Sie können die einzelnen Bilder durch Anklicken direkt vergrößern.
1904 typische Jugenstil Karte, Mehrbild
links: Blick auf C. Falk´s Bierhandlung und Mineralwasser-Fabrik – die Gaststätte führte den Namen „Radfahrers Ruh“ – und in die Straße Neustadt.
rechts: Blick von der Schottbrücke bei dem hier die Wilsterau aufstauenden Schott auf die Wilsterau, Last-Ewer und das Helgenland, dem ehemaligen Werftplatz der Stadt Wilster.
Im Hintergrund sind die Rückseiten der Häuser an der unteren Deichstraße erkennbar, vorne links das Gebäude einer ehemaligen Lederfabrik.
Bildrechte: Verlag Fr. Schlüter, Wilster
1904 Lederfabrik in Rumfleth
Dieses Foto wurde offenbar vom Schornstein der Lederfabrik Gebrüder Böhme (später Ballin´sche Vachel-Lederfabrik, danach u.a. Sackfabrik) aus aufgenommen.
Es verdeutlicht die Größe der Lederfabriken.
Gut zu erkennen die Kreuzungen der Bahnstrecke Wilster-Brunsbüttel mit der Rumflether Straße (rechts), der Wilsterau (links) und der Straße nach Diekdorf (links der Wilsterau), dessen Häuser und Bäume hinter den Fabriken erkennbar sind.
Bild 4 zeigt in einer Reklame-Zeichnung die Größe der Fabrik, welche in ihren besten Zeiten fast 600 Arbeiter beschäftigte.
Bildrechte: Verlag L. Behning, Wilster
1904 Mühlenstraße mit der Stadt Mühle und der Mühlen-Brücke über die Wilsterau.
Die Mühlenbrücke im Zuge der Mühlenstraße an der Strecke von Wilster nach Dammfleth überquert die im Mittelalter gegrabene Sielwettern – den heutigen Hauptarm der Wilsterau.
Links steht die Stadt Mühle, welche im Jahre 1939 abgebrochen wurde.
Rechts im Vordergrund ist das ehemalige Galgenland noch unbebaut.
Jenseits der Straße stehen bereits die in ihrer heutigen Gestalt noch deutlich wiedererkennbaren Häuser an der Mühlenstraße.
Die Stadt Mühle war 1545 aus der Stadt heraus an den Standort einer alten Mühlenwarft an der Mühlenstraße (im Bereich des Dodenkoper Rechts) vor die Stadt verleg worden; davor stand die Stadt Mühle in der Stadt an der Ecke Blumenstraße und Rathausstraße (vorher Lange Straße oder Bäckerstraße)
Bildrechte: Verlag C. Kuskop Nachf. Inh. L. Behning
1904 Wilsteraner Hafen am Rosengarten
Der Hafen am Rosengarten war über Jahrhunderte hinweg Ausgangshafen für die Wilsteraner Schiffer vor ihrer Fahrt in ferne Länder – das waren z.B. um 1540 Holland, Seeland, Frankreich, Engeland, Schottland, Portugal und das „Land tho Losien“ (Andalusien) – aber auch in den Ostseeraum.
Der Hafen und die Schiffahrt sowie die Produkte der fruchtbaren Marsch begründeten die Bedeutung Wilsters und den zeitweilig hier vorhandenen relativen Wohlstand.
Der Schuppen links stand bis in die 1960er Jahre;
rechts sind die Rückfronten von Häusern an der Deichstraße erkennbar.
Bildrechte: Verlag M. Glückstadt & Münden, Hamburg
Anmerkung: Die abgebildete unkolorierte Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen
1905 Der alte wilsteraner Hafen am Rosengarten.
Hoch über die Dächer der Stadt ragt der schlanke 52m hohe Kirchturm der Bartholomäus-Kirche empor.
Vor den dem Wahn des flächenhaften Abrisses ganzer Häuserzeilen im Zuge der Stadtsanierung Ende der 1960er Jahre zum Opfer gefallenen Häuser ist ein weiterer damals noch offener Arm der Wilsterau zu sehen.
Im Hintergrund rechts der Neumarkt mit dem Bäckerstraßenfleth (ursprünglich der Verteidigungsgraben vür die sogenannte "Neue Seite")
Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
1905 Hafen am Rosengarten.
Die kleine in transparenter Eleganz über die Wilsterau führende Brücke für Fußgänger wurde Anfang der 1990er Jahre durch eine klobige Holzbrücke ersetzt; sie ist heute noch eine vielgenutzte Verbindung zwischen Deichstraße und Neustadt.
