächlich mit dem Flutstrom stromaufwärts Richtung Itzehoe.

Bildrechte: Verlag Hans Elias, Itzehoe

1950 Bauernhof und Windmühle in der Stör-Marsch

1950 Bauernhof und Windmühle in der Marsch;
im vorliegenden Fall in der Stör-Marsch bei Itzehoe.
Es handelt sich um eine Situation an der Stör im Bereich des Ortes Kronsmoor; gegenüber liegt Kollmoor. Das Bild ist hier aufgenommen als Beispiel für den abgebildeten Typ einer Turmwindmühle, wie er vor Einführung der Koker- bzw. Wipp-Mühle (vielfach fälschlich auch Bock-Mühle genannt) vorrangig bei der Entwässerung der Niederungsgebiete Verwendung fand.
Die abgebildete Schöpfmühle - eine nach ihrer Ständerkonstruktion sogenannte Achtkant-Mühle - gehörte zum Bauernhof von Johannes Steffens in Kronsmoor "An Diek 1"; die frühere Ortsbezeichnung war "Mühlenwarth". Der Großvater des damaligen Eigentümers war selbst Mühlenbauer und entsprechend am Bau der Mühle beteiligt gewesen und er führte seinerzeit auch die notwendigen Reparaturen selbst aus.
Das ergänzende Foto (Bild 3) zeigt die Mühle aus der entgegengesetzten Richtung mit dem Gehöft von Johannes Steffens im Hintergrund.
Die auf Bild 3 gleichfalls abgebildete Schöpfmühle am gegenüberliegendem Ufer der Stör gehörte zu Kollmoor. Beide Mühlen wurden um 1952 durch elektrische Pumpwerke ersetzt, die bis zum heutigen Tag in Betrieb sind.

Bildrechte: Verlag Lothar Elias, Itzehoe

Bild 3 sowie die Informationen wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn Hans Borsch, Hilden

1952 Beidenfleth, Stör, Fähre und Gasthaus "Beidenflether Fährhaus"

1952 Die Stör mit dem Fährhaus Beidenfleth.
Die Beidenflether Fähre – eine Grundseilfähre – ist als einzige der vor hundert Jahren unterhalb von Itzehoe an der Stör noch vorhanden gewesenen sieben Fähren in Betrieb.
Das Fährhaus wurde zur Zeit der Aufnahme von Alfred Wiegleb (genannt Quittje / Quiddje = hochdeutsch sprechender Fremder) betrieben, der 1928 als Olympia-Segler mit seinem Schären-Kreuzer „Quisque“ ein bekannter Regatta Segler war.

Bildrechte: A. Zachger, Itzehoe

Beidenfleth soll der in den Fränkischen Reichsannalen für das Jahr 809 bezeugte Ort Badenflioth sein, in dem sich Abgesandte Kaiser Karl des Großen und des Dänenkönigs Göttrik begegneten.
Diese Auffassung erhält jedoch bei Historikern keine durchgehende Zustimmung. Es wird angenommen, daß es sich bei dem Ort mit dem genannten Namen vielmehr um die heute Kaaksburg genannte uralte sächsische Volksburg auf der Geest handelt, die mit Schiffen über die Bekau erreicht werden konnte und welche den Schnittpunkt zwischen Land- und Wasserweg bildete. Es ist kaum anzunehmen, daß mit dem heutigen Beidenfleth ein Treffpunkt für die Kaiserlichen Gesandten in der damals völlig abgeschiedenen und unwirtlichen Marsch festgelegt wurde.

1955 Klapp-Brücke über die Stör bei Heiligenstedten

ca. 1955 Klapp-Brücke über die Stör bei Heiligenstedten
Bei Heiligenstedten führte bis in das Jahr 1966 eine urtümliche hölzerne Klappbrücke über die Stör; sie wurde im genannten Jahr durch eine Stahlbeton-Klappbrücke ersetzt.
Bei der alten Brücke wurde für die Durchfahrt der Schiffe – wenn dieses die Öffnung der Brücke erforderlich machte – ein Brückengeld erhoben. Auch die Benutzer der Brücke mußten für die Überquerung zahlen.
Direkt an der Brücke stand der von der Familie Ohland betriebene Gasthof "Stadt Itzehoe"; an seinem Standort steht heute ein Ärzte-Haus.

