Alte Postkarten aus Wilster

Vergleichbare Objekte

Sie können die einzelnen Bilder durch Anklicken direkt vergrößern.

1939 sogen. Hitler Eiche im Paradiestal bei Burg (SF)

1939 sogenannte Hitler Eiche im Paradiestal bei Burg

1939 sogen. Hitler Eiche im Paradiestal bei Burg
Während der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur wurde ein schriller Personenkult um den sich selbst die Bezeichnung "Führer" gegeben habenden Diktator geführt.
Es gab in der Nazizeit sogar eine Verordnung „Grundsätze für die Straßenbenennungen“ vom Juli 1933, nach welcher in jeder Stadt die wichtigste Straße oder der zentrale Platz nach dem Diktator zu benennen war. Darüber hinaus wetteiferten die Gefolgsleute der Nazis darin, weitere herausragende Orte und Naturdenkmale nach Hitler zu benennen.
Das Paradiestal schneidet bei Burg/Dithmarschen tief in den Klev (von: Kliff) genannten Steilhang der Geest ein.
Die vom Druckwasser der Geest gespeiste und im Paradiestal gelegene Quelle nährte einen kleinen Bach, der zur Burger Au (Walburgsau) führte.
In früheren Zeiten hatte die Quellschüttung sogar ausgereicht, um einen Mühlenteich für den Betrieb einer Wassermühle zu speisen. Die im Paradiestal vorhanden gewesene Bokholter (Buchholzer) Wassermühle besteht schon lange nicht mehr. Anfang des 19ten Jahrhunderts war der Müller Rathje Schmidt Betreiber der Mühle; er hatte am 12.10.1787 die aus Burg stammende Margaretha Martens geheiratet. Er stammte aus Bilsen bei Bramstedt, wo sein gleichnamiger Vater ebenfalls Müller war (beide sind Vorfahren des Betreibers der Heimat-Seite mein-wilster).

Bildrechte: Christian Knafla, Buchholz, Burg in Dithmarschen
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich bei Rudolf Böckmann, Burg/Dithmarschen

1932 Vatertagstour der Liedertafel Wilster zum Paradiessprudel in Burg

1932 Vatertagstour der Liedertafel Wilster zum Paradiessprudel in Burg
ca. 1932 Paradiessprudel in Burg / Dithmarschen
ca. 1932 Paradiessprudel in Burg / Dithmarschen

1932 Vatertagstour der Liedertafel Wilster zum Paradiessprudel in Burg.
Die Sänger der im Jahre 1842 gegründeten und heute noch bestehenden Liedertafel Wilster pflegten auch im neunzigsten Jahr des Bestehens ihrer Vereinigung nicht nur das gemeinsame Singen, sondern trafen auch zu weiteren gesellschaftlichen Anlässen zusammen.
So fuhren zahlreiche Sänger am Himmelsfahrtstag des Jahres 1932, am Donnerstag dem 05. Mai, mit dem Bus in das Paradiestal bei Burg, um von hier aus weitere Aktivitäten durchzuführen. Das Foto zeigt die Gruppe vor dem Omnibus und den Gebäuden des Paradiessprudel, in welchem seinerzeit eine Gaststätte betrieben wurde.
Leider sind die Namen der Sänger nicht bekannt - um Mithilfe wird gebeten!
Ganz links steht Hans Winter, der fünfte von rechts ist der Friseurmeister Markus Wilkens, der neunte von rechts (mit der Hand in der Hosentasche) ist Johann Schwarck, der Herausgeber der Wilsterschen Zeitung.
Die von einer zum damaligen Zeitpunkt herausgegebenen Ansichtskarte stammenden Abbildungen (Bilder 2 und 3) zeigen die Gebäude im Paradiestal.

Bildrechte:
Bild 1: Photo Lorenz, Burg in Dithmarschen
Bilder 2 und 3: Johannes Kegel, Dresden
Anmerkung: Das Foto (Bild 1)wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Udo Urban, Wilster

1955 Burger Au, Burg und der Klev mit der Mühle Nagel

ca. 1955 Burger Au, Burg und der Klev mit der Mühle Nagel
ca. 1960 Mühle Nagel auf dem Mühlenberg in Burg/Dithmarschen
ca. 1960 Mühle Nagel auf dem Mühlenberg in Burg/Dithmarschen
1955 Burger Au, Burg und der Klev

ca. 1955 Burger Au, Burg und der Klev mit der Mühle Nagel auf dem Mühlenberg.
Blick über die Burger Au auf die Moormarschwiesen vor den auf den aufsteigenden Höhen des Klev liegenden Ort Burg.
An der schiffbaren Burger Au hatten um 1900 kleine Werften bestanden, welche hölzerne Frachtschiffe - Ewer und Mudden - erbauten.
Von der Burger Au aus konnte von den Schiffern mit ihren kleinen Frachtschiffen und Kähnen früher sowohl über die Wilsterau und Stör als auch über den Burg-Kudenseer-Kanal und dessen Deichschleuse bei Büttel die Elbe erreicht werden.
Auf dem aus der Marsch aufsteigenden Klev ist auf dem Mühlenberg die Mühle Nagel erkennbar; sie wurde um 1962 abgebrochen, nachdem man bereits zuvor ihre Flügel demontiert hatte (sh. Bilder 2 und 3).
Bild 4 zeigt einen weiteren Blick über die Burger Au hin zu den aufsteigenden Höhen - dem Klev - der hohen Geest bei Burg.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Abbildungen und Informationen wurden freundlicherweise zur Kenntnis gebracht von Inge Schwohn und Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

1932 Liedertafel Wilster - Vatertagstour zum Paradiessprudel in Burg (SF)

1932 Vatertagstour der Liedertafel Wilster zum Paradiessprudel in Burg

1932 Vatertagstour der Liedertafel Wilster zum Paradiessprudel in Burg.
Die Sänger der im Jahre 1842 gegründeten Liedertafel Wilster pflegten auch im neunzigsten Jahr des Bestehens ihrer Vereinigung nicht nur das gemeinsame Singen, sondern trafen auch zu weiteren gesellschaftlichen Anlässen zusammen.
So fuhren zahlreiche Sänger am Himmelsfahrtstag des Jahres 1932, am Donnerstag dem 05. Mai, mit dem Bus in das Paradiestal bei Burg, um von hier aus weitere Aktivitäten durchzuführen. Das Foto zeigt die Gruppe vor dem Omnibus und den Gebäuden des Paradiessprudel, in welchem seinerzeit eine Gaststätte betrieben wurde.
Leider sind die Namen der Sänger nicht bekannt - um Mithilfe wird gebeten!
Ganz links steht Hans Winter, der fünfte von rechts ist Friseurmeister Markus Wilkens, der neunte von rechts (mit der Hand in der Hosentasche) ist Johann Schwarck, Herausgeber der Wilsterschen Zeitung.

