Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Wilsteraner Betriebe

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1836 bis 1965 Firma Heins - Laackmann - von Osten am Kohlmarkt

Haus Kohlmarkt 41 - früher Oevelgönne 601 / 602
Jubiläum des Betriebes Laackmann am Kohlmarkt
Jubiläum des Betriebes Laackmann am Kohlmarkt
Butter wird für den Versand bereitet.

Im Jahre 1936 feierte die am Kohlmarkt mit Landesprodukten, Dünger und Kohlen handelnde Firma von Hinrich M. Laackmann ihr hundertjähriges Bestehen.
Gründer der Firma war der aus Balje stammende Kaufmann Friedrich August Heins, der hier auf dem Grundstück Oevelgönne 601 / 602 (so hieß seinerzeit der untere Teil der heute Kohlmarkt genannten Straße) einen Gewürzhandel einrichtete und sich bald sehr erfolgreich dem Handel mit Butter widmete.
Zur Geschichte des Betriebes sowie zu genealogischen Informationen zu den jeweiligen Firmeninhabern findet sich mehr in der unten ergänzend aufrufbaren Datei.
Bild 1 zeigt das geschmückte Geschäftshaus im Jahre 1936
Bilder 2 und 3 zeigen Blumengrüße von Geschäftskunden
Bild 2 läßt aus dem Aushang links erkennen, mit welchen Produkten der Betrieb im Jubiläumsjahr vorrangig handelte; zu lesen ist u.a.: Kainit, Kalisalz, Kalk und Mergel, Kartoffeln, Knochenmehl, Kohl und Rüben, Stroh, Stickstoff, Thomasmehl, Torfstreu, Saatgetreide, Schmiedeketten,
Bild 3 verdeutlicht mit der Hakenkreuzflagge, daß auch in das Wilsteraner Geschäftsleben der damals - leider - in Deutschland vorherrschende Zeitgeist bereits eingezogen war.
Bild 4 zeigt, wie im Jahre 1868 Butter für den Versand bereitet wurde. Die zuvor im Butterfaß aus dem Rahm der Milch gestampfte Buttermasse wurde in hölzernen Mollen geknetet, um das Wasser aus der Buttermasse zu entfernen; anschließend wurde die fertige Butter zum Versand in hölzerne Fässer gefüllt.

Bildrechte:
Bild 1: nicht bekannt
Bilder 2 und 3: Heinrich Ballerstädt, Wilster
Bild 4: vermutlich Hans-Peter Mohr, Wilster
Die Informationen und Bilder für das vorgestellte Objekt wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Dieter Voss, Burg in Dithmarschen.

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1895 Johannisstraße - heutige obere Schmiedestraße, Schlachterei

1895 Johannisstraße - heutige obere Schmiedestraße
Das zwischen den Straßen Rathausstraße und Op de Göten (frühere Marktstraße) gelegene kurze Stück der heutigen Schmiedestraße führte vor über einhundert Jahren eine Zeit lang den Namen Johannisstraße.
Vor dem Gebäude der Schlachterei Schlüter posieren Schlachter mit den auf ihrem letzten Weg befindlichen Rindern.
Das dahinter stehende Gebäude von Lübbe´s Gasthaus ist kurz zuvor nach Abbruch des Vorgänger Gebäudes neu errichtet worden. In dem Gebäude war von Mitte der 1950er Jahre bis Ende der 1960er jahre das Kino Central Theater untergebracht.
Sämtliche auf dem Foto abgebildeten Gebäude - einschließlich des an der Ecke zum Klosterhof stehenden Hauses sowie des an der Rathausstraße stehenden und im Anschnitt erkennbaren ehemaligen Königlichen Amtsgerichts - fielen der Stadtsanierung zum Opfer. Die Balance zwischen Bewahren und behutsamer Weiterentwicklung ist der Stadt Wilster leider nicht immer gelungen.

bearbeiteter Abzug Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1900 Deichstraße Haus Nr. 59 Elektro-Geschäft Hugo Werlich

ca. 1900 Deichstraße Haus Nr. 59 Elekto-Geschäft Hugo Werlich
Der Installateur Hugo Werlich soll nach der seinen Nachkommen bekannten Überlieferung das erste Elektrogeschäft in Wilster gehabt und dieses zunächst in seinem Haus am Rumflether Deich ausgeübt haben. Das auf die Zeit um 1900 datierte Foto zeigt allerdings das Haus Deichstraße 59, wo Hugo Werlich nachweislich der an dem Haus angebrachten Inschrift Elektr. Licht und Kraftanlagen, Motore "Hugo Werlich". Zentrifugen sein Geschäft betrieb. Noch 1926 ist der Installateur Hugo Werlich im Wilsteraner Adressbuch unter dieser Anschrift aufgeführt.
Auch heute noch ist das alte Haus eindeutig identifizierbar (Bilder 2 und 3).
Während das Haus ursprünglich traufständig zur Straße stand - wie nur sehr wenige der alten Häuser in Wilster - ist es nach Umbaumaßnahmen heute giebelständig.
Das umgestaltete Haus ist ein sehr schönes Beispiel dafür, wie ein altes Stadthaus unter Erhaltung der ursprünglichen und sehr harmonisch angeordneten Fassadenelemente in gelungener und überzeugender Weise modernisiert werden kann.

Bildrechte:
Bild 1: nicht bekannt
das alte Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Jan Bieber, Elmshorn, welcher ein Ururenkel des Hugo Werlich ist.
Bilder 2 und 3: Andreas Reinke, Wilster

1906 Lederfabrik von Falk & Schütt in Rumfleth

ca. 1906 Die Lederfabrik von Falk & Schütt in Rumfleth.
Mit dem etwas überhöht dargestellten zeichnerischen Schaubild seiner Betriebsanlage warb die zu Beginn des vorigen Jahrhunderts sehr erfolgreiche Wilsteraner Lederfabrik für sich und ihre Produkte.
"Falk & Schütt" sowie die Lederfabrik „Gebrüder Böhme“, später Vacheleder-Fabrik "Ballin" in Landrecht, hatten nach dem Jahr 1870 Wilster zu einem bedeutenden Standort der Lederindustrie gemacht.
Wilsters Bevölkerung war in den Jahren 1890 bis 1901 von 2716 auf 5124 Einwohner gewachsen (mehr also als gegenwärtig!).
Es entstanden typische Arbeiterquartiere, so unter anderem auch in der noch heute zur Gemeinde Nortorf gehörenden Vereinsstraße.
Arbeiterwohngebiete in den Landgemeinden in Landrecht, Dammfleth und Nortorf wurden eingemeindet.
Eine Katastrophe für die Stadt waren die verheerenden Brände bei Böhme (1903) und Falk & Schütt (1907).

