Alte Postkarten aus Wilster

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1959 Fährstelle Burg am Nord- Ostsee Kanal - Kornhaus Burg

1959 Fährstelle Burg am Nord- Ostsee Kanal - Kornhaus Burg
1959 Fährstelle Burg am Nord- Ostsee Kanal - Kornhaus Burg

1959 Fährstelle Burg am Nord- Ostsee Kanal.
Auf dem nördlichen Ufer das "Kornhaus Burg".
Eine Szene aus der kurzen erfolgreichen Phase eines florierenden Burger Kanalhafens. Diese Episode endete abrupt mit dem Umstürzen des erst 1958 errichteten Silos "Kornhaus Burg" am 12. Mai 1963.
An den Anlegebrücken am Burger Kanalhafen konnten bis zu 4 Kümos festmachen; eine Kaimauer gab es nicht.
Die Fähre ermöglicht bei Kanal-km 14,847 die Überquerung des Kanals im Zuge der Landstraße L135 zwischen Wilster und Burg in Dithmarschen.
Im Hintergrund ist die Hochbrücke Hochdonn zu erkennen.
Am rechten (südlichen) Ufer ist hinter der Gehölzgruppe das die Wilsterau, den Moorkanal und ein Reststück der Holstenau auf den Kanal entwässernde Schöpfwerk Vaalermoor zu sehen.

Bildrechte: Cramers Kunstanstalt KG, Dortmund
Anmerkung: Es handelt sich um die originale Vorlage für eine Ansichtskarte.
Reg. mein-wilster: 1114 AK

1925 Ausflugdampfer der HADAG am Anlegesteg bei der Burger Fähre

ca. 1925 Ausflugdampfer der HADAG am Anlegesteg bei der Burger Fähre
ca. 1960 Ausflugdampfer der HADAG am Anlegesteg bei der Burger Fähre
ca. 1928 HAPAG Fähre
ca. 1930 HADAG Ausflugsdampfer

ca. 1925 Ausflugdampfer der HADAG am Anlegesteg bei der Burger Fähre.
Im Freizeitverhalten war man damals noch sehr genügsam und wenn man in frischer Nordseeluft erholsame Waldspaziergänge machen konnte und anschließend preiswert und schmackhaft essen konnte, war man schon zufrieden und kam gern wieder.
Ein HADAG-Ausflugsdampfer hat in den 1920er Jahren in einem fast täglichen Linienverkehr gut gekleidete Großstädter aus Hamburg zur NOK-Anlegestelle des Luftkurortes Burg/Dithmarschen gebracht. Es handelt sich bei dem Ausflugsdampfer vermutlich um die 1913 bei den Stettiner Oderwerken für die HAPAG gebaute "Bubendey", die 1930 als "Glückauf 2" an den Norddeutschen Lloyd ging. Nach 1945 wurde sie zunächst wieder von der HAPAG unter dem Namen "Kehrwieder" gechartert und später als "Glückauf" zum Motorschiff mit einem Schornstein umgebaut. Das Schiff wurde 1986 im Mittelmeer abgewrackt.
Auch die 1925 bei der H.C. Stülcken Werft vom Stapel gelaufene legendäre HAPAG Fähre "Jan Molsen" war häufig bei der Burger Fähre zu Gast (Bild 3). Das weiß grüne Schiff war nach dem Kriege einige Zeit lang das größte deutsche Passagierschiff; sie begegnete dem Betreiber dieser Seite bei Segeltörns auf der Elbe in den 1950er und 1960er Jahren häufig.
Ab 1960 in der kurzen erfolgreichen Phase eines florierenden Burger Kanalhafens waren derartige Szenen wieder zu beobachten, wenn die BÜRGERMEISTER DIESTEL dort anlegte (Bild 2).
Besonders beeindruckend war es, wenn das in dem Jahr in Dienst gestellte fast 60 m lange Seebäderschiff "HEIN GODENWIND" der HADAG am Burger Kanalhafen Station machte. Die 980 BRT große Schiff war für 825 Passagiere zugelassen. Diese für den Fremdenverkehr in Burg erfolgreiche Episode endete abrupt mit dem Umstürzen des erst 1958 errichteten Silos "Kornhaus Burg" am 12. Mai 1963.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung zum Text: Information von Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen.

1963 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal a

1958 Errichtung des Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal bei der Burger Fähre
ca. 1960 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal bei der Burger Fähre
ca. 1962 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal bei der Burger Fähre
Winter 1962/1963 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal bei der Burger Fähre

1963 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal bei der Burger Fähre
An das 1958 erbaute 37 m hohe und 27 m breite Silo und den zugehörigen Lösch- und Ladeplatz hatte die Gemeinde Burg hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Entwicklung hohe Erwartungen geknüpft.
Bild 1 zeigt das Silo kurz vor seiner Vollendung im Jahre 1958.
Bild 2 zeigt das nahe dem Fähranleger Burg errichtete Silo "Kornhaus Burg" etwa 1960
Bild 3 zeigt das "Kornhaus Burg" im Jahr 1962; im Vordergrund die frei fahrende Klappen-Fähre "Audorf"
Bild 4 zeigt das "Kornhaus Burg" im sogenannten Eiswinter 1962/63
Das für die Firma von Pein, Kremperheide, errichtete und betriebene "Kornhaus Burg" hatte einen lebhaften Umschlag am Burger Kanal-Hafen bewirkt.
Am 12. Mai 1963 jedoch kippte das hohe Gebäude jedoch ohne Vorwarnungen um.
Was war passiert? Die durch den LKW-Verkehr mit seinen hohen Lasten bewirkten Bodenversackungen vor dem Silo waren immer wieder mit Sand aufgefüllt worden. Durch die verdrängten Bodenmassen wurde offenbar ein Horizontaldruck auf die Pfahlgründung ausgelöst, die zum Knicken von Gründungspfählen und in einer Kettenreaktion zum Umkippen des Gebäudes führte. Mit ursächlich war eine ungleichmäßige Befüllung des Silos, die normalerweise jedoch bei den Berechnungen der Standsicherheit Eingang findet.
Das Gebäude wurde nicht wieder aufgebaut, eine kurze Episode der Burger Hafen-Geschichte hatte damit ihr unglückliches Ende gefunden.

