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Wilstermarsch und Wilsterau
Da auf dieser Heimat-Seite neben Objekten aus der Stadt Wilster auch solche aus der Wilstermarsch vorgestellt werden, sollen hier die Begrenzungen des Gebietes beschrieben werden. Gemeint sind nicht die Grenzen von politischen Verwaltungseinheiten, sondern die des Landschaftsraumes Wilstermarsch (Bild 1).
Dessen Grenzen sind hier wie folgt definiert:
im Süden: von der Elbe;
im Osten: von der Stör (von deren Mündung bis Itzehoe);
im Norden: von Itzehoe dem Geestrand folgend über Oldendorf, Kleve, Nutteln, bis Vaale; von dort etwa entlang der L327 bis nach Hochdonn (also unter Einbeziehung des Vaaler Moores);
im Westen: unter Einbeziehung des Burger Feld entlang dem Fuß des Geestrandes bei Burg bis nach Kuden, von dort einer gedachten Linie in südlicher Richtung folgend bis zur Elbe.
Es wird also nicht der Nord- Ostsee Kanal, sondern vielmehr der Fuß der Dithmarscher Geest als Grenze betrachtet. Auf diese Weise wird es unter anderem auch möglich, hier thematisch die historischen Verbindungen zwischen Wilster und Burg aufzuzeigen, die insbesondere durch die längst aufgegebene und vielfach bereits in Vergessenheit geratene Schifffahrt auf Wilsterau, Burger Au (Walburgsau) und Holstenau geprägt wurden. Auch die von Büttel (Elbe) über den Kudenseer Kanal und den Kudensee zur Burger Au verlaufende Schifffahrtverbindung kann so dargestellt werden.
Für Flüsse ist es typisch, daß sie jeweils eine Quelle und eine Mündung haben. Bei der Wilsterau (Bild 2) ist dieses völlig anders – auch deshalb ist sie ein ganz besonderer Fluß. Die Wilsterau hatte niemals eine eigene Quelle, denn sie entstand erst durch den Zusammenfluß von Burger Au (Walburgsau) und Holstenau. Von beiden Quellflüssen wurde sie in der Folge der Erstellung des Kaiser-Wilhelm–Kanal (Nord-Ostsee Kanal) abgetrennt. Seither hat sie an jedem ihrer Endpunkte eine Mündung. Zum einen die durch die Schleuse am Kasenort verlaufende Ausmündung in die Stör, zum anderen die durch das Entlastungsschöpfwerk (Bild 3) beim Vaaler Feld gebildete Mündung. Bild 4 zeigt die Wilsterau vor dem Schöpfwerk (dieses entwässert auch den Vaalermoor Kanal).
Bildrechte
Bilder 1 und 2: google maps
Bilder 3 und 4: Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen
1900 Heuernte in der Wilstermarsch
Vor über einhundert Jahren war, wie vielfach noch bis zu Beginn der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts, auch in der Wilstermarsch die Bergung von Heu eine zeitraubende körperliche Arbeit.
Neben dem auf den Höfen der Marsch damals noch tätigen sogenannten Gesinde (Mägde und Knechte) wurde vielfach die gesamte Familie des Bauern bei der Arbeit eingesetzt. Auch Schulkinder widmeten sich der Arbeit des Zusammenrechens und -tragen des Heues.
Hoch aufgetürmt auf dem Ackerwagen, wurde das Heu mittels des über die Ladung gelegten und verzurrten Gürtelbaumes fixiert.
Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
1909 Schüler der Dorfschule Honigfleth
In früheren Zeiten hatten viele Bauernschaften in der Wilstermarsch ihre Schule, denn der Weg zu zentralen Schulen eines größeren Einzugbereiches konnte man damals den Kindern ob der überaus schwierigen Straßen- und Wegeverhältnisse nicht zumuten.
Eine derartige Dorf-Schule, in welcher zumeist die Schüler mehrerer Jahrgänge in einer Klasse unterrichtet wurden, stand auch in Honigfleth.
Offenbar alle Schüler der Schule haben mit ihren Lehrern Aufstellung für das Foto bezogen. Die Mädchen allesamt mit langen Haaren und offenbar ihrem besten Kleid bekleidet, die Knaben zumeist mit einem raspelkurzem Haarschnitt und mit blank geputzten Stiefeln. Die Damen und Herren Lehrer sehr würdevoll, wie es sich seinerzeit für Respektspersonen geziemte.
Bildrechte: Friedr. Looff, Weinböhla-Dresden
1914 Schüler einer Dorfschule in der Wilstermarsch.
Es handelt sich offenbar nicht um eine Schule in der Stadt Wilster, denn Mädchen und Knaben verschiedener Jahrgänge haben für das Foto Aufstellung bezogen.
In früheren Zeiten hatten viele Bauernschaften in der Wilstermarsch ihre Schule, denn der Weg zu zentralen Schulen eines größeren Einzugbereiches konnte man damals den Kindern ob der überaus schwierigen Straßen- und Wegeverhältnisse nicht zumuten.
Derartige Dorf-Schulen, in welchen zumeist die Schüler mehrerer Jahrgänge in einer Klasse unterrichtet wurden, standen außer in den geschlossenen Dörfern u.a. in Honigfleth, Diekdorf, Schotten, Nortorf, Averfleth, Sachsenbande, Äbtissinwisch, Vorder-Neuendorf.
Offenbar alle Schüler der Schule haben mit ihren Lehrern Aufstellung für das Foto bezogen. Die Mädchen allesamt mit langen Haaren und offenbar ihrem besten Kleid bekleidet, die Knaben zumeist mit einem raspelkurzen Haarschnitt und mit blank geputzten Stiefeln.Der Herr Lehrer mit gezwirbeltem Schnauzbart sehr würdevoll, wie es sich seinerzeit für eine Respektsperson geziemte.
Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
1927 Trab-Rennen in Dammfleth
Bis weit in die 1950er Jahre waren die Pferdesport-Veranstaltungen in Dammfleth Ausdruck des in der Wilstermarsch so selbstverständlichen Umganges mit Pferden.
Pferde hatten in der Wilstermarsch seit Jahrhunderten als Zug- und Arbeitstiere, aber auch als Reittiere, gedient.