Bildrechte: Lederfabrik Falk & Schütt

1909 Schmiede Jurzyk am Krumwehl

Schmiede W. Jurzyk am Krumwehl

1909 Schmiedebetrieb Jurzyk am Krumwehl
Die Schmiede wurde von W. Jurzyk um 1900 gegründet; der Sohn Karl Jurzyk erweiterte später den Betrieb um eine Schlosserei und führte ihn bis 1962.
Werner von Osten, der den Betrieb bis 1966 geführt hatte, übernahm ihn und erweiterte ihn kontinuierlich.
Leider konnte die Stadt Wilster dem Betrieb kein Gelände mit der notwendigen Entwicklungsmöglichkeit anbieten, weshalb 1993 eine Auslagerung des Betriebes Metall-, Maschinen- und Stahlbau in die Gemeinde Büttel erfolgte.
Weitere Infos und alte Bilder gibt es hier über den Betrieb von Osten

Bild 1: Bildrechte nicht bekannt
das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der Firma Werner von Osten, Büttel
Bild 2: Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Fotos aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1912 Haus Deichstraße 32 - die Schmiede des Peter von Holdt

1912 eine Schmiede im Hause Deichstraße 32
Der Wilsteraner Hufschmied Johann von Holdt (* 23.12.1828, † 06.08.1889) betrieb zuerst die Schmiede und gab sie später an seinen Sohn Peter Nicolaus von Holdt (* 05.02.1860, † 08.11.1929) ab. Dessen ebenfalls den Beruf eines Schmiedes ausübender Sohn Carl Adolf Theodor von Holdt führte die Schmiede jedoch nicht weiter, sondern wanderte in die USA aus.
Einer seiner Brüder war der langjährige Wilsteraner Ratsherr Theodor Willy von Holdt (* 15.01.1901, † 17.11.1974); er ist der zu der Zeit elfjährige Junge im Matrosenanzug auf dem Foto neben seinen Eltern; seine Mutter Johanna Margaretha geb. Kruse, sein Vater Peter Nicolaus von Holdt.

Bildrechte: nicht bekannt
das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Gerd Heutmann, Nutteln

1920 Frachtschiffe auf der Wilsterau bei den Trocknungs- und Mahlwerken

1920 Frachtschiffe auf der Wilsterau bei den Trocknungs- und Mahlwerken Günther & Co. in Rumfleth.
In den südlich gelegenen Teil der Gebäuden der ehemaligen Lederwerke Falk & Schütt waren nach dem Niedergang der Wilsteraner Lederindustrie die 1919 gegründete Firma Schleswig-Holsteinische Trocknungs- und Mahlwerke Günther & Co. untergebracht – sie wurde auch als Dörr-Fabrik bezeichnet.
Die Leder-Fabrik von Falk & Schütt ging Mitte der 1930er Jahre in Konkurs; in den weiter stadtauswärts liegenden Gebäudeteilen wurde jedoch bis weit in die 1950er Jahre unter einem anderen Betreiber Lederfabrikation betrieben.
Die Futtermittel-Fabrik Günther& Co. war im Bereich des Bahnübergangs mit einer über die Rumflether Straße führenden gedeckten Transportbrücke mit den Lagergebäuden auf der anderen Straßenseite verbunden. Der Betrieb bestand bis Mitte der 1960er Jahre.
Bis zuletzt wurde eine große Menge der Ausgangs-als auch der Fertigungsprodukte auf dem Wasserwege über die Wilsterau transportiert. Noch zu Beginn der 1960er Jahre lagen häufig mehrere Binnenschiffe zugleich am Quai der Fabrik.

Bild 1: Bildrechte: vermutlich Ludwig Behning
Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1923 Photoatelier Behning am Markt, Kinder-Schützengilde

1923 Photoatelier Behning am Markt
Vor der Photographischen Anstalt von Ludwig Behning ist die Musikgruppe (Trommel und Pfeiffer Corps) der Kinder-Schützengilde mit Flaggen, Standarten und dem hölzernen Adler sowie einer aus Nadelgehölz gebundenen Krone angetreten; dabei mit Schärpen, Kopfschmuck und Orden ausgezeichnete Personen.
Rechts neben den drei Trommlern steht Peter Klaus Heinrich von Holdt (mit Querflöte)

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1928 Omnibus Betrieb W. Langbehn - Busse vor dem Bahnhof

ca. 1928 Omnibus Betrieb W. Langbehn
Die Firma Langbehn ist aus kleinsten Anfängen als Kraftfahrzeug-Reparatur Betrieb entstanden.
Ihre erste Betriebsstelle lag in der Deichstraße neben der Brücke über den Burggraben.
Danach wurde der Betrieb in die kleine parallel zum Markt vom Kohlmarkt zur Burger Straße verlaufende namenlose Querstraße (das Gebäude war das erste nach dem Eckhaus zum Kohlmarkt; es steht heute nicht mehr) verlegt,
danach in die Lange Reihe (Haus Jürgen Resag), wo vor dem Haus auch eine Tankstelle betrieben wurde.
Danach wurde das Gelände der dort seit 1909 ansässigen Firma Firma Apel & Sachau an der Straße Am Steindamm erworben und hier der Kfz.-Reparatur und Omnibus Betrieb W. Langbehn etabliert.
Offenbar nahm die Firma nach dem Abbruch der Eisenbahnbrücke Taterpfahl über den Nord- Ostsee Kanal und der in dem Zusammenhang erfolgten Verlegung der Marschbahn (über Hochdonn) den Omnibus Verkehr auf der Strecke Eddelak - Wilster - Brokdorf auf.
Bild 1 zeigt wartende Langbehn Omnibusse beim 1920 neu errichteten Bahnhofs-Empfangsgebäude an der Bahnstrecke Altona - Westerland.
Bild 2 zeigt die gesamte Familie Langbehn bei einem Ausflug mit einem der firmeneigenen Omnibusse.

