Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Wilsteraner Betriebe

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1955 Steindamm - Tiefbaufirma Robert Looft

1955 Am Steindamm - Tiefbaufirma Robert Looft
Die Stadt Wilster hatte in den ersten Jahrzehnten nach dem II. WK gleichzeitig drei größere und überörtlich tätige Tiefbau-Firmen in ihren Mauern.
Dieses waren die Firmen von Friedrich Dethlefs, von Hermann Kruse und von Robert Looft.
Den an der Straße Am Steindamm gelegenen Betrieb des letztgenannten zeigt die Abbildung; links das Bürogebäude, rechts die Werkhalle.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1955 Städtische Sparkasse an der Straße Kohlmarkt

ca. 1955 Städtische Sparkasse an der Straße Kohlmarkt
Der abgebildete ursprüngliche Zustand des am Kohlmarkt stehenden Gebäudes erinnert sehr gewollt an die Fassade des Neuen Rathaus – sowohl Dachform als auch Anordnung der Fenster und der Tür sowie die Gliederung sind identisch.
In dem Gebäude befand sich zur Zeit der Aufnahme die Städtische Sparkasse Wilster (aufgegangen in die Verbandssparkasse Wilstermarsch); 1968 fusionierten Städtische Sparkasse und die Wilstermarsch Sparkasse.
Das Untergeschoß des Gebäudes wurde später umgestaltet und zunächst als Möbelausstellungsladen genutzt.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1955 Wilstermarsch Sparkasse am Markt

ca. 1955 Wilstermarsch Sparkasse am Markt
Untergeschoß des am Markt stehenden Gebäudes der damaligen Wilstermarsch-Sparkasse.
Anfang der 1970er Jahre sollte auf Beschluß der Gremien der Verbandssparkasse das die Häuserzeile an der Westseite des Marktplatzes mit seiner markanten Fassade prägende Gebäude zu Gunsten eines Allerweltsneubaues abgerissen werden. Der Betreiber dieser Heimat-Seite hat seinerzeit durch die Einschaltung des Landeskonservators dazu beigetragen, daß die Realisierung des Abrisses verhindert wurde.
1968 fusionierte die Wilstermarsch Sparkasse mit der Städtischen Sparkasse zur Verbandssparkasse Wilstermarsch; letztere ist vor einigen Jahren in die Sparkasse Westholstein aufgegangen.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1956 Baustoffhandlung Grothusen an der Burger Straße

ca. 1956 Baustoffhandlung Grothusen an der Burger Straße
Der Holzkaufmann Fritz-Heinrich Grothusen hatte seinen Betrieb an der Burger Straße 6. Die Zufahrt zu dem hinter dem Gebäude liegenden Lagerplatz war sowohl über eine Durchfahrt von der Burger Straße her möglich, als auch von der Tagg-Straße her über eine zusätzlich angelegte Zufahrt, welche die Passage größerer Fahrzeuge ermöglichte.
Das Betriebsareal war zuvor vom Baustoffhandel heinrich Langfeld genutzt worden.
Der Betrieb Grothusen handelte mit Baustoffen aller Art, jedoch hauptsächlich mit den verschiedensten Hölzern.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1956 Gärtnerei Meyer in der Mühlenstraße

ca. 1956 Gärtnerei Meyer in der Mühlenstraße
Die Flächen der Gärtnerei Meyer mit den Aufzuchtbeeten und den Gewächshäusern lag in dem Dreieck, welches gebildet wurde von Mühlenstraße und Rathausstraße. Die rückwärtigen Ansichten der an letzterer gelegenen Häuser sind im Hintergrund erkennbar.
Heute sind die Flächen der Wohn-Bebauung zugeführt.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1957 Baustoffhandlung Heinrich Langfeld an der Rumflether Straße

ca. 1957 Baustoffhandlung Heinrich Langfeld
Der heute noch bestehende Betrieb hat eine seit etwa 160 Jahren andauernde Geschichte. Zunächst an der Burger Straße ansässig, unterhielt er auch einen Lagerplatz an der Rumflether Straße 3 bis 5; diesen zwischen der Straße und der Wilsterau gelegenen Betrieb zeigt das abgebildete Foto.
Im Jahre 1967 erfolgte die Verlegung des Betriebes - es war eine Trennung zwischen den Firmen Langfeld und Grothusen erfolgt - auf die gegenüber liegende Straßenseite Rumflether Straße 10, wo die Betriebsanlagen bis zum heutigen Tag kontinuierlich der notwendigen Entwicklung angepaßt wurden.
Hier gibt es mehr zum heutigen Betrieb Heinrich Langfeld