Bildrechte
Bild 1: Heiner Jennes, Burg in Dithmarschen
Bilder 2-4: Privatfotos Burger Bürger

1958 Bau des Silos Kornhaus Burg am NOK bei der Burger Fähre

1958 Bau des Silos Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal bei der Burger Fähre

1958 Bau des Silos "Kornhaus Burg" am Nord- Ostsee Kanal bei der Burger Fähre.
An den Dalben liegen die Motorschiffe „FRIDRICH“ aus Bremervörde und im Hintergrund „MATADOR II" aus Burg.
An das nördlich der Fährstelle auf der Burger Seite des NOK im Jahr 1958 erbaute 37 m hohe und 27 m breite Silo und den zugehörigen Lösch- und Ladeplatz hatte die Gemeinde Burg hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Entwicklung hohe Erwartungen geknüpft.
Das Foto zeigt den Beginn der Arbeiten zur Errichtung des Hochsilos.
Das für die Firma von Pein, Kremperheide, errichtete und betriebene "Kornhaus Burg" bewirkte nach seiner Fertigstellung einen lebhaften Umschlag am Burger Kanal-Hafen.
Am 12. Mai 1963 jedoch stürzte das hohe Gebäude jedoch ohne Vorwarnungen um.
Das Gebäude wurde nicht wieder aufgebaut, eine kurze erfolgreiche Episode der Burger Hafen-Geschichte hatte damit ihr unglückliches Ende gefunden.

Bildrechte: nicht bekannt

1963 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal umgestürzt

1963 umgestürztes Silo Kornhaus Burg
1963 umgestürztes Silo Kornhaus Burg
1963 umgestürztes Silo Kornhaus Burg
1963 umgestürztes Silo Kornhaus Burg

1963 umgestürztes "Kornhaus Burg" am Nord- Ostsee Kanal
Das 1958 direkt am Kanal bei der Burger Fähre errichtete Getreide Silo "Kornhaus Burg" der Firma von Pein, Kremperheide, war 37 m hoch und 27 m breit.
An die Errichtung des Silo und den zugehörigen Lösch- und Ladeplatz hatte die Gemeinde Burg hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Entwicklung hohe Erwartungen geknüpft.
Im Jahr 1963 jedoch stürzte das Gebäude unerwartet und ohne vorherige Vorzeichen um.
Bild 1 zeigt die Trümmer unmittelbar nach dem Geschehen.
Bild 2 zeigt die gesamte Situation vom Kanal aus gesehen
Das Gebäude wurde nicht wieder aufgebaut, eine kurze Episode der Burger Hafen-Geschichte hatte damit ihr unglückliches Ende gefunden.
Bild 3 zeigt die Trümmer des Silo; die Warnung auf dem Schild, welches auf "Einsturzgefahr" hinweist, wirkt angesichts des bereits eingetretenen Desasters irgendwie makaber.
Bild 4 zeigt das Silo am Tag nach dem Unglück

Bildrechte
Bild 1: Jörg Jahnke, Burg in Dithmarschen
Bild 2: nicht bekannt
Bild 3: Anke Reinke, Wilster
Bild 4: Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

1963 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal c

ca. 1959 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal
ca. 1960 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal
1963 Zerstörte Be- und Entladebücke am umgestürzten Kornhaus Burg

1963 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal
Mit dem nahe der Burger Fähre auf dem nördlichen Ufer im Jahre 1958 errichteten Getreide Silo der Firma von Pein, Kremperheide war wenige Jahre ein bemerkenswerter Aufschwung des Burger Kanalhafens verbunden.
An das 37 m hohe und 27 m breite Silo "Kornhaus Burg" und den zugehörigen Lösch- und Ladeplatz hatte die Gemeinde Burg hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Entwicklung hohe Erwartungen geknüpft - und in der Tat, herrschte dort häufig lebhafter Betrieb.
Der Umschlag des Getreides erfolgte über eine als Gitterkonstruktion ausgebildete Be- und Entladebrücke.
Im Jahr 1963 jedoch stürzte das Gebäude unerwartet und ohne vorherige Vorzeichen um. Das Gebäude wurde nicht wieder aufgebaut; eine kurze und erfolgreiche Episode der Burger Hafen-Geschichte hatte damit ihr unglückliches Ende gefunden.
Bild 1: Das in der flachen Marsch am Kanal errichtete Silo dominierte die Kulisse, zumal seinerzeit am Kanal die heute vorhandene dichte und hoch aufgewachsene Windschutzbepflanzung noch nicht bestand.
Bild 2: Vor der Kulisse des Kornhauses Burg haben zwei Frachtschiffe fest gemacht.
Bild 3: Im Zusammenhang mit dem Umstürzen des Silo wurde zugleich die Ent- und Beladebrücke zerstört.
Im Hintergrund ist auf dem jenseitigen Ufer das Entlastungsschöpfwerk für die Wilsterau erkennbar.

Bildrechte: Privatfotos Burger Bürger

1967 Nord- Ostsee Kanal mit der Burger Fähre, Wilsterau bei Obersten Wehr

1967 Nord- Ostsee Kanal mit der Burger Fähre, Wilsterau bei Obersten Wehr

ca. 1967 Nord- Ostsee Kanal mit der Burger Fähre; Wilsterau bei Obersten Wehr
Die Luftaufnahme zeigt den Nord- Ostsee Kanal im Bereich der Fährstelle Burg.
Auf der gegenüber liegenden Südseite des Kanals ist im Rahmen der Kanalverbreiterung erst der westliche Fähranleger zurückverlegt.
Am Kanal fehlt noch der heute vorhandene üppige beiderseitige Windschutz aus Bäumen und Sträuchern.
Im Vordergrund sind die auf der Nordseite des Kanals befindlichen Fähranleger und das Lokal "Burger Fährhaus" zu sehen.
Links vom Ostanleger steht direkt am Ufer noch die Bauaufsichtsbaracke des WSA. Links daneben befindet sich die letzte Anlegebrücke des ehemaligen Burger Lösch- und Ladeplatzes, an dem unzählige Ausflugsschiffe, wie die 1000 BRT große "Hein Godenwind", anlegten und wo auch Schiffe der Averlaker Firma Behrens Waren umgeschlagen haben. Unimogs dieser Firma bedienten mit 2 voll beladenen Anhängern den Lösch- und Ladeplatz.
Die Aufgabe dieses Kanalhafens nahm das Straßenbauamt Heide zum Anlaß, die L 135 in der Burger Hafenstraße auf 5,5 t zu beschränken; so dass eine Busfahrt zum Burger Fährhaus einer schriftlichen Ausnahmegenehmigung bedarf. Nach Protesten der Gemeinde Burg wurde die Gewichtsbeschränkung zumindest soweit aufgehoben, dass Busse innerorts bis zum Kahnanleger an der Burger Au fahren dürfen.
Ausgehend von der Fährstelle auf der Steinburger Seite verläuft nach rechts durch die Gemeinde Äbtissinwisch die Landstraße L 135 zwischen Burg und Wilster; die Straße ist bei ähnlichen Untergrundverhältnissen von Wilster bis zur tiefsten Landstelle auf 16 t und von dort bis zum Kanal auf 7,5 t gewichtsbeschränkt.
Am oberen Bildrand ist die Wilsterau bei Obersten Wehr mit einer ihrer für Flachlandflüsse so typischen Fluß-Schlinge erkennbar.