Bildrechte: Photo Lorenz, Burg in Dithmarschen
Anmerkung: Die sogenannte "Private Ansichtskarte" befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1903 Blick vom Klev in Burg über die Wilstermarsch (SF)

1903 Blick vom Klev in Burg über die Wilstermarsch

1903 Blick vom Klev in Burg über die Wilstermarsch
Der steil aus der flachen ebenen Marsch aufsteigende Klev bei Burg bildet hier die Begrenzung des Urstromtales der Elbe und somit auch des Landschaftsraumes der Wilstermarsch.
Das Wort Klev führt sich zurück auf Kliff bzw. Klift = Klippe und bezeichnet einen Steilhang.
Tatsächlich ist entgegen der Beschriftung auf der Karte die Aufnahme nicht vom Aussichtsturm sondern vom Abhang der Geest (von „güst“ = leer, öde) aus gemacht worden.
Das Foto zeigt an der Burger Hafenstraße stehende Häuser; die Hafenstraße verläuft in Bildmitte von unten nach oben. Sie quert zentral die von rechts nach links verlaufende Burger Au (Wolburgsau), wo der Hafen und die kleinen Werften der alten Schiffersiedlung Burg lagen.
Ganz oben verläuft der zu der Zeit noch nicht von Anpflanzungen gesäumte Kaiser-Wilhelm Kanal (heutiger Nord- Ostsee Kanal) quer durch das Bild. Jenseits des Kanals die Wilstermarsch bei Äbtissinwisch.
Die anmoorige Marsch zwischen Klev und Kanal führt die Bezeichnung "Burger Feld".

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Abbildungen wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

1800 Blick von der Wilstermarsch über das Burger Feld auf Burg und die Geest

1800 Blick von der Wilstermarsch über das Burger Feld auf Burg und die Geest

1800 Blick von der Wilstermarsch über das Burger Feld auf Burg und die Geest.
Der Standort des Künstlers lag etwa auf der Höhe des heutigen und erst 1895 eingeweihten Nord- Ostsee Kanals.
Bei dem unterhalb des Klev erkennbaren Gewässer mit lebhaftem Schiffsverkehr handelt es sich um die Burger Au, welche mit der Wilsterau/Holstenau als deren größter Zufluß verbunden war.
Auf den Höhen des Klev sind drei Windmühlen zu erkennen; deren letzte Besitzer waren die Müller Bech, Nagel und Schümann (von links).
Die Lithographie eines unbekannten Meisters ist Illustration des vom Lehrer Hinrich Rühmann im Sonderheft Burg/Dithm. der Zeitschrift Dithmarschen - Blätter der Heimatgestaltung - Ausgabe Jan./Febr. 1939 geschriebenen Artikels "Die Entwicklung der Burger Schiffahrt".
Rühmann war ein Gegner der Nationalsozialisten. Erstaunlich ist, dass er dennoch 1939 für die von der NSDAP-Kreisleitung Norder- u. Süderdithmarschen herausgegebene Zeitschrift schreiben durfte. Offensichtlich stellte deren Schriftleiter Dr. Alfred Kamphausen, Begründer des Freilichtmuseums Molfsee, Fachwissen über politische Gesinnung. Rühmann verlor auch nicht seinen Beamtenstatus.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Informationen erfolgten durch Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen.

1960 Gärtnerei zwischen Burger Au und Klev

1960 Betriebsgelände einer Gärtnerei zwischen Burger Au und Klev
1960 Zeitungsannonce der Gärtnerei Richard Liebing in Burg/Dithmarschen
1944 Brandruine der Gärnerei Richard Liebing an der Burgstraße in Burg/Dithmarschen
2014 Blick über die Burger Au auf die vormaligen Betriebsflächen der Gärtnerei Liebing in Burg/Dithmarschen

ca. 1960 Gärtnerei zwischen Burger Au und Klev
Bild 1 Luftbild - Zwischen der Burger Au (rechts im Vordergrund) und dem Klev (links im Hintergrund) genannten Rand der Geest erstrecken sich die Betriebsflächen der 1927 gegründeten Gärtnerei Richard Liebing an der Burgstraße in Burg/Dithmarschen.
Bild 2 Zeitungsanzeige der Gärnerei Richard Liebing
Bild 3 Das Wohn- und Geschäftshaus der Gärtnerei brannte im Juni 1941 nieder und wurde danach aufwändiger neu gebaut. Das Foto der Feuerversicherung zeigt die Ruine und vorn die Einfriedigung der Kirchspielssparkasse mit der Grundstückseinfahrt.
Bild 4 Blick über die Burgerau auf die vormaligen Betriebsflächen der Gärtnerei Liebing.
Das Blumengeschäft Liebing wurde in den 1970er Jahren in die Zahnarztpraxis Rosenkranz, jetzt J.Hendrik Dijkstra, umgewandelt. Die Ländereien wurden schon viel früher aufgegeben.

Bildrechte:
Bild 1: Luftbild; nicht bekannt
Bild 3: Feuerversicherung Landesbrandkasse Schleswig-Holstein
Bild 4: Hartwig Mohr, Burg in Dithmarschen
Anmerkung: Die Informationen stammen von Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

1966 Kleve - an der Grenze zwischen Marsch und Geest (SF)

1966 Kleve - an der Grenze zwischen Marsch und Geest
1966 Kleve - an der Grenze zwischen Marsch und Geest
1966 Kleve - an der Grenze zwischen Marsch und Geest

1966 Kleve - an der Grenze zwischen Marsch und Geest
oben: Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Gutes Kleve
unten links: Gastwirtschaft "Klever Hof"
unten rechts: Kolonialwarengeschäft
Die Gemeinde Kleve liegt etwa 6 km nordöstlich von Wilster auf dem dort die Wilstermarsch landschaftlich begrenzenden Abhang der Geest (von „güst“ = leer, öde) zur Marsch.
Das Wort Kleve führt sich zurück auf Kliff = Klippe und bezeichnet einen Steilhang; so führt die Gemeinde in ihrem Siegel auch die Abbildung eines Kliffs.
Das Klever Kliff ist eine am Rande des Urstromtales der Elbe gelegene Abbruchkante, die sich an der während der vorletzten Eiszeit entstandenen Hohen Geest ausbildete.