Da nimmt es nicht Wunder, daß die Pferderennen in Dammfleth sich regelmäßig einer ganz außerordentlichen Zuschauerresonanz erfreuen konnten. Die bäuerliche Bevölkerung reiste zumeist mit der von Pferden gezogenen Kutsche (Ein- und Zweispänner) zu diesem auch eine besondere gesellschaftliche Veranstaltung darstellenden Ereignis an.
Bildrechte: vermutlich Ludwig Behning
Das Foto stammt aus der im Eigentum von Robert Friedrichs, Wilster, stehenden Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
ca. 1935 Getreide Ernte
Obwohl in der Wilstermarsch auf Grund der schweren Böden von jeher überwiegend Grünlandwirtschaft betrieben wurde, gab es in kleinerem Umfange auch Getreideanbau.
Mit einem Mähbinder (ein landwirtschaftliches Gerät) wurde bis Ende der 1960er Jahre das Getreide geerntet. Der Mähbinder mähte das Getreide und bündelte die Getreidehalme zu sogenannten Garben. Anfangs wurden die Garben ungebunden auf dem Feld abgelegt, an weiterentwickelten Geräten wurden die Garben auch gebunden.
Zum späteren Ausdreschen der Körner wurden die Garben auf dem Feld in Hocken getrocknet und danach in der Dreschmaschine gedroschen. Heute führen weiter entwickelte Maschinen alle Arbeitsgänge in einem Durchgang aus.
Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg/Dithmarschen
1991 Kirche St. Nicolai in Beidenfleth
Am Standort der schönen alten aus Backsteinen erbauten kleinen anheimelnden Dorfkirche mit ihrem frei stehenden hölzernen Turm wurde bereits 1108 eine erste Kapelle errichtet.
Die Kirche St. Nicolai ist 1325 erstmals urkundlich bezeugt.
Der frei stehende heutige Turm wurde im Jahre 1557 erbaut.
In der Kirche befindet sich ein aus dem Mittelalter stammendes Taufbecken aus Bronze.
Die von den Gezeiten geprägte Stör (von „store“, die „Große“ ) fließt in großen Mäandern der Elbe zu; auf ihrem hohen Ufersaum entstanden auf dem zur Wilstermarsch gehörenden Ufer früh die Kirchdörfer Heiligenstedten, Beidenfleth und Wewelsfleth.
Die Stör bildet die Grenze zur Kremper Marsch.
Bildrechte: Rudolf Horstmann, Wilster
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Tanja Thode, Beldorf, aus dem Nachlaß ihrer Großmutter Maria Wolf, geb. Horstmann; letztere hatte als junge Frau zeitweilig in der Gemeinde Beidenfleth gelebt und daran angenehme Erinnerungen.
1900 Brokdorf an der Elbe
Das Gebäude der links stehenden Gaststätte "Rosengarten" wurde wenige Jahre nach dem II. Weltkrieg abgebrochen.
Der im Hintergrund unmittelbar am Deich der Elbe stehende Gasthof "Zur schönen Aussicht" ist am 30.12.1924 abgebrannt und wurde nicht wieder aufgebaut.
Hinten rechts ist das Haus der Bäckerei Lohmann zu erkennen.
Das Gebäude davor diente als zweites Brokdorfer Pastorat; das mit Reeth gedeckte Gebäude wurde bei dem Schadensfeuer vom 30.12.1924 ebenfalls ein Opfer der Flammen.
Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
1900 Windmühle auf dem Deich der Elbe bei Brokdorf
Bis in das Jahr 1940 stand auf dem Elbdeich bei Brokdorf eine Korn-Windmühle. Aus Sicht der Sicherheit der Landesschutzdeiche ist es heute unverstellbar, daß ein derartiges Bauwerk auf einem Deich geduldet wurde.
Die Brokdorfer Mühle war eine königlich privilegierte Mühle, der ein konkret bestimmter Mahlbezirk zugewiesen war; eine erste Brokdorfer Mühle ist 1595 erwähnt.
Das der auf dem Deich stehenden Mühle zugehörige Wohnhaus sowie das übrige Betriebsgelände mit der Dampfmühle lag im Schutz des Deiches; die Windmühle wurde 1940 abgebrochen.
Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder Fotos von den Originalnegativen erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
ca. 1925 Mühle "Fortuna" von Detlef Trede in Hochfeld
Die Mühle "Fortuna" im Ortsteil Hochfeld der Wilstermarsch Gemeinde Dammfleth ist im Jahre 1971 abgebrannt. Zu der Zeit erbaute der Betreiber dieser Heimat-Seite das Unterschöpfwerk Klein Kampen; er war Augenzeuge des schaurig schönen Anblicks, als sich das brennende Mühlenkreuz noch einmal drehte und dann in einem Schwall von Funken und Rauch in sich zusammenstürzte.
Das abgebildete Foto (Bild 1) stammt aus der leider undatierten Festzeitung (Bild 2) zur Silberhochzeit des Mühlenbetreibers Detlef Trede und dessen Ehefrau Emma geb. Schröder.
Die Mühle "Fortuna" trug die Jahreszahl 1897 - in genanntem Jahr war sie von ihrem vorherigen Standort in Neumühlen nach Hochfeld versetzt worden.
Bild 3 zeigt die Mühle zu einem einige Jahre späteren Zeitpunkt (erkennbar an den umgestalteten Nebengebäuden) sowie die damalige zahlreiche Belegschaft (Bild 4) des Betriebes, zu welchem auch eine Schweinemästerei gehörte.
Bildrechte: nicht bekannt
Die Festzeitung befindet sich im Eigentum von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster
1991 gepflegter Bauernhof in der Gemeinde Dammfleth
Bei dem Gehöft handelt es sich um den Hof Nr. 176 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild").
Der Hof stand in den Jahrzehnten zwischen 1887 bis 1970 im Eigentum der Familie Wilkens, von welcher er bis 1957 auch selbst landwirtschaftlich betrieben, danach verpachtet und später verkauft wurde.
Bildrechte:
Bilder 1, 3 und 4: Rudolf Horstmann, Wilster
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Tanja Thode, Beldorf, aus dem Nachlaß ihrer Großmutter Maria Wolf, geb. Horstmann; letztere hatte als junges Mädchen auf dem Hof gearbeitet.
Bild 2: aus dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild"
1991 Ehrenmal in der Gemeinde Dammfleth
Wie alle Gemeinden der Wilstermarsch hat auch die Gemeinde Dammfleth ihren in den beiden Weltkriegen Gefallenen ein Ehrenmal gesetzt, welches vorbildlich gepflegt und unterhalten wird.