Bildrechte: Scholz, Rendsburg
Verkehrswasserbauliche Zentralbibliothek der Bundesanstalt für Wasserbau;
die freundliche Genehmigung der BAW zur Verwendung der vorgestellten Bilddatei auf mein-wilster liegt vor.

1963 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal umgestürzt b

15. April 1963 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal umgestürzt
März 1963 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal einen Monat vor seinem Einsturz
1961 Motorschiff Reinhard Danz an der Anlegestelle beim Kornhaus Burg
1963 Eisbrecher WAL vor dem Kornhaus Burg im Einsatz

1963 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal umgestürzt
Mit dem nahe der Burger Fähre auf dem nördlichen Ufer im Jahre 1958 errichteten Getreide Silo der Firma von Pein, Kremperheide, war wenige Jahre ein bemerkenswerter Aufschwung des Burger Kanalhafens verbunden.
An das 37 m hohe und 27 m breite Silo "Kornhaus Burg" und den zugehörigen Lösch- und Ladeplatz hatte die Gemeinde Burg hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Entwicklung hohe Erwartungen geknüpft - und in der Tat, herrschte dort häufig lebhafter Betrieb.
Der Umschlag des Getreides erfolgte über eine als Gitterkonstruktion ausgebildete Be- und Entladebrücke.
Am 15. April 1963 jedoch stürzte das Gebäude unerwartet und ohne vorherige Vorzeichen um.
Was war passiert? Die durch den LKW-Verkehr mit seinen hohen Lasten bewirkten Bodenversackungen des weichen Bodens der Moormarsch vor dem Silo waren immer wieder mit Sand aufgefüllt worden. Durch die verdrängten Bodenmassen wurde offenbar ein Horizontaldruck auf die Pfahlgründung ausgelöst, die zum Knicken von Gründungspfählen und in einer Kettenreaktion zum Umkippen des Gebäudes führte. Mit ursächlich war eine ungleichmäßige Befüllung des Silos, die normalerweise jedoch bei den Berechnungen der Standsicherheit Eingang findet.
Das Gebäude wurde nicht wieder aufgebaut; eine kurze und erfolgreiche Episode der Burger Hafen-Geschichte hatte damit ihr unglückliches Ende gefunden.
Bild 1 zeigt das umgestürzte Gebäude am Tag nach dem Unglück.
Bild 2 zeigt das Kornhaus Burg aus fast identischer Perspektive etwa einen Monat vor dem Unglück.
Vor dem ein Monat später umgestürzten Silo liegen vorne die "Alita III" von Kapitän Hinrich Gehrken, Ältermann der Burger Schiffergilde Gerechtigkeit; dahinter ein weiteres kleines Binnenschiff.
Bild 3 zeigt das vom Kornsilo Burg aufgenommene MS Reinhard Danz (499 BRT, 790 tdw) 1961 auf seiner Jungfernfahrt von der Husumer Schiffswerft zum Lösch- und Ladeplatz Burg, wo es besichtigt werden konnte; Kapitän Karl-Heinrich Danz.
Bis in die 1960er Jahre fuhr noch eine Kettenfähre in Burg. Hinter dem Toilettengebäude auf der Südseite steht noch die frühere Gaststätte Kanalhof, die bei der Verbreiterung nach 1970 abgebrochen wurde; ihr damaliger Standort befindet sich in der heutigen Anlegebucht.
Bild 4 Eiswinter bei der Anlegestelle Burg am Kornhaus Burg im März 1963. Es zeigt den Rendsburger Dampfeisbrecher Wal im Einsatz.

Bildrechte: Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen,
von welchem auch die Informationen stammen.

1960 Motorschiff MARIEANNE im NOK am Anleger Burg

1960 Motorschiff MARIEANNE im NOK am Anleger Burg beim Kornhaus Burg

1960 Motorschiff Marieanne im NOK
Das MS Marieanne des Burger Eigners Karl Schöning überwintert 1960 im Nord-Ostsee Kanal am Lösch- und Ladeplatz Burg/Dithmarschen.
Die Marieanne war 1904 in Delfzijl ursprünglich als Aak gebaut worden. Nach dem 1932 vorgenommenen Umbau auf der Schönig Werft am Kattenstieg, war sie vermessen mit 85 BRT, 140 tdw; sie war 25 m lang, 5m breit, 1,97 m tief und ihre Maschine leistete 36 PS.
Der massive Anleger rechts war eingerichtet worden von der Firma Behrens aus Averlak/Brunsbüttel, die dort viele Jahre lang Schiffe mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen belud. Diese Ära endete mit dem Umstürzen des Hochsilos Kornhaus Burg am 12. Mai 1963. Damit fand eine erfolgreiche Phase des Hafenbetriebes in Burg ein unglückliches Ende.