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1957 Café Egge am Markt

ca. 1957 Das Café Egge am Markt 20
Das bereits in der vierten Generation betriebene Café Egge ist nicht nur für Besucher der Stadt Wilster eine ganz besondere Adresse.
Direkt gegenüber der St. Bartholomäus Kirche gelegen lockt das Café bereits seit mehr als 100 Jahren mit seinem meisterlich von Konditor Hand gefertigten besonderen Kuchen-Angebot ganz besonderer Qualität.
hier gibt es mehr Informationen über das Café Egge
Nachdem es in dem Betrieb am 08.02.2011 zu einem großen Schadenfeuer kam - die Backstube blieb erhalten - wurde das Café eingestellt und der Betrieb zum Jahresende 2011 völlig eingestellt; die Gebäude wurden an die mit einer Filiale benachbarte Volksbank Elmshorn verkauft, welche einen Umbau beabsichtigt.
Es ist sehr zu wünschen, wenn die Chance genutzt wird, die historischen Fassaden der Häuser des Café Egge in geeigneter Weise wieder herzurichten. Verwaltung und Rat der Stadt sind gefordert, ihren Einfluß geltend zu machen und die Investorin entsprechend zu sensibilisieren.
Es ist großer Wert darauf zu legen, daß die Innenstadt von Wilster ihr schönes altes unverwechselbares Gesicht behält. Die Versuchung, vermeintlich modern sein zu wollen, hat schon zu viele andere Städte uniform gemacht!


Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1957 Fuhrmann Willy Behrens mit seinem zweispännigen Fuhrwerk am Güterbahnhof in Wilster

Der Fuhrmann Willy Behrens mit seinem zweispännigen Fuhrwerk am Güterbahnhof in Wilster

ca. 1957 Fuhrwerk am Güterbahnhof
Der im Hause Schmiedestraße 23 wohnhafte Fuhrunternehmer Willy Behrens gehörte mit seinem Gespann viele Jahre in den Straßen der Stadt Wilster zum Stadtbild.
Willy Behrens transportierte mit seinem zweispännigen von Pferden gezogenen Fuhrwerk fast ausschließlich sogenanntes Stückgut; erst ab Mitte der 1960er Jahre verschwanden die Fuhrwerke aus Wilsters Straßen. Obwohl das Gefährt relativ leicht war, klirrten in den angrenzenden Häusern das Geschirr in den Schränken, wenn die hölzernen mit eisernen Reifen versehenen Ackerwagenräder über das seinerzeit in Wilster vorherrschende Kopfsteinpflaster rumpelten und die Hufeisen der Pferde Funken aus dem Pflaster schlugen.
Regelmäßg transportierte der Fuhrmann Willy Behrens Waren von und zum Bahnhof und zum Güterbahnhof in Wilster. Auf dem Foto ist hinter dem Fuhrwerk die Laderampe am Güterbahnhof zu erkennen.
Die Häuser im Hintergrund stehen in der Bahnhofstraße. In dem vorderen der Häuser hatte der Wilsteraner Fotograf Heinrich Ballerstädt sein Geschäft. Das Haus wurde später von dem langjährigen Wilsteraner Ratsherrn Hans Joachim Kühl erworben und als Wohnhaus genutzt.