Der Rosengarten war über Jahrhunderte hinweg Wilsters Hafenplatz an der schiffbaren Wilsterau.
Vom Quai mit seinen senkrechten preußischen Kappen führte eine breite Treppe zum Wasser herunter.
An der Stelle des kleinen Schuppens rechts entstand 1932 die Tischlerei (Bild 3) von Heinrich von Holdt; hier erfolgte der Innenausbau der von ihm gebauten Segeljachten. Die Werkstadt wurde 2009 abgebrochen, der Standort neu gestaltet (Bild 4)
Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg
1905 Hafen am Rosengarten. Koloriert.
Die kleine in transparenter Eleganz über die Wilsterau führende Rosengartenbrücke für Fußgänger wurde Anfang der 1990er Jahre durch eine klobige Holzbrücke ersetzt; sie ist heute noch eine vielgenutzte Verbindung zwischen Deichstraße und Neustadt.
Vom Quai mit seinen senkrechten preußischen Kappen führte eine breite Treppe zum Wasser herunter.
An der Stelle des kleinen Schuppens rechts entstand 1932 die Tischlerei von Heinrich von Holdt (Bild 3). Die Werkstatt wurde 2009 beseitigt, die Fläche neu gestaltet (Bild 4).
Anmerkung: Es handelt sich ganz augenscheinlich um eine retuschierte und kolorierte Fassung der zuvor vorgestellten Ansichtskarte; die Personen sind aus dem Bild heraus retuschiert worden; selbst die mächtige Ruderpinne des Ewers ging dabei verloren.
Bildrechte: nicht bekannt, vermutlich M. Glückstadt & Münden, Hamburg
Verlegt wurde die Karte im Jahre 1908 von A. Sternberg, Hamburg
gemäß freundlichem Hinweis von Matthias Kohls, Harburg
1905 Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au
So wie in Wilster auf dem Helgenland war es auch in Burg an der Burger Au bzw. Wolburgsau – einem Quellgewässer der Wilsterau - zur Gründung von kleinen leistungsfähigen Werften gekommen. So die von 1874 bis 1898 bestehende Werft von Heinrich Bruhn (später Hermann Bruhn), die größte Burger Werft, sowie die 1873 gegründete Werft von Hans Fack, ab 1899 Ferdinand Fack. Letztere Werft hat sich vor allem mit Reparaturen bis nach 1905 als letzte der Werften an dem ortsnahen Standort der Burger Au gehalten. Sie ist links auf der Abbildung zu sehen, während rechts die Reste der Werft von Bruhn zu sehen sind.
Bildrechte: Verlag Otto Hinrichs, Burg
ca. 1905 Hafen am Rosengarten
Früher gehörten Fracht-Schiffe und Boote zum gewohnten Gepräge am alten wilsteraner Hafen am Rosengarten.
Es wurden Waren be- und entladen; vom Schiff auf die Fuhrwerke oder umgekehrt, auch direkt vom Schiff in den hohen Kühl´schen Speicher, über dessen oberer hier offener Luke ein Flaschenzug die Arbeit erleichterte.
Die Masten der Schiffe mußten zum Unterqueren der Brücken gelegt werden, wurden im Hafen jedoch wieder aufgerichtet, denn sie dienten auch als Ladegeschirr.
Die aus der Zeit um 1920 stammende Ansichtskarte zeigt einen Ausschnitt aus einem um 1905 aufgenommenen Foto.
Bildrechte: Verlag M. Glückstadt & Münden, Hamburg
1906 Hafen am Rosengarten
Der Hafen am Rosengarten war über Jahrhunderte hinweg Ausgangshafen für die Wilsteraner Schiffer;
sie und die Produkte der fruchtbaren Marsch begründeten die Bedeutung Wilsters und den zeitweilig vorhandenen Wohlstand seiner Bürger.
So hatte die Stadt Wilster im Jahre 1597 neben den hier nicht mitgezählten Kahnfahrern mit 26 Schiffen mehr als die Nachbarstädte Itzehoe (22) oder Krempe (19);
zu der Zeit zählte die Stadt nur 340 Bürger in ihren Mauern - die Anzahl der Einwohner war deutlich höher, denn man unterschied zwischen den in das Bürgerbuch eingetragenen Bürgern und den Einwohnern (Familienangehörige der Bürger, Einwohner ohne Haus- oder Grundbesitz).