Bildrechte: nicht bekannt

1963 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal b

1963 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal im Eiswinter 1962/1963
1958 - 1962 lebhafter Umschlag am Kornhaus Burg
1958 - 1962 lebhafter Umschlag am Kornhaus Burg
12.05.1963 umgestürztes Kornhaus Burg

1963 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal im Eiswinter 1962/1963
Das im März 1963 aufgenommene Foto (Bild 1) ist wohl eine der letzten Abbildungen des direkt am Kanal bei der Burger Fähre im Jahre 1958 errichteten Getreide Silo der Firma von Pein, Kremperheide. Bild 2 zeigt das Silo kurz nach seiner Errichtung.
An das 37 m hohe und 27 m breite Silo und den zugehörigen Lösch- und Ladeplatz hatte die Gemeinde Burg hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Entwicklung hohe Erwartungen geknüpft - und in der Tat, herrschte dort häufig lebhafter Betrieb (Bilder 1 bis 3).
Zu der Zeit war Johannes Kuhrt, der Großvater des Betreibers dieser Heimat-Seite, Bürgermeister von Burg. Zwischen ihm und seiner Ehefrau Kathrine, beide sprachen miteinander plattdeutsch, ist das folgende und am 12. Mai 1963 geführte Gespräch überliefert:
Die Ehefrau hatte aus dem Fenster des gemeinsamen und am Hang des Klev in Burg stehenden Wohnhauses geschaut, als sie ausrief: "Hannes, de Silo ist wech!" Johannes Kuhrt antwortete: "Ach wat, Tine, wat Du alwedder häst, de Silo kann doch gornich wech ween!"
Doch, er konnte! Das Telefon hatte geklingelt, und der Fährmann der Burger Fähre meldete mit aufgeregter Stimme das erfolgte Umstürzen des Gebäudes (Bild 4).
Was war passiert? Die durch den LKW-Verkehr mit seinen hohen Lasten bewirkten Bodenversackungen vor dem Silo waren immer wieder mit Sand aufgefüllt worden. Durch die verdrängten Bodenmassen wurde offenbar ein Horizontaldruck auf die Pfahlgründung ausgelöst, die zum Knicken von Gründungspfählen und in einer Kettenreaktion zum Umkippen des Gebäudes führte. Mit ursächlich war eine ungleichmäßige Befüllung des Silos, die normalerweise jedoch bei den Berechnungen der Standsicherheit Eingang findet.
Das Gebäude wurde nicht wieder aufgebaut, eine kurze Episode der Burger Hafen-Geschichte hatte damit ihr unglückliches Ende gefunden.

Bildrechte: Bild 1 Günther Bugs, Dingerdonn
Bild 2 Adolf Martens, Krempe
Bilder 3 und 4, Bildrechte nicht bekannt

2005 Veränderungen gegenüber 1960 am NOK bei der Burger Fähre

2005 Nord- Ostsee Kanal bei der Fähre Burg
1960 Nord- Ostsee Kanal bei der Fähre Burg
2005 Nord- Ostsee Kanal bei der Fähre Burg
1967 Nord- Ostsee Kanal bei der Fähre Burg

2005 Veränderungen am Nord- Ostsee Kanal bei der Burger Fähre.
Gegenüber dem vor über 40 Jahren vorhandenen Zustand am Kanal im Bereich der Fährstelle Burg sind seither erhebliche Veränderungen eingetreten.
Der Kanal wurde ab den 1960er Jahren erheblich verbreitert und die bis dahin im Bereich der Wilstermarsch an den Kanal angrenzenden und von Gehölzen freien Flächen sind gegenwärtig mit breiten und hoch aufgewachsenen Windschutzpflanzungen versehen.
Der Lösch- und Ladeplatz Burg auf der Nordseite des Kanals ist nicht mehr vorhanden, das auf Bild 2 erkennbare Kornhaus Burg war am 12. Mai 1963 umgestürzt und nicht wieder aufgebaut worden.
Bild 1 zeigt in besonderer Weise die Mäanderschleife der Wilsterau; in deren Scheitelpunkt mündete ursprünglich die Burger Au in die Wilsterau/Holstenau.

Bildrechte:
Bilder 1 und 3: Heiner Jennes, Burg in Dithmarschen
Bild 2: Cramers Kunstanstalt KG, Dortmund
Bild 4: Bildrechte: Scholz, Rendsburg
Verkehrswasserbauliche Zentralbibliothek der Bundesanstalt für Wasserbau

1912 Burger Fähre über den Kaiser Wilhelm Kanal

1912 Burger Fähre über den Kaiser Wilhelm Kanal
ca. 1920 Burger Fähre über den Kaiser Wilhelm Kanal
ca. 1950 Burger Fähre über den Kaiser Wilhelm Kanal
ca. 1960 Burger Fähre über den Kaiser Wilhelm Kanal

1912 Burger Fähre über den Kaiser Wilhelm Kanal
Der am 21.06.1895 nach achtjähriger Bauzeit eingeweihte Kaiser-Wilhelm-Kanal, nach 1948 Nord-Ostsee-Kanal (NOK) oder Kiel-Canal genannt, bildet seither für den Bereich der Wilstermarsch eine optisch wahrnehmbare Grenze zu Dithmarschen, wenn auch der Landschaftsraum Wilstermarsch bis an den Klev bei Burg reicht und die politische Grenze von ihm abweicht und teilweise sogar über den Kanal hinweg pendelt.
Die durch den Bau des Kanals durchschnittenen Verbindungen der Verkehrswege werden durch Brücken und Fähren aufrecht erhalten. Weil bestehende Verbindungen zerschnitten wurden, wird von den Nutzern der Kanal-Fähren kein Fährgeld erhoben; bei der Nutzung von Fluß-Fähren ist das bekanntlich anders.
Viele nicht aus der Region kommende Verkehrsteilnehmer sind daher immer wieder überrascht, daß sie für die Passage mit der Fähre kein Entgelt zu zahlen haben.
Von den gegenwärtig insgesamt 14 Fährstellen am NOK liegen allein fünf im weitgehenden Bereich der Wilstermarsch.
In Brunsbüttel pendeln zwei jeweils 100 t tragende Fähren über den Kanal.
Eine Tragfähigkeit von jeweils 38 T haben die anderen Fähren, nämlich diejenigen in
Ostermoor
Kudensee
Burg
Hochdonn
Die Abbildungen zeigen die damalige Kettenfähre Burg zu verschiedenen Zeitpunkten (1912, ca.1920, ca. 1950, ca. 1960).

