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Deichstraße, Wende

1908 - obere Deichstraße

1908 obere Deichstraße
Blick etwa vom Standort der heutigen Drogerie Behmer in die Deichstraße stadtauswärts.
Einige der abgebildeten Häuser sind auch heute noch nach über 100 Jahren eindeutig zu erkennen.
In dem Gebäude rechts, auf dessen Dach zwei Handwerker bei der Arbeit sind, wurde wie aus der Reklameschrift erkennbar ist, ein Fahrradhandel – und eine Reparaturwerkstatt betrieben; eine solche bestand dort auch noch zu Beginn der 1950er Jahre.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster

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1908 - Saal im Konzerthaus an der Deichstraße

1908 Saal im "Konzerthaus" an der Deichstraße; Wappen der Stadt Wilster
Die Gaststätte "Konzerthaus" wurde seinerzeit von H. Nottelmann betrieben. Die Gaststätte war von Beginn an immer im Eigentum der Familie Hinrich Feldmann, welcher das Haus mit dem Saal erbauen ließ. H. Feldmann starb Ende der dreißiger Jahre. Seine mit Heinrich Jacobs verheiratete Nichte Dora Feldmann übernahm mit ihrem Ehemann danach die Gaststätte.
Noch in den 1950er Jahren wurden auf der kleinen Bühne des Saales Theateraufführungen veranstaltet.
Darüber hinaus wurden unterschiedliche Veranstaltungen - u.a. Versammlungen und Tanzveranstaltungen - auf dem Saal durchgeführt. Die Gaststätte war über die Dauer vieler Jahrzehnte Versammlungslokal der Wilsteraner Sozialdemokraten.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

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1910 - Deichstraße - Haus des Musikers und Komponisten Wilhelm Nagel

1910 Deichstraße - Haus des Musikers und Komponisten Wilhelm Nagel
Im Haus Deichstraße 38 wurde ein Ladengeschäft (Papier-, Galanterie-, Spiel- u. Lederwaren), vom Komponisten und Musiker Wilhelm Nagel gemeinsam mit seiner Ehefrau betrieben.
Die Fassade des Hauses Deichstraße 38 ist, wie ein Vergleich mit einer etwas älteren Aufnahme verdeutlicht, kurze Zeit zuvor umgestaltet worden. Der am 19. März 1870 in Averfleth geborene und in Wilster lebende Musiker und Komponist "Wilhelm Nagel" (er starb 06.05.1954) leitete zu seiner Zeit alle Chöre in Wilster und wirkte in mehreren Kapellen mit. Er wurde über die Landesgrenzen hinaus bekannt als Leiter vieler Chor-Konzerte sowie als Komponist zahlreicher Musikstücke.
Die Stadt Wilster ehrte ihn vor einigen Jahren mit der Benennung einer Straße, der "Wilhelm-Nagel-Allee" im Neubaugebiet auf dem Billerbeck´schen Land östlich der Rathausstraße.
Die Ausschnittsvergrößerung (Bild 2) zeigt Wilhelm Nagel, ausgestattet mit Instrumentenkoffern, mit seiner Ehefrau vor dem gemeinsamen Geschäft.

Bildrechte: nicht bekannt; sogenannte Privat-Postkarte
Anmerkung: Die Ansichtskarte wurde freundlicherweise von Ralf Steffens, Luzern, Schweiz, für diese Heimat-Seite zur Verfügung gestellt.

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1910 - Deichstraße, Landrecht