Bildrechte: Rudolf Horstmann, Wilster
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Tanja Thode, Beldorf, aus dem Nachlaß ihrer Großmutter Maria Wolf, geb. Horstmann; letztere hatte als junges Mädchen auf dem links neben dem Denkmal stehenden Hof Wilkens gearbeitet.
ca. 1925 Heilgenstedten, Gastwirtschaft "Stadt Itzehoe"
Der an der Zufahrt zu Heilgenstedtener Klapp-Brücke über die Stör gestanden habende alte Gasthof ist seit zwei Jahrzehnten bereits Geschichte; an seinem Standort wurde ein Ärzte-Haus errichtet.
Der Gasthof "Stadt itzehoe" hatte eine einhundert Jahre dauernde Geschichte und wurde zuletzt in dritter Generation von der Familie Ohland betrieben. Zu dem Betrieb gehörten früher eine Kohlenhandlung, ein Fuhrbetrieb, ein Kolonialwaren laden und eine kleine Landwirtschaft.
Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise von Frau Berta Jeß, Hodorf, zur Verfügung gestellt
Heiligenstedten 1935 Kirche, Glockenstuhl, Friedhof
Heiligenstedten ist der Ort, mit dem unsere Gegend erstmals urkundlich in das Licht der Geschichte tritt.
Aus den Fränkischen Reichsannalen des Einhard (Bild 4) erfahren wir, daß der Kaiser Karl der Große hier in Nordalbingien im Jahre 809 auf dem Esesfelth (bei der späteren Oldenburgskuhle) eine Burg errichten ließ, welche bereits im Jahre 817 sich erfolgreich dem Ansturm der Dänen und Abodriten erwehren konnte. Lange Zeit meinte man, den Standort der Burg in Itzehoe vermuten zu müssen. Mehr dazu findet sich auf der Seite Die Burg Esesfeld
Wohl unmittelbar mit dem Bau der Fränkischen Burg wurde auch eine Kirche errichtet; die ersten Nachrichten von einer solchen erfahren wir erst aus dem Jahre 834. Der Kirchplatz Heiligenstedten dürfte der erste in Holstein gewesen sein, auch wenn Standort und Bau der heutigen Kirche aus späterer Zeit stammen - wo sonst, als im Schutze einer Burg der christlichen Franken und für deren Besatzung konnte ein solches Bauwerk errichtet werden.
Der jetzige Kirchenbau stammt aus dem Ende des 13. Jahrhunderts. Im Jahre 1580 wurde die Kirche stark verändert und erhielt das heute bestehende Aussehen. Bis 1826 lag die Kirche im Außendeich auf einer kleinen Wurt.
Hier finden sich mehr Informationen über die Kirche zu Heiligenstedten
Bildrechte: nicht bekannt
1935 Hölzerne Klapp-Brücke über die Stör bei Heiligenstedten
Bei Heiligenstedten – einem der vier aus der Zeit von Karl dem Großen stammenden Ur-Kirchspielen Holsteins – führte bis in das Jahr 1966 eine hölzerne Klappbrücke über die Stör; sie wurde durch eine Stahlbeton-Klappbrücke ersetzt.
Bei der alten Brücke wurde für die Durchfahrt der Schiffe – wenn dieses die Öffnung der Brücke erforderlich machte – ein Brückengeld sowohl von Fracht- als auch von Sportschiffen erhoben. Die Bezahlung erfolgte während der Passage mittels eines an einem langen Stock befestigten Beutels (einem kirchlichen Klingelbeutel nicht unähnlich).
Auch wer die Brücke benutzte, um ans andere Ufer zu gelangen, mußte ein Entgelt leisten; dieses war danach gestaffelt, ob es sich um Kinder oder Erwachsene handelte - für mitgeführte Fahrzeuge vom Fahrrad bis zur Kutsche oder Lkw sowie für Vieh war ein Zuschlag zu zahlen.
Bildrechte: nicht bekannt
1936 BDM Führerinnen-Schule Julianka in Heiligenstedten.
In der Zeit der Nationalsozialistischen Diktatur richtete der Obergau Schleswig-Holstein des BDM (Bund Deutscher Mädel) in dem ehemaligen Herrenhaus Julianka eine Führerinnen-Schule ein.
Etwa 35 Mädchen wurden jeweils in vierzehntägigen Schulungen auf die Aufgabe von BDM Führerinnen vorbereitet. Doch bereits kurz nach Ausbruch des von den Nazis angezettelten II: Weltkrieges wurde das Gebäude als Lazarett genutzt.
Die wechselvolle Geschichte des ehemaligen Herrenhauses des Gutes Julianka endete 1983 mit seiner weitgehenden Zerstörung durch ein Schadensfeuer.
Bild 1 zeigt das Haus im Jahre 1936 zur Zeit seiner Nutzung als BDM Schule
Bild 2 zeigt ein Flaggenappell des BDM
Bildrechte:
Bild 1: Carl Kuskop, Wilster
Bild 2: nicht bekannt
Heiligenstedten ca. 1952 Kirche, Glockenstuhl, Friedhof
Heiligenstedten ist der Ort, mit dem unsere Gegend erstmals urkundlich in das Licht der Geschichte tritt.
Wie wir aus den Fränkischen Reichsannalen des Einhard wissen, ließ Kaiser Karl der Große hier im Jahre 809 auf dem Esesfelth (bei der späteren Oldenburgskuhle) eine Burg errichten. Wohl unmittelbar mit dem Bau der Fränkischen Burg wurde auch eine Kirche errichtet; die ersten Nachrichten von einer solchen erfahren wir erst aus dem Jahre 834. Der Kirchplatz Heiligenstedten dürfte der erste in Holstein gewesen sein, auch wenn Standort und Bau der heutigen Kirche aus späterer Zeit stammen - wo sonst, als im Schutze einer Burg der christlichen Franken und für deren Besatzung konnte ein solches Bauwerk errichtet werden.
Der jetzige Kirchenbau stammt aus dem Ende des 13. Jahrhunderts. Im Jahre 1580 wurde die Kirche stark verändert und erhielt das heute bestehende Aussehen. Bis 1826 lag die Kirche im Außendeich auf einer kleinen Wurt.
