Alte Postkarten aus Wilster

Vergleichbare Objekte

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1965 Blick über den Luftkurort Burg, den NOK und die Wilstermarsch (SF)

1965 Blick über den Luftkurort Burg und die Wilstermarsch

1965 Blick über den Luftkurort Burg, den Nord-Ostsee-Kanal und die Wilstermarsch
Das Luftbild zeigt einen Blick über Burg in Dithmarschen weiter über den Rand des Klev hinaus auf das Burger Feld, den die Marsch durchschneidenden Kaiser-Wilhelm-Kanal (Nord- Ostsee- Kanal), die weite ebene Wilstermarsch und bis zur Elbe mit deren jenseitigen Ufer.
Der Nord-Ostsee-Kanal ist noch nicht von den heute vorhandenen Windschutzpflanzungen gesäumt.
Jenseits des Kanals liegen die von Bäumen umstandenen Gehöfte wie Inseln in der ebenen Marsch.

Bildrechte: Maschke Zimmer, Inh. R. Schneider, Burg in Dithmarschen
Die Abbildungen der Ansichtskarte wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

1907 -1914 Verbreiterung des Nord- Ostsee Kanal

1907 - 1914 wurde der Nord- Ostsee Kanal - der damalige Kaiser Wilhelm Kanal - auch im Bereich der Wilstermarsch verbreitert.
Die Aufnahmen zeigen Arbeiten beim Stadtmoor bzw. Vaalermoor.
Bild 1: vermutlich Arbeiten an den Schleusen der Wilsterau/Holstenau
Bild 2: Schöpfwerk an der Wilsterau/Moorkanal
Bild 3: bei den Bauarbeiten leckgeschlagene Arbeitsschute
Bild 4: fertig gestelltes Deckwerk an der neuen Kanalböschung; eine Bodenrippe trennt den Verbreiterungsbereich noch vom Kanalbett

Bildrechte: nicht bekannt
Die Fotos wurden freundlicherweise zur verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg

1966 Hochdonn, Hochbrücke über den Nord- Ostsee Kanal, Bebek, Vaalermoor

1966 Hochdonn, Hochbrücke über den Nord- Ostsee Kanal, Bebek, Vaalermoor

1966 Hochdonn, Bebek, Vaalermoor
Luftbild auf die Hochbrücke Hochdonn, das Burger Feld, den Nord- Ostsee Kanal und jenseits davon das zum Vaalermoor gehörende Gebiet Bebek, durch welches sich der Oberlauf der Wilsterau, die Holstenau, schlängelte.
Im Hintergrund die Höhen der Geest bei Vaale, Nutteln, Kleve und ganz hinten bei Itzehoe.
Ganz rechts das Gebiet Stadtmoor, welches früher im Besitz der Stadt Wilster war. Hier wurde für die Stadt Torf gewonnen.
Die Eisenbahn-Hochbrücke bei Hochdonn über den Nord- Ostsee Kanal dient dessen Überquerung im Zuge der Bahnstrecke Hamburg-Westerland.
Die eindrucksvolle Konstruktion der Hochbrücke bildet optisch den nördlichen Abschluß der Landschaft Wilstermarsch. Wenn man es so sehen will, bildet sie gleichzeitig eine sichtbare Verbindung zwischen Dithmarschen und Steinburg, dem alten Land der Holsten.
Die 2.218 m lange Stahlfachwerkbrücke ermöglicht Schiffen eine Durchfahrthöhe von 42 m, während die maximale Höhe der Brücke 56,38 m beträgt; der Pfeilerabstand des Durchfahrtssegments beträgt 143,1 m.
Gebaut in den Jahren 1913 bis 1920 ersetzte das Bauwerk die etwa 12 km westlich gelegene ehemalige Drehbrücke bei Taterpfahl im Zuge der Marschbahn, deren Verlauf mit der Inbetriebnahme der neuen und über die Hochbrücke führenden Strecke am 30.06.1920 verändert wurde. Mit dieser neuen Linienführung zwischen Wilster und St. Michaelisdonn erhielt auch der Ort Burg in Dithmarschen einen Bahnanschluß.

Bildrechte: Cramers Kunstanstalt, Dortmund
Anmerkung: Es handelt sich um den Abzugs eines Fotos, welches für die Fertigung von Ansichtskarten vorgesehen war.

1898 Blick über Burg, das Burger Feld, den Kaiser-Wilhelm Kanal in die Wilstermarsch

1898 Blick über Burg, das Burger Feld und den Kaiser Wilhelm Kanal in die Wilstermarsch.
Der Ort Burg in Dithmarschen erstreckt sich in Teilbereichen auch auf die Landschaft der Wilstermarsch nördlich von Äbtissinwisch.
Die alte Farb-Lithographie zeigt vom Aussichtsturm aus gesehen eine Totale von dem auf der Hohen Geest gelegenen schönen Ort und über den steil aus der Marsch aufsteigenden Klev hinweg zum Kaiser-Wilhelm-Kanal und in die Wilstermarsch.
Der heutige Nord-Ostsee-Kanal bzw. Kiel Kanal führte bis 1948 den Namen Kaiser-Wilhelm-Kanal);
der 1895 eröffnete Kanal unterbricht die Wilsterau und störte so die Jahrhunderte dauernden Schifffahrts- und die darauf basierenden Handelsbeziehungen zwischen Burg und der Stadt Wilster. Die Stadt Wilster als auch der Kirchort Burg waren beide sehr lange Zeit typische Schifferorte.
Die Wilsterau war in früheren Zeiten von ihrer Mündung am Kasenort an auf etwa 30 km Länge schiffbar, also bis weit in ihren Oberlauf, der bei Hademarschen entspringenden Holstenau. Erst ab dem Zusammenfluß der Holstenau mit der Burgerau führte die Wilsterau ihren Namen.
Auf der Lithographie sind außerdem noch abgebildet "Die HOHENZOLLERN mit dem Kaiser an Bord" sowie Wiehmann´s Hotel.

