Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Stör - der Fluß

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1942 Elb-Ewer auf der Stör bei Stördorf

1942 Stör bei Stördorf
Blick von der beim Kasenort gelegenen großen und fast geschlossenen „Hodorfer Mäanderschleife“ flußaufwärts auf die Stör;
links hinter dem Deich ein in Stördorf gelegenes Gehöft,
rechts im Hintergrund ein Bauernhof auf der zur Kremper Marsch gehörenden Uferseite der Stör.
Auf der Stör zieht ein Elb-Ewer gemächlich mit dem Flutstrom stromaufwärts Richtung Itzehoe.

Bildrechte: Verlag Hans Elias, Itzehoe

1944 Stör oberhalb von Itzehoe

ca. 1944 Die Stör oberhalb von Itzehoe.
Der Fluß war über Jahrhunderte hinweg der bevorzugte Verkehrsweg in der Region. Unzählige kleine Frachtschiffe transportierten Waren in dem gut schiffbaren Abschnitt zwischen Kellinghusen und der Einmündung in die Elbe.
Bis zu Beginn der 1980er Jahre fuhren noch Binnenschiffe für die Kaisermühle in Wittenberge bei Kellinghusen.
Im Hintergrund sind Waldungen auf der Münsterdorfer Geest-Insel zu erkennen.

Bildrechte: Verlag Ferdinand Lagerbauer, Hamburg

1950 Bauernhof und Windmühle in der Stör-Marsch

1950 Bauernhof und Windmühle in der Marsch;
im vorliegenden Fall in der Stör-Marsch bei Itzehoe.
Es handelt sich um eine Situation an der Stör im Bereich des Ortes Kronsmoor; gegenüber liegt Kollmoor. Das Bild ist hier aufgenommen als Beispiel für den abgebildeten Typ einer Turmwindmühle, wie er vor Einführung der Koker- bzw. Wipp-Mühle (vielfach fälschlich auch Bock-Mühle genannt) vorrangig bei der Entwässerung der Niederungsgebiete Verwendung fand.
Die abgebildete Schöpfmühle - eine nach ihrer Ständerkonstruktion sogenannte Achtkant-Mühle - gehörte zum Bauernhof von Johannes Steffens in Kronsmoor "An Diek 1"; die frühere Ortsbezeichnung war "Mühlenwarth". Der Großvater des damaligen Eigentümers war selbst Mühlenbauer und entsprechend am Bau der Mühle beteiligt gewesen und er führte seinerzeit auch die notwendigen Reparaturen selbst aus.
Das ergänzende Foto (Bild 3) zeigt die Mühle aus der entgegengesetzten Richtung mit dem Gehöft von Johannes Steffens im Hintergrund.
Die auf Bild 3 gleichfalls abgebildete Schöpfmühle am gegenüberliegendem Ufer der Stör gehörte zu Kollmoor. Beide Mühlen wurden um 1952 durch elektrische Pumpwerke ersetzt, die bis zum heutigen Tag in Betrieb sind.

Bildrechte: Verlag Lothar Elias, Itzehoe

Bild 3 sowie die Informationen wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn Hans Borsch, Hilden

1950 Mündung der Stör bei Störort und Ivenfleth.

ca. 1950 Mündung der Stör bei Störort und Ivenfleth.
Während das in der Wilstermarsch gelegene Störort bis zum Bau des Stör-Sperrwerkes immer ein sehr abgeschieden gelegener Ort war, rückte das in der Krempermarsch gelegene Ivenfleth bereits früh in den Blickpunkt, denn hier wurde im Jahre 1230 ein Zisterzienser Nonnen-Kloster angelegt (bereits 1260 aufgegeben und nach Itzehoe verlegt).
Das Ausflugslokal „Zur Stör-Mündung“ in Ivenfleth wird seit Jahrzehnten von Mitgliedern der Familie Kühl betrieben.
Ivenfleth gehört zur Krempermarsch Gemeinde Borsfleth
Von Ivenfleth ging der Blick hinüber nach Störort und die dort im Außendeich auf Warften gelegenen drei Höfe (sh. die Abbildung rechts oben), welche Anfang der 1970er Jahre im Zusammenhang mit dem Bau des Stör-Sperrwerkes beseitigt wurden.

