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ca. 1906 Blick auf den Markt und in die Straße Kohlmarkt.
In der hinten rechts erkennbaren Baulücke stand zuvor das Gebäude einer Bäckerei - nach deren Abbruch wurde hier das Gebäude der Spar- und Leihkasse (später Volksbank Wilster) errichtet, welches in den 1950er Jahren ebenfalls einem Neubau weichen mußte.
Im Vordergrund rechts das Gebäude von J. P. T. Andersen, es mußte einem 1912/13 erbauten neuen repräsentativen Geschäftshaus weichen.
Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg
1907 Der Blick durch die unbelaubten die Kirche umstehenden Kastanienbäume läßt die ganze beschwingte Eleganz des vom Hamburger Baumeister Ernst-Georg Sonnin geplanten Gottes-hauses der St. Bartholomäus-Kirche (gerne auch Sonnin-Kirche genannt) erkennen. Der schlanke Helm über dem achteckigen Turm (der Vorgänger-Kirche), der konkav geschwungene Anschluß an das Kirchenschiff mit seinen von Pilastern getrennten dem Licht geöffneten hohen Fenstern.
Bildrechte: Carl Kuskop, Ansichtskartenverlag, Wilster
1907 Nordseite des Marktplatzes mit Blick in die obere Burgerstraße. Die um die Kirche herum stehenden Kastanien stehen in voller Blüte.
Links im Vordergrund das Pastorat; es war im Jahre 1807 neu gebaut worden.
Vorne auf dem Platz zwischen den Bäumen - bei den zusätzlich zu den die Kirche umstehenden Kastanien nach dem Frieden 1871 gepflanzten "Friedens-Eichen" - wurde im Mai 1911 das aus großen Findlingen bestehende Denkmal an den deutsch-französischen Krieg von 1870/71 errichtet und eingeweiht (also 40 Jahre nach dem Krieg);
es wurde Mitte der 1950er Jahre in den Stadtpark versetzt.
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
1907 von rechts bieten sich dem Betrachter folgende Gebäude:
J.P.T. Andersen Söhne (wurde 1912 abgebrochen)
Barbier Frisier & Haarschneidesalon von Detlef Heesch
Bäckerei Johannes Starck
Conditorei & Caffee Heinrich Egge Pelz-, Hut- und Mützen-Handlung
Wilstermarsch Spar- und Leihkasse (Volksbank)
Haus des Organisten Heesch
Ganz links ist der obere Kohlmarkt mit der Schwan-Apotheke und dahinter das Gebäude mit dem späteren Lokal „bei Inge“ Leppien zu sehen.
Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
1907 Marktstraße (spätere Op de Göten) mit dem Wilster-Marsch-Haus
Blick von Am Markt in die Marktstraße.
Vor dem Hotel Wilster-Marsch-Haus an der Einmündung der Deichstraße in den Marktplatz stehen mehrere Gendarmen mit Pickelhaube und Säbel.
Auf der Marktstraße (der späteren Op de Göten) haben es sich vor dem seitlichen Eingang des Hotels einige Gäste auf Stühlen bequem gemacht. Links im Anschnitt das kurz danach für einen Neubau abgerissene Haus von J.P.T. Andersen.
Gut erkennbar ist das Gefälle vom Markt zur Wilsterau, die hinten beim Alten Rathaus die Straße unterquert.
Ganz im Hintergrund bereits Häuser in der Schmiedestraße; das für die Westbank errichtete Gebäude mit der dem Alten Rathaus nachempundenen Fachwerk-Fassade steht noch nicht.
Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg
Anmerkung: Eine kolorierte Fassung der Ansichtskarte wurde etwa drei Jahre später aufgelegt
1907 Blick vom Marktplatz in die Burgerstraße.
Auf der Ecke rechts ein damals der Kirchengemeinde Wilster gehörendes Gebäude (Archidiakonat), in dem u.a. die Gemeindeschwester ihr Domizil hatte.
Vor dem Gebäude eine Baumreihe, die sich auf der gesamten östlichen Seite des Marktplatzes bis zur Einmündung der Straße Kohlmarkt fortsetzte.
ganz links der Haarschneide-Salon von M. Wilkens.
Kraftfahrzeuge gab es damals kaum in Wilster – Lasten wurden mit dem Fuhrwerk transportiert.
Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg
1907 Ringreiter-Verbandfest in Wilster
Angeführt von den mit Schärpen ausgezeichneten Ring-Reiter-Königen zieht von der Marktstraße (der heutigen Op de Göten) der Festumzug der Reiter über die Westseite des Marktplatzes, die Straße ist gesäumt mit festlich gekleideten Menschen.
Das Ringreiten hat eine alte Tradition in der Wilstermarsch; in mehreren Durchgängen stechen die Reiter mit einer Lanze nach dem an einer Leine aufgespannten Ring und ermitteln ihren Besten.