Bildrechte: Verlag H. Sötje, Burg
Bruno Bürger u. Ottilie, lithographische Anstalt, Leipzig
Anmerkung: Die AK stammt aus der Sammlung Frida von Holdt, geb. Haase, Wilster

1903 Blick vom Klev in Burg über die Wilstermarsch (SF)

1903 Blick vom Klev in Burg über die Wilstermarsch

1903 Blick vom Klev in Burg über die Wilstermarsch
Der steil aus der flachen ebenen Marsch aufsteigende Klev bei Burg bildet hier die Begrenzung des Urstromtales der Elbe und somit auch des Landschaftsraumes der Wilstermarsch.
Das Wort Klev führt sich zurück auf Kliff bzw. Klift = Klippe und bezeichnet einen Steilhang.
Tatsächlich ist entgegen der Beschriftung auf der Karte die Aufnahme nicht vom Aussichtsturm sondern vom Abhang der Geest (von „güst“ = leer, öde) aus gemacht worden.
Das Foto zeigt an der Burger Hafenstraße stehende Häuser; die Hafenstraße verläuft in Bildmitte von unten nach oben. Sie quert zentral die von rechts nach links verlaufende Burger Au (Wolburgsau), wo der Hafen und die kleinen Werften der alten Schiffersiedlung Burg lagen.
Ganz oben verläuft der zu der Zeit noch nicht von Anpflanzungen gesäumte Kaiser-Wilhelm Kanal (heutiger Nord- Ostsee Kanal) quer durch das Bild. Jenseits des Kanals die Wilstermarsch bei Äbtissinwisch.
Die anmoorige Marsch zwischen Klev und Kanal führt die Bezeichnung "Burger Feld".

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Abbildungen wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

1898 Blick von der Wilstermarsch über den Kanal nach Burg

1898 Blick von der Wilstermarsch über den Kanal nach Burg

1898 Blick von der Wilstermarsch bei Äbtissinwisch über den heutigen Nord- Ostsee Kanal nach Burg in Dithmarschen.
Die an die Höhen des Kleves bei Burg in Dithmarschen angrenzende Niederung ist Teil des Landschaftsraumes Wilstermarsch.
Die alte Farb-Lithographie zeigt aus der Marsch bei Äbtissinwisch einen Blick über den seinerzeit Kaiser-Wilhelm Kanal genannten Kanal auf den am Rand der steil aus der Marsch aufragenden Hohen Geest liegenden schönen Ort.
Der 1895 eröffnete Kanal trennte die Wilsterau von ihren Quellflüssen Holstenau und Burgerau (Walburgsau).

Bildrechte: Verlag E. Thiessen, Burg in Dithmarschen
Reg. mein-wilster: 0845 AK

1898 Blick von der Marsch und dem Burger Feld auf Burg in Dithmarschen

1898 Blick von der Marsch und dem Burger Feld auf Burg in Dithmarschen

1898 Blick von der Marsch und dem Burger Feld auf Burg in Dithmarschen
Der Ort Burg in Dithmarschen erstreckt sich in Teilbereichen auch auf die Landschaft der Wilstermarsch bei Äbtissinwisch.
Die schöne alte Farb-Lithographie zeigt u.a. eine Totale des am Rand der steil aus der Marsch aufragenden Hohen Geest liegenden schönen Ortes - Blick etwa vom heutigen Nord-Ostsee-Kanal aus (bis 1948 führte der Kanal den Namen Kaiser-Wilhelm-Kanal);
der 1895 eröffnete Kanal unterbricht die Wilsterau und störte so die Jahrhunderte dauernden Schifffahrts- und die darauf basierenden Handelsbeziehungen zwischen Burg und der Stadt Wilster. Die Stadt Wilster als auch der Kirchort Burg waren beide sehr lange Zeit typische Schifferorte.
Die Wilsterau war in früheren Zeiten von ihrer Mündung am Kasenort an auf etwa 30 km Länge schiffbar, also bis weit in ihren Oberlauf, der bei Hademarschen entspringenden Holstenau. Erst ab dem Zusammenfluß der Holstenau mit der Burgerau führte die Wilsterau ihren Namen.

Bildrechte: Verlag H. Sötje, Burg
Reg. mein-wilster: 0400 AK

1959 Fährstelle Burg am Nord- Ostsee Kanal - Kornhaus Burg

1959 Fährstelle Burg am Nord- Ostsee Kanal - Kornhaus Burg
1959 Fährstelle Burg am Nord- Ostsee Kanal - Kornhaus Burg

1959 Fährstelle Burg am Nord- Ostsee Kanal.
Auf dem nördlichen Ufer das "Kornhaus Burg".
Eine Szene aus der kurzen erfolgreichen Phase eines florierenden Burger Kanalhafens. Diese Episode endete abrupt mit dem Umstürzen des erst 1958 errichteten Silos "Kornhaus Burg" am 12. Mai 1963.
An den Anlegebrücken am Burger Kanalhafen konnten bis zu 4 Kümos festmachen; eine Kaimauer gab es nicht.
Die Fähre ermöglicht bei Kanal-km 14,847 die Überquerung des Kanals im Zuge der Landstraße L135 zwischen Wilster und Burg in Dithmarschen.
Im Hintergrund ist die Hochbrücke Hochdonn zu erkennen.
Am rechten (südlichen) Ufer ist hinter der Gehölzgruppe das die Wilsterau, den Moorkanal und ein Reststück der Holstenau auf den Kanal entwässernde Schöpfwerk Vaalermoor zu sehen.