1910 untere Deichstraße und Blick in die Straße Landrecht (letztere begann hinter dem Haus mit der Schleswig-Holstein Flagge).
Links im Haus Deichstraße 38 das Geschäft (Papier-, Galanterie-, Spiel- u. Lederwaren), welches der Komponist und Musiker Wilhelm Nagel gemeinsam mit seiner Ehefrau betrieb. In dem Geschäft wurden auch Lotterie-Lose verkauft (Bild 4).
Der am 19. März 1870 in Averfleth geborene und in Wilster lebende Musiker und Komponist "Wilhelm Nagel" (er starb 06.05.1954) leitete zu seiner Zeit alle Chöre in Wilster und wirkte in mehreren Kapellen mit. Er wurde über die Landesgrenzen hinaus bekannt als Leiter vieler Chor-Konzerte sowie als Komponist zahlreicher Musikstücke.
Die Stadt Wilster ehrte ihn vor einigen Jahren mit der Benennung einer Straße, der "Wilhelm-Nagel-Allee" im Neubaugebiet auf dem Billerbeck´schen Land östlich der Rathausstraße.
Die Fassade des Hauses Deichstraße 38 ist – wie ein Vergleich mit einer etwas älteren Aufnahme verdeutlicht, kurze Zeit vor 1916 umgestaltet worden – vergleiche auch die ergänzend beigestellte Privat-Ansichtskarte mit dem allein abgelichteten Gebäude (Bild 3)
In dem folgenden Gebäude wurde längere Zeit die Bäckerei Wittmaack betrieben (schräg gegenüber lag die Bäckerei Köritz), hinter welcher ein schmaler Gang zu einem die Wilster-Au überquerenden öffentlichen Steg führte.
Die Gebäude dahinter gehörten zur bis zum Jahr 1969 bestehenden Großhandlung Musfeldt.
An dem Gebäude rechts ist die Reklame-Inschrift des Schuhwarengeschäfts von Wilhelm Reimers zu erkennen, welches zu Beginn der 1950er Jahre in die obere Deichstraße verlegt wurde; in dem abgebildeten Haus wurde dann einige Jahre die „Stör-Apotheke“ vom Apotheker Herter betrieben.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

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1910 - Stadtpark und Wende an der Deichstraße

1910 Stadtpark und Wende an der Deichstraße
Blick vom Stadtpark - dem vormaligen Friedhof - auf die Wende.
Bis zum Jahre 1604 lag der Friedhof des Kirchspiels Wilster um die Kirche herum; er wurde danach auf das Gelände des heutigen Stadtparks verlegt und hier bis 1859 betrieben, in Einzelfällen auch länger.
Die Fläche ist 1907 von der Stadt Wilster erworben und zum Park umgestaltet worden.
Die Wende (hier wendeten in früheren Zeiten die Fuhrwerke) an der Deichstraße war zuvor Vorplatz des Friedhofs; an ihr befand sich eine kleine Kapelle, etwa dort, wo sich links die hohe Mauer befindet. (sh. Bild 2; Ausschnitt aus dem Stadtgrundriß von 1775)
In Bildmitte die Gaststätte (mit Fremdenzimmern) "Waffenhalle" von August Moser; in diesem Gebäude war vorher eine Zollstation untergebracht.
Links davon die Kolonial- und Eisenwarenhandlung von Hermann Kloppenburg.
Rechts an der Wende die Schlachterei von (Heine-Meister) Heinrich Schlüter.
Das schöne Tor zum Park wurde Anfang der 1950er beseitigt und durch eine einfachere Abgrenzung ersetzt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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1910 - Wende an der Deichstraße, Stadtpark, Gaststätte

ca. 1910 Blick vom Stadtpark auf die Wende (hier wendeten in früheren Zeiten die Fuhrwerke) an der Deichstraße.
In Bildmitte die Gaststätte (mit Fremdenzimmern) "Waffenhalle" von August Moser; in diesem Gebäude war vorher eine Zollstation untergebracht.
Links davon die Kolonial- und Eisenwarenhandlung von Kloppenburg.
Rechts an der Wende die Schlachterei von Heinrich (Heine-Meister) Schlüter.
Das schöne Tor zum Park wurde Anfang der 1950er ersetzt.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die ergänzend vorgestellte unkolorierte Ansichtskarte (Bild 4) befindet sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

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1911 - Wilsterau am Helgenland

1911 Wilsterau am Helgenland
Blick von dem die Wilsterau querenden Steg, der im Zuge des Fußweges von der Deichstraße am Hause der späteren Tischlerei Heinrich von Holdt vorbei zum alten Wilsteraner Hafen am Rosengarten führt.
Frachtewer löschen ihre Ladung.
Im Hintergrund ist die Einmündung des Stadtarmes der Wilsterau in den Hauptarm erkennbar.
Links führt der Treidelweg am sogenannten Helgenland (auf ihm lagen früher die Wilsteraner Werften) entlang, an dessen Spitze Heinrich von Holdt 1952 ein Bootshaus mit Helling errichtete.
Rechts die Rückansichten der Häuser an der Deichstraße sowie auf den Ufergrundstücken stehende Speicher.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Ansichtskarten-Specialgeschäft, Wilster

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1914 - obere Deichstraße (SF)