Bildrechte: Foto-Lehmann, Glückstadt

1952 Beidenfleth, Stör, Fähre und Gasthaus

1952 Die Stör mit dem Fährhaus Beidenfleth.
Die Beidenflether Fähre – eine Grundseilfähre – ist als einzige der vor hundert Jahren unterhalb von Itzehoe an der Stör noch vorhanden gewesenen sieben Fähren in Betrieb.
Das Fährhaus wurde zur Zeit der Aufnahme von Alfred Wiegleb (genannt Quittje / Quiddje = hochdeutsch sprechender Fremder) betrieben, der 1928 als Olympia-Segler mit seinem Schären-Kreuzer „Quisque“ ein bekannter Regatta Segler war.

Bildrechte: A. Zachger, Itzehoe

Beidenfleth soll der in den Fränkischen Reichsannalen für das Jahr 809 bezeugte Ort Badenflioth sein, in dem sich Abgesandte Kaiser Karl des Großen und des Dänenkönigs Göttrik begegneten.
Diese Auffassung erhält jedoch bei Historikern keine durchgehende Zustimmung. Es wird angenommen, daß es sich bei dem Ort mit dem genannten Namen vielmehr um die heute Kaaksburg genannte uralte sächsische Volksburg auf der Geest handelt, die mit Schiffen über die Bekau erreicht werden konnte und welche den Schnittpunkt zwischen Land- und Wasserweg bildete. Es ist kaum anzunehmen, daß mit dem heutigen Beidenfleth ein Treffpunkt für die Kaiserlichen Gesandten in der damals völlig abgeschiedenen und unwirtlichen Marsch festgelegt wurde.

1955 Klapp-Brücke über die Stör bei Heiligenstedten

ca. 1955 Klapp-Brücke über die Stör bei Heiligenstedten
Bei Heiligenstedten führte bis in das Jahr 1966 eine urtümliche hölzerne Klappbrücke über die Stör; sie wurde im genannten Jahr durch eine Stahlbeton-Klappbrücke ersetzt.
Bei der alten Brücke wurde für die Durchfahrt der Schiffe – wenn dieses die Öffnung der Brücke erforderlich machte – ein Brückengeld erhoben. Auch die Benutzer der Brücke mußten für die Überquerung zahlen.
Direkt an der Brücke stand der von der Familie Ohland betriebene Gasthof "Stadt Itzehoe"; an seinem Standort steht heute ein Ärzte-Haus.

Bildrechte: Verlag Heinrich C. Otto, Kiel

1955 Wewelsfleth an der Stör

ca. 1955 Wewelsfleth an der Stör.
Falsch ist die auf der Karte verwendete Schreibweise „Stöhr“ für den Namen des Flusses.
Die Straßen Deichreihe und Dorfstraße (Bild 2) sowie Am Kirchhof (früher: "In de Mürn") bilden den alten Kern des Dorfes, welches zu Beginn des 16. Jahrhunderts von seinem vorherigen Standort direkt an der Elbe an die Stelle des Dorfes Humsterdorf verlegt wurde. Der von Sturmfluten und Verlagerung der Elbe bedrohte alte Standort ist planmäßig aufgegeben worden. Die seinerzeit neu errichtete Trinitatis Kirche wurde 1503 geweiht.
Das abgebildete Ehrenmal zeigt noch nicht die für die Opfer des II. Weltkrieges vorgenommenen Erweiterungen.
Schiffszimmerer sind schon um 1800 für Wewelsfleth bezeugt; der Ort ist heute nach Standort einer Werft (Bild 3) - der Peters Werft.