Im Hafen liegen mehrere Frachtewer und die Schiffer sind offenbar mit dem Löschen bzw. Beladen der Schiffe befaßt.
Der Lagerschuppen links stand noch bis in die 1960er Jahre.
Rechts die Rückseiten der Häuser in der Deichstraße
Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg
1907 Blick über die Wilsterau und das Billerbeck´sche Land auf die Stadt.
Nach links zweigt von der Wilsterau das Bäckerstraßenfleth (Umfassungsgraben für die „Neue Seite“ der Stadt) ab, welches am Rosengarten wieder in die Wilsterau einmündete.
In einer Bildbearbeitung hat der Photograph in die ein Jahr später entstandene kolorierte Fassung (Bild 3) der Ansichtskarte ein - allerdings unharmonisch zu klein erscheinendes - Ruderboot hinein kopiert.
Das Bäckerstraßenfleth konnte noch bis Anfang der 1960er Jahre von kleinen Booten durchfahren werden und wurde Ende der 1970er Jahre verfüllt.
Der gesamte Wiesenbereich wurde zwischenzeitlich der Wohnbebauung zugeführt.
Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster No. 120
1907 Frachtewer auf der Stör und die Graupen-Mühle von H. Meifort am Kasenort;
zu dem Anwesen gehörte eine Gastwirtschaft mit Kegelbahn – die Gastwirtschaft „Sommerlust“ wurde bis Anfang der 1950er Jahre betrieben, während die Mühle bereits in den 1920er Jahren beseitigt wurde.
Im Vordergrund die Wilsterau.
Die über den Deich der Stör hinaus ragenden Segel der Fracht-Ewer sind vom Photographen in die Abbildung hinein retuschiert worden, gleichwohl gibt das Bild einen Eindruck von der Bedeutung von Stör und Wilsterau vor hundert Jahren als Verkehrsweg.
Die Takelage der Frachtsegler entspricht dem der Ewer von der Elbe.
Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
1907 Frachtschiff auf der Burger Au
Ein kleines Frachtschiff (nach der Bauform wohl eine Tjalk) löscht seine Fracht vor der Brücke der Landstraße Burg-Wilster.
Der Hauptumschlag hatte sich zu dem Zeitpunkt nach der Eröffnung des Nord- Ostsee Kanals rasch zum Lösch- und Ladeplatz an der Burger Fähre verlagert.
Größere Schiffe konnten die Burger Au nicht mehr anlaufen wegen der zu kleinen Schleuse, welche grundsätzlich eine Passage bot von der Burger Au zum Nord- Ostsee Kanal - und auch über eine weitere Schleuse zur Wilsterau/Holstenau. Auch die Bruhn'sche Werft an der Burger Au musste aufgeben, da sie wegen der nicht möglichen Überführungsmöglichkeit die von den Schiffern gewünschten größeren Ewer nicht bauen konnte.
Der von der Gemeinde, den Schiffern und der Werft geforderten Schleusenverlängerung wurde von der Kanalverwaltung nicht entsprochen, da das Ende des Holzschiffbaus und auch des ortsnahen Hafens an der Burger Au abzusehen war.
Bildrechte: M. Glückstadt & Münden
1908 Die Lederfabrik von Falk & Schütt in Rumfleth sowie die Lederfabrik „Gebrüder Böhme“, später Vacheleder-Fabrik "Ballin" in Landrecht, machten nach dem Jahr 1870 Wilster zu einem bedeutenden Standort der Lederindustrie.
Wilsters Bevölkerung wuchs in den Jahren 1890 bis 1901 von 2716 auf 5124 Einwohner;
Es entstanden typische Arbeiterquartiere, so unter anderem auch in der noch heute zur Gemeinde Nortorf gehörenden Vereinsstraße.
Arbeiterwohngebiete in den Landgemeinden in Landrecht, Dammfleth und Nortorf wurden eingemeindet.
Eine Katastrophe für die Stadt waren die verheerenden Brände bei Böhme (1903) und Falk & Schütt (1907).
Das im Dezember 1907 wütende Schadensfeuer bei Falk & Schütt zeigt die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte.
Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
Die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen
Anmerkung: In Bd. 16 der vierten Auflage von Meyers Konservationslexikon lesen wir über Wilster:
Wilster, Stadt in der preuß. Provinz Schleswig-Holstein, Kreis Steinburg, an der Wilsterau, in der fruchtbaren Wilstermarsch und an der Linie Elmshorn-Heide der Holsteinischen Marschbahn, hat eine evang. Kirche, ein schönes Rathaus, ein Amtsgericht, bedeutende Gerberei, Essig- und Tabaksfabrikation, Bierbrauerei, Branntweinbrennerei, Viehzucht und Viehmärkte und (1885) 2539 fast nur evang. Einwohner.
1908 Blick über die Wilsterau und das Billerbecksche Land auf die Stadt.
Nach links zweigt von der Wilsterau das Bäckerstraßenfleth (Umfassungsgraben für die „Neue Seite“ der Stadt) ab, welches am Rosengarten wieder in die Wilsterau einmündet.
Das Bäckerstraßenfleth konnte noch bis Anfang der 1960er Jahre von kleinen Booten durchfahren werden und wurde Ende der 1970er Jahre verfüllt.
Der gesamte Wiesenbereich wurde der Wohnbebauung zugeführt.
Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster No. 159
1909 Blick von der Straße Krumwehl, bei der Schottbrücke, auf den Audeich und die Wilsterau (hier der Bereich der ehemaligen im Mittelalter künstlich gegrabenen Sielwettern).
Ganz hinten rechts (nahe der Mühlenbrücke) der Bauernhof von Herzog.
Vorne links die Dampfbrauerei der Gebrüder Lübbe mit dem hohen Kühlturm und dem etwa 1908 gebauten Garten-Pavillon; auf dem Gelände wurde danach bis 1926 die Autofabrik Bahlke & Weimershaus betrieben.
Die Brauerei ist 1872 gegründet worden und wurde 1886 von P. Lübbe geführt, ab 1920 von den Geschwistern Lübbe.
Bildrechte: C. Günther, Wilster
1909 Blick von der Straße Krumwehl, bei der Schottbrücke, auf den Audeich und die Wilsterau (hier der Bereich der ehemaligen im Mittelalter künstlich gegrabenen Sielwettern).
Ganz hinten rechts (nahe der Mühlenbrücke) der Bauernhof von Herzog.
Vorne links die Dampfbrauerei der Gebrüder Lübbe mit dem hohen Kühlturm und dem etwa 1908 gebauten Garten-Pavillon; auf dem Gelände wurde danach bis 1926 die Autofabrik Bahlke & Weimershaus betrieben.
Bildrechte: C. Günther, Wilster
1909 Partie an der Wilsterau in Landrecht.
Aufgenommen etwa in Höhe der Haackstraße (gegenüber dem ehemaligen Kino Adler-LichtspieIe von Scheel, später Hülsing) mit Blick die Au abwärts in Richtung Neustadt.
Links die Hinterfronten und die Hausgärten der Gebäude an der Straße Landrecht.
Rechts grenzen die Gärten der Häuser an der Hans-Prox-Straße (damals hieß die Straße „Hinter der Stadt“) an die Wilster Au. Auch hier ist hinten ein Speicher erkennbar.
Bildrechte: C. Günther, Wilster
1909 Wilsterau in Landrecht, Lederfabrik
Blick von der Landrechter Brücke in Richtung Rumfleth.
Rechts im Hintergrund die Lederfabrik Falk & Schütt, in welcher im Jahre 1907 ein Großfeuer wütete. Die kolorierte Anschtskarte verdeutlicht, daß man alten Abbildungen nicht uneingeschränkt vertrauen kann, denn im Gegensatz zur nachfolgenden schwarz-weiß Ausgabe der Karte ist hier der hohe Schornstein der Lederfabrik heraus retuschiert worden.
Rechts daneben die Korn-Mühle (ein Galerie-Holländer) von Martens.
Im Hintergrund ist schwach die über die Wilsterau führende Eisenbahnbrücke der Bahnstrecke Wilster-Brunsbüttel erkennbar. Der Bauernhof links ist der Hof von Bauer Stahl.
Links im Hintergrund Häuser in Diekdorf.
Links oben im Wappen der Holsten-Reiter (Symbol für die Holsteiner Ritterschaft) – er fand nach der „Letzten Fehde“ (1559) nach dem Sieg der Dänen und Holsten Eingang im Wappen der besiegten Dithmarscher.
