Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: zyx Straßen und Örtlichkeiten

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1900 Vereinsstraße in der Gemeinde Nortorf

Die auf dem Gebiet der Landgemeinde Nortorf auf Initiative der Lederarbeiter entstandene Vereinsstraße wurde Ende des vorletzten Jahrhunderts angelegt, gefördert vom "Bau- und Sparverein für den Kreis Steinburg". Zu der Zeit durchlebte die Leder-Industrie in Wilster eine stürmische Entwicklung und die Einwohnerzahlen stiegen sprunghaft an.
Aus heutiger Sicht kaum begreiflich lehnten die Wilsteraner Kollegien am 16.05.1899 die von der Gemeinde Nortorf beantragte Eingemeindung der Vereinsstraße ab; Grund war die befürchtete geringe Steuerkraft der dort wohnenden Arbeiter und die befürchteten höheren Kosten bei Schul- und Armenverwaltung.
Es waren junge und fruchtbare Familien, die sich in der Vereinsstraße ansiedelten; die Zahl der Kinder auf dem Foto ist beeindruckend.
Im Vordergrund sind Schienen der Feldbahn erkennbar, mit welcher seitens der Rumflether Dampf-Ziegelei der Transport von Kohlen und Steinen erfolgte.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder Fotos von den Originalnegativen erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1912 Speicher an der Wilsterau in der Stadtmitte von Wilster

ca. 1912 Speicher der Fima J.P.T. Andersen Söhne, an der Wilsterau in der Stadtmitte.
Die Firma Andersen, deren Geschäftshaus noch heute am Markt steht, hatte auf dem zugehörigen rückwärtigen Grundstück zwei Speicher. Diese Speicher standen unmittelbar am innerstädtischen Arm der Wilsterau und wurden in früheren Zeiten von kleinen Frachtschiffen angefahren. Oben im First der Speicher war jeweils ein Flaschenzug montiert, mit dessen Hilfe die Ware aus den Kähnen in die jeweilgen Räume der Speicher gefördert werden konnte.
Ganz links im Anschnitt ist das an der damaligen Marktstraße - der heutigen Op de Göten - gelegene Gebäude des damaligen Gasthofes "Holsteinisches Haus" von Johannes Holm erkennbar.
Das Foto ist retuschiert;
der originale Abzug (Bild 2) des Fotos wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Knut Andersen und Carmen Andersen, geb. Köritz aus Itzehoe.

Bildrechte: Amandus Dohrn, Büttel
Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1928 Neumarkt und Blumenstraße

1928 Neumarkt und Blumenstraße
Blick vom Neumarkt und die lediglich durch das Geländer rechts erkennbare Brücke über das Bäckerstraßen-Fleth in die Blumenstraße.
Ganz links im Anschnitt ist das am Neumarkt stehende „Spritzenhaus“ der Feuerwehr erkennbar.
In dem Gebäude rechts daneben (mit dem späteren Friseur Salon von Waldemar Pien) an der Einmündung der Blumenstraße hatte früher der Photograph Friedrich Schlüter, dem Wilster viele Fotos aus alter Zeit verdankt, sein Photographisches Atelier.
Zentral geht der Blick in die schnurgerade Blumenstraße, an deren Ende das bereits an der Rathausstraße stehende Gebäude der Gaststätte "Dithmarscher Hof" zu erkennen ist.
Rechts von der Einmündung das zum Bau-Geschäft von Hermann Kruse gehörende Wohnhaus.
Ganz rechts im Anschnitt das Gebäude der Schlachterei und "Wurst-Fabrik" von Friedrich Herzog.

Bildrechte: Ludwig Behning
Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1932 Die Brennerkate in Bischof

1932 Die Brennerkate in Bischof
Blick etwa vom Vorplatz des Friedhofs in Richtung Kasenort auf den Bischofer Weg.
Der Weg (auf dem niedrigen Deich der Fußweg, unten der unbefestigte Fahrweg) in Bischof an der Wilsterau entlang führt zum Kasenort, wo die Wilsterau bei der im Jahre 1926 neu errichteten Schleuse in die Stör mündet.
Im Hintergrund ist vor dem heute noch bestehenden Wohnhaus die ehemalige Brennerkate zu sehen; in der „Brennerkate“ wurde früher Schnaps gebrannt.
Die rechts vom Bischofer Weg gelegenen Flächen wurden nach 1945 in geradezu archaischer Weise als Mülldeponie genutzt - ab Ende der 1960er Jahre wurde die Fläche mit Wohngebäuden bebaut.