Bildrechte: nicht bekannt

1963 Nord- Ostsee Kanal im Eiswinter 1962/63 an der Burger Fähre c

1963 Stegkonstruktion über das Eis des zugefrorenen Nord-Ostsee Kanal
1963 Stegkonstruktion über das Eis des zugefrorenen Nord-Ostsee Kanal
1963 Stegkonstruktion über das Eis des zugefrorenen Nord-Ostsee Kanal
1963 Stegkonstruktion über das Eis des zugefrorenen Nord-Ostsee Kanal

1963 Nord- Ostsee Kanal im Eiswinter 1962/63 an der Burger Fähre
Im Eis-Winter 1962/63 behinderte starker und anhaltender Frost ganz erheblich die Schifffahrt auf dem Kanal und brachte ihn weitgehend zum Erliegen; zeitweilig war sogar nur Fußgängern das Überqueren des Kanals bei der Burger Fähre möglich - zu dem Zweck wurde eine Stegkonstruktion über das Eis der Fahrrinne geschoben; der Betreiber dieser Heimat-Seite hat seinerzeit als junger Mann selbst diesen Steg überquert.
Die Fähre konnte nicht mehr verkehren, nachdem die Eisschollen immer wieder zusammengefroren waren. Dauerhaft hatte dieses auch ein im Auftrag der WSV bei der Fähre eingesetzter Hamburger Hafenschlepper nicht verhindern können; das war eine seither nicht wieder eingetretene Situation.
Der Eisbrecher WAL hielt lange Zeit eine Fahrrinne für die Großschifffahrt frei, während kleinere Schiffe an die Dalben gingen.
Bild 1: Fußgänger und ihre Fahrräder schiebende Personen überqueren den Kanal über einen provisorischen Steg.
Rechts auf dem nördlichen - dithmarscher - Ufer ist im Dunst das Kornhaus Burg zu erkennen; das Silo stürzte um am 12. Mai 1963 und wurde nicht wieder aufgebaut.
Bild 2: Blick zum nördlichen Ufer des Kanal bei der Burger Fähre über die vom Eisbrecher "Wal" aufgebrochene Fahrrinne. Über diese wurde ein Steg gezogen, welcher Fußgängern das Überqueren des Kanals ermöglichte.
Der einige Zeit den Betrieb der Fähre unterstützende Hamburger Hafenschlepper hat an den Dalben festgemacht. Er hatte zuvor
das Eis an der Fährstelle Burg für die Fähre "Nobiskrug" in Bewegung gehalten.
Bild 3: Eisgang auf dem Nord-Ostsee-Kanal, Blick auf die Stegkonstruktion am nördlichen Ufer.
Bild 4: Eisgang auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Ein Schiff passiert die vom Eisbrecher "Wal" aufgebrochene Fahrrinne im Bereich der zum Überqueren des Kanals eingerichteten provisorischen Stegkonstruktion bei der Burger Fähre.

Bildrechte: Privatfotos Burger Bürger

1921 Kaiser-Wilhelm-Kanal bei der Burger Fähre - Brücke Hochdonn

1921 Kaiser-Wilhelm-Kanal bei der Burger Fähre - Brücke Hochdonn

1921 Kaiser-Wilhelm-Kanal NOK bei der Burger Fähre - NOK km 14
Datiert: 03.09.1921
Eine Szene am Nord-Ostsee-Kanal (damaliger Kaiser-Wilhelm-Kanal) im Jahr nach der Inbetriebnahme der im Hintergrund erkennbaren Eisenbahn Hochbrücke Hochdonn.
Hinten links der Burger Lösch- und Ladeplatz bei der Burger Fähre ist von mehreren kleinen Frachtschiffen frequentiert.
Der damalige Burger Hafen am Kattenstieg konnte lediglich als Liegehafen genutzt werden, da dort die Untergrundverhältnisse für den Fahrzeugverkehr zu ungünstig waren.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: die Ansicht wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg

1912 Gastwirtschaft Kanalhof bei der Burger Fähre (SF)

1910 Gastwirtschaft Kanalhof bei der Burger Fähre
1911 Gastwirtschaft Kanalhof bei der Burger Fähre
1912 Gastwirtschaft Kanalhof bei der Burger Fähre am Kaiser-Wilhelm Kanal
1960 vormalige Gastwirtschaft Kanalhof bei der Burger Fähre am Nord- Ostsee Kanal

1912 Gastwirtschaft Kanalhof beim südlichen Anleger an der Burger Fähre.
Die als sogenannter Kanalhof bezeichnete Gastwirtschaft befand sich auf der Südseite des seinerzeit Kaiser-Wilhelm Kanal genannten Nord- Ostsee Kanals (NOK).
Betrieben wurde das Gasthaus von M. Schlüter.
Da leider beide Söhne des Wirt-Ehepaares im II. Weltkrieg gefallen sind, wurde der Betrieb der Gastwirtschaft nach dem Krieg nicht wieder aufgenommen. Das Gebäude wurde danach als Wohnhaus genutzt, bis es dann im Zusammenhang mit der ab 1965 schrittweise vorgenommenen Verbreiterung des Kanals beseitigt wurde.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Ansichtskarten befinden sich in der Sammlung Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

1963 Nord- Ostsee Kanal im Eiswinter 1962/63 an der Burger Fähre b

Eiswinter 1962/63 an der Burger Fähre - die Fähre verkehrt nicht mehr, Fußgänger überqueren den Kanal über einen provisorischen Steg
Eiswinter 1962/63 an der Burger Fähre - ein Schlepper hält das Eis an der Fährstelle Burg für die Fähre
Eiswinter 1962/63 an der Burger Fähre - Eisgang auf dem Nord-Ostsee-Kanal
Eiswinter 1962/63 an der Burger Fähre - Eisgang auf dem Nord-Ostsee-Kanal

1963 Nord- Ostsee Kanal im Eiswinter 1962/63 an der Burger Fähre
Der in den Jahren 1887 bis 1895 als Kaiser Wilhelm Kanal erbaute Wasserweg ist seit seiner Eröffnung im Jahre 1895 die meistbefahrene Wasserstraße der Welt.
Im Eis-Winter 1962/63 behinderte starker und anhaltender Frost ganz erheblich die Schifffahrt; zeitweilig war sogar nur Fußgängern das Überqueren des Kanals bei der Burger Fähre möglich - zu dem Zweck wurde eine Stegkonstruktion über das Eis der Fahrrinne geschoben; der Betreiber dieser Heimat-Seite hat seinerzeit als junger Mann selbst diesen Steg überquert.
Die Fähre konnte nicht mehr verkehren, nachdem die Eisschollen immer wieder zusammengefroren waren. Dauerhaft hatte dieses auch ein im Auftrag der WSV bei der Fähre eingesetzter Hamburger Hafenschlepper nicht verhindern können; das war eine seither nicht wieder eingetretene Situation.
Der Eisbrecher WAL hielt lange Zeit eine Fahrrinne für die Großschifffahrt frei, während kleinere Schiffe an die Dalben gingen.
Bild 1: Fußgänger überqueren den Kanal über einen provisorischen Steg
Bild 2: Ein Schlepper der Firma Schramm aus Brunsbüttel hält das Eis an der Fährstelle Burg für die Fähre "Nobiskrug" in Bewegung
Bild 3: Eisgang auf dem Nord-Ostsee-Kanal, Blick vom Kanal auf das Burger Fährhaus
Bild 4: Eisgang auf dem Nord-Ostsee-Kanal