Bildrechte: nicht bekannt
1909 Blick von der Landrechter Brücke in Richtung Rumfleth.
Rechts im Hintergrund die Lederfabrik Falk & Schütt, in welcher im Jahre 1907 ein Großfeuer wütete.
Rechts daneben die Mühle (ein Galerie-Holländer) von Martens.
Im Hintergrund ist schwach die über die Wilsterau führende Eisenbahnbrücke der Bahnstrecke Wilster-Heide (heute nur bis Brunsbüttel) erkennbar.
Der Bauernhof links ist der Hof von Bauer Stahl.
Im Vordergrund rechts der Quai vor dem Speicher an der Wilsterau.
Bildrechte: C. Günther, Wilster
1909 Blick von der Landrechter Brücke in Richtung Rumfleth.
Rechts im Hintergrund die Lederfabrik Falk & Schütt, in welcher im Jahre 1907 ein Großfeuer wütete.
Rechts daneben die Mühle (ein Galerie-Holländer) von Martens.
Das Gebäude in Bildmitte (an der Bahnstrecke Wilster-Brunsbüttel) bot Wohnungen für Bedienstete der Bahn.
Der Bauernhof rechts wurde Anfang der 1950er Jahre abgebrochen.
Im Vordergrund Speicher und ein Ladekran.
Bildrechte: C. Günther, Wilster
1910 Der „Audeich“ an der Ende des Mittelalters zur Verbesserung der Entwässerung der im Ecklaker und Neuendorfer Gebiet gelegenen Marschen gegrabenen „Sielwettern“ (heute Teil der Wilsterau) lag ursprünglich außerhalb der Stadtgrenzen.
Der Bau der Sielwettern verschlechterte die Möglichkeiten für die Schiffahrt im Stadtarm der Au, weshalb Ende des 16. Jahrhunderts zum Aufstauen des Wassers das Schott (an der Schottbrücke) gebaut wurde.
Links stehen die bäuerlichen Katen von Ruge und Meifort (das Gebäude von Johannes Meifort - Am Audeich 14 - wurde später abgebrochen und im Freilichtmuseum Molfsee wieder aufgebaut)
Bildrechte: C. Günther, Wilster
ca. 1910 Mehrbildkarte mit 10 Miniaturen
die Fotographien sind teilweise offenbar älteren Datums.
Die FotographienMiniaturen zeigen von oben links beginnend: Westseite Marktplatz;
Südseite des Marktplatzes (mit Blick in den Kohlmarkt bzw. zeitweilige Neuenburgstraße);
Blick über den Rosengarten auf die Kirche (St. Bartholomäus-Kirche);
Marktstraße (spätere „Op de Göten“);
Wilsterau am Rosengarten mit dem Kühl´schen Speicher;
Neues Rathaus (mit der verunstalteten Fassade);
Kirche mit Pferdemarkt;
Wilstermarschhaus an „Op de Göten und Deichstraße;
Altes Balkenhaus und Altes Rathaus;
Altes Rathaus.
Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
1910 Die Wilsterau in Rumfleth, Blick etwa aus Höhe der Vereinsstraße flußaufwärts.
Der im Hintergrund erkennbare Bogen der Wilsterau ist offenbar im Mittelalter künstlich gegraben worden; nach einer weiteren rechtwinkligen Kurve an der Rumflether Brücke führt das Gewässer schnurgerade bis zum Goldbogen.
Der ehemalige Verlauf der Wilsterau verlief ursprünglich in einem großen Mäander (Reste der alten Bedeichung sind an der Burger Chaussee noch erkennbar) zum Goldbogen.
Bildrechte: Verlag v. L. Behning, Wilster
Die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte mit dem Motiv aus ähnlichem Blickwinkel befindet sich in der Sammlung von Frau ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen
Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster
1911 Blick über die Wiesen zwischen Audeich und Bäckerstraßenfleth auf Wilster.
Das Bäckerstraßenfleth verläuft im Vordergrund; das heute verfüllte Gewässer verband die Wilsterau am Rosengarten mit der Wilsterau in Höhe des späteren Klärwerks und stellte in früheren Zeiten die Begrenzung der "Neuen Seite" gegen das Umland dar.