Besonders interessant ist auch der separate Glockenturm; durch ihn ist gewährleistet, daß die Statik der Kirche nicht durch die Schwingungen der Glocken beeinträchtigt wird.
Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster
Heiligenstedten ca. 1953 Hauptstraße in Bekmünde
Die Hauptstraße führt von Heiligenstedten weiter durch die Gemeinde Bekmünde, deren Bebauung übergangslos anschließt.
Links ist der bereits in Bekmünde liegende Gasthof "Waidmanns Ruh" mit dem über dem Reklameschild angebrachten Hirsch-Geweih erkennbar; zuvor hatte dieser "Gasthof zur Post" geheißen, da sich hier die für beide Orte zuständige Poststelle befand. Später führte die Gastwirtschaft auch den Namen "Bekmünder Hof".
Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster
1929 Der russische Eisbrecher "JERMAK" brach am 16. März 1929 das Eis auf dem Nord- Ostsee Kanal auf.
Ab Dezember des Jahres 1928 erschwerte eine dicke Eisschicht ganz erheblich die Schifffahrt auf dem Kaiser Wilhelm Kanal resp. Nord- Ostsee Kanal. Die Schifffahrt kam in den folgenden Monaten völlig zum Erliegen. Der Eis-Winter 1928/29 war in Deutschland wohl der härteste des vergangenen Jahrhunderts.
Von auf dem Anleger der Burger Fähre stehenden Passanten wird ein leichtsinniger Radfahrer auf dem Eis beobachtet, während der russische Eisbrecher "JERMAK" das Eis bricht. Deutschland hatte seinerzeit keine leistungsfähigen Eisbrecher, weshalb die russische "JERMAK" sowohl in der Kieler Förde als auch auf dem Kanal eingesetzt wurde.
Der Betreiber dieser Seite kann sich an den Eis-Winter 1962/63 erinnern, als starker und anhaltender Frost Fußgängern das Überqueren des Kanals bei der Burger Fähre ermöglichte - eine seither nicht wieder eingetretene Situation.
Der in den Jahren 1887 bis 1895 erbaute Wasserweg ist seit seiner Eröffnung im Jahre 1895 die meistbefahrene Wasserstraße der Welt.
Gleichzeitig bildet der Kanal im Bereich der Wilstermarsch praktisch die Grenze zwischen den Verwaltungseinheiten Dithmarschen und Steinburg. Gleichwohl gehört das jenseits des Kanals gelegene Burger Feld bis zum Rand - dem Cleve - der hohen Geest zur Landschaft der Wilstermarsch.
Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster
Sammlung Werner Behning
Anmerkung:
Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder Fotos von den Originalnegativen erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
1963 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal im Eiswinter 1962/1963
Das im März 1963 aufgenommene Foto (Bild 1) ist wohl eine der letzten Abbildungen des direkt am Kanal bei der Burger Fähre im Jahre 1958 errichteten Getreide Silo der Firma von Pein.
An das 37 m hohe und 27 m breite Silo und den zugehörigen Lösch- und Ladeplatz hatte die Gemeinde Burg hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Entwicklung hohe Erwartungen geknüpft - und in der Tat, herrschte dort häufig lebhafter Betrieb (Bild 2).
Zu der Zeit war Johannes Kuhrt, der Großvater des Betreibers dieser Heimat-Seite, Bürgermeister von Burg. Zwischen ihm und seiner Ehefrau Kathrine, beide sprachen miteinander plattdeutsch, ist das folgende und am 12. Mai 1963 geführte Gespräch überliefert:
Die Ehefrau hatte aus dem Fenster des gemeinsamen und am Hang des Cleve in Burg stehenden Wohnhauses geschaut, als sie ausrief: "Hannes, de Silo ist wech!" Johannes Kuhrt antwortete: "Ach wat, Tine, wat Du alwedder häst, de Silo kann doch gornich wech ween!"
Doch, er konnte! Das Telefon hatte geklingelt, und der Fährmann der Burger Fähre meldete mit aufgeregter Stimme das erfolgte Umstürzen des Gebäudes (Bild 3).
Was war passiert? Die durch den LKW-Verkehr mit seinen hohen Lasten bewirkten Bodenversackungen vor dem Silo waren immer wieder mit Sand aufgefüllt worden. Durch die verdrängten Bodenmassen wurde offenbar ein Horizontaldruck auf die Pfahlgründung ausgelöst, die zum Knicken von Gründungspfählen und in einer Kettenreaktion zum Umkippen des Gebäudes führte. Das Gebäude wurde nicht wieder aufgebaut, eine kurze Episode der Burger Hafen-Geschichte hatte damit ihr unglückliches Ende gefunden.
Bildrechte: Bild 1 Günther Bugs, Dingerdonn
Bilder 2 und 3, Bildrechte nicht bekannt
1963 Nord- Ostsee Kanal im Eiswinter 1962/63 an der Burger Fähre
Der in den Jahren 1887 bis 1895 als Kaiser Wilhelm Kanal erbaute Wasserweg ist seit seiner Eröffnung im Jahre 1895 die meistbefahrene Wasserstraße der Welt. Gleichzeitig bildet der Kanal im Bereich der Wilstermarsch praktisch die Grenze zwischen den Verwaltungseinheiten Dithmarschen und Steinburg. Gleichwohl gehört das jenseits des Kanals gelegene Burger Feld bis zum Rand - dem Cleve - der hohen Geest zur Landschaft der Wilstermarsch.
Im Eis-Winter 1962/63 behinderte starker und anhaltender Frost ganz erheblich die Schifffahrt; zeitweilig war sogar nur Fußgängern das Überqueren des Kanals bei der Burger Fähre möglich - zu dem Zweck wurde eine Stegkonstruktion über das Eis der Fahrrinne geschoben; der Betreiber dieser Heimat-Seite hat seinerzeit als junger Mann selbst diesen Steg überquert. Die Fähre konnte nicht verkehren; das war eine seither nicht wieder eingetretene Situation.
Der Eisbrecher WAL hielt lange Zeit eine Fahrrinne für die Großschifffahrt frei, während kleinere Schiffe an die Dalben gingen.
Informationen gibt es hier zum Dampf Eisbrecher WAL
Bild 1: Der Fisch-Trawler HOLSTEIN, ein Heckfänger, passiert die Fahrrinne bei der Burger Fähre
Bild 2: Ein Hamburger Hafenschlepper assistiert wegen des starken Eisganges der im Vordergrund liegenden Burger Fähre.
