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St. Margarethen - Gasthof Haack, Deichhäuser, Dorfstraße

1901 St. Margarethen - Gasthof Haack, Deichhäuser, Dorfstraße
oben links (Bild 2): Haack´s Gasthof - heutiges “Dolling – Haus”.
In dem Gebäude hat zuletzt Otto Dolling gemeinsam mit seiner Ehefrau, einer geborenen Haack, einen Getreidehandel betrieben. Das Ehepaar Dolling vermachte das Haus der Gemeinde, welches es sanierte und aktuell als Gemeindezentrum nutzt.
oben rechts (Bild 3): die sogenannten Deichhäuser auf dem Deich der Elbe;
zu der ungewöhnlichen deichfremden Nutzung einer Bebauung des Deiches war es im 17. Jht. nach einer zuvorigen Vordeichung gekommen, welche ihn zeitweilig zu einem Schlafdeich machte, der jedoch nach Aufgabe der Vordeichung 1686 wieder reaktiviert werden mußte.
Erst in der Folge der Sturmflut des Jahres 1976 wurde die aus Gründen der Deichsicherheit untragbare Situation beseitigt, indem der Deich in neuem Bestick verlegt wurde.
unten: Einmündung der Dorfstraße in die Hauptstraße.

Bildrechte: Verlag Heinrich Helwig, Brunsbüttel
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1910 - Wewelsfleth - Dienstfahrzeug HOOGE nach erfolgtem Stapellauf

1910 Wewelsfleth - Dienstfahrzeug HOOGE nach erfolgtem Stapellauf
Das für das Wasserbauamt Husum bestimmte Dienstfahrzeug HOOGE mit den technischen Abmessungen 12,00/10,00 x 3,70 x 1,30 m wurde 1910 unter der Baunummer 170 auf der Werft von Johann Junge in Wewelsfleth gebaut.
Die Abbildung zeigt die HOOGE auf der Stör nach erfolgreichem Stapellauf.
Über den endgültigen Verbleib des schönen Gaffelkutters konnten keine Informationen aufgefunden werden.
Die originale Bauzeichnung der HOOGE wird heute im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven verwahrt.
Das 3 Jahre später gleichfalls in Wewelsfleth auf der Junge Werft für das Wasserbauamt Norden in Ostfriesland gebaute etwas größere Schwesterschiff JUIST mit den technischen Abmessungen 12,00/15,50 x 4,00 x 1,00 lag im Jahr 2013 als Wrack am Liegehafen beim Störsperrwerk. Das durch mehrere untaugliche Umgestaltungen verunstaltete historische Schiff wurde 2014 abgewrackt.
Der seinen Heimathafen in der Schleusenkammer Kasenorter habende Segelkutter "FRITZ LEXOW" des Wilsteraner Eigners Thomas Wulf ist ein Nachbau des Kutters "JUIST" und kann dort als Zeugnis alter Handwerkskunst und des Könnes der ihn ursprünglich entworfen habenden Werft bewundert werden.

Bildrechte:
Ansichtskarte: Friedrich Schlüter, Wilster
Riss HOOGE: Quelle Deutsches Schifffahrtsmuseum Bremerhaven
Foto JUIST: C. Rieper (Quelle: Historischer Hafen Flensburg)

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1927 - Reethdachkate auf der Deicherde in Büttel an der Elbe

1927 Reethdachkate auf der Deicherde in Büttel an der Elbe
Die abgebildete Reethdachkate gehörte zu der Gruppe von drei kleinen Häusern, welche unmittelbar östlich der Bütteler Deichmühle auf der Deicherde standen.
Unter Deicherde verstand man nicht direkt das für den Deichbau erforderliche Bodenmaterial, sondern den vom Deichkörper eingenommenen und den vor und hinter ihm befindlichen Geländestreifen, von dem im Bedarfsfall der für den Deich erforderliche Boden entnommen werden konnte – die Deicherde war Gemeineigentum. Da sie somit nicht im Eigentum der Großgrundbesitzer, der Bauern, stand, haben sich auf ihr in früheren Zeiten die „kleinen Leute“, die Handwerker, Fischer und Tage-löhner mit ihren kleinen Katen angesiedelt.
Dieses kann man heute noch vielfach an verschiedenen Örtlichkeiten der Wilster-marsch nachvollziehen. Allerdings sind die für den Deichbau und für die Erhaltung der Wehrfähigkeit der Deiche zuständigen Gremien heute bemüht, sogenannte deichfremde Nutzungen aus dem Bestick der Hauptdeiche heraus zu halten.
Gehölze im eigentlichen Deich, so wie es auf dem Foto erkennbar ist, werden heute zu Recht im Bestick der Deiche nicht mehr geduldet. Zu groß ist die Gefahr, dass sich bei hoch auflaufenden Sturmfluten Sickerwasserwege entlang der Baumwurzeln ausbilden, gar bei Orkanboen die Bäume samt ihrem Wurzelteller aus dem Deich herausgebrochen werden und die Sickerwasserlinie dort in der Böschung austritt, wodurch gegebenenfalls bei Austrieb von Bodenbestandteilen ein Vollversagen des Deiches eingeleitet werden kann.