Bildrechte: Karl Günther, Wewelsfleth

1956 Schleppzug nahe der Mündung der Stör am Störort

1956 Schleppzug nahe der Mündung der Stör am Störort

ca. 1956 Schleppzug nahe der Mündung der Stör am Störort.
Ein Schleppzug, bestehend aus einem Schlepper und drei offenbar motorlosen Frachtkähnen fährt am Störort in die Stör ein und hat die erste Kurve des stark mäandrierenden Flusses bereits passiert. Überwiegen für die Alsen´sche Portland-Zement Fabrik in Itzehoe bestimmte Massengüter wurden bis in die 1960er Jahre mit derartigen Schleppverbänden transportiert. Das ist heute alles schon lange Geschichte, so wie auch die Situation an der Mündung der Stör durch den in den 1970er Jahren erfolgten Bau des Stör-Sperrwerkes seither völlig verändert ist.
Auf dem gegenüber liegenden Ufer der Stör eines der dort am Störort auf einer Warft gelegenen und vor dem Bau des Stör Sperrwerkes beseitigten Gehöfte im seinerzeit unbedeichten Wewelsflether Außendeich.
Ganz im Hintergrund links ist das niedersächsische Ufer der hier fast 4 km breiten Elbe erkennbar.

Bildrechte: Martens, Krempe

1958 Beidenfleth, Wagen-Fähre über die Stör, Beidenflether Fährhaus

ca. 1958 Beidenfleth, Wagen-Fähre über die Stör, Beidenflether Fährhaus.
Die Beidenflether Fähre ist heute die letzte an der Stör noch betriebene Fähre. Früher bot unterhalb von Itzehoe neben mehreren Kahn-Fähren auch die Wagen-Fähre in Wewelsfleth Gelegenheit zur Überquerung des Flusses.
Die Beidenflether Fähre „ELSE“ ist eine Grundseilfähre. Bis 1936 wurde der Fährprahm durch Menschenkraft über die Stör gezogen; danach wurde ein Motor eingesetzt. Im Jahre 2007 nahm eine neu erbaute Fähre den Betrieb auf.
Das Gasthaus Beidenflether Fährhaus wurde zur Zeit der Aufnahme von Alfred Wiegleb (genannt Quittje = hochdeutsch sprechender Fremder) betrieben (bis etwa 1966), der 1928 als Olympia-Segler mit seinem Schären-Kreuzer „Quisque“ ein bekannter Regatta Segler war.

Bildrechte: Deutsche Luftbild K.G. Hamburg - Flughafen

1960 Beidenfleth, Segler Regatta auf der Stör

ca. 1960 Regatta der Segler auf der Stör vor der Ortslage Beidenfleth
Die Abbildung im Ansichtskarten-Format zeigt ein Gemälde, welches offenbar wiederum nach einem Foto gefertigt wurde.
Im Vordergrund die hoch am Wind kreuzenden Segler offensichtlich bei einer Regatta.
Im Hintergrund der Ort Beidenfleth mit der Kirche St. Nicolai, die bereits 1108 erbaut worden sein soll, sowie der Windmühle "Hoffnung". Die Mühle steht heute unter Denkmalschutz, ist aber nicht mehr im Betrieb.

Bildrechte: Verfertiger der Aufnahme ist nicht bekannt; gleichfalls nicht der Maler des Gemäldes

1960 Heiligenstedten, Klapp-Brücke über die Stör

ca. 1960 Heiligenstedten, Klapp-Brücke über die Stör
Bei Heiligenstedten führte bis in das Jahr 1966 eine urtümlich anmutende hölzerne Klappbrücke über die Stör; sie wurde im genannten Jahr durch eine Stahlbeton-Klappbrücke ersetzt.
Bei der alten Brücke wurde für die Durchfahrt der Schiffe – wenn dieses die Öffnung der Brücke erforderlich machte – ein Brückengeld erhoben.
Auch wer die Brücke benutzte, um ans andere Ufer zu gelangen, mußte seinen Obolus leisten, der gestaffelt war für Personen, Fahrzeuge, Vieh.
Reusenartig angeordnete Reihen von Dalben führten die passierenden Schiffe in die Schifffahrtsöffnung; dennoch kam es mehrmals zu ganz erheblichen Havarien sowohl an der Brücke als auch an den Schiffen.
Vor der Brücke hat hier ein Ewer hinter den Dalben fest gemacht.