1914 obere Deichstraße - Blick Richtung Markt.
Vorne rechts das Geschäft des Korbmachers Conrad Stiddig - sein Sohn Karl betrieb später schräg gegenüber als Sattler und Tapezier ein Geschäft für Lederwaren.
In dem folgenden Haus, auf welchem handschriftlich der Name Otto Ruge vermerkt ist, wurde ein Geschäft für Tabakwaren betrieben.
Es folgt das Geschäft von Optiker Johannes Schade (nach dem II. Weltkrieg Werner Viergutz und danach Tiedemann). In dem anschließenden Klinker-Gebäude von Hermann Schultz war nach II. WK zunächst der Gemüseladen von Bünning betrieben – das Gebäude wurde danach von Textil-Looft vollkommen umgebaut.
Es folgt KAISERS Kaffee und die Drogerie Behmer, dann das Textilgeschäft Mangels.
Am Eingang zum Markt steht das Hotel Wilstermarschhaus.
Am Markt ist das das 1912/13 errichtete große Geschäftshaus von J.P.T. Andersen zu erkennen.
Die Deichstraße war in früheren Jahrzehnten die herausragende Geschäftsstraße in Wilster, es reihte sich vom Markt bis etwa zur Straße Landrecht Geschäft an Geschäft. Dieser Zustand erhielt sich weitgehend bis in die 1960er Jahre.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

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1914 - Op de Göten, Markt, Wilstermarsch Haus, Deichstraße a

1914 Op de Göten, Markt, Wilstermarsch Haus, Deichstraße
Die Feldpostkarte (aus dem I. Weltkrieg) zeigt rechts das Hotel Wilstermarsch-Haus, vor welchem ein Automobil – sicherlich eines der ersten in Wilster – gegen die Fahrtrichtung geparkt ist.
In der Straße ein Pferdefuhrwerk.
Vor dem Eingang des Hotels ist durch transparente eiserne Gitter der Aufstellplatz für zwei Tische mit Stühlen vom Bürgersteig abgetrennt.
Links im Anschnitt der Neubau von J.P.T. Andersen.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster


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1914 - Op de Göten, Markt, Wilstermarsch Haus, Deichstraße b (Ex)

1914 Op de Göten, Markt, Wilstermarsch Haus, Deichstraße
Die Feldpostkarte (aus dem I. Weltkrieg) zeigt rechts das Hotel Wilstermarsch-Haus, vor welchem ein Automobil – sicherlich eines der ersten in Wilster – gegen die Fahrtrichtung geparkt ist.
In der Straße ein Pferdefuhrwerk.
Vor dem Eingang des Hotels ist durch transparente eiserne Gitter der Aufstellplatz für zwei Tische mit Stühlen vom Bürgersteig abgetrennt.
Links im Anschnitt der Neubau von J.P.T. Andersen.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die kolorierte Version der Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

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1914 - Soldaten vor dem Wilstermarschhaus

1914 Soldaten vor dem Wilstermarschhaus
Vor dem Hotel Wilstermarsch-Haus an der Ecke Deichstraße / Op de Göten sind mit Pickelhauben behelmte Soldaten mit einer Militär-Kapelle angetreten.
Rechts im Anschnitt das auch heute noch bestehende Geschäft von Christian Haack.
Zahlreiche Bürger haben sich eingefunden, um die Soldaten zu verabschieden;
damals herrschte in großen Teilen der Bevölkerung zu Beginn des I. Weltkrieges eine heute kaum noch nachvollziehbare Euphorie.
Die Soldaten tragen noch preußische Pickelhauben, für welche im Verlaufe des Jahres 1916 Stahlhelme aus Chromnickelstahl eingeführt wurden.
Es handelt sich vermutlich um Soldaten der 3. Kompanie des Landsturm Infanterie Ersatz Bataillons Dillenburg (s.h. ergänzend vorgestellte Karte, welche aus Wilster zum Versand kam. Die Karte ist jedoch nicht in Wilster oder einem der Orte der Wilstermarsch aufgenommen worden, denn einen Fährpächter Claus Wieck, wie er auf dem abgebildeten Reklameschild ablesbar ist, hat es dort offenbar nicht gegeben.)