Bildrechte: Familie Langbehn, Wilster
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster

1930 Schlachterei Beimgraben in der Burger Straße

Schlachterei Beimgraben um 1930
Die Stadt Wilster beherbergte früher in ihren Mauern sehr viele Schlachtereinen, denn die Wilstermarsch war immer ein bedeutendes Gebiet für die Rinderzucht.
Im Hof der Schlachterei Beimgraben in der Burgerstraße haben die Schlachter mit einem Delinquenten vor dem Schlachthaus Aufstellung genommen.
Von den Personen sind folgende Namen bekannt: T. Beimgraben, A. Mohr, Kuhrt, Richard Beimgraben, G. Hüppner, Jakob Beimgraben (der damalige Inhaber), F. Quarbek, G. Torpus, Rümann.
Es gab seinerzeit in Wilster mehrere Fleischerei-Betriebe, die alle noch selbst schlachteten.
Neben der genannten Schlachterei Beimgraben (bis 1992) unter anderen noch: Richard Ahrens (später Tade Magnussen, bis 1986) am Kohlmarkt, Heinrich Schlüter (bis 1965) in der Deichstraße sowie dessen Namensvetter Albert Schlüter (und andere bis 1973) in der Schmiedestraße sowie Gebrüder Schlüter (und andere, ua. Werner Grimm, bis 1971) in der Rathausstraße, Karl Stücker (bis 1973) in der Deichstraße, Friedrich Herzog (bis ca. 1982) am Neumarkt, Nikolaus von Holdt, August und Rudolf Prehn (bis 1952) und Andreas Jacobsen (später Tade Magnussen bis 1966) am Klosterhof, Gustav Karrasch (bis 1953) im Landrecht und der Hausschlachter Gripp in der Neue Burger Straße.
Von all den aufgeführten Betrieben hat bis heute nur derjenige von Nikolaus von Holdt überdauert; der seit 1835 in Wilster bestehende Betrieb wurde jedoch bedingt durch die Stadtsanierung im Jahre 1985 nach Wellenkamp verlegt, da es der Stadt Wilster nicht gelungen war, dem Betreiber, dessen Familie bereits vor 350 Jahren in Wilster ansässig war, ein adäquates Betriebsgrundstück anzubieten.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1932 Belegschaft der Ziegelei in Rumfleth

ca. 1932 Belegschaft der Ziegelei in Rumfleth
Die im zur Gemeinde Nortorf gehörenden Ortsteil Rumfleth gelegene Ziegelei bestand bis zum Jahr 1969.
Die Dampfziegelei Springer & Dethlefs war 1907 in Betrieb gegangen; 1927 war die Familie Dethlefs alleinige Eigentümerin geworden.
Der Ton für die Ziegelherstellung wurde von den in der alten Mäanderschleife "Goldbogen" der Wilsterau gelegenen Ländereien abgeziegelt und mittels einer am Deich entlang führenden Feldbahn mit Loren zur Ziegelei transportiert.
Die Belegschaft arbeitete zumeist nur saisonal und bestand je nach Arbeitsanfall aus etwa 15 bis 30 Personen.
Die Aufnahmen sind vermutlich im Jahre 1932 aus Anlaß des 25jährigen Firmenjubiläums gefertigt worden.
Bild 1: Belegschaft der Ziegelei auf dem rückwärtigen Firmengelände vor den Trockenhallen (Die Ziegel-Rohlinge wurden vor dem Brennen getrocknet); ganz links ist der im Jahr 1970 gesprengte hohe Schornstein erkennbar.
Bild 2: Belegschaft mit dem Firmeninhaber Albert Dethlefs (links mit weißer Jacke); ganz rechts der Ziegelmeister Adolf Mensendieck jun.
Nachdem noch im Jahre 1960 für die Ziegelei neue Trockenhallen gebaut wurden (der Betreiber von mein-wilster wirkte seinerzeit als Maurerlehrling hieran mit), stellte die Ziegelei 1969 ihren Betrieb ein; der noch zur Verfügung stehende Ton erfüllte qualitativ nicht mehr den Ansprüchen.

Bildrechte: nicht bekannt
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1932 Personal der Genossenschafts Meierei Wilster

Personal der Genossenschafts-Meierei Wilster
1932 Die Kontoristin Annemarie Kuhrt der Genossenschaft-Meierei Wilster an ihrem Arbeitsplatz.
1930 Vorstand der Genossenschafts Meierei Wilster

ca. 1932 Das Personal der im Jahre 1928 gegründeten Genossenschafts-Meierei Wilster.
Die Betriebs-, Verwaltungs- und Wohngebäude der Meierei waren an der heutigen Tagg-Straße in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen ersten Bahnhof der Stadt Wilster errichtet worden.
Bild 1: Neben den männlichen Mitarbeiter steht die Kontoristin Annemarie Kuhrt, welche später den Wilsteraner Tischlermeister Heinrich von Holdt heiratete.
Bild 2: Die Kontoristin Annemarie Kuhrt der Genossenschaft-Meierei Wilster an ihrem Arbeitsplatz. Es ist heute kaum nachvollziehbar, wie spartanisch noch vor achtzig Jahren die Büroeinrichtung eines zu der Zeit moderenen Betriebes war.
Bild 3: Der Vorstand der Genossenschafts-Meierei Wilster vor dem Eingangsbereich des Verwaltungstraktes der Meierei.

Bildrechte: nicht bekannt

1933 Niederlassung der Bavaria & St. Pauli Brauerei

1933 Die Gebäude der Niederlassung Wilster der Hamburger Bavaria & St. Pauli Brauerei wurden in der Deichstraße errichtet – als letztes wurde das zugehörige Wohngebäude Deichstraße 72 fertiggestellt (Bild 1).
Zuvor war im Gebäude Deichstraße 71 die Bier Handlung von Albin Schrödel betrieben worden.
In dem Keller links war im II. Weltkrieg ein provisorischer Luftschutzbunker eingerichtet, in welchen alle Nachbarn aus den umliegenden Häusern flohen, wenn ein Flieger-Angriff drohte. So verbrachte auch Peter von Holdt als kleiner Junge während des Terror-Angriffs auf Wilster am 15. Juni 1944 die Zeit in diesem Keller.
In dem kleinen Gebäude links war in dem hier sichtbaren Teil eine Stallung für zwei Zug-Pferde für die Bierkutsche eingerichtet; im hinteren Teil des Gebäudes war auf einer Rampe das Lager für die leeren Bierfässer und das Leergut.
Der Wilsteraner Polizist (Wachtmeister sagte man damals) Frischkorn inspiziert die Baustelle (Bild 2).
Im Hintergrund ist das danach noch erweiterte Gebäude für das Getränkelager mit den darin befindlichen Eiskellern bereits fertig gestellt. Rechts grenzen die etwa gleich hohen Stallungen des damals noch in der Stadt liegenden Landwirtschaftlichen Betriebes von Walter Ruge (am Bartholomäus-Gang) an. Das hohe Gebäude links wurde abgebrochen, um dem Neubau des Wohnhauses, der Zufahrt und eines Betriebsgebäudes Platz zu machen. (Bild 3).
Die rückwärtige Zufahrt zum Betrieb erfolgte direkt zur Wende (Bild 4); erst etwa 1948 wurde die Ausfahrt großzügiger gestaltet und die Zufahrt im kurzen Bogen über den vorderen Teil des Stadtparks geführt.
Im Hintergrund ist die Waffenhalle sowie das Geschäftshaus der Schlachterei von Heinrich Schlüter zu sehen.