Bildrechte: Verlag Heinrich C. Otto, Kiel

1960 Stör - über Jahrhunderte wichtiger Verkehrsweg

ca. 1960 Die Stör war über Jahrhunderte hinweg der bevorzugte Verkehrsweg in der Region.
Unzählige kleine Frachtschiffe transportierten Waren in dem gut schiffbaren Abschnitt der Stör zwischen Kellinghusen und der Einmündung in die Elbe.
Bis zu Beginn der 1980er Jahre fuhren noch Binnenschiffe für die Kaisermühle in Wittenberge bei Kellinghusen.
Die ca. 1960 aufgenommene Abbildung zeigt ein dorthin flußauf fahrendes Frachtschiff im Bereich der Flußmarsch bei Amönenhöhe.
Im Hintergrund ist das Schöpfwerk Münsterdorf erkennbar, welches zusätzlich zur Wellenschleuse den Breitenburger Kanal – er diente bis Mitte der 1970er Jahre der Schifffahrt für die Zementwerke in Lägerdorf - in die Stör entwässert.

Bildrechte: Ferdinand Lagerbauer, Hamburg

1960 Wewelsfleth, Fähre über die Stör

1960 Wagen-Fähre über die Stör in Wewelsfleth.
Die Wewelsflether Fähre bildete eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen der Wilstermarsch und der Kremper Marsch.
Hier passiert eines der in den 1960er Jahren noch sehr zahlreichen auf Wilsterau und Stör verkehrenden kleinen Binnenschiffe die Fährstelle.
Die Wagenfähre war eine Seilfähre; an dem durch das Gewässer verlaufenden Seil wurde der Fährprahm zunächst mit Muskelkraft, später (ab 1928) jedoch mittels eines Motors über den Fluß gezogen. Der Fährmann mußte ein Signal geben, wenn das Seil straff gezogen wurde, denn sonst bestand für die die Fährstelle passierenden Schiffe auf der Stör ein großes Gefahrenrisiko.
Wegen des starken Ebb- bzw. Flutstromes der Stör hatten die Schiffe "Vorfahrt" und gaben ihrerseits rechtzeitig Signal.
Bereits im Jahre 1629 war die Wewelsflether Fähre eingerichtet worden – daneben bestanden im Bereich der Gemeinde Fußgänger-Fähren in Uhrendorf und Störort. Nach dem Bau des Störsperrwerks in den Jahre 1971 bis 1974 und der Herstellung einer damit verbundenen Straßenverbindung der B 431 über die Stör verlor die Fähre ihre Bedeutung und sie wurde daher 1980 eingestellt.

Bildrechte: M. Wittfoth, Wewelsfleth

1960 Wewelsfleth, Wagenfähre über die Stör und Gasthaus "Neues Fährhaus"

1960 Wewelsfleth, Wagenfähre über die Stör und Gasthaus "Neues Fährhaus"
Die Gaststätte „Neues Fährhaus“ (Bild 3) an der Straße Deichreihe in Wewelsfleth wurde seinerzeit von Günther Petersen betrieben. In dem gemütlichen Lokal kehrten gerne die Wilsteraner Segler ein, wenn sie wegen ungünstiger Tide in Wewelsfleth Station machten.
Die Wagen-Fähre (Bild 2) über die Stör in Wewelsfleth war eine Seilfähre; an dem durch das Gewässer verlaufenden Seil wurde der Fährprahm zunächst mit Muskelkraft, später jedoch mittels eines Motors über den Fluß gezogen.
Nach dem Bau des Störsperrwerks verlor die Fähre ihre Bedeutung und sie wurde daher 1980 eingestellt. Bereits Jahre 1629 war in Wewelsfleth die Fähre eingerichtet worden – daneben bestanden bis in die 1930er Jahre Fußgänger-Fähren in Uhrendorf und Störort.