Bildrechte: nicht bekannt, sogen. Private Postkarte
Vergleichsfoto Quelle: Chronik Büttel

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1903 Büttel an der Elbe - Kate am Deichfuß des Elbdeiches

1903 Büttel an der Elbe - Kate am Deichfuß des Elbdeiches
Kate auf der Deicherde am östlichen Teilstück der Deichstraße.
Insgesamt ein Dutzend Peronen haben Aufstellung genommen, um sich vom Photographen mit ablichten zu lassen.
Die Deichkate links gehörte seinerzeit dem Pferdehändler Friedrich Lund, später gelangte sie in den Besitz von Hermann Prüß. Die rechts im Anschnitt erkennbare Kate ist diejenig von Amandus Dohrn, welcher sich einen Namen machte als Photograph, Musiker, Dichter, Kunstmaler und -zeichner.
Unter Deicherde verstand man nicht direkt das für den Deichbau erforderliche Bodenmaterial, sondern den vom Deich eingenommenen und den vor und hinter ihm befindlichen Geländestreifen, von dem im Bedarfsfall der für den Deich erforderliche Boden entnommen werden konnte – die Deicherde war Gemeineigentum. Da sie somit nicht im Eigentum der Großgrundbesitzer, der Bauern, stand, haben sich auf ihr in früheren Zeiten die „kleinen Leute“, die Handwerker, Fischer und Tagelöhner mit ihren kleinen Katen angesiedelt. Dieses kann man heute noch vielfach an verschiedenen Örtlichkeiten der Wilstermarsch nachvollziehen.
Allerdings sind die für den Deichbau und für die Erhaltung der Wehrfähigkeit der Deiche zuständigen Gremien heute bemüht, sogenannte deichfremde Nutzungen aus dem Bestick der Hauptdeiche heraus zu halten.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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1912 - Wewelsfleth - Zufahrt zum Vorland vor dem Deich der Stör

1912 Wewelsfleth - Zufahrt zum Vorland vor dem Deich der Stör
Auffahrt von dem kleinen dreiecksförmigen Vorland vor dem Deich der Stör zur Straße Deichreihe.
Im Vorland befanden sich Gärten und der Standort einer Werft, für welche heute die gesamte Fläche genutzt wird.
Die luftseitig des Deiches befindlichen Häuser stehen an der Straße Deichreihe, die sich als Straße Hohendeich weiter Richtung Uhrendorf hinzieht.
Der Straßenzug der Deichreihe westlich des einmündenden Weges bildete über lange Zeit die Deichlinie, bis in den Jahren 1956/57 die vom Deich- und Hauptsielverband Wilstermarsch der Deich in der Ortslage Wewelsfleth ertüchtigt wurde und dabei bereichsweise auch eine veränderte Linienführung erhielt

Bildrechte:
Bild 1 Ansichtskarte: Friedrich Schlüter, Wilster
Bild 3 Quelle: Messtischblatt Ausgabe 1880 -
Aufnahme 1879
Bild 4 Quelle: Google Maps 2021

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1917 - Leuchtturm Scheelenkuhlen - von bewaffneten Soldaten bewacht