Bildrechte: Cramers Kunstanstalt KG, Dortmund
Anmerkung: Es handelt sich um die originale Vorlage für eine Ansichtskarte.
Reg. mein-wilster: 1114 AK

1930 Blick vom Aussichtsturm Burg über die Wilstermarsch (SF)

1930 Blick vom Aussichtsturm Burg über die Wilstermarsch

1930 Blick vom Aussichtsturm Burg über die Wilstermarsch
Vom Aussichtsturm in Burg hat man einen wundervollen Blick über die Ortschaft und weiter über den Rand des Klev hinaus auf das Burger Feld, den die Marsch durchschneidenden Kaiser-Wilhelm-Kanal (Nord- Ostsee- Kanal), die weite ebene Wilstermarsch und bis zur Elbe mit deren jenseitigen Ufer.
Der 21 m hohe Aussichtsturm steht auf dem 66 m hohen Wulfsboom, der zweithöchsten Erhebung Dithmarschens.
In den zum Aussichtsturm gehörenden Gebäuden befindet sich heute das Waldmuseum Burg , in welchem die heimische Tier- und Pflanzenwelt erlebt werden kann.
Rechts ist auf dem heute noch so benannten Mühlenberg am Rand des Klev die lange schon verschwundene Windmühle erkennbar.
Das weiße Gebäude im Vordergrund ist die seinerzeitige Mosterei von Adam Schmidt, welche sich heute zu einem weit über Burg hinaus bekannten Getränkehandel entwickelt hat. Noch heute lassen in dem Betrieb auch viele Steinburger ihre Äpfel zu Saft vermosten.

Bildrechte: nicht bekannt
Die Abbildungen der Ansichtskarte wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

1966 Nord- Ostsee Kanal, Fähre Burg, Hochbrücke Hochdonn

1966 Nord- Ostsee Kanal, Fähre Burg, Hochbrücke Hochdonn
1966 Nord- Ostsee Kanal, Fähre Burg
1966 Nord- Ostsee Kanal, Eisenbahn-Hochbrücke Hochdonn

1966 Nord- Ostsee Kanal, Fähre Burg, Hochbrücke Hochdonn
Der fast 100 km lange Nord- Ostsee Kanal (früher: Kaiser Wilhelm Kanal) ist eine der meistbefahrenen Schifffahrtsstraßen der Welt.
Seit seiner Eröffnung im Jahre 1895 nach acht Jahren Bauzeit wurde der Kanal häufig modernisiert und leistungsfähiger gemacht. Die Wassertiefe wurde von 9,00m auf 11,00m vergrößert, die Breite sogar ganz erheblich von 66,70m auf 162,00m (gegenwärtig nur in der Weststrecke).
Seit den auch im Bereich der Wilstermarsch vorgenommenen Verbreiterung wurden beiderseits zum Kanal parallele und bis zu 100 m breite Windschutzanpflanzungen standorttypischer Beflanzung angelegt. Seither ist dort, so wie auf der Abbildung, der Eindruck nicht mehr möglich, als würden die großen Schiffe über die Weiden der rotbunten Wilstermarsch Rinder fahren.
Die Burger Fähre (Bild 2), ursprünglich eine Kettenfähre und heute ein frei fahrende Fähre, im Zuge der von Wilster nach Burg führenden Chaussee (L 135), ermöglich die unentgeltliche Querung des Kanals.
Die Hochbrücke Hochdonn (Bild 3), gebaut in den Jahren 1913 bis 1920 ersetzte die etwa 12 km westlich gelegene ehemalige Drehbrücke bei Taterpfahl im Zuge der Marschbahn, deren Verlauf mit der Inbetriebnahme der neuen und über die Hochbrücke führenden Strecke am 30.06.1920 verändert wurde. Mit dieser neuen Linienführung zwischen Wilster und St. Michaelisdonn erhielt auch der Ort Burg in Dithmarschen einen Bahnanschluß.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn
Reg. mein-wilster: 1464 AK

1982 Nord- Ostsee Kanal mit der Burger Fähre; Wilsterau, Elbe, Klev bei Burg

1982 Nord- Ostsee Kanal mit der Burger Fähre; Wilsterau, Elbe

ca. 1982 Nord- Ostsee Kanal mit der Burger Fähre; Wilsterau, Elbe
Die Luftaufnahme zeigt den Verlauf des Nord- Ostsee Kanals zwischen der Burger Fähre (im Vordergrund rechts unten) und den Schleusen bei Brunsbüttel.
Im Hintergund ist das silbrige Band der Elbe und das jenseitige niedersächsische Ufer des mächtigen Stromes erkennbar.
Bei Kudensee ist die Weiche Kudensee als Verbreiterung des Kanals erkennbar.
Rechts ragt bei Burg und Buchholz der Klev (von: Kliff) aus der flachen Marsch heraus; der Klev bildet hier die Begrenzung des Urstromtales der Elbe. Annähernd parallel zum Klev verläuft die Burger Au.
Zwischen Kanal und Klev ist der Kudensee gut zu erkennen; er führte vor dem Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals/NOK sein Wasser über die Walburgsau/Burger Au der Wilsterau zu.
Am Kanal fehlt noch der beiderseitige Windschutz aus Bäumen und Sträuchern. Man sieht nach der ab 1965 vorgenommenen Kanalverbreiterung noch Reste von Spülfeldern.
Links im Vordergrund ist mit den typischen Schlingen eines Flachlandflusses der Verlauf der Wilsterau bei Obersten Wehr im satten Grün der Wilstermarsch zu erkennen.
Ausgehend von der Fährstelle verläuft nach links die Landstraße L 135 zwischen Burg und Wilster.

Bildrechte: Hovers, Hovers
Verkehrswasserbauliche Zentralbibliothek der Bundesanstalt für Wasserbau;
die freundliche Genehmigung der BAW zur Verwendung der vorgestellten Bilddatei auf mein-wilster liegt vor.