Bildrechte: Foto Lehmann, Glückstadt

1963 urtümliche hölzerne Klapp-Brücke über die Stör bei Heiligenstedten

ca. 1963 Klapp-Brücke bei Heiligenstedten
Die alte hölzerne Klapp-Brücke über die Stör bei Heiligenstedten, abgebildet auf einer 1993 aufgelegten französischen Ansichtskarte.
Die urtümliche hölzerne Klappbrücke über die Stör wurde jedoch bereits im Jahr 1966 durch eine Stahlbeton-Klappbrücke ersetzt.
Bei der alten Brücke wurde für die Durchfahrt der Schiffe – wenn dieses die Öffnung der Brücke erforderlich machte – ein Brückengeld erhoben, dieses hatten auch die Benutzer der Brücke zu zahlen.
Im Vordergrund hat an den Dalben bei der Brücke ein in Münsterdorf beheimateter Ewer festgemacht.

Bildrechte reklamiert: PICTY, Paris

1963 Wewelsfleth, Fährbetrieb und Schifffahrt auf der Stör

1963 Wewelsfleth an der Stör
1963 Seilfähre in Wewelsfleth an der Stör
1963 Binnenschiffe auf der Stör bei Wewelsfleth
1963 Binnenschiffe auf der Stör bei Wewelsfleth

1963 Wewelsfleth, Fährbetrieb und Schifffahrt auf der Stör
Die Wewelsflether Fähre (Bild 2) bildete viereinhalb Jahrhunderte lang eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen der Wilstermarsch und der Kremper Marsch. Die Wagenfähre war eine Seilfähre; an dem durch das Gewässer verlaufenden Seil wurde der Fährprahm zunächst mit Muskelkraft, später (ab 1928) jedoch mittels eines Motors über den Fluß gezogen. Der Fährmann mußte ein Signal geben, wenn das Seil straff gezogen wurde, denn sonst bestand für die die Fährstelle passierenden Schiffe auf der Stör ein großes Gefahrenrisiko. Wegen des starken Ebb- bzw. Flutstromes der Stör hatten die Schiffe "Vorfahrt" und gaben ihrerseits rechtzeitig Signal. Bereits im Jahre 1629 war die Wewelsflether Fähre eingerichtet worden – daneben bestanden im Bereich der Gemeinde bis Ende der 1930er Jahre Fußgänger-Fähren in Uhrendorf und Störort. Nach dem Bau des Störsperrwerks in den Jahre 1971 bis 1974 und der Herstellung einer damit verbundenen Straßenverbindung der B 431 über die Stör verlor die Fähre ihre Bedeutung und sie wurde daher 1980 eingestellt. Zu der Zeit herrschte auf der Stör noch lebhafter Schiffsverkehr (Bilder 3 und 4) durch zahlreiche Binnenschiffe; seit etwa 1980 und dem Niedergang der Binnenschifffahrt ist dieser Anblick nur noch Geschichte. Heute befahren oberhalb von Wewelsfleth fast nur noch Sportboote den Fluß. Wewelsfleth hingegen wird jedoch heute noch infolge der Aktivitäten der Peters Werft von der Berufsschifffahrt frequentiert.