Links im Hintergrund ist die 1896 errichtete Villa Schütt erkennbar; in Bildmitte dominierte die St. Bartolomäus-Kirche die Silhouette der Stadt; rechts überragt das Neue Rathaus die umstehenden Häuser.
Links die Rückseiten der Häuser an der Blumenstraße
Bildrechte: Verlag v. L. Behning, Wilster
1911 Der alte wilsteraner Hafen am Rosengarten.
Auf dem Grundstück links hinter dem Steg entstand 1932 die Tischlerei Heinrich von Holdt.
Alle auf dem Bild erkennbaren Häuser (sie standen mit ihren Vorderfronten zur Neustadt) sind in den 1960er Jahren im Rahmen der Stadtsanierung ersatzlos abgebrochen worden.
In dem großen Gebäude befand sich die Schmiede von Perner, später dann von Stelzer.
Der Steg über die Wilsterau wurde Anfang der 1990er Jahre durch eine hölzerne Konstruktion ersetzt.
Bildrechte: Verlag v. F. Schlüter, Wilster
1911 Der Weg (auf dem niedrigen Deich der Fußweg, unten der unbefestigte Fahrweg) in Bischof an der Wilsterau entlang führt zum Kasenort, wo die Wilsterau bei der im Jahre 1926 neu errichteten Schleuse in die Stör mündet.
Im Hintergrund ist die Stadt Mühle zu sehen – sie stand an der Mühlenstraße – auf deren Gelände war nach dem II. WK der Betrieb Vitamo untergebracht.
Die freie Fläche links ist der „Große Brook“.
Rechts steht die „Brennerkate“ (hier wurde früher Schnaps gebrannt).
Bildrechte: Carl Kuskop, Kunstverlag, Wilster
Die ergänzend dargestellte kolorierte Fassung der Karte, nach welcher auch die datierung vorgenommen wurde, befindet sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen
1911 Blick von dem die Wilsterau querenden Steg, der im Zuge des Fußweges von der Deichstraße am Hause der späteren Tischlerei Heinrich von Holdt vorbei zum alten Wilsteraner Hafen am Rosengarten führt.
Frachtewer löschen ihre Ladung.
Im Hintergrund ist die Einmündung des Stadtarmes der Wilsterau in den Hauptarm erkennbar.
Links führt der Treidelweg am sogenannten Helgenland (auf ihm lagen früher die Wilsteraner Werften) entlang, an dessen Spitze Heinrich von Holdt 1952 ein Bootshaus mit Helling errichtete.
Rechts die Rückansichten der Häuser an der Deichstraße sowie auf den Ufergrundstücken stehende Speicher.
Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Ansichtskarten-Specialgeschäft, Wilster
1912 Der Fußweg auf dem Audeich entlang der im Mittelalter als „Sielwettern“ künstlich gegrabenen neuen Hauptarmes der Wilsterau war immer eine beliebte Abkürzung zwischen der Schottbrücke in der Neustadt und der Mühlenbrücke an der Mühlenstraße.
Die Mühlenstraße trägt ihren Namen nach der ehemals hier vorhanden gewesenen Stadt Mühle (hier links im Hintergrund noch vorhanden).
Rechts neben dem Audeich gehörte nur ein ca. 300m breiter Geländestreifen zur Stadt Wilster bis an die Grenze mit der Gemeinde Dammfleth.
Bildrechte: C. Günther, Wilster
ca. 1912 Wilsterau in Rumfleth
Deich der Wilsterau unterhalb der Rumflether Brücke, welche im Hintergrund zwischen den Bäumen erkennbar ist.
Der schmale Weg links führt unmittelbar parallel an der im Mittelalter künstlich gegrabenen schnurgeraden Strecke der Wilsterau entlang bis zum Goldbogen.
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Die vorgestellte Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen
1913 Bauernhöfe in Rumfleth rechts der Wilsterau.
Der Weg vor den Höfen ist unbefestigt.
Über den Zeitraum vieler Jahrhunderte boten sich die Wege und Straßen in der Marsch als schwierig zu nutzende Verkehrswege dar. Sie waren häufig morastig und von tiefen Pfützen bedeckt – da ist es kein Wunder, daß bis zum Aufkommen befestigter Straßen im 1900 Jahrhundert vorher die Wasserwege bevorzugte Verkehrsverbindungen waren.
Bildrechte: Verlag C.K.W.