Bildrechte: nicht bekannt

1957 Schmiede Otto Stücker & Sohn in der Burger Straße

1957 Schmiede Otto Stücker & Sohn in der Burger Straße
Der in dem Haus Burgerstraße 14 untergebrachte Betrieb widmete sich vorrangig dem Fahrzeugbau.
Aus heutiger Sicht ist es kaum noch nachvollziehbar, dass in dem Haus eine floriende Schmiede betrieben wurde. Passanten konnten von der Straße durch das zumeist offen stehende Tor in den Betrieb blicken, wo die Schmiede ihre Arbeit verrichteten. Man sah die Funken der Esse stieben und das grelle Licht der Schweißgeräte; der metallische Ton, wenn Eisen auf Eisen schlug, war in der gesamten Straße zu hören.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1957 Steinmetzbetrieb Albert Stechemesser & Sohn an der Allee/Rathausstraße

ca. 1957 Steinmetzbetrieb Albert Stechemesser & Sohn an der Allee/Rathausstraße
Seit etwa 130 Jahren ist der Steinmetzbetrieb Stechemesser in Wilster ansässig.
Bild 1 zeigt den Senior-Chef (zum Zeitpunkt der Aufnahme)
Bild 2 die gesamte Belegschaft wenige Jahre später. (Den Personen konnten noch keine Namen zugeordnet werden - um Mithilfe wird gebeten)

Bildrechte:
Bild 1: Heinrich Ballerstädt, Wilster
Bild 2: nicht bekannt;
das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Gerd Heutmann, Nuttel

1958 Geschäftshaus der Firma J.P.T. Andersen Söhne am Markt

ca. 1958 Geschäftshaus der Firma J.P.T. Andersen Söhne am Markt
Das in den Jahren 1912/13 erbaute Geschäftshaus der Firma J.P.T. Andersen Söhne beherrscht die Südseite des Marktplatzes.
Die Firma Andersen war seinerzeit das bedeutendste Textilwaren Geschäft in Wilster.
An den Seniorchef der Firma, Theodor Andersen, erinnert sich der Betreiber dieser Heimatseite mit großem Vergnügen. Der kleine freundliche alte Herr verteilte bei seinen ausgiebigen und ihn durch die Straßen der Stadt führenden Spaziergängen häufig Bonbon an die ihm diesbezüglich gerne begegnenden Kinder.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1958 Stickerei Sieger in der Zingelstraße

ca. 1958 Stickerei Sieger in der Zingelstraße
Im Gebäude der Villa Schütt in der Zingelstraße siedelte sich Anfang der 1950er Jahre die 1942 gegründete Stickerei H. Sieger an.
Die Firma fertigte Stickereien und Strickereien.
Sie existierte in Wilster bis zu Beginn der 1960er Jahre.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1959 Café Hansen am Markt

ca. 1959 Café Hansen am Markt
Das Café Hansen lag in der nordwestliche Ecke des Markt kurz vor der Einmündung der Zingelstraße.
In dem heute leider nicht mehr vorhandenen Gebäude mit der schönen klassizistischen Fassade war das Café Schöne, später Café Hansen und danach das Café Thörmer untergebracht - allesamt waren berühmt für ihren Creme-Schnitt Kuchen.
Am ehemaligen Standort des Cafés ließ die Verbandssparkasse Wilstermarsch anstelle des in den 1970er Jahren abgebrochenen Gebäudes ein Zweckgebäude mit bauklotzartigem Zuschnitt seiner Straßenfront errichten.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1960 Autohaus Gustav Pazewitsch am Steindamm

1960 Autohaus Pazewitsch am Steindamm in Wilster

ca. 1960 Autohaus Gustav Pazewitsch am Steindamm
Luftbild aus nördlicher Richtung auf den Kfz.-Handel und -Reparaturbetrieb von Gustav Pazewitsch.
Seinerzeit waren die Kfz.-Betriebe noch markengebunden. Der Betrieb Pazewitsch handelte mit Fahrzeugen der Marken AUDI und NSU. Später firmierte der Betrieb unter dem Namen Autohaus Stoldt-Pazewitsch und nahm Fahrzeuge der Marke VW in sein Programm auf.
Die Abbildung zeigt links noch die alte Ausstellungshalle, welche Anfang der 1970er Jahre bei einem Schadensfeuer zerstört wurde.
Der ganz rechts unten im Anschnitt erkennbare Fußweg führt zum heutigen Ahornweg in der Ostlandsiedlung, wo seinerzeit 3 Wohnhäuser - die sogenannten Lotsenhäuser - errichtet wurden.