Bildrechte: Verlag Heinrich C. Otto, Kiel

1965 Beidenfleth, Gaststätte "Fährhaus", Fähre

ca. 1965 Die Stör mit der Gaststätte Fährhaus Beidenfleth.
Die Beidenflether Fähre „Else“ – eine Grundseilfähre – ist heute als einzige der vor hundert Jahren unterhalb von Itzehoe an der Stör noch vorhanden gewesenen Fähren in Betrieb.
Früher bot unterhalb von Itzehoe neben mehreren Kahn-Fähren auch die Wagen-Fähre in Wewelsfleth Gelegenheit zur Überquerung des Flusses.
Das Beidenflether Fährhaus wurde zur Zeit der Aufnahme von Inge Petersen betrieben; ihr Vorgänger war Alfred Wiegleb (genannt Quittje = hochdeutsch sprechender Fremder) betrieben, der 1928 als Olympia-Segler mit seinem Schären-Kreuzer „Quisque“ ein bekannter Regatta Segler war.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co. St. Michaelisdonn

1965 Heiligenstedten und die Stör

ca. 1965 Ansichten von Heiligenstedten
Blick vom Damm der 1965 – 1967 errichteten und über die Stör führenden Hochbrücke auf die Osterhofer Marsch und den Ort.
Oben links ist jenseits der Stör das Herrenhaus des ehemaligen adligen Gutes Heiligenstedten zu erkennen.
Rechts der Hafen der Itzehoer Segler. Der kleine Sportboothafen ist nur über die Passage eines Schleusentores erreichbar, welches einen gleichbleibenden Wasserstand im Hafenbecken sicherstellt.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co. St. Michaelisdonn

1967 Hochbrücke über die Stör bei Heiligenstedten

ca. 1967 Hochbrücke über die Stör bei Heiligenstedten
Blick über den kleinen bei Heiligenstedten gelegenen Sportboothafen der Itzehoer Segler auf die über die Stör führende Hoch-Brücke, welche in den Jahren 1965 – 1967 errichtet wurde.
Der Anblick der Straßenbrücke in der abgebildeten Form ist bald Vergangenheit, da gegenwärtig (2010) im Zuge des Ausbaues der BAB 23 ein Neubau erfolgt.
Der kleine Sportboothafen ist nur über die Passage einer Schleuse erreichbar, welche einen gleichbleibenden Wasserstand im Hafenbecken sicherstellt.

Bildrechte: Verlag Schöning & Co., Lübeck

1968 Beidenfleth an der Stör SF

Beidenfleth an der Stör

ca. 1968 Beidenfleth an der Stör
oben links: Die Windmühle "Hoffnung" steht heute unter Denkmalschutz, ist aber nicht mehr im Betrieb und leider seit langer Zeit in einem suboptimalen Zustand. Sie wird jedoch gegenwärtig (2011) restauriert.
oben rechts: Die Straße „Unteres Dorf“ vermittelt so recht den ursprünglichen Charakter des heute knapp 900 Einwohner zählenden Dorfes.
mittig: Die bereits 1325 genannte schöne anheimelnde Kirche St. Nicolai hat ein frei stehendes Glockengestühl. Der Turm wurde 1557 errichtet.
unten links: Seit dem vor drei Jahrzehnten eingesetzten Niedergang der Frachtschifffahrt auf der Stör wird der Strom-Hafen in Beidenfleth weitgehend nur noch von der Sportschifffahrt frequentiert.
unten rechts: Die schmale Straße Lange Reihe in Beidenfleth hat einen ganz besonderen pittoresken Charme.
In geschlossener Bebauung grenzen insgesamt elf kleine eingeschossige Häuser mit ihrer Giebelseite unmittelbar an die nur auf einer Seite bebaute Straße an.
Die jeweils den Häusern zugehörigen kleinen Gärten liegen gegenüber auf der anderen Seite der Straße.