Bildrechte: Verlag Walter Jappe, Lübeck
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich bei Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

1898 Blick von der Marsch und dem Burger Feld auf Burg in Dithmarschen

1898 Blick von der Marsch und dem Burger Feld auf Burg in Dithmarschen

1898 Blick von der Marsch und dem Burger Feld auf Burg in Dithmarschen
Der Ort Burg in Dithmarschen erstreckt sich in Teilbereichen auch auf die Landschaft der Wilstermarsch bei Äbtissinwisch.
Die schöne alte Farb-Lithographie zeigt u.a. eine Totale des am Rand der steil aus der Marsch aufragenden Hohen Geest liegenden schönen Ortes - Blick etwa vom heutigen Nord-Ostsee-Kanal aus (bis 1948 führte der Kanal den Namen Kaiser-Wilhelm-Kanal);
der 1895 eröffnete Kanal unterbricht die Wilsterau und störte so die Jahrhunderte dauernden Schifffahrts- und die darauf basierenden Handelsbeziehungen zwischen Burg und der Stadt Wilster. Die Stadt Wilster als auch der Kirchort Burg waren beide sehr lange Zeit typische Schifferorte.
Die Wilsterau war in früheren Zeiten von ihrer Mündung am Kasenort an auf etwa 30 km Länge schiffbar, also bis weit in ihren Oberlauf, der bei Hademarschen entspringenden Holstenau. Erst ab dem Zusammenfluß der Holstenau mit der Burgerau führte die Wilsterau ihren Namen.

Bildrechte: Verlag H. Sötje, Burg
Reg. mein-wilster: 0400 AK

1965 Rumflether Mühle AURORA

1965 Rumflether Mühle AURORA in der Stadt Wilster
1965 Rumflether Mühle AURORA in der Stadt Wilster
ca. 1974 Belegschaft der Rumflether Mühle AURORA. (v.l.n.r.): der Fahrer Ewald Dittberner, Mühlenarbeiter Peter Suhl und Walter von Allwörden, Fahrer Hans Hermann Oesau, Müllermeister Hansdelf Martens, Dittberner jun.

ca. 1965 Rumflether Mühle AURORA
Bis in das Jahr 1953 hinein nutzte die Rumflether Mühle , sie trägt den schönen Namen "AURORA", die Windkraft. Dann wurde die Mühle stillgelegt, von ihren Eigentümern aus der Müller-Familie Martens jedoch weiterhin tatkräftig unterhalten.
Der Mühlenbetrieb wurde bis 1991 von dem Müllermeister Hansdelf Martens geführt, welcher die Mühle von seinem Vater Detlef Martens (+ 21.01.1963) übernommen hatte.
Die im Jahre 1981 unter Denkmalschutz gestellte Mühle prägt seit dem Jahre 1872 in wundervoll ästhetischer Weise die Gesamtansicht der Marschenstadt Wilster.
Die Mühle - einer der letzten Galerie-Holänder im Kreis Steinburg - ist auch heute noch mit Leben erfüllt. Zwar wird nicht mehr Korn gemahlen, doch lädt die Familie Martens zu vielfältigen Aktivitäten und Anlässen in die vorbildlich erhaltene und sanierte Mühle ein.
Wer mehr wissen oder sogar die Mühle besuchen möchte - und ein Besuch lohnt sich - wird in der Rumflether Mühle Informationen finden.
Bild 3 zeigt die Belegschaft der Mühle ca. 1974 anläßlich der Vorstellung ihrer Produkte bei einer Rassegeflügel-Züchterschau in Kleve.
Am Stand des Betriebes sind zu erkennen (v.l.n.r.):
der Fahrer Ewald Dittberner (dessen Sohn Horst ist heute, 2014, Mühlenwart im Verein zur Erhaltung der Rumflether Mühle), die Mühlenarbeiter Peter Suhl und Walter von Allwörden, der Fahrer Hans Hermann Oesau, Müllermeister Hansdelf Martens und ganz rechts Horst Dittberner.

Bildrechte: nicht bekannt
Die Fotos 1 und 2 wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1905 Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au; Schleuse am Kaiser Wilhelm Kanal

1910 Kattenstieg Schleuse der Burger Au zum Kaiser Wilhelm Kanal NOK
1910 Kattenstiegt Schleuse der Burger Au zum Kaiser Wilhelm Kanal NOK
1905 Winterlager der Schiffer am Kattenstieg bei der Schleuse von der Burger Au zum Kaiser-Wilhelm-Kanal NOK

Schleusen von Holstenau/Wilsterau und Burger Au am Kaiser-Wilhelm Kanal (NOK); Liegeplatz am Kattenstieg.
Bis in die 1930er Jahre bestand für die auf der Wilsterau verkehrenden Schiffer die Möglichkeit, von der Wilsterau direkt in den Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute: Nord-Ostsee Kanal bzw. Kiel Kanal bzw. NOK) und weiter auch in die Burger Au zu gelangen.
Der Burger Hafen - gelegen am Rand der Wilstermarsch, deren Begrenzung dort durch die Dithmarscher Geest gebildet wird - hatte in früheren Zeiten eine erhebliche Bedeutung für das südliche Dithmarschen. Heute aber kann bei Betrachtung der schmalen Gewässer kaum noch nachvollzogen werden, daß der Burger Hafen vor der Eröffnung des Kanals (NOK) der am häufigsten angelaufene Hafen in Dithmarschen war.
Der Hafen wurde vornehmlich über die Wilsterau erreicht; die Wilsterau führt von alters her ihren Namen erst ab dem Zusammenfluß ihres Quellgewässers Holstenau mit der Burger Au.
Eine weitere Verbindung von Burg zur Elbe war früher mit der Passage von der Burger Au über den Kudensee und den um 1765 gegrabenen Burg-Kudenseer Kanal nach Büttel und die dortige Deichschleuse gegeben.
Der damaligen Bedeutung der Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au entsprechend, wurden beim Bau des NOK sowohl zur Burger Au als auch zur Holstenau/Wilsterau Schleusen angelegt. Die etwa 4,00 m tiefen Kammern dieser Schleusen waren jeweils ca. 20 m lang und 5,00 m breit. Die Grundsteinlegung der Schleusen erfolgte 1891, ihre Inbetriebnahme 1895.
Die Schleuse zur Burger Au lag am Kattenstieg, wo auch das Haus des Schleusenwärters lag, welcher die auf der anderen Seite des NOK befindliche Schleuse zur Holstenau/Wilsterauau mit bediente. Der Liegeplatz am Kattenstieg wurde wegen des moorigen Untergrundes seiner Ufer nie als Lösch- und Ladeplatz genutzt.
Mit dem 01. April 1933 wurde der Betrieb der Schleuse zur Burger Au eingestellt und sie 1937 ganz geschlossen; 1940 wurde sie verfüllt. Die Schleuse zur Holstenau/Wilsterau war bereits zuvor wegen der bedeutungslos gewordenen Schifffahrt auf diesem Teil der Gewässer eingestellt worden.