1917 Leuchtturm Scheelenkuhlen - von bewaffneten Soldaten bewacht
Im I. Weltkrieg wurde der Leuchtturm Scheelenkuhlen, so wie auch alle anderen wichtigen Anlagen des Verkehrs, von bewaffneten Soldaten bewacht, um ihn gegen Sabotage durch gegnerische Kommandounternehmen zu schützen.
Der heute nicht mehr vorhandene Leuchtturm Scheelenkuhlen stand auf dem schar liegenden Deich der Elbe östlich des Kirchdorfes St.Margarethen.
Der 1897 errichtete und seinerzeit eine bereits 1880 errichtete Leuchtbake ersetzende Turm war bis 1979 in Betrieb und wurde in dem darauf folgenden Jahr beseitigt, nachdem modernere Anlagen außerhalb des Deichbesticks gebaut waren.
Der Name Scheelenkuhlen verweist auf die gefährliche Situation, die hier der beständig mahlende Strom der Elbe erzeugt. Wie an keiner anderen Stelle des großen Stromes gräbt sich hier die Elbe tief in den Untergrund. Scheel bedeutet gefährlich oder unberechenbar, Kuhle bedeutet Vertiefung.

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg

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1915 - Soldaten posieren auf der Marktstraße vor dem Alten Rathaus

1915 Drei Soldaten auf der Marktstraße vor dem Alten Rathaus
Die Marktstraße ist die der heutige Op de Göten.
Der Versender der als Feldpost gelaufenen Karte und womöglich einer der abgebildeten Soldaten schreibt u.a.: "....aus Schleswig-Holstein von einem Pferdetransport ....".
Hierzu ist anzumerken, dass seinerzeit in der Wilstermarsch nicht nur viele Pferde gezüchtet wurden, sondern mit Heinrich Auhage (* 1855 + 1928) in Wilster ein Pferdehändler ansässig war, der zeitweilig als der größte und wichtigste Remonten-Händler in Deutschland galt. Das stattliche Anwesen des Hofes Auhage stand an an der Neue Burger Straße. Das Anwesen wurde in den Jahren 1961/62 abgebrochen; der Hof war nach Landrecht ausgesiedelt worden. Die Flächen im Bereich der heutigen Jürgen-Heitmann-Straße wurden der Wohnbebauung zugeführt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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1930 - Holsteiner Pferde und ihr Pferdefleger

1930 Holsteiner Pferde und ihr Pferdefleger
Bis weit in die 1950er Jahre waren fast auf jedem Bauernhof der Wilstermarsch noch Pferde vorhanden.
Nicht wenige Bauern widmeten sich auch der Pferde-Zucht, insbesondere die der kräftigen Holsteiner, welcher auch überregional auf Zuchtschauen erfolgreich vorgestellt wurden. Wenn auch die Pferde seinerzeit vorrangig als Arbeitstiere gehalten wurden, so dienten sie doch auch als Reittiere – seinerzeit lernte jeder Bauernjunge das Reiten. Verwendet wurden unterschiedliche Pferderassen; schwere kräftige Tiere als Zugtiere, leichtere zum Reiten.
Abgebildet ist ein Pferdepfleger mit einer Stute und ihrem Fohlen.
Der die Karte versendet habende Pferdefleger Walter Weiermann stammt offenbar aus Nordrhein-Westphalen; eine Person gleichen Namens und wohnhaft in Husum wurde 1959 Mitglied im Fußballverein Husum 1918 zu einer Zeit, als die Pferdehaltung in der Wilstermarsch zunehmend stark zurückgegangen war. Der Familienname Weiermann ist in Schleswig-Holstein sehr selten.

Bildrechte: nicht bekannt  (sogenannte Private Postkarte

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1920 - In Wilster gezüchtetetes erfolgreiches Springpferd

In Wilster gezüchtetetes erfolgreiches Springpferd
Holstein: Brauner Wallach "Sylvester" geb. 1899 v. Jäger.
Besonders erfolgreiches Springpferd.
Reiter: Oberleutnant Martins. Züchter: Auhage, Wilster.
Züchter des Pferdes war offenbar der 1855 geborene und 1928 gestorbene Landwirt Heinrich Auhage, welcher Pferdezüchter und zeitweilig der bedeutendste Remonten-Händler Deutschlands und der größte Grundbesitzer der Wilstermarsch war. Vor dem Ersten Weltkrieg belieferte er vier Kaiserreiche mit seinen Pferden - „König von Wilster“ wurde er genannt.