Bildrechte: nicht bekannt

1960 Autovermietung Plett am Markt

ca. 1960 Tankstelle der Autovermietung Plett am Markt
Auf dem rückwärtigen Grundstück, welches vom Markt aus über die Zufahrt zwischen den Häusern des "Café Schöne" und der Gaststätte "Deutscher Hof" (später "Zur Eule" von Hermann Eul) erreichbar war, wurde seinerzeit die Autovermietung der Firma Plett betrieben.
Nach dem die Firma einen Neubau am Kohlmarkt errichtet und ihr Geschäftsfeld verändert hatte, war auf dem Gelände der Bus-Betrieb von Walter Quandt untergebracht.

Bildrechte: Firma Pett, Wilster
Die Bilder wurden freundlicherweise von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen, aus ihrer Sammlung zur Verfügung gestellt

1960 Gasthof "Holsteinisches Haus" an der Op de Göten SF

ca. 1960 Gasthof "Holsteinisches Haus" an der Op de Göten
Das Gasthaus "Holsteinisches Haus" von Johannes "Hanne" Holm war über einen sehr langen Zeitraum das Vereinslokal des Fußballvereins Alemannia Wilster 1904. Die Inschrift über der Eingangstür weist hierauf hin.
Als die Fußballer des SC Alemannia 04 weder beim Sportplatz am Colosseum noch beim Sportplatz auf dem Brook über Umkleideräume und sanitäre Anlagen verfügten, mußten sie und ihre Gegner nach den Spielen in ihrer verschwitzten und verdreckten Sportkluft durch die Straßen der Stadt zum Lokal laufen. Dieses änderte sich erst, nachdem am Brook eine entsprechende und höchst einfache Einrichtung erstellt worden war.
Das alles ist schon lange Geschichte, so wie auch die schon lange verschwundene in gelber Farbe gehaltene hölzerne Veranda vor dem Lokal.
Im Obergeschoß verfügte das Gasthaus über einen kleinen Saal, auf welchem häufig die Bälle örtlicher Vereine, wie der Segler Vereinigung Wilster oder der Schiffer Gilde "Die Eintracht", stattfanden. Auch bei den Veranstaltungen der Kinder-Gilde wurde der Saal genutzt.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster

Die vorgestellte Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1962 Werkstatt von Werkzeugmacher Boll am Kohlmarkt

1962 Werkstatt von Werkzeugmacher Johann Boll am Kohlmarkt
Die kleine Werkstatt lag im hinteren Teil des Hauses Kohlmarkt 47 und man konnte von dem kleinen zwischen den Häusern hindurch zum Klosterhof führenden Fußweg den Meister bei der Arbeit beobachten.
Die Werkstatt war fast allen Wilsteraner Jungs bestens bekannt, sorgte doch ihr Inhaber gegen ein kleines Entgelt für die alljährlich erforderliche Erneuerung des Hohlschliffs der Schlittschuhe.
Damals wurden die „Strietschen“ oder „Hackenreißer“ unter die Straßenschuhe geschnallt, denn spezielle Schlittschuh-Komplets hatte kaum jemand.

Bildrechte: Holger A. Hansen, Mülheim a. d. Ruhr

1964 Burger Straße, Schlachterei Beimgraben

1964 Burger Straße
Blick von der ehemaligen Querung über den Burggraben in Richtung Markt, an dessen westlicher Ecke ganz im Hintergrund noch das schöne Gebäude des Café Schöne (Inhaber Thörmer) steht.
In dem Gebäude im Vordergrund links war nachweislich des Reklameschildes der Friseur Salon von Dieter Bodenstedt (vorher Peter Ramm) untergebracht.
Das Gebäude auf der gegenüber liegenden Straßenseite mit der neu in Klinkersteinen aufgemauerten Fassade war das Geschäftshaus der Schlachterei Richard Beimgraben. Der Betreiber dieser Heimatseite hat 1961 als Maurer-Lehrling beim Umbau mitgewirkt und durfte seinerzeit als Vertrauensbeweis seines Lehrgesellen den Sturz über der Eingangstür mauern.