Bild 1 zeigt um das Jahr 1910 mit weit geöffneten Toren das Unterhaupt der Schleuse zur Burger Au und dem 2 km entfernten Burger Auhafen. Zwei wohl auf den damals noch vorhandenen Burger Werften gebaute Ewer sind in der Au vertäut.
Im Hintergrund sind der Klev der Geest bei Burg und der Ort erkennbar.
Bild 2 zeigt die halb geöffneten Schleusentore des Schleusenunterhauptes vom Kattenstieg aus in die Kammer gesehen und rechts das Schleusenwärterhaus.
Die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte (Bild 3) zeigt Winterlieger im Kattenstieg um das Jahr 1905. Aus der Vielzahl der Schiffe wird deutlich, daß das auf der Geest liegende Burg ein Schifferort war.

Bildrechte Bild 1 und 2: Wasser u. Schiffahrtsamt Brunsbüttel
Die Bilder wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen
Bild 3: Verlag H. Sötje, Burg in Dithmarschen
Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Hans-Peter Lausen, Burg in Dithmarsch

1904 Burg in Dithmarschen - Blick von der Marsch auf den Ort

1904 Burg in Dithmarschen - Blick von der Marsch auf den Ort

1904 Burg in Dithmarschen - Blick von der Marsch auf den Ort.
Das Kirchdorf Burg liegt auf dem aus der weiten flachen Marsch aufsteigenden Klev der Geest. Der als Klev bezeichnete Steilhang ist ein Kliff, welches in vorgeschichtlicher Zeit nach Ansteigen des Meeresspiegels durch Abrasion am Rande der Hohen Geest entstandenen ist.
Seinen Namen hat der Ort nach der Bökelnburg, einer aus altsächsischer Zeit stammenden und um das Jahr 800 errichteten Volksburg, deren mächtiger Rundwall heute noch beeindruckt.
Oben auf den Höhen der Geest die Mühlen von Bech (links) und Nagel. Zwischen den Bäumen ist ein an der Großen Bergstraße stehendes Haus zu erkennen; rechts die Petri Kirche mit dem Pastorat. Das langgestreckte Gebäude in Bildmitte wird aktuell von der Firma Heizungsbau Hennigsen genutzt; die anderen Häuser, vor allem die flachen Gebäude, sind abgebrochen, einige evtl. umgebaut. Vorn im Bild ist das Gelände der Gärtnerei Liebing zu erkennen, deren Ladengeschäft in der Waldstr. war.

Bildrechte: Kunstanstalt Hermann Ludewig, Leipzig
Reg. mein-wilster: 1942 AK

1930 Blick vom Aussichtsturm Burg über die Wilstermarsch (SF)

1930 Blick vom Aussichtsturm Burg über die Wilstermarsch

1930 Blick vom Aussichtsturm Burg über die Wilstermarsch
Vom Aussichtsturm in Burg hat man einen wundervollen Blick über die Ortschaft und weiter über den Rand des Klev hinaus auf das Burger Feld, den die Marsch durchschneidenden Kaiser-Wilhelm-Kanal (Nord- Ostsee- Kanal), die weite ebene Wilstermarsch und bis zur Elbe mit deren jenseitigen Ufer.
Der 21 m hohe Aussichtsturm steht auf dem 66 m hohen Wulfsboom, der zweithöchsten Erhebung Dithmarschens.
In den zum Aussichtsturm gehörenden Gebäuden befindet sich heute das Waldmuseum Burg , in welchem die heimische Tier- und Pflanzenwelt erlebt werden kann.
Rechts ist auf dem heute noch so benannten Mühlenberg am Rand des Klev die lange schon verschwundene Windmühle erkennbar.
Das weiße Gebäude im Vordergrund ist die seinerzeitige Mosterei von Adam Schmidt, welche sich heute zu einem weit über Burg hinaus bekannten Getränkehandel entwickelt hat. Noch heute lassen in dem Betrieb auch viele Steinburger ihre Äpfel zu Saft vermosten.

Bildrechte: nicht bekannt
Die Abbildungen der Ansichtskarte wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

1918 Schleppzug auf dem Kaiser-Wilhelm Kanal bei der Burger Fähre (SF)

1918 Schleppzug auf dem Kaiser-Wilhelm Kanal bei der Burger Fähre

1918 Schleppzug auf dem Kaiser-Wilhelm Kanal bei der Burger Fähre
Ein Schleppzug passiert die Fährstelle am Kaiser-Wilhelm-Kanal (heutiger Nord- Ostsee Kanal) bei Burg.
Der kleine Schlepper zieht mehrere Ewer und Tjalken durch den Kanal, denn seinerzeit verfügten die kleinen Frachtsegler noch nicht über einen Motorantrieb. Mit solchen wurden sie erst in den 1920er und 1930er Jahren ausgestattet, doch auch danach segelten sie zumeist noch.
Am linken Kanalufer ist der bei der Kanaleröffnung 1895 als Ersatz für den Burger Auhafen eingerichtete Lösch- und Ladeplatz Burg zu sehen, der erst in den siebziger Jahren zugunsten der Erweiterung des Kanalhafens Hochdonn aufgegeben wurde.
An dem Anlegeplatz legten auch bis zu vier Ausflugsschiffe gleichzeitig an, so dass die Bewirtung der per Schiff vor allem aus Hamburg anreisenden Tagesgäste bis nach dem II. Weltkrieg für die Gemeinde Burg ein bedeutender Wirtschaftsfaktor war.
Noch bis in die 1960er Jahre brachten bis zu 1.000 BRT große Passagierschiffe Ausflügler nach Burg. Diese Tradition wurde bis vor einigen Jahren (bis 2013) durch Schiffe des Reeders Thorge Brandt, Wilster, wieder aufgenommen.

Bildrechte: Otto Hinrichs, Burg in Dithmarschen
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

1970 Burg, Nord-Ostsee Kanal, Wilsterau beim Vaalermoor und Stadtmoor (SF)

1970 Burg in Dithmarschen, Nord-Ostsee Kanal, Wilsterau beim Stadtmoor

1970 Nord-Ostsee Kanal, Wilsterau beim Vaalermoor und Stadtmoor
Blick vom Aussichtsturm in Burg über den auf den Höhen der Geest gelegenen schönen Luftkurort Burg in Dithmarschen hinweg auf die Wilstermarsch.
Quer durch das Bild verläuft der Nord-Ostsee Kanal (früher: Kaiser Wilhelm Kanal). Davor zwischen dem Geestrand und dem Kanal das Burger Feld.
Am Kanal sind noch nicht die nach seiner letzten Verbreiterung ab 1966 angelegten und heute hoch aufgewachsenen Windschutzpflanzungen zu sehen.
Jenseits des Kanals erstreckt sich die weite ebene Wilstermarsch mit ihren von Bäumen gesäumten Gehöften und Straßen.
Links am Bildrand ist das jenseits des Kanals gelegene Entlastungsschöpfwerk Vaalermoor der Wilsterau zu erkennen. Das im Vaalermoor gelegene Stadtmoor stand lange Zeit im Eigentum der Stadt Wilster.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich bei Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen.