Aus der Bildersammlung des Reichsverbandes für Zucht und Prüfung deutschen Halbluts, Berlin
Tiefdruck von O. Felsing, Charlottenburg

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1963 - Flethsee in der Gemeinde Landscheide - Hökerladen, Bahnhof, Gasthof

1963 Landscheide Flethsee
- oben links: Bäckerei und Gemischtwarenladen von Klaus Peters.
- oben rechts: die Abbildung der Ortspartie belegt die ländliche Struktur der Siedlung.
- unten links: Ortspartie am "Bahnhof St. Margarethen" an der vormaligen Strecke der Marschbahn, welche seit 1920 nur noch als Stichbahn von Wilster nach Brunsbüttel-Süd führt.
- unten rechts: "Fischer´s Gaststätte".
Von den vor einem halben Jahrhundert in den Dörfern der Wilstermarsch noch existierenden vielen Gaststätten und kleinen Einzelhandelsgeschäften hat kaum einer der Betriebe bis heute überlebt.

Bildrechte: Ansichtskartenverlag Walter Jappe, Lübeck

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1910 - Friedrichstadt - Denkmal zur Erinnerung an die Schleswig-Holsteinische Erhebung

1910 Friedrichstadt - Denkmal zur Erinnerung an die Schleswig-Holsteinische Erhebung
Denkmal der vor Friedrichstadt vom 29.09. bis 04. 10. 1850 gefallenen Offiziere und Mannschaften der Schleswig-Holsteinischen Armee.
In der letzten Phase der in den Jahren 1848 bis 1851 unternommenen Schleswig-Holsteinischen Erhebung zur Loslösung der Herzogtümer von Dänemark waren die Schleswig-Holsteiner auf sich allein gestellt, denn die Truppen Preußens und des Deutschen Bundes waren auf Druck der damaligen europäischen Großmächte zurück gezogen worden – ein trauriges und der damaligen politischen und territorialen Zersplitterung Deutschlands geschuldetes Geschehnis.
Am 4. Oktober 1850 wurde mit dem Versuch der Erstürmung des von den Dänen besetzten Friedrichstadt die letzte große Schlacht des Krieges geschlagen. Die Erhebung der Deutsch gesinnten Schleswig-Holsteiner war gescheitert.
Erst nach dem Krieg zwischen Preußen und Östereich gegen Dänemark Krieg fielen die Herzogtümer an Deutschland - in sehr vielen Orten wurden danach an die Erhebung erinnernde Denkmale errichtet. Das Denkmal in Wilster, welches in der Mitte des Friedhofs in Bischof stand, wurde in den 1950er Jahren beseitigt. Dieser Schritt missachtete in unverständlicher und resspektloser Weise die Geschichte des eigenen Bundeslandes und verleugnete ein herausragendes Ereignis seiner Historie.

Bildrechte: Ernst Klinger, Friedrichstadt

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1935 - Wilstermarsch Volksleben - Schalen, Schüsseln, Teller - Holsteinische Blink

1935 Wilstermarsch Volksleben - Schalen, Schüsseln, Teller - Holsteinische Blink
Die wohlhabenderen Haushalte in Stadt und Land präsentierten im vorletzten Jahrhundert gerne ihr aus Zinn, Keramik oder Porzellan bestehendes Geschirr - Schalen, Schüsseln, Teller - in offenen Buffet-Schränken (Bild 3 aus dem Jahr 1905).
Die in den Wohnstuben oder Wilstermarsch Stuben  glänzend zur Schau gestellte Pracht wurde vielfach als "Holsteinische Blink" bezeichnet und zumeist in den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts von Museen aufgekauft und ausgestellt (Bild 1).

Bildrechte
2024 AK: nicht bekannt. Signatur: T.S.N. Ser. 1318 (vermutlich: Verlag Theodor Stroefer, Nürnberg)
2028 AK: M. Glückstadt & Münden, Hamburg

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1959 - Nutteln - Geschäftshaus, Denkmal, Hof Birkenhain, Gastwirtschaft

1959 Nutteln - Geschäftshaus, Denkmal, Hof Birkenhain, Gastwirtschaft
- oben links: Wohn- und Geschäftshaus Gemischtwarenladen Wilhelm Delfs an der Dorfstraße.
Der kleine Dorfladen versorgte die nur etwa 250 Einwohner des kleinen Dorfes mit allen Waren des täglichen Bedarfs. Während die Ehefrau Mia Delfs den Hökerladen führte, übernahm der Ehemann die in dem Ladengeschäft zusätzlich geführte Poststelle und war zugleich Rendant der Spar- und Leihkasse Wacken; er fuhr auch über Land und lieferte Waren aus.
- oben rechts: Denkmal
- unten links: Hof Birkenhain des Bauern Werner Laackmann; Vorbesitzer war der Landwirt Rudolf Ehlers.
- unten rechts: Schankwirtschaft mit Saalbetrieb des Gastwirtes Detlef Ramm an der Chaussee L327 von Kleve nach Hochdonn