Bildrechte: Wilhelm Köberlein

1933 Niederlassung der Hamburger Bavaria & St. Pauli Brauerei

1933 Die Gebäude der Niederlassung Wilster der Hamburger Bavaria & St. Pauli Brauerei wurden in der Deichstraße errichtet – als letztes wurde das zugehörige Wohngebäude Deichstraße 72 fertiggestellt (Bild 1).
Zuvor war im Gebäude Deichstraße 71 die Bier Handlung von Albin Schrödel betrieben worden.
Betriebsleiter in Wilster war der Braumeister Willy (Wilhelm) Köberlein; er war ein überaus freundlicher Mann, bei dem die Kinder aus der Nachbarschaft viele Freiheiten hatten, weshalb sie ihn und seine Ehefrau Irma überaus schätzten.
Herr Köberlein steht hier neben dem Polizisten mit dem Tschako. Der Wilsteraner Polizist (Wachtmeister sagte man damals) Frischkorn inspiziert die Baustelle (Bild 2)
Polizist Frischkorn hatte den Spitznamen „Fiedam“ und wenn sein Tschako irgendwo auftauchte, hieß es „ Fiedam kummt!“ Dabei war er ein sehr angenehmer Vertreter seiner Zunft, der auch einmal augenzwinkernd für Ordnung sorgen konnte. Die Wache war seinerzeit im Spritzenhaus am Neumarkt untergebracht.
Das Bier wurde seinerzeit in hölzernen Fässern transportiert; mittel eines Fuhrwerk wurden die Bierfässer sowie die Kohlensäure-Flaschen zu den Gaststätten befördert.
Der Haushalt der Niederlassung wurde von Irma Köberlein geführt, die hier mit ihrer Schwiegermutter Lina Köberlein auf dem rückwärtigen Teil des Anwesens steht (Bild 3).
Hinter den aufgestapelten Fässern ist das an der Wende stehende Haus der Hutmacherin Tamara Siebeneicher zu sehen, rechts sind Bäume des Stadtparks sowie Gebäude der Schlachterei Schlüter zu erkennen.
Das Fuhrwerk der Niederlassung fährt hier über die Wende; hinter dem Gespann ein Gebäude der Schlachterei Schlüter (Bild 4).
Weil aber auch Gaststätten im Umland von Wilster zu versorgen waren, wurde bald ein dreirädriges Kraftfahrzeug der Marke „Goliath“ angeschafft.

Bildrechte: Wilhelm Köberlein

1934 Gewinnung von Natureis für die Niederlage Wilster der Bavaria & St. Pauli Brauerei

1934/35 Gewinnung von Natureis für die in der Deichstraße gelegene Niederlassung der Hamburger Bavaria & St. Pauli Brauerei.
Der Betriebsleiter, Braumeister Wilhelm Köberlein – ein Franke, wenn man ihn einen Bayern nannte, konnte er ungehalten werden – organisierte in jedem Winter das Abfischen von Eis vom Karpfenteich (Bild 1) in der Neustadt und vom Hofgraben des Hofes Rademann in „Hinter der Stadt“.
Damals kühlten sowohl die Brauerei als auch die Wirte in Wilster ihre Getränke noch mit Natureis.
Das Eis wurde in großen Schollen abgefischt und grob zerkleinert (Bild 2), dann mit Fuhrwerken zum Elevator-Turm an der Deichstraße gebracht, wo es weiter zerkleinert wurde (Bild 3).
Der Elevator förderte das Eis im Turm in die Höhe, von wo es dann mittels einer Rutsche durch eine Luke im Dach in den jeweiligen Eiskeller abgeworfen wurde (Bild 4).
Die Wände der Eiskeller waren zweischalig und der Hohlraum dazwischen zwecks Isolierung mit Torfmull gefüllt. Das Eis schmolz daher nur sehr langsam und es war immer soviel Eis vorhanden, um über einen Zeitraum von zwei Jahren die Wilsteraner Wirte damit versorgen zu können.
Erst mit dem Aufkommen elektrischer Kühlaggregate wurde Mitte der 1950er Jahre die Gewinnung von Natureis eingestellt. Die Fotos zeigen die Eisgewinnung, wie sie 1934/35 vorgenommen wurde.

Bildrechte: Wilhelm Köberlein

1935 Deichstraße, Schuster Scheel

ca. 1935 Deichstraße 76
In dem Haus Deichstraße 76 - das heute noch fast unveränderte Gebäude steht unmittelbar am ehemaligen Burggraben - betrieb der Schuhmachermeister Johannes Scheel bis etwa 1950 seine Werkstatt und sein kleines Ladengeschäft.
Johannes Scheel ist hier im Eingang seines Geschäftes stehend abgebildet.

Bildrechte: nicht bekannt
Die Abbildung wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn Reinhard Sötje

1936 - 1950 Firma W. Langbehn Inh. K. Trammnitz Am Steindamm a

1936 Firma W. Langbehn Inh. K. Trammnitz Am Steindamm
1936 übernahm der Autoschlosser-Meister Kurt Trammnitz den Kfz.-Reparatur Betrieb W. Langbehn an der Straße Am Steindamm;
er war ein Schwiegersohn des vorherigen Firmeneigners.
Auf dem Gelände betrieb der neue Inhaber mit seinem Bruder einen Auto-Reparatur Betrieb, welcher zunächst unter dem alten Firmennamen weiter geführt wurde.
Als gesonderte Firma betrieb Kurt Trammnitz auch einen Omnibus Betrieb.
An der Straße war vor dem Betriebsgebäude eine zunächst noch unbedachte Tankstelle eingerichtet.

Bildrechte: Familie Langbehn
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster

1936 - 1950 Firma W. Langbehn Inh. K. Trammnitz Am Steindamm b

1936 Firma W. Langbehn Inh. K. Trammnitz Am Steindamm
Der Autoschlosser-Meister Kurt Trammnitz hatte 1936 den Kfz.-Reparatur Betrieb W. Langbehn von seinem Schwiegervater übernommen; W. Langbehn starb im Jahre 1940.
Auf dem Gelände betrieb der neue Inhaber mit seinem Bruder einen Auto-Reparatur Betrieb, welcher zunächst unter dem alten Firmennamen weiter geführt wurde.
Als gesonderte Firma betrieb Kurt Trammnitz auch einen Omnibus Betrieb;
auch eine Fahrschule wurde eingerichtet.
Die an der Straße vor dem Betriebsgebäude befindliche Tankstelle erhielt um 1948 eine Überdachung.