Bildrechte: Verlag Heinrich C. Otto, Kiel

1956 Schleppzug nahe der Mündung der Stör am Störort

ca. 1956 Schleppzug nahe der Mündung der Stör am Störort
Ein Schleppzug, bestehend aus einem Schlepper und drei offenbar motorlosen Frachtkähnen fährt am Störort in die Stör ein und hat die erste Kurve des stark mäandrierenden Flusses bereits passiert.
Überwiegen für die Alsen´sche Portland-Zement Fabrik in Itzehoe bestimmte Massengüter wurden bis in die 1960er Jahre mit derartigen Schleppverbänden transportiert.
Das ist heute alles schon lange Geschichte, so wie auch die Situation an der Mündung der Stör durch den in den 1970er Jahren erfolgten Bau des Stör-Sperrwerkes seither völlig verändert ist.
Auf dem gegenüber liegenden Ufer der Stör eines der dort am Störort auf einer Warf gelegenen und vor dem Bau des Stör Sperrwerkes beseitigten Gehöfte im seinerzeit unbedeichten Wewelsflether Außendeich.
Ganz im Hintergrund links ist der Deich der Stör bei Ivenfleth erkennbar.

Bildrechte: nicht bekannt

1958 Beidenfleth, Wagen-Fähre über die Stör, Beidenflether Fährhaus

ca. 1958 Beidenfleth, Wagen-Fähre über die Stör, Beidenflether Fährhaus.
Die Beidenflether Fähre ist heute die letzte an der Stör noch betriebene Fähre. Früher bot unterhalb von Itzehoe neben mehreren Kahn-Fähren auch die Wagen-Fähre in Wewelsfleth Gelegenheit zur Überquerung des Flusses.
Die Beidenflether Fähre „ELSE“ ist eine Grundseilfähre. Bis 1936 wurde der Fährprahm durch Menschenkraft über die Stör gezogen; danach wurde ein Motor eingesetzt. Im Jahre 2007 nahm eine neu erbaute Fähre den Betrieb auf.
Das Gasthaus Beidenflether Fährhaus wurde zur Zeit der Aufnahme von Alfred Wiegleb (genannt Quittje = hochdeutsch sprechender Fremder) betrieben (bis etwa 1966), der 1928 als Olympia-Segler mit seinem Schären-Kreuzer „Quisque“ ein bekannter Regatta Segler war.

Bildrechte: Deutsche Luftbild K.G. Hamburg - Flughafen

1960 Beidenfleth, Segler Regatta auf der Stör

ca. 1960 Regatta der Segler auf der Stör vor der Ortslage Beidenfleth
Die Abbildung im Ansichtskarten-Format zeigt ein Gemälde, welches offenbar wiederum nach einem Foto gefertigt wurde.
Im Vordergrund die hoch am Wind kreuzenden Segler offensichtlich bei einer Regatta.
Im Hintergrund der Ort Beidenfleth mit der Kirche St. Nicolai, die bereits 1108 erbaut worden sein soll, sowie der Windmühle "Hoffnung". Die Mühle steht heute unter Denkmalschutz, ist aber nicht mehr im Betrieb.