Bildrechte: Privatfotos Burger Bürger

1962 Kümo HEIN OLTMANN im Hafen Beidenfleth

1962 Küstenmotorschiff Hein Oltmann im Hafen Beidenfleth
1962 Küstenmotorschiff Hein Oltmann im Hafen Beidenfleth
1962 Küstenmotorschiff Hein Oltmann im Hafen Beidenfleth

ca. 1962 Kümo HEIN OLTMANN im Hafen Beidenfleth
Vor den Ladeeinrichtung beim Silo der Hochfelder Mühle von Detlef Trede im Flußhafen an der Stör bei Beidenfleth liegt das Küstenmotorschiff "Hein Oltmann".
Auch gegenwärtig erfolgt noch an den zwischenzeitlich erheblich vergrößerten Silo Anlagen der heutigen Firma Trede & von Pein der Umschlag von Futtermittelprodukten auf Binnenschiffe.

Das 333 BRT große und 42,21 m lange Küstenmotorschiff „Hein Oltmann“ war unter dem Namen LA PALOMA im Jahre 1950 auf der Brandt Werft in Oldenburg unter der Baunummer 121 für den Eigner Otto Windels, Leer, erbaut worden. Im Jahre 1961 erwarb sie Klaus von Allwöhrden, Dornbusch, von Hans Beilken, Brake, in dessen Besitz sie 1955 gelangt war. Unter dem Namen „Hein Oltmann“ fuhr sie bis 1977 unter ihrem neuen Eigner, danach noch zwei Jahre unter dem Namen PELIKAN für andere Eigentümer. Am 08. Oktober 1979 wurde sie bei einer Kollision mit dem Motorschiff POLAR ECUADOR in der Kieler Förde schwer beschädigt und daraufhin in Lübeck abgewrackt.

Bildrechte: nicht bekannt

1905 Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au; Schleuse am Kaiser Wilhelm Kanal

1910 Kattenstieg Schleuse der Burger Au zum Kaiser Wilhelm Kanal NOK
1910 Kattenstiegt Schleuse der Burger Au zum Kaiser Wilhelm Kanal NOK
1905 Winterlager der Schiffer am Kattenstieg bei der Schleuse von der Burger Au zum Kaiser-Wilhelm-Kanal NOK

Schleusen von Holstenau/Wilsterau und Burger Au am Kaiser-Wilhelm Kanal (NOK); Liegeplatz am Kattenstieg.
Bis in die 1930er Jahre bestand für die auf der Wilsterau verkehrenden Schiffer die Möglichkeit, von der Wilsterau direkt in den Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute: Nord-Ostsee Kanal bzw. Kiel Kanal bzw. NOK) und weiter auch in die Burger Au zu gelangen.
Der Burger Hafen - gelegen am Rand der Wilstermarsch, deren Begrenzung dort durch die Dithmarscher Geest gebildet wird - hatte in früheren Zeiten eine erhebliche Bedeutung für das südliche Dithmarschen. Heute aber kann bei Betrachtung der schmalen Gewässer kaum noch nachvollzogen werden, daß der Burger Hafen vor der Eröffnung des Kanals (NOK) der am häufigsten angelaufene Hafen in Dithmarschen war.
Der Hafen wurde vornehmlich über die Wilsterau erreicht; die Wilsterau führt von alters her ihren Namen erst ab dem Zusammenfluß ihres Quellgewässers Holstenau mit der Burger Au.
Eine weitere Verbindung von Burg zur Elbe war früher mit der Passage von der Burger Au über den Kudensee und den um 1765 gegrabenen Burg-Kudenseer Kanal nach Büttel und die dortige Deichschleuse gegeben.
Der damaligen Bedeutung der Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au entsprechend, wurden beim Bau des NOK sowohl zur Burger Au als auch zur Holstenau/Wilsterau Schleusen angelegt. Die etwa 4,00 m tiefen Kammern dieser Schleusen waren jeweils ca. 20 m lang und 5,00 m breit. Die Grundsteinlegung der Schleusen erfolgte 1891, ihre Inbetriebnahme 1895.
Die Schleuse zur Burger Au lag am Kattenstieg, wo auch das Haus des Schleusenwärters lag, welcher die auf der anderen Seite des NOK befindliche Schleuse zur Holstenau/Wilsterauau mit bediente. Der Liegeplatz am Kattenstieg wurde wegen des moorigen Untergrundes seiner Ufer nie als Lösch- und Ladeplatz genutzt.
Mit dem 01. April 1933 wurde der Betrieb der Schleuse zur Burger Au eingestellt und sie 1937 ganz geschlossen; 1940 wurde sie verfüllt. Die Schleuse zur Holstenau/Wilsterau war bereits zuvor wegen der bedeutungslos gewordenen Schifffahrt auf diesem Teil der Gewässer eingestellt worden.

Bild 1 zeigt um das Jahr 1910 mit weit geöffneten Toren das Unterhaupt der Schleuse zur Burger Au und dem 2 km entfernten Burger Auhafen. Zwei wohl auf den damals noch vorhandenen Burger Werften gebaute Ewer sind in der Au vertäut.
Im Hintergrund sind der Klev der Geest bei Burg und der Ort erkennbar.
Bild 2 zeigt die halb geöffneten Schleusentore des Schleusenunterhauptes vom Kattenstieg aus in die Kammer gesehen und rechts das Schleusenwärterhaus.
Die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte (Bild 3) zeigt Winterlieger im Kattenstieg um das Jahr 1905. Aus der Vielzahl der Schiffe wird deutlich, daß das auf der Geest liegende Burg ein Schifferort war.