Bildrechte: Familie Langbehn
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster

1936 - 1950 Firmen Trammnitz Am Steindamm c

ca. 1948 Die Straße Am Steindamm, abgebildet auf dem unteren Bild einer Mehrbild-Ansichtskarte.
Bild 1 Ausschnitt
Bild 2 Mehrbild-Ansichtskarte (oben: Bahnhof; mittig: Ostland Siedlung; unten: Am Steindamm)
Bild 3 Teil des Betriebshofes der Firma Trammnitz
Bild 4 Wohngebäude der Familien Langbehn und Trammnitz
Der Autoschlosser-Meister Kurt Trammnitz hatte 1936 den Kfz.-Reparatur Betrieb W. Langbehn von seinem Schwiegervater übernommen; W. Langbehn starb im Jahre 1940.
Auf dem Gelände betrieb der neue Inhaber mit seinem Bruder einen Auto-Reparatur Betrieb, welcher zunächst unter dem alten Firmennamen weiter geführt wurde.
Als gesonderte Firma betrieb Kurt Trammnitz auch einen Omnibus Betrieb;
auch eine Fahrschule wurde eingerichtet
und an der Straße vor dem Betriebsgebäude eine Tankstelle.

Bildrechte: Familie Langbehn
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster

1936 Geschäftshaus der Firma Hinrich M. Laackmann am Kohlmarkt

1936 Geschäftshaus der Firma Hinrich M. Laackmann am Kohlmarkt.
Im Jahre 1936 konnte die am Kohlmarkt mit Dünger und Kohlen handelnde Firma von Hinrich M. Laackmann ihr hundertjähriges Bestehen feiern. Die Jahreszahlen am Giebel sowie der Kranzschmuck weisen auf diesen Anlaß hin.
Die Vorderfront des Gebäudes ist bereits verändert gegenüber älteren Aufnahmen, welche noch die früher in Wilster häufig vorhandene Fachwerk-Bauweise zeigen.
Im Jahr 1958 bestand die Firma offenbar nicht mehr, denn sie ist in dem aus diesem Jahr stammenden Wilsteraner Adressbuch nicht mehr verzeichnet. Das Gebäude stand in den 1960er Jahren sogar eine Zeit lang leer.

Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Dieter Voß, Burg in Dithmarschen

1940 "Hotel Stadt Hamburg" am Marktplatz

1940 "Hotel Stadt Hamburg" am Marktplatz
In dem zwischen dem Gebäude von Christian Haack und dem vom Markt zum Stadtpark führenden Bartholomäusgang gelegenen Gebäude war das „Hotel Stadt Hamburg“ , vormals "Nissen´s Gasthof", untergebracht (nach dem II. Weltkrieg Fahrrad Wittrock und Elektro-Kühl, heute Bäckerei).
Die Straßenfront des Gebäudes ist in den oberen Etagen heute noch weitgehend unverändert.
Der hohe Flaggenmast vor dem Hotel verdeutlicht, daß seinerzeit die Wilsteraner positiv patriotisch waren, denn man zeigte Flagge!
Vor dem Gebäude hielten seinerzeit die Postbusse.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung die Aufnahme stammt

1940 Lederfabrik Falk & Schütt an der Rumflether Straße

1940 Lederfabrik Falk & Schütt an der Rumflether Straße
Die Lederfabrik von Falk & Schütt in Rumfleth machte gemeinsam mit der Lederfabrik „Gebrüder Böhme“, der späteren Vacheleder-Fabrik "Ballin" in Landrecht, nach dem Jahre 1890 die Stadt Wilster zu einem bedeutenden Standort der Lederindustrie. Um 1900 waren die Wilsteraner Lederwerke die größten Europas.
Wilsters Bevölkerung wuchs in den Jahren 1890 bis 1901 von 2716 auf 5124 Einwohner;
Es entstanden typische Arbeiterquartiere, so unter anderem auch in der noch heute zur Gemeinde Nortorf gehörenden Vereinsstraße.
Arbeiterwohngebiete in den Landgemeinden in Landrecht, Dammfleth und Nortorf wurden eingemeindet.
Die Arbeiter mußten 60 Stunden die Woche arbeiten; 1889 kam es wegen des Lohnes und der Arbeitsbedingungen zu einem 24 Wochen dauernden Streik; Ursache war auch der zur Schau gestellte protzige Lebensstil der Inhaber.
Eine Katastrophe für die Stadt waren die verheerenden Brände bei Böhme (1903) und Falk & Schütt (1907).
Die Fabriken verloren danach rasch an Bedeutung und die Fabrik von Falk & Schütt ging Mitte der 1930er Jahre in Konkurs. Die Lederfabrikation überdauerte unter einem anderen Betreiber, wenn auch stark verkleinert, die Zeit bis nach dem II. Weltkrieg.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1941 Fabrikationsräume der Wilsteraner Lederfabrik Falk & Schütt

1941 Blick in die Fabrikationsräume der Wilsteraner Lederfabrik Falk & Schütt an der Rumflether Straße.
Wilster war früher eine Leder-Stadt;
siehe dazu den Spruch an der Wand im Alten Rathaus:
Die Heuwt die henck ich in den Bach /
Werf sie in den Escher darnach /
Dergleich die Kalbfell auch also /
Danach werff ich sie in das Loh /
Da sie in Ruhe eine Zeit erlangen /
Darnach henck ichs auff an die Stangen /
Wüsch darnach ab mit ein Harwüsch /
Und habs feyl auf dem Ledertisch.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung die Aufnahme stammt

1941 Fabrikationsräume in der Lederfabrik Falk & Schütt

1941 Blick in die Fabrikationsräume mit Zuschneide-Tischen im Obergeschoß der Wilsteraner Lederfabrik Falk & Schütt an der Rumflether Straße.
Um die vorletzte Jahrhundertwende hatte Wilster die zu der Zeit größten Europäischen Lederfabriken in seinen Mauern; sie verloren aber rasch an Bedeutung und die Fabrik von Falk & Schütt ging Mitte der 1930er Jahre in Konkurs. Die Lederfabrikation überdauerte unter einem anderen Betreiber, wenn auch stark verkleinert die Zeit bis nach dem II. Weltkrieg.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung die Aufnahme stammt

1941 Lederfabrik Falk & Schütt und Futtermittelfabrik Günther & Co. in der Rumflether Straße

1941 Rumflether Straße
vorne rechts die Lederfabrik Falk & Schütt;
die Fabrik von Falk & Schütt ging Mitte der 1930er Jahre in Konkurs. Die Lederfabrikation überdauerte unter einem anderen Betreiber, wenn auch stark verkleinert, die Zeit bis nach dem II. Weltkrieg bis weit in die 1950er Jahre.
Im Hintergrund rechts die 1919 gegründete Futtermittelfabrik Günther & Co. (eigentlich: Firma Schleswig-Holsteinische Trocknungs- und Mahlwerke Günther & Co.)
Die Futtermittelfabrik war im Bereich des Bahnübergangs mit einer über die Rumflether Straße führenden gedeckten Transportbrücke mit den Lagergebäuden auf der anderen Straßenseite verbunden.
Im Jahre 1967 zog in die Gebäude der Trocknungswerke die Möbelgroßhandlung Grünhagen ein.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1941 Schlachterei von Holdt am Klosterhof