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
1907 Ringreiter-Verbandfest in Wilster;
der Festumzug der Reiter hat an der südwestlichen Seite des Marktplatzes vor der Einmündung der markt-Straße (heutige "Op de Göten") und dem Hotel "Stadt Hamburg"" Aufstellung genommen.
Die Reiter führen ihre Standarten mit; die Könige sind mit Schärpen geschmückt.
Eine große Anzahl festlich gekleideter Menschen schaut dem Aufzug zu.
Das Ringreiten hat eine alte Tradition in der Wilstermarsch; in mehreren Durchgängen stechen die Reiter mit einer kurzen Lanze nach dem an einer Leine aufgespannten Ring und ermitteln ihre Sieger – die Ringreiter Könige.
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
1907 südöstliche Ecke des Marktplatzes und Blick in die Einmündung der Straße Kohlmarkt.
Der hier sichtbare Abschnitt der Straße Kohlmarkt bis zum ursprünglichen kleinen dreieckigen platzartigen Kohlenmarkt hieß zeitweilig Neuenburgstraße in der fälschlichen Annahme, daß an dieser erhöhten Stelle östlich des Marktes eine neue Burg gestanden habe, deren Vorläufer man – ebenfalls wohl fälschlich – an der Zingelstraße vermutete.
Ganz rechts das Haus des Organisten Heesch, welches 1969 einem Neubau der Volksbank Wilster (zuvor Wilstermarsch Spar- und Leihkasse) zum Opfer fiel.
Dann das Geschäftshaus von Tabakwaren-Thode (danach Schütt).
Danach das eindrucksvolle Gebäude der Schwan-Apotheke (Apotheker Fritz Erdmann, später Hans E. Plambeck), deren Privileg im Jahre 1660 erteilt wurde.
Das nächste Gebäude ist die Gaststätte "Marschkrug". Der „Marschkrug“ von Heinrich Schlüter (genannt "Hein Nüdlich" nach seinem Spruch:"Oh, is dat nüdlich!"), danach Jahrzehnte lang auch unter dem Namen "Bei Inge" von Inge Leppien betrieben, war insbesondere in den 1960er Jahren eine bei jungen Leuten sehr beliebte Gaststätte, gab es doch zu der Zeit in Wilster keine Diskotheken und auch nur relativ selten Tanzveranstaltungen.
An der Stelle des folgenden Gebäudes wurde nach dessen Abbruch ein Gebäude errichtet, dessen Fassade sehr gewollt an die Fassade des Neuen Rathauses erinnert – sowohl Dachform als auch Anordnung der Fenster und der Tür sowie die Gliederung sind identisch. In ihm war nach dem II. WK bis Ende der 1960er Jahre die Städtische Sparkasse (aufgegangen in die Verbandssparkasse) untergebracht; 1968 hatten die Städtische Sparkasse und die Wilstermarsch Sparkasse fusioniert.
Das Untergeschoß wurde später umgestaltet und zunächst als Möbelausstellungsladen genutzt.
In dem links an der Einmündung der Straße Kohlmarkt in den Marktplatz stehenden Eckgebäude mit dem die Fassade krönenden Türmchen hatte der Juwelier Otto Voje sein Geschäft.
Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg
1908 Ein interessanter Blick vom Kirchturm auf die Marktstraße (spätere Op de Göten) und auf die rechts vom Marktplatz abgehende Deichstraße (ehemalige Kehdinger Straße).
Links vor den Häusern der marktstraße gut erkennbar ist die lange zur Wilsterau herab führende Rampe.
Halbrechts im Hintergrund zwischen den beiden hohen Schornsteinen ist die ehemalige Stadt Mühle zu erkennen.
Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
Die Straße ‚Op de Göten“ hieß früher Marktstraße denn mit Op de Göten wurde nur der Bereich auf der Brücke über den Stadtarm der Wilsterau bezeichnet, wo sich das vom Marktplatz abfließende Regenwasser in die Au ergoß.
In dem links neben dem Alten Rathaus stehenden sogenannten Balkenhaus war nach dem II. Weltkrieg das Polizei-Revier untergebracht; das schöne uralte Fachwerk-Gebäude fiel 1960 leider bei einer Optimierung der Kurve zur Schmiedestraße einer verbesserten Verkehrsführung zum Opfer. Eine Erhaltung oder ein Wiederaufbau dieses schönen Gebäudes an anderer Stelle wurde von den städtischen Gremien unverständlicherweise nicht einmal in Erwägung gezogen.
Bildrechte: Verlag v. L. Behning, Wilster
1908 südliche Häuserzeile am Markt und oberen Kohlmarkt.