2005 Veränderungen gegenüber 1960 am NOK bei der Burger Fähre

2005 Nord- Ostsee Kanal bei der Fähre Burg
1960 Nord- Ostsee Kanal bei der Fähre Burg
2005 Nord- Ostsee Kanal bei der Fähre Burg
1967 Nord- Ostsee Kanal bei der Fähre Burg

2005 Veränderungen am Nord- Ostsee Kanal bei der Burger Fähre.
Gegenüber dem vor über 40 Jahren vorhandenen Zustand am Kanal im Bereich der Fährstelle Burg sind seither erhebliche Veränderungen eingetreten.
Der Kanal wurde ab den 1960er Jahren erheblich verbreitert und die bis dahin im Bereich der Wilstermarsch an den Kanal angrenzenden und von Gehölzen freien Flächen sind gegenwärtig mit breiten und hoch aufgewachsenen Windschutzpflanzungen versehen.
Der Lösch- und Ladeplatz Burg auf der Nordseite des Kanals ist nicht mehr vorhanden, das auf Bild 2 erkennbare Kornhaus Burg war am 12. Mai 1963 umgestürzt und nicht wieder aufgebaut worden.
Bild 1 zeigt in besonderer Weise die Mäanderschleife der Wilsterau; in deren Scheitelpunkt mündete ursprünglich die Burger Au in die Wilsterau/Holstenau.

Bildrechte:
Bilder 1 und 3: Heiner Jennes, Burg in Dithmarschen
Bild 2: Cramers Kunstanstalt KG, Dortmund
Bild 4: Bildrechte: Scholz, Rendsburg
Verkehrswasserbauliche Zentralbibliothek der Bundesanstalt für Wasserbau

1904 Burger Fähre über den Nord- Ostsee Kanal

1904 Burger Fähre über den Nord- Ostsee Kanal (damaliger Kaiser-Wilhelm-Kanal)

1904 Die Burger Fähre über den Nord-Ostsee-Kanal, den seinerzeitigen Kaiser-Wilhelm-Kanal.
Blick vom südlichen Kanalufer bei Äbtissinwisch auf den Fähranleger und das auf dem nördlichen Ufer liegende Burger Fährhaus. Ganz im Hintergrund die Höhen des Klev bei Burg mit der Windmühle auf dem Mühlenberg.
Zwei Fährprähme liegen links am Anlieger, während rechts eine Fähre gerade den Kanal quert.
Im Vordergrund links eine Seilwinde / Winsch, mit welcher die Fährprahme verholt werden konnten.
Der am 21.06.1895 nach achtjähriger Bauzeit eingeweihte Kaiser-Wilhelm-Kanal, nach 1948 Nord-Ostsee-Kanal (NOK) oder Kiel-Canal genannt, bildet seither für den Bereich der Wilstermarsch eine optisch wahrnehmbare Grenze zu Dithmarschen, wenn auch der Landschaftsraum Wilstermarsch bis an den Klev bei Burg reicht und die politische Grenze von ihm abweicht und teilweise sogar über den Kanal hinweg pendelt.
Die durch den Bau des Kanals durchschnittenen Verbindungen der Verkehrswege werden seither durch Brücken und Fähren aufrecht erhalten. Weil bestehende Verbindungen zerschnitten wurden, wird von den Nutzern der Kanal-Fähren kein Fährgeld erhoben; bei der Nutzung von Fluß-Fähren ist das bekanntlich anders.
Die Burger Fähre über den Nord- Ostsee Kanal ermöglicht dessen Überquerung im Zuge der Landstraße L 135 zwischen Wilster und Burg in Dithmarschen.
Die bei Kanal-km 14,847 verkehrende Fähre Burg ist heute eine freifahrende Fähre. Noch bis weit in die 1950er Jahre verkehrten hier – so wie auf der Abbildung - Kettenfähren, welche auf Grund ihrer Betriebsart nicht frei manövrieren konnten und insofern erhebliche Rücksichten auf die vorfahrtberechtigte Schifffahrt nehmen mußten.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1267 AK

1912 Kudensee - Kudenseer Kanal, Gasthof an der Fähre über den NOK (Ex)

1912 Kudensee - Kudenseer Kanal, Gasthof an der Fähre über den NOK
1912 Kudensee - Kudenseer Kanal, Gasthof an der Fähre über den Kaiser Wilhelm Kanal
1912 Kudensee - Büttel-Kudenseer Kanal

1912 Kudensee - Kudenseer Kanal, Gasthof an der Fähre über den NOK
oben (sh. Bild 2): Der Gasthof von Johannes Hölk in Kudensee stand nahe dem Kaiser-Wilhelm Kanal (jetziger Nord- Ostsee Kanal) bei der Fähre über diesen..
Im Zusammenhang mit der Verbreiterung des Nord- Ostsee Kanals wurde das Anwesen im Jahre 1973 abgebrochen.
unten (sh. Bild 3): Der um 1765 gegrabene Kudenseer Kanal bildete eine Verbindung von der Elbe zur Burger Au (Wallburgs-Au), diese ist neben der Holstenau ein Quellfluß der Wilsterau. Der Kanal ist heute nur noch eine der Entwässerung dienende Idylle.
Bis in die 1930er Jahre verkehrten auf ihm zumeist mit Torf für Hamburg beladene Lastkähne.
Der Kudenseer Kanal wird in der Örtlichkeit "Kleiner Kanal" genannt, um ihn im Sprachgebrauch vom Nord- Ostsee Kanal zu unterscheiden.

Bildrechte: Kunstanstalt H. Sonn, Hamburg
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