1941 Geschäftshaus der Schlachterei von Holdt am Klosterhof.
Das Gebäude sollte kurz darauf durch einen Neubau ersetzt werden. Vor dem Gebäude stehen von links: der Architekt Johannes von Holdt, H. Levezow, Nikolaus von Holdt sen. und Nikolaus von Holdt jun. (Bild 1).
Das Foto (Bild 4) mit dem neuen Gebäude entstand etwa 1950;
vor dem Gebäude (Bild 3) stehen Nikolaus von Holdt jun. und Nikolaus von Holdt sen., H. Gripp und H. Levezow.
Die Familie ist seit fast 350 Jahren (ab 1666) in Wilster ansässig gewesen und führte den Schlachterei-Betrieb in der sechsten Generation, als infolge des Ausbaues der Straße Klosterhof im Jahre 1985 die Gebäude des Betriebes abgebrochen wurden.
Der Betrieb mußte nach Itzehoe-Wellenkamp ausweichen, weil es der Stadt Wilster nicht gelang, ein geeignetes Grundstück auszuweisen.

Bildrechte: nicht bekannt;
die Fotos wurden zur Verfügung gestellt von:
Nikolaus von Holdt, Wellenkamp

1948 Tram Wohnwagen wurden am Steindamm in Wilster entwickelt und gebaut - a

1948 Tram Wohnwagen wurden am Steindamm in Wilster entwickelt und gebaut
Noch vor der Währungsreform (20. Juni 1948) entwickelte und baute die Firma Kurt Trammnitz an der Straße Am Steindamm einen Wohnwagen.
Das eigenwillige kleine Gefährt hatte eine eiförmige Form und wurde daher auch als Trammnitz Ei bezeichnet.
Bild 1 zeigt die Tragekonstruktion des Wohnwagens
Bilder 2 und 3 das fertige Gefährt
Bild 4 Details der Inneneinrichtung
Wieviele der in zwei unterschiedlichen Größen gebauten Wohnwagen in Wilster hergestellt wurden, ist nicht bekannt. Die Firma siedelte zum 01. April 1950 nach Pünstorf bei Itzehoe um, wo sie allerdings bereits im darauf folgenden Jahr in Konkurs ging. Der Firmeninhaber ließ seine Familie zurück und setzte sich in die USA ab; dabei wurde er begleitet von der damaligen Ehefrau eines bekannten Wilsteraner Möbelhändlers - doch das ist eine andere Geschichte.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster

1948 Tram Wohnwagen wurden am Steindamm in Wilster entwickelt und gebaut b

1948 Tram Wohnwagen wurden am Steindamm in Wilster entwickelt und gebaut
Noch vor der Währungsreform (20. Juni 1948) entwickelte und baute die Firma Kurt Trammnitz an der Straße Am Steindamm einen Wohnwagen.
Das eigenwillige kleine Gefährt hatte eine eiförmige Form und wurde daher auch als Trammnitz Ei bezeichnet.
Bild 1 zeigt ein Gespann (Personenwagen und Wohnwagen)
Bilder 2 und 3 das Werbe-Faltblatt der Firma Trammnitz
Bild 4 Ehepaar Kurt und Annemarie Trammnitz
Die Firma siedelte zum 01. April 1950 nach Pünstorf bei Itzehoe um, wo sie allerdings bereits im darauf folgenden Jahr in Konkurs ging.
Auf dem Gelände Am Steindamm siedelte sich die zum damaligen Zeitpunkt ihren Hauptsitz in Bergkirchen bei Bad Oeynhausen habende Firma Pott an. Diese betrieb in Wilster bis in das Jahr 1973 eine Kfz.-Reparatur Werkstatt sowie einen Omnibus Betrieb.

Bildrechte: nicht bekannt
Die Fotos und das Faltblatt wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster

1949 Eine Werft im Möbelladen in der Deichstraße

1949 Komplizierter Stapellauf der Segeljacht Johanna.
Der Wilsteraner Tischlermeister Heinrich von Holdt erbaute im Jahre 1949 in dem zu der Zeit leer stehenden Möbelladen im Hause Deichstraße 18 eine große Segeljacht für Albert Bergner; dieser war Revierförster im Schierenwald bei Lockstedt.
Die Jacht wurde auf einem Bootswagen durch die Deichstraße zum Landrecht gezogen, wo sie in rustikaler Art zu Wasser gelassen wurde.
Zum Zwecke des Innenausbaues machte sie danach am Rosengarten hinter der Tischlerwerkstatt von Holdt fest, wo noch andere Segeljachten fertig gestellt wurden.
Der gesamte Bericht zu dem Vorgang findet sich unter: Werft im Möbelladen

Bildrechte: Heinz Sinn, Wilster

1949 Möbelgeschäft und Tischlerei in der Deichstraße

1949 Möbelgeschäft im Haus Deichstraße 18
Nachdem der zuvor leerstehende Laden für den Bau einer Segeljacht zweckentfremdet worden war, wurden in ihm wieder Möbel angeboten.
Der Eigentümer, Tischlermeister Heinrich von Holdt, betrieb gleichzeitig in der hinter dem Hause unmittelbar an der Wilsterau stehenden Werkstätte eine Tischlerei.
Einer der ersten ausländischen Arbeiter - sie wurden seinerzeit als Gastarbeiter bezeichnet - war zu Beginn der 1960er Jahre der Spanier Joaquin Guzman. Bild 2 zeigt ihn zusammen mit Heinrich von Holdt in der Tischlerei.

Bildrechte: nicht bekannt

1950 - 1973 Firma Pott, Kraftfahrzeug Werkstatt und Omnibus Betrieb a

ca. 1960 Der Kfz.-Reparatur und Omnibus Betrieb Wilhelm Pott Am Steindamm
Nachdem im Jahre 1950 die Firmen der Brüder Trammnitz mit großen Erwartungen von Wilster nach Pünstorf bei Itzehoe umgesiedelt waren und dort bald scheiterten, wurden die bisher von ihnen in Wilster genutzten Örtlichkeiten neu verpachtet.
Auf dem Gelände Am Steindamm siedelte sich zum 01.04.1950 die zum damaligen Zeitpunkt ihren Hauptsitz in Bergkirchen bei Bad Oeynhausen habende Firma Pott an. Diese betrieb in Wilster bis in das Jahr 1973 eine Kfz.-Reparatur Werkstatt sowie einen Omnibus Betrieb;
sie bediente den Linien Verkehr auf der Strecke Brunsbüttelkoog - Wilster - Itzehoe
Zur Zeit der Aufnahmen befand sich die Tankstelle noch unmittelbar vor dem Betriebsgebäude.
Die Hoffläche des Betriebes war lediglich mit Schotter befestigt.