Bildrechte: Cramers Kunstanstalt KG., Dortmund

1965 Altersheim der Stadt Wilster

1965 Altersheim der Stadt Wilster
Das an der Einmündung der Straße Bischofer Deich in die Allee stehende markante Gebäude wurde bis 2003 als Alterheim der Stadt Wilster genutzt; danach wurde das Gebäude einer anderen Nutzung zugeführt.
Vor dem Gebäude ist rechts auf dem Bürgersteig einer der seinerzeit in Wilster noch vielfach vorhandenen Oberflurhydranten für die Feuerwehr erkennbar. Diese Hydranten wurden wahrscheinlich um 1915 in Wilster eingerichtet, denn in dem Jahr wurde Wilster erstmals an das von der Stadt Wilster betriebene Wasserwerk in Kleve angeschlossen; es förderte 35 cbm / Stunde und versorgte die Stadt über eine Fernleitung.

Bildrechte: Stramm Verlag, St. Michaelisdonn
Anmerkung: das als Originalabzug vorliegende Foto ist ein Probeabzug für eine Ansichtskarte.

1965 Krankenhaus Mencke Stift am Klosterhof

Krankenhaus Mencke Stift
Kindertagesstätte im Jahre 2010

ca. 1965 Krankenhaus Mencke Stift am Klosterhof
Nachdem im April 2008 die Gebäude des ehemaligen Wilsteraner Krankenhauses abgebrochen wurden, erinnert in der Stadt nichts mehr an diese für Wilster lange Zeit so wichtige Einrichtung.
Rechts neben der Zufahrt steht der Krankenwagen, welcher lange Zeit gefahren wurde von Emil Wilkens, der zugleich auch die Funktion eines Hausmeisters ausübte.
Das kleine Krankenhaus war auf Veranlassung des Sanitätsrats Dr. Wilhelm Mencke (* 01.07.1825 Itzehoe, + 27.02.1899 Wilster) gegen viele Widerstände gegründet und Anfang 1870 in Betrieb genommen worden. Es entwickelte sich sich zu einer für die Bewohner der Stadt Wilster und der Wilstermarsch überaus segensreichen Einrichtung. Was Ärzte und Personal dieses kleinen Krankenhauses in den gut 100 Jahren seines Bestehens geleistet haben, verdient Anerkennung und Respekt.
Es wäre angemessen, wenn in Wilster künftig in geeigneter Weise und öffentlich wahrnehmbar an das Krankenhaus und seinen Gründer erinnert würde!
Das Krankenhaus Mencke-Stift wurde in den Jahren 1867/70 erbaut und bis 1978 betrieben; es wurden alle anfallenden Krankheiten behandelt – es gab nur einen Arzt, (von 1930 bis 1966 den Chirurgen Dr. Günther) dem bei Operationen in Wilster niedergelassene Ärzte assistierten. Nach 1978 wurde von den Drs. Steppeler in den Gebäuden eine Pflegestation (bis 1982) betrieben.
Danach diente die Gebäude unterschiedlichen sozialen Einrichtungen. Heute befindet sich auf dem Areal der Neubau einer Kindertagesstätte (Bild 2), zu dessen architektonischer Gestaltung man kritisch etwas anmerken könnte.

Bildrechte: Stramm Verlag, St. Michaelisdonn
Anmerkung: das als Originalabzug vorliegende Foto ist ein Probeabzug für eine Ansichtskarte

1965 Rumflether Mühle

ca. 1965 Rumflether Mühle
Bis in das Jahr 1953 hinein nutzte die Rumflether Mühle , sie trägt den schönen Namen "AURORA", die Windkraft. Dann wurde die Mühle stillgelegt, von ihren Eigentümern aus der Müller-Familie Martens jedoch weiterhin tatkräftig unterhalten.
Der Mühlenbetrieb wurde bis 1991 von dem Müllermeister Hansdelf Martens geführt, welcher die Mühle von seinem Vater Detlef Martens übernommen hatte.
Die im Jahre 1981 unter Denkmalschutz gestellte Mühle prägt seit dem Jahre 1872 in wundervoll ästhetischer Weise die Gesamtansicht der Marschenstadt Wilster.
Die Mühle - einer der letzten Galerie-Holänder im Kreis Steinburg - ist auch heute noch mit Leben erfüllt. Zwar wird nicht mehr Korn gemahlen, doch lädt die Familie Martens zu vielfältigen Aktivitäten und Anlässen in die vorbildlich erhaltene und sanierte Mühle ein.
Wer mehr wissen oder sogar die Mühle besuchen möchte - und ein Besuch lohnt sich - wird in der Rumflether Mühle Informationen finden.