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Anmerkung: Die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

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1915 - Deichstraße

1915 obere Deichstraße (sie hieß in früheren Zeiten ‘Kehdinger Straße“)
Rechts das Geschäftshaus der Firma Behrens & Haltermann, in welchem nach dem II. Weltkriege eine sogenannte Tauschzentrale untergebracht war.
Daneben die Gaststätte der Gebrüder Pruter, später Max Brandt, mit der gegenüber liegenden Pferde-, Viehhandlung und Hengststation. Der auch heute noch vorhandene Pferdekopf über der Durchfahrt erinnert daran.

Bildrechte: Verlag von L. Behning, Wilster

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1915 - Haus Deichstraße 17 in Wilster

ca. 1915 Haus Deichstraße 17 in Wilster
Das kleine Haus gehörte zu der Zeit dem Architekten und Maurermeister Claus Stockfleth und seiner Ehefrau Katharina, verwitwete Haase, geb. Schütt.
Claus Stockfleth hat das nebenan stehende Haus Deichstraße 18 gekauft und es seiner Enkelin Frida Haase – sie war von ihm und seiner Ehefrau aufgezogen worden – zur Hochzeit mit Peter Markus Detlef von Holdt geschenkt.
Der Sohn Peter Klaus Heinrich des jungen Ehepaares steht hier neben seinem Urgroßvater.

Bildrechte: Verlag L. Treichel; Altona

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1915 - Markt südliche Häuserzeile und Blick zur Deichstraße a

1915 Am Markt, südliche Häuserzeile und Blick zur Deichstraße
Über die Dauer eines Jahrhundert prägte die Häuserzeile in unverkennbaren Weise das Bild des Marktplatzes, bis vor einiger Zeit Gebäude abgebrochen und durch Neubauten ersetzt wurden.
In dem links stehenden Gebäude hatte seinerzeit die Wilstermarsch Spar- und Leihkasse ihre Geschäftsräume; danach die Volksbank Wilster, welche das Haus 1953 modernisierte und 1969 unter Einbeziehung des links davon stehenden Gebäudes (nicht im Bild) völlig umgestalten ließ.
Dahinter folgt das Gebäude der Conditorei & Caffee Heinrich Egge, dann die Bäckerei Johannes Starck, der Barbier Frisier & Haarschneide-Salon von Detlef Heesch, das 1912/13 erbaute Geschäftshaus J.P.T. Andersen.
Das zu Beginn des Jahres 2011 ausgebrannte Cafe Egge gehörte zu den ältesten gastronomischen Betrieben in Wilster. Das Gebäude wurde bei einem Umbau Anfang der 1970er Jahre mit dem daneben stehenden Gebäude der vormaligen Bäckerei Starck im Untergeschoß zusammengebaut. Bei dem aus praktischen Erwägungen vorgenommenen Umbau im Inneren der Gebäude wurde leider auch dem Zeitgeist entsprechend im Untergeschoß der Häuser eine Fassade geschaffen, die in unharmonischer Weise die schönen Fronten der alten Häuser zerstörte. In ihren Obergeschossen wurden die sehr schön gegliederten Fassaden der Bäckerei von Johannes Starck und des Cafés von Heinrich Egge weitgehend unverändert erhalten. Insgesamt aber war die Umgestaltung allemal vorteilhafter für das historische Stadtbild als der von der Volksbank Elmshorn vorgenommene Neubau nach dem Abbruch der ausdrucksstarken Fassaden. Eine vertane Chance zur Erhaltung des überkommenen Stadtbildes!

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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1915 - Markt südliche Häuserzeile und Blick zur Deichstraße b