Bildrechte: nicht bekannt
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster

1950 - 1973 Firma Pott, Kraftfahrzeug Werkstatt und Omnibus Betrieb b

ca. 1966 Der Kfz.-Reparatur und Omnibus Betrieb Wilhelm Pott Am Steindamm
Zum 01.04.1950 hatte sich auf dem Anwesen der vormaligen Firmen Trammnitz die zum damaligen Zeitpunkt ihren Hauptsitz in Bergkirchen bei Bad Oeynhausen habende Firma Pott angesiedelt.
Wilhelm Pott betrieb in Wilster eine Kfz.-Reparatur Werkstatt sowie einen Omnibus Betrieb, welche nach seinem Tode von seinem Sohn Helmut bis 1973 weiter betrieben wurde;
sie bediente den Linien Verkehr auf der Strecke Brunsbüttelkoog - Wilster - Itzehoe
Zur Zeit der Aufnahmen war neben dem Hauptgebäude ein kleiner Pavillon errichtet und der Standort der Tankstelle dorthin verlegt worden; sie stand zuvor unmittelbar vor dem Betriebsgebäude.
Die Hoffläche des Betriebes war lediglich mit Schotter befestigt.
Auf dem hinteren Teil des Betriebsgeländes befand sich die separate Firma Vulkanisier Betrieb Albert Ebbecke (später Naujokat).

Bildrechte: nicht bekannt
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster

1950 Tram Motorroller wurden am Steindamm in Wilster entwickelt und gebaut - a

1950 Tram Motorroller der Firma Trammnitz wurden in Wilster entwickelt und gebaut
Es war unmittelbar nach der Währungsreform, als bei der Firma Kurt Trammnitz GmbH in Wilster an der Straße Am Steindamm Motorroller entwickelt und gebaut wurden. Die Firma hatte die Idee der hier zunächst nur als italienische Modeerscheinung angesehenen Motoroller (Vespa, Lambretta) aufgegriffen, und einen eigenen robusten Gebrauchsroller entwickelt, gebaut und auf dem Markt gebracht. Nachdem in Wilster drei oder vier Exemplare des Gefährts gebaut worden waren, hatten die Firmeneigner in Erwartung eines raschen Aufschwunges den Firmensitz vom Steindamm in Wilster nach Pünstorf bei Itzehoe verlegt. Die Betriebsanlagen der Firma am Steindamm in Wilster wurden von der Firma Pott übernommen, welche eine Autoreparatur-Werkstatt betrieb und dort auch ein Omnibus Unternehmen begründete.
Der Firma Trammnitz war jedoch kein bleibender Erfolg vergönnt, denn sie mußte bereits 1951 Konkurs anmelden, nachdem sie etwa 100 Motorroller der Marke Tram 100 hergestellt hatte und der Verkauf hinter den Erwartungen zurück geblieben war.
Hinter den von ihnen gefertigten Motorrollern hat die Belegschaft der Firma Aufstellung genommen; flankiert von den Firmeninhabern (jeweils mit Hut) Herbert Trammnitz links und Kurt Trammnitz rechts (Bilder 2 und 3).

Bildrechte: nicht bekannt; die freundlicherweise überlassenen Fotos stammen aus dem Familienalbum von Herrn Gerhard Weichelt, Wilster

1950 Tram Motorroller wurden am Steindamm in Wilster entwickelt und gebaut - b

1950 Tram Motorroller der Firma Trammnitz wurden in Wilster entwickelt und gebaut
Der Tram Firmenprospekt der Firma Trammnitz aus dem Jahre 1950
Herr Dirk Buhmann, Harrislee, dessen Hobby das Thema „Motorroller“ ist, hat mit Gerhard Weichelt, Wilster, einen seinerzeit bei der Firma Trammnitz beschäftigten Zeitzeugen besucht und hierüber einen Artikel geschrieben. Dieser Artikel wird mit freundlicher Einwilligung des Autoren nachfolgend vorgestellt:
Tram – Die Vespa aus Schleswig-Holstein
Hochzeitsfotos, Gruppenbilder, Motorroller – der Blick in das Familienalbum von Gerhard Weichelt aus Wilster führt zurück in das Jahr 1950. Die „Gute alte Zeit“, Teamgeist und viel Ideenreichtum wird auf den ersten Blick sichtbar. Und wenn dann schon der Flugzeugingenieur Herbert Trammnitz und der Inhaber einer Autowerkstatt (Kurt Trammnitz) eine Idee haben, so kann dabei nur ein Motorroller entstehen. Tram – Das wirtschaftlichen Fahrzeug für Jedermann.
„Der 1. Roller wurde in Wilster am Steindamm gebaut“ berichtet Gerhard Weichelt aus Wilster, der als kaufmännischer Mitarbeiter bei der Kurt Trammnitz GmbH in Wilster tätig war. „Die Kollegen waren motiviert und hatte vielen Ideen“ erzählt Gerhard Weichelt noch heute mit Wehmut und spürbarem Stolz. Grundlage für eine sichere Finanzierung war eine vorzeigbare Erstproduktion. Die Landesregierung hatte zu entscheiden – so Weichelt. Bleche und weitere Einzelteile wurden eingekauft und montiert. Gebaut wurden ca. 100 Motorroller für – so ist es im Prospekt u.a. zu lesen - für die Dame, Sportlerin, berufstätige Frau, Hebamme usw.
Doch die 100 produzierten Fahrzeuge mussten auch verkauft werden. Kurt Trammnitz besuchte Fachwerkstätten um diese für den Verkauf und die Wartung zu gewinnen. Die geringen Absatzzahlen führten dazu, dass der Gründungskredit nicht gewährt wurde und damit die wirtschaftliche Zukunft nicht gegeben war. Bereits 1951 folgte der Konkurs und damit das schnelle Ende für die Firma, die eine Ausweitung und Betriebsverlagerung nach Pünstorf vorgenommen hatte. Kurt und Herbert Trammnitz gingen in die Vereinigten Staaten von Amerika. Vom Betriebsgelände am Steindamm in Wilster erinnert heute nichts mehr an die Vespa aus Schleswig-Holstein. Auch scheinen keine Fahrzeuge von Tram mehr vorhanden zu sein.
Danke: Vielen Dank – lieber Herr Gerhard Weichelt aus Wilster - für die Informationen sowie die überlassenen Familienfotos und den einmaligen Tram Firmenprospekt aus dem Jahr 1950.
Dirk Buhmann, 13.05.2010

Kontaktdaten:
Dirk Buhmann
Margarethe-Jacobsen-Str. 2
24955 Harrislee
Tel.: 0461/5003918
Dirk-Buhmann@web.de