Bildrechte: nicht bekannt
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1980 ehemaliger Vulkanisier Betrieb Albert Ebbecke

ca. 1980 ehemaliger Vulkanisier Betrieb Albert Ebbecke
Im rückwärtigen Bereich des Am Steindamm gelegenen Geländes der hier seit dem 01.04.1950 ansässigen Firma Wilhelm Pott (Kfz.-Reparatur Werkstatt sowie einen Omnibus Betrieb) befand sich die separate Firma Vulkanisier Betrieb Albert Ebbecke (später Naujokat). Das alte Werkstattgebäude (Bild 1) wurde vor einigen Jahren entfernt.
Bild 2 zeigt den Betrieb im rückwärtigen Bereich der lediglich mit Schotter befestigten Hoffläche im Jahre 1965.
Bild 3 Das im Jahr 1985 aufgenommene Foto zeigt das zu dem Zeitpunkt nicht mehr genutzte und danach abgebrochene Betriebsgebäude, an dessen Standort heute ein Einfamilienhaus steht.

Bildrechte: nicht bekannt
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster

1995 ehemalige Niederlassung der Bavaria & St. Pauli Brauerei

1995 ehemalige Niederlassung der Bavaria Brauerei.
Im Bild die Getränkehandlung Hinz; hier war zuvor der Standort der Niederlassung Wilster der Hamburger Bavaria & St. Pauli Brauerei. Max Hinz hatte 1957 die Niederlage übernommen und 1966 erworben.
Von den im Jahre 1933 errichteten Gebäuden steht heute nur noch das ehemalige Wohnhaus Deichstraße 72; die Betriebsgebäude sind beseitigt.
In dem hohen Turm war ein Elevator installiert, mit dessen Eimerwerk im Winter das Natureis zum Abwurfschacht für die Eiskeller gefördert wurde (Bild 1)
Seinerzeit wurde das Eis zum Kühlen der Getränke noch von den im Winter zugefrorenen Eisflächen des Karpfenteichs in der Neustadt und einigen breiten Hofgräben gewonnen (Bild 2).
Wenn das Eis mindestens 8 cm dick war, wurde mit der Eisbergung begonnen. Die Schollen wurden grob zerkleinert und mit dem Pferde-Fuhrwerk zur Brauerei gebracht. Hier wurde das Eis weiter zerkleinert und dann in das Eimerwerk geschaufelt (Bild 3).
Der Elevator förderte das Eis im Turm in die Höhe, von wo es dann mittels einer Rutsche in den jeweiligen Eiskeller abgeworfen wurde (Bild 4).
Es war immer soviel Eis vorhanden, um über einen Zeitraum von zwei Jahren die Wilsteraner Wirte damit versorgen zu können. Erst mit dem Aufkommen elektrischer Kühlaggregate wurde Mitte der 1950er Jahre die Gewinnung von Natureis eingestellt.
Die beigefügten alten Fotos - sie haben leider keine gute Qualität - zeigen die Eisgewinnung, wie sie 1934/35 vorgenommen wurde.

Bildrechte: Peter J. von Holdt, Tungeln
Ältere Fotos: Wilhelm Köberlein

1995 Rumflether Mühle

ca. 1995 Rumflether Mühle "Aurora"
Die im Jahre 1872 errichtete Rumflether Mühle - sie trägt den Namen „Aurora“ - ist im Kreis Steinburg eine der letzten Galerie-Holländer Windmühlen und steht unter Denkmalschutz. Bereits im Jahre 1534 war nach königlichem Privileg auf dem Standort ihr erster Vorgänger erstellt worden.
Bis zum Jahr 1976 wurde von dem Wilsterau-Ewer („Christina“) - er war der letzte noch frachtfahrende Ewer auf der Wilsterau - zum Transport der Produkte des Müllermeisters Martens ein an die Mühle heranführender Sticharm der Wilsterau angelaufen.
Die Mühle ist mit zwei Mahlgängen und einer Haferquetsche ausgerüstet.
Die Flügel sind heute mit Segeln ausgerüstet.