1913 Getreide-Mühle an der Wilsterau am Kasenort
Mühle in Kasenort mit der Gastwirtschaft "Sommerlust" von H. Meifort.
Die Mühle ist ein sogenannter Galerie-Holländer (so wie die heute noch in Rumfleth vorhandene Mühle).
Rechts neben der Mühle ist im Hintergrund der Schornstein der hier früher existierenden Kalkbrennerei zur Herstellung von Branntkalk ( er wurde aus Muschelkalk / Muschelschill gewonnen) zu erkennen.
Hinter der Mühle verlief früher ein Mündungsarm der Wilsterau, die im Vordergrund zu erkennen ist.
Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
1913 Wilsterau am Helgenland
Eine Künstler Ansichtskarte
Die Wilsterau am Helgenland mit Blick auf die gegenüberliegenden Hausgrundstücke und Häuser an der Deichstraße.
Eine Zeichnung aus dem Schaffen des aus dem benachbarten Glückstadt stammenden expressionistischen Malers und Graphikers Max Kahlke ( 1892 – 1928), der in seinem kurzen Leben sehr viele künstlerisch anspruchsvolle Landschaftsdarstellungen aus seiner näheren Heimat-Region schuf.
Bildrechte: Max Kahlke
Verlag: Max Hansen, Glückstadt
1914 Blick vom Schott (an der Schottbrücke) auf die Wilsterau.
Dicht gedrängt liegen die Fracht-Ewer der Schiffer am Helgenland (Standort der ehemaligen Wilsteraner Werften) am Zusammenfluß von Stadtarm und sogenannter Sielwettern (das ist der am „Audeich“ entlang führende Arm der Wilsterau).
Bei geschlossenem Schott konnte das Wasser durch den Stadtarm geleitet oder bei Schließung der anderen Schotts (u.a. am Bäckerstraßenfleth beim Neumarkt) gestaut werden. Die Schiffe mußten dann warten, bis der Wasserstand soweit wieder abgesunken war, bis ein Unterfahren der Brücken möglich wurde.
Im Hintergrund die Rückseiten der Häuser an der unteren Deichstraße.
Bildrechte: Photograph F. Schlüter, Wilster
Noch im Jahre 1914 herrschte lebhafter Schiffsverkehr am alten Wilsteraner Hafen am Rosengarten.
Blick von der Fußgängerbrücke vom Rosengarten zur Deichstraße. Links ist der Speicher der Bäckerei Kühl zu sehen. Im Hintergrund die an Neumarkt und Neustadt stehenden Häuser. In dem großen Gebäude wurde eine Schmiede betrieben (zuletzt von Georg Stelzer, vorher Perner)
Der Name „Rosengarten“ ist sehr alt: im Mittelalter hatte fast jede Stadt in Norddeutschland mit dem sogenannten Rosengarten ihren Platz, auf dem die Gilden (mittelalterliche Versicherungen auf Gegenseitigkeit) ihre Feste feierten. Mit der Armbrust wurde dabei nach dem Papagoyen geschossen (der Brauch lebt heute als Vogelschießen fort).
Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
1914 Blick auf einen Lastkahn auf der Wilsterau in Höhe der Schenkel-Brücke (im Zuge der Landstraße von Wilster nach Burg; heutige L 135), Blickrichtung stromaufwärts.
Im Hintergrund ist der Hof von Kuhrt (334 im Buch „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“) erkennbar.
Der Lastkahn wird in dem schmalen Gewässer - die Wilsterau war seinerzeit ein schiffbares Gewässer I. Ordnung (Preußisches Wassergesetz vom 07.04.1913) - mittels eines Segels und durch Staken vorwärts bewegt.
Obwohl die Aufnahme eine Szene aus der Wilstermarsch zeigt, hat die Bildunterschrift „Luftkurort Burg i. Dithm.“ ebenfalls ihre Berechtigung, denn der kleine Lastkahn ist dorthin unterwegs. Über die Wilsterau und ihre Quellflüsse Burger Au und Holstenau erfolgte über Jahrhunderte hinweg mit kleinen Lastkähnen der wesentliche Warentransport von und nach dem südlichen Dithmarschen.
Zahlreiche sich dieser Aufgabe widmenden Schiffer waren in Wilster und in Burg i. Dithm. beheimatet.