Von rechts bieten sich dem Betrachter folgende Gebäude: - Bäckerei Johannes Starck
- Conditorei & Caffee Heinrich Egge
- Wilstermarsch Spar- und Leihkasse
- Haus des Organisten Heesch (es wurde 1969 in Zusammenhang mit einem Neubau der Volksbank beseitigt)
– Geschäftshaus von Tabakwaren-Thode (danach Schütt).
- Schwan-Apotheke (Apotheker Fritz Erdmann, später Hans E. Plambeck), deren Privileg im Jahre 1660 erteilt wurde.
- Gaststätte "Marschkrug". Der „Marschkrug“ von Heinrich Schlüter, welcher später Jahrzehnte lang auch unter dem Namen "Bei Inge" von Inge Leppien betrieben wurde; er, war insbesondere in den 1960er Jahren eine bei jungen Leuten sehr beliebte Gaststätte, gab es doch zu der Zeit in Wilster keine Diskotheken und auch nur relativ selten Tanzveranstaltungen.
An der Stelle des folgenden Gebäudes wurde nach dessen Abbruch ein Gebäude errichtet, dessen Fassade sehr gewollt an die Fassade des Doos´schen Palais (Neue Rathaus) erinnert – sowohl Dachform als auch Anordnung der Fenster und der Tür sowie die Gliederung sind identisch. In ihm war nach dem II. WK bis Ende der 1960er Jahre die Städtische Sparkasse (aufgegangen in die Verbandssparkasse) untergebracht; 1968 hatten die Städtische Sparkasse und die Wilstermarsch Sparkasse fusioniert. Das Untergeschoß wurde später umgestaltet und zunächst als Möbelausstellungsladen genutzt.
In dem links an der Einmündung der Straße Kohlmarkt in den Marktplatz stehenden Eckgebäude mit dem die Fassade krönenden Türmchen hatte der Juwelier Otto Voje sein Geschäft.
Bildrechte: Verlag Ludwig Behning, Wilster
1908 Markt, Kirche
Wochenmarkt im Sommerhalbjahr in Wilster auf dem Marktplatz.
Im Schatten der hohen die St. Bartholomäus-Kirche umstehenden Kastanienbäume wurde früher der Wochenmarkt abgehalten.
Angeboten wurden überwiegend ländliche Erzeugnisse, welche mit ein- oder zweispännigen Leiterwagen oder Ackerwagen in die Stadt gebracht worden waren.
Wie man auf dem Bild erkennen kann, blieben während der Marktzeit die Pferde manchmal sogar angespannt.
Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster
1909 Gast- und Logierhaus "Schweizerhalle" am Markt, Ecke Zingelstraße.
In der westlichen Ecke des Marktes an der Einmündung der Zingelstraße - sie führte seinerzeit den Namen Schulstraße - steht der Gasthof von Hermann Stücker. Der Besitzer steht in der Tür seines Lokals, vor welchem ein Kutscher mit einer einspannigen einachsigen Kutsche (Tilbury) Halt gemacht hat.
Hermann Stücker war auch als Viehhändler tätig; die zugehörigen Stallungen befanden sich an der Zingelstraße.
Nach ihm übernahmen sein Sohn Karl Stücker und dann dessen Tochter Hilge, verheiratet mit Egon Hoinke, den Betrieb.
Links geht der Blick in die heutige Zingelstraße, an deren Ende die 1897 für den Wilsteraner Fabrikanten Marcus Schütt, Mitinhaber der in Rumfleth gelegenen Lederwerke „Falk & Schütt“ errichtete repräsentative Jugendstil-Villa gelegen ist.
Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster
1909 Pferdemarkt im Winterhalbjahr in Wilster auf dem Marktplatz.
Der Turm der Vorgängerkirche wurde beim Bau (Weihe am 02.Juli 1780) der St. Bartholomäus-Kirche übernommen, wobei das neue Kirchenschiff allerdings aus der üblichen Ost-West Ausrichtung der Achse heraus in die Längsachse des Marktplatzes gedreht wurde. Der Helm des alten Turmes wurde um 4,30m höher geschraubt; die Spitze des Turmes war von Anfang an etwas schief (vermutlich infolge Drehwuchs der verwendeten Hölzer).
Bildrechte: Verlag v. Karl Kuskop, Wilster
1909 Markt mit der südlichen Häuserzeile.
Links das kurz zuvor errichtete und mit einer sehr aufregenden Fassade gestaltete Gebäude der Wilstermarsch Spar- und Leihkasse;
in dem angrenzenden Haus von Heinrich Egge wird eine Conditorei & Caffee betrieben (zuvor wurde dort auch eine Pelz-, Hut- und Mützen-Handlung betrieben).
Rechts daneben das Haus mit der Bäckerei von Johannes Starck, welches in den 1960er Jahren auch baulich – in architektonisch nicht überzeugender Weise – mit dem Café Egge verbunden wurde.
