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1913 Mehrbildkarte aus Schotten.
Der Name des Ortes ist allen Führerschein-Neulingen bekannt, ziert er doch das amtliche Beispiel einer Ortstafel der Deutschen Verkehrsschilder.
oben: Bei dem Hof handelt es sich vermutlich um den Hof 518 (Kurt Ramm) in dem Buch „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch“.
mittig: Die Gastwirtschaft „Zur Wartburg“ (Inhaber Claus Laackmann) wurde um 1903 von Daniel Wessel erbaut. Das Anwesen beinhaltete auch einen Ausspann für Fuhrwerke. Die Gastwirtschaft wurde zuletzt, bis 1965, von Hans Harder betrieben.
unten: es handelt sich möglicherweise um den Hof von Lucht, welcher m.W. Anfang der 1960er Jahre abbrannte.
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
ca. 1904 Szene aus der Marsch
Weit, eben und annähernd baumlos dehnt sich die Marsch.
Bei der abgebildeten Mühle könnte es sich um eine Kornmühle handeln – es wurden seinerzeit jedoch neben den bekannten Koker- oder Wipp-Mühlen auch sogenannte Achtkant-Mühlen zur Entwässerung genutzt.
Die dargestellte und für die Wilstermarsch typische Situation mit dem breiten unbedeichten Hauptentwässerungsgraben konnte noch nicht lokalisiert werden. Möglich wäre der Bereich von Vaalermoor am Moorkanal.
Rechts liegen Bündel von geschnittenem Reeth für den Abtransport bereit.
Bildrechte: Verlag M. Glückstadt & Münden, Hamburg
ca. 1907 Wilstermarsch Hof und tiefer Entwässerungsgraben
der Standort ist nicht bekannt.
Die von unzähligen Entwässerungsgräben durchzogene Marsch war in früheren Zeiten bis auf die die beeindruckenden Marschhöfe der Typen Husmannshus und Barghus umstehenden Bäume weitgehend frei von Gehölzen.
Die Wasserhypothek, nämlich die Unterhaltung und der Betrieb der Entwässerungseinrichtungen, war von frühester Zeit an eine besondere Last vornehmlich für die Bauern, die von ihnen nur genossenschaftlich organisiert getragen werden konnte.
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
1908 Kate oder Heuer-Haus in der Wilstermarsch - wohl in Büttel
Der abgebildete kleine Bauernhof in der Marsch konnte von mir noch nicht exakt lokalisiert werden
- es handelt sich um ein Motiv aus der Gemeinde Büttel, welche der Industrieansiedlung im Raum Brunsbüttel weichen mußte.
Es scheint sich bei dem Gebäude auch mehr um eine Katenstelle oder ein Heuer-Haus zu handeln, zu welchem der von der Arbeit heimkommende Schnitter mit der geschulterten Sense heimkehrt.
Die Szene gibt einen Eindruck von den körperlichen Anstrengungen der Feldarbeit.
Bildrechte: Verlag C.K.W. wohl Carl Kuskop, Wilster
1912 Bauernhof in Neuendorf
Der kleine in Fachwerk-Bauweise errichtete Bauernhof mit dem seitlichen Anbau stand in Neuendorf auf anmoorigem Untergrund, wie er in weiten Bereichen der Gemeinde vorhanden ist. Die Moorbirken im Vordergrund weisen auf die Art des anstehenden Bodens hin.
Die Fachwerkbauweise wurde bei derartigem Baugrund gerne gewählt, weil hier unterschiedliche Setzungen des Gebäudes zu befürchten waren und das Bauwerk auf diese so besser reagieren konnte.
Die genaue Örtlichkeit des Hofes konnte noch nicht ermittelt werden; es könnte sich um den Hof von Paul Huß (Hof 342 in „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“) handeln.
Ansichtskarten mit identischem Motiv wurden häufig sowohl schwarz-weiß als auch koloriert herausgegeben.
Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster
1912 Partie an der Stör
Die exakte Örtlichkeit konnte noch nicht festgestellt werden.
Am Ufer der Stör hat ein Ruderboot festgemacht, bereit für die Spazierfahrt einer jungen Dame mit ihren Kavallieren.
Bildrechte: nicht bekannt
1914 Bauernhof bei Brokdorf
Der abgebildete Bauernhof in Brokdorf – auf der Karte ist der Name der Örtlichkeit interessanter Weise „Brockdorf“ geschrieben, wie es auch zumeist ausgesprochen wird - konnte von mir noch nicht eindeutig zugeordnet werden;
möglicherweise handelt es sich um den Hof 93 (sogenannter Resthof von Willi Block; zum Zeitpunkt der Aufnahme war Simon Hinrich Wiggers der Eigentümer) entsprechend dem Buch „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“.
Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
1916 Husmannshus in St. Margarethen Landscheide
Das Husmannshus mit seiner am Hinterhaus mittig angeordneten Einfahrt zur zentralen großen Diele ist neben dem Barghus (mit der seitlich angeordneten großen Einfahrt) der vorherrschende landwirtschaftliche Haustyp alter Art.
Äußerlich ist das Erscheinungsbild der mit mächtigen Dächern ausgestatteten Häuser ansonsten recht ähnlich.
Der abgebildete Hof stand bzw. steht im Raum St. Margarethen-Landscheide. Die genaue Örtlichkeit konnte noch nicht ermittelt werden.
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
1917 Bauernhof der Wilstermarsch
Bauernhof mit Kreuzgiebel und separater Scheune in der Wilstermarsch. Der Standort des Hofes konnte noch nicht lokalisiert werden.
