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ca. 1864 St. Bartholomäus Kirche, Markt
Blick aus östlicher Richtung
Die erste fotografische Aufnahme von der Wilsteraner St. Bartholomäus-Kirche fertigte der damalige Wilsteraner Photograph Hans-Peter Mohr; (geboren ca. 1827, gestorben 26.07.1910);
er war von 1862 bis 1885 in Wilster als Photograph aktiv und Wilster verdankt ihm viele frühe Aufnahmen von seinem Stadtbild.
Das Foto hier zeigt gewisse Mängel, u.a. an der Turmspitze, da das alte auf einer Glasplatte befindliche Negativ etwas beschädigt ist.
Die die Kirche umsäumenden Kastanienbäume sind noch recht klein.
Im Hintergrund ist an der Westseite des Marktes ein Fachwerk-Gebäude erkennbar, an dessen Platz später der Gasthof "Zur Börse" (von Ruge) entstand. Rechts daneben das spätere Geschäftshaus von Textil Reese.
Bildrechte: Hans-Peter Mohr; den Abzug erhielt ich von Werner Behning, Wilster
ca. 1909 Das Foto zeigt die Wilsteraner St. Bartholomäus-Kirche (gerne nach dem Erbauer Ernst-Georg Sonnin auch Sonnin-Kirche genannt);
über die Bäume ragt der 52m hohe Turm; dieser noch mit der alten Uhr; sie hatte nur einen Zeiger, um die Stunden anzuzeigen. 1911 wurden Uhrwerk und Ziffernblatt erneuert.
Unter den blühenden Kastanienbäumen bieten Händler ihre Waren an, denn es ist Wochenmarkt – er fand bis Ende der 1960er Jahre an diesem Ort vor der Kirche statt.
Bildrechte: Das Foto stammt aus der Sammlung Werner Behning, Wilster
1914 Blick über den Rosengarten auf die Stadt
Gegenüber dem Zustand einige Jahrzehnte später herrscht noch Betrieb am alten Hafen der Stadt Wilster.
Blick vom Hause Falk (Gaststätte „Radfahrers Ruh“) in der Neustadt auf den Rosengarten (rechts) mit Fuhrwerken, die Wilsterau und dort liegende kleine Frachtschiffe;
rechts oben der Neumarkt mit der damaligen dort befindlichen Feuerwache (Spritzenhaus an den Toren erkennbar).
Vom Rosengarten führt eine Brücke über das Bäckerstraßenfleth zum Neumarkt.
Ganz links ragt der unmittelbar an der Wilsterau stehende Kühl´sche Speicher empor.
Bildrechte: Carl Kuskop; den Abzug erhielt ich von Werner Behning
1924 Das Innere der Wilsteraner St. Bartholomäus-Kirche.
Die Orgel liegt dem Altar und der Kanzel direkt gegenüber.
Die mächtige Orgel steht hier noch auf der zweiten durchlaufenden Empore an der Westseite – der Turm-Seite. Hier gibt es spezielle Informationen zur Orgel
Die Kirche besticht durch ihre Schlichtheit ohne Pathos; sie erscheint auch die gültigste Lösung des lutherisch-protestantischen Kirchenbaues darzustellen.
Sie ist die größte Hallenkirche Schleswig-Holsteins.
Bildrechte: Das Foto stammt aus der Sammlung Werner Behning, Wilster
1925 Kirche St. Bartholomäus
Die Wilsteraner Kirche wurde von dem Hamburger Baumeister Ernst-Georg Sonnin entworfen und unter seiner Leitung gebaut; am 02. Juli 1780 wurde sie eingeweiht. Sonnin war auch Baumeister der Hamburger St. Michaelis Kirche (Michel).
Der schlanke Helm über dem achteckigen Turm (ein Relikt der Vorgänger-Kirche) ist 52 m hoch: Elegant konkav geschwungen ist der Anschluß des Turmes an das hohe wuchtige und dennoch transparent wirkende Kirchenschiff.
Die ganze beschwingte Eleganz des Gotteshauses der St. Bartholomäus-Kirche (gerne auch Sonnin-Kirche genannt) wird auch innen mit seinem von Licht durchfluteten Kirchenschiff deutlich, bewirkt durch die von Pilastern getrennten und dem Licht geöffneten hohen Fenster. Die Wilsteraner Kirche gilt als die größte Hallenkirche Schleswig-Holstein; das frei tragende Sprengwerk der Dachkonstruktion ist beeindruckend.
Die vor der Kirche stehenden Granitpfosten für die Ketteneinfriedung wurden um 1964 entfernt; einige Jahre zuvor hatte man die großen Kastanien gefällt und als Ersatz Linden gepflanzt.
Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
1927 Blick vom Baugerüst des im Bau befindlichen Meierei-Schornsteins über den Colosseum-Platz auf die Kirche und Wilster.
An der Nordseite als auch an der Südseite des Colosseum-Platzes (im Vordergrund) befinden sich noch Baum-Alleen.
Rechts gut erkennbar ist das Saalgebäude des Colosseum sowie dahinter die Gaststätte „Trichter“, das ehemalige Gartenhaus des Kanzleirats Michaelsen, zu dessen Garten der gesamte Platz ehemals gehörte.
Bildrechte: Das Foto stammt aus der Sammlung Werner Behning, Wilster
1934 Blick vom Hause Falk (Gaststätte „Radfahrers Ruh“) in der Neustadt auf den Rosengarten (rechts) und die Wilsterau sowie die Häuser der Deichstraße; alles überragt von der St. Bartholomäus Kirche und ihrem 52 m hohen Turm.
Unten rechts ist der Platz am Rosengarten und die Wilsterau erkennbar. Auf der anderen Seite des Gewässers steht noch der schöne Fachwerk-Speicher der Bäckerei Kühl.
Hinter der Werkstadt und dem Wohnhaus des Tischlermeisters Heinrich von Holdt steht auf der gegenüber liegenden Straßenseite der Deichstraße ein großes Wohnhaus, welches kurz darauf abgebrochen wurde. Hier wurden kurz danach die Gebäude der Niederlage Wilster der Bavaria und St. Pauli Brauerei errichtet (Verwalter war der Braumeister Wilhelm Köberlein)
Ganz im Hintergrund ist der hohe Schornstein der Genossenschafts Meierei Wilster an der Tagg-Straße erkennbar.
Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet; den Abzug erhielt ich von Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung er auch stammt
ca. 1950 Der an den Frieden nach dem Deutsch/Französischen Krieg 1870/71 erinnernde Gedenkstein vor dem Nordportal der Wilsteraner Kirche wurde vom damaligen Wilsteraner „Kriegerverein“ gestiftet und im Mai 1911, also 40 Jahre nach dem Frieden, eingeweiht.
Zuvor standen an dieser Stelle nur die sogenannten „Friedens-Eichen“.
Der Gedenkstein fand Mitte der 1950er Jahre einen neuen Standort im Stadtpark
Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet; mit Sicherheit aber wohl Werner Behning, Wilster, von dem ich den Abzug erhielt
ca. 1950 Das Portal der Wilsteraner St. Bartholomäus-Kirche auf der Südseite.
Über dem Portal das von Putten gehaltene Monogramm des dänischen Königs Christian VII, Landesherr zur Zeit des Kirchenbaues von 1775 bis 1780.
In dieser Zeit war Hein von Holten (geboren 24.03.1694, gestorben 06.08.1785) Bürgermeister in Wilster; er bekleidete dieses Amt in Wilster vom 11.03.1760 bis 06.08.1785, also über ein Vierteljahrhundert; davor war er zweiter Bürgermeister.
Bildrechte: Das Foto stammt aus der Sammlung Werner Behning, Wilster
1955 Das aus östlicher Richtung aufgenommene Luftbild zeigt zentral Marktplatz und Kirche.
Unten links ist die Einmündung der "Op de Göten" erkennbar, an deren Ecke zur Deichstraße das ehemalige und im II. Weltkrieg durch Bomben beschädigte ehemalige Hotel "Wilstermarsch Haus" bereits beseitigt ist.
Links sind die Bäume des Stadtparks und hinten die bei der Villa Schütt erkennbar. Dahinter sind im Bereich des so genannten Feldweges noch eine Vielzahl an Kleingärten vorhanden, die in den folgenden Jahren dem Bau von Straßen (Etatsrat Michaelsen Straße, Etatsrätin Doos Straße) und größeren Wohngebäuden weichen mußten.
Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
ca. 1955 das Bild mit dem Blick auf das winterliche tief verschneite Wilster wurde vom Bürgermeister Garten aus aufgenommen.
Filigran ragt der unglaublich spitze Turm der St. Bartholomäus Kirche über die Häuser der kleinen Stadt in den Winterhimmel.
Bild 1: Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
ca. 1962 Das Innere der Wilsteraner St. Bartholomäus-Kirche nach der in den Jahren 1947 bis 1954 und 1961 bis 1962 schrittweise vorgenommenen Renovierung und Restaurierung, denn an der Kirche waren im II. Weltkrieg bei einem Bombenangriff / Fliegerangriff am 15. Juni 1944 durch eine Sprengbombe schwerste Verwüstungen angerichtet worden.
Das lichtdurchflutete Innere der Kirche besticht durch Schlichtheit, Gradlinigkeit und symmetrische Ordnung; sie ist die größte Hallenkirche Schleswig-Holsteins.
Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet; mit Sicherheit aber wohl Werner Behning, Wilster, von dem ich den Abzug erhielt
ca. 1962 Innenraum der St. Bartholomäus Kirche
Das Innere der Wilsteraner St. Bartholomäus-Kirche war im II. Weltkrieg stark beschädigt worden. Während des anglo-amerikanischen Terror-Angriffs am 15. Juni 1944 fiel eine der auf Wilster abgeworfenen Sprengbomben direkt in die Kirche und richtete dort schwerste Verwüstungen an.
Die Wiederherstellung der Kirche erfolgte schrittweise in den Jahren 1947 bis 1954 und 1961 bis 1962
Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet; mit Sicherheit aber wohl Werner Behning, Wilster, von dem ich den Abzug erhielt
1962 Orgel in der St. Bartholomäus Kirche
Blick auf die Orgel in der kurz danach innen völlig renovierten (u.a. Putz, Anstrich, Gestühl) St. Bartholomäus-Kirche (nach ihrem Architekten auch Sonnin Kirche genannt).
Die Orgel stammt aus dem Jahre 1955 und sie steht auf der Empore auf der dem Turm zugewandten Westseite der Kirche, also dem Altar und der Kanzel direkt gegenüber.
Die ursprüngliche alte Orgel hatte auf der oberen Empore gestanden.
Hier gibt es spezielle Informationen zur Orgel
Bildrechte: Holger A. Hansen, Mülheim a. d. Ruhr
1968 Die alte und sehr sturmanfällige Eindeckung des Turms mit Schieferplatten mußte oft repariert werden; sie wurde 1968 durch ein Kupferdach ersetzt.
Das Foto zeigt die Einrüstung während der Dachdecker-Arbeit sowie der Montage des Wetterhahns.
Der Sockel des achteckigen Turms stammt noch von dem Vorgängerbau der Kirche; der Helm wurde nach den Plänen des Baumeisters Sonnin angehoben worden.
Der spitze, leicht gedrehte Helm ist 52 m hoch.
Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet; mit Sicherheit aber wohl Werner Behning, Wilster, von dem ich den Abzug erhielt
1969 Die Wilsteraner St. Bartholomäus-Kirche (gerne nach dem Erbauer Ernst-Georg Sonnin auch Sonnin-Kirche genannt) von der Nordseite aufgenommen.
Die mächtigen alten Kastanien waren in den 1950er Jahren beseitigt und durch eine Neuanpflanzung ersetzt worden.
Das Kopfsteinpflaster der Straße ist durch eine Asphaltierung ersetzt worden; nur noch auf dem Kirchenvorplatz ist solches vorhanden.
Bildrechte: Das Foto stammt aus der Sammlung Werner Behning
1963 St. Bartholomäus Kirche, Markt
Nach dem im Jahre 1963 wegen ganz erheblicher Baufälligkeit erfolgten Abbruch der alten Turnhalle bestand eine Zeit lang erstmals die Möglichkeit, auch aus Nordwesten mit dem nötigen Abstand fotografische Gesamtaufnahmen von der Wilsteraner St. Bartholomäus-Kirche zu machen.
Links im Anschnitt ist das Pastorat erkennbar.
Im Vordergrund wurde später die Sonnin-Straße angelegt und der freie Platz der Bebauung zugeführt.
Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet; mit Sicherheit aber wohl Werner Behning, Wilster, von dem ich den Abzug erhielt
1995 Totale über die Stadt Richtung Dammfleth
Blick vom Riesenrad auf dem Wilsteraner Jahrmarkt in Richtung Dammfleth.
Die St. Bartholomäus Kirche wird von den Strahlen der hoch stehenden Sonne beschienen.
Im Hintergrund rechts die beiden im Rahmen der Stadtsanierung im sogenannten Sanierungs-Ausweichgelände errichteten Hochhäuser, welche so gar nicht in die Silhouette der kleinen Marschen- Stadt passen wollen.
Rechts im Vordergrund ist das Pastorat am Markt gut erkennbar.
Bildrechte: Peter J. von Holdt, Tungeln
ca. 2000 Blick über Wilster
Die Aufnahme wurde anläßlich des Wilsteraner Jahrmarktes vom Riesenrad aus gefertigt.
Buden und Wohnwagen der Schausteller verweisen auf den alljährlich am ersten Wochenende im August die Stadt in seinen Bann ziehenden traditionellen Jahrmarkt - den "größten der Westküste"
Der Blick geht über die St. Bartholomäus-Kirche hinweg in die weite ebene Marsch; ganz hinten am Horizont ist das Kernkraft-Werk Brokdorf erkennbar.
Bildrechte: Helmut Jacobs, Wilster
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