Brief vom 27. März 1915 - Teil 2 - Burg in Dithmarschen, Wilstermarsch, Kanal (SF)

Brief vom 27. März 1915 1915 - Teil 2 - Burg in Dithmarschen, Wilstermarsch, Kanal
1915 Partie beim Ramsberg bei Burg in Dithmarschen
Brief vom 27. März 1915 - Teil 2 - Burg in Dithmarschen, Wilstermarsch, Kanal

Brief vom 27. März 1915 - Teil 2 - Burg in Dithmarschen, Wilstermarsch, Kanal
Burg in Dithmarschen, Blick auf die Wilstermarsch und den Kaiser-Wilhelm-Kanal (NOK)
beschrieben im Jahre 1915 in einem beeindruckenden wundervollen Brief.
Die gesamten vorliegenden Teile des Briefes sind aufrufbar in der Rubrik Wilstersien unter dem Menüpunkt Postsachen
Wie vor einhundert Jahren ein Betrachter die aus der Wilstermarsch aufsteigenden Höhen des Klev bei Burg in Dithmarschen, den Ort Burg, den Kaiser-Wilhelm-Kanal (NOK) sowie Geest und Marsch sah, dieses als genauer Beobachter von Land und Leuten voller Poesie beschrieb, erfahren wir aus einem auf die Anschriftenseiten von mindestens 6 Ansichtskarten geschriebenen Brief.
Der Brief ist gerichtet an eine von dem Verfasser des Briefes offenbar sehr geliebte Frau, die er gleichwohl aus Verehrung und Respekt siezte.
Vermutlich war der Schreiber des Briefes ein beim Kanalneubauamt Burg tätig gewesener Marine Arzt. Während der Kanalverbreiterung in den Jahren 1907 bis 1915 bestand in Burg ein Kanalneubauamt, welches wieder aufgelöst wurde, nachdem die damalige Verbreiterung des Kaiser-Wilhelm Kanals in 1914 im Wesentlichen abgeschlossen war.
Wenn auch leider nicht die den Abschluß des Briefes bildende(n) Karte(n) aufgefunden werden konnte(n), soll er dennoch in seinen Fragmenten als ein Zeitzeugnis hier vorgestellt werden.
Teil 2 des Briefes befindet sich auf einer Ansichtskarte mit einer Abbildung einer Partie beim Ramsberg bei Burg in Dithmarschen.
Bildrechte: Verlag Friedrich Voigt, Burg in Dithmarschen

Vom Text des Briefes wurde eine Leseabschrift gefertigt, welche dem Original gegenüber gestellt ist.
Anmerkung: Der Brief wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

Brief vom 27. März 1915 - Teil 3 - Burg in Dithmarschen, Wilstermarsch, Kanal (SF)

Brief vom 11. Januar 1915 - Teil 3 - Burg in Dithmarschen, Wilstermarsch, Kanal
1915 Ländliches Wohnhaus in Burg in Dithmarschen

Brief vom 27. März 1915 - Teil 3 - Burg in Dithmarschen, Wilstermarsch, Kanal
Burg in Dithmarschen, Blick auf die Wilstermarsch und den Kaiser-Wilhelm-Kanal (NOK)
beschrieben im Jahre 1915 in einem beeindruckenden wundervollen Brief.
Die gesamten vorliegenden Teile des Briefes sind aufrufbar in der Rubrik Wilstersien unter dem Menüpunkt Postsachen
Wie vor einhundert Jahren ein Betrachter die aus der Wilstermarsch aufsteigenden Höhen des Klev bei Burg in Dithmarschen, den Ort Burg, den Kaiser-Wilhelm-Kanal (NOK) sowie Geest und Marsch sah, dieses als genauer Beobachter von Land und Leuten voller Poesie beschrieb, erfahren wir aus einem auf die Anschriftenseiten von mindestens 6 Ansichtskarten geschriebenen Brief.
Der Brief ist gerichtet an eine von dem Verfasser des Briefes offenbar sehr geliebte Frau, die er gleichwohl aus Verehrung und Respekt siezte.
Vermutlich war der Schreiber des Briefes ein beim Kanalneubauamt Burg tätig gewesener Marine Arzt. Während der Kanalverbreiterung in den Jahren 1907 bis 1915 bestand in Burg ein Kanalneubauamt, welches wieder aufgelöst wurde, nachdem die damalige Verbreiterung des Kaiser-Wilhelm Kanals in 1914 im Wesentlichen abgeschlossen war.
Wenn auch leider nicht die den Abschluß des Briefes bildende(n) Karte(n) aufgefunden werden konnte(n), soll er dennoch in seinen Fragmenten als ein Zeitzeugnis hier vorgestellt werden.
Teil 3 des Briefes befindet sich auf einer Ansichtskarte mit einer Abbildung eines Ländliches Wohnhaus in Burg in Dithmarschen.
Bildrechte: Verlag Friedrich Voigt, Burg in Dithmarschen

Vom Text des Briefes wurde eine Leseabschrift gefertigt, welche dem Original gegenüber gestellt ist.
Anmerkung: Der Brief wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

Brief vom 27. März 1915 - Teil 5 - Burg in Dithmarschen, Wilstermarsch, Kanal (SF)

Brief vom 27. März 1915 - Teil V - Burg in Dithmarschen, Wilstermarsch, Kanal
1915 altes Dithmarscher Bauernhaus in Burg in Dithmarschen
Brief vom 27. März 1915 - Teil V - Burg in Dithmarschen, Wilstermarsch, Kanal

