Alte Postkarten aus Wilster

alte Ansichtskarten, Fotografien, Bücher, Wappen, Embleme, Notgeld sowie vieles mehr aus der alten Stadt Wilster und der Wilstermarsch

Kein Einloggen, keine nervigen Werbe-Popups, keine Kosten für Besucher.
Rubriken und Dateien können mittels anklicken der schwarz unterlegten Menüleiste aufgerufen werden.

Heimot is nich blots een Oort, Heimot is een Geföhl! Wie schön, daß Sie hergefunden haben!
"Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers."(Gustav Mahler 1860-1911)
Bei der Absicht, den an Wilster und der Wilstermarsch interessierten Personen Vergangenes aus der schönen alten Stadt Wilster und aus der Wilstermarsch vorzustellen, erhalte ich zu meiner Freude vermehrt Mithilfe durch Besucher dieser Heimat-Seite. Dafür bin ich dankbar!
Es interessieren neben Örtlichkeiten besonders auch Bilder, welche in charakteristischer Weise frühere Lebens- und Arbeitsumstände zeigen, beispielsweise in Handwerk, Landwirtschaft, Handel und Verkehr, Schule und Vereinen.
Wer mit Fotos, Bildern und anderen Objekten sowie Informationen beitragen möchte zum weiteren Ausbau dieser Heimat-Seite, kann mich erreichen unter meiner Anschrift.
Peter von Holdt
Robert Dannemann Weg 15 A
OT Tungeln
26203 Wardenburg
oder rufen Sie mich an: 04407 20810 oder schreiben Sie mir eine Nachricht info@mein-wilster.de (<- einfach anklicken!).

Wer sich musikalisch auf einen Spaziergang durch Wilster einstimmen möchte, dem empfehle ich
De Wind vun Wilster! Einfach anklicken, zuhören und genießen!

Weil diese Heimat-Seite auch eine Liebeserklärung an Wilster ist, habe ich ein Gedicht der im Januar 2010 verstorbenen Buten-Wilsteranerin Maria Wolf, geb. Horstmann, voran gestellt. Die Verfasserin hat, wie der Betreiber dieser Seite, ihre Kindheit in der Marschenstadt verbracht und verband damit ihr Leben lang schöne und glückliche Erinnerungen.
Min Vadderstadt!
Dor liggt een Stadt in Marschenland - dor is mi allens so bekannt. Wenn ik vun feern den Karktoorn seh, - dann ward mi um min Hart so weh.
De Straten sünd dor lütt un smohl, - in Droom go ik dor op un dool. De Finster in de Hüs´ sind blank, - in manch een Goorn de Roosn rank´.
In disse Stadt bün ik boorn, - dor hefft verlevt ik mine Kinnerjohrn. De Tied de leep, un manch wat is vergohn, - da Lengen na min Welster bleev bestohn.
Du lütte Stadt dor an de Au, - wie heff ik di so leev, wenn ik doch kunn´as ik geern wull, - ik ümmer bi di bleev.

Wilster ist unverwechselbar!
So wie die Sprache – die Mundart – für eine Region Identität und Heimat stiftet, so schaffen und erhalten auch Landschaftselemente und Bauwerke als Kulturdenkmäler regionale Bindung. Ein Gefühl dafür zu entwickeln und zu bestärken, in Wilster und der Wilstermarsch die Landschaft sowie historische Bausubstanz in gewachsenen Strukturen sensibel und fachgerecht zu erhalten und weiter zu entwickeln, soll mein-wilster einen kleinen Beitrag leisten.

Ein herzliches Danke sage ich allen Personen, die mich seit dem im Dezember 2008 erfolgten Start von mein-Wilster mit Hinweisen, Anmerkungen und Informationen sowie mit der Überlassung von Fotos und sogar einem kleinen Film über Wilster so freundlich unterstützt haben!
Auch über die netten Einträge in mein Gästebuch freue ich mich sehr!