Bildrechte: Ansichtskartenverlag Wilhelm Jappe, Lübeck

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1928 - Nutteln - Hof Birkenhain

1928 Nutteln - Hof Birkenhain
Der westlich der Chaussee (heutige L327) von Kleve nach Hochdonn und an dieser gelegene stattliche Hof stand seinerzeit im Eigentum des Bauern Rudolf Ehlers und wurde von diesem auch bewirtschaftet.
Als nach dem von Deutschland verlorenen I. Weltkrieg eine tiefe Krise in den 1920er/1930er Jahren die deutsche Landwirtschaft erfaßte - Ursachen waren u.a. ausländische Konkurrenz, ungenügender Zollschutz, hohe Steuerlasten, Mißverhältnis zwischen den Preisen für Betriebsmittel und landwirtschaftliche Produkten, sehr hohe Zinszätze usw. - geriet auch der Hof Birkenhain in große wirtschaftliche Schwierigkeiten, weshalb er in der Folge in Konkurs ging.

Bildrechte: Foto-Versand Naunapper & Co., Hamburg

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1907 - Feier der Bürger Schützen Gilde Wilster - Funktionsträger rauchen aus langstieligen Tonpfeifen

1907 Feier der Bürger Schützen Gilde Wilster - Funktionsträger rauchen aus langstieligen Tonpfeifen
Funktionsträger der Gilde rauchen gemeinsam aus langstieligen Tonpfeifen.
Die Bürger-Schützen-Gilde in Wilster ist eine der ältesten Gilden in Schleswig-Holstein. Sie führt sich zurück auf die "broderscopp des Hilghen Lichnames der schutten", welche bereits im Jahre 1380 genannt wurde. Gilden waren früher in der Art von Versicherungen freiwillige Vereinigungen der Bürger zum gegenseitigen Schutz; sie pflegten auch die Geselligkeit untereinander sowie Belange der Tradition. In letzteren bestehen heute noch Anspruch und Aufgabe der Bürgergilde, wie sie in Wilster abkürzend genannt wird.
Die Wilsteraner Bürger Schützen Gilde griff seinerzeit die historische Handhabung des Rauchens aus langstieligen Tonpfeifen wieder auf, indem bei Treffen ihrer Funktionsträger das gemeinsame Rauchen aus den Tonpfeifen gepflegt wurde.
"Seit dem 17. Jh. waren die langen weißen Tonpfeifen der Holländer weit verbreitet. In der Wohnstube hatte man ein "Pfeiffenreck" an der Wand, ein Bord, auf dem eine Anzahl Pfeifen in Halterungen lag. Einem Gast bot man eine von ihnen an, die er aus dem auf dem Tisch stehenden Tabakstopf füllen durfte. An dem mit Glut gefüllten Kohlenbecken entzündete er ein Schwefelholz, mit dem er seine Pfeife in Brand setzte. War die Pfeife ausgeraucht, so brach der höfliche Gast das Stück des Stieles ab, das er im Mund gehabt hatte, und die Pfeife kam zurück an ihren Platz im Pfeifenreck, jedenfalls, solange sie hierzu noch lang genug war. Von diesem Brauch rühren die vielen Kalkstummel her, die man an manchen Orten findet, wohin sie im Abfall oder Müll gelangt sind."
Quelle: Detlefsen Museum, Glückstadt

Bildrechte. nicht bekannt

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1904 - Blick von der Schott-Brücke auf die Wilsterau und die Gebäude der Dampfbrauerei Lübbe

1904 Audeich, Wilsterau und Gebäude der Dampfbrauerei der Gebrüder Lübbe
An dem Standort der Brauerei befindet sich heute die Straße "An der Au".
Die Brauerei ist 1872 gegründet worden und wurde 1886 von P. Lübbe geführt, ab 1920 für wenige Jahre von den Geschwistern Lübbe.
Der markante Kühlturm wurde in der Zeit vor dem Aufkommen elektrisch betriebener Kühlaggregate für einen wichtigen Fertigungsprozeß bei der Herstellung von Bier genutzt. Die heiße im Sudhaus entstandene sogenannte Würze wurde in den Turm gepumpt und floß von dort durch als Kälteschlangen verlegte Rohrleitungen natürlich nach unten. Die Rohrleitungen wurden durch Packlagen aus Natureis geführt, welche das Produkt für den weiteren Gärvorgang auf etwa 6o C herabkühlten.
Das Natureis wurde alljährlich auf dem hinter den Gebäuden der Brauerei befindlichen sogenannten "Karpfenteich" gewonnen und in gut isolierten Eiskellern gelagert, um für das gesamte Jahr zur Verfügung zu stehen. Das in Kühlturm und Eiskellern entstandene Tauwasser floß in die Wilsterau ab.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