Brief vom 11. Januar 1915 - Teil 5 - Burg in Dithmarschen, Wilstermarsch, Kanal
Burg in Dithmarschen, Blick auf die Wilstermarsch und den Kaiser-Wilhelm-Kanal (NOK)
beschrieben im Jahre 1915 in einem beeindruckenden wundervollen Brief.
Die gesamten vorliegenden Teile des Briefes sind aufrufbar in der Rubrik Wilstersien unter dem Menüpunkt Postsachen
Wie vor einhundert Jahren ein Betrachter die aus der Wilstermarsch aufsteigenden Höhen des Klev bei Burg in Dithmarschen, den Ort Burg, den Kaiser-Wilhelm-Kanal (NOK) sowie Geest und Marsch sah, dieses als genauer Beobachter von Land und Leuten voller Poesie beschrieb, erfahren wir aus einem auf die Anschriftenseiten von mindestens 6 Ansichtskarten geschriebenen Brief.
Der Brief ist gerichtet an eine von dem Verfasser des Briefes offenbar sehr geliebte Frau, die er gleichwohl aus Verehrung und Respekt siezte.
Vermutlich war der Schreiber des Briefes ein beim Kanalneubauamt Burg tätig gewesener Marine Arzt. Während der Kanalverbreiterung in den Jahren 1907 bis 1915 bestand in Burg ein Kanalneubauamt, welches wieder aufgelöst wurde, nachdem die damalige Verbreiterung des Kaiser-Wilhelm Kanals in 1914 im Wesentlichen abgeschlossen war.
Wenn auch leider nicht die den Abschluß des Briefes bildende(n) Karte(n) aufgefunden werden konnte(n), soll er dennoch in seinen Fragmenten als ein Zeitzeugnis hier vorgestellt werden.
Teil V. des Briefes befindet sich auf einer Ansichtskarte mit einer Abbildung eines bereits seinerzeit alten Dithmarscher Bauernhauses in Burg in Dithmarschen.
Bildrechte: Verlag Friedrich Voigt, Burg in Dithmarschen

Vom Text des Briefes wurde eine Leseabschrift gefertigt, welche dem Original gegenüber gestellt ist.
Anmerkung: Der Brief wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

1930 Ölgemälde: Werft Fack an der Burger Au um 1900

1930 Ölgemälde: Werft Fack an der Burger Au um 1900.
Reklame Anzeige Maler Fachgeschäft Johannes Meyburg, Burg in Dithmarschen
2005 Luftbild, Burger Au und Burger Hafenstraße
2005 Luftbild, Burger Au und Burger Hafenstraße

1930 Ölgemälde: Werft Fack an der Burger Au um 1900
Das nach einer Fotovorlage aus der Zeit um 1900 gefertigte Gemälde zeigt auf der Fack´schen Werft aufgeslippt Besan- und Giekewer.
Es ist heute kaum noch vorstellbar, dass derartige Betriebe an der schmalen Burger Au einmal vorhanden waren. Der abgebildeten Werft gegenüber lag seinerzeit mit der Werft von Bruhn ein weiterer derartiger und sogar noch etwas größerer Betrieb, dem sogar eine Schmiede angeschlossen war.
Das Gemälde wurde vermutlich von dem Burger Malermeister Johannes Meyburg (sh. Bild 2) gefertigt. Hierzu ist anzumerken, dass seinerzeit in der Burger Malerfachschule Große Bergstraße in den 1920/30er Jahren vom Dozenten Maaß u.a. auch Kunstmalen gelehrt wurde.
Das ergänzend vorgestellte Luftbild zeigt zur Orientierung die Situation etwa hundert Jahre später 2005 am vormaligen Standort der Werften im Bereich der Burger Hafenstraße und der Burger Au.

Luftbilder Bildrechte: 2005 Heiner Jennes, Burg in Dithmarschen
Anmerkung: Die Informationen und Abbildungen übermittelte Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

1965 Blick über den Luftkurort Burg, den NOK und die Wilstermarsch (SF)

1965 Blick über den Luftkurort Burg und die Wilstermarsch

1965 Blick über den Luftkurort Burg, den Nord-Ostsee-Kanal und die Wilstermarsch
Das Luftbild zeigt einen Blick über Burg in Dithmarschen weiter über den Rand des Klev hinaus auf das Burger Feld, den die Marsch durchschneidenden Kaiser-Wilhelm-Kanal (Nord- Ostsee- Kanal), die weite ebene Wilstermarsch und bis zur Elbe mit deren jenseitigen Ufer.
Der Nord-Ostsee-Kanal ist noch nicht von den heute vorhandenen Windschutzpflanzungen gesäumt.
Jenseits des Kanals liegen die von Bäumen umstandenen Gehöfte wie Inseln in der ebenen Marsch.

Bildrechte: Maschke Zimmer, Inh. R. Schneider, Burg in Dithmarschen
Die Abbildungen der Ansichtskarte wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

Brief vom 27. März 1915 - Teil 4 - Burg in Dithmarschen, Wilstermarsch, Kanal (SF)

Brief vom 27. März 1915 - Teil 4 - Burg in Dithmarschen, Wilstermarsch, Kanal
1915 altes Dithmarscher
Brief vom 27. März 1915 - Teil 4 - Burg in Dithmarschen, Wilstermarsch, Kanal

Brief vom 11. Januar 1915 - Teil 4 - Burg in Dithmarschen, Wilstermarsch, Kanal
Burg in Dithmarschen, Blick auf die Wilstermarsch und den Kaiser-Wilhelm-Kanal (NOK)
beschrieben im Jahre 1915 in einem beeindruckenden wundervollen Brief.
Die gesamten vorliegenden Teile des Briefes sind aufrufbar in der Rubrik Wilstersien unter dem Menüpunkt Postsachen
Wie vor einhundert Jahren ein Betrachter die aus der Wilstermarsch aufsteigenden Höhen des Klev bei Burg in Dithmarschen, den Ort Burg, den Kaiser-Wilhelm-Kanal (NOK) sowie Geest und Marsch sah, dieses als genauer Beobachter von Land und Leuten voller Poesie beschrieb, erfahren wir aus einem auf die Anschriftenseiten von mindestens 6 Ansichtskarten geschriebenen Brief.
Der Brief ist gerichtet an eine von dem Verfasser des Briefes offenbar sehr geliebte Frau, die er gleichwohl aus Verehrung und Respekt siezte.
Vermutlich war der Schreiber des Briefes ein beim Kanalneubauamt Burg tätig gewesener Marine Arzt. Während der Kanalverbreiterung in den Jahren 1907 bis 1915 bestand in Burg ein Kanalneubauamt, welches wieder aufgelöst wurde, nachdem die damalige Verbreiterung des Kaiser-Wilhelm Kanals in 1914 im Wesentlichen abgeschlossen war.
Wenn auch leider nicht die den Abschluß des Briefes bildende(n) Karte(n) aufgefunden werden konnte(n), soll er dennoch in seinen Fragmenten als ein Zeitzeugnis hier vorgestellt werden.
Teil IV des Briefes befindet sich auf einer Ansichtskarte mit einer Abbildung eines bereits seinerzeit alten Dithmarscher "Rauchhauses" in Burg in Dithmarschen. Es handelt sich um eine Kate, deren offener Herd an keinen Schornstein angeschlossen war, weshalb der Rauch durch das Dach des Hause abziehen mußte, daher der Name "Rauchhaus".