Interessierten Heimatfreunden möchte ich hier die von mir gesammelten Wilstersien und Bilddateien sowie von mit mir kooperierenden Sammlern gesammelte Objekte vorstellen.
Vorgestellt werden auch Objekte aus der Wilstermarsch, denn es bestanden von frühester Zeit an enge Bindungen zwischen Stadt und Land. Vor 40 Jahren erklärte mir dieses der Bürgermeister *) eines Nachbardorfes mit den Worten: „Wenn wi na Itzehoe oder Brunsbüttel wüllt, denn seggt wi, ick fohr na Itzehoe oder na Brunsbüttel – wenn wi obers na Wilster wüllt, denn seggt wi, ick fohr in de Stadt!
(* Fritz Maaß, von 1955 - 1974 Bürgermeister von Büttel; + 10.01.1995)
Außerdem stelle ich sowohl bei den Fotos als auch bei den Ansichtskarten einige Objekte aus dem Kreis Steinburg vor in der jeweiligen Rubrik: Impressionen.

Bei dem virtuellen Spaziergang durch die alte Marschenstadt Wilster und deren nähere Umgebung wünsche ich viel Freude und angenehme Erinnerungen! Wählen Sie durch Anklicken oben in der Menü-Leiste aus.
In der Rubrik Neue Objekte sind die zwanzig neuesten Einstellungen aufgeführt.

Genießen Sie beim Betrachten historischer Ansichtskarten - diese bilden den Schwerpunkt dieser Sammlung - und Fotos sowie anderer Wilstersien eine Zeitreise in das alte Wilster und seine Umgebung. Vergleichen Sie, was alles im Laufe der Zeit der Veränderung unterworfen wurde, was bewahrt wurde, was verloren gegangen ist und was positiv weiter entwickelt wurde.
Die vor der Bildüberschrift der Ansichtskarten oder Fotos angegebene Jahreszahl gibt zumeist nur eine in etwa zeitliche Einordnung an. Für freundliche Konkretisierungen sowie zusätzliche Informationen bin ich dankbar!
Insbesondere bitte ich um Mithilfe bei der Lokalisierung mir unbekannter Objekte -> siehe Rubrik: unbekannt
Kontakt ist möglich über meine Anschrift (siehe unten im Impressum),
über mein Gästebuch - überdies freue ich mich über jeden netten Eintrag in mein Gästebuch! -
oder schreiben Sie mir direkt eine Nachricht an info@mein-wilster.de (<- einfach anklicken!). Auch Anregungen und konstruktive Kritik sind willkommen!

Hinweise zu den Wilstersien
Die vorgestellten Ansichtskarten - Ausnahmen bilden mit SF (für: Sammlerfreunde) sowie mit (Ex) (für externe Sammlung, nicht kooperierende Sammler) gekennzeichnete Karten sowie erläuternd beigestellte Abbildungen - sowie viele der Fotografien befinden sich in meinem Besitz.
Desgleichen befinden sich sowohl die vorgestellten Bücher als auch die abgebildeten Gegenstände wie Notgeld, Medaillen, Abzeichen in meinem Eigentum.
Sofern mir zum weiteren Ausbau dieser Seite für meine Sammlung Wilstersien - insbesondere alte Ansichtskarten und Fotos - zur Verfügung gestellt werden, würde mich dieses sehr freuen!
Spezieller Hinweis: Auf einigen aus der Zeit des Nationalsozialismus stammenden Wilstersien sind Symbole aus der damaligen Zeit abgebildet. Ich distanziere mich ausdrücklich von nationalsozialistischem Gedankengut!
Rechtlicher Hinweis: Bei historischem Bildmaterial aus dem sogenannten Dritten Reich (1933-1945) beachten Sie bitte §86 und §86a Strafgesetzbuch. Derartige Bilder dürfen nur zu Zwecken der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecken verwendet werden.

Ansichtskarten
Bei den abgebildeten Ansichtskarten habe ich – sofern bekannt – den jeweiligen Ansichtskartenverlag oder den Fotografen genannt. Auf die Bestimmungen des Urheberrechtes weise ich in diesem Zusammenhang hin!
Ergänzend zu den auf dieser Seite vorgestellten Wilstersien werden bei den Ansichtskarten unter dem Menüpunkt Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848 zu diesem für die Landesgeschichte bedeutenden Ereignis mehrere Belege vorgestellt.