1950 Tram Motorroller wurden am Steindamm in Wilster entwickelt und gebaut - c

1950 Tram Motorroller der Firma Trammnitz wurden in Wilster entwickelt und gebaut
Die Tram Roller wurden zunächst in Wilster und dann in Pünstorf bei Itzehoe hergestellt; offenbar betrug die gesamte Produktion dieses Rollers nur knapp einhundert Stück.
Nach derzeitigem Wissensstand sind gegenwärtig nur noch das abgebildete Exemplar sowie ein weiteres erhalten.
Der abgebildete und zu dem Zeitpunkt noch nicht instandgesetzte Tram-Roller hat einen 118 ccm Zweigang Ilo Motor und eine 4,00-8 Bereifung.
Der abgebildete Motor-Roller befindet sich im Eigentum von
Klaus Flechsig
Weberstraße 28
87700 Memmingen
Tel.: 08331 88583
welcher eine umfangreiche Sammlung zweirädriger alter Fahrzeuge besitzt.
Hier geht es zur Sammlung Klaus Flechsig

Bildrechte: Klaus Flechsig, Memmingen

1950 Tram Motorroller wurden am Steindamm in Wilster entwickelt und gebaut - d

1936 übernahm der Autoschlosser-Meister Kurt Trammnitz den Kfz.-Reparatur Betrieb W. Langbehn an der Straße Am Steindamm;
er war ein Schwiegersohn des vorherigen Firmeneigners.
Auf dem Gelände betrieb der neue Eigner mit seinem Bruder einen Auto-Reparatur Betrieb; gleichzeitig handelte er mit Kraftfahrzeugreifen, wofür er 1938 von der „Überwachungsstelle für Kautschuk und Asbest (Berlin W 50, Augsburger Straße 38) die Zulassung erhalten hatte.
Als gesonderte Firma führte Kurt Trammnitz auch einen Omnibus Betrieb.
Ab Mai 1945 wurde das zugehörige Wohnhaus und ab September 1945 die Werkstatt von englischen Truppen beschlagnahmt.
Aus dem angefügten Zeitungsartikel (Bild 4) der Wilsterschen Zeitung vom 17.03.1950 erfahren wir, daß die Brüder Trammnitz zum 01.04.1950 ihren um neue Innovationen (Entwicklung und Fertigung von Wohnwagen und Motor-Rollern) erweiterten Betrieb nach Itzehoe verlegten. Dort allerdings mußten die Firmeneigner bereits 1951 Insolvenz anmelden.
Die vorgestellten Fotos stammen aus der Zeit um 1948

Bildrechte: Familie Langbehn, Wilster
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster

1952 Sattlerei Andresen am Kohlmarkt

ca. 1952 Sattlerei von Hans Andresen am Kohlmarkt
Über Jahrhunderte hinweg waren in der Stadt Wilster viele kleine Handwerks-Betriebe der unterschiedlichsten Berufssparten ansässig.
Insbesondere in der Deichstraße und am Kohlmarkt war praktisch Haus bei Haus ein Handwerksbetrieb und/oder ein Ladengeschäft. Das Personal dieser kleinen Betriebe bestand in der Regel aus dem Handwerks-Meister, wenigen Gesellen und ein bis zwei Lehrlingen.
Ein solcher Betrieb war auch der des Tapezier- und Sattlermeisters Hans Andresen, der seine Werkstätte und das zugehörige Ladengeschäft im Hause Kohlmarkt 45 hatte.
Die Aufnahme zeigt den Meister bei der Fertigung seinerzeit für formschön angesehener Polstermöbel.
Ab den 1970er Jahren setzte allgemein eine Entwicklung ein, die den meisten der kleinen Betriebe die Existenzgrundlage nahm. Ein Verlust, den nicht nur die Stadt Wilster zu beklagen hatte.
Heute erinnern in einigen Städten an den Häusern angebrachte und liebevoll nostalgisch aufgemachte Schilder mit den zugehörigen Handwerks-Zeichen daran, welches Gewerbe in früheren Zeiten in ihnen betrieben wurde - das wäre vielleicht auch etwas für die Stadt Wilster!

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1955 Böttcherei von Heinrich Schinkel in der Rathausstraße

ca. 1955 Böttcherei von Heinrich Schinkel in der Rathausstraße
Die Böttcherei von Heinrich Schinkel in der Rathausstraße wurde bis Anfang der 1960er Jahre betrieben. Dort konnte man häufig von der Straße aus den Meister und seine Gesellen bei der Fertigung von Fässern beobachten.
Der uralte Beruf des Böttcher (auch: Faßmacher, Faßbinder, Büttner, Schäffler, Kübler) wird heute nur noch selten ausgeübt und beschränkt sich auf die Fertigung von Nischenprodukten.
Der Böttchermeister Hans Schinkel - er steht vor dem riesigen Faß (Bild 1) war von 1953 bis zu seinem Tode am 12. Dezember 1966 Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Wilster.
Innerhalb der Stadt Wilster transportierten - so wie auf Bild 2 - seinerzeit die Handwerker ihre gewichtigeren Produkte noch auf Handwagen.

Bildrechte: nicht bekannt
Die Bilder wurden freundlicherweise von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen, aus ihrer Sammlung zur Verfügung gestellt

1955 Haushaltswaren Handlung Peter Nagel Nachf. in der Schmiedestraße

1955 Die Lebensmittel, Porzellan und Haushaltswaren-Handlung Peter Nagel Nachf. (Inhaber Hans Kruse) in der Schmiedestraße war seinerzeit eines von sehr vielen Einzelwaren-Geschäften in Wilster.
Hier überwacht der Firmeninhaber Hans Kruse die Arbeit seines Lehrlings.
Es ist heute kaum noch vorstellbar, wie viele Ladengeschäfte der Einzelhändler für Möbel, Öfen, Elektroartikel, Spirituosen, Süßwaren, Gemüse, Milchwaren, Blumen, Textil- und Handarbeitswaren, Lederwaren, Schuhe, Lebensmittel und Haushaltswaren, Eisenwaren, Tabakwaren, Spielwaren und Fahrräder
sowie Geschäfte der Fleischer, Bäcker, Schuster, Friseure, Drogisten, Hutmacher, Uhrmacher und Juweliere usw.
sowie mehrere Kioske es noch vor wenigen Jahrzehnten in Wilster gab. Es herrschte in Wilster und der Wilstermarsch fast ein geschlossener Kreislauf, in dem man fast eine Wilstermarsch-Mark als Zahlungsmittel hätte einführen können.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder Fotos von den Originalnegativen erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1955 Sack- und Planfabrik Spies an der Rumflether Straße

ca. 1955 Sack- und Planfabrik Spies an der Rumflether Straße
In den Gebäuden der vormaligen Ballin´schen Lederfabrik an der Rumflether Straße etablierte sich in den 1950er Jahren die Sack- und Planfabrik Spies, welche seinerzeit und so wie heute noch auch Zelte fertigte.
Das Foto zeigt den Eingangsbereich des Betriebes an der Rumflether Straße.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

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