Bildrechte: Ludwig Behning
Sammlung Werner Behning
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1955 Haus in der Hans-Prox-Straße

Haus 47-48 in der Hans-Prox-Straße
Das Haus gehörte seinerzeit dem Schiffer Willy Jürgens, Ältermann der Wilsteraner Schiffergilde.
Die Schiffergilde "Die Eintracht" war eine im Jahre 1861 von den Wilsteraner Schiffern gegründete Versicherung auf Gegenseitigkeit.
Die Straße hieß bis in die erste Zeit nach dem II. Weltkrieg "Hinter der Stadt"; sie wurde umbenannt zur Erinnerung an den von den Nationalsozialisten ermordeten Arbeiter Hans Prox.

Bildrechte. Nicht bekannt
das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn Sönke Jürgens, Wilster

1960 Neubauten an der Etatsrätin-Doos-Straße

ca. 1960 Neubauten an der Etatsrätin-Doos-Straße
Die heute von der Wohnbebauung an der Etatsrätin-Doos-Straße eingenommene Fläche war in den Nachkriegsjahren bis angrenzend an die Bahnstrecke Wilster-Brunsbüttel durch Kleingärten genutzt. Selbst der überwiegende Teil des Schulhofes hinter der damaligen Volksschule war anfangs hierin einbezogen.
Nachdem zuvor die Straße Etatsrat-Michaelsen-Straße gebaut worden war und an ihr Mehrfamilienhäuser errichtet worden waren, wurde auch der angrenzende Bereich erschlossen und der bebauuung zugeführt.
Die ersten Mehrfamilienhäuser an der abschnittsweise hergestellten Etatsrätin-Doos-Straße wurden um 1960 errichtet.
Bild 1 Blick vom Schulhof der Volksschule auf die im Bau befindlichen neuen Mehrfamilienhäuser. Links sind die am sogenannten Feldweg stehenden Bäume erkennbar .
Bild 2 Blick aus nördlicher Richtung hinweg über die brach gefallenen Gärten auf die im Bau befindliche Etatsrätin-Doos-Straße und die Neubauten. Ganz im Hintergrund ist zwischen den Bäumen der Pavillon der damaligen Mittelschule erkennbar.
Bild 3 Blick vom Feldweg auf die Villa Schütt und einen zu ihrem Graftensystem gehörenden breiten Graben (links); der Feldweg führte mit mehrmaligen rechtwinkligen Richtungsänderungen von der Zingelstraße zur Volksschule.

Bildrechte: Gerd Heutmann, Nutteln
welcher die Fotos freundlicherweise zur Verfügung stellte.

1963 Umzug der Kinder-Gilde in der Hans-Prox-Straße

1963 Kinder Gilde in Wilster.
Nachdem bei den Wettspielen am Vormittag die einzelnen Altersgruppen der Schüler ihre Sieger ermittelt haben, führen beim nachmittäglichen Festumzug die als Könige ermittelten Mädchen und Jungen (hier Elke Kragge und Reimer Tiedemann; dahinter Gerd Brokmann) ihre Altersgruppen an.
Der von mehreren Musikkapellen begleitete Umzug zog durch fast alle Straßen der Stadt und führt hier durch die Hans-Prox-Straße (frühere Hinter der Stadt).
An sehr vielen Häusern war die Schleswig-Holstein Flagge aufgezogen und vor den Häusern war die Straße mit Blumen bestreut – die Kinder-Gilde war immer ein ganz besonderes Fest für Jung und Alt

Bildrechte: nicht bekannt

1980 Wilsterau im Landrecht

1980 Wilsterau im Landrecht
Geradezu pittoresk stellt sich die unmittelbar bis an die Wilsterau heran reichende Bebauung der an der Straße Landrecht liegenden Hausgrundstücke dem Beschauer dar.
Die sehr kleinen Grundstücke wurden von Beginn der Bebauung an intensiv genutzt. Die Häuser grenzen unmittelbar aneinander; nur in wenigen Fällen waren sogenannte Wassergänge zwischen den Häusern angelegt, um den Bewohnern der auf der gegenüber gelegenen Straßenseite stehenden Häuser den Zugang zum Wasser zu ermöglichen.
Die unmittelbar an der Wilsterau stehenden Gebäude dienten in früheren Zeiten für vielfältige Zwecke als Speicher, die mit Schiffen und Booten von der Wilsterau aus beschickt wurden. Dieses ist sehr gut an der zum Wasser führenden Türöffnung erkennbar; noch in den 1950er Jahren führte hier eine bis unter den Wasserspiegel reichende Treppe in das Gebäude.
Kleine Freizeitboote, so wie sie hier am rechten Ufer der Wilsterau zu sehen sind, konnten zu Zeiten der bis in die 1960er Jahre in erheblichem Umfang die Wisterau noch befahrenden Berufsschifffahrt (zur Futtermittelfabrik Günther & Co. in der Rumflether Straße) dort nicht liegen.

Bildrechte: nicht bekannt

 

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