Bildrechte Bild 1 und 2: Wasser u. Schiffahrtsamt Brunsbüttel
Die Bilder wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen
Bild 3: Verlag H. Sötje, Burg in Dithmarschen
Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Hans-Peter Lausen, Burg in Dithmarsch

1963 Nord- Ostsee Kanal im Eiswinter 1962/63 an der Burger Fähre a

1963 Nord- Ostsee Kanal im Eiswinter 1962/63 an der Burger Fähre
1963 Nord- Ostsee Kanal im Eiswinter 1962/63 an der Burger Fähre
1963 Nord- Ostsee Kanal im Eiswinter 1962/63 an der Burger Fähre
1963 Nord- Ostsee Kanal im Eiswinter 1962/63 an der Burger Fähre

1963 Nord- Ostsee Kanal im Eiswinter 1962/63 an der Burger Fähre
Der in den Jahren 1887 bis 1895 als Kaiser Wilhelm Kanal erbaute Wasserweg ist seit seiner Eröffnung im Jahre 1895 die meistbefahrene Wasserstraße der Welt. Gleichzeitig bildet der Kanal im Bereich der Wilstermarsch praktisch die Grenze zwischen den Verwaltungseinheiten Dithmarschen und Steinburg. Gleichwohl gehört das jenseits des Kanals gelegene Burger Feld bis zum Rand - dem Klev - der hohen Geest zur Landschaft der Wilstermarsch.
Im Eis-Winter 1962/63 behinderte starker und anhaltender Frost ganz erheblich die Schifffahrt; zeitweilig war sogar nur Fußgängern das Überqueren des Kanals bei der Burger Fähre möglich - zu dem Zweck wurde eine Stegkonstruktion über das Eis der Fahrrinne geschoben; der Begründer (Peter J. von Holdt) dieser Heimat-Seite hat seinerzeit als junger Mann selbst diesen Steg überquert. Die Fähre konnte nicht verkehren; das war eine seither nicht wieder eingetretene Situation.
Der Eisbrecher WAL hielt lange Zeit eine Fahrrinne für die Großschifffahrt frei, während kleinere Schiffe an die Dalben gingen.
Informationen gibt es hier zum Dampf Eisbrecher WAL

Bild 1: Der Fisch-Trawler HOLSTEIN, ein Heckfänger, passiert die Fahrrinne bei der Burger Fähre
Bild 2: Ein Hamburger Hafenschlepper assistiert wegen des starken Eisganges der im Vordergrund liegenden Burger Fähre.
Bild 3: Der Eisbrecher WAL hält im wahrsten Sinne unter Volldampf die Fahrrine frei; die HEIDEMARIE des Burger Schiffers Claus Mohrfeld und das Küstenmotorschiff ALITA III haben an den Dalben festgemacht. Die ALITA III gehörte dem Ältermann der Burger Schiffergilde Gerechtigkeit, Kapitän Hinrich Gehrken.
Bild 4: Mächtige und immer wieder zusammenfrierende Eisschollen hindern die Schifffahrt

Bildrechte: Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen
welcher freundlicher Weise diese Fotos zur Verfügung stellte

1963 Nord- Ostsee Kanal im Eiswinter 1962/63 an der Burger Fähre d

1963 Eisbrecher WAL im Nord- Ostsee Kanal im Eiswinter 1962/63 an der Burger Fähre
1963 Steg über die Fahrrinne im Nord- Ostsee Kanal im Eiswinter 1962/63 an der Burger Fähre
1963 Eisbrecher WAL im Nord- Ostsee Kanal im Eiswinter 1962/63 an der Burger Fähre

1963 Nord- Ostsee Kanal im Eiswinter 1962/63 an der Burger Fähre
Im Eis-Winter 1962/63 behinderte starker und anhaltender Frost ganz erheblich die Schifffahrt auch auf dem Kanal; zeitweilig war sogar nur Fußgängern das Überqueren des Kanals bei der Burger Fähre möglich - zu dem Zweck wurde eine Stegkonstruktion über das Eis der Fahrrinne geschoben; der Begründer (Peter J. von Holdt) dieser Heimat-Seite hat seinerzeit als junger Mann selbst diesen Steg überquert. Die Fähre konnte nicht verkehren; das war eine seither nicht wieder eingetretene Situation.
Der Eisbrecher WAL hielt lange Zeit eine Fahrrinne für die Großschifffahrt frei, während kleinere Schiffe an die Dalben gingen.
Informationen gibt es hier zum Dampf Eisbrecher WAL

Anmerkung zu den Fotos: Quelle Thies Stüben; Burg in Dithmarschen

1965 Burger Fähre über den Nord- Ostsee Kanal

1965 Burger Fähre über den Nord- Ostsee Kanal

ca. 1965 Burger Fähre
Die Fähre über den Nord- Ostsee Kanal ermöglicht dessen Überquerung im Zuge der Landstraße L 135 zwischen Wilster und Burg in Dithmarschen.
Die bei Kanal-km 14,847 verkehrende Fähre Burg hat eine Tragfähigkeit von 45 t; sie ist eine freifahrende Fähre.
Noch bis weit in die 1950er Jahre verkehrten hier Kettenfähren, welche auf Grund ihrer Betriebsart nicht frei manövrieren konnten und insofern erhebliche Rücksichten auf die vorfahrtberechtigte Schifffahrt nehmen mußten.

Bildrechte: Photo-Lorenz, Burg in Dithmarschen
Reg. mein-wilster: 0564 AK

2020 Kattenstieg - ehemaliger Burger Hafen am Nord- Ostsee Kanal

24. 03. 2020 Kattenstieg - ehemaliger Burger Hafen und Freibad am Nord- Ostsee Kanal

24. 03. 2020 Kattenstieg - ehemaliger Burger Hafen und Freibad am Nord- Ostsee Kanal
Der ehemalige Hafen ist heute "nur noch" eine wirtschaftlich ungenutzte Naturidylle.
Im Rahmen des in den Jahren von 1887 bis 1895 vorgenommenen Baus des seinerzeit Kaiser-Wilhelm-Kanal genannten NOK war auch den Belangen der seinerzeit noch ausgeübten Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au Rechnung getragen worden. Neben den beiden Schleusen zwischen dem Kanal und der Wilsterau/Holstenau sowie der Burger Au wurde für die in Burg beheimatete Schifffahrt der Hafen am Kattenstieg eingerichtet. Das Hafenbecken hatte eine offene Verbindung zum Kanal.
Wenn auch die Erwartung auf Etablierung eines dauerhaften Werften- und Handelsstandortes am Kattenstieg sich nicht erfüllten, diente über Jahrzehnte die Gewässeraufweitung den Schiffern als Liegeplatz. Zahlreiche Binnenschiffe machten hier alljährlich in Zeiten der Winterruhe an den Dalben fest.
Zudem war ein Freibad angelegt worden.
1971 wurde die offene Verbindung zum Kattenstieg gänzlich vom Kanal abgetrennt. Der Kattenstieg liegt seither im Dornröschenschlaf.