Der Hof ist mit zum Zwecke des Windschutzes gepflanzten hohen Bäumen umgeben.
Dem Bauernhof ist ein Obstgarten zugeordnet, denn bis vor wenigen Jahrzehnten wurde das gängige Obst (Apfel, Birne, Zwetschgen) fast ausschließlich im eigenen Garten erzeugt.
Im Vordergrund weidet eine Herde des für die Wilstermarsch so typischen rot-bunten Niederungsviehs der Wilstermarsch Rinder.
Bildrechte: Carl Göttsche, Wilster
ca. 1919 Bauernhof in Bekdorf.
Die Fachwerk-Bauweise wurde in früheren Zeiten gerne genutzt, wenn auf anmoorigen und daher setzungsgefährdeten Böden – so wie hier in Bekdorf - Gebäude errichtet werden sollten.
Nach Setzung des Bodens konnte das Balken- und Ständerwerk der Gebäude mittels Spindeln angehoben und so eine Schiefstellung der Gebäude entgegen gewirkt werden.
Die Fahrwege in der Wilstermarsch hatten vor einhundert Jahren zumeist keine feste Fahrbahndecke.
Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster
ca. 1920 Kleine Katen-Stelle in der Gemeinde Ecklak;
der Standort des Gebäudes konnte noch nicht lokalisiert werden.
Bildrechte: Albert Behr, Hamburg
ca. 1920 Husmannshus in der Wilstermarsch.
Das Husmannshus mit seiner am Hinterhaus mittig angeordneten Einfahrt zur zentralen großen Diele ist neben dem Barghus (mit der seitlich angeordneten großen Einfahrt) der vorherrschende landwirtschaftliche Haustyp alter Art in der Wilstermarsch. Äußerlich ist das Erscheinungsbild der mit mächtigen Dächern ausgestatteten Häuser ansonsten recht ähnlich.
Der exakte Standort des eine Fachwerkbauweise aufweisenden Hofes ist noch nicht ermittelt; im Hintergrund scheint ein niedriger Deich zu verlaufen, weshalb ein Standort in der Nähe zur Wilsterau denkbar ist.
Interessant ist die links neben der Dielentür erkennbare Rampe - sogenannte Hühnerleiter - für das Federvieh. Derartige Vorrichtungen befanden sich in früheren Zeiten an fast allen Höfen der Wilstermarsch.
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Die ergänzend vorgestellte kolorierte Fassung der Karte befindet sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg/Dithmarschen
ca. 1925 Bauernhof in der Wilstermarsch.
Der Standort des abgebildeten Bauernhofes, vor welchem der Bauer mit seiner Familie im Sonntagsstaat posiert, konnte noch nicht lokalisiert werden.
Bildrechte: nicht bekannt
ca. 1925 Bauernhof in der Wilstermarsch.
Der Standort des Hofes, vor welchem der Eigentümer mit seiner Familie posiert, konnte noch nicht lokalisiert werden.
Von der Bauweise her könnte es sich um einen der Höfe handeln, wie sie in den erst spät besiedelten Gebieten – z.B. Vaalermoor – errichtet wurden.
Bildrechte: Karl Rogge, Neumünster-Tungendorf
1928 Bauernhof in der Wilstermarsch
Der abgebildete Bauernhof konnte von mir noch nicht lokalisiert werden;
möglicherweise handelt es sich um den Hof 317 (Hermann Beimgraben) entsprechend dem Buch „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“.
Bildrechte: nicht bekannt
Hinweis: Das Wort LEONAR auf der Anschriftseite der Karte bezieht sich auf das Papier; aus [LEONAR] wurde 1964 Agfa. Ein Teil der LEONAR-Werke befand sich (durch Reklame-AK belegt: um 1923) in Hamburg-Wandsbek. (konkretisiert nach freundlichem Hinweis von Herrn Matthias Kohls, Harburg)
Die jeweils offenbar aus privater Veranlassung herausgegebenen Ansichtskarten zeigen jeweils ein Gehöft - wahrscheinlich - aus der Wilstermarsch.
Um Mithilfe bei der zeitlichen Einordnung und der Lokalisierung wird gebeten!
Bild 1 Auffällig ist die Trennung zwischen Wohngebäude und den Wirtschaftsgebäuden des Hofes
Bild 3 Der mit reicher Ornamentik verzierte Giebel sowie die entsprechend gestaltete Veranda kennzeichnen das Wohnhaus, welches eventuell als Altenteiler-Haus in unmittelbarer Nähe des ursprünglichen Hofgebäudes errichtet wurde.
Bildrechte: jeweils nicht bekannt;
die Anschriftenseiten sind unbeschrieben
Die jeweils offenbar aus privater Veranlassung herausgegebenen vier Ansichtskarten zeigen jeweils ein ländliches Wohnhaus -wahrscheinlich - aus der Wilstermarsch.
Um Mithilfe bei der Lokalisierung und zeitlichen Einordnung wird gebeten!
Bild 1 Auffällig ist die Hainbuchen-Hecke auf dem zur Einfriedung aufgeschütteten Wall vor dem Grundstück; vielleicht ein Hinweis auf den Geestrand-Bereich
Bild 2 Vor dem Gebäude stehen die für frühere Zeiten in der Marsch typischen Windschutz-Bäume; die Straße ist unbefestigt.
Bild 3 Das Mansard-Dach sowie die Fensterklappen charakterisieren dieses Haus.
Bild 4 Neben dem Haus mit dem ungewöhnlichen gebogenen Mansarden-Dach steht ein weiteres gleichen Typus.
Bildrechte: jeweils nicht bekannt;
die Anschriftsseiten sind unbeschrieben
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