Bildrechte: Verlag Friedrich Voigt, Burg in Dithmarschen

Vom Text des Briefes wurde eine Leseabschrift gefertigt, welche dem Original gegenüber gestellt ist.
Anmerkung: Der Brief wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

Brief vom 27. März 1915 - Teil 1 - Burg in Dithmarschen, Wilstermarsch, Kanal (SF)

Brief vom 27. März 1915 - Teil 1 - Burg in Dithmarschen, Wilstermarsch, Kanal
1915 Totale von Burg, von der Burger Au aus gesehen
Brief vom 27. März 1915 - Teil 1 - Burg in Dithmarschen, Wilstermarsch, Kanal

Brief vom 27. März 1915 - Teil 1 - Burg in Dithmarschen, Wilstermarsch, Kanal
Burg in Dithmarschen, Blick auf die Wilstermarsch und den Kaiser-Wilhelm-Kanal (NOK)
beschrieben im Jahre 1915 in einem beeindruckenden wundervollen Brief.
Die gesamten vorliegenden Teile des Briefes sind aufrufbar in der Rubrik Wilstersien unter dem Menüpunkt Postsachen
Wie vor einhundert Jahren ein Betrachter die aus der Wilstermarsch aufsteigenden Höhen des Klev bei Burg in Dithmarschen, den Ort Burg, den Kaiser-Wilhelm-Kanal (NOK) sowie Geest und Marsch sah, dieses als genauer Beobachter von Land und Leuten voller Poesie beschrieb, erfahren wir aus einem auf die Anschriftenseiten von mindestens 6 Ansichtskarten geschriebenen Brief.
Der Brief ist gerichtet an eine von dem Verfasser des Briefes offenbar sehr geliebte Frau, die er gleichwohl aus Verehrung und Respekt siezte.
Vermutlich war der Schreiber des Briefes ein beim Kanalneubauamt Burg tätig gewesener Marine Arzt. Während der Kanalverbreiterung in den Jahren 1907 bis 1915 bestand in Burg ein Kanalneubauamt, welches wieder aufgelöst wurde, nachdem die damalige Verbreiterung des Kaiser-Wilhelm Kanals in 1914 im Wesentlichen abgeschlossen war.
Wenn auch leider nicht die den Abschluß des Briefes bildende(n) Karte(n) aufgefunden werden konnte(n), soll er dennoch in seinen Fragmenten als ein Zeitzeugnis hier vorgestellt werden.
Teil 1 des Briefes befindet sich auf einer Ansichtskarte mit einer Abbildung der Totale von Burg von der Burgerau aus gesehen.
Bildrechte: Verlag Friedrich Voigt, Burg in Dithmarschen

Vom Text des Briefes wurde eine Leseabschrift gefertigt, welche dem Original gegenüber gestellt ist.
Die gesamten vorliegenden Teile des Briefes sind in der Datei unten aufrufbar.

Anmerkung: Der Brief wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1912 Hafen von Büttel (Elbe) Winterruhe im Hafen (SF)

1912 Hafen von Büttel (Elbe) Winterruhe im Hafen

ca. 1912 Hafen von Büttel (Elbe)
Im Hafen von Büttel liegen viele Ewer in Winterruhe. Die Fracht-Ewer sind im Eis eingefroren; dieses geschah fast alljährlich und bot Gelegenheit zu manchem Eisvergnügen.
Büttel war seinerzeit eine typische Schiffer-Siedlung.
Der Hafen hatte über eine gedeckte Deichschleuse Zugang zur Elbe.
Früher war es ebenfalls möglich, von Büttel aus über den Burg Kudensee-Kanal, die Burger Au und die Holstenau/Wilsterau bis nach Wilster zu fahren und am Kasenort in die Stör zu gelangen. Über den Burg-Kudensee-Kanal fuhren bis in die 1930er Jahre sehr viele mit Torf für Hamburg beladene Lastkähne; der Torf stammte aus der Abtorfung des ehemaligen Grenzmoores (die vom Kudensee ausgehende sogenannte "Seebank" reichte ursprünglich bis zur Elbe und galt aus Verteidigungsgründen als auch aus Gründen des Sturmflutschutzes lange Zeit als unantastbar) zwischen Dithmarschen und Steinburg.
Der alte historische Ort Büttel hat zwischenzeitlich aufgehört zu existieren, nachdem wegen der Industrieansiedlung seit Mitte der 1970er Jahre bis auf 17 von ursprünglich 200 Häusern alle abgebrochen und die Bewohner umgesiedelt wurden.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

0001 Die Holstenau ist der ursprüngliche Oberlauf der Wilsterau!

Einmündung der Holstenau in den Vaalermoorer Moorkanal
Holstenau oberhalb der Einmündung in den Vaalermoorer Moorkanal
leer stehender Vaalermoorhof in Nähe der Wilsterau/Holstenau
Abgedämmtes Ende der Holstenau

Die Holstenau ist der ursprüngliche Oberlauf der Wilsterau!
Die Burger Au ist ein sehr viel später entstandener Quellfluß der Wilsterau - genau genommen nur das größte Nebengewässer der Holstenau/Wilsterau.
Die Bilder zeigen Reststrecken der Ende des vorletzten Jahrhunderts durch den Bau des Nord- Ostsee Kanals mehrmals durchschnittenen Holstenau im Vaalerfeld oberhalb des Entlastungsschöpfwerkes am Kanal. Das ehemalige Fließgewässer hat heute nur noch die Funktion eines breiten Entwässerungsgraben.
Bild 1 Einmündung der Holstenau in den Vaalermoorer Moorkanal.
Bild 2 Holstenau oberhalb der Einmündung in den Vaalermoorer Moorkanal; Blickrichtung Norden
Bild 3 Der Bereich innerhalb des von der Holstenau geformten Mäanders (Bogen) oberhalb der Einmündung gehört politisch zu Burg in Dithmarschen. Der leer stehende und verfallende Vaalermoorhof gehört(e) dem Vorstandsvorsitzenden des Gruner & Jahr Verlages
Bild 4 Abgedämmtes Ende der Holstenau.