1915 Markt südliche Häuserzeile und Blick zur Deichstraße
Seit einem Jahrhundert prägte die Häuserzeile in unverkennbaren Weise das Bild des Marktplatzes, bis vor einiger Zeit Gebäude abgebrochen und durch Neubauten ersetzt wurden.
In dem links stehenden Gebäude hatte seinerzeit die Wilstermarsch Spar- und Leihkasse ihre Geschäftsräume; danach die Volksbank Wilster, welche das Haus 1953 modernisierte und 1969 unter Einbeziehung des links davon stehenden Gebäudes (nicht im Bild) völlig umgestalten ließ.
Dann folgt das Gebäude der Conditorei & Caffee Heinrich Egge,
dahinter die Bäckerei Johannes Starck,
der Barbier Frisier & Haarschneide-Salon von Detlef Heesch,
das Geschäftshaus Andersen.
Kürzlich wurde das Geschäftshaus Andersen nach einer längeren Zeit des Leerstandes wieder einer Nutzung zugeführt.
Das zu Beginn des Jahres 2011 ausgebrannte Cafe Egge gehörte zu den ältesten gastronomischen Betrieben in Wilster. Seit den 1950er Jahren war der Inhaber Hans Egge, von der Wilsteranern freundlich gemeint als „Hans Cremeschnitt“ bezeichnet, wie seither auch das Café eine Institution in Wilster. Das Gebäude wurde bei einem Umbau Anfang der 1970er Jahre mit dem daneben stehenden Gebäude der vormaligen Bäckerei Starck im Untergeschoß zusammengebaut. Bei dem aus praktischen Erwägungen vorgenommenen Umbau im Inneren der Gebäude wurde leider auch dem Zeitgeist entsprechend im Untergeschoß der Häuser eine Fassade geschaffen, die in unharmonischer Weise die schönen Fronten der alten Häuser zerstörte. In ihren Obergeschossen wurden die sehr schön gegliederten Fassaden der Bäckerei von Johannes Starck und des Cafés von Heinrich Egge weitgehend unverändert erhalten. Das war allemal vorteilhafter für das historische Stadtbild als der von der Volksbank Elmshorn vorgenommene Abbruch der Häuser und der nachfolgende Neubau.
Es wurde die Chance vertan, die historischen Fassaden der Häuser in geeigneter Weise wieder herzurichten. Es fehlte beim Bauherrn sowie bei Verwaltung und Rat der Stadt die Sensibilität dafür, der Innenstadt von Wilster ihr schönes altes unverwechselbares Gesicht zu erhalten. Die Versuchung, vermeintlich modern sein zu wollen, hat schon viele Städte uniform gemacht!
Wie die Wiederherstellung historischer Fassaden in sehr überzeugender Weise gelingen kann, dafür hat zuvor das Textilhaus Reese mit seinen ebenfalls am Markt stehenden Häusern ein hervorragendes und nachahmenswertes Beispiel geliefert!

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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1916 - Markt, Ecke Op de Göten / Deichstraße, Hotel Wilstermarsch Haus

1916 Markt, Ecke Op de Göten / Deichstraße, Hotel Wilstermarsch Haus
Das Hotel Wilstermarschhaus hat gegenüber der Aufnahme von 1905 einen neuen und sein schönes Fachwerk stärker betonenden Anstrich erhalten.
Das dritte Gebäude (früher Textil Mangels) in der Deichstraße hat eine neu gestaltete Fassade mit einem asymmetrisch angeordneten Vorbau im Obergeschoß erhalten.
Auf der rechten Seite der Deichstraße im Anschnitt noch zu erkennen ist das „Warenhaus“ von Christian (Krischan) Haack.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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1919 - Deichstraße

1919 Deichstraße,
Blickrichtung Markt.
Die Straße ist mit Kopfsteinen aus Granit gepflastert, die Bürgersteige hingegen in diagonal verlegter Klinker-Pflasterung.
Auf der Fahrbahn steht eine für Wilster damals typische einachsige „Schott´sche Karre“ (eigentlich schottische Karre).
Hinter der Karre unterquert der seinerzeit noch offene Burggraben der alten Stadtgrenze die Straße, an der sich seinerzeit Haus bei Haus Geschäft an Geschäft reiht. Dieser Zustand bestand noch bis in die 1970er Jahre.
In alten Urkunden ist der "Borchgrawen" schon für die Zeit um 1400 belegt. Das Gewässer wurde wenige Jahre nach der Aufnahme verfüllt, nachdem die Stadt Wilster zuvor vor dem Oberverwaltungsgericht mit Urteil v. 20. März 1924 des III. Senats (V.B. 23/24) des I. Bezirksausschuß zu Schleswig im Streit mit dem Preußischen Staat in der Frage obsiegte, wonach letzterer für die Unterhaltung des Burggrabens zuständig sei (sh. Anm.). Der Preußische Staat hat danach offenbar die Verfüllung des Burggrabens veranlaßt.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