1926 Kaiser-Wilhelm-Kanal / Nord- Ostsee Kanal und Hochbrücke Hochdonn

1926 Kaiser-Wilhelm-Kanal / Nord- Ostsee Kanal und Hochbrücke Hochdonn

1926 Kaiser-Wilhelm-Kanal / Nord- Ostsee Kanal und Hochbrücke Hochdonn
Der am 21.06.1895 nach achtjähriger Bauzeit eingeweihte Kaiser-Wilhelm-Kanal, nach 1948 Nord-Ostsee-Kanal (NOK) oder Kiel-Canal genannt, bildet seither für den Bereich der Wilstermarsch eine optisch wahrnehmbare Grenze zu Dithmarschen, wenn auch der Landschaftsraum Wilstermarsch bis an den Klev bei Burg reicht und die politische Grenze von ihm abweicht und teilweise sogar über den Kanal hinweg pendelt.
Nach seiner Fertigstellung war der Kanal 67 m breit und 9 m tief. Bereits in den Jahren von 1907 bis 1914 wurde der Kanal auf 102 m Breite und 11 m Tiefe ausgebaut. Seit 1965 wird er beständig erweitert und soll eine durchgehende Breite von 162 erhalten.
Die durch den Bau des Kanals durchschnittenen Verbindungen der Verkehrswege werden durch Brücken und Fähren aufrecht erhalten.
Die Eisenbahn-Hochbrücke bei Hochdonn über den Nord- Ostsee Kanal dient dessen Überquerung im Zuge der Bahnstrecke Hamburg-Westerland. Die eindrucksvolle Konstruktion bildet optisch den nördlichen Abschluß der Landschaft Wilstermarsch. Gleichzeitig bildet sie eine sichtbare Verbindung zwischen Dithmarschen und Steinburg.
Die 2.218 m lange Stahlfachwerkbrücke ermöglicht Schiffen eine Durchfahrthöhe von 42 m, während die maximale Höhe der Brücke 56,38 m beträgt; der Pfeilerabstand des Durchfahrtssegments beträgt 143,1 m.
Gebaut in den Jahren 1913 bis 1920 ersetzte das Bauwerk die etwa 12 km westlich gelegene ehemalige Drehbrücke bei Taterpfahl im Zuge der Marschbahn, deren Verlauf mit der Inbetriebnahme der neuen und über die Hochbrücke führenden Strecke am 30.06.1920 verändert wurde. Mit dieser neuen Linienführung zwischen Wilster und St. Michaelisdonn erhielt auch der Ort Burg in Dithmarschen einen Bahnanschluß.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1080 AK

1930 Hochbrücke Hochdonn über den Kaiser-Wilhelm-Kanal / Nord- Ostsee Kanal (SF)

1930 Hochbrücke Hochdonn über den Kaiser-Wilhelm-Kanal / Nord- Ostsee Kanal

1930 Hochbrücke Hochdonn
oben: Blick über das baumlose Vaaler Moor auf die Eisenbahn-Hochbrücke bei Hochdonn über den Nord- Ostsee Kanal.
unten: Blick vom Feldweg im Burg-Brickelner Ortsteil Lerchenfeld auf die Hochbrücke. Der Weg führte früher durch den größten Viadukt in der zur Hochbrücke führenden mächtigen Erdrampe. Der Viadukt ist leider inzwischen verfüllt und durch einen Tunnel ersetzt, durch den auch der Helmsche Bach fließt, der sich beim Kattenstieg zur Burger Au erweitert.
Die eindrucksvolle Konstruktion der Hochbrücke Hochdonn bildet optisch den nördlichen Abschluß der Landschaft Wilstermarsch. Gleichzeitig bildet sie eine sichtbare Verbindung zwischen Dithmarschen und Steinburg.
Die 2.218 m lange Stahlfachwerkbrücke ermöglicht Schiffen eine Durchfahrthöhe von 42 m, während die maximale Höhe der Brücke 56,38 m beträgt; der Pfeilerabstand des Durchfahrtssegments beträgt 143,1 m. Gebaut in den Jahren 1913 bis 1920 ersetzte das Bauwerk die etwa 12 km westlich gelegene ehemalige Drehbrücke bei Taterpfahl im Zuge der Marschbahn, deren Verlauf mit der Inbetriebnahme der neuen und über die Hochbrücke führenden Strecke am 30.06.1920 verändert wurde. Mit dieser neuen Linienführung zwischen Wilster und St. Michaelisdonn erhielt auch der Ort Burg in Dithmarschen einen Bahnanschluß.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

1922 Die Burger Fähre über den Nord-Ostsee-Kanal

1922 Die Burger Fähre über den Nord-Ostsee-Kanal

1922 Die Burger Fähre über den Nord-Ostsee-Kanal.
Blick vom südlichen Kanalufer bei Äbtissinwisch auf den Fähranleger und das auf dem nördlichen Ufer liegende Burger Fährhaus.
Ganz im Hintergrund die Höhen des Klev bei Burg.
Der Fährprahm liegt links am Anlieger, während zwei Frachtsegler (Ketsch oder Yawl) die Fährstelle passieren.
Im Vordergrund zwei Seilwinden / Winschen, mit welchen die Fährprahme verholt werden konnten.
Der am 21.06.1895 nach achtjähriger Bauzeit eingeweihte Kaiser-Wilhelm-Kanal, nach 1948 Nord-Ostsee-Kanal (NOK) oder Kiel-Canal genannt, bildet seither für den Bereich der Wilstermarsch eine optisch wahrnehmbare Grenze zu Dithmarschen, wenn auch der Landschaftsraum Wilstermarsch bis an den Klev bei Burg reicht und die politische Grenze von ihm abweicht und teilweise sogar über den Kanal hinweg pendelt.
Die durch den Bau des Kanals durchschnittenen Verbindungen der Verkehrswege werden seither durch Brücken und Fähren aufrecht erhalten. Weil bestehende Verbindungen zerschnitten wurden, wird von den Nutzern der Kanal-Fähren kein Fährgeld erhoben; bei der Nutzung von Fluß-Fähren ist das bekanntlich anders. Die Burger Fähre über den Nord- Ostsee Kanal ermöglicht dessen Überquerung im Zuge der Landstraße L 135 zwischen Wilster und Burg in Dithmarschen.
Die bei Kanal-km 14,847 verkehrende Fähre Burg ist heute eine freifahrende Fähre. Noch bis weit in die 1950er Jahre verkehrten hier – so wie auf der Abbildung - Kettenfähren, welche auf Grund ihrer Betriebsart nicht frei manövrieren konnten und insofern erhebliche Rücksichten auf die vorfahrtberechtigte Schifffahrt nehmen mußten.