Im anschließenden Haus wurde offenbar ein Tabak Waren Geschäft betrieben.
Das Gebäude ganz rechts mußte dem 1912/13 errichten imposanten Gebäude des Textil Geschäfts von J.P.T. Andersen weichen.
Bildrechte: C. Günther, Wilster
1909 Auf der Südseite des Marktplatzes direkt vor der Kirche findet ein Viehmarkt statt.
Anläßlich des Viehmarktes kamen viele Landwirte und Viehhändler in die Stadt. Man reiste seinerzeit mit der Bahn oder mit der von Pferden gezogenen Kutsche.
Aus dem Bild wird deutlich, daß Wilster in früheren Zeiten einen großen Bedarf an Hotels und Gaststätten mit Ausspann hatte, d.h. Unterstell- und Versorgungsmöglichkeiten für die Pferde.
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
1910 Der Turm der Vorgängerkirche wurde beim Bau der St. Bartholomäus-Kirche (gerne auch Sonnin-Kirche nach dem Baumeister Ernst-Georg Sonnin genannt) übernommen, wobei das neue Kirchenschiff allerdings aus der klassischen Ost-West Achse heraus in die Längsachse des Marktplatzes gedreht wurde. Der Helm des alten Turmes wurde um 4,30m höher geschraubt; die Spitze des Turmes war von Anfang an etwas schief. Unter den blühenden Kastanien Verkaufsstände; hier fand über einen langen Zeiraum der Wochenmarkt statt.
Bildrechte: Verlag v. L. Behning, Wilster
1910 Kirche, Marktplatz
Bei der offenbar am 24.08.1923 erworbenen Ansichtskarte handelt es sich um eine nachträglich kolorierte Aufnahme aus der Zeit vor 1910.
Unter den blühenden die Kirche umsäumenden Kastanien sind Verkaufsstände erkennbar; hier fand über einen langen Zeitraum der Wilsteraner Wochenmarkt statt.
Beim Bau der St. Bartholomäus-Kirche (gerne auch Sonnin-Kirche nach dem Baumeister Ernst-Georg Sonnin genannt) war der Turmsockel der Vorgänger-Kirche übernommen worden, wobei das neue Kirchenschiff allerdings aus der klassischen Ost-West Achse heraus in die Längsachse des Marktplatzes gedreht wurde.
Der Helm des alten Turmes wurde um 4,30m höher geschraubt; die Spitze des Turmes war von Anfang an etwas schief.
Bildrechte: Die Ansichtskarte erschien im Verlag Carl Göttsche, Wilster
das Foto stammt offensichtlich von: L. Behning, Wilster
ca. 1910 Mehrbildkarte mit 10 Miniaturen
die Fotographien sind teilweise offenbar älteren Datums.
Die FotographienMiniaturen zeigen von oben links beginnend: Westseite Marktplatz;
Südseite des Marktplatzes (mit Blick in den Kohlmarkt bzw. zeitweilige Neuenburgstraße);
Blick über den Rosengarten auf die Kirche (St. Bartholomäus-Kirche);
Marktstraße (spätere „Op de Göten“);
Wilsterau am Rosengarten mit dem Kühl´schen Speicher;
Neues Rathaus (mit der verunstalteten Fassade);
Kirche mit Pferdemarkt;
Wilstermarschhaus an „Op de Göten und Deichstraße;
Altes Balkenhaus und Altes Rathaus;
Altes Rathaus.
Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
1910 Op de Göten, Markt, "Hotel Wilstermarsch Haus"
Das rechts im Vordergrund abgebildete Hotel Wilstermarsch-Haus war wohl das größte Hotel in Wilster. Das Gebäude wurde bei dem Terror-Angriff anglo-amerikanischer Bomber während des II. Weltkrieges am 15. Juni 1944 durch Bombenwirkung stark beschädigt. Nachdem es danach einige Jahre behelfsweise als Wohngebäude genutzt wurde, entstand nach seinem in 1952 erfolgten Abbruch hier in den Jahren 1956/57 ein neues Wohn- und Geschäftshaus (zunächst Albert Gutsche Kolonialwaren, danach Reese´s Junior Shop).
Bildrechte: Verlag L. Behning, Wilster
1910 Vor dem Hotel Wilster-Marsch-Haus an der Einmündung der Deichstraße in den Marktplatz stehen mehrere Gendarmen mit Pickelhaube und Säbel.
Auf der Marktstraße (der späteren Op de Göten) haben es sich vor dem seitlichen Eingang des Hotels einige Gäste auf Stühlen bequem gemacht (hinter der jungen Frau im rosa Kleid).
Links im Anschnitt das kurz danach für einen Neubau abgerissene Haus von J.P.T. Andersen.