Fotografien
Bei den abgebildeten Fotografien habe ich – sofern bekannt – den jeweiligen Fotografen genannt, in fast allen anderen Fällen zumindest aber die Person, von der ich den Bildabzug erhielt. In vielen Fällen ist dieses der Wilsteraner Photograph Werner Behning (er war ein Jugendfreund meines Vaters), welcher aus seinem Schaffen, aus dem seines Vaters Ludwig Behning und seiner Wilsteraner Berufsvorgänger Carl Kuskop und Hans-Peter Mohr eine große Bildersammlung in seinem Eigentum hatte. Sein Enkel Robert Friedrichs hat diese Sammlung in Verwahrung; er hat mir freundlicherweise gestattet, viele Aufnahmen aus dieser Sammlung hier vorzustellen. Sofern Interesse an brillanten Abzügen und Vergrößerungen von den Fotografien besteht, verweise ich an dieser Stelle gerne auf die sehr informative und interessante Seite www.alt-wilster.de
Die in einigen Fällen zum Vergleich aufgenommenen neueren Fotos stammen - wenn nicht ausdrücklich eine dritte Person genannt ist - von mir!

Beschreibungen
Die Beschreibungen zu Ansichtskarten und Fotografien stammen nach bestem Wissen von mir; die in einigen Fällen vorgenommenen Kommentierungen geben meine Auffassung zu bestimmten Sachverhalten wieder.
Sofern mir bei der einen oder anderen Darstellung ein Fehler oder eine unzutreffende Interpretation unterlaufen sein sollte, bin ich für jeden freundlichen Hinweis dankbar!
Bei den Beschreibungen habe ich in einigen Fällen einen Schwerpunkt zu Verbindungen der abgebildeten Örtlichkeit zu Angehörigen meiner Familie gesetzt, denn ich stelle hier „mein Wilster“ vor.
Informationen zur Genealogie meiner Familie gibt es auf der Seite www.vonholte.de

Grundsätzlich gilt:
Alle Rechte an den Bildern und Medien liegen jeweils bei deren Autoren selbst oder bei anderen Rechteinhabern, auch dann, wenn diese nicht ausdrücklich genannt sind.

Hier sehen Sie ein zufällig ausgewähltes Bild; weitere finden Sie nach Örtlichkeiten und Themen sortiert im Menü in der Leiste oben