Heute findet keine Fracht-Schifffahrt mehr auf der Wilsterau statt, das Gewässer wird nur noch von kleinen Sportbooten und auf einer Teilstrecke von dem Aukieker als touristische Atraktion befahren. Daneben ist die Wilsterau ein gerne besuchtes Angel-Gewässer; als solches wird die Wilsterau auf der Internetseite der Stör Angler vorgestellt.
Bei der ergänzend vorgestellten Ansichtskarte (Bild 3) handelt es sich entgegen dem auf der Karte befindlichen Aufdruck nicht um die Burger Au sondern um die Wilsterau bei Achterhörn; Standort des Fotografen war offenbar die Schenkel-Brücke; Blickrichtung die Wilsterau aufwärts. Die jeweils links zu sehende Schöpfmühle ist wohl identisch. Im Hintergrund links ist jeweils schwach der hohe Cleve bei Burg erkennbar.
Bildrechte: jeweils Verlag Fr. Voigt, Burg i. Dithm.
Anmerkung: Die ergänzend vorgestellte Karte befindet sich in der Sammlung von Herrn Hans-Peter Lausen, Burg in Dithmarschen
ca. 1915 Der Rosengarten mit dem alten Wilsteraner Hafen.
Am Quai mit seinem auch heute noch vorhandenen interessanten Mauerwerk (aus senkrecht stehenden preussischen Kappen) haben mehrere Frachtewer festgemacht.
In dem vorderen Kahn werden Äpfel aus dem Alten Land angeboten - das war über lange Zeit im Herbst Tradition am Hafen.
Links ist der noch bis in die 1950er Jahre vorhanden gewesene Kran erkennbar
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Repro einer alten Ansichtskarte
das ergänzend vorgestellte Original befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen
1916 Mühle am Kasenort, im Vordergrund die Wilsterau;
die ehemals könglich privilegierte Kornwindmühle wurde in den 1920er Jahren beseitigt:
links im Hintergrund der Deich an der Stör;
hinter der Mühle bei dem hohen Schornstein existierte früher eine Kalkbrennerei zur Herstellung von Branntkalk.
Direkt an der Wilsterau ist eine Anlegestelle mit Dalben und Feldbahngleisen erkennbar. Dahinter zweigt ein ehemaliger Mündungsarm der Wilsterau ab, er mündete etwa bei der Kalkbrennerei in die Stör.
Bildrechte: C. K. W. Nr. 170
Anmerkung: Im Gegensatz zu der nachträglich kolorierten Karte mit den hinein retuschierten Schwänen fehlen diese bei der älteren schwarz-weiß Ausgabe der zum Vergleich vorgestellten Karte; diese befindet sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen
1916 Mühle am Kasenort, im Vordergrund die Wilsterau
Die ehemals königlich privilegierte Kornwindmühle von Johannes Meifort am Kasenort wurde in den 1920er Jahren beseitigt;
links im Hintergrund der Deich an der Stör;
hinter der Mühle bei dem hohen Schornstein existierte früher eine Kalkbrennerei zur Herstellung von Branntkalk. Ausgangsstoff für den Kalk war Muschel-Schill.
Direkt an der Wilsterau ist eine Anlegestelle mit Dalben und Feldbahngleisen erkennbar. Dahinter zweigt ein ehemaliger Mündungsarm der Wilsterau ab, er mündete etwa bei der Kalkbrennerei in die Stör.
Bildrechte: C. K. W. Nr. 170
Anmerkung: Im Gegensatz zu einer anderen Version der nachträglich kolorierten Karte wurden hier keine Schwäne in das Bild retouschiert.
1917 Mühle von H. Meifort am Kasenort,
die ehemalige königlich privilegierte Kornwindmühle - eine Graupenmühle - wurde in den 1920er Jahren beseitigt;
im Vordergrund ein alter Mündungsarm der Wilsterau;
ganz links im Hintergrund der Deich an der Stör.
Die Mündung der Wilsterau wurde 1925 im Zusammenhang mit der Errichtung der heute noch bestehenden Schleuse verlegt.
Hinter der Mühle sind die hohen Schornsteine der früher dort existierenden Kalkbrennerei zur Herstellung von Branntkalk. Grundmaterial war Muschel-Schill – also Muschelschalen.
Bildrechte: C.M. Hencke´s Buchhandlung, Wilster
<- bisherige Elementeweitere Elemente ->
© 2008-2012 Peter von Holdt · Technische Realisation: MReinke.Net
· Impressum
![]()