Bild 3: Der Eisbrecher WAL hält im wahrsten Sinne unter Volldampf die Fahrrine frei; ein Binnenschiff und das Küstenmotorschiff ALITA haben an den Dalben festgemacht. Die ALITA gehörte dem Ältermann der Burger Schiffergilde Gerechtigkeit, Kapitän Hinrich Gehrken.
Bild 4: Mächtige und immer wieder zusammenfrierende Eisschollen hindern die Schifffahrt
Bildrechte: Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen
welcher freundlicher Weise diese Fotos zur Verfügung stellte
ca. 1960 Ziegelei in Rumfleth
Die Ziegelei von Nikolaus Springer, später Albert Dethlefs, ist offenbar Ende des vorletzten jahrhunderts in der Zeit entstanden, als es in Wilster infolge der boomenden Lederindustrie zu einem erhöhten Bedarf an Ziegeln kam.
Der Lehm für die Ziegelei wurde großflächig im Bereich des Goldbogen abgeziegelt, um dann mittels einer auf der luftseitigen Berme des Deiches der Wilsterau entlang führenden Feldbahn zur Ziegelei transportiert zu werden. Zeitweilig waren auf der Ziegelei bis zu 40 Arbeiter beschäftigt.
Nachdem noch im Jahre 1962 die Firmeninhaber zusätzliche Trocknungshallen errichten ließen, stellte die Ziegelei wenige Jahre später in 1969 ihren Betrieb ein. Der von seiner Qualität her immer problematischer werdende anstehende Lehm sowie der Konkurrenzdruck leistungsfähigerer Werke waren Ursachen für die Betriebsaufgabe.
Bildrechte: nicht bekannt
Die Bilder 2 und 3 wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt aus der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen
1925 Barghus in Dwerfeld
Das friesische Barghus mit der seitlichen Einfahrt zur Großen Diele wurde von den niederländischen Kolonisten der Wilstermarsch eingeführt.
Die ursprüngliche sächsische Bevölkerung bevorzugte das Husmannshus mit der mittig gelegenen Großen Diele. Äußerlich haben sich jedoch die beiden Hausformen sehr an einander angeglichen.
Das abgebildete Barghus steht in Dwerfeld; es handelt sich um den Hof von Otto Schröder (Hof 509 in dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild", vgl. Bild 2).
Das ältere Foto zeigt den Hof noch mit seiner traditionellen Reeth-Eindeckung, welche später durch eine deutlich kostengünstigere Wellblech-Eindeckung ersetzt wurde.
Der Ortsteil Dwerfeld der Gemeinde Nortorf zeichnet sich dadurch aus, daß die Marschbeete bzw. die Grüppen von Nordwest nach Südost ausgerichtet sind, während die umliegenden Gebiete eine Ausrichtung von Südwest nach Nordost aufweisen. Das kann man bei google maps sehr gut erkennen. Die Beete liegen in Dwerfeld also quer zur ansonsten vorherrschenden Ausrichtung - daher die Bezeichnung Dwerfeld.
Bildrechte Bild 1: nicht bekannt
ca. 1910 Meierei in Sachsenbande
Im Jahre 1895 hatte Nikolaus Huus in Sachsenbande eine Privat-Meierei erbauen lassen.
Bauern aus den umliegenden Bauernschaften Sachsenbande, Hinter- und Vorder-Neuendorf, Stadtmoor, Achterhörn, Hackeboe, Goldbogen und Averfleth lieferten die von ihnen erzeugt Milch dort ab.
1925 gründeten die Bauern eine eigene Meierei-Genossenschaft und betrieben die von ihnen erworbene Meierei.
Die Anlieferung der Milch erfolgte in Kannen, welche die Bauern selbst auf Fuhrwerken transportierten; überwiegend bedienten sie sich jedoch der sogenannten Milchwagenfahrer, welche regelmäßig eine bestimmte Route abfuhren. Das Foto zeigt allein sechs Milchwagen-Fuhrwerke.
Nachdem der Betrieb noch 1967 durch Umbauten modernisiert worden war, konnte sich die kleine Meierei bald nicht mehr gegen die größere Konkurrenz behaupten; sie fusionierte 1971 mit der Meiereigenossenschaft Wilster, welche heute ebenfalls schon lange Geschichte ist.
Der Name Meiereistraße im heutigen neuendorf-Sachsenbande bewahrt heute noch diesen Aspekt dörflicher Geschichte.
Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Gerd Heutmann, Nutteln
ca. 1935 Schule Sachsenbande
Das Schulhaus in Sachsenbande
Bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hatte Sachsenbande, so wie praktisch alle ländlichen Gemeinden der Wilstermarsch, eigene wesentliche Einrichtungen der dörflichen Infrastruktur wie: Schule, Gastwirtschaft, einen auch Hökerei genannten Kaufmannsladen; Sachsenbande hatte sogar eine Meierei (bis 1972).
Die Schule, welche 225 Jahre bestanden hatte, wurde 1970 aufgelöst; sie lag an der heute noch als Schulweg bezeichneten kleinen Straße.
Nach dem II. Weltkrieg hatte auch die kleine Landgemeinde Sachsenbande vielen Flüchtlingen eine zeitweilige oder dauerhafte neue Heimat gegeben; die Dorfschule konnte die Unterrichtung der großen Anzahl an Schülern nur durch getrennten Unterricht am Vormittag und am Nachmittag bewältigen. Zu den aus den Familien der Heimatvertriebenen stammenden Schülern gehörte auch Siegfried Reinke, der später Anke von Holdt aus Wilster heiratete, dort wohnte und für die FDP in der Ratsversammlung tätig war.
Bildrechte: nicht bekannt
ca. 1935 Wilsterau, Gehöft, Schöpfmühle in Sachsenbande
Bild 1: Blick von der Schenkel-Brücke in Achterhörn auf die Wilsterau
Bild 2: Schöpfmühle an der Wilsterau
Bild 3: Straßenschild
Bildrechte: nicht bekannt
1912 Bau eines Deichsieles durch den Elbdeich für die Vierstieghufener Wettern
Die mit ihren Entwässerungszügen aus dem Raum Nortorf und Schotten kommende Vierstieghufener Wettern entwässert ausgedehnte Flächen der südlich der Wilsterau gelegenen Bereiche der Wilstermarsch in die Elbe. Der Sielverband Vierstieghufen ist der flächengrößte der Wilstermarsch.