Bildrechte: Artcolor, Hamm; Foto: Wolfgang Steche

1996 Rumflether Mühle

ca. 1996 Rumflether Mühle
Die Mühle "Aurora" an der Rumflether Straße prägt in wundervoll ästhetischer Weise die Gesamtansicht der Marschenstadt Wilster.
Die Mühle - einer der letzten Galerie-Holänder im Kreis Steinburg - ist heute noch mit Leben erfüllt. Zwar wird nicht mehr Korn gemahlen, doch lädt die Familie Martens zu vielfältigen Aktivitäten und Anlässen in die vorbildlich erhaltene und sanierte Mühle ein.
Wer mehr wissen oder sogar die Mühle besuchen möchte - und ein Besuch lohnt sich - wird in der Rumflether Mühle Informationen finden.

Bildrechte: Bilder 1 - 3 Familie Martens, Wilster
Bild 4: Uwe Karstens; es stammt aus dem Postkartenbuch "Mühlen in Schleswig-Holstein und Hamburg"; ISBN 3-89743-734-1, Verlag Artcolor, Hamm

Geschäftshaus Carl Kuskop; Carl Kuskop – ein Photograph in Wilster

Papier- und Buchladen des Ansichtskarten-Verlages von Carl Kuskop, Wilster
Wohn- und Geschäftshaus des Ansichtskarten-Verlages von Carl Kuskop, Wilster
um 1900 Atelier Carl Kuskop
Photograph Carl Kuskop (1868 - 1953)

Geschäftshaus Carl Kuskop; Carl Kuskop – ein Photograph in Wilster
Dem 1868 geborenen Carl Kuskop (Bild 4) verdanken Wilster und die Wilstermarsch eine Vielzahl überlieferter Photographien von Straßen, Gebäuden, Landschaft und Personen aus früherer Zeit.
Sehr viele der alten Fotos und Negative befinden sich in der von Robert Friedrichs (jetzt Itzehoe, früher Wilster) verwahrten Sammlung seines Großvaters Werner Behning. Letzterer hatte ebenfalls den Beruf eines Fotografen ausgeübt; er hat viele Aufnahmen seiner in Wilster tätig gewesenen Berufsvorgänger Hans-Peter Mohr (der erste Photograph in Wilster), seines Vaters Ludwig Behning, Friedrich Schlüter und Carl Kuskop gesammelt.
Bereits im Jahre 1892 hat Carl Kuskop als junger Unternehmer und voller Tatendrang am Markt ein Wohn- und Geschäftshaus (Bilder 1 und 2) und überdies auf dem rückwärtigen Grundstück ein Atelierhaus (Bild 3) errichten lassen.
Carl Kuskop beschränkte sich nicht nur auf im Atelier aufgenommene Gruppen- und Porträtaufnahmen, vornehmlich die damals sehr beliebten Visit-Bilder, sondern fertigte auch Außenaufnahmen.
Nachdem er mit Ludwig Behning einen Pächter für sein zwischenzeitlich baulich erheblich erweitertes Atelier gefunden hatte, gründete er einen Verlag für Ansichtskarten und fertigte und vertrieb über eine lange Zeitdauer ganz überwiegend Ansichtskarten mit Motiven aus Wilster, der Wilstermarsch und von der angrenzenden Geest. Sehr viele dieser Ansichtskarten wurden zum Direktverkauf in seinem Wohn- und Geschäftshaus angeboten, wo er einen Papier- und Buchladen eingerichtet hatte. Nach seinem Tode im Jahre 1953 führte seine Tochter Hertha Bremer diesen Teil des Geschäftes weiter.
(Quelle: Robert Friedrichs)

Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

Nortorf 1932 Belegschaft der Ziegelei in Rumfleth

ca. 1932 Belegschaft der Ziegelei in Rumfleth
Die im zur Gemeinde Nortorf gehörenden Ortsteil Rumfleth gelegene Ziegelei bestand bis zum Jahr 1969.
Die Dampfziegelei Springer & Dethlefs war 1907 in Betrieb gegangen; 1927 war die Familie Dethlefs alleinige Eigentümerin geworden.
Der Ton für die Ziegelherstellung wurde von den in der alten Mäanderschleife "Goldbogen" der Wilsterau gelegenen Ländereien abgeziegelt und mittels einer am Deich entlang führenden Feldbahn mit Loren zur Ziegelei transportiert.
Die Belegschaft arbeitete zumeist nur saisonal und bestand je nach Arbeitsanfall aus etwa 15 bis 30 Personen.
Die Aufnahmen sind vermutlich im Jahre 1932 aus Anlaß des 25jährigen Firmenjubiläums gefertigt worden.
Bild 1: Belegschaft der Ziegelei auf dem rückwärtigen Firmengelände vor den Trockenhallen (Die Ziegel-Rohlinge wurden vor dem Brennen getrocknet); ganz links ist der im Jahr 1970 gesprengte hohe Schornstein erkennbar.
Bild 2: Belegschaft mit dem Firmeninhaber Albert Dethlefs (links mit weißer Jacke); ganz rechts der Ziegelmeister Adolf Mensendieck jun.
Nachdem noch im Jahre 1960 für die Ziegelei neue Trockenhallen gebaut wurden (der Betreiber von mein-wilster wirkte seinerzeit als Maurerlehrling hieran mit), stellte die Ziegelei 1969 ihren Betrieb ein; der noch zur Verfügung stehende Ton erfüllte qualitativ nicht mehr den Ansprüchen.

Bildrechte: nicht bekannt
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

Nortorf 1960 Ziegelei in Rumfleth

ca. 1960 Ziegelei in Rumfleth
Die Ziegelei von Nikolaus Springer, später Albert Dethlefs, ist offenbar Ende des vorletzten Jahrhunderts in der Zeit entstanden, als es in Wilster infolge der boomenden Lederindustrie zu einem erhöhten Bedarf an Ziegeln kam.
Der Lehm für die Ziegelei wurde großflächig im Bereich des Goldbogen abgeziegelt, um dann mittels einer auf der luftseitigen Berme des Deiches der Wilsterau entlang führenden Feldbahn zur Ziegelei transportiert zu werden. Zeitweilig waren auf der Ziegelei bis zu 40 Arbeiter beschäftigt.
Nachdem noch im Jahre 1962 die Firmeninhaber zusätzliche Trocknungshallen errichten ließen, stellte die Ziegelei wenige Jahre später in 1969 ihren Betrieb ein. Der von seiner Qualität her immer problematischer werdende anstehende Lehm sowie der Konkurrenzdruck leistungsfähigerer Werke waren Ursachen für die Betriebsaufgabe.

Bildrechte: nicht bekannt
Die Bilder 2 und 3 wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt aus der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

Nortorf ca. 1920 Belegschaft der Ziegelei in Rumfleth

ca. 1920 Belegschaft der Ziegelei in Rumfleth
Die im zur Gemeinde Nortorf gehörenden Ortsteil Rumfleth gelegene Ziegelei bestand bis zum Jahr 1969.
Die Dampfziegelei Springer & Dethlefs war 1907 in Betrieb gegangen; 1927 war die Familie Dethlefs alleinige Eigentümerin geworden.
Der Ton für die Ziegelherstellung wurde von den in der alten Mäanderschleife "Goldbogen" der Wilsterau gelegenen Ländereien abgeziegelt und mittels einer am Deich entlang führenden Feldbahn mit Loren zur Ziegelei transportiert.
Die Belegschaft arbeitete zumeist nur saisonal und bestand je nach Arbeitsanfall aus etwa 15 bis 30 Personen.
Bild 1: Belegschaft der Ziegelei mit Familienangehörigen neben der Trockenhalle (Die Ziegel-Rohlinge wurden vor dem Brennen getrocknet). Ganz links steht der Ziegelmeister Adolf Mensendieck sen. und vor ihm sitzend seine Ehefrau Caroline. Rechts auf dem Holm der Schubkarre sitzt der Sohn Adolf Mensendieck jun., welcher später selbst Ziegelmeister wurde.
Bild 2: Belegschaft der Ziegelei vor dem zum Betrieb gehörenden Wohnhaus, in welchem u.a. der Ziegelmeister Mensendieck mit seiner Familie wohnte.
Nachdem noch im Jahre 1960 für die Ziegelei neue Trockenhallen gebaut wurden, stellte die Ziegelei 1969 ihren Betrieb ein; der noch zur Verfügung stehende Ton erfüllte qualitativ nicht mehr den Ansprüchen.

Bildrechte: nicht bekannt
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

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