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1904 - Wewelsfleth - Straße Deichreihe

1904 Wewelsfleth - Straße Deichreihe
Blick von der Dorfstraße in die Straße Deichreihe.
Vor den Häusern der bis in die 1960er Jahre weitgehend nur einseitig bebauten Straße befand sich sich durchgehend eine Reihe regelmäßig beschnittener Windschutzgehölze.
Über den Zeitraum mehrerer Jahrhunderte waren die auf dem Deich an der Deichreihe stehenden Wohnhäuser in der Ortslage Wewelsfleth Bestandteil des Sturmflutschutzes. Im Deichverteidigungsfall mußten Türöffnungen und auch Fenster sowie die Zwischenräume zwischen den Gebäuden mit Dammbalken gegen eindringendes Wasser geschützt werden.
Sowohl aus Kostengründen und mangels eigener Einsicht wehrte sich die örtliche Bevölkerung mehrmals gegen die Verbesserung des Deichschutzes. Dieses auch vor dem Hintergrund, dass in früheren Zeiten die nahe der Elbe und der Stör liegenden Flächen im Bereich der Gemeinde durch Sedimentation deutlich höher aufgewachsen sind, als die weiter zurück liegenden Flächen der inneren Wilstermarsch, weshalb im Gegensatz zu dort länger dauernde Überflutungen in Flußnähe nicht zu besorgen waren.
Erst mit der Gründung des Deich- und Hauptsielverbandes Wilstermarsch setzten konkrete Bestrebungen ein, um den hinsichtlich der Wehrfähigkeit des Sturmflutschutzes unhaltbaren und unverantwortlichen Zustand an der Deichreihe zu beenden. Zu einem Zeitpunkt, als an eine Realisierung eines Sperrwerkes an der Mündung der Stör noch nicht gedacht werden konnte, haben dabei vorausschauende Ingenieure die Notwendigkeit der Verbesserung des Deichschutzes in der Ortslage von Wewelsfleth betrieben. Bevor es in den Jahren 1956 und 1957 zu den das Dorfbild einschneidend verändernden Baumaßnahmen kam, hatten die Vertreter des Deich- und Hauptsielverbandes Wilstermarsch und ihres Deichbauamtes sich mit vielen aus der Wewelsflether Bevölkerung kommenden Widerständen auseinander zu setzen. Jahrhunderte lang schließlich hatten in Wewelsfleth Häuser auf der Deichkrone gestanden, und es war kaum einmal etwas gravierendes passiert, und wenn doch, dann war es in der Erinnerung der Zeitgenossen verblaßt.
Selbst der wortgewaltige damalige Wewelsflether Pastor Hans Lohse wetterte von der Kanzel gegen das Vorhaben - es wurde dennoch gebaut.
Manch einer war verbittert über die Ignoranz der Fachleute, die mit ihrer Maßnahme den ungehinderten Blick auf die Stör verbauten. Dann kam die Sturmflut vom 16. Februar 1962 mit zuvor nicht für möglich gehaltenen Wasserständen. Das Dorf Wewelsfleth kam ohne größere Schäden davon - und mit ihm die gesamte innere Wilstermarsch. Pastor Hans Lohse dankte in einem offenen Brief in der Wilsterschen Zeitung den Deichbauingenieuren für ihre Weitsicht.