Bildrechte: Verfertiger der Aufnahme ist nicht bekannt; gleichfalls nicht der Maler des Gemäldes

1960 Heilgenstedten, Klapp-Brücke über die Stör

ca. 1960 Heilgenstedten, Klapp-Brücke über die Stör
Bei Heiligenstedten führte bis in das Jahr 1966 eine urtümlich anmutende hölzerne Klappbrücke über die Stör; sie wurde im genannten Jahr durch eine Stahlbeton-Klappbrücke ersetzt.
Bei der alten Brücke wurde für die Durchfahrt der Schiffe – wenn dieses die Öffnung der Brücke erforderlich machte – ein Brückengeld erhoben.
Auch wer die Brücke benutzte, um ans andere Ufer zu gelangen, mußte seinen Obolus leisten, der gestaffelt war für Personen, Fahrzeuge, Vieh.
Reusenartig angeordnete Reihen von Dalben führten die passierenden Schiffe in die Schifffahrtsöffnung; dennoch kam es mehrmals zu ganz erheblichen Havarien sowohl an der Brücke als auch an den Schiffen.
Vor der Brücke hat hier ein Ewer hinter den Dalben fest gemacht.

Bildrechte: Verlag Heinrich C. Otto, Kiel

1960 Stör - über Jahrhunderte wichtiger Verkehrsweg

ca. 1960 Die Stör war über Jahrhunderte hinweg der bevorzugte Verkehrsweg in der Region.
Unzählige kleine Frachtschiffe transportierten Waren in dem gut schiffbaren Abschnitt der Stör zwischen Kellinghusen und der Einmündung in die Elbe.
Bis zu Beginn der 1980er Jahre fuhren noch Binnenschiffe für die Kaisermühle in Wittenberge bei Kellinghusen.
Die ca. 1960 aufgenommene Abbildung zeigt ein dorthin flußauf fahrendes Frachtschiff im Bereich der Flußmarsch bei Amönenhöhe.
Im Hintergrund ist das Schöpfwerk Münsterdorf erkennbar, welches zusätzlich zur Wellenschleuse den Breitenburger Kanal – er diente bis Mitte der 1970er Jahre der Schifffahrt für die Zementwerke in Lägerdorf - in die Stör entwässert.

Bildrechte: Ferdinand Lagerbauer, Hamburg

1960 Wewelsfleth, Fähre über die Stör

1960 Wagen-Fähre über die Stör in Wewelsfleth.
Die Wewelsflether Fähre bildete eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen der Wilstermarsch und der Kremper Marsch.
Hier passiert eines der in den 1960er Jahren noch sehr zahlreichen auf Wilsterau und Stör verkehrenden kleinen Binnenschiffe die Fährstelle.
Die Wagenfähre war eine Seilfähre; an dem durch das Gewässer verlaufenden Seil wurde der Fährprahm zunächst mit Muskelkraft, später (ab 1928) jedoch mittels eines Motors über den Fluß gezogen. Der Fährmann mußte ein Signal geben, wenn das Seil straff gezogen wurde, denn sonst bestand für die die Fährstelle passierenden Schiffe auf der Stör ein großes Gefahrenrisiko.
Wegen der starken Ebb- bzw. Flutstromes der Stör hatten die Schiffe "Vorfahrt" und gaben ihrerseits rechtzeitig Signal.
Bereits im Jahre 1629 war die Wewelsflether Fähre eingerichtet worden – daneben bestanden im Bereich der Gemeinde Fußgänger-Fähren in Uhrendorf und Störort. Nach dem Bau des Störsperrwerks in den Jahre 1971 bis 1974 und der Herstellung einer damit verbundenen Straßenverbindung der B 431 über die Stör verlor die Fähre ihre Bedeutung und sie wurde daher 1980 eingestellt.

Bildrechte: M. Wittfoth, Wewelsfleth

1963 urtümliche hölzerne Klapp-Brücke über die Stör bei Heiligenstedten

ca. 1963 Klapp-Brücke bei Heiligenstedten
Die alte hölzerne Klapp-Brücke über die Stör bei Heiligenstedten, abgebildet auf einer 1993 aufgelegten französischen Ansichtskarte.
Die urtümliche hölzerne Klappbrücke über die Stör wurde jedoch bereits im Jahr 1966 durch eine Stahlbeton-Klappbrücke ersetzt.
Bei der alten Brücke wurde für die Durchfahrt der Schiffe – wenn dieses die Öffnung der Brücke erforderlich machte – ein Brückengeld erhoben, dieses hatten auch die Benutzer der Brücke zu zahlen.
Im Vordergrund hat an den Dalben bei der Brücke ein in Münsterdorf beheimateter Ewer festgemacht.