Die Mündung der auch Vierstieghufener Kanal genannten Wettern liegt im Bereich der Heideducht bei Scheelenkuhlen.
Die alte Aufnahme zeigt die Tiefbauarbeiten bei der Errichtung eines neuen Sielbauwerkes durch den Elbdeich bei Scheelenkuhlen.
Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
ca. 1925 Schule der Gemeinde Stördorf in Honigfleth
Bis in die zweite Hälfte des vergangenen Jahrhunderts gab es in der Wilstermarsch eine Vielzahl an Dorf-Schulen. Jede Gemeinde unterhielt mindestens eine Schule, die zumeist nur über eine oder zwei Klassen verfügte, in denen jeweils mehrere Jahrgänge gemeinsam unterrichtet wurden.
Die Ergebnisse dieser kleinen Schulen waren aller Ehren wert, denn der Lernerfolg konnte sich sehen lassen und viele der Schüler besuchten nach der Grundschulzeit weiterführende Schulen.
Die Schule der Gemeinde Stördorf wurde in Honigfleth betrieben.
Das Gebäude ist unter der Nummer 236a aufgeführt in dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild" (sh. Bild 2)
Bildrechte Bild 1: nicht bekannt
Die Abbildung wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen
ca. 1935 Bauernhof in Bischof
Der stattliche Hof (232 im Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild", sh. Bild 2) von Reimer Heesch in Bischof hat auch heute noch sein Aussehen und seinen Charme erhalten.
Er unterscheidet sich auch dadurch von den anderen Höfen in der Wilstermarsch, daß sein Wohnteil zwei Vollgeschosse aufweist.
Der 1764 erbaute Hof steht heute unter Denkmalschutz!
In dem parkähnlichen Garten steht ein mit Reeth gedecktes kleines rundes Gartenhäuschen.
Der an der Wilsterau entlang führende Zufahrtsweg war bis weit in die 1950er jahre unbefestigt.
Der heute noch landwirtschaft bewirtschaftete schöne Hof bietet für Gäste auch Ferienwohnungen an.
Hier stellt sich der Hof Heesch selbst vor.
Bildrechte: nicht bekannt
1940 Holler´s Fähre
Neben den Wagenfähren in Wewelsfleth und Beidenfleth ermöglichten bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts auch einige kleine Kahnfähren den Fußgängern das Überqueren der Stör.
So waren am Störort, in Klein Kampen und in Stördorf derartige Fähren vorhanden. Die Fähre, welche die Überfahrt bei Klein Kampen ermöglichte, wurde von Nikolaus von Holdt betrieben.
Bei Stördorf konnte man mit Holler´s Fähre auf die gegenüber liegende Seite nach Hodorf gelangen. Der Standort der Fähre lag am stromauf liegenden Ende der markanten Hodorfer Mäander-Schleife der Stör. Wer von der Wilstermarsch Seite aus übergesetzt werden wollte, schlug zur Benachrichtigung des Fährmannes die Glocke (Bild 2).
Bildrechte:
Bild 1:Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder Fotos von den Originalnegativen erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
Bild 2: Heinrich Ballerstädt, Wilster
1900 Dorfstraße in Wewelsfleth
Fotographiert zu werden, war in früheren Zeiten für alle Personen ein besonderes Geschehnis, weshalb sich in der Dorfstraße in Wewelsfleth Passanten bereitwillig Passanten für den Photographen aufgestellt haben.
Bild 1: Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
ca. 1930 Die Mündung der Stör in die Elbe bei Störort.
Mit dem beginnenden Flutstrom laufen Fracht Ewer in die Stör ein.
Da in ihrem von der Tide beeinflußten Bereich der Stör ein harter Ebbe- bzw. Flutstrom läuft, war es den unter Segel fahrenden Ewern zumeist nicht möglich, gegen den Strom zu fahren.
Die von Hamburg kommenden Ewer nutzten zumeist den Ebbestrom auf der Elbe und gingen vor der Mündung der Stör auf den Anker. Mit beginnender Flut fuhren sie dann in die Stör ein.
Das Foto ist vom linksseitigen Ufer der Stör bei Ivenflether aus aufgenommen worden.
Auf dem gegenüber liegenden und zu Störort gehörenden Ufer ist eines der seinerzeit dort auf Warften stehenden Gebäude zu erkennen, in welchem zeitweilig eine Zollstation untergebracht war.
Bildrechte: Hans Martens, Krempe
1936 Sturmflut in Wewelsfleth
Die Wilstermarsch ist von Anfang ihrer Besiedlung an immer wieder von schweren Sturmfluten bedroht und heimgesucht worden.
Erst mit dem Deichbau der Neuzeit wurde eine relative Sicherheit für die Menschen in der in weiten Teilen unter dem mittleren Meeresspiegel liegenden Marsch geschaffen. Die Aufgabe des Sturmflutschutzes ist eine Ewigkeitsaufgabe und darf niemals vernachlässigt werden – die Bedrohung ist immer vorhanden!
Auch der Ort Wewelsfleth nahe der Mündung der Stör in die Elbe hatte in der Vergangenheit immer wieder unter Überflutungen zu leiden.
Die Bilder zeigen Auswirkungen der Sturmflut vom 18. Oktober 1936 in Wewelsfleth.
Bildrechte: Wilhelm Köberlein.
1938 Deich der Stör in Wewelsflether Uhrendorf
Auffällig ist, daß seinerzeit im Bestick des Deiches Bäume standen, obwohl der Deich die erste Deichlinie bildete (nach dem Bau des Stör-Sperrwerkes änderte sich dieses); es verwundert, daß dieses seinerzeit von den für die Sicherheit der Deiche Verantwortlichen geduldet wurde.
Bildrechte: Werner Behning, Wilster
Das Foto stammt aus der im Eigentum von Robert Friedrichs, Wilster, stehenden Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
1950 Dorfstraße in Wewelsfleth
So recht den Eindruck eines ruhigen Dorfes der Wilstermarsch vermittelt die Aufnahme aus dem an der Stör gelegenen schönen Wewelsfleth.
Bild 1: Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
1950 Wagen-Fähre über die Stör in Wewelsfleth.
Die Wewelsflether Fähre bildete viereinhalb Jahrhunderte lang eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen der Wilstermarsch und der Kremper Marsch.