Bildrechte: Andreas Requard, Burg in Dithmarschen

1963 Nord- Ostsee Kanal im Eiswinter 1962/63 an der Burger Fähre e

1963 Nord- Ostsee Kanal im Eiswinter 1962/63 an der Burger Fähre; assistierende Schlepper versuchen, den Fährbetrieb zu ermöglichen.
1963 Nord- Ostsee Kanal im Eiswinter 1962/63 an der Burger Fähre; assistierende Schlepper versuchen, den Fährbetrieb zu ermöglichen

1963 Nord- Ostsee Kanal im Eiswinter 1962/63 an der Burger Fähre
Im Eis-Winter 1962/63 behinderte starker und anhaltender Frost ganz erheblich die Schifffahrt auch auf dem Kanal. Die Fähre Burg konnte nicht verkehren. Es gelang auch mit Hilfe der Fähre assistierenden Schleppern nicht, den Fährbetrieb aufrecht zu erhalten.
Zeitweilig war sogar nur Fußgängern das Überqueren des Kanals bei der Burger Fähre möglich - zu dem Zweck wurde eine Stegkonstruktion über das Eis der Fahrrinne geschoben; der Begründer (Peter J. von Holdt) dieser Heimat-Seite hat seinerzeit als junger Mann mehrfach selbst diesen Steg überquert.
Der Eisbrecher WAL hielt lange Zeit eine Fahrrinne für die Großschifffahrt frei, während kleinere Schiffe an die Dalben gingen. Das war eine seither nicht wieder eingetretene Situation.

Bildrechte: Dieter Schröder, Kleve

1922 Die Burger Fähre über den Nord-Ostsee-Kanal

1922 Die Burger Fähre über den Nord-Ostsee-Kanal

1922 Die Burger Fähre über den Nord-Ostsee-Kanal.
Blick vom südlichen Kanalufer bei Äbtissinwisch auf den Fähranleger und das auf dem nördlichen Ufer liegende Burger Fährhaus.
Ganz im Hintergrund die Höhen des Klev bei Burg.
Der Fährprahm liegt links am Anlieger, während zwei Frachtsegler (Ketsch oder Yawl) die Fährstelle passieren.
Im Vordergrund zwei Seilwinden / Winschen, mit welchen die Fährprahme verholt werden konnten.
Der am 21.06.1895 nach achtjähriger Bauzeit eingeweihte Kaiser-Wilhelm-Kanal, nach 1948 Nord-Ostsee-Kanal (NOK) oder Kiel-Canal genannt, bildet seither für den Bereich der Wilstermarsch eine optisch wahrnehmbare Grenze zu Dithmarschen, wenn auch der Landschaftsraum Wilstermarsch bis an den Klev bei Burg reicht und die politische Grenze von ihm abweicht und teilweise sogar über den Kanal hinweg pendelt.
Die durch den Bau des Kanals durchschnittenen Verbindungen der Verkehrswege werden seither durch Brücken und Fähren aufrecht erhalten. Weil bestehende Verbindungen zerschnitten wurden, wird von den Nutzern der Kanal-Fähren kein Fährgeld erhoben; bei der Nutzung von Fluß-Fähren ist das bekanntlich anders. Die Burger Fähre über den Nord- Ostsee Kanal ermöglicht dessen Überquerung im Zuge der Landstraße L 135 zwischen Wilster und Burg in Dithmarschen.
Die bei Kanal-km 14,847 verkehrende Fähre Burg ist heute eine freifahrende Fähre. Noch bis weit in die 1950er Jahre verkehrten hier – so wie auf der Abbildung - Kettenfähren, welche auf Grund ihrer Betriebsart nicht frei manövrieren konnten und insofern erhebliche Rücksichten auf die vorfahrtberechtigte Schifffahrt nehmen mußten.

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg
Reg. mein-wilster: 1046 AK

1918 Schleppzug auf dem Kaiser-Wilhelm Kanal bei der Burger Fähre (SF)

1918 Schleppzug auf dem Kaiser-Wilhelm Kanal bei der Burger Fähre

1918 Schleppzug auf dem Kaiser-Wilhelm Kanal bei der Burger Fähre
Ein Schleppzug passiert die Fährstelle am Kaiser-Wilhelm-Kanal (heutiger Nord- Ostsee Kanal) bei Burg.
Der kleine Schlepper zieht mehrere Ewer und Tjalken durch den Kanal, denn seinerzeit verfügten die kleinen Frachtsegler noch nicht über einen Motorantrieb. Mit solchen wurden sie erst in den 1920er und 1930er Jahren ausgestattet, doch auch danach segelten sie zumeist noch.
Am linken Kanalufer ist der bei der Kanaleröffnung 1895 als Ersatz für den Burger Auhafen eingerichtete Lösch- und Ladeplatz Burg zu sehen, der erst in den siebziger Jahren zugunsten der Erweiterung des Kanalhafens Hochdonn aufgegeben wurde.
An dem Anlegeplatz legten auch bis zu vier Ausflugsschiffe gleichzeitig an, so dass die Bewirtung der per Schiff vor allem aus Hamburg anreisenden Tagesgäste bis nach dem II. Weltkrieg für die Gemeinde Burg ein bedeutender Wirtschaftsfaktor war.
Noch bis in die 1960er Jahre brachten bis zu 1.000 BRT große Passagierschiffe Ausflügler nach Burg. Diese Tradition wurde bis vor einigen Jahren (bis 2013) durch Schiffe des Reeders Thorge Brandt, Wilster, wieder aufgenommen.

Bildrechte: Otto Hinrichs, Burg in Dithmarschen
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

 

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