1885 Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au

1885 Hafen an der Burger Au, der alten Wolburgsau, einem Quellfluß der Wilsterau.
Beim Blick auf vergangene und vor einem Jahrhundert und noch weiter zurück in unserer Region abgelaufene Geschehnisse wird bewußt, daß das enge Netz der größeren Gewässer unserer näheren Heimat früher die bevorzugten Verkehrswege bildete. Die uns heute so schmal und unscheinbar erscheinenden Flüsse Wilsterau, Burger Au und Holstenau erfüllten nicht nur Funktionen für die Entwässerung, sondern die von Lebensadern für Handel und Verkehr. Die Holstenau war etwa bis Schafstedt schiffbar, die Burger Au (Wolburgsau) bis in den Kuden See.
So beherbergte früher nicht nur die Stadt Wilster eine große Anzahl an Schiffern und Kahnfahrern mit jeweils eigenen Schiffen, sondern auch das am Rande der Wilstermarsch am Hang des Dithmarscher Kleve liegende Burg war bereits in den ersten Jahrzehnten nach 1800 wohl Heimat von bis zu 40 dort ansässigen Schiffern und Kahnfahrern. So nimmt es kein Wunder, daß die aus der Wilstermarsch in den Ort Burg führende Straße noch heute Hafenstraße heißt, eine weitere Straße "Am Hafen".
Wie die Wilsteraner Schiffer transportierten seinerzeit die Burger Schiffer neben allen möglichen Produkten des Bedarfs und der damaligen im Land erzeugten Waren in ganz erheblichem Umfang auch Torf als Brennmaterial nach Wilster, Glückstadt, Altona und Hamburg. Bereits um 1760 gab es Torf-Stapelplätze an Wilsterau, Holstenau und Burger Au.
So wie in Wilster auf dem Helgenland war es auch in Burg zur Gründung von kleinen leistungsfähigen Werften gekommen.
Die Abbildungen zeigen den Hafen in Burg an der Burger Au und die dort vorhanden gewesenen Werften.
Bild 1 zeigt links die von 1874 bis 1898 bestehende Werft von Heinrich Bruhn (später Hermann Bruhn), die größte Burger Werft, und rechts die 1873 gegründete Werft von Hans Fack, ab 1899 Ferdinand Fack. Letztere Werft hat sich vor allem mit Reparaturen bis nach 1905 als letzte der Werften an dem ortsnahen Standort an der Burger Au gehalten.
Die Familie Fack war in Holstein eine bekannte Schiffbauerfamilie. Hans Fack hatte offenbar zuvor in Itzehoe im Jahr 1852 eine kleine Werft gegründet und dann den Betrieb nach Wilster verlegt. Seine 5 Söhne betrieben ebenfalls Werften (Johannes ab 1876 in Wilster; Ferdinand ab 1899 die bereits 1873 gegründete Werft in Burg; Hermann in Tönning; Wilhelm in Rethwisch; Johann Heinrich von 1880 bis 1910 in Itzehoe)
Nach dem Bau des Kaiser-Wihelm-Kanals hatte sich am Kattenstieg - von dort aus war mittels Schleusen ein Aufstieg zum Kanal und an dessen jenseitigen Ufer auch wieder ein Abstieg zur Wilsterau/Holstenau möglich - die Werft von Detlef Schöning etabliert; sie bestand von 1913 bis Ende der 1920er Jahre.
Bild 2 zeigt den Helgen der Werft von Hermann Bruhn, auf dem praktisch wie am Fließband Ewer gebaut wurden.
Die Abbildungen sind die ältesten bekannten Fotografien vom Burger Hafen.

Bildrechte: Frau Grete Meyer geb. Bruhn, Rendsburg.
Die Bilder wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

Anmerkung: Die Wilsterau ist durch den von 1887 bis 1895 erfolgten Bau des Nord- Ostsee Kanals von ihren Quellflüssen Burger Au und Holstenau abgetrennt worden.
Eine Beschreibung der Gewässer finden wir im 1833 von Leopold v. Zedlitz-Neukirch verfaßten "Neues hydrographisches Lexikon für die deutschen Staaten". Dort heißt es u.a.:
"Die WOLBURGSAU; sie gehört zum Gebiet der WILSTER, der sie bei Bökelnburg ihr Gewässer zuführt."
Wolburgsau = Burger Au
Wilster = Wilsterau
Bökelnburg = Burg in Dithmarschen
und weiter:
"Die WILSTER im Herzogtum Holstein. Dieser Fluß entspringt in der Nähe von Hademarsch, und verstärkt durch die Mackenbeck kommt derselbe nach Großbornhövet, Kleinbornhövet, und Hohenhorn; in dieser Gegend wird die WILSTER die Sprant genannt, sie erhält den Namen WILSTER nach der bey Bökelnburg erfolgten Mündung der Wolburgsau, und nun geht sie an Achterhorn, Bordethorn, Averfleth, Goldhagen, Rumfleth, Diksdorf, zur Stadt Wilster, wo sie beim Dörfchen Kasenort in die Stör fällt."

Zur Erläuterung des Verlaufes der Flüsse sind beigefügt:
Bild 3: Kartenausschnitt aus Karte des Kreises Steinburg (undatiert, ca. 1925) gezeichnet von O. Christiansen, erschienen im Verlag: Johann Schwarck, Wilster
Bild 4: Kartenausschnitt aus der „Newe Landkarte von dem Ampte Steinborg“ 1651
Bemerkung: die Gewässer sind von mir markiert;
Wilsterau: rot
Holstenau: grün
Burger Au: blau
Es fällt auf, daß in der Beschreibung von 1833 offenbar Mackenbeck und Sprant vertauscht wurden.

 

© 2008-2016 Peter von Holdt · Technische Realisation: MReinke.Net · Impressum Key