Anmerkung: Seinerzeit hatten Rat und Verwaltung der Stadt Wilster gegenüber dem Staat Preussen vor Gericht mit der Auffassung obsiegt, dass der Burggraben als Teil der Wilsterau anzusehen sei.
"Künstliche Nebenläufe eines natürlichen Wasserlaufes, die keinem selbständigen Sonderzweck dienen, teilen die rechtliche Eigenschaft des Hauptlaufes." *)
Auf einen etwaigen vormaligen Sonderzweck konnte es nicht ankommen, denn ein solcher bestand seit Jahrhunderten nicht mehr.
Deshalb lag die Zuständigkeit für die Gewässerunterhaltung des Burggrabens gleichfalls bei der für die Wilsterau verantwortlichen Preußischen Provinz Schleswig-Holstein. Vor diesem Hintergrund war es sechs Jahrzehnte später bezüglich des Gewässerteilstücks der Wilsterau am Rosengarten sehr bemerkenswert, dass Ratsmehrheit und Verwaltung der Stadt Wilster
mit einer diametral gegensätzlichen Auffassung gegenüber Gewässer-Anliegern argumentierte, diese wären künftig für die Gewässerunterhaltung zuständig, wenn sie sich gegen die Verfüllung des offenen Gewässers aussprechen würden.
Die von einem bei einer Oberen Wasserbehörde jahrzehntelang in Wasserrechtsverfahren (u.a. Plangenehmigungs- und Planfeststellungsverfahren) tätig gewesenen Diplom Ingenieur beratenen Anlieger konnten bewirken, dass der stadtgeschichtlich bedeutsame Gewässerarm der Wilsterau am Rosengarten und Helgenland erhalten wurde.

*) Das vollständige ausführliche Urteil liegt im Wortlaut in unseren Unterlagen vor.

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1920 - Saal im Konzerthaus an der Deichstraße (SF)

1920 Saal im "Konzerthaus" an der Deichstraße
Die Gaststätte "Konzerthaus" wurde seinerzeit von Hinrich Feldmann betrieben. Die Gaststätte war von Beginn an immer im Besitz dieser Familie.
Hinrich Feldmann hatte das Haus mit dem Saal bauen lassen; er starb Ende der dreißiger Jahre. Seine mit Heinrich Jacobs verheiratete Nichte Dora Feldmann übernahm mit ihrem Ehemann danach die Gaststätte.
Noch in den 1950er Jahren wurden auf der kleinen Bühne des Saales Theateraufführungen veranstaltet. Darüber hinaus wurden unterschiedliche Veranstaltungen - u.a. Versammlungen und Tanzveranstaltungen - auf dem Saal durchgeführt.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

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1923 - Manufakturwaren-Geschäft J. Mangels in der Deichstraße

1923 Manufakturwaren Geschäft an der Deichstraße
Das Manufakturwaren-Geschäft von J. Mangels in der Deichstraße gehörte lange Zeit zu den herausragenden Textilwaren Geschäften in Wilster.
Die Werbe-Ansichtskarte stellt auf Bild- und Anschriftenseite die Angebote und die Leistungen des im Hause Deichstraße 2 betriebenen Geschäftes dar.
Der auffällige Ziergiebel des Hauses, in welchem ab den 1960er Jahren das Textil-Geschäft von Theodor Andersen jun. betrieben wurde, besteht leider seit langer Zeit nicht mehr.

Bildrechte: nicht bekannt

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1925 - Saal im Konzerthaus an der Deichstraße

1925 Saal im "Konzerthaus" an der Deichstraße
Die zu Zwecken der Werbung genutzte Karte wirbt mit dem Aufdruck:
Club- und Ballhaus
200 Personen passend
Gast- und Logierhaus mit Centralheizung
Telefon Nr. 176
Bes. H. Feldmann
Die Gaststätte "Konzerthaus" wurde seinerzeit von Hinrich Feldmann betrieben; die Gaststätte war von Beginn an immer im Besitz der Familie Feldmann gewesen.
Hinrich Feldmann hatte das Haus mit dem Saal bauen lassen; er starb Ende der dreißiger Jahre. Seine mit Heinrich Jacobs verheiratete Nichte Dora Feldmann übernahm mit ihrem Ehemann danach die Gaststätte.
Noch in den 1950er Jahren wurden auf der kleinen Bühne des Saales Theateraufführungen veranstaltet. Darüber hinaus wurden unterschiedliche Veranstaltungen - u.a. Versammlungen und Tanzveranstaltungen, so auch solche der Kinder Gilde Wilster - auf dem Saal durchgeführt.
Insbesondere war das Haus Versammlungsstätte des Ortsvereins Wilster der Sozialdemokraten.

Bildrechte: nicht bekannt

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