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg
Reg. mein-wilster: 1046 AK

1955 Vaalermoor, Nord- Ostsee Kanal, Dorfstraße, Moor Kanal

1955 Vaalermoor, Nord- Ostsee Kanal, Dorfstraße, Moor Kanal in der Wilstermarsch

1955 Vaalermoor, Nord- Ostsee Kanal, Dorfstraße, Moor Kanal
Mehrbildkarte
Angrenzend an die Gemeinde Neuendorf-Sachsenbande gehört Vaalermoor naturräumlich zur Wilstermarsch.
Allerdings kam die Gemeinde erst im Jahre 1970 im Zuge einer Kreisreform vom Kreis Rendsburg zum Kreis Steinburg gemeinsam mit 16 weiteren Gemeinden (u.a. Vaale und Wacken).
oben links: In dem kleinen Geschäftshaus mit dem Opel Rekord davor betrieb Heinrich Kuhrt von 1929 bis 1972 eine Kolonialwaren Handlung.
oben rechts: Der Nord- Ostsee Kanal verläuft knapp außerhalb des Gemeindegebietes.
unten links: Die Straße von Neuendorf-Sachsenbande nach Vaale ist die wesentliche Verkehrsstraße in der Gemeinde.
unten rechts: Der durch die Gemeinde führende Moorkanal entwässert die Gemeinde und führt das von der benachbarten Geest kommende Druckwasser ab.
Das Druckwasser von der Geest sowie die den Abfluß behindernde Lage hinter der flußnahen (Stör, Elbe) hohen Marsch hatte die Bildung des Geest-Randmoores verursacht; erst in der zweiten Hälfte des vorletzten Jahrhunderts begannen Kolonisten mit der Urbarmachung des Moores.

Bildrechte: Verlag Heinrich C. Otto, Kiel
Reg. mein-wilster: 0532 AK

1912 Gastwirtschaft beim südlichen Anleger an der Burger Fähre (Ex)

1912 Gastwirtschaft beim südlichen Anleger an der Burger Fähre

1912 Gastwirtschaft beim südlichen Anleger an der Burger Fähre.
Die als sogenannter Kanalhof bezeichnete Gastwirtschaft befand sich auf der Südseite des seinerzeit Kaiser-Wilhelm Kanal genannten Nord- Ostsee Kanals (NOK).
Betrieben wurde das Gasthaus von M. Schlüter.
Da leider beide Söhne des Wirt-Ehepaares im II. Weltkrieg gefallen waren, wurde der Betrieb der Gastwirtschaft nach dem Krieg nicht wieder aufgenommen. Das Gebäude wurde danach als Wohnhaus genutzt, bis es dann im Zusammenhang mit der ab 1965 schrittweise vorgenommenen Verbreiterung des Kanals beseitigt wurde.
Der am 21.06.1895 nach achtjähriger Bauzeit eingeweihte Kaiser-Wilhelm-Kanal, nach 1948 Nord-Ostsee-Kanal (NOK) oder Kiel-Canal genannt, bildet seither für den Bereich der Wilstermarsch eine optisch wahrnehmbare Grenze zu Dithmarschen, wenn auch der Landschaftsraum Wilstermarsch bis an den Klev bei Burg reicht und die politische Grenze von ihm abweicht und teilweise sogar über den Kanal hinweg pendelt.
Die durch den Bau des Kanals durchschnittenen Verbindungen der Verkehrswege werden seither durch Brücken und Fähren aufrecht erhalten. Weil bestehende Verbindungen zerschnitten wurden, wird von den Nutzern der Kanal-Fähren kein Fährgeld erhoben; bei der Nutzung von Fluß-Fähren ist das bekanntlich anders.
Die Burger Fähre über den Nord- Ostsee Kanal ermöglicht dessen Überquerung im Zuge der Landstraße L 135 zwischen Wilster und Burg in Dithmarschen.
Die bei Kanal-km 14,847 verkehrende Fähre Burg ist heute eine freifahrende Fähre. Noch bis weit in die 1950er Jahre verkehrten hier – so wie auf der Abbildung - Kettenfähren, welche auf Grund ihrer Betriebsart nicht frei manövrieren konnten und insofern erhebliche Rücksichten auf die vorfahrtberechtigte Schifffahrt nehmen mußten.

Bildrechte: Kunstanstalt H. Sonn, Hamburg
Anmerkung: Die Karte befindet sich in einer externen Sammlung.

0000 Vorbemerkungen Wilstermarsch und Wilsterau

Wilstermarsch
Teilstrecke der Wilsterau
Entlastungsschöpfwerk Wilsterau beim Vaaler Feld
Entlastungsschöpfwerk Wilsterau beim Vaaler Feld

Wilstermarsch und Wilsterau
Da auf dieser Heimat-Seite neben Objekten aus der Stadt Wilster auch solche aus der Wilstermarsch vorgestellt werden, sollen hier die Begrenzungen des Gebietes beschrieben werden. Gemeint sind nicht die Grenzen von politischen Verwaltungseinheiten, sondern die des Landschaftsraumes Wilstermarsch (Bild 1).
Dessen Grenzen sind hier wie folgt definiert:
im Süden: von der Elbe;
im Osten: von der Stör (von deren Mündung bis Itzehoe);
im Norden: von Itzehoe dem Geestrand folgend über Oldendorf, Kleve, Nutteln, bis Vaale; von dort etwa entlang der L327 bis nach Hochdonn (also unter Einbeziehung des Vaaler Moores);
im Westen: unter Einbeziehung des Burger Feld entlang dem Fuß des Geestrandes bei Burg bis nach Kuden, von dort einer gedachten Linie in südlicher Richtung folgend bis zur Elbe.
Es wird also nicht der Nord- Ostsee Kanal, sondern vielmehr der Fuß der Dithmarscher Geest als Grenze betrachtet. Auf diese Weise wird es unter anderem auch möglich, hier thematisch die historischen Verbindungen zwischen Wilster und Burg aufzuzeigen, die insbesondere durch die längst aufgegebene und vielfach bereits in Vergessenheit geratene Schifffahrt auf Wilsterau, Burger Au (Walburgsau) und Holstenau geprägt wurden. Auch die von Büttel (Elbe) über den Kudenseer Kanal und den Kudensee zur Burger Au verlaufende Schifffahrtverbindung kann so dargestellt werden.
Für Flüsse ist es typisch, daß sie jeweils eine Quelle und eine Mündung haben. Bei der Wilsterau (Bild 2) ist dieses anders – auch deshalb ist sie ein ganz besonderer Fluß. Die "Wilsterau" hat keine eigene Quelle, denn der Fluß trägt von jeher diesen Namen erst ab dem Zusammenfluß von Burger Au (Walburgsau) und Holstenau (dem Quellfluß der Wilsterau). Von beiden Flüssen wurde die Wilsterau in der Folge der Erstellung des Kaiser-Wilhelm–Kanal (Nord-Ostsee Kanal) abgetrennt, wobei die Verbindung zur Burger Au bereits ab 1870 durch die Schleuse Bebek zumeist unterbrochen war.
Seither hat die Wilsterau an jedem ihrer Endpunkte eine Mündung. Zum einen die durch die Schleuse am Kasenort verlaufende Ausmündung in die Stör, zum anderen die durch das Entlastungsschöpfwerk (Bild 3) beim Vaaler Feld gebildete Mündung. Bild 4 zeigt die Wilsterau vor dem Schöpfwerk (dieses entwässert auch den Vaalermoor Kanal).