Bildrechte: Verlag Heinr. C. Otto, Kiel
Anmerkung: die Karte befindet sich in der Sammlung Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

1968 Mündung der Stör bei Störort und Ivenfleth.

ca. 1968 Mündung der Stör bei Störort und Ivenfleth.
Auf dem Bild unten links geht der Blick vom Deich in Ivenfleth über die Mündung der Stör hinüber zum Störort, wo im Hintergrund das auf einer Warft gelegene Gebäude der vormaligen Zollstation erkennbar ist.
Im Zusammenhang mit dem 1975 vollendeten Bau des Störsperrwerkes wurde die Mündung der Stör etwas verlegt, wonach die alte Mündungsstrecke zum Altarm wurde.
Das in der Wilstermarsch gelegene Störort war zuvor immer ein sehr abgeschieden gelegener Ort; das zur Krempermarsch gehörige Ivenfleth hingegen geriet früh in den Blickpunkt, als hier im Jahre 1230 ein Zisterzienser Nonnen-Kloster (bereits 1260 aufgegeben und nach Itzehoe verlegt) angelegt wurde.
Das Ausflugslokal "Zur Störmündung" in Ivenfleth wird seit Jahrzehnten von der Familie Kühl betrieben.
Bis in die Zeit vor dem II. Weltkrieg verkehrte zwischen Ivenfleth und Störort eine Kahn-Fähre.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn

1970 Heiligenstedten, Klapp-Brücke über die Stör

ca. 1970 Klapp-Brücke über die Stör bei Heiligenstedten.
Die Stahlbeton Brücke wurde 1966 gebaut; sie ersetzte die alte urtümliche hölzerne Klappbrücke über die Stör.
Bei der alten Brücke wurde für die Durchfahrt der Schiffe – wenn dieses die Öffnung der Brücke erforderlich machte – ein Brückengeld erhoben. Ein solches hatten auch die Benutzer der Brücke für die Überquerung zahlen; ein Brückengeld wird seit 1966 nicht mehr erhoben.
Heiligenstedten ist der Ort, in welchem bereits in fränkischer Zeit die erste Kirche in Holstein erbaut wurde. Das heutige Kirchengebäude mit seinem separaten Glockenstuhl ist jedoch jüngeren Datums; es wurde Ende des 13. Jahrhunderts errichtet.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co. St. Michaelisdonn

1970 Hochbrücke über die Stör bei Heiligenstedten

ca. 1970 Hochbrücke über die Stör bei Heiligenstedten
Luftbild mit Blick auf die Stör oberhalb von Heiligenstedten, auf die in den Jahren 1965 – 1967 errichtete und über die Stör führende Hochbrücke sowie auf die Kreis-Stadt Itzehoe.
Der Anblick der Straßenbrücke in der abgebildeten Form ist bereits Vergangenheit, da gegenwärtig (2011) im Zuge des Ausbaues der BAB 23 ein Neubau erfolgt.
Die jenseits der Stör zwischen dem Fluß und dem höheren Gelände bei Itzehoe Sude gelegene schmale Marsch ist die Osterhöfer Marsch, welche den östlichsten Zipfel der Wilstermarsch bildet – der ehemalige Sielverband Osterhöfer Marsch war zu der Zeit der kleinste Sielverband innerhalb des damaligen Deich- und Hauptsielverbandes Wilstermarsch.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn

1977 Neubauten der Peters Werft in Wewelsfleth an der Stör

1977 Neubauten der Peters Werft in Wewelsfleth an der Stör

1977 Neubauten der Peters Werft in Wewelsfleth an der Stör
Die unter der Baunummer 562 auf der Peters Werft in Wewelsfleth gebaute BARBARA-CHRIS liegt neben einem weiteren Neubau am Ausrüstungsquai der Werft. Der fast 82 m lange Frachter fährt heute (2012) – nach mehreren Umbenennungen – als JAMILEH-F unter georgischer Flagge.
Seit über zweieinhalb Jahrhunderten sind in Wewelsfleth Schiffszimmerplätze bezeugt; von ursprünglich vier Werften hat sich bis heute die Peters Werft erhalten und sich aus kleinsten Anfängen zu einer den heutigen Anforderungen gerecht werdenden leistungsfähigen Werft entwickelt. Sie stellt den bedeutendsten Wirtschaftsfaktor für Wewelsfleth dar.