Gut erkennbar ist das Gefälle vom Markt zur Wilsterau, die hinten beim Alten Rathaus die Straße unterquert.
Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg
ca. 1911 Café Schöne in der Schulstraße, der heutigen Zingelstraße
Vor einhundert Jahren betrieb Friedrich Schöne im Hause Schulstraße 2 (der heutigen Zingelstraße) eine Konditorei mit einem angeschlossenen Café.
Nachweislich einer anderen und aus der Zeit stammenden Ansichtskarte war über dem Eingang des Hauses ein Kringel als Zeichen der Bäcker angebracht; der Firmeninhaber arbeitete offenbar nicht nur als Konditor sondern ging auch dem Gewerbe eines Bäckers nach.
Das Café wurde etwas später ausgelagert in ein neu errichtetes Gebäude, welches zwei Bauplätze oberhalb in dem bereits zum Markt gehörigen Bereich stand. Die Backstube blieb jedoch weiterhin im Hause Schulstraße (Zingelstraße) 2.
Das am Markt im Stil des Klassizismus errichtete Gebäude des "Café Schöne" wurde Anfang der 1970er Jahre leider auf Veranlassung der Verbandssparkasse Wilster abgebrochen, Überlegungen und Anstrengungen zur Erhaltung zumindest der schönen Fassade wurden nicht angestellt – ein stilloser Frevel am Wilsteraner Stadtbild!
Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster
1911 Geschäftshaus Juwelier Voje am Markt
In dem an der Einmündung der Straße Kohlmarkt in den Marktplatz stehenden Eckgebäude mit dem die Fassade krönenden Türmchen hatte der Juwelier Otto Voje sein Geschäft.
Rechts geht der Blick in den Kohlmarkt.
Das Foto wurde von dem Sohn Max des Otto Voje aufgenommen, wie er selbst auf der Schriftseite der Karte es ausführt gegenüber seiner zu der Zeit in Osterholz-Scharmbek bei der hoch angesehenen jüdischen Familie Davidsohn Dienst verrichtenden Schwester Emma Voje.
Bildrechte: Max Voje, Wilster
Die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte (Bild 3) zeigt gleichfalls ein ähnliches Eckgebäude, in welchem nachweislich des Namens über der Tür und der Auslagen im Schaufenster der Juwelier M. H. Voje (wohl ein Verwandter der Wilsteraner Voje) sein Geschäft betrieb. Das abgebildete Haus steht in Winsen a.d. Luhe in der Deichstr. 4
Es wurde 1891 erbaut. Nach Aussage der dortigen Museumsdirektorin soll es zwei Brüder (Voje) gegeben haben, einer in Wilster, der andere in Winsen, beide von Beruf Goldschmiede.
(Freundlicher Hinweis durch Milan Cybulski; Seevetal)
Bildrechte: nicht bekannt
Bild 4 zeigt eine über 100 Jahre alte goldene Damen-Uhr aus dem Geschäft des Juweliers Otto Voje in Wilster.
1912 Ein Zeppelin fliegt über Wilster.
Anscheinend hat hier der Photograph bei der Gestaltung des Bildes etwas nachgeholfen. Der Zeppelin wurde offenbar in das Bild hinein kopiert; die Kinder schauen jedenfalls in die falsche Richtung zum Himmel. Es existieren aus der damaligen Zeit von Orten aus der Wilstermarsch einige Photos, auf welchen der Zeppelin in identischer Größe und aus dem gleichen Blickwinkel betrachtet abgebildet ist - siehe dazu das zum Vergleich hier dargestellte Foto mit dem Zeppelin über dem Elbe Deich bei Brokdorf (Bild 3).
Es sind folgende Häuser abgebildet:
Hinten links ist unter dem Bäumen das an der Einmündung der Deichstraße stehende Hotel „Wilstermarschhaus“ erkennbar.
An der Ecke zur Deichstraße steht das heute noch bestehende Geschäft von Christian Haack (von den Wilsteranern "Klein Karstadt" genannt".
Dann folgt noch vor dem zum Stadtpark führenden Bartholomäus Gang das Hotel „Stadt Hamburg“.
Darauf folgend der Gasthof „Zur Börse“ von Johannes Ruge,
das Comptant Geschäft von Wilhelm Reese (der Name besagte, daß Waren bar zu bezahlen waren),
dann eine Geschäft für Eisen, Stoffe, Kurzwaren, Colonialwaaren, Taback, Cigarren (interessant sind die damaligen Schreibweisen für die Worte Waren und Zigarren) .
In das Gebäude rechts zog später die „Wilstermarsch Sparkasse“ (heutige Verbandssparkasse) ein; der von der Sparkasse in den 1970er Jahren vorgesehene Abriß der schönen reich gegliederten Fassade des Hauses konnte durch die Einschaltung des Landes-Konservators verhindert werden, weshalb das Fassaden-Ensemble der hier abgebildeten Häuser erhalten blieb.