Bildrechte
Bilder 1 und 2: google maps
Bilder 3 und 4: Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

1909 Fähre Burg über den Kaiser-Wilhelm-Kanal (Ex)

1909 Fähre Burg über den Kaiser-Wilhelm-Kanal

1909 Fähre Burg über den Kaiser-Wilhelm-Kanal (heutiger Nord- Ostsee Kanal)
Blick vom südlichen Kanalufer bei Äbtissinwisch auf den Fähranleger und die Fähre, auf welcher zwei Pferde-Fuhrwerke auf das Übersetzen warten.
Auf dem jenseitigen Ufer ist das Burger Fährhaus zu erkennen; ganz im Hintergrund die Höhen des Klev bei Burg mit der Windmühle auf dem Mühlenberg, ganz rechts der bewaldete Wall der ringförmigen Bökelnburg.
Im Vordergrund links eine Seilwinde / Winsch, mit welcher die Fährprahme verholt werden konnten.
Der am 21.06.1895 nach achtjähriger Bauzeit eingeweihte Kaiser-Wilhelm-Kanal, nach 1948 Nord-Ostsee-Kanal (NOK) oder Kiel-Canal genannt, bildet seither für den Bereich der Wilstermarsch eine optisch wahrnehmbare Grenze zu Dithmarschen, wenn auch der Landschaftsraum Wilstermarsch bis an den Klev bei Burg reicht und die politische Grenze von ihm abweicht und teilweise sogar über den Kanal hinweg pendelt.
Die durch den Bau des Kanals durchschnittenen Verbindungen der Verkehrswege werden seither durch Brücken und Fähren aufrecht erhalten. Weil bestehende Verbindungen zerschnitten wurden, wird von den Nutzern der Kanal-Fähren kein Fährgeld erhoben; bei der Nutzung von Fluß-Fähren ist das bekanntlich anders.
Die Burger Fähre über den Nord- Ostsee Kanal ermöglicht dessen Überquerung im Zuge der Landstraße L 135 zwischen Wilster und Burg in Dithmarschen.
Die bei Kanal-km 14,847 verkehrende Fähre Burg ist heute eine freifahrende Fähre. Noch bis weit in die 1950er Jahre verkehrten hier – so wie auf der Abbildung - Kettenfähren, welche auf Grund ihrer Betriebsart nicht frei manövrieren konnten und insofern erhebliche Rücksichten auf die vorfahrtberechtigte Schifffahrt nehmen mußten.

Bildrechte: Glückstadt & Münden, Hamburg
Aufgelegt wurde die Karte von Schütt´s Gasthof (Carl Rose) in Burg. Der Versender der Karte hat hier offenbar den Martinstag (11. November 1909) verbracht; er beklagt in seiner Botschaft zwar das Wetter, lobt aber - verziert mit einer Zeichnung - den Braten als herr-r-r-r-rlich!
Anmerkung: Die Karte befindet sich in einer externen Sammlung

1918 Schleppzug auf dem Kaiser-Wilhelm Kanal bei der Burger Fähre (SF)

1918 Schleppzug auf dem Kaiser-Wilhelm Kanal bei der Burger Fähre

1918 Schleppzug auf dem Kaiser-Wilhelm Kanal bei der Burger Fähre
Ein Schleppzug passiert die Fährstelle am Kaiser-Wilhelm-Kanal (heutiger Nord- Ostsee Kanal) bei Burg.
Der kleine Schlepper zieht mehrere Ewer und Tjalken durch den Kanal, denn seinerzeit verfügten die kleinen Frachtsegler noch nicht über einen Motorantrieb. Mit solchen wurden sie erst in den 1920er und 1930er Jahren ausgestattet, doch auch danach segelten sie zumeist noch.
Am linken Kanalufer ist der bei der Kanaleröffnung 1895 als Ersatz für den Burger Auhafen eingerichtete Lösch- und Ladeplatz Burg zu sehen, der erst in den siebziger Jahren zugunsten der Erweiterung des Kanalhafens Hochdonn aufgegeben wurde.
An dem Anlegeplatz legten auch bis zu vier Ausflugsschiffe gleichzeitig an, so dass die Bewirtung der per Schiff vor allem aus Hamburg anreisenden Tagesgäste bis nach dem II. Weltkrieg für die Gemeinde Burg ein bedeutender Wirtschaftsfaktor war.
Noch bis in die 1960er Jahre brachten bis zu 1.000 BRT große Passagierschiffe Ausflügler nach Burg. Diese Tradition wurde bis vor einigen Jahren (bis 2013) durch Schiffe des Reeders Thorge Brandt, Wilster, wieder aufgenommen.