Bildrechte: Rudolf Horstmann, Wilster

1978 Mündung der Stör bei Störort und Ivenfleth

ca. 1978 Mündung der Stör bei Störort und Ivenfleth.
Das Ausflugslokal „Zur Störmündung“ in dem in der Kremper Marsch gelegenen und zur Gemeinde Borsfleth gehörenden Ivenfleth wird seit Jahrzehnten von der Familie Kühl betrieben. Seit dem 1975 vollendeten Bau des Sperrwerkes an der Mündung der Stör ist der Blick vom Lokal aus auf die eigentliche Mündung des Flusses jedoch verstellt.
Auf dem Bild unten links geht der Blick vom Deich in Ivenfleth über den heutigen Altarm hinüber zum Störsperrwerk.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn

1980 Wewelsfleth, Werft, Stör-Sperrwerk, Trinitatis Kirche

ca. 1980 Wewelsfleth, Werft, Stör-Sperrwerk, Trinitatis Kirche
Das nahe der Mündung der Stör in die Elbe gelegene Dorf Wewelsfleth wurde mit seinem Namen „Weuelesflethe“ im Jahre 1238 erstmals schriftlich bezeugt. Es zählt heute etwa 1.500 Einwohner.
Die Trinitatis Kirche (vorher Willihardus Kirche) erhielt ihren jetzigen Namen nach der Reformation.
Seit über zweieinhalb Jahrhunderten sind in Wewelsfleth Schiffszimmerplätze bezeugt; von ursprünglich vier Werften hat sich bis heute die Peters Werft erhalten und sich aus kleinsten Anfängen zu einer den heutigen Anforderungen gerecht werdenden leistungsfähigen Werft entwickelt. Heute noch stellt die Peters-Werft den bedeutendsten Wirtschaftsfaktor für das Dorf dar.
Nach dem Bau des Stör -Sperrwerks in den Jahren 1971 bis 1974 und der Herstellung einer damit verbundenen Straßenverbindung der B 431 über die Stör verlor die Wewelsflether Fähre ihre Bedeutung und sie wurde daher 1980 eingestellt.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn

1981 Beidenfleth an der Stör - Fähre ELSE

1981 Beidenfleth an der Stör - Fahre

ca. 1981 Beidenfleth an der Stör
Die Beidenflether Fähre „Else“ – eine Grundseilfähre – ist heute als einzige der vor hundert Jahren unterhalb von Itzehoe an der Stör noch vorhanden gewesenen Fähren in Betrieb. Früher bot unterhalb von Itzehoe neben mehreren Kahn-Fähren auch die Wagen-Fähre in Wewelsfleth Gelegenheit zur Überquerung des Flusses.
Bis 1936 wurde der Fährprahm durch Menschenkraft über die Stör gezogen; danach wurde ein Motor eingesetzt.
Im Jahre 2007 nahm eine neu erbaute Fähre den Betrieb auf. Die Aufrechterhaltung des Fährbetriebes wurde durch das großartige Engagement der Gemeinde Beidenfleth und des Förderverein für die Störfähre ELSE in Beidenfleth erst möglich.

Bildrechte: Rudolf Horstmann, Wilster

1994 Wewelsfleth und die Peters Werft an der Stör

ca. 1994 Wewelsfleth und die Peters Werft
Seit über zweieinhalb Jahrhunderten sind in Wewelsfleth, welches an der Stör nahe von deren Mündung in die Elbe liegt, Schiffszimmerplätze bezeugt; von ursprünglich vier Werften hat sich bis heute die Peters Werft erhalten und sich aus kleinsten Anfängen zu einer den heutigen Anforderungen gerecht werdenden leistungsfähigen Werft entwickelt.
Heute noch stellt die Peters-Werft den bedeutendsten Wirtschaftsfaktor für das Dorf dar.

Bildrechte: Geiger-Verlag, Horb am Necker

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