Die Wagenfähre war eine Seilfähre; an dem durch das Gewässer verlaufenden Seil wurde der Fährprahm zunächst mit Muskelkraft, später (ab 1928) jedoch mittels eines Motors über den Fluß gezogen. Der Fährmann mußte ein Signal geben, wenn das Seil straff gezogen wurde, denn sonst bestand für die die Fährstelle passierenden Schiffe auf der Stör ein großes Gefahrenrisiko.
Wegen der starken Ebb- bzw. Flutstromes der Stör hatten die Schiffe "Vorfahrt" und gaben ihrerseits rechtzeitig Signal.
Bereits im Jahre 1629 war die Wewelsflether Fähre eingerichtet worden – daneben bestanden im Bereich der Gemeinde Fußgänger-Fähren in Uhrendorf und Störort. Nach dem Bau des Störsperrwerks in den Jahre 1971 bis 1974 und der Herstellung einer damit verbundenen Straßenverbindung der B 431 über die Stör verlor die Fähre ihre Bedeutung und sie wurde daher 1980 eingestellt.
Bildrechte: nicht bekannt
1899 Schöpfmühlen - Kokermühlen - in der Wilstermarsch
Noch nach der vorletzten Jahrhundertwende bestimmten Hunderte von Schöpfmühlen das Landschaftsbild der Wilstermarsch. Im Jahre 1866 hatte es in der Wilstermarsch 284 Schöpfmühlen gegeben, wovon im Jahre 1921 immer noch 107 vorhanden waren.
Diese vom Wind angetriebenen und heute in der Wilstermarsch fälschlich Bockmühlen genannten Schöpfmühlen schöpften mittels einer archimedischen Schnecke das Wasser aus den Entwässerungsgräben in die höher gelegenen Wettern. Sie hielten die unter dem Meeresspiegel liegende Marsch trocken.
Das Wahrzeichen der Wilstermarsch, die Bockmühle Honigfleth, ist keine Bockmühle, sondern entsprechend ihrer Bauart eine Köcherwindmühle bzw. Kokerwindmühle, auch kurz Kokermühle genannt; vielfach wurde diese Mühlenart auch Wippmühle genannt.
Bockmühlen sind fast ausnahmslos immer Getreidemühlen und können bautechnisch nie Wasserschöpfmühlen sein. Die Schöpfmühlen der Wilstermarsch hatten anstelle des Bockes einen Koker bzw. Köcher, sie waren Kokermühlen.
Quelle: freundlicher Hinweis durch J.S. Bakker, Schriftleiter des Monatsheftes "Molenworeld" in den Niederlanden
Die letzte Schöpfmühle ihrer Art konnte erhalten werden und hat in Honigfleth einen Standort gefunden, wohin sie 1960 versetzt wurde.
Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
ca. 1930 Schöpfmühlen und Windkraftturbinen
Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts hatten die seit alters her und nach niederländischem Vorbild in der Wilstermarsch tätigen Entwässerungskommünen/-Genossenschaften damit begonnen, die alten Schöpfmühlen (Koker-Mühlen) durch Dampfschöpfwerke zu ersetzen. Die jeweiligen Entwässerungsgebiete waren entsprechend in Duchten aufgeteilt.
Mit der dann nachfolgenden Einrichtung kleiner elektrisch betriebener Schöpfwerke ging parallel auch die optimierte Nutzung der Windkraft einher.
Die von den Firmen Apel & Sachau, Wilster, und Köster, Heide, entwickelten Windkraftturbinen ersetzten viele der alten Koker-Mühlen (in der Wilstermarsch fälschlich Bock-Mühlen genannt).
Bild 1: Einige Jahrzehnte lang waren in der Marsch die verschiedenen Formen der Schöpfanlagen zu bewundern, so wie auf der vorgestellten Abbildung.
Bild 2: Bis in die 1950er Jahre verrichteten die Schöpfmühlen - so wie die abgebildete Koker-Mühle - in der Wilstermarsch ihren Dienst.
Die Aufnahme wurde um 1930 im Bereich von Äbtissinwisch aufgenommen; im Hintergrund ist die Hochbrücke Hochdonn zu erkennen.
Anmerkung: Der Ortsname ist aus "der Äbtissin Wisch" entstanden, denn die Wiesen standen früher im Eigentum des Klosters Neumünster.
Bild 3: Die urtümlich wirkende und nach ihrer Bauform Achtkant-Mühle genannte Schöpfmühle war bis weit in die 1930er Jahre in Neufeld Rehweg in Betrieb.
Bild 4: zweieinhalb Jahrhunderte lang bestimmten die Koker-Schöpfmühlen das Landschaftsbild der Wilstermarsch.
Bildrechte
Bild 1: nicht bekannt
Die Abbildung wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen
Bilder 2 und 3: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
Bild 4: Verlag Lothar Elias, Itzehoe
ca. 1934 Windkraftturbinen und Kornwindmühle in der Wilstermarsch.
Abgebildet ist die Mühle Neufeld und Gehöfte mit Windmühlen an der Straße Neufeld (aufgenommen von der alten B5 im Bereich Dwerfeld).
Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts hatten die seit alters her und nach niederländischem Vorbild in der Wilstermarsch tätigen Entwässerungskommünen/-Genossenschaften damit begonnen, die alten Schöpfmühlen (Koker-Mühlen) durch Dampfschöpfwerke zu ersetzen. Die jeweiligen Entwässerungsgebiete waren entsprechend in Duchten aufgeteilt. Daneben betrieben jedoch sehr viele Landwirte eigene Schöpfanlagen, was zum Teil zu erbitterten Nachbarschaftsstreitigkeiten führte.
Mit der nachfolgenden Einrichtung kleiner elektrisch betriebener Schöpfwerke ging parallel auch die optimierte Nutzung der Windkraft einher.
Die von den Firmen Apel & Sachau, Wilster, und Köster, Heide, entwickelten Windkraftturbinen ersetzten viele der alten Koker-Mühlen (in der Wilstermarsch fälschlich Bock-Mühlen genannt); einige Jahrzehnte lang waren in der Marsch die verschiedenen Formen der Schöpfanlagen nebeneinander zu bewundern - auf der Abbildung sind mehrere Windkraftturbinen zu entdecken.