Bildrechte (Bild 1): Karl Kuskop, Wilster
Bildrechte (Bild 2): Karl Kuskop, Wilster
Die ergänzend abgebildete Ansichtskarte (Bild 2) verdeutlicht, daß es sich bei dem Zeppelin um das Luftschiff LZ 13 "HANSA" handelt, welches im Jahre 1912 in Dienst gestellt wurde und und noch in demselben Jahr mehrmals über Schleswig-Holstein fuhr (bei Zeppelinen spricht man nicht von "fliegen", sondern von "fahren"); diese Karte befindet sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen
ca. 1912 Hotel "Stadt Hamburg" am Markt
In dem zwischen dem Gebäude von Christian Haack und dem vom Markt zum Stadtpark führenden Bartholomäusgang gelegenen Gebäude (in den oberen Etagen ist dessen Fassade heute noch weitgehend unverändert). war das „Hotel Stadt Hamburg“ untergebracht (danach Fahrradhandel Wittrock, Elektro-Kühl, heute Bäckerei).
Die Koffer der Gäste wurden seinerzeit noch auf einer Schott´schen Karre befördert;
interessant ist die einziffrige Telephon-Nummer 8
Bildrechte: Verlag L. Treichel, Altona
1912 Ein Zeppelin - wahrscheinlich das Luftschiff LZ 13 "HANSA" - fliegt über Wilster.
Links, offenbar auf dem Dach des am Markt stehenden damaligen Hotel „Stadt Hamburg“ mit dem davor stehenden hohen Flaggenmast, sowie rechts auf dem Dach der Drogerie Meyer versuchen mehrere Personen offenbar dem Zeppelin recht nahe zu kommen.
Vermutlich dient auch der Flaggenschmuck an den Gebäuden der Begrüßung des riesigen Gastes, welcher am 30.07.1912 seine erste Fahrt machte.
Bild 3 zeigt den Zeppelin in der vom Audeich aus gesehenen Totale über Wilster.
Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
1913 Markt und Marktstraße - Geschäftshaus J.P.T. Andersen
Das kurz zuvor fertiggestellte und in den Jahren 1912/13 erbaute Geschäftshaus der Firma J.P.T. Andersen Söhne beherrscht die Südseite des Marktplatzes.
Rechts daneben in der damaligen Markt Straße (heutige Op de Göten) das 1896 errichtete prächtige Gebäude der Drogerie Meyer mit seiner aufwendigen Klinker-Fassade und dem Turm-Giebel ;
anschließend das „Holsteinische Haus“ von Hanne Holm;
an der Ecke Deichstraße und Op de Göten das Hotel „Wilstermarschhaus“ mit der schönen Straßenlaterne.
Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
Das in den Jahren 1912/13 erbaute Geschäftshaus der Firma J.P.T. Andersen Söhne beherrscht die Südseite des Marktplatzes. Rechts daneben das 1896 errichtete prächtige Gebäude der Drogerie Meier mit seiner aufwendigen Klinker Fassade und dem Turm-Giebel und anschließend das „Holsteinische Haus“ von Johannes (Hanne) Holm; an der Ecke Deichstraße und Op de Göten das Hotel „Wilstermarschhaus“ mit der schönen Straßenlaterne.
Bildrechte: Verlag Carl Hencke, Buchdruckerei, Wilster
ca. 1914 Marktplatz und Marktstraße (heutige Op de Göten)
Das in den Jahren 1912/13 erbaute Geschäftshaus der Firma J.P.T. Andersen Söhne beherrscht die Südseite des Marktplatzes.
Rechts daneben in der damaligen Marktstraße (heutige Op de Göten) das 1896 errichtete prächtige Gebäude der Drogerie Meier mit seiner aufwendigen Klinker-Fassade und dem Turm-Giebel
und anschließend der Gasthof „Zum Holsteinischen Haus“ von Johannes ("Hanne") Holm;
im Anschnitt an der Ecke Deichstraße und Op de Göten das Hotel „Wilstermarschhaus“ mit der schönen Straßenlaterne.
Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
1914 Oberer Markt und Bäckerstraße - heutige Rathausstraße
Die um 1914 verausgabte Ansichtskarte zeigt mit der Bezeichnung "Alt-Wilster" eine Situation, die zu genanntem Zeitpunkt bereits stark verändert war.
Auf der zweigeteilten Karte zeigt die obere Ansicht die zum Zeitpunkt der Ausgabe der Karte bereits stark veränderte Häuserzeile auf der südöstlichen Seite des Marktes mit der Einmündung des Kohlmarktes - dieser Bereich wurde offenbar zu dem Zeitpunkt als "Oberer Markt" bezeichnet.