Bildrechte reklamiert: PICTY, Paris

1965 Beidenfleth, Gaststätte "Fährhaus", Fähre

ca. 1965 Die Stör mit der Gaststätte Fährhaus Beidenfleth.
Die Beidenflether Fähre „Else“ – eine Grundseilfähre – ist heute als einzige der vor hundert Jahren unterhalb von Itzehoe an der Stör noch vorhanden gewesenen Fähren in Betrieb.
Früher bot unterhalb von Itzehoe neben mehreren Kahn-Fähren auch die Wagen-Fähre in Wewelsfleth Gelegenheit zur Überquerung des Flusses.
Das Beidenflether Fährhaus wurde zur Zeit der Aufnahme von Inge Petersen betrieben; ihr Vorgänger war Alfred Wiegleb (genannt Quittje = hochdeutsch sprechender Fremder) betrieben, der 1928 als Olympia-Segler mit seinem Schären-Kreuzer „Quisque“ ein bekannter Regatta Segler war.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co. St. Michaelisdonn

1965 Heiligenstedten und die Stör

ca. 1965 Ansichten von Heiligenstedten
Blick vom Damm der 1965 – 1967 errichteten und über die Stör führenden Hochbrücke auf die Osterhofer Marsch und den Ort.
Oben links ist jenseits der Stör das Herrenhaus des ehemaligen adligen Gutes Heiligenstedten zu erkennen.
Rechts der Hafen der Itzehoer Segler. Der kleine Sportboothafen ist nur über die Passage eines Schleusentores erreichbar, welches einen gleichbleibenden Wasserstand im Hafenbecken sicherstellt.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co. St. Michaelisdonn

1967 Hochbrücke über die Stör bei Heiligenstedten

ca. 1967 Hochbrücke über die Stör bei Heiligenstedten
Blick über den kleinen bei Heiligenstedten gelegenen Sportboothafen der Itzehoer Segler auf die über die Stör führende Hoch-Brücke, welche in den Jahren 1965 – 1967 errichtet wurde.
Der Anblick der Straßenbrücke in der abgebildeten Form ist bald Vergangenheit, da gegenwärtig (2010) im Zuge des Ausbaues der BAB 23 ein Neubau erfolgt.
Der kleine Sportboothafen ist nur über die Passage einer Schleuse erreichbar, welche einen gleichbleibenden Wasserstand im Hafenbecken sicherstellt.

Bildrechte: Verlag Schöning & Co., Lübeck

1970 Heiligenstedten, Klapp-Brücke über die Stör

ca. 1970 Klapp-Brücke über die Stör bei Heiligenstedten.
Die Stahlbeton Brücke wurde 1966 gebaut; sie ersetzte die alte urtümliche hölzerne Klappbrücke über die Stör.
Bei der alten Brücke wurde für die Durchfahrt der Schiffe – wenn dieses die Öffnung der Brücke erforderlich machte – ein Brückengeld erhoben. Ein solches hatten auch die Benutzer der Brücke für die Überquerung zahlen; ein Brückengeld wird seit 1966 nicht mehr erhoben.
Heiligenstedten ist der Ort, in welchem bereits in fränkischer Zeit die erste Kirche in Holstein erbaut wurde. Das heutige Kirchengebäude mit seinem separaten Glockenstuhl ist jedoch jüngeren Datums; es wurde Ende des 13. Jahrhunderts errichtet.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co. St. Michaelisdonn

 

© 2008-2010 Peter von Holdt · Technische Realisation: MReinke.Net · Impressum Key