Bei der linken Mühle handelt es sich jedoch um eine Kornwindmühle, offenbar ein sogenannter Galerie-Holländer (vermutlichl die Mühle "Fortuna" in Hochfeld"
Bildrechte: nicht bekannt;
es handelt sich um ein Sammel-Bild, welches vom Nationalsozialistischen Gauverlag Schleswig-Holstein GmbH, Kiel, herausgegeben wurde
ca. 1934 Windräder und Kornwindmühle Neufeld
Die in Wilster an der Straße Am Steindamm ansässige Maschinenfabrik Apel & Sachau hat in den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts in der Wilstermarsch eine Vielzahl an Windrädern bzw. Windturbinen als Schöpf-Mühlen errichtet.
Diese von den Landwirten betriebenen Anlagen ersetzten nach und nach viele der zuvor in Gebrauch gewesenen Koker-Mühlen.
Während von den Koker-Mühlen die sogenannte "Bockmühle Honigfleth" als Baudenkmal für die Nachwelt erhalten werden konnte, sind die Windräder in der Wilstermarsch seit Ende der 1950er Jahre völlig verschwunden.
Das Foto zeigt Windräder in Neufeld; vorne links in dem abgedeckten schrägen Trog befand sich die der Förderung des Wassers dienende Archimedische Schnecke.
Im Hintergrund - an der Einmündung der Neufelder Straße in die alte Bundesstraße B5 - ist die ebenfalls schon sehr lange der Vergangenheit angehörende Korn-Windmühle von Gustav Lass zu erkennen.
Bildrechte: Fritz Scheffler, Wilster, (früher Neufeld)
ca. 1935 Bau einer Archimedischen Schnecke für eine Schöpfmühle.
Die Arbeiten wurden von der Zimmerei Sievers in Krummendiek durchgeführt.
Eichene Brettchen wurden spindelförmig in einen als Welle geformten Schaft gesteckt.
Das Prinzip der archimedischen Schnecke war von dem am 28. November 1745 in Holler´s Fährhaus in Hodorf geborenen Johann Holler in die Wilstermarsch gebracht worden. Johann Holler hatte als Zimmermann in den Niederlanden gearbeitet und dort entsprechende berufliche Erfahrungen gesammelt. Im Jahre 1770 gründete er am Kohlmarkt in Wilster eine Zimmerei, wo die ersten archimedischen Schnecken für die Schöpfmühlen der Wilstermarsch hergestellt wurden. Holler war es wohl auch, der die Bauform der Koker-Mühle in der Wilstermarsch etablierte.
Der Riß (Bild 2) einer Koker-Mühle entspricht dem der vormaligen Schöpfmühle der Höfe Mehlert und Brandt in Flethsee.
Gut erkennbar ist, wie durch zwei Kammräder die Kraft des Windes auf die Schnecke übertragen wird. Die sich um ihre Mittelachse drehende Schnecke befindet sich in einem eng angepassten Trog. Schnecke und Trog bilden eine Folge von Kammern. Durch die Rotation der Schnecke bewegen sich alle Kammern in Richtung des Schneckenendes und fördern so das in ihnen befindliche Wasser nach oben, während am Schneckenanfang gleichzeitig immer wieder eine neue mit Wasser gefüllte Kammer entsteht.
Im Jahr 2010 wurde von der Zimmerei Sönke Sievers in Krummendiek eine archimedische Schnecke gebaut, welche in die letzte und in Honigfleth stehende Windschöpfmühle der Wilstermarsch eingebaut werden soll. Die Einweihung ist für den Mühlentag am zweiten Pfingst-Feiertag am 25. Mai 2010 vorgesehen.
Bildrechte: Bild 1 Werner Sievers, Huje
Zeichnung Bild 2 Carsten Schütt, Flethsee
ca. 1950 Schöpfmühlen in der Wilstermarsch
Ab den 1950er Jahren lösten elektrisch betriebene und von den Sielverbänden errichtete leistungsfähige Schöpfwerke die letzten in der Wilstermarsch zuvor noch vielfach bestehenden Schöpfmühlen ab.
Bereits in den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts hatten die Windräder der Firmen Apel & Sachau, Wilster, und Köster, Heide, viele der zuvor das Landschaftsbild der Wilstermarsch prägenden Schöpfmühlen abgelöst.
Die letzte Koker-Schöpfmühle der Wilstermarsch wurde 1960 von ihrem ursprünglichen Standort an der Dwerfelder Wettern nach Honigfleth versetzt, um sie als Baudenkmal zu erhalten. Der Betreiber dieser Heimat-Seite hatte die Freude, als seinerzeitiger Maurer-Lehrling mit seiner ersten Arbeit an dem Wiederaufbau der Mühle in Honigfleth mitwirken zu dürfen.
Die Abbildung zeigt sowohl eine Kokermühle als auch Windräder an der Neufelder Wettern (Oberer Abschnitt der Kampritter Wettern) nördlich der Straße von Wilster nach St. Margarethen. Die Reh-Brücke im Zuge der Straße ist in Bildmitte erkennbar.
Leider wurde in der Wilstermarsch nicht eines der bis in die 1950er Jahre betrieben Windräder erhalten.
Bildrechte:
Bild 1: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Gerd Heutmann, Nutteln
Bild 2: Heinrich Ballerstädt, Wilster
Wilstermarschstube waren Zeugnisse bäuerlichen Wohlstandes in der Wilstermarsch
Aufwendig und speziell eingerichtete Wilstermarschstuben in den Gehöften der Wilstermarsch zeugten vom Wohlstand ihrer ehemaligen Besitzer zum Zeitpunkt ihrer Entstehung im achtzehnten Jahrhundert.
Die Stuben sind charakterisiert durch die eichenen Paneele, die holländischen Wandfliesen, das besondere Tischler- und Schnitzwerk, die Balken- und Deckenbemalung, den Bileggerofen.
Heute findet sich eine derartige Stube kaum noch in einem Wilstermarsch-Hof, hingegen sind derartige Stuben heute in diversen Museen zu bewundern.
Bild 1: Treppenhaus in der Vordiele eines Hauses in Stördorf
Bild 2: Paneel in einem Haus in Stördorf
Bild 3: Paneel aus einem Haus in Rumfleth; jetzt im Schleswig-holsteinischen Freilichtmuseum
Bild 4: Stuben-Paneel eines Hauses am Goldbogen
Bildrechte: Ilse Burscher
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