Die untere Ansicht zeigt die schmale damalige Bäckerstraße - heutige Rathausstraße - im Bereich des Doos´schen Palais (Neues Rathaus), dessen Front noch nicht die zwischenzeitlich vorhanden gewesene neugotische Verschandelung aufweist.
Links ist die Einmündung der Blumenstraße zu erkennen.
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Die vorgestellte Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen
1915 Markt südliche Häuserzeile und Blick zur Deichstraße
Seit einem Jahrhundert prägt die Häuserzeile in einer heute noch unverkennbaren Weise das Bild des Marktplatzes.
In dem links stehenden Gebäude hatte seinerzeit die Wilstermarsch Spar- und Leihkasse ihre Geschäftsräume; danach die Volksbank Wilster, welche das Haus 1953 modernisierte und 1969 unter Einbeziehung des links davon stehenden Gebäudes (nicht im Bild) völlig umgestalten ließ.
Dann folgt das Gebäude der Conditorei & Caffee Heinrich Egge,
dahinter die Bäckerei Johannes Starck,
der Barbier Frisier & Haarschneide-Salon von Detlef Heesch,
das Geschäftshaus Andersen.
Gegenwärtig (2011) besteht die Erwartung, daß das Geschäftshaus Andersen nach einer längeren Zeit des Leerstandes eines Teiles der unteren Etage einer Nutzung zugeführt wird, welche die Innenstadt von Wilster in angemessener Weise bereichert.
Das zu Beginn des Jahres 2011 ausgebrannte Cafe Egge gehörte zu den ältesten gastronomischen Betrieben in Wilster. Seit den 1950er Jahren war der Inhaber Hans Egge, von der Wilsteranern freundlich gemeint als „Hans Cremeschnitt“ bezeichnet, wie seither auch das Café eine Institution in Wilster. Das Gebäude wurde bei einem Umbau Anfang der 1970er Jahre mit dem daneben stehenden Gebäude der vormaligen Bäckerei Starck im Untergeschoß zusammengebaut. Bei dem aus praktischen Erwägungen vorgenommenen Umbau im Inneren der Gebäude wurde leider auch dem Zeitgeist entsprechend im Untergeschoß der Häuser eine Fassade geschaffen, die in unharmonischer Weise die schönen Fronten der alten Häuser zerstörte. In ihren Obergeschossen sind die sehr schön gegliederten Fassaden der Bäckerei von Johannes Starck und des Cafés von Heinrich Egge jedoch heute noch weitgehend unverändert erhalten. Dem Vernehmen nach plant die Volksbank Elmshorn für ihre Zwecke einen Umbau der beiden Gebäude.
Es ist sehr zu wünschen, wenn die Chance genutzt wird, die historischen Fassaden der Häuser in geeigneter Weise wieder herzurichten. Verwaltung und Rat der Stadt sind gefordert, ihren Einfluß geltend zu machen und die Investorin entsprechend zu sensibilisieren.
Es ist großer Wert darauf zu legen, daß die Innenstadt von Wilster ihr schönes altes unverwechselbares Gesicht behält. Die Versuchung, vermeintlich modern sein zu wollen, hat schon zu viele andere Städte uniform gemacht!
Wie die Wiederherstellung historischer Fassaden in sehr überzeugender Weise gelingen kann, dafür hat das Textilhaus Reese mit seinen ebenfalls am Markt stehenden Häusern ein hervorragendes und nachahmenswertes Beispiel geliefert!
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Die Abbildungen der Ansichtskarten wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen
ca. 1915 Südseite des Marktplatze
Das in den Jahren 1912/13 erbaute Geschäftshaus der Firma J.P.T. Andersen Söhne beherrscht die Südseite des Marktplatzes.
Das im Hintergrund rechts zu sehende Gebäude (mit den spitzen Türmchen) in einem umwerfenden Beispiel für architektonischen Eklektizismus ist das um 1906 errichtete Gebäude der Wilstermarsch Spar- und Leihkasse – spätere Volksbank, es wurde 1953 modernisiert und 1969 völlig umgebaut.
Bildrechte: Verlag von L. Behning
Die Feldpostkarte von 1915 (aus dem I. Weltkrieg) zeigt
rechts oben: die damalige Neuenburgstraße (oberer Kohlmarkt ) mit der Schwan-Apotheke, links die in ihren Fassaden nach hundert Jahren noch gut erhaltenen Gebäude auf der Westseite des Marktplatzes, hinter denen die hohen Schornsteine der Lederfabriken erkennbar sind;
die rechte Ansicht wird beherrscht von dem 1912/1913 errichteten Neubau der Firma J.P.T. Andersen Söhne und dem 1896 errichteten prächtigen Gebäude der Drogerie Meier.
Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
Die Feldpostkarte von 1915 (aus dem I. Weltkrieg) zeigt rechts das Hotel Wilstermarsch-Haus, vor welchem ein Automobil – sicherlich eines der ersten in Wilster – gegen die Fahrtrichtung geparkt ist.
In der Straße ein Pferdefuhrwerk.
Vor dem Eingang des Hotels ist durch transparente eiserne Gitter der Aufstellplatz für zwei Tische mit Stühlen vom Bürgersteig abgetrennt.
Links im Anschnitt der Neubau von J.P.T. Andersen.
Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
1915 Zingelstraße, nordwestliche Ecke des Marktes
Nordwestlichen Ecke des Marktplatzes mit Blick in die heutige Zingelstraße, die seinerzeit noch Schulstraße hieß, denn seit Jahrhunderten lag sowohl die Stadtschule (am Ende der Straße links, hier nicht erkennbar) als auch das Haus mit den Lehrerwohnungen (links das Haus mit der langen zur Straße hin gewandten Traufseite) an dieser Straße;
Zingel wurde offenbar nur der untere Teil genannt, der über den Burggraben (den Zingel) führte.
Anzumerken ist hier, daß "Singel" in der Niederländischen Sprache für einen "Ringgraben" steht. Es liegt daher nahe, daß der alte Name der Zingelstraße aus der Zeit der niederländischen Kolonisation der Wilstermarsch stammt und daher so alt ist wie die Ansiedlung Wilster selbst.
Links an der Einmündung der Zingelstraße der „Deutsche Hof“ von Christian Schlotfeld (später Weidemann, Rost, Eul); der Pferdekopf über dem Schild weist die mit der Kutsche oder dem Gespann anreisenden Gäste auf die Ausspann-Möglichkeit für die Pferde hin.
Rechts das Gast- und Logierhaus von Hermann Stücker (später Stückers Hotel).
Das Haus links mit der wunderschönen klassizistischen Fassade – man sah es schon von der unteren Burger Straße – wurde in kaum nachvollziehbarer Weise in den 1970er Jahren nach seinem Erwerb durch die Verbandssparkasse Wilstermarsch beseitigt; die Möglichkeit der Erhaltung der schönen Fassade ist offenbar nicht einmal geprüft worden – dieser geradezu frevelhafte Eingriff in das optische Erscheinungsbild des Häuser-Ensemble des Marktplatzes führte zur Einschaltung des Landes-Konservators, wonach dann zumindest die Erhaltung des links davon stehenden Gebäudes (hier nicht im Bild) erreicht werden konnte.
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
1916 Altes Rathaus, Kirche, Trichter, Markt, Op de Göten (Marktstraße)
Den während des I. Weltkrieges im Felde stehenden Söhnen der Stadt Wilster geschuldet ist diese Ansichtskarte mit dem Spruch
„In der Heimat, in der Heimat, da gibt´s ein Wiederseh´n“.
Neben dem Reichsadler und der Kaiserkrone sind das „Alte Rathaus“, die Marktstraße (spätere „Op de Göten“), die St. Bartholomäus-Kirche, der Trichter (ehemaliges Gartenhaus des Michaelsen´schen Palais), der Markt (vom Kirchturm aus fotografiert) abgebildet.
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Am 10.Juni 1916 schlug ein Blitz in die Spitze der Bartholomäus-Kirche in Wilster ein und setzte die Turmspitze in Brand.
Der Moment des Blitzeinschlages ist nicht fotographisch festgehalten worden. Das Ereignis führte aber dazu, daß mit den damaligen Retusche-Techniken der Blitzeinschlag und seine Folgen in vorliegende Aufnahmen hinein retuschiert wurde.
Es gibt mehrere Versionen dieser Art als Ansichtskarte.
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
1916 der Kirchturm brennt
Am 11. Juni des Jahres 1916 kam es infolge eines Blitzschlages zu einem Brand der Kirchturmspitze. Eine der Ursachen des Blitzschlages lag darin begründet, daß bei einem Orkan am 11.01.1916 die Helmstange mit Kugel, Kreuz und Wetterhahn herunter geweht worden war – und mit diesen auch der Blitzableiter.
Der Wiederaufbau der Kirchturmspitze erfolgte dann 1919 durch den Wilsteraner Zimmermeister Looft zum Preis von 21.703,33 Mark (Kirchen Rechnungsunterlagen).
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
1916 Das Hotel Wilstermarschhaus hat gegenüber der Aufnahme von 1905 einen neuen und sein schönes Fachwerk stärker betonenden Anstrich erhalten.
Das dritte Gebäude (früher Textil Mangels) in der Deichstraße hat eine neu gestaltete Fassade mit einem asymmetrisch angeordneten Vorbau im Obergeschoß erhalten.
Auf der rechten Seite der Deichstraße im Anschnitt noch zu erkennen ist das „Warenhaus“ von Christian (Krischan) Haack.
Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
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