Bildrechte: Otto Hinrichs, Burg in Dithmarschen
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

Brief vom 27. März 1915 - Teil 2 - Burg in Dithmarschen, Wilstermarsch, Kanal (SF)

Brief vom 27. März 1915 1915 - Teil 2 - Burg in Dithmarschen, Wilstermarsch, Kanal
1915 Partie beim Ramsberg bei Burg in Dithmarschen
Brief vom 27. März 1915 - Teil 2 - Burg in Dithmarschen, Wilstermarsch, Kanal

Brief vom 27. März 1915 - Teil 2 - Burg in Dithmarschen, Wilstermarsch, Kanal
Burg in Dithmarschen, Blick auf die Wilstermarsch und den Kaiser-Wilhelm-Kanal (NOK)
beschrieben im Jahre 1915 in einem beeindruckenden wundervollen Brief.
Die gesamten vorliegenden Teile des Briefes sind aufrufbar in der Rubrik Wilstersien unter dem Menüpunkt Postsachen
Wie vor einhundert Jahren ein Betrachter die aus der Wilstermarsch aufsteigenden Höhen des Klev bei Burg in Dithmarschen, den Ort Burg, den Kaiser-Wilhelm-Kanal (NOK) sowie Geest und Marsch sah, dieses als genauer Beobachter von Land und Leuten voller Poesie beschrieb, erfahren wir aus einem auf die Anschriftenseiten von mindestens 6 Ansichtskarten geschriebenen Brief.
Der Brief ist gerichtet an eine von dem Verfasser des Briefes offenbar sehr geliebte Frau, die er gleichwohl aus Verehrung und Respekt siezte.
Vermutlich war der Schreiber des Briefes ein beim Kanalneubauamt Burg tätig gewesener Marine Arzt. Während der Kanalverbreiterung in den Jahren 1907 bis 1915 bestand in Burg ein Kanalneubauamt, welches wieder aufgelöst wurde, nachdem die damalige Verbreiterung des Kaiser-Wilhelm Kanals in 1914 im Wesentlichen abgeschlossen war.
Wenn auch leider nicht die den Abschluß des Briefes bildende(n) Karte(n) aufgefunden werden konnte(n), soll er dennoch in seinen Fragmenten als ein Zeitzeugnis hier vorgestellt werden.
Teil 2 des Briefes befindet sich auf einer Ansichtskarte mit einer Abbildung einer Partie beim Ramsberg bei Burg in Dithmarschen.
Bildrechte: Verlag Friedrich Voigt, Burg in Dithmarschen

Vom Text des Briefes wurde eine Leseabschrift gefertigt, welche dem Original gegenüber gestellt ist.
Anmerkung: Der Brief wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

1965 Burger Fähre über den Nord- Ostsee Kanal

1965 Burger Fähre über den Nord- Ostsee Kanal

ca. 1965 Burger Fähre
Die Fähre über den Nord- Ostsee Kanal ermöglicht dessen Überquerung im Zuge der Landstraße L 135 zwischen Wilster und Burg in Dithmarschen.
Die bei Kanal-km 14,847 verkehrende Fähre Burg hat eine Tragfähigkeit von 45 t; sie ist eine freifahrende Fähre.
Noch bis weit in die 1950er Jahre verkehrten hier Kettenfähren, welche auf Grund ihrer Betriebsart nicht frei manövrieren konnten und insofern erhebliche Rücksichten auf die vorfahrtberechtigte Schifffahrt nehmen mußten.

Bildrechte: Photo-Lorenz, Burg in Dithmarschen
Reg. mein-wilster: 0564 AK

Brief vom 27. März 1915 - Teil 3 - Burg in Dithmarschen, Wilstermarsch, Kanal (SF)

Brief vom 11. Januar 1915 - Teil 3 - Burg in Dithmarschen, Wilstermarsch, Kanal
1915 Ländliches Wohnhaus in Burg in Dithmarschen

Brief vom 27. März 1915 - Teil 3 - Burg in Dithmarschen, Wilstermarsch, Kanal
Burg in Dithmarschen, Blick auf die Wilstermarsch und den Kaiser-Wilhelm-Kanal (NOK)
beschrieben im Jahre 1915 in einem beeindruckenden wundervollen Brief.
Die gesamten vorliegenden Teile des Briefes sind aufrufbar in der Rubrik Wilstersien unter dem Menüpunkt Postsachen
Wie vor einhundert Jahren ein Betrachter die aus der Wilstermarsch aufsteigenden Höhen des Klev bei Burg in Dithmarschen, den Ort Burg, den Kaiser-Wilhelm-Kanal (NOK) sowie Geest und Marsch sah, dieses als genauer Beobachter von Land und Leuten voller Poesie beschrieb, erfahren wir aus einem auf die Anschriftenseiten von mindestens 6 Ansichtskarten geschriebenen Brief.
Der Brief ist gerichtet an eine von dem Verfasser des Briefes offenbar sehr geliebte Frau, die er gleichwohl aus Verehrung und Respekt siezte.
Vermutlich war der Schreiber des Briefes ein beim Kanalneubauamt Burg tätig gewesener Marine Arzt. Während der Kanalverbreiterung in den Jahren 1907 bis 1915 bestand in Burg ein Kanalneubauamt, welches wieder aufgelöst wurde, nachdem die damalige Verbreiterung des Kaiser-Wilhelm Kanals in 1914 im Wesentlichen abgeschlossen war.
Wenn auch leider nicht die den Abschluß des Briefes bildende(n) Karte(n) aufgefunden werden konnte(n), soll er dennoch in seinen Fragmenten als ein Zeitzeugnis hier vorgestellt werden.
Teil 3 des Briefes befindet sich auf einer Ansichtskarte mit einer Abbildung eines Ländliches Wohnhaus in Burg in Dithmarschen.
Bildrechte: Verlag Friedrich Voigt, Burg in Dithmarschen

Vom Text des Briefes wurde eine Leseabschrift gefertigt, welche dem Original gegenüber gestellt ist.
Anmerkung: Der Brief wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

 

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