Bildrechte: Carl Kuskop. Wilster

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1907 - Wewelsfleth - Straße Neustadt, heutige Dorfstraße

1907 Wewelsfleth - Straße Neustadt, heutige Dorfstraße
- oben: Dorfstraße - damalige Straße "Neustadt" mit dem auf der gegenüber liegenden Straßenseite befindlichen Gebäude der Kirchspielsvogtei und dem Gasthof "Zur guten Hoffnung".
Das sehr interessante Gebäude, in welchem neben der Gastwirtschaft auch ein Festsaal mit Bühne betrieben wurde, besteht heute leider nicht mehr, das Haus brannte am 28. Januar 1973 vollständig ab. Zum Zeitpunkt der Aufnahme wurde in dem schönen das Ortsbild prägenden Gebäude die Gastwirtschaft "Zur guten Hoffnung" von Marcus Dunkel betrieben, welcher zugleich auch den Beruf des Viehhändlers ausübte.
Das daneben stehende Gebäude der ehemaligen und 1698 unter der Leitung von Vogt Peter Hellmann erbauten Kirchspielvogtei Wewelsfleth wurde 1970 von dem Schriftsteller Günter Grass erworben und im Jahre 1985 der Berliner Akademie der Künste als Stipendiaten-Haus überlassen; es führt seither den Namen Alfred-Döblin-Haus (nach dem bekannten Schriftsteller).
- unten: Blick von der Einmündung der Straße Deichreihe in die Neustadt, heutigen Dorfstraße.
Das Eckgebäude links ist der Gasthof des Gastwirtes und Schlachtermeisters Arthur Mahn. Der Betrieb ging 1932 in Konkurs; im Rahmen der vom Amtsgericht Wilster angesetzten Zwangsversteigerung erwarb der Kaufmann William Böttger, Glückstadt, den Grundbesitz. Das Gebäude ist heute nicht mehr vorhanden.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

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1918 - St. Margarethen - Schulhaus, Marktplatz und Kirche, Pastorat

1918 St. Margarethen - Schulhaus, Marktplatz und Kirche, Pastorat
- oben: Schule;
das nördlich der Hauptstraße stehende Schulhaus der seit 1600 bestehenden Schule des Kirchortes wurde im Jahre 1992 abgebrochen.
- mittig: Kirche - die um 1500 am St. Margarethen Tag (20. Juli) geweihte Kirche, welche dem Dorf den Namen gab.
als Marktplatz wird die Straßenaufweitung im Bereich der Dorfstraße bezeichnet
-  unten: Pastorat der ev.luth. Kirchengemeinde.
In dem Gebäude war ab 1921 einige Jahre eine "Höhere Privatschule" betrieben worden. Sie war eingerichtet worden auf Initiative von D. Dr. Wilhelm Jensen, Hauptpastor zu St. Margarethen, und dessen Ehefrau, die ein Examen für Lehrerinnen an höheren Mädchenschulen hatte und auch die Schule leitete.

Bildrechte: Carl Kuskop

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1943 - Wewelsfleth - Windmühle, Am alten Hafen, Dorfstraße

1943 Wewelsfleth  - Windmühle, Am alten Hafen, Dorfstraße
- oben: Windmühle an der Mühlenstaße, heute Humsterdorf
Die seinerzeit der heutigen Straße Humsterdorf den Namen gebende Kornwindmühle - eine Holländer Mühle ohne Galerie - in Wewelsfleth bestand bis in die 1930er Jahre. Heute trägt die frühere Mühlenstraße den Namen Humsterdorf nach dem vormaligen Ort, an dessen Stelle das frühere in der Elbe versunkene „Weuelesflethe“ um 1500 planmäßig verlegt worden war.
Im benachbarten Baugebiet erinnert der Straßenname Mühlenweide an den alten Mühlenstandort.
- mittig: Alter Hafen Wewelsfleth.
Der damalige Wewelsflether Hafen lag nicht unmittelbar an der Stör, sondern im Verlauf eines ehemaligen Priels, an dessen Einmündung in die Stör auch Werften betrieben wurden.
Heute erinnert der Name der Straße "Am Hafen" noch an die seinerzeitige und seither völlig veränderte Situation.
Früher legten hier kleine Fracht-Ewer an, welche die Aufgabe der heutigen Lastwagen erfüllten, denn sie beförderten in großer Zahl über das enge in den Niederungsgebieten vorhandene Netz der schiffbaren Gewässer (u.a. Elbe, Stör, Wilsterau, Burger Au, Flethe und Kanäle) die Güter.
Das am Hafen stehende Gasthaus von Carsten Dohrn verfügte über eine Durchfahrt für die mit der Kutsche anreisenden Gäste sowie über eine Kegelbahn.
- unten: Dorfstraße.
Rechts von dem hellen Gebäude, dem "Gasthof Sternberg" mündet die Straße Am Hafen ein.

Bildrechte. Carl Kuskop, Wilster

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