Eine alte Beschreibung der Gewässer Holsteins, und damit auch der Wilsterau und der Burger Au, finden wir im 1833 von Leopold v. Zedlitz-Neukirch verfaßten "Neues hydrographisches Lexikon für die deutschen Staaten".
Dort heißt es u.a.:
"Die WILSTER im Herzogtum Holstein. Dieser Fluß entspringt in der Nähe von Hademarsch, und verstärkt durch die Mackenbeck kommt derselbe nach Großbornhövet, Kleinbornhövet, und Hohenhorn; in dieser Gegend wird die WILSTER die Sprant genannt, sie erhält den Namen WILSTER nach der bey Bökelnburg erfolgten Mündung der Wolburgsau, und nun geht sie an Achterhorn, Bordethorn, Averfleth, Goldhagen, Rumfleth, Diksdorf, zur Stadt Wilster, wo sie beim Dörfchen Kasenort in die Stör fällt."
und weiter:
"Die WOLBURGSAU; sie gehört zum Gebiet der WILSTER, der sie bei Bökelnburg ihr Gewässer zuführt."
Wolburgsau = Burger Au
Wilster = Wilsterau
Bökelnburg = Burg in Dithmarschen

Für Flüsse ist es typisch, daß sie jeweils eine Quelle und eine Mündung haben. Bei der Wilsterau ist dieses völlig anders – auch deshalb ist sie ein ganz besonderer Fluß.
Die Wilsterau (jedenfalls der entsprechend genannte Abschnitt des Gewässers) hatte niemals eine eigene Quelle, denn diesen Namen führte der Fluß historisch erst ab seinem Eintritt in die Wilstermarsch (zum Ampte Steinborg gehörig). Der oberhalb gelegene Flußabschnitt bis zum Zusammenfluß von Burger Au (Walburgsau, Wolburgsau) und Holstenau wurde wie die letztere zumeist noch als Holstenau bezeichnet.
Von ihren Zuflüssen Holstenau und Burger Au wurde die Wilsterau in der Folge der Erstellung des Kaiser-Wilhelm–Kanal (Nord-Ostsee Kanal) abgetrennt, wobei bereits durch den 1870 fertiggestellten Bau der Schleuse Bebek der Zufluss von der Burger Au zumeist unterbrochen war. Die Holstenau genannte Strecke wurde sogar mehrfach durchschnitten. Seither hat die Wilsterau an jedem ihrer Endpunkte eine Mündung. Zum einen die durch die Schleuse am Kasenort verlaufende Ausmündung in die Stör, zum anderen die durch das Entlastungsschöpfwerk beim Vaaler Feld gebildete Mündung in den Nord- Ostsee Kanal.
Die ursprüngliche Quelle des Flusses (unserer Wilsterau) ist die nördlich von Aasbüttel entspringende Holstenau (in Bereichen regional auch als Mackenbeck bezeichnet), welche mit vielen anderen Rinnsalen die von den Gletschern der Eiszeit stammenden Sandablagerungen – die Geest – entwässerte. Dieses ist auch heute noch am Geländerelief gut ablesbar. Östlich und nördlich von Hochdonn ist die durch den Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanal (Nord- Ostsee Kanal) überformte und in die Geest einschneidende Flußniederung der Holstenau und ihrer Nebengewässer noch gut erkennbar.
Die Burger Au (Walburgsau) ist erst Jahrtausende später entstanden. Vor dem nach Ansteigen des Meeresspiegels durch Abrasion entstandenen Kliff (dem Klev genannten Steilhang der Hohen Geest) bildete das Meer Strandwälle (Nehrungen) aus. Weil sich auf den Strandwällen Dünen bildeten, bezeichnet man sie als Donn. Diese behinderten den Abfluß der vor dem Klev gelegenen tiefen Flächen und des dort sich sammelnden Hangdruckwassers von der Geest.
In dem hier betrachteten Bereich grenzt der ehemalige Strandwall bei Norderdonn an den Klev und zieht sich dann über St. Michaelisdonn, Dingerdonn, Warferdonn bis Averlak und endet bei Taterphal. Der Abfluß aus der keilförmigen Senke zwischen Donn und Klev war behindert. Es entstand vom sich in der Senke ausbildenden Kuden-See ausgehend in nordöstlicher Richtung ein Abflußgerinne: die Burger Au bzw. Walburgsau. Diese war über lange Zeiträume der wichtigste Zufluß der Wilsterau und führte ihr mehr Wasser zu als ihr Holstenau genannter eigentliche Oberlauf. Mit dem Bau der Schleuse Bebek in 1869/70 war bereits der gewöhnliche Zufluss von der Burger Au zur Wilsterau unterbrochen worden, wenn auch bei Hochwassersituationen doch wieder durch Öffnung der Schleuse Wasser in die Wilsterau abgeleitet wurde. Mit dem Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals war auch diese Möglichkeit endgültig beseitigt.

Bildrechte: Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen
Aufnahmen aus Juli 2010

1898 Blick über Burg, das Burger Feld, den Kaiser-Wilhelm Kanal in die Wilstermarsch

1898 Blick über Burg, das Burger Feld und den Kaiser Wilhelm Kanal in die Wilstermarsch.
Der Ort Burg in Dithmarschen erstreckt sich in Teilbereichen auch auf die Landschaft der Wilstermarsch nördlich von Äbtissinwisch.
Die alte Farb-Lithographie zeigt vom Aussichtsturm aus gesehen eine Totale von dem auf der Hohen Geest gelegenen schönen Ort und über den steil aus der Marsch aufsteigenden Klev hinweg zum Kaiser-Wilhelm-Kanal und in die Wilstermarsch.
Der heutige Nord-Ostsee-Kanal bzw. Kiel Kanal führte bis 1948 den Namen Kaiser-Wilhelm-Kanal);
der 1895 eröffnete Kanal unterbricht die Wilsterau und störte so die Jahrhunderte dauernden Schifffahrts- und die darauf basierenden Handelsbeziehungen zwischen Burg und der Stadt Wilster. Die Stadt Wilster als auch der Kirchort Burg waren beide sehr lange Zeit typische Schifferorte.
Die Wilsterau war in früheren Zeiten von ihrer Mündung am Kasenort an auf etwa 30 km Länge schiffbar, also bis weit in ihren Oberlauf, der bei Hademarschen entspringenden Holstenau. Erst ab dem Zusammenfluß der Holstenau mit der Burgerau führte die Wilsterau ihren Namen.
Auf der Lithographie sind außerdem noch abgebildet "Die HOHENZOLLERN mit dem Kaiser an Bord" sowie Wiehmann´s Hotel.

Bildrechte: Verlag H. Sötje, Burg
Bruno Bürger u. Ottilie, lithographische Anstalt, Leipzig
Anmerkung: Die AK stammt aus der Sammlung Frida von Holdt, geb. Haase, Wilster

 

© 2008-2020 Peter von Holdt · Technische Realisation